Wohnmobil Bürstner T 700 Bj. 2006 Truma C 6002 – gebraucht gekauft
Kleine Korrektur an der Heizung vorgenommen.
Unzufriedener Istzustand:
1. Bei der Warmwasseraufbereitung entsteht eine Stauwärme von 100° C und mehr. Da die Heizung unter dem Bettkasten eingebaut ist, zeigt die Matratze durch die hohe Temperatur schon eine Braunfärbung. Der gesamte hintere Bettenbereich wird dabei unangenehm warm. Diese Stauwärme ist ein grafierender Mangel. Eine Isolierung der Heizung /Therme ist nicht vorhanden. Die Schaumstoffisolierung wird braun und stinkt. Bei Entfernung darf man den Behälter schon nicht mehr anfassen. Ein Dilemma für Truma. Man sollte wissen, das die Stauwärme nur bei der Warmwasseraufbereitung entsteht, weil der Lüfter ausgeschaltet ist und stillsteht. Im Heizungsbetrieb läuft der Lüfter und saugt die Stauwärme mit ab. Dieser Lüfter sollte eigentlich immer laufen. Eine zusätzliche Drosselklappe mit Verlegung des Luftstromes, direkt im oberen Heizungsbereich, könnte das Problem lösen. Dies vielleicht als kleiner Tip an Truma. Hier ist nicht der Verbrennungslüfter gemeint.
2. Im Heizungsmodus ist die Wärmeverteilung durch vier Anschlussrohre gegeben. Die Heizungsrohre sind sehr lang und die Wärme gelangt über den Staukastenbereich dann zu den Ausströmdüsen. Nach ca. 2 Std. wird im Wohnbereich eine 20°C Temperatur angezeigt. Bei einer Aussentemperatur von 7°C. Diese Wärmeverteilung ist nicht gut. Nach zwei Stunden fahren wir meistens schon wieder weiter. Im reinen Heizungsbetrieb wird auch immer das Wasser mit erwärmt. Auch wenn das warme Wasser garnicht benötigt wird. Ein weiteres Kurriosum.
3. Der Temperaturfühler befindet sich über der Tür im Deckenbereich. Hier wird eine um drei Grad höhere Temperatur gegenüber den Sitzbereich angezeigt.
4. Nachts heizen ist mit ständigem Klacken der Gasventile verbunden. Alle 5 bis 15 Minuten ist dieses Klacken zu hören. An Schlaf ist nicht zu denken.
5. Der Heizungslüfter schaltet ein und läuft normal an. Nach kurzer Zeit beginnt eine düsenhafte Drehzahlerhöhung des Lüfters. Man steht wieder im Bett.
6. Die Wärmeverteilung wird über die Ausströmdüsen vorgenommen. Hier pfeift der Wind einen um die Ohren. Natürlich sind die Autodüsen dabei geschlossen zu halten,um Zugluft zu vermeiden. Dieser Hinweis ist eine kleine Anmerkung von Bürstner. Bringt aber garnichts.
7. Nach kurzer Zeit sollte der Wohnbereich warm sein und nicht die Staukästen.
Fazit: Die Trumaheizung C ist nicht gut. Kaum zu glauben, dass die neuen Heizungen besser sind. Das Klacken der Gasventile und die Windgeräusche werden sich nicht ändern.
Folgende Änderungen wurden durchgeführt:
1. Der Bettkasten wurde im hinteren Bereich zusätzlich nach oben mit einer Designerplatte (Styropor mit Glasfaser 10mm dick) isoliert. Die Ritzen wurden abgedeckt.
2. Von den vier Heizungsrohren wurde ein Rohr von der Heizung abgezogen. Dieses Rohr führt in den hinteren Bereich Wohnmobils.
3. Dieser Heizungsabgang wurde durch ein kurzes Rohr (350mm lang) ersetzt und durch eine 60iger Lochbohrung mittels neuer Ausgangsdüse, gleich zum Innenraum, ausgeführt.
4. Ein zusätzlicher, neu gekaufter, Ablüfter mit zwei Schaltstufen wurde mit dem anderen abgezogenem Rohr verbunden. Dieser Ablüfter saugt die Stauwärme nun ab und minimiert die Temperatur um ca. 20-30°C. Diese Wärme gelangt nun in den hinteren Teil des Wohnmobils und stört dabei auch nicht im Sommer.
5. Der im Deckenbereich befindliche Temperaturfühler wurde dort wohl belassen, aber an der Heizung abgeklemmt. Ein neuer Fühler wurde im Sitzbereich angebracht und neu an die Heizungsregelung angeschlossen.
6. Die Gasmagnetventile wurden mit Dämmwolle eingewickelt. Hat leider nicht viel gebracht, da die Ventile direkt am Gehäuse angeschraubt sind. (bessere Schallübertragung)
Schlussbetrachtung:
Unser altes Wohnmobil Fendt 570 , 18 Jahre lang gefahren, hatte eine Trumaheizung mit Schornstein nach oben. Nach 15 Minuten war der Innenraum herrlich warm. Geräusche gab es keine. Der Lüfter wurde nur bei Bedarf zugeschaltet. Dem Platzbedarf gehuldet, opfert Truma seine ausgereifte Heizung. Dafür ist der Kühlschrank jetzt riesengross. Hat nicht nur ein Tiefkühlfach, sondern noch ein Backofen obendrauf. Bürstner hat einen Vorhang im Mittelbereich. Dieser wird von uns nicht benutzt. Das Prinzip, Tür auf – Tür zu, gibt es bei uns nicht. Wir wünschen die angenehme Wohnatmosphäre über die gesamte Innenlänge des Wohnmobils. Die Campermeinung ist überwiegend positiv eingestellt. Wir haben eigentlich keine Probleme mit der Heizung, hört man. Wenn man dann hinterfragt oder im Internetforum nachliest sieht es ganz anders aus. Die Wohnmobilhändler kennen dieses Problem auch nicht. Fragen sie ihn mal, wann er das letzte Mal Wintercamping gemacht hat?
Vielleicht bekommen wir das Klacken der Gasventile auch noch weg.
Ein Camper, der sonst mit Bürstner zufrieden ist, aber nicht mit der Truma C.
Bildbeschreibung: (noch keine Bilder hochgeladen)
Man sieht deutlich die Braunfärbung der Matratze durch Übererwärmung.
Hier erkennt man die zusätzliche Isolierung nach oben.
Das original offene Rohr wurde abgezogen. Das kurze rechte Rohr wurde
neu eingebaut und nach aussen geführt.
Der neue Ablüfter wurde auf das offene Originalrohr aufgesteckt und seitlich
befestigt. (2 Bohrungen mit Kabelbinder)
Das Rohr vom Ablüfter muss leicht eingedrückt sein. Ohne Ansaugrohr
erhöht sich sonst der Motorstrom und der Lüfter regelt ab.
Rechts unten erkennt man die eingepackten Gasventile.
Hier erkennt man einen ganz einfachen Klettpad.
Rechts der Zweistufenschalter vom Ablüfter. Stufe 1 reicht schon aus.
Eine ganz einfache Umlenkeinheit wurde mittels Klettpads angebracht.
Kann man schnell entfernen.
Eine einfache 400 Watt Elektroheizung wird nun nachts verwendet.
Irgendwie muss man ja schlafen.
Ein Camper aus Thüringen


