Überall stehen sie rum, bunt angemalte oder gar angekleidete Esel, wenn sie denn vor einem Bekleidungsgeschäft zum Beispiel stehen und sind das lustige Wahrzeichen der "Hanse"Stadt.
Eigentlich wollten wir Ostern in Noordwijk (Niederlande) nachholen, aber nach einer Augenoperation unseres Mopses Muffin waren wir skeptisch ihn ans Meer zu entführen und den Sandstrand zu meiden, den er so liebt. Auch sollte die Tierklinik in Duisburg erreichbar sein, sollte es Probleme geben. Und so war ein Ziel in der Nähe auszusuchen, was aber auch dem wackligen Wetter und den Ansprüchen von Edda entspricht.
Eher durch Zufall hatte ich die letzte Protzmobil im Kopf, wo auf den Stellplatzsammelkarten der Platz an der Rheinpromenade ausführlich beschrieben wurde. Hier im Forum war der Platz natürlich auch schon mehrmals erkundet worden und auch die Internetseite der Stadt vermittelte mir das Gefühl, ein wenig mehr zu erleben, als vor einigen Wochen in Rees, wo wir im Dauerregen ein verlassenes Städtchen vorfanden.
Freitag war der Tag noch grau und kalt, Edda saß mit langem Gesicht vor dem ausgehenden Pelletofen und hatte sichtbar überhaupt keinen Bock. So fuhren wir etwa ein Stündchen zu dem bestens ausgeschilderten Platz in der Rheinaue, einem Naherholungsgebiet von Wesel. Es standen etwa 10 Mobile dort und wir fuhren vor eine Kette. :eek: So fuhren wir den Platz entlang und landeten an der anderen Seite wieder vor einer Kette. :eek: Der riesige Parkplatz vor den Stellplätzen erlaubte Wohnmobilen nur von 8-20 Uhr das Parken und die vordere Reihe war für 12 Mobile als gebührenpflichtiger Ausweichplatz ausgewiesen.
Schilder hießen Wohnmobile herzlich willkommen. So nahmen wir allen Mut zusammen und entfernten die Kette.
Hier sollte Herr Pfaff, der Betreiber einmal nacharbeiten, wir haben festgestellt, das jeder der nach uns kam ebenfalls diese Ehrenrunde drehte. Ein kleines, aber sichtbares Schild würde Wunder wirken.
Die Entsorgung mit dem Frischwasser befindet sich übrigens vor dem Stellplatz, ist für die Stellplatznutzer kostenfrei, von den anderen wird ein Münzeinwurf von 2 Euro erwartet. Ich denke mal, auf Vertrauen, denn wie soll die Säule es erkennen. Abwasser über Gitter, Schwarzwasser gar mit Geruchsabsaugung. Die sehr kurze Lokusspülung ist kostenfrei. Für 1 € gibt es 100 Liter Frischwasser, für 10ct. 9 Liter.
Die Plätze sind eingeteilt, für die Stromsäulen braucht man von manchen Punkten schon eine Kabeltrommel. Die Stromsäulen reichen aber für alle und geben mit dem Einwurf eines Euros für 24 Stunden Strom. Wirft man mehr ein, erweitert sich die nicht die Zeit, sondern die Leistung bis auf 2,3 KW. Trotzdem hängt am Holzhäuschen die Bitte auf Verzicht des Heizlüfters.
Der Platz kostete uns am 8 Euro pro Übernachtung, die Kohle kommt in einen Umschlag mit Kennzeichen und Aufenthaltszeitraum und wird in den Briefkastenschlitz des Holzhäuschens geworfen.
Neben dem Häuschen stehen auch die Müllcontainer, hier war am Freitag Überfüllung und Unordnung aber angesagt, welche der Platzbetreiber aber am späten Abend noch beseitigte.
Von den Plätzen erreicht jedes Mobil den Astrasatellit und man steht vollkommen gerade auf festem Schotter.
:wink: --> Link
Die direkte Umgebung bietet sehr viel für jung und alt. Rechts vom Platz ist der Sportflugplatz ansässig, von dem überwiegend Segelflieger starten. Aber auch ein kleiner offener Hubschrauber für Rundflüge steht zur Verfügung und Sportflieger starten und landen am Tage. Hierdurch wird natürlich ein wenig Lärm verursacht.
Links ist ein relativ großer und gut ausgestatteter Spielplatz. Einige Restaurants und auch Biergärten stehen dort und bieten Blick auf den Rhein. Geradeaus vor dem Stellplatz blickt man in den Abendstunden auf ein großes Gebäude, welches in bunten Farben schillert, als wäre es das "Vernügungscenter" der Stadt. Es handelt sich aber um ein großes chinesisches Restaurant, was auch gut besucht wird. Infos und Speisekarte findet man im Netz.
Neben dem Chinatempel stößt man auf einen modernen Minigolfplatz, der ebenfalls ein Kiosk hat. Dorthinter findet man den Yachthafen und etwas weiter weg den Auesee, den man umrunden kann.
Etwas nachteilig, das einige Wege mit Hundeverbot belegt sind und Wohnmobile entweder Teppichstangen vorfinden oder aber auf den Parkplätzen der Umgebung nicht erlaubt sind.
Am Rhein entlang kommt man zu Fuß oder mit Rad bequem in die Innenstadt, die eine komplett neu gestaltete Fußgängerzone bietet, die etwa einen Kilometer lang ist.
Diese beinhaltet auch eine überdachte Passage. Am Ende der Fußgängerzone erreicht man einen großen Lebensmitteldiscounter. Die Innenstadt lohnt und ist richtig belebt.
Schiffe kann man vom Stellplatz direkt nicht sehen, die Entfernung zum Rhein ist vielleicht 100m. Hierdurch ist es aber auch sehr ruhig am Platz, wenn nicht gerade am Samstagmorgen gegen 5 Uhr früh die Altglascontainer geleert würden.
Für ein Wochenende war Wesel eine ganz tolle Entscheidung. Wir können jedem empfehlen, diesen Stellplatz und diese Stadt einmal zu besuchen.
(Bilder reiche ich ein paar nach, hab mein Übertragungskabel liegenlassen.)







