rump
hubstuetzen
hallo
Links zu ebay oder Amazon sind Werbelinks. Wenn Sie auf der Zielseite etwas kaufen, bekommen wir vom betreffenden Anbieter Provision. Es entstehen für Sie keine Nachteile beim Kauf oder Preis.

Lebensdauer Batterien im Aufbau


ebi1 am 28 Sep 2012 07:18:00

Hallo miteinander,

bin Besitzer eines sogenannten "autarken" Fahrzeugs, das jedoch nur so lange autark ist, wie die Batterien Strom geben. Habe mich nun etwas mit dem Thema beschäftig und würde gerne andere Meinungen dazu mal hören.

Das Prinzip ist eigentlich banal. Man hat Batterien, die werden über ein Ladegerät, das an der Lichtmaschine, 220 Volt oder Solar hängt, versorgt. In meinem Fall sind es 5 Stck. je ca. 400 €, also sollten sie auch ne Weile halten. Wenn man nur eine hat, stellt sich das Problem jedoch auch.

Ich hab mich nun mal eingelesen und dabei festgestellt, dass die Batterien 1.000 Ladevorgänge halten. Und da sind wir auch schon beim Problem. Erstmal: was ist ein Ladevorgang? Ist es der Vorgang, wenn man aus 95% wieder 100% macht? Dann würden jeden Tag viele Vorgänge vom Zähler runter gehen. In dem Fall wäre es gut, wenn man die Dinger gleich palettenweise kauft.

Wenn man unterwegs ist, muss man die Batterien ja auch benützen, ist ja klar. Da die Fahrzeuge jedoch auch viel stehen, über den Winter sogar oft mehrere Monate, würde nach meiner Meinung nun die Lebensdauer der Batterien dadurch verlängert werden können, indem man eben verhindert, dass sie jeden Tag geladen werden. Bei längeren Standzeiten reicht es ja auch aus, wenn man z.B. 1x im Monat lädt. Anstelle mit vielen, vielen Ladevorgängen würde man längere Standzeiten mit wenigen bewältigen können.

Wie seht Ihr das? Falsch gedacht? Wenn ja, warum?

Bin auf Eure Meinung gespannt.

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

mikaele am 28 Sep 2012 08:40:53

Für mich stellt sich auch die Frage wie es sich verhält, wenn man sein Fahrzeug über den Winter ständig am Strom hat. Kenne einige die das so machen. Ist das eventuell kontraproduktiv ?
LG
Michael

thomas56 am 28 Sep 2012 09:03:21

Moin,
mal grob gesagt: Als Beispiel:
Der Hersteller gibt einen Batterietyp mit 1000 Zyklen an, die Zahl bezieht sich auf eine Entladung von 20%. Bei Entladung von 50% geht die Zyklenzahl dann auf 400 runter usw.. Also so schnell wie möglich nachladen erhöht die Lebensdauer.

Dauernd am Ladegerät hat meinen Batterien in den Jahren noch nicht gestört,
die Ladetechnik muss natürlich dafür ausgelegt sein. Für mich ist auch eine zusätzliche Temperatursteuerung wichtig geworden.

Anzeige vom Forum


Lancelot am 28 Sep 2012 09:20:05

Das Thema ist ziemlich komplex :)

.. und hängt (auch) von der Art und dem Typ von Batterie ab. Oder anders: nicht jede Batterie verhält sich unter Last und beim Laden gleich.

Vl magst Du Dich mal einlesen, z.B. DA : --> Link

kobold am 28 Sep 2012 09:31:21

Hallo!
Ich hab meine Banner 230 AH jetzt 5 Jahre im Betrieb. Bei durchschnittlich
90 Urlaubstagen/Jahr. Bisher noch keine spürbare Beeinträchtigung.
Kobold

null550 am 28 Sep 2012 10:30:48

Lancelot hat sicher recht: So einfach ist die Frage nicht zu beantworten!

Dennoch ein kleiner Tipp: Vermeide zu große Entladung, wenn Du danach nicht gleich wieder laden kannst. Ich habe die Lebensdauer meiner Gels mit 120Ah damit sicher verkürzt. Einfach zu viele Espressos gezogen und danach fast entladen stehen lassen. Sie sind jetzt 4,5 Jahre alt und müssen nächstes Jahr ersetzt werden.

, Helmut

Gast am 28 Sep 2012 11:08:10

Hallo,

also ich habe das so verstanden:
Eine Batterie kann in ihrer Lebenszeit eine bestimmte Menge Strom speichern, also meinetwegen 10.000 Amperestunden (Ah). Sind diese 10.000 Ah durch die Batterie gegangen als Ladung und Entladung ist sie kaputt.

Unsere Beispielbatterie hat 100Ah, ist eine Gelbatterie und der Hersteller definiert einen Ladezyklus mit 20% Entladung, also wird entladen auf 80Ah, dann wieder 20Ah geladen. Jeder Zyklus schiebt 20Ah durch die Batterie. wenn sie insgesamt 10.000Ah speichern kann, dann sind das 10.000 / 20= 500 solche Zyklen.

Jetzt kommt ein echter Batteriefolterer daher und entnimmt bei jedem Zyklus 80% der Kapazität. Das geht rein rechnerisch 10.000 / 80 = 125 mal. In der Praxis wahrscheinlich noch weniger, weil das für die Gelbatterie an eine Tiefentladung grenzt und das mag sie gar nicht.

Der nächste hat Solar, fährt viel und hat nur kleine 12V Verbraucher. Ein durchschnittlicher Zyklus bei dem schiebt 10Ah durch die Batterie. Logisch, dass der 1.000 Zyklen hat.

Jetzt kommen Faktoren dazu, wie die Umgebungstemperatur oder eben massive Tiefentladung ohne wieder Aufladen. Auch muss das Ladegerät die Batterie angemessen behandeln, also nur Erhaltungsladung wenn sie voll ist usw.

Meine erste Gelbatterie hat gut 5 Jahre gehalten, deren Nachfolger hat bald 10 Jahre auf dem Buckel, wobei die auch längere Standzeiten hatte, ohne Nachladen.

Wenn also der Hersteller Angaben macht wie: Liefert x Zyklen, dann muss man sehen, mit wieviel Prozent Entladung der Zyklus definiert ist. 20% bei einer 100Ah Batterie sind 20 Ah pro Zyklus. Mit 500 Zyklen als Herstellerangabe kommen wir wieder auf 10.000Ah.


CarbonUnit

kurt2 am 28 Sep 2012 11:28:28

ebi1 hat geschrieben:Hallo miteinander,

bin Besitzer eines sogenannten "autarken" Fahrzeugs, das jedoch nur so lange autark ist, wie die Batterien Strom geben. Habe mich nun etwas mit dem Thema beschäftig und würde gerne andere Meinungen dazu mal hören.

Das Prinzip ist eigentlich banal. Man hat Batterien, die werden über ein Ladegerät, das an der Lichtmaschine, 220 Volt oder Solar hängt, versorgt. In meinem Fall sind es 5 Stck. je ca. 400 €, also sollten sie auch ne Weile halten. Wenn man nur eine hat, stellt sich das Problem jedoch auch.

Ich hab mich nun mal eingelesen und dabei festgestellt, dass die Batterien 1.000 Ladevorgänge halten. Und da sind wir auch schon beim Problem. Erstmal: was ist ein Ladevorgang? Ist es der Vorgang, wenn man aus 95% wieder 100% macht? Dann würden jeden Tag viele Vorgänge vom Zähler runter gehen. In dem Fall wäre es gut, wenn man die Dinger gleich palettenweise kauft.

Wenn man unterwegs ist, muss man die Batterien ja auch benützen, ist ja klar. Da die Fahrzeuge jedoch auch viel stehen, über den Winter sogar oft mehrere Monate, würde nach meiner Meinung nun die Lebensdauer der Batterien dadurch verlängert werden können, indem man eben verhindert, dass sie jeden Tag geladen werden. Bei längeren Standzeiten reicht es ja auch aus, wenn man z.B. 1x im Monat lädt. Anstelle mit vielen, vielen Ladevorgängen würde man längere Standzeiten mit wenigen bewältigen können.

Wie seht Ihr das? Falsch gedacht? Wenn ja, warum?

Bin auf Eure Meinung gespannt.



Hallo Ebi,
diese Frage hatte mich auch mal interessiert. Deshalb hatte ich im Frühjahr hier im Forum danach gefragt und erschöpfende Antworten erhalten. Ich kann leider keinen Link setzen aber gib mal in der Suche folgendes ein: Was genau ist bei Aufbaubatterien ein „Ladezyklus“.
Da kommst Du zu dem Fred und kannst alles nachlesen.
Viel Spass

krischan am 28 Sep 2012 11:33:03

Hallo ebi1,

ich denke einen Ladezyklus muss man als den Vorgang betrachten, den ein Akku beim Aufladen von Entladungsgrenze (egal wo man diese nun ansetzt) bis zur vollen Ladung durchläuft. Normalerweise benutzt man Akkus in irgendwelchen mobilen Geräten und lädt diese dann erst eben wieder auf, wenn sie ihre Entladungsgrenze erreicht haben. Was wir in unseren Womo's/Wowa betreiben, wird von 'Winner Battery' als sogenannter Floatbetrieb bezeichnet. Also ein ständiges Auf- und Erhaltungsladen, was die Lebensdauer der Akkus erheblich verlängert. Ein richtiger Ladezyklus lässt sich hier wohl weniger zuordnen.

...ach ja, da gibts ja noch die Espresso-Geniesser und Haar-Trocknerinnen. Die können natürlich die Anzahl der Ladezyklen für ihre Akkus schon eher bestimmen.


krischan

Lancelot am 28 Sep 2012 11:34:57

kurt2 hat geschrieben:Ich kann leider keinen Link setzen aber gib mal in der Suche folgendes ein: Was genau ist bei Aufbaubatterien ein „Ladezyklus“.


Wieso nicht ... :nixweiss:

--> Link

kurt2 am 28 Sep 2012 13:09:17

Lancelot hat geschrieben:
kurt2 hat geschrieben:Ich kann leider keinen Link setzen aber gib mal in der Suche folgendes ein: Was genau ist bei Aufbaubatterien ein „Ladezyklus“.


Wieso nicht ... :nixweiss:

--> Link



Hallo Lancelot,

weil ich ganz einfach nicht weiß wie es geht. :?:

Steht das irgendwo m Forum??


Lancelot am 28 Sep 2012 13:25:20

kurt2 hat geschrieben:Steht das irgendwo m Forum??


Hi Kurt,

JA .. --> Link

:)

kurt2 am 28 Sep 2012 16:39:17

Lancelot hat geschrieben:
kurt2 hat geschrieben:Steht das irgendwo m Forum??


Hi Kurt,

JA .. --> Link

:)


Hallo,

danke, habe es gelesen und werde das es das nächste Mal versuchen.


bernhardm am 02 Okt 2012 15:04:05

Ist ein sehr komplexes Thema und die Anzahl der Zyklen wird eher zum Vergleich angegeben, denn als reelle mögliche Zyklenzahl. Auch die Theorie mit der Gesamtspeichermenge haut hinten und vorne nicht hin.

Es gibt Faktoren, die sind für Bleiakkus schädlich. Das sind im Wesentlichen:

- Entladen - je tiefer je schädlicher
- Entladen stehen lassen (je tiefer und je länger je schädlicher)
- Überladung, zu hohe Erhaltungsladespannung
- Hohe Temperaturen (je wärmer und je höher belastet desto schädlicher)
- Überlastung (zu hoher Entladestrom, Kurzschluss)

Bleiakku sind sehr unterschiedlich im Verhalten. Normale Starterakkus haben eine sehr hohe Selbstentladung und sollten daher bei der Lagerung eigentlich an ein Erhaltungsladegerät angeschlossen sein. Gelakkus haben eine erheblich niedriegere Selbstentladung, hier ist Erhaltungsladen nicht notwendig (ca 1 Mal Jahrlich voll laden reicht) und kann sogar schädlicher sein als Rumstehen (wenn die Spannung zu hoch ist).

Wie die optimale Pflege und Nutzung aussieht ist sehr individuell und kann so ohne weiteres nicht eingeschätzt werden. Hier spielen Details auch eine Rolle. Insofern sollte man sich von der Vorstellung verabschieden, das absolute Maximum heraus zu holen. Ein paar Grundregeln beachten, und das restliche Geld in eine Solaranlage investieren sowie rechtzeitig einen neuen Satz Akkus anzusparen ist hier wohl der sinnvollste Weg.

Einige Grundregeln:
- Akkus möglichst zeitnah nach dem Entladen wieder richtig voll laden
- Geeignetes Ladegerät benutzen
- Niemals tiefentladen
- Bei längerer Standzeit Akkus abklemmen bzw. Erhaltungsladegerät anschließen (abhängig von Akkutyp und Ruhestrom, mit hat z.B. der Solarladeregler im Winter innerhalb von 2 Monaten ohne Sonne auf der Zelle die 100Ah Batterie tiefentladen)
- Akkus wenn möglich regelmäßig abhängig von der Benutzung auffüllen.

mithrandir am 02 Okt 2012 15:16:19

bernhardm hat geschrieben:Wie die optimale Pflege und Nutzung aussieht ist sehr individuell und kann so ohne weiteres nicht eingeschätzt werden....


So kann man es auch sagen. Aber bei Batterien und Akkus gibt es einfach unterschiedliche Meinungen und genau so viele Begründungen. Eine endgültige Wahrheit gibt es m. E. nicht.
Ich habe meinen KfZ Betrieb/WoMo Servicebetrieb gefragt.
Der hat mir hinten eine GEL Batterie eingebaut, die war gar nicht mal viel teurer als auf diversen Internetportalen.
Und ich bekam den Rat: Wann immer das WoMo nicht genutzt wird, an die Steckdose --> Erhaltungsladung.
Normalerweise hält die Batterie 5-6 Jahre. Mit Glück länger, wenn du Pech hast nur bis kurz nach der Garantie.

bernhardm am 02 Okt 2012 15:47:59

Es kann sein, daß die Empfehlung bei Dir korrekt war, es kann auch sein, daß sie schlicht aus Unkenntnis falsch war. Kann ich so natürlich nicht einschätzen.

felix52 am 02 Okt 2012 15:54:32

Jou,
die Leistung und Konstruktionsweise einer Batterie hängt doch nicht vom Kaufpreis ab.
Besser wärs, Batterieart, Ladegerät, Verbrauchs- und Reiseverhalten zu schildern.
Der Kaufpreis hilft da nicht. Den Rest haben die Kollegen ja schon gesagt. :)

Anzeige

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Probleme mit der Wohnraumbatterie
Lohnt sich 2. Wohnraumbatterie oder besser Gelbatterie
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2026 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt