Nachdem ich vor ein paar Monaten meine Vorstellung (hapeh) in diesem Forum gegeben habe, komme ich schwerlich umhin, meine Fülosovieh betreffs meines WoMo-Lebens kund zu tun. Bin von VW T3 auf Ducato/Bürstner A532 active (Geburtsjahr 1998, 2,8lt, jdTD) umgestiegen und empfinde nun die Platz- und Wohnverhältnisse schlicht als luxuriös und berauschend.
In meinen Lehr- und Wanderjahren mit T2 und T3 habe ich gelernt, mit den herrschenden Vorräten an Wasser, Abwasserdepot und Strom haushälterisch umzugehen. Daraus folgt: Als Alleinfahrer, der jeden Tag seinen Standort wechselt, komme ich durchaus ohne Solarstrom aus. Im Sommer brächte mir das garnix, weil ich den Strom gar nicht brauche, ohne TV, Kaffeemaschine, Backofen, Internetz, elektrische Trittstufe, hydraulische Hubstützen und was der Annehmlichkeiten mehr sind. Zudem bin ich in der glücklichen Lage, auch bei schrägen Platzverhältnissen (ohne Keile) und Strassen- oder Bahnlärm tief und angenehm träumend zu schlafen.
Zu Winterszeiten reicht die 95Ah-Aufbaubatterie aus, um einen Tag lang zu heizen, als Beleuchtung dient eine schicke Gaslampe. Ganzjährig wird mit Gas gekocht und gekühlt, also stromlos.
Damit man mich richtig verstehe, es ist jedem zu gönnen, seinen gesamten Hausrat mitzuführen, im Luxus zu schwelgen und auf Zuhause-Komfort nicht zu verzichten, jedem Tierchen sein Pläsierchen.
Bei Wehwehchen des Ducatos wird auch nicht die Fiat-Niederlassung aufgesucht, sondern der örtliche Dorfschmied, weil nix elektronisch, die ganze Fuhre bewegt sich rein mechanisch und Fehler wären hörbar und müssen nicht mit Labbitobbi ausgelesen werden.
Als ehemaliger LKW-Fahrer, der das Fabrikat „Saurer“ als älteste Maschine mit Baujahr 1957 bewegt hat, bleibt als Fazit: mit einer Rolle Draht, einer Zange und einem grossen Hammer als Hilfsmittel kommt man immer nach Hause!
Hoffentlich bin ich mit dieser Schreibe niemandem auf die Schuhe getreten, wenn doch, streue ich Asche auf mein Haupt, gehe in mich und tue Busse!
Mit minimalen, doch freundlichen n, der Minimalist

