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Heizungskorrektur Bürstner T700


Camper569 am 05 Feb 2013 20:51:07

Wohnmobil Bürstner T 700 Bj. 2006 Truma C 6002 – gebraucht gekauft
Kleine Korrektur an der Heizung vorgenommen.

Unzufriedener Istzustand:

1. Bei der Warmwasseraufbereitung entsteht eine Stauwärme von 100° C und mehr. Da die Heizung unter dem Bettkasten eingebaut ist, zeigt die Matratze durch die hohe Temperatur schon eine Braunfärbung. Der gesamte hintere Bettenbereich wird dabei unangenehm warm. Diese Stauwärme ist ein grafierender Mangel. Eine Isolierung der Heizung /Therme ist nicht vorhanden. Die Schaumstoffisolierung wird braun und stinkt. Bei Entfernung darf man den Behälter schon nicht mehr anfassen. Ein Dilemma für Truma. Man sollte wissen, das die Stauwärme nur bei der Warmwasseraufbereitung entsteht, weil der Lüfter ausgeschaltet ist und stillsteht. Im Heizungsbetrieb läuft der Lüfter und saugt die Stauwärme mit ab. Dieser Lüfter sollte eigentlich immer laufen. Eine zusätzliche Drosselklappe mit Verlegung des Luftstromes, direkt im oberen Heizungsbereich, könnte das Problem lösen. Dies vielleicht als kleiner Tip an Truma. Hier ist nicht der Verbrennungslüfter gemeint.
2. Im Heizungsmodus ist die Wärmeverteilung durch vier Anschlussrohre gegeben. Die Heizungsrohre sind sehr lang und die Wärme gelangt über den Staukastenbereich dann zu den Ausströmdüsen. Nach ca. 2 Std. wird im Wohnbereich eine 20°C Temperatur angezeigt. Bei einer Aussentemperatur von 7°C. Diese Wärmeverteilung ist nicht gut. Nach zwei Stunden fahren wir meistens schon wieder weiter. Im reinen Heizungsbetrieb wird auch immer das Wasser mit erwärmt. Auch wenn das warme Wasser garnicht benötigt wird. Ein weiteres Kurriosum.
3. Der Temperaturfühler befindet sich über der Tür im Deckenbereich. Hier wird eine um drei Grad höhere Temperatur gegenüber den Sitzbereich angezeigt.
4. Nachts heizen ist mit ständigem Klacken der Gasventile verbunden. Alle 5 bis 15 Minuten ist dieses Klacken zu hören. An Schlaf ist nicht zu denken.
5. Der Heizungslüfter schaltet ein und läuft normal an. Nach kurzer Zeit beginnt eine düsenhafte Drehzahlerhöhung des Lüfters. Man steht wieder im Bett.
6. Die Wärmeverteilung wird über die Ausströmdüsen vorgenommen. Hier pfeift der Wind einen um die Ohren. Natürlich sind die Autodüsen dabei geschlossen zu halten,um Zugluft zu vermeiden. Dieser Hinweis ist eine kleine Anmerkung von Bürstner. Bringt aber garnichts.
7. Nach kurzer Zeit sollte der Wohnbereich warm sein und nicht die Staukästen.

Fazit: Die Trumaheizung C ist nicht gut. Kaum zu glauben, dass die neuen Heizungen besser sind. Das Klacken der Gasventile und die Windgeräusche werden sich nicht ändern.

Folgende Änderungen wurden durchgeführt:
1. Der Bettkasten wurde im hinteren Bereich zusätzlich nach oben mit einer Designerplatte (Styropor mit Glasfaser 10mm dick) isoliert. Die Ritzen wurden abgedeckt.
2. Von den vier Heizungsrohren wurde ein Rohr von der Heizung abgezogen. Dieses Rohr führt in den hinteren Bereich Wohnmobils.
3. Dieser Heizungsabgang wurde durch ein kurzes Rohr (350mm lang) ersetzt und durch eine 60iger Lochbohrung mittels neuer Ausgangsdüse, gleich zum Innenraum, ausgeführt.
4. Ein zusätzlicher, neu gekaufter, Ablüfter mit zwei Schaltstufen wurde mit dem anderen abgezogenem Rohr verbunden. Dieser Ablüfter saugt die Stauwärme nun ab und minimiert die Temperatur um ca. 20-30°C. Diese Wärme gelangt nun in den hinteren Teil des Wohnmobils und stört dabei auch nicht im Sommer.
5. Der im Deckenbereich befindliche Temperaturfühler wurde dort wohl belassen, aber an der Heizung abgeklemmt. Ein neuer Fühler wurde im Sitzbereich angebracht und neu an die Heizungsregelung angeschlossen.
6. Die Gasmagnetventile wurden mit Dämmwolle eingewickelt. Hat leider nicht viel gebracht, da die Ventile direkt am Gehäuse angeschraubt sind. (bessere Schallübertragung)

Schlussbetrachtung:
Unser altes Wohnmobil Fendt 570 , 18 Jahre lang gefahren, hatte eine Trumaheizung mit Schornstein nach oben. Nach 15 Minuten war der Innenraum herrlich warm. Geräusche gab es keine. Der Lüfter wurde nur bei Bedarf zugeschaltet. Dem Platzbedarf gehuldet, opfert Truma seine ausgereifte Heizung. Dafür ist der Kühlschrank jetzt riesengross. Hat nicht nur ein Tiefkühlfach, sondern noch ein Backofen obendrauf. Bürstner hat einen Vorhang im Mittelbereich. Dieser wird von uns nicht benutzt. Das Prinzip, Tür auf – Tür zu, gibt es bei uns nicht. Wir wünschen die angenehme Wohnatmosphäre über die gesamte Innenlänge des Wohnmobils. Die Campermeinung ist überwiegend positiv eingestellt. Wir haben eigentlich keine Probleme mit der Heizung, hört man. Wenn man dann hinterfragt oder im Internetforum nachliest sieht es ganz anders aus. Die Wohnmobilhändler kennen dieses Problem auch nicht. Fragen sie ihn mal, wann er das letzte Mal Wintercamping gemacht hat?
Vielleicht bekommen wir das Klacken der Gasventile auch noch weg.
Ein Camper, der sonst mit Bürstner zufrieden ist, aber nicht mit der Truma C.

Bildbeschreibung: (noch keine Bilder hochgeladen)
Man sieht deutlich die Braunfärbung der Matratze durch Übererwärmung.
Hier erkennt man die zusätzliche Isolierung nach oben.
Das original offene Rohr wurde abgezogen. Das kurze rechte Rohr wurde
neu eingebaut und nach aussen geführt.
Der neue Ablüfter wurde auf das offene Originalrohr aufgesteckt und seitlich
befestigt. (2 Bohrungen mit Kabelbinder)
Das Rohr vom Ablüfter muss leicht eingedrückt sein. Ohne Ansaugrohr
erhöht sich sonst der Motorstrom und der Lüfter regelt ab.
Rechts unten erkennt man die eingepackten Gasventile.
Hier erkennt man einen ganz einfachen Klettpad.
Rechts der Zweistufenschalter vom Ablüfter. Stufe 1 reicht schon aus.
Eine ganz einfache Umlenkeinheit wurde mittels Klettpads angebracht.
Kann man schnell entfernen.
Eine einfache 400 Watt Elektroheizung wird nun nachts verwendet.
Irgendwie muss man ja schlafen.

Ein Camper aus Thüringen

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Gast am 05 Feb 2013 21:29:09

Das muss ich doch am 1. März gleich mal in meinem aviano austesten.
Danke für die ausführungen.

mfg

franz_99 am 05 Feb 2013 21:30:47

aber warum gibst du Truma die Schuld, die haben deine Heizung ja gar nicht eingebaut sondern der Aufbauhersteller. Ich finde Truma recht gut, die Konstrukteure der Hersteller müssen sich nur mal Gedanken machen, daran hapert es wohl bei Deinem. ich schlafe mit meiner Truma übrigens sehr gut, höre die kaum, habe aber keine B.......

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fuzzy am 05 Feb 2013 22:03:46

Das hab ich mich grad auch gefragt.

haballes am 05 Feb 2013 22:43:25

Beim Blättern der Protzmobil und ähnlicher Toilettenlektüre ( :D Nur da les ich analog.) fiel mir auf, das so einige Aufbauer die Trumas unter den Betten verbannen und sie in den Küchenblock hämmern. Die Wärme soll sich besser verteilen. Rapido zum Beispiel macht das.
Unser Carado hat die C6 ja im Regal der Heckgarage, im Bereich meiner Bettseite und dem Badezimmer. Der Kunststoff unserer Duschwanne wird schon ordentlich warm. Die Ausströmer unter unseren Betten bevorzugt auf meiner Seite, gegenüberliegend bei meiner Holden kommt Restwärme an, wenn die Kiste schon durchgeglüht ist. Die Ausströmer an der Türe und unter der Dinette pusten zwar ordentlich warm, aber im Winter reicht es vorn einfach nicht.
Schließt man dann die Klappen im Bettaufgang und im Bad, werden die Ventilationsgeräusche unerträglich.

Liegt man im Bett, ist es im Gegensatz zur Sitzgruppe völlig überheizt. Also da ist wirklich Nachbesserung angeraten. Die alten Trumas, ich hatte sie gar noch im letzten Wohnwagen waren da einfach besser, die Boilerfunktion mal außen vor gelassen. Sicher hat die C6 ordentlich Power, aber alles nützt nix, wenn die Wärme nicht richtig verteilt werden kann.

Bei derzeitigen Temperaturen läuft die Heizung bei uns meist auf Stufe 4. Legt meine Frau sich dann hin, dauert es eine halbe Stunde etwa, bis sie von Hitzetod spricht. Dann geht das ein wenig hin und her, bis ich schlafen geh und auf Stufe 2 stelle.
Nach dem ersten Tiefschlaf dann wieder auf Stufe 3. :D Ich weiß aber nun, warum der Regler in Griffnähe meines Bettes ist.

franz_99 am 05 Feb 2013 22:56:30

na dann sollten die Carado Konstrukteure auch mal nee Fortbildung bei Truma buchen

motzki30 am 05 Feb 2013 23:45:55

Moin Camper aus Thüringen

Zu deinem Änderungspunkten 2 und 3 sei gesagt das auch ein langer Strang Sinn machen kann um Kondenswasser zu vermeiden oder Wasserleitungen vor dem Einfrieren zu schützen.

Tschöööööö Dirk

surfopi am 06 Feb 2013 00:18:44

Die Heizung selbst wird nicht übermäßig warm. Ist gut isoliert. Das ist wirklich erträglich.
Ich würde mal überprüfen, ob sich nicht die Verteilerrohre direkt an den 4 Ausgängen der Truma gelockert oder gar gelöst haben. Dafür würde auch sprechen, dass dein Auto so schlecht geheizt wird, d.h. an den Ausströmern zu wenig ankommt. Bei mir war das auch der Fall. Ich habe deshalb einige Rohre neu verlegt, Überlänge von einigen Zentimetern, so dass ich die Rohre mit anständig Druck in die 4 Ausgänge der Truma pressen konnte, wirklich bis zum Anschlag und sie sich nicht mehr lockern können.
Vielleicht hat sich auch die Stellklappe des einen oder anderen Ausströmers unbemerkt geschlossen.

andwein am 06 Feb 2013 11:50:04

Camper569 hat geschrieben:Wohnmobil Bürstner T 700 Bj. 2006 Truma C 6002 – gebraucht gekauft
Fazit: Die Trumaheizung C ist nicht gut. Kaum zu glauben, dass die neuen Heizungen besser sind. Das Klacken der Gasventile und die Windgeräusche werden sich nicht ändern.
Ein Camper aus Thüringen

Alles was du beschreibst sind Design- und Konstruktionsfehler von Bürstner.
Kopiere deinen Beitrag und schicke ihn nach Kehl, mit der Aufforderung mal einen Truma Mann zur Schulung der eigenen Konstrukteure anzufordern.
Andreas

deedee am 06 Feb 2013 17:20:53

Wir haben die Truma auch unter Bett meiner Holden. Ja, ich hab auch schon festgestellt, dass es unterm Bett recht warm ist. Allerdings muss ich sagen, das vorne immernoch angenehme Wärme ankommt (wobei ich nicht Wintzercamping mache, Herbsttemperaturen).
Das mit der Verfärbung der Iso-Matte unter der Matratze ... ja, ist auch leicht verfärbt.
Aber daraus kann ich auch lesen, dass ich der Einfachheit halber auch nur nen kleinen 12-V-Ventilator (Zug nach außen) mit Schalter in den Bettkasten einbauen brauche, damit da keine Stauwärme mehr entsteht bzw. dass die abgesaugt wird ......
Könnt ich da Recht haben?

Camper569 am 06 Feb 2013 18:04:48

deedee hat geschrieben:Wir haben die Truma auch unter Bett meiner Holden. Ja, ich hab auch schon festgestellt, dass es unterm Bett recht warm ist. Allerdings muss ich sagen, das vorne immernoch angenehme Wärme ankommt (wobei ich nicht Wintzercamping mache, Herbsttemperaturen).
Das mit der Verfärbung der Iso-Matte unter der Matratze ... ja, ist auch leicht verfärbt.
Aber daraus kann ich auch lesen, dass ich der Einfachheit halber auch nur nen kleinen 12-V-Ventilator (Zug nach außen) mit Schalter in den Bettkasten einbauen brauche, damit da keine Stauwärme mehr entsteht bzw. dass die abgesaugt wird ......
Könnt ich da Recht haben?


Danke für die Info.
Ich wollte ganz einfach kein Loch nach aussen bohren. Zumal ich die langen Rohrleitungen ändern wollte.
Im Bild ist das rechte kurze Rohr von mir zum Innenraum neu verlegt wurden. Auf das offene Rohr wurde dann der
Ablüfter gesetzt. Die Wärme bleibt dann im hinteren Bereich und somit im Wohnmobil.


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