kuja am 04 Feb 2013 15:38:34 Hallo, ich habe einen IVT MPPT 10A Laderegler Typ: 18317. Auch hier zu finden: --> LinkJetzt brauche ich eine Batterie…weiß aber nicht was der Regler maximal laden kann und ich möchte so groß wie möglich dimensionieren???? Das hat der Camping Laden Kollege gefragt..?? Ich brauche nun eure Hilfe, da ich in den technischen Details nichts finde??? Achso, ich habe 100W Solar auf dem Dach. Vielen Dank
Gast am 04 Feb 2013 15:49:20 Der Regler verkraftet max. 10A Modulstrom, kann also deine 100W Zelle in jedem Fall. Es ist im Prinzip egal, wie groß deine Batterie ist. Sofern sie 10A Ladestrom verkraftet (und dies tut jede Batterie ab 34Ah), kannst sie sie auch nehmen. Nach oben gibt es für den Regler keine Grenzen, es dürften auch 200Ah und mehr sein. Es würde halt sehr lange dauern, bis sie voll sind. Auch steht in der technischen Beschreibung, dass die Offene Säure, AGM und Gel kann.
Hier aber sehe ich das Problem: Am Regler lässt sich der Batterietyp nicht einstellen. Laut Beschreibung schaltet der Regler immer bei 14,1V ab. Dies ist schon allgemein, aber speziell für AGM zu wenig. Diese brauchen bis 14,7V, da sie sonst zur Sulfatierung neigen. Ich persönlich finde 14,1V oberste Ladeendspannung für alle Akkutypen eher zu wenig.
Wenn du aber in regelmäßigen Abständen mit einem guten Ladegerät und Landstrom ladest, dann geht er schon. Er macht nur die Batterie nicht zu 100% voll.
rjlehrbach am 04 Feb 2013 15:50:50 sehe ich da was falsch oder lädt der Regler 10A und wenn die Sonne lang genug scheint lädt er halt auch größere Batterien voll auf und wenn die Sonne nicht so scheint.... wirds auch nichts mit dem voll aufladen..
die Frage müsste doch eher sein: Welche vernünftige Batteriegröße "passt" zu einem 100Watt Solarmodul um dieses geladen zu halten
Ralf
Gast am 04 Feb 2013 16:01:05 rjlehrbach hat geschrieben:sehe ich da was falsch oder lädt der Regler 10A und wenn die Sonne lang genug scheint lädt er halt auch größere Batterien voll auf und wenn die Sonne nicht so scheint.... wirds auch nichts mit dem voll aufladen.. die Frage müsste doch eher sein: Welche vernünftige Batteriegröße "passt" zu einem 100Watt Solarmodul um dieses geladen zu halten Ralf
Hallo Ralf, Du hast schon recht. Die Batteriegröße richtet sich zuerst mal nach dem täglichen Verbrauch. Wenn man diesen kennt, kann man die Größe der Batterie entscheiden und die benötigte Solarleistung kalkulieren. Theoretisch bekommst du auch 300Ah mit einer 100W Solar voll. Da aber Verbrauch, Batteriegröße und Ladeleistung in einem sinnvollen Verhältnis stehen sollten, kann es ehr knapp werden. So als Faustformel: Optimal ist es, wenn Leistung der Dachanlage in W gleich groß wäre wie Ah der Batterien (also 100W Solar für 100Ah) . Mindestens jedoch sollte sie halb so groß sein.(also 100W Solar max. 200Ah) Also 100W Anlagenleistung bei 400Ah Batterien sind völlig unharmonisch. Der TE sollte 100-200Ah Batteriekapazität wählen. Persönliche Anmerkung: Den Batterien zu liebe würde ich mir einen anderen Regler suchen mit einstellbaren Batterietyp/ Ladeentspannung.
klausevert am 04 Feb 2013 16:05:24 ich würde auf die Größe der Solaranlage keine Rücksicht nehmen, da ja noch andere Lademöglichkeiten zur Verfügung stehen. Mir wäre wichtig, wieviel AH ich benötige. Und bei Sonne wird die PV dann einen Teil des Verbrauchs auffüllen.
kuja am 04 Feb 2013 16:12:15 Wow!
20min und schon 4 Antorten... :D
Ich möchte mit die Exide ES900 mit 80AH anschaffen. Damit mache ihc im Grunde doch nichts falsch. Mir ist schon klar dass 200AH viel zu groß ist. Ich hatte vor kurzem aber nur 50AH... jetzt auf 90 zu gehen ist für mich ein Quantensprung!
Nutzten möchte ich die Ich das System um möglichst lange frei zu stehen und so selten wie möglich an den Camping muss, um Stom zu tanken. Wir haben kein TV, nur Licht und ein Laptop. HEißt für mich, ich mache nichts falsch, oder??
klausevert am 04 Feb 2013 16:14:32 Wenn es der Platz und der Geldbeutel zulassen, nimm die Batterie eine oder zwei Nummern größer, dann kannst du auch bei üblem Wetter - wo man eeh mehr Strom braucht - einige Zeit frei stehen
Gast am 04 Feb 2013 16:15:38 klausevert hat geschrieben:Wenn es der Platz und der Geldbeutel zulassen, nimm die Batterie eine oder zwei Nummern größer, dann kannst du auch bei üblem Wetter - wo man eeh mehr Strom braucht - einige Zeit frei stehen
Dem schließe ich mich an. Finde aber 14,1V Ladeentspannung immer noch suboptimal. :?
rolfblock am 04 Feb 2013 16:37:18 raidy hat geschrieben:rjlehrbach hat geschrieben:sehe ich da was falsch oder lädt der Regler 10A und wenn die Sonne lang genug scheint lädt er halt auch größere Batterien voll auf und wenn die Sonne nicht so scheint.... wirds auch nichts mit dem voll aufladen.. die Frage müsste doch eher sein: Welche vernünftige Batteriegröße "passt" zu einem 100Watt Solarmodul um dieses geladen zu halten Ralf
Hallo Ralf, Du hast schon recht. Die Batteriegröße richtet sich zuerst mal nach dem täglichen Verbrauch. Wenn man diesen kennt, kann man die Größe der Batterie entscheiden und die benötigte Solarleistung kalkulieren. Theoretisch bekommst du auch 300Ah mit einer 100W Solar voll. Da aber Verbrauch, Batteriegröße und Ladeleistung in einem sinnvollen Verhältnis stehen sollten, kann es ehr knapp werden. So als Faustformel: Optimal ist es, wenn Leistung der Dachanlage in W gleich groß wäre wie Ah der Batterien (also 100W Solar für 100Ah) . Mindestens jedoch sollte sie halb so groß sein.(also 100W Solar max. 200Ah) Also 100W Anlagenleistung bei 400Ah Batterien sind völlig unharmonisch.
Der TE sollte 100-200Ah Batteriekapazität wählen. Persönliche Anmerkung: Den Batterien zu liebe würde ich mir einen anderen Regler suchen mit einstellbaren Batterietyp/ Ladeentspannung.
Der Satz mit dem unharmonisch ist völliger Nonsens. Die Batteriegröße richtet sich überhaupt NICHT nach der Solaranlage, sondern NUR nach der zu liefernden Energie zwischen den Lademöglichkeiten. Die Solaranlage darf so groß sein, wie es der Platz, das Gewicht, und der Geldbeutel zulässt. Ein irgendwie geartetes "optimal" zwischen Batteriegröße und Solaranlage gibt es definitiv nicht! Alles geht mit allem, auch 400 Wp Solar mit 10 Ah, den Rest regelt der Regler. (Der 10 Ah Akku kommt dann an den 2. Batterie Anschluss.)
Gast am 04 Feb 2013 16:58:32 Lieber rolfblock, ich hatte schon darauf gewartet, dass deine Antwort kommt. Ich bleibe bei meiner Antwort. Dir zu Liebe mit dem Zusatz: Aus meiner Sicht...... Meine Antwort war auf die Frage von kuja zugeschnitten, nicht auf deinen Rundumschlag.
Kuja hat geschrieben, dass er gerne und vorwiegend frei steht und mit einer 50Ah Batterie bisher gut zu Recht kam. Also braucht er eine Solarladeleistung, die in ungefähr seinem Verbrauch entspricht. Das Gesamtsystem sollte also in ungefähr:
1) Mindestens so viel entnehmbare Ah Batteriekapazität, wie er er am Tag verbraucht. Wenn er mit 50Ah zurecht kam und nie die untere Ladespannung unterschritten hat, dann hat er max. 25Ah pro Tag verbraucht. Wenn er also bisher nur 50Ah hatte und damit zu Recht kam, dann ist er jetzt mit 80-100Ah auf der sicheren Seite.
2) Die Solarladeleistung sollte mindestens so viele Ah liefern, wie er am Tag verbraucht. Wenn er eine 100W Zelle auf dem Dach hat, dann schafft er in der sonnigen Jahreszeit im Schnitt 0,3-0.6kWh pro Tag, was ca. 33Ah und mehr an Solarertrag sind. Mit 100W Zelle und 100Ah hat er AUS MEINER SICHT eine sehr harmonische Konfiguration. Er kann ohne Nachladung frei stehen, auch wenn mal ein schlechter Solartag dabei ist.
Meine Antwort galt der Fragestellung von kuja und ich bin mir sicher, diese gut in seinem Sinne beantwortet zu haben. Ich habe eine Antwort auf eine Frage von kuja gegeben und nicht eine "allgemein gütige Betrachtung eines Batteriemanagementes" für alle WoMo-Fahrer der Welt.
Und ich bleibe hier bei meiner Aussage, denn sie war gezielt für kuja beantwortet. Das du sie wieder aus dem Sinn des Thread heraus nimmst, und als für die Allgemeinheit ungültig heraus nimmst, ist typisch rolfblock, wie deine "Technik aus dem letzten Jahrtausend" Kritik auch.
Aber wenn du es schon so pingelig nimmst: "Die Solaranlage darf so groß sein, wie es der Platz, das Gewicht, und der Geldbeutel zulässt." Falsch! Sie darf nicht mehr Strom liefern, wie die Batterien als maximalen Ladestrom verkraften. Außer du würdest zum Laderegler auch noch eine Strombegrenzung realisieren. Ich kann auch pingelig sein. "Alles geht mit allem, auch 400 Wp Solar mit 10 Ah" Mal ganz davon abgesehen, dass dies nichts mirt der Fagre von kuja zu tun hatte: Zeige mir mal eine Bleibatterie mit 10Ah, die man mit 10A laden darf :lach:
rolfblock am 04 Feb 2013 17:57:28 Ach Raidy nimms nicht so schwer. Die 10 Ah Batterie hab ich ja am 2. Batterieausgang angeschlossen, da gibts 1 bis 2 A. Und wenn am 1. Batterieanschluss, gibts nicht mehr als 14,4 V und damit regelt sich der Strom eh runter. Und nun zum freien Stehen. Die Akkus müssen die geplante beabsichtigte gesicherte Freistehzeit halten; und das unabhängig vom Wetter. Alles andere würde auf Wetterspekulation hinauslaufen. Kann man machen, aber dann gibts keine Sicherheit. Die Solaranlage kann nie zu groß sein, das regelt der Regler. Die Solaranlage kann beliebig klein sein. Sie beeinflusst nicht die Kalkulation für die gesicherte Freistehzeit. Ein 5 Wp Zelle hinter der Frontscheibe kann sogar bei 400 Ah einen Beitrag gegen die Selbstentladung leisten. Sie wird nicht ausreichen, aber sie nutzt dennoch ein wenig. Die Planung der Anlage beginnt daher bei den Akkus (plus Moppel plus Efoy) OHNE Solar. Es wird der Verbrauch ermittelt und die Freistehzeit bestimmt. Dann kann man überlegen wieviel Solar man sich gönnt. Merke: Aus 1000 Wp bei südlicher Sonne werden weniger als 5 W bei Regen. Mit so einer Spanne erübrigt sich die exakte Planung.
hge am 20 Feb 2013 13:27:22 Hi ihr Beiden. Das richtige "Energiemanagement" fürs Womo ist genauso wie fürs Boot ein unerschöpfliches Thema. Da es extrem von den Nutzergewohnheiten und den Möglichkeiten abhängt wird es hier nie ein allgemeingültige Lösung geben. Wenn mans "optimieren" will muß individuell geplant werden. Mühsam und schwierig, weils später immer eine nicht vorhergesehene Situation geben kann. Am besten sind noch eigene Erfahrungswerte. Insofern ist Euer Streit recht müßig. Aber was anders ist mir aufgefallen. Es wird immer wieder etwas so in dieser Art behauptet: Die Solaranlage ...... darf nicht mehr Strom liefern, wie die Batterien als maximalen Ladestrom verkraften. Woher stammt denn die Mähr von dem "Maximal zulässigen Ladestrom"? Ich weiß, viele Hersteller schreiben sowas in ihren Specs. Und die angegebenen Werte liegen dann immer weit unter den maximal zulässigen ENTladestrom, oft sogar nur bei 0,1C, andere aber bei bis zu 0,3C. Woher kommt wohl diese Begrenzung auf so niedrigen Level ? Ich vermute, daß da jede Menge Sicherheit gegen unzulässige Erwärmung drinsteckt (Stichwort Thermal runaway): Hohe Umgebungstemperaturen, schlechte Belüftung und keine Temperaturüberwachung mittels Temperaturfühler. Der Hersteller kennt ja nicht das Einsatzprofil. Natürlich kann man sich unbesehen an die Angaben der Hersteller halten, aber dann verschenkt man halt Ladezeit und/oder Ladeenergie. Beispiel Starterbatterie im KFZ: Hier lädt die Lima mit allem was sie hergibt und nur begrenzt durch die eigene Stromlieferfähigkeit bis die Regelspannung (i.d.R. 14,2 bis 14,4 V) erreicht ist. Man schaue mal in dieser Phase in die Batterie: Da gast nix, da blubbert nix, auch nicht bei 100 A Ladestrom! Beispiel eigener Versuch: Hab eine vollständig entladene AGM 10 Ah mit 15A-IU0U-Ladegerät geladen. Geflossen sind max. 11A (=1,1C). Batterie war in 3 Std. voll und hat seit Tage eine konstante Ruhespannung von 13,0 V. Nichts defekt. Wäre toll, wenn wir hier eine echten Fachmann für Bleiakkus hätten, der meine Frage fundiert beantworten kann? Beste Helmut
viking92 am 20 Feb 2013 13:45:31 hge hat geschrieben:Beispiel Starterbatterie im KFZ: Hier lädt die Lima mit allem was sie hergibt und nur begrenzt durch die eigene Stromlieferfähigkeit bis die Regelspannung (i.d.R. 14,2 bis 14,4 V) erreicht ist. Man schaue mal in dieser Phase in die Batterie: Da gast nix, da blubbert nix, auch nicht bei 100 A Ladestrom!
Moin Helmut, warum sollte die Batt. auch blubbern, wenn sie intakt ist? Blubbern tut sie nur, sobald die Ladespannung pro Zelle überschritten wird. Das kann entweder A) durch ein defektes LG oder B) durch Zellenschluss hervorgerufen werden. Der Ladestrom ist völlig zweitrangig. Er ergibt sich von ganz alleine. Bestimmt wird er durch die Ladespannung & dem Innenwiderstand der Batt. Kurzum: Die Batt. nimmt sich selber was sie braucht. Da kannste getrost einen 100 A Lader an eine GEL anschliessen....sie wird trotzdem nicht schneller geladen ;-) Hoffe ein wenig aufgeklärt zu haben :wink:
hge am 20 Feb 2013 16:10:54 Hi vicking 92. Ich sehe es ja genauso wie Du: Den Ladestrom bestimmt der Akku selbst, wenn man ihm eine feste Spannung anbietet. Ein geringerer Strom ergibt sich nur, wenn die Quelle (das Ladegerät) nicht mehr hergibt. Auch ein noch so hoher Ladestrom ist unschädlich, solange die Gasungsspannung nicht wesentlich überschritten wird. Aber meine Frage war ja, warum die meisten Batterie-Hersteller trotzdem einen maximal zulässigen Ladestrom (meist in sehr geringer Höhe) angeben. (Und die meisten "Batterieexperten" hier das dann nachbeten). Soll damit nur Gewährleistungsforderungen vorgebeugt werden, oder gibt es tatsächlich technische Gründe? Toll wäre es wenn hier ein "retired" Batterieentwickler oder so aus dem Nähkästchen plaudern könnte.
Beste Helmut
viking92 am 20 Feb 2013 16:28:45 Hy Helmut,
im Grunde kannst Du den Ladestrom kaum beeinflussen (ausser durch U-Änderung), nur halt dahingehend, wieviel "A" Du der Batt. zur Verfügung stellst. Ob sie "alles benötigt" ist halt vom Innenwiderstand abhängig. Ganz ehrlich......meine beiden offenen 95 Ah könnten im Idealfall ~65 A ziehen...tun sie aber nicht. :wink:
kuja am 14 Mär 2013 10:43:22 Hallo nochmal,
ich habe den Regler nun seit 2 Wochend dran. Soweit so gut...
Eine Frage steht aber noch offen im Raum. Wenn Solarseingangspannung von ca. 17-18V anliegt, hört der Regler auf zu laden?? Ist das normal=? Der Regler läd im Prinzip nur bei über 20-21V
Klar das Wetter momantan ist recht bescheiden...
bernhardm am 14 Mär 2013 14:42:38 Der Regler hört auf zu laden, wenn der Akku voll ist, oder vom Panel so wenig Leistung kommt, daß er einfach nimmer genug Saft bekommt, den er in die Batterie pumpen könnte.
Meiner läd auch noch bei 10V vom Panel - aber im Akku kommt fast nix an.
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