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Gerade kam in den SWR Nachrichten, das Hymer-MA um ihre Arbeitsplätze bangen. Grund: Laut Vorstand verschlechtert sich der Markt und der Vorstand will das Unternehmen umbauen. Scheinbar sollen zwei Werke miteinander verschmolzen werden. Hier der SWR-Bericht von 18:00 Uhr, der dem aktuellen entspricht: --> Link „Die Produktion läuft gut, aber wir sollten mit weniger Leuten das gleiche Ergebnis liefern. Das ist nicht aufgegangen.“, sagte ein Mitarbeiter In den Zeitungen kommt es auch schon: --> Link Es wurde aber auch gesagt, dass die Produktion bei Hymer zur Zeit ordentlich brummt und die Geschäftsführung diesen Aussage widerspricht. Gewinnmaximierung um jeden Preis,die Mitarbeiter sind doch unwichtig,wie heißt es in den USA so schön.....hire and fire. Ist aber überall so und das ist traurig. Arno
Ehrlich gesagt kam mir das auch als erstes in den Sinn. Gerade wenn eine Firma auf "Welteroberer" macht (wie Daimler mit GM damals auch) und dann den Rückzieher macht, geht so was oft auf Kosten der MA. Aber ich will nicht zu viel spekulieren oder gar Hymer schlecht reden. In der Hoffnung, dass sie die Kurve kriegen und noch lange auf dem Markt sind - den MA zu Liebe.
Kann ich aus zuverlässiger (Zulieferer-)Quelle bestätigen. Wohnmobile laufen sehr gut, der Wohnwagenmarkt dagegen ist sehr verhalten... Allerdings ist (aus verständlichen Gründen) das Geschäft mit Südeuropa schwierig! Der Halbjahresfinaanzbericht sieht auch nicht ganz so positiv aus: --> Link Bin gespannt, wie es weitergeht... Oft werden Kostenreduzierungen auf Kosten der Qualität durchgeführt! Ein oft verhängnisvoller Fehler :roll:
Daimler hatte mit GM nichts am Hut! Das war Chrysler 8) Das kommt davon wenn wenn die GIER größer ist als der Verstand Es kann nicht immer mit Vollgas weitergehen und noch ein Werk und noch ein Werk dazukaufen !!! Ihr dürft nicht das Jetzt sondern die Entwicklung in 3-5 Jahren sehen. Nur wenn ich mein Unternehmen profitabel halte und jetzt verschlanke kann ich in Zukunft auf schwierige Zeiten und Märkte reagieren. Da wir in Deutschland sind wird der Stellenabbau sicherlich äusserst sozialverträglich ablaufen. Besser so als wenn in ein paar Jahren das ganze Unternehmen abgewickelt wird.
Dem möchte ich weitgehend zustimmen. Ein Unternehmen mit sozialromantischen Vorstellungen zu führen, funktioniert nun mal nicht.
Stimmt, sorry, War halt irgend ein Größenwahn, an dem sie heute noch kauen. Wie Hymer leider auch. Sozialromantik muss man sich leisten können und das wird in der heutigen Zeit kaum möglich sein. Verantwortlich hierfür sehe ich das Kundenverhalten. :ja: Schon komisch .. "die Unternehmen" .. :? Wird in Zeiten guter Konjunktur investiert und expandiert : alle schreien HURRA :!: Wird bei nachlassender Konjunktur (und Absatzprognosen) dagegen gekürzt : alle schreien GIER + Größenwahn + ... :( Was sollen die denn sonst tun :?: Offenen Auges in die Rezession rauschen :?: Wolfgang, da hast du recht. Danke Wolfgang für Deinen fachlichen Kommentar... Genau das ist das Problem...aber soweit denken viele nicht... Aber eine gute Diskussion bis jetzt! Entschuldige ich rede nicht von der GIER im allgemeinen bei HYMER sonderin in den letzten Jahren,da waren auch noch andere Firmen im Gespräch die die Kaufen wollten...KNAUS zum Beispiel. War ich jetzt richtig sachlich ??? In erster Linie ist das ein Alarmzeichen, dass Produkte am Markt vorbei entwickelt, angeboten und produziert werden. Firmen, die gefragte Produkte haben, kennen das Wort "Krise" nicht.
Es ist immer eine Kunst, wenn ein privat geführtes Unternehmen, bei dem der Gründer die Weichen stellt, in ein Unternehmen umgebaut wird, wo ein Vorstand die Weichen stellt. Diese Umstellung ist automatisch auch immer eine Umstellung in der Unternehmenskultur. Wobei ich die pauschale Schimpfe über Vorstände nun auch nicht teile. Im heutigen Fahrwasser ist es eine hohe Kunst, Produkte, Unternehmen und Kosten so zu balancieren, dass alle zufrieden sind. Und leider hat man seltenst immer und über Jahrzehnte die Nase vorn. Dazu ist unsere Welt zu schnelllebig geworden und ein winziger Lenkfehler führt oft schon zu einer heftigen Kursabweichung. Stimmt sehe ich 100 % genauso Da ist für viele Mitarbeiter in ganzer kurzer Zeit einfach zuviel passiert: Die Gallionsfigur, der Übervater Erwin ist gestorben, der Aufsichtsratsvorsitzende Spichtig verläßt seinen Posten, die Aktien liegen wieder vollumfänglich bei der Familie, Produktionsabläufe werden grundlegend geändert und ein relativ neuer Vorstandsvorsitzender hat jetzt allein das Sagen. In einem Unternehmen, das in seiner ganzen Geschichte Kontinuität und Verläßlichkeit - also konservative Werte sowohl nach innen wie nach aussen zur Kundschaft kommunizierte - fällt jede kleine Änderung ganz besonders auf. Die jetzigen, großen Änderungen umso mehr. Die Kundschaft wird wohl weiterhin zu Hymer halten - ansonsten würden ja Grundfesten des Camper-Glaubensbekenntnisses erschüttert werden, 8) Volker :wink: Da habe ich bedenken
erst wird die Qualität runtergefahren und wenn das nicht mehr reicht, dann muss halt die Anzahl der Mitarbeiter reduziert werden. Gewinnmaximierung um jeden Preis Das sind die Auswüchse des Kapitalismus! Frei nach Lenin oder war es Marx: " Auf den Trümmern des Kapitalismuss werde ich mein Reich erbauen"
Wo hast du das denn her? Lies dir mal den einen oder anderen Beitrag zuvor hier durch. Der Abbau von Teilen des Personals kann letztendlich auch das Überleben des Unternehmens bedeuten.
Genau :!: Hat doch prima funktioniert ... die letzten paar Male ... :lol:
Aua, das tut ja schon weh. :? War das jetzt wirklich ernst gemeint :?: :?: Wenn es aufwärts geht, dann liegt es immer nur an den tollen Mitarbeitern. Wenn es abwärts geht, dann sind die Kapitalisten schuld. Einfache Weltanschauung. Zu einfach. :? Ansonsten: :polit: didi21: Nein, das ist nicht der Kapitalismus, das ist der Markt! Und auf den Markt muß man reagieren können, dazu braucht es Entscheidungen. Wenn die Entscheidungen zu einer Reduzierung der MA führt tut das sehr weh, ist aber besser als jede Schließung. Das hat nichts mit Gier zu tun, das ist gesunder Menschenverstand! Und was besonders schwierig ist, ist eine Entscheidung zu treffen für einen Umbau, der sich erst in einigen Jahren auswirkt. Denn es gilt: Hinterher ist man immer schlauer. LG Eugen Scheiss Diskussion Angesichts des ernsten Hintergrundes.. :gruebel: Was aber leider zu erwarten war... Ich weiss echt nicht mehr was man Schreiben darf und das sind angeblich ERWACHSENE.Toleranz ???
Da bist du nicht alleine :D Allerdings sollte man beim "sachlichen" Austausch unterschiedlicher Meinungen nicht gleich nach "Toleranz" rufen. eisbaerchen :dance2: :dance2: :dance2: Helmut Es könnte ja auch sein das der Kundenstamm der die teuren Womos kaufen kann langsam wegbricht. Das wird aber für alle gehobenen Womohersteller gelten. Die Älteren mit den Lebendsversicherungen werden weniger,die Jüngeren müssen sehr genau aufs Geld schauen. Und die nächste Generation hat im Alter keine gute Lebendsversicherung mehr um sich fürs Rentendasein ein teures Womo zu kaufen. Bald sind wir ein Volk von Minnijobbern,dann sieht es ganz düster aus. Dieter
Und wenn dies jemals der Fall sein wird, muss ich rechtzeitig mein Unternehmen darauf einstellen.. Was Du schreibst ist richtig, aber es wird auch eine andere Seite geben :ja: Um ehrlich zu sein, gibts einige Beispiele in der Wirtschaft, wo sich produzierende Unternehmen bei florierenden Absatzmärkten immer mehr und noch mehr versprechen und sich dementsprechend orientieren, warum auch nicht. Das jedoch mit Kapitalismus im Sinne von marxistischer Weltanschauung zu vergleichen...naja, ich weiss ja nicht. Vielmehr hat das was mit Ausrichtung auf Märkte zu tun. Jedes Unternehmen gibt Ziele vor, die es zu erreichen gibt, bzw. was am Ende des Jahres unterm Strich an Rendite, Umsatz, etc. da sein muss. habe ich aber kein Wachstum, im Besten Fall dann noch Stagnation statt rückläufige Umsatzzahlen, wird doch überall überlegt, wie man dem ganzen Herr wird. Viele Modelle, dann noch ein Jointventurte mit anderen, Übernahmen von anderen Unternehmen, zu viele Produkte, die aber alle irgendwo angeboten, sprich auch produziert werden müssen......... das da in Zeiten nicht florierender Konszumbereitschaft was schief gehen kann (nicht muss) da brauchts kein BWL-Studium zu, um das nüchtern zu betrachten.
Auch mit ein Grund, sicher nicht der einzige, aber ein nicht zu vernachlässigender. Stellenabbau hat ja nicht unbedingt was mit Entlassung zu tun. Es gibt ja auch noch den altersbedingten Stellenabbau. Die Stelle wird einfach nicht wiederbesetzt. Sicherlich ist das schlecht, aber bevor ein ganzes Werk dicht macht. Dann lieber versuchen zu überlegen und in guten Zeiten wieder Personal einstellen. Hymer macht genau das, was man als Unternehmen machen muss, wenn man sich auf sinkende Absatzzahlen einstellen muss. Das betrifft alle Hersteller..das ist kein Hymer spezifisches Problem. Ich hatte das schon vor mehreren Wochen geschrieben, als es um Knaus ging, das alle Hersteller auf sinkende Absatzahlen reagieren müssen. Der Absatz in Süd-Europa ist dramatisch eingebrochen...Da haben es die PKW Hersteller leichter, aber Wohnmobile verkaufen sich halt in Asien schlecht.
Nein, überhaupt nicht. Der Deutsche kann ohne Arbeit nicht leben. Sie können ihm alles nehmen (er wird es klaglos wegstecken),nur die Arbeit nicht. Viele dieser Minijobber fühlen sich weder ausgegrenzt noch unterprivilegiert, sind zufrieden mit ihrer Situation. Es ist ein Verdienst Gerhard Schröders (und seiner in-und ausländischen Berater), diese deutsche Mentalität in eine kompatible Sozialgesetzgebung gegossen zu haben. In anderen Ländern funktioniert das nicht. Kein Grieche, kein Italiener, kein Franzose würde für ein Euro/Stunde morgens aufstehen und Regale im Supermarkt einräumen. Viele da irrst du dich gewaltig...kein deutscher würde zb. oliven ernten..oder erdbeeren..wenn du es nicht glaubst schau mal auf die spargelfelder in D ...das verhältniss Lohn- Arbeit ist in etwa das Gleiche wie in den von dir genannten Ländern. Die Griechen und Italiener machen das aber.
Das ist Saisonarbeit, das will der Deutsche nicht. Er will das ganze Jahr über beschäftigt sein. :polit: :thema: Gerhard S. ?
Sorry, das ist absoluter Quatsch. Schaut euch doch mal die Preis für Wohnmobile an. Anfangen tut es bei 60.000€ und dafür bekommst du die Qualität eines "Chinesen Autos". Mensch das sind 120.000DM - überlegt euch das mal. Wenn man einigermaßen was kaufen will was Qualität hat bist du bei 100.000€ - das sind 200.000 DM. Wer will das heute noch investieren. Evtl. hat sich das Freitzeitverhalten stark geändert. Manche denken: nee, das ist mir alles zu stressig für das Geld setzt ich mich jedes Jahr ein- zwei mal in den Flieger, lass mich umsorgen, lass mich bekochen usw. und entspanne mich. Ich denke hier haben wir das Problem. Ich glaube nicht, dass es unserer monentanen "Erbengeneration" so schlecht geht - die wollen einfach nicht so viel investieren - ich glaube das ist es in Zusammenhang mit einem total veränderten Freizeitgedanken und - wert. Andy (der, der immer noch denkt, dass gebrauchte Concorde einfach zu teuer sind und deshalb noch keinen hat) Die Zulassungszahlen für Womos im 1.Halbjahr sollen im Vergleich zum Vorjahr um 2,9% gestiegen sein (PKW wie Audi Ford, VW -10%!!!). Aber was ist das für eine Branche, die über Jahre zweistellige Steigerungsraten gwöhnt war? Dazu kommt, dass Womofahren bei Jüngeren nicht gerade gut ankommt. Die Zukunft verheißt also nichts Gutes. Darauf stellen sich Hymer und Co. ein. Viele Was hat denn die Info über den Personalabbau bei Hymer mit diesen Kulminationspunkten einer themenbezogenen Diskussion zu tun?
Das hier jedes, aber auch wirklich jedes Thema von immer denselben Leuten dazu benutzt wird, die immergleichen Debatten über Gierkapitalismus, an Einfalt kaum zu überbietenden Vorurteilen über angeblich faule Südeuropäer und "den Deutschen", korrupte Politiker, angeblich auch dämliche Unternehmer, die Erbengeneration sowie über Parteienpolitik anzufangen. Reisen bildet scheinbar auch nicht immer. Eigentlich wollte ich mit meinem Beitrag nur darauf hinweisen, dass Hymer Mitarbeiter um ihre Arbeitsplätze bangen. Aber es ist schon aufschlussreich, wie manche daraus eine kommunistisch-sozialistische bis kapitalistische Abhandlung daraus machen. Dabei ist es doch nichts anders als ein ganz normales Reagieren eines Unternehmens auf den Markt. Ein Handlung, wie sie tausenden Unternehmen jedes Jahr aufs neue treffen müssen. Aber schon toll zu lesen, dass manche hier als Einzelperson schon besser wissen, was Hymer zu tun hätte. Sie können sich ja mal gerne beim Vorstand bewerben, wenn sie so unglaubliches Wissen über die Wirtschaftsabläufe und dem Wohnmobilmarkt in sich tragen. 8)
Wir können das hier nur aus Kundensicht bewerten und deshalb nur unter Vorbehalt. Aber die Abkehr vom Bau von Alkovenmobilen und der Deal mit VWN stößt doch weitgehend auf Ablehnung und Unverständnis. Man wird damit einerseits Kunden (Familien mit Kindern) verlieren und andererseits keine neuen gewinnen (potentielle Californiakäufer werden das Original kaufen). (atraidy, das wird man doch wohl noch sagen/schreiben dürfen?) Das nur am Rande, es wurde ja schon an anderer Stelle diskutiert. Viele Das sehe ich auch so,zu dem kann es auch praktisch und sogar theoretisch sein,das der eine oder andere hier im Forum recht hat. Es wird einfach alles in Frage gestellt echt der Wahnsinn. Hi, ich finde es nutzt wenig, überall die Schrumpf-Gründe zu suchen - gesellschaftlich, systemmäßig udnund- nur nicht bei bisher kaum genannten Hymer selbst - und das sind neben den Management-Entscheidungen insbesondere auch Art und Qualität der abgelieferten Arbeit der Hymermitarbeiter selber. Es gibt, neutral gesprochen, Mobilhersteller, deren Mobile aufgund guter Konzepte udn auch noch annehmbarer qualitätiver Materialauswahl gegenüber Wettbewerbern viel mehr Erfolg am Markt haben könnten - viel viel merh ohne alle diese evtl Entlassungen/ Werksschliessungen usw- wenn sie trotz extrem hoher Preise in Relation dazu nicht eine so lausige massiv verärgernde Fertigungsqualität/Endkontrolle an die Kunden ausliefern würden. So was spricht sich rum und schreckt ab - und so ein Mobil ist auch ein Spiegel der doch serh begrenzten Arbeit und des Engagements, die Hymer-MITARBEITER da leisten. Insofern trifft es sie schon gar nicht völlig unschuldig und das Mitleid hält sich serh in Grenzen. Es kann nicht schaden, wenn in dem kommt einem vor jahrzehntealten Beamtenapparat Hymer mal ein frischer Wind aufkommt, wenn es nicht anders zu gehen scheint dann halt mal auf diese Art und Weise ordentlich druch alle Abtreilung druchweht und sie auf den Boden der Tatschen von teils besseren Anstrengungen seitens der Wettbewerber , das heißt auch deren Mitarbeiter . holt - Das mag schmerzhalft sein, ist aber machmal unvermeidbar und kann unverzichtbarer Grundvoraussetzung von dringend notwendigen Verbesserungen sein. So wie bisher sollte sie - aus Kundensicht- jedenfalls nicht weiter wursteln dürfen - meist ab 80t bis 100t€ je Mobil.
Genau. Ich sage unseren Monteuren auch immer, dass sie ihren Lohn nicht von ihrem Arbeitgeber, sondern von unseren Kunden bekommen. Dann schauen sie mich immer fragend an... Traurig, wie viele Leute das bis heute noch nicht begriffen haben. |
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