Kurztrip an die Nordsee 16.09-18.09.2005
Wir starten mal wieder zu einem kurzen Wochenendausflug an die Nordsee, das Wetter soll ganz gut werden. Es werden wie immer alle Sachen gepackt, die man so für ein gemütliches Wochenende benötigt, Wassertank gefüllt und dann geht es los.
Auf der Strecke kaufen wir noch ein paar Lebensmittel in ein und dann geht es ohne Pause nach St.Peter Ording.
Hier fahren wir auf den Stellplatz, es handelt sich um einen reinen Übernachtungsplatz. Das sehen wir allerdings erst, als wir die 8,-€ schon in den Automaten gesteckt haben. Man muß den Platz im Zeitraum von 11.00 – 18.00 Uhr verlassen, so hatten wir uns das eigentlich nicht vorgestellt.
Nach kurzem Ärgern, wandern wir hinunter an den Deich und laufen oben entlang in Richtung Kurzentrum. Der Wind ist frisch und schon recht kühl. Auf dem Rückweg werden noch die Geschäftsauslagen der diversen Geschäfte besichtigt . Zurückgekommen am Platz, gibt es erst mal Abendbrot, danach wird bei einem Glas Wein und einem Buch der restliche Abend verbracht.
In der Nacht regnet es kurzzeitig, aber das stört uns nicht, dann fühlen wir uns im Alkoven doppelt wohl. Am nächsten Morgen gibt es Frühstück, am Womo gegenüber wird geschraubt.
Ein begnadeter Techniker bin ich nicht, aber manchmal hilft ja schon eine „dritte“ Hand. Es handelt sich um einen 82-jährigen Herrn, der Probleme mit seiner Batterie hatte und nun eine Tausch-Batterie von der Tankstelle hat. Er ist schon fertig, ich kann nur noch beim Verladen der schweren Batterie helfen, dann will er wieder runter zum Strand und mit seiner Frau den Meeresblick genießen.
Beim Frühstück beschließen wir dann auch zum Strand zu fahren, bisher haben wir das nicht gemacht, sondern sind immer mit dem Rad los gefahren.
Wir fahren also über den Strandübergang in Richtung Meer und bezahlen den üblichen Obulus, in Form von 9,-€ für Auto und 2 Personen incl. Kurbeitrag. Wir fahren bis an die Pfahlbauten und bemühen uns auf dem festen Sand zu bleiben, denn man kann sich auch leicht festfahren, an einigen Stellen ist der Sand nicht so fest. Aber wir kommen gut hin, es stehen jede Menge Wohnmobile dort und auch jede Menge PKW. Wir finden einen schönen Platz und gehen erst mal wieder am Strand spazieren, das Wasser ist kalt, nur einige wagemutige Schwimmer springen noch hinein. Danach geht es zurück zum Mobil, die Stühle und Tisch werden ausgepackt und dann ist faulenzen angesagt.
Die Sonne scheint und man kann den Tag genießen, am Nachmittag wollen wir noch mal die andere Strandseite unsicher machen und wandern abermals am Wasser lang. Wir finden noch einen freien Strandkorb und genießen windgeschützt die Abendsonne. Auf dem Rückweg, beschließen wir weiterzufahren nach Tönning. Dort gibt es einen SP am Multimar-Wattforum, dann kann man dort ins das Wattforum gehen, eine Art Wattmuseum mit lebenden Tieren der Nordsee, sowie einem Walskelett. Jedoch der SP ist geschlossen und nicht mehr befahrbar, wir finden einen anderen Platz in Tönning, direkt an der Eider und menschenleer. Wir verbringen eine ruhige Nacht und am nächsten Tag ist es trübe und sehr windig direkt am Wasser. Wir frühstücken in aller Ruhe und beobachten das auflaufende Wasser der Eider, bei Flut wird das Eidersperrwerk geschlossen und die Eider staut sich dabei auf und bildet eine riesige Wasserfläche, ein Paradies für Wasservögel sowie durchziehende Ringelgänse.
Unseren Besuch im Wattforum verschieben wir auf ein andermal, wir wollen lieber noch mal nach Husum fahren und dort ein bisschen am Hafen bummeln. Schnell erreichen wir Husum und direkt am Hafen entdecken wir einen neuen Stellplatz. Wir schauen in uns kurz an und merken in schon mal vor, für ein Wochenendbesuch in Husum in der Vorweihnachtszeit. Den Stellplatz habe ich im Forum eingestellt.
Dann bummeln wir am Hafen entlang und hier ist Hafenfest oder irgendetwas in der Art, es sind ein paar Aussteller mit Schmuck, sowie Dingen die man unbedingt noch braucht und natürlich Fisch- und Wurstverkäufer versammelt und preisen ihre Waren an.
Wir schlendern dann in die Innenstadt und bummeln an den geschlossen Läden vorbei und beschließen dann noch irgendwo was zu essen.
Natürlich soll es was mit Fisch werden, wir gehen also zu Loof`s Fischrestaurant und nehmen erst mal eine leckere Mahlzeit ein, der Inhaber ist gleichzeitig der Stellplatzbetreiber, da ist der Verzehrbon für Womo-Fahrer gut angelegt.
Wir beschließen uns nun auf den Heimweg zu machen, unterwegs werden noch Kartoffeln und ein Kürbis als Proviant eingekauft und dann wird am Stellplatz in Rendsburg entsorgt, bevor nach Kiel geht.
Gut das wir per Briefwahl schon alles erledigt hatten, so konnten wir das Wochenende unbeschwert genießen und hatten keinen Zeitdruck.

