Unterbringung von „Katrina“-Opfern
Obdach verzweifelt gesucht
Die US-Katastrophenschutzbehörde sprudelt mittlerweile vor Einfällen: Nichts scheint den Beamten mehr abwegig, wenn es um Quartiere für rund eine Million „Katrina“-Obdachlose geht. Nur planen die Bürokraten bisher konsequent an den Möglichkeiten und Bedürfnissen vorbei
Auch Wohnmobile schossen der Brown-Behörde als Alternativ-Quartiere zu den Metallpritschen in Massenunterkünften in den Sinn, allerdings viel zu spät. Eine freundliche Mitarbeiterin von Eastex Rentals in Kingwood (Texas), einem Großverleiher, sagt nach langer Wartezeit am Telefon: "In ganz Südtexas sind Wohnmobile für den kommenden Monat ausgebucht". Stimmen die Berichte, dann liefern sich Firmen und Privatpersonen eine Preisschlacht um die mobilen Schlafstätten. Statt 130 Dollar (104 Euro) zahlen Meistbietende für Mitarbeiter oder Verwandte bis zu 350 Dollar (280 Euro) pro Nacht.

