Erstmal ist der Gedanke von Frank vollkommen richtig.
Es macht keinen Sinn teuerste Ladeenergie (wegen dem teueren Ladegerät) abzuzwacken um damit
Wasserpumpe, Heizung,
Fernseher Licht etc. zu betreiben. Am Ende des Ladegerätes bleibt also
kaum noch Strom übrig der zur Ladung der Batterien beiträgt.
Man könnte nun natürlich ein Ladegerät eine Nummer größer kaufen.
Das hat aber folgende Nachteile:
- Schau mal die Preise für ein 45 A Ladegerät und du hast dann ein 20iger übrig
- Wenn praktisch keine zusätzlichen Verbraucher angeschlossen werden könnte der
neue Nutzladestrom zu viel für die Batterie sein.
Mit den Computernetzteilen habe ich selbst einmal probiert dies auf 12 V fertig zu machen. Ohne
gehörige Kenntnisse von Elektronik wird das aber nichts. Zum Einen bezieht sich die Stabilisierungsschaltung auf den 5 Volt - Zweig. Zum Anderen benötigt ein solches Netzteil immer ein Power-Good Signal, was in der Regel eine Drahtbrücke an der richtigen Stelle ist. Ich habe selbst einmal versucht ein solches Netzgerät mehr oder weniger erfolgreich für 12 Volt - Amateurfunk umzubauen. Schliesslichendlich hat es meinen Anforderungen bezüglich Stablität der 12V-Spannung in Abhängigkeit des Laststromes nicht genügt. Die hing aber im wesentlichen mit den sich schnell ändernden Lastströmen aus dem Funkbetrieb zusammen. Um
allerdings die Stabilisierung vom 5V auf den 12 V - Bereich umzuleiten gehört schon eine gehörige Menge Fachwissen dazu. Ich habe dafür mehrere Abende verbracht und das IC heraus gesucht und ca. 15% der Schaltung umgestrickt. Es lohnt nicht.
Man kann aber durchaus in der Bucht ein Schaltnetzteil in der Klasse 15, 20 Ampere suchen.
Dieses muss man dann so an die Bordstromversorgung anschliessen, dass im Falle von Landstrom
das ladergerät ausschliesslich auf die Batterie wirkt und das Schaltnetzteil dann die komplette Bordversorgung übernimmt. Das hat den Vorteil, dass das Ladegerät sich nur mit der Ladung der Batterie und das Netzteil
sich nur mit der Versorgung der Verbraucher beschäftigt.
Solche Netzteile gibt es durchaus um die 50 €. Somit dürfte man bei Einsatz seines Hirnschmalzes um ein
neues Ladegerät von 250,-- und mehr € herum kommen. Allerdings für den elektrotechnisch ungeübten Laien nicht zu empfehlen - weil notfalls gehen Geräte und oder die Batterie kaputt.
Dann hat man einen negativen Spareffekt.
Bon Voyage