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Bereits 2011 sind wir zum Nordkapp gefahren. Im Blog habe ich einen Reisebericht geschrieben. Leider wissen nur sehr wenige mit dem Blog hier im Forum was anzufangen. Deshalb habe ich micht entschlossen, diesen Reisebericht mit mehr Bildern hier nochmals einzustellen. Viel Spaß beim Lesen und Bilder anschauen.
Tag 1 – Montag, 08.08.2011 Jetzt geht’s los. Nachdem ich das Wochenende geschäftlich in der Eifel verbringen durfte, starten wir nach dem Frühstück von einem Stellplatz in Herdecke, auf dem wir die Nacht verbracht haben, zu unserer Nordlandtour.
Wir fahren in strömendem Regen mit Hagelschlag über Bremen – Hamburg nach Lübeck. Da wir noch Zeit haben, wird ein Stadtbummel mit Besichtigung des Holstentores durchgeführt, bevor es weiter nach Travemünde zum Skandinavienkai geht, wo wir am Abend auf der „Nils Holgersson“ einchecken.
Sorry für meinen Klugschiss, aber dein Nordkapp heißt Nordkap.
<Zitat Wikipedia> Das Nordkap (Nordkapplatået) ist ein steil aus dem Eismeer emporragendes Schieferplateau (Kap) auf der norwegischen Insel Magerøya und befindet sich auf dem Gebiet der nach ihm benannten Kommune Nordkapp </Zitat Wikipedia>
arco1111 am 26 Dez 2012 15:20:57
Tag 2 – Dienstag, 09.08.2011 Pünktlich um 07.30 Uhr läuft die „Nils Holgersson“ in den Hafen von Trelleborg ein. Da wir gleich vorne auf dem Ladedeck stehen, kommen wir auch als eine der Ersten aus dem Schiffsbauch raus und fahren vor zur Zollabfertigung, wo wir aber nur freundlich durchgewinkt werden. Unsere Route geht über Malmö-Linjöpping nach Stockholm. Leider erwischen wir dort den Feierabendverkehr und dürfen dementsprechend die Weltstadt im Stau durchqueren. Während des ganzen Tages wechselt Sonnenschein mit Regen ab, die Temperaturen schwanken zwischen 14° und bis zu 19°.
Vor Gävle laufen wir einen Campingplatz an, kochen uns ein Abendessen und lassen den Tag ausklingen.
Anzeige vom Forum
klausevert am 26 Dez 2012 15:22:43
longo hat geschrieben:Sorry für meinen Klugschiss
Muss sowas sein? Oft ist es besser, einen geschriebenen Text NICHT abzuschicken
arco1111 am 26 Dez 2012 15:34:18
Tag 3 – Mittwoch, 10.08.2011 Nach dem Frühstück und dem Auschecken fahren wir um 8.30 Uhr los und auf die Autobahn. Der Himmel ist teilweise bewölkt und die Sonne scheint. Die Temperatur beträgt 15° und wird im Lauf des Tages auf 19° klettern. Auf herrlich freier Autobahn düsen wir mit den maximal erlaubten 90 km/h über Sundsvall, Umea, Skeleftea nach Pitea, um auf einem Campingplatz direkt am Wasser unterzukommen.
Nach der langen Fahrt haben wir keine Lust mehr zu kochen und gehen ins Städtchen, um eine türkische/schwedische gewöhnungsbedürftige Pizza zu essen. Zum Glück können wir auf unsere Notreserve an Ramazotti zurückgreifen.
Wir sind jetzt keine 300 km mehr vom Polarkreis entfernt, morgen werden wir ihn in Rovaniemi/Finnland überqueren.
Gefahrene km 737
pelle1 am 26 Dez 2012 15:46:55
BITTE weiter !!!
sehr schön !!
Pelle
arco1111 am 26 Dez 2012 15:52:52
Tag 4 – Donnerstag, 11.08.2011 Der ganze Platz schläft noch, das Entengeschnatter vom Wasser weckt uns. Nach dem Frühstück und dem Auffüllen des Wassertanks, sowie der Entsorgung des Abwassers starten wir auf der E4 Richtung Finnland. Kurz nach Haparanda überqueren wir die Grenze und stellen unsere Uhr um 1 Stunde vor, auch können wir wieder mit € bezahlen.
Wir erreichen nach rund 100 km bei so gut wie keinem Verkehr Rovaniemi. Als erstes sticht mir die Skisprungschanze ins Auge, die ich noch von einem Ausflug mit meinen Staffelkameraden vom DTM-Rennen in Helsinki kenne und an deren Fuß wir damals übernachtet haben. Heute jedoch kaufen wir bei Lidl noch was ein und vespern auf dem Parkplatz, bevor wir zum Santa-Claus-Village am Polarkreis fahren.
Natürlich erwartet uns der Nikolaus höchstpersönlich und begrüsst uns auf Deutsch. Nach einem Rundgang und dem üblichen Schreiben von Postkarten wird erstmal Rose der Polarkreistaufe mit Hering und Schnaps unterzogen. Wir fahren weiter und mehrmals laufen plötzlich Rentiere auf und über die Strasse.
Nur eine schnelle Bremsung kann eine Kollission verhindern. Unter erhöhter Vorsicht und dem ständigen Abspähen der Strassenränder stellen wir uns in Sodankylä auf einen Campingplatz.
Gefahrene km 438
Gast am 26 Dez 2012 15:54:20
klausevert hat geschrieben:
longo hat geschrieben:Sorry für meinen Klugschiss
Muss sowas sein? Oft ist es besser, einen geschriebenen Text NICHT abzuschicken
..so wie deinen Beitrag z.B., der nun mal gar nichts zum Thema beiträgt.
Ostwestfale am 26 Dez 2012 15:57:23
Klasse! Danke für den Bericht
und
Bon Voyage
arco1111 am 26 Dez 2012 16:15:56
Tag 5 – Freitag, 12.08.2011 Das erste, was wir beim Aufwachen sehen, ist strahlend blauer Himmel und Sonnenschein.Temperatur 11°, also T-shirt-Wetter. Unsere Fahrt geht weiter Richtung Ivalo. Auch heute müssen wir wieder mehrmals abrupt abbremsen, um nicht ein Rentier unwaidmännisch zu erlegen. In Tankavaara besichtigen wir das Goldgräbermuseum mit einer sehr interessanten Ausstellung über die Mühen und Techniken früherer Goldgewinnung.
Wir versuchen unser Glück selbst beim Goldwaschen, holen uns jedoch nur kalte nasse Hände. Wieder ein Traum geplatzt. Wir geben auf und fahren weiter. Bei Kaunispää verlassen wir die E75 und fahren noch ins Skigebiet und gönnen uns im Berggasthof mit herrlicher Aussicht das landestypische Rentiergeschnetzelte.
Man muss es mögen oder nicht, aber wir haben es wenigstens probiert.
Direkt am Inarisee gehen wir auf Cachesuche, und siehe da, in wenigen Minuten haben wir den Cache in der Hand. Den Schnaps auf den Sucherfolg wollen wir heut Abend zu uns nehmen. Kurz stoppen wir beim Museum der Samen, wo deren Kultur und Lebensweise anschaulich gezeigt wird.
Auf der Weiterfahrt haben wir immer wieder schöne Aussichten auf den Inarisee.
Ein ständiger Wechsel von Wald und Seen begleitet uns seit Stunden, bis wir endlich die Grenze nach Norwegen erreichen. Wir wollen unseren Alk-Vorrat an der Grenzstation anmelden, aber weit und breit kein Zoll. Erst einige km später kommt eine Zollstation, hier verwirklichen wir dieses Vorhaben. 50 km später laufen wir in Kirkenes ein und finden im Hafen einen Stellplatz hinter dem Polizeigebäude, auf dem wir uns für die Nacht niederlassen.
Mal sehen, wann das Hurtigruten-Schiff morgen früh hier einläuft.
Gefahrene km 416
fetzi am 26 Dez 2012 16:27:30
Vielen Dank! Wann geht es weiter??
fetzi am 26 Dez 2012 16:28:59
...Blog, was für ein Blog?? Wie komme ich da hin??
arco1111 am 26 Dez 2012 16:38:26
Den Blog gabs in der alten Forensoftware unter "Menü". Der Admin ist dabei, den auch zukünftig wieder einzurichten (denk ich).
arco1111 am 26 Dez 2012 17:09:04
Tag 6 – Samstag, 13.08.2011 Was für eine Nacht. Kurz nach 2 Uhr viele laute Stimmen am Wohnmobil. Also raus aus dem Bett und nachschauen. Cirka 50 Jugendliche warten auf irgendwas und reden lauthals durcheinander. Um 2.30 Uhr fährt ein Reisebus vor, alle steigen ein und es ist Ruhe. Aber nicht lange. Gerade wieder eingeschlafen – lautes Geschrei. Eine Möwe hat sich unser Wohnmobildach ausgesucht und schreit fürchterlich an der geöffneten Dachluke. Erst das Ausfahren der Sat-Schüssel kann sie vertreiben. Früh am Morgen fahren wir etwas unausgeschlafen zum Hurtigrutenkai, denn bald soll ein Schiff einlaufen. Um 9.30 Uhr kommt sie, die „Mitnatsol“ steuert den Kai an und entlässt hunderte Passagiere.
Ein schönes Schiff, so ganz anders als der sonstige Schrott, der hier vor Anker liegt.
Wir haben noch einen Cache zu suchen und finden ihn sogleich am Eingang eines zerstörten Bunkers, ein Relikt aus der deutschen Besatzungszeit. Dieser Cache sollte nicht unser letzter heute sein, da wir noch 3 weitere suchen und finden werden. Wir verlassen Kirkenes und stehen alsbald an der für uns geschlossenen Grenze nach Russland.
Wir biegen ab, um nach Grense Jakobselv, dem östlichsten Punkt der westlichen Welt zu fahren. Die Strasse wird immer schlechter, unbefestigt und jede Menge Schlaglöcher. Unsere Fahrt geht entlang des kleinen Flüsschens, das die Grenze zu Russland darstellt.
Nach 60 km erreichen wir wohlbehalten den kleinen Platz am Ende der Strasse.
Hier direkt an der Barentsee (Eismeer) wollen wir den Tag und die folgende Nacht verbringen.
Eine Gruppe Soldaten rückt an und verschwindet Richtung kleinem Sandstrand. Wir schauen nach und sehen plötzlich lauter nackte Männer ins Wasser rennen. Die Kälte des Wassers ist ihnen anzusehen.
Ich kann endlich mein Vorhaben, zu Angeln, in die Tat umsetzen. Und siehe da, ziemlich schnell zappelt unser Abendessen am Haken.
Mit einem zünftigen Lagerfeuer und Sonnenuntergang beenden wir den Tag.
Gefahrene km 60
walter7149 am 26 Dez 2012 17:22:52
Hallo Uwe, ein schöner reisebericht mit schönen fotos. Es macht spaß auch mal die eindrücke anderer in den reiseberichten zu lesen. Wir waren im sommer 2005 mit dem pkw in Kirkenes, auch an Grense Jakobselv und sind dann mit auto auf dem Hurtigrutenschiff "Trollfjord" wieder südwärts zurück.
Bin schon gespannt wie es weiter geht :)
arco1111 am 26 Dez 2012 17:54:43
Tag 7 – Sonntag, 14.08.2011 Diese Nacht war sehr ruhig. Dunkel ist es nicht geworden und um 2.30 Uhr kam die Sonne wieder hoch. Wir fahren bereits um 8.00 Uhr weiter. Eine sehr schöne Stabkirche ist in Neiden zu sehen.
Wir machen einen Abstecher nach Bugoynes, weil wir im örtlichen Kaufladen die weltberühmten norwegische king-crabs kaufen wollen. Leider haben wir übersehen, dass heute Sonntag ist und der Laden geschlossen hat. Ausser jede Menge Lemminge, die anscheinend des ganzen Ort bevölkern, bewegt sich nichts.
Wir wollen die östlichste Stadt Norwegens besuchen, fahren aber zuerst weiter bis ans „End of Europe“ Wir befinden uns jetzt in der arktischen Region, die Landschaft hat sich total geändert. Kein Baum mehr weit und breit zu sehen, nur noch Büsche.
Die Strasse führt immer am Ufer der Varanger-Fjord entlang. Herrliche Sandstrände laden zum Baden ein, aber kein Mensch weit und breit zu sehen, lediglich Rentiere lecken das Salz vom Strand.
Hier scheinen lediglich Schafe und Rentiere heimisch zu sein. 28 km nur auf einer 3 m breiten Strasse durch eine bizarre Steinwüste, auf der einen Seite das Eismeer, auf der anderen Seite schroffe Felswände mit Schneefeldern.
Eine absolut beeindruckende Landschaft. Am Ende der Strasse, in Hamningberg, bieten 2 Mädchen Waffeln und selbstgemachte Marmelade mit Kaffee an.
Wir können natürlich nicht widerstehen, bevor wir uns auf den Rückweg machen. 30 km später erreichen wir Vardö, das auf einer Insel liegt und nur durch einen Tunnel, 88 m tief unter dem Meer und fast 3 km lang zu erreichen ist.
Wir fahren zurück, um in Nesseby neben dem Holzkirchlein direkt am Fjord zu übernachten.
Gefahrene km 532
hartkatroll am 26 Dez 2012 18:08:46
Hallo Uwe, vielen Dank für euren Bericht bis hierher. Da wir ein Jahr zuvor eine ähnliche Tour gemacht haben, ist das wie noch einmal entlang fahren ... --> Link. Nur eine kleine Korrektur:
Wir biegen ab, um nach Grense Jakobselv, dem östlichsten Punkt der westlichen Welt zu fahren.
- Gefühlt ist das so, aber tatsächlich wart ihr in Vardö noch ein paar Sekunden östlicher!
viele Karsten
arco1111 am 26 Dez 2012 18:17:49
Tag 8 – Montag, 15.08.2011 Die Nacht war ruhig, keinerlei Störungen. Nicht mal die Möwen haben versucht, uns mit ihrem Geschrei zu wecken. Wir fahren zurück auf die E6 und nach kurzer Fahrt treffen wir auf den Tanafluss. Die gesamte Uferregion besteht aus breiten Sandbänken mit Dünen, wie man sie eigentlich nur aus der Sahara kennt.
Der Baumbestand (max. 2 m hoch) wird weniger und verschwindet ganz. Nur noch Bodendecker sind zu finden, nicht mal mehr Büsche. Als wir in Gednje nach Batsfjord abbiegen, leuchten uns übriggebliebene Schneefelder entgegen. Aber ein Blick aufs Thermometer zeigt es uns, 22 Grad und die Sonne brennt vom wolkenlosen Himmel.
Nach 31 km stehen wir in Batsfjord, wo die Strasse wieder mal endet, weil danach nur noch der Nordpol kommen würde. Wir setzen uns vor eine Bäckerei und legen eine Kaffeepause ein, bevor wir zurück nach Gednje und weiter nach Berlevag fahren. Die Strasse windet sich um den Kongsoyfjorden, dessen Wasser türkisfarben leuchtet. Immer wieder taucht eine kleine Bucht mit einem herrlichen Sandstrand auf.
In Berlevag finden wir auf dem Campingplatz ein schönes Plätzchen genau gegenüber dem Hurtigruten-Kai. Heute abend werden noch 2 Schiffe nacheinander hier einlaufen, eines auf der Nordroute, das andere auf der Südroute.
Wir durchstöbern den Ort und beobachten gespannt, wie am Hafen große Bottiche mit dem heutigen Fang von Königskrabben von einem Schiff gelöscht werden. Ganz schön groß die Dinger.
So, das schöne Wetter muss auch in der arktischen Region, oder gerade dort, ausgenutzt werden.
Jetzt wird erst mal Abendessen gekocht und dann warten wir auf die Schiffe.
Gefahrene km 242
arco1111 am 26 Dez 2012 18:48:07
Tag 9 – Dienstag, 16.08.2011 Der gestrige Abend hatte noch ein highlight. Wir gehen noch was ins Städtle, schauen bei der Verarbeitungsfabrik für die King-Crabs ganz vorsichtig durch das geöffnete Tor.
Da kommt ein freundlicher Mensch aus dem Büro und fordert uns doch auf, reinzugehen und alles anzuschauen. Natürlich nehmen wir das Angebot an. Beim aufkommenden Gespräch erzählt er uns den weiteren Verarbeitungsprozess und wohin die Crabs überall hingehen. Seine Frage, ob wir schon mal so was gegessen hätten, müssen wir verneinen, was ihn wiederum veranlasst, uns 2 halbe Crabs in die Hand zu drücken und Guten Appetit zu wünschen. Total verblüfft bedanken wir uns und gehen schnurstracks in die Küche des Campingplatzes, um die Köstlichkeit zu kochen.
15 min im Salzwasser gekocht, anschliessend sofort heiss vertilgt. Den Rest im Gefrierfach tiefgefroren, um den Lieben zuhause auch mal den Genuss zu ermöglichen.
Um 22.00 Uhr steuert das südwärtsfahrende Hurtigruten-Schiff die Hafeneinfahrt an und macht durch lautes Hupen auf sich aufmerksam.
Wenige Minuten später ist das nordwärtsfahrende Schiff zu erblicken, das ebenfalls in das Hafenbecken einfährt.
Beide Schiffe begrüssen sich mit mehrmaligem lauten Hupen. An Bord ist die Party in vollem Gange, aus den Aussenlautsprechern dröhnt „We are the Chamions“.
Nach dem Frühstück muss erst mal entsorgt und der Wassertanks neu befüllt werden. Wir fahren dieselbe Strecke, die wir gestern gekommen sind, wieder zurück. Am ersten Sandstrand ein Zwischenstopp. Badehose und Handtuch raus und runter zum Wasser. Schon während der Reiseplanung hab ich mir vorgenommen, einmal im Eismeer zu baden, weil dies zu einem echten Nordlandfahrer dazugehört. Jetzt ist es soweit. Bei momentan 10 ° ist die Wassertemperatur kaum noch in cm zu messen, also es war saukalt.
In Tana bru wechseln wir auf die andere Flussseite und durchqueren das Ifjordfjellet. Völlig überraschend kommt eine Strassenbaustelle, wobei Baustelle maßlos untertrieben ist. Festgewalzte Felsbrocken mit Dreck und Schotter aufgefüllt zwingen zu langsamster Fahrt über viele km.
Kaum haben wir wieder Asphalt unter den Rädern, werden wir mit einem weiteren highlight entschädigt. Am Strassenrand sind große Gatter aufgebaut, in denen Rentiere auf ihre Sortierung warten. Immer wieder wird ein Teil von ihnen in ein rundes Gatter getrieben. Dort warten bereits die Hirten um die Tiere festzuhalten, zu markieren, zu impfen. Selbst die Kinder helfen mit, indem sie den dieses Jahr geborenen Kälbern Schilder mit Nummern umhängen.
Der Ifjord leuchtet uns in einem unnatürlich schönen türkis entgegen.
Wir biegen ab auf die 888 Richtung Mehamn. Ein großer Teil der Strasse ist neu ausgebaut worden mit großzügigen Parkplätzen an aussichtsreichen Stellen.
In Mehamn versorgen wir uns im örtlichen Supermarkt mit Lebensmittel und fahren die letzten 20 km nach Gamvik, einem kleinen Dorf. Hier etwas ausserhalb am Leuchtturm gibt es einen kleinen Stellplatz direkt am Meer. Dort ist der nördlichste Festlandpunkt Europas. Wir befinden uns jetzt auf dem gleichen Breitengrad wie die Nordspitze Alaskas.
Unser Standplatz ist ideal um den Sonnenuntergang und später auch den Sonnenaufgang zu beobachten. Zum Zeitpunkt der Mitternachtssonne herrscht hier bestimmt reger Andrang, heute sind wir nur zwei Fahrzeuge.
Gefahrene km 342
arco1111 am 26 Dez 2012 19:22:19
Tag 10 – Mittwoch, 17.08.2011 Vor der Weiterfahrt wollen wir in einem kleinen Supermarkt noch etwas einkaufen. Dies ist jedoch nicht möglich, da er noch geschlossen hat. Eine Gruppe Rentiere steht vor der Eingangstür und wartet anscheinend auch auf die Öffnung.
Also fahren wir weiter, um die 450 km ans Nordkapp in Angriff zu nehmen.
Wir durchqueren das Björsefjellet, das von karger Vegetation bestimmt wird. Die Strasse ist übersät mit überfahrenen Lemmingen.
Lakselv ist die nächste Stadt, die wir erreichen. Sie besteht hauptsächlich aus 3 Tankstellen und mehreren Geschäften. Wir wechseln wieder auf die E6. In Trollheimsund schwenken wir kurz ab ans Meer. Hier stehen bizarre Figuren, die Wind und Wetter aus dem Dolomitgestein herausgearbeitet haben. Der Sage nach sind dies zu Stein erstarrte Trolle, die es nicht mehr geschafft haben, sich rechtzeitig vor dem Sonnenlicht in Sicherheit zu bringen.
Kurz nach Olderfjord biegen wir ab auf die E69, die uns bis zum Nordkapp bringt. Zuerst müssen wir jedoch den Nordkapptunnel zur Insel Mageroya - 6890 m lang und 212 m unter dem Meer durchfahren.
Dafür dürfen wir die stolze Maut in Höhe von 507 NOK berappen. Nach Honningswag steigt die Strasse steil an und führt uns aufs Plateau. Hier dürfen wir nochmals 470 NOK bezahlen, um 48 Stunden auf dem Parkplatz stehen zu dürfen. Entschädigt werden wir durch herrlichstes Wetter. Das Thermometer zeigt 18°, die Sonne strahlt vom wolkenlosen Himmel. Wir sind fast alleine hier und können uns mit dem fotografieren ungestört austoben.
Zum Glück sind wir so rechtzeitig am frühen Abend hier, die Touristenbusse treffen alle später ein und dann gibt es kaum noch ein freies Plätzchen an der Weltkugel.
Aber bald sind alle wieder weg und wir sind wieder alleine.
Da die Zeit der Mitternachtssonne bereits vorbei ist, sind wir gespannt, wie lange es dauert, bis die Sonne wieder zum Vorschein kommt. Wir überbrücken die Wartezeit mit Volkers Zwetschgenwasser, das er uns für Notfälle mitgegeben hat.
Gefahrene km 449
Wir erleben einen bilderbuchmäßigen Sonnenuntergang, wie er schöner nicht sein kann.
Gast am 26 Dez 2012 19:57:52
Da hattet ihr ja ideale Bedingungen am Nordkap! Klasse... Ich dachte mal irgendwo gehört zu haben, das der Nordkaptunnel abbezahlt sei und damit mautfrei..!?
Bin gespannt, wie es weitergeht. Du "lieferst" ja mit mächtigem Tempo! Ich weiß, wieviel Arbeit so ein Bericht bedeutet :ja:
arco1111 am 26 Dez 2012 20:17:11
Tag 11 – Donnerstag, 18.08.2011 Am Morgen leert sich der Parkplatz am Kapp allmählich. Auch wir packen zusammen und fahren los, allerdings nicht sehr weit, denn wir wollen noch eine Wanderung zum Kirkeporten machen. Dies ist eine Felsformation, die von der Natur und ihren Gewalten so bearbeitet wurde, dass ein grosses Loch entstand, eben als Kirchenpforte bezeichnet. Durch diese Öffnung kann man den Kappfelsen und die Mitternachtssonne sehen.
Jedoch muss man dazu einen steilen Bergrücken erklimmen und auf der anderen Seite wieder hinabsteigen.
Von weitem sehen wir, dass wohl ein Fussballspiel der Rentiere angesagt ist.
Doch etwas geschafft kommen wir wieder am Womo an und fahren zurück zum Nordkapptunnel, nicht ohne wiederum 507 NOK berappen zu müssen. Ab Sommer 2012 soll der Tunnel gebührenfrei sein, weil er dann vollständig abbezahlt ist.
Gegraust hat es uns in Kvalsund, als die Strasse mit plattgefahrenen Lemmingen über Kilometer übersät war.
Wir überqueren die nördlichste Hängebrücke der Welt.
Vorher müssen wir wieder den mittlerweile unvermeidbaren Rentieren ausweichen. Diese Tiere stehen am liebsten in stoischer Ruhe mitten auf der Strasse und äsen und wollen absolut keinen Platz machen. Nur mit sanftem Druck weichen sie.
Hammerfest begrüßt uns mit einem überdimensionalen Eisbären.
In der Stadt ist die Hauptstrasse aufgerissen und wird neu gemacht.
Wir quälen uns durch und steuern einen Platz vor dem Restaurant Fjellstue in ?ger Höhe über der Stadt an. Hier wollen wir heute Abend und Nacht bleiben.
Gefahrene km 225
berny2 am 26 Dez 2012 20:54:37
Hallo Uwe, danke für Deinen Bericht. Bin schon gespannt, wie es weitergeht. Da kommen Erinnerungen hoch... :) Werde gleich mal versuchen, ob ich den SP bei der Polizei Kirkenes finde...
arco1111 am 26 Dez 2012 20:59:49
Tag 12 – Freitag, 19.08.2011 Wider Erwarten präsentiert sich der Himmel heute früh wolkenlos. Die Temperatur beträgt 19°. Wir hatten auf unserem Adlerhorst eine ruhige Nacht und fahren jetzt runter zum Meridianmonument, das anlässlich der Vermessung der Erde 1816-1852 errichtet wurde.
Wir durchqueren die Sennalandet-Hochebene. Rentierherden und einzelne Lappenansiedlungen bevölkern diese baumlose Landschaft. Die Strasse verläuft fast schnurgerade, sie wird nur von parallel verlaufenden Zäunen begleitet. Das im Reiseführer angekündigte Lappendorf Aisaroaivi ist leider verlassen. Es gibt nur rechts der Strasse die Samenkapelle als Fotomotiv.
Ein ganzes Stück hinter Alta machen wir einen Abstecher zum Wanderparkplatz am Öksfjordbre, einem sehr beeindruckenden Gletscher, der angeblich als einziger norwegischer Gletscher direkt ins Meer kalbt. Mit einer 7 km langen Wanderung könnte man bis an die Gletscherzunge wandern, aber uns fehlt die Zeit dazu, da wir heute noch bis Tromsö wollen.
Je näher wir Tromsö kommen, um so schlechter wird das Wetter. Dunkle Wolken ziehen sich über den Bergen zusammen und die Temperartur fällt auf 12°.
Ca. 100 km vor Tromsö beginnt es sogar zu regnen. Wir versuchen in Tromsö unser Glück auf den beiden im Reiseführer angegebenen Stellplätzen, aber keiner sagt uns so richtig zu. Also zum Campingplatz, aber dort ist ein Treffen der Ami-Cars lautstark im Gange. So fahren wir letztendlich 22 km weiter zum nächsten Campingplatz, den wir gerade kurz vor der Schließung um 22 Uhr erreichen.
Kaum ist das Womo gerade gestellt und das Nachtessen gekocht, zieht schon das Hurtigrutenschiff an uns vorbei. Um 1.30 Uhr wird es in Tromsö wieder losfahren.
Gefahrene km 607
arco1111 am 26 Dez 2012 21:33:09
Tag 13 – Samstag, 20.08.2011 Nach einer ruhigen Nacht direkt am Fjord geht’s zurück nach Tromsö. Unser erstes Besichtigungsobjekt, die Eismeerkathedrale, ist leider nur vom 01.06.-15.08. geöffnet. So bleibt uns nur ein Blick von aussen. Schade, dass wir das imposante Bauwerk nicht auch von innen sehen können, vor allem die Glasfenster sollen beeindruckend sein.
Über die Tromsöbru wechseln wir auf die andere Fjordseite.
Wir parken am Polaria und gehen zu Fuss in die Innenstadt. In der Fussgängerzone herrscht geschäftiges Treiben mit Informationsständen, Verkaufsbuden und Gemüsemarkt. Unsere ersten Eisbären auf dieser Reise sehen wir im Arcticmuseum.
Vor der Mack-Brauerei, der nördlichsten Brauerei der Welt, von einem Deutschen gegründet, sitzen schon die Ersten und lassen sich ihr Bierchen schmecken.
Wir jedoch fahren weiter Richtung Narvik. Von einem Aussichtsplatz hoch oben haben wir eine tolle Übersicht über die Stadt und den Erzverladehafen.
Jetzt wollen wir sehen, wo das ganze Erz herkommt und durchfahren das Björnfjellet, das fast an eine Mondlandschaft erinnert, indem wir dem Schienenstang bis Kiruna nach Schweden in 600 m Meereshöhe folgen. Was wird uns wohl dort erwarten? Wir brauchen ja noch einen Übernachtungsplatz. Das Wetter wird immer schlechter, die Wolken reichen bis zum Boden oder ist es Nebel? Eigentlich wollten wir grillen. Bei dem Wetter? Nein, wir steuern den Campingplatz in Kiruna an.
Welche Überraschung. Ein 1a Platz erwartet uns, beste Ausstattung mit angeschlossenem Hotel und einem Restaurant, das seinesgleichen sucht. Sowas haben wir hier nun wirklich nicht erwartet.
Gefahren km 590
Gast am 26 Dez 2012 21:42:10
toller bericht, aber wie war es denn in punkto stechmückenplage ? lg olly
heidchen am 26 Dez 2012 22:00:20
Interessanter und informativer Bericht, Uwe, und tolle Bilder. So ähnlich sieht unsere Tour im nächsten Jahr auch aus, Deine Fotos steigern die Vorfreude. Danke. :daumen2:
arco1111 am 26 Dez 2012 22:05:30
@dodo66
wir hatten alle möglichen Mittelchen dabei und auch noch die Mittel der Einheimischen gekauft. Wir hatte keine Chance, diese auszuprobieren, denn wir haben keine einzige Mücke gehört oder gesehen. Gott sei Dank.
Gast am 26 Dez 2012 22:16:01
Danke, es freut mich, dass das mit den stechmücken nicht so schlimm ist lg olly
arco1111 am 26 Dez 2012 22:20:33
Tag 14 – Sonntag, 21.08.2011 Wir verlassen Kiruna bei unwirklichem herbstlichem Wetter. Immer noch Nebel und 9°. Zu Hause soll es 34° haben. Ein Hinweisschild an der E10 fordert auf, zum berühmten Eishotel Juccasjärvi abzubiegen. Natürlich ist das Hotel noch nicht existent, die in einem Kühlhaus ausgestellten Figuren können auch nicht besichtigt werden. Ab Mitte August ist nördlich des Polarkreises anscheinend die Saison zu Ende.
Die ersten Birkenblätter färben sich schon gelb. Vom Womo aus sind jede Menge Pilze zu sehen. Mehrmals halten wir an, finden aber keine Steinpilze, sondern nur Pilze, die wir nicht kennen und die wir deshalb sicherheitshalber stehen lassen.
Jetzt wird ein „Konstverk“ mit Schildern an der Strasse angekündigt. Es handelt sich um ein Wasserkraftwerk am Lilla Lule Älv, das mit samischen Sinnbildern verschönert wurde.
Hinter Jokkmokk überqueren wir zum zweiten Mal den Polarkreis, diesmal aber in südlicher Richtung. Dieser Übergang ist relativ schmucklos, lediglich ein paar weissgetünchte Findlinge markieren den Verlauf.
Das Wetter ist unverändert schlecht und drückt die Stimmung. Schade, denn die tundramässige Landschaft regt die Vorstellung an, wie das hier alles so bei strahlendem Sonnenschein oder im Winter bei 25° Minus und Schneemassen aussehen würde.
Wir stehen jetzt in Arvidsjauer, einem Ort, der eigentlich in der Automobilindustrie bekannt ist, da die meisten Werke hierher zu ihren Wintertests kommen.
Gefahrene km 392
fetzi am 26 Dez 2012 23:00:23
Nochmal: Vielen Dank bis hierhin. Das weckt Sehnsucht....!
berny2 am 27 Dez 2012 00:09:22
hartkatroll hat geschrieben:Nur eine kleine Korrektur:
Wir biegen ab, um nach Grense Jakobselv, dem östlichsten Punkt der westlichen Welt zu fahren.
- Gefühlt ist das so, aber tatsächlich wart ihr in Vardö noch ein paar Sekunden östlicher!
Auch ohne Ausrufezeichen hast Du recht. Dir scheint jedoch wohl entgangen zu sein, dass sich der nördlichste Festlandspunkt nicht beim Leuchtturm Slettnes Stellplatz (N71°05'43"), sondern auf der westlich davon gelegenen Halbinsel (Kap Kinnarodden, N71°08'01") befindet. Abba, nimm's leicht, kannst ja schliesslich nicht alles wissen... :? (geht mir auch manchmal so...)
Und @Uwe: Super Bericht - mach' weiter - ich warte schon... :)
arco1111 am 27 Dez 2012 00:42:15
Tag 15 – Montag, 22.08.2011 Bevor wir weiterfahren, schauen wir uns die Kirche an, die zu den ersten zählt, die im 17. Jahrhundert erbaut wurden, die Sami mussten zum christlichen Glauben bekehrt werden.
Um die Sami zum Kirchgang herzuholen, wurden neben der Kirche Quartiere in Form von Holzhütten –die sogenannten Lappstaden- errichtet, damit die von weit her angereisten Sami für den Kirchgang untergebracht werden konnten.
Auf Nebenstrecken fahren wir weiter, wir geniessen diese herrliche Waldlandschaft trotz des zwischenzeitlich eingesetzten Dauerregens. Wir sehen einen Wegweiser zur „Linbana“. Wir biegen ab, ohne zu wissen, was uns erwartet. Nach 3 km sehen wir die Masten einer Seilbahn, mit der früher goldhaltiges Gestein über 96 km transportiert wurde. Damit war sie die längste Seilbahn der Welt.
Plötzlich Vollbremsung. Da steht ein Riesenpilz am Strassenrand, der ein Essbarer sein könnte. Leider ist dieser schon zu alt und voller Maden, aber in seiner unmittelbaren Nähe stehen noch genug junge Exemplare. Mehrmals „fangen“ wir vom Womo aus noch solche Birkenpilze oder sind es Rotkappen? Egal, es wird unser Abendessen werden.
In Örnsköldsvik (Sitz von Fjällräven) entdecken wir mitten in der Stadt am großen Kreisverkehr eine Skisprungschanze, deren Auslauf unter der Schnellbahn hindurchgeht und über dem Dach der Tankstelle endet.
In Norrfällsviken steuern wir den Campingplatz an, da wir WLAN für diesen Bericht brauchen. Seit wir hier stehen, schüttet es wie aus Kübeln. Dafür schmecken die Pilze um so besser. Und das schweizer Feldschlösschen-Bier auch.
Gefahrene km 474
arco1111 am 27 Dez 2012 00:44:42
@ berny2 Du hast recht, er ist nicht der nördlichste Festlandpunkt, sondern der nördlichste Festlandpunkt der mit dem Auto zu erreichen ist. :mrgreen:
Gast am 27 Dez 2012 00:46:02
Die Schanze ist ja krass :lach: Das nenne ich mal optimale Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Fläche!
arco1111 am 27 Dez 2012 01:00:00
Tag 16 – Dienstag, 23.08.2011 Wir haben das Pilzgericht überlebt. Nach der stürmischen Gewitternacht empfängt uns strahlend blauer Himmel, weshalb wir noch ein Stück an der Schärenküste entlang fahren, bevor wir uns wieder auf die E4 Richtung Süden begeben.
Eigentlich wollten wir ja nur von der Hängebrücke Höga Kustenbro, die zu den längsten Hängebrücken der Welt zählt, ein Foto machen und fahren dazu auf den Rastplatz an der Brücke.
Was sehen wir da nach dem Fotografieren? Einige junge Steinpilze und Rotkappen strecken ihren Kopf aus der vom Regen noch feuchte Erde. Somit scheint auch unser heutiges Abendessen gesichert.
An der Ausfahrt zum Flugplatz Midlanda sehen wir dieses 30 m hohe Kunstobjekt aus Beton des Künstlers Bengt Lindström.
Weiter geht die Fahrt bis Falun, der Bergwerkstadt, in der seit dem 11. Jahrhundert Kupfer abgebaut wird. Auch viele deutsche Bergleute haben im 19. Jahrhundert als Gastarbeiter hier gearbeitet. Falun und das Kupfer ist auch Namensgeber für die Farbe Falunrot, mit der all die herrlichen Holzhäuser so schön aus der Landschaft hervorleuchten. Und dann gibt es noch die Falunkorv, eine feine Fleischwurst, die in Scheiben angebraten genossen wird. Entstanden ist sie, als für die Grubenarbeit Seile aus Ochsenleder zum ziehen der Loren gebraucht wurden und man daher jede Menge geschlachtete Ochsen hatte, die verwertet werden mussten.
Jetzt stehen wir auf einem wunderschönen Campingplatz direkt am Schärensee, die Sonne scheint und es ist schön warm.
Gefahrene km 416
fjordliner am 27 Dez 2012 01:03:23
Toller Bericht!
Nur warum kommt mir das alles so bekannt vor :D
Uwe
berny2 am 27 Dez 2012 01:11:29
arco1111 hat geschrieben:@ berny2 Du hast recht, er ist nicht der nördlichste Festlandpunkt, sondern der nördlichste Festlandpunkt der mit dem Auto zu erreichen ist. :mrgreen:
Richtig, Uwe, so isses. Mit einer Enduro könnte man dorthin kommen und auf dem Weg noch zwei abgestürzte deutschen Bomber (Ju 88) finden. So, jetzt folge ich Deinem Bericht weiterhin... :) :)
alzu am 27 Dez 2012 06:41:07
Hallo, danke für den tollen Bericht und die schönen Fotos. Da kommen Erinnerungen wieder hoch und die Vorfreude auf einen Nordlandurlaub steigt.
arco1111 am 27 Dez 2012 11:16:06
Tag 17 – Mittwoch, 24.08.2011 Das Wetter ist nicht ganz echt. Vereinzelt steht noch Morgennebel.
In Grängesberg, einer weiteren Bergbaustadt, sehen wir am Bahnhof dieses Schild mit dem lustigen Toilettenhäuschen..
In Örebro steuern wir einen großen Supermarkt an, um wie üblich einige Gläser eingelegten Hering für zuhause zu besorgen.
Trotz wieder einsetzendem Regen biegen wir ab Richtung Motala. Als wir im April hier waren, liefen Renovierungsarbeiten am Göta-Kanal. Jetzt interessiert es uns, wie das ganze mit Wasser und mit Betrieb ausschaut.
Wir fahren so am Kanal entlang und nach einigen Kilometern sehen wir sie, die „Wilhelm Tham“, eines von 2 Passagierschiffen auf dem Kanal. Sie wurde 1912 in Motala gebaut und erst 1965 wurde der Dampfkessel durch einen Dieselmotor ersetzt. Sie bietet Platz für 50 Passagiere. Das Schwesternschiff, die „Juno“ ist noch älter, sie wurde 1874 ebenfalls in Motala gebaut.
Über Linköping fahren wir noch bis Värnamo, wo wir auf dem Campingplatz direkt am Stadtrand die Nacht verbringen.
Gefahrene km 517
arco1111 am 27 Dez 2012 11:24:20
Tag 18 – Donnerstag, 25.08.2011 Der Himmel weint, als wir Richtung Malmö fahren. Wir verlassen Schweden über die Öresundbrücke in Richtung Dänemark. Aber wir kommen ja wieder, obwohl es Schweden wettermäßig dieses Mal nicht so gut mit uns gemeint hat. Dank unserem BroBizz-Transponder passieren wir die Zahlstelle Öresundbro ohne anzuhalten. Leider ist die Aussicht durch Nebel beeinträchtigt.
Auch die Storebelt-Brücke empfängt uns im Nebel.
Die dritte Brücke über den Lillebelt erstrahlt endlich im Sonnenschein.
In 4 Stunden durchqueren wir Dänemark und wechseln um 19.00 Uhr bei Flensburg wieder ins gelobte Land. Auf dem Stellplatz in Eckernförde verbringen wir unsere letzte Nacht auf unserer Nordlandtour.
Gefahrene km 652
klausevert am 27 Dez 2012 11:30:57
Danke für den tollen Bericht
Das macht schon wieder Lust auf ne eigene Tour
arco1111 am 27 Dez 2012 11:32:18
Tag 19 – Freitag, 26.08.2011 Die Nacht haben wir etwas unruhig verbracht, der Stellplatz direkt an der Bundesstrasse hatte ständig Verkehrslärm. Wir fahren weiter Richtung Heimat und merken sehr schnell am Verkehrsaufkommen und an den Fahrweisen, dass wir uns auf deutschen Strassen befinden.
Beim Tanken sind wir nun aber doch etwas verwirrt. Wir waren fast 3 Wochen im Ausland unterwegs, hat sich in dieser Zeit bei uns so viel verändert?
Unsere Fahrt verläuft bis auf die üblichen Freitagsstaus problemlos und am Abend gegen 19.00 Uhr treffen wir zuhause ein. Damit ist unsere Nordlandtour beendet und unser Womo sieht hinten jetzt so aus.
Gefahrene km 774
Gefahrene km insgesamt 9.483
berny2 am 27 Dez 2012 14:31:44
arco1111 hat geschrieben:Gefahrene km insgesamt 9.483
Entsprechen fast exakt 500km/Tag... :oops: Moin Uwe, danke aber für die "Mitfahrgelegenheit"! :)
pelle1 am 27 Dez 2012 14:35:05
Wirklich schön der Bericht .
Wir sind schon am Planen für nächstes Jahr Richtung "ganz oben" ,fahren gegen Ende Mai Anfang Juni für 2-3 Monate. Erst gemütlich durch Schweden,Finnland und Norwegen und mal sehen wie das Wetter wird :-)