… und es sollte doch so erholsam und ohne Stress abgehen …..
Kurz gesagt, es ging nach (Süd-) Tirol.
Endlich war er da, der Tag, und es ging endlich mal wieder auf die Piste. Den Ruf der Berge konnte ich schon Monate vorher hören, und ich konnte ihm nicht widerstehen. Warum auch, konnte ich meine geliebten Berge aus allen möglichen Richtungen anbeten. Man braucht nur mit dem Mobilchen drumherum zu fahren.
Die groben Zielpunkte waren eh schon geplant:
Raum Kempten, Stellplatz Hopferau als Zwischenstop
Raum Meran/Lana, Stellplatz Gargazzone
Raum Bozen, Stellplatz Sternwarte bei Karneid/Breien
Kals am Großglockner, Campingplatz
Raum Zillertal, Campinglatz in Kaltenbach
Raum … ungewiss, verbleibende Tage ohne Plan …..
Es ging los, auf die Autobahn. Ganz unspektakulär, aber spektakulär solle es zugehen, wenn wir die ersten Watzmänner am Horizont sehen. Doch wie kam es …. anders. Pünktlich beim Grenzübertritt nach Bayern fing's an zu regnen, es wurde diesig und die Watzmänner versteckelten sich im Dunst.
Ankunft am Stellplatz Kempten-Hoperau, Ferienhof Lipp.
Es stellte sich heraus, dass dort schon seit Jahren kein Stellplatzbetrieb mehr geführt wird. Ob's die Nachbarn waren? Die Frau Chefin wunderte sich jedoch, dass dieser Stellplatz immer noch 'gefunden' wird.
Also gesucht…und -fast- gefunden. Ein nahegelegener Campingplatz mit angrenzendem Stellplatz vor Hopfen am See war gnadenlos überfüllt, und wir kriegten keinen Platz mehr.
Dann ließ ich das Navi suchen, und finden. Ein großer Campingplatz in Hopfen am See. Einen einzigen Platz hätten sie noch für mich frei. Aber die wollten für eine Nacht 55.- EUR (ja, fünfundfünfzig Euronen), na ja, mit einem Wohnmobilrabatt ohne Strom dann halt nur 43.- EUR. Nein, danke, sagte ich und drehte mich wieder um.
Nachdem wir dann erst mal in der Übernachtungs-Verbots-Zone am See stehen wollten und uns dann doch nicht trauten, fand das Navi dann den (großen und offiziellen) Stellplatz in Füssen. P 1 war voll belegt, auf P 2 waren dann noch 3-4 Plätze frei, in die ich mich dann hineinzwängte. 13.- Euro plus möglichen Strom (1.- EUR für 1,4 KW, reicht nicht ganz für eine Nacht) kostet dort die Übernachtung, nicht wirklich schön dort und diese Art von Atmosphäre hat mir nicht so zugesagt, aber … es hatte ja geregnet (und da sind alle Katzen grau) … wir hatten einen Übernachtungsplatz, zwischen OBI, LIDL, Fressnapf und Co KG.
Der nächste Morgen fing herrlich an, die Sonne blitze gar nicht verlegen aus dem wolkenlosen Himmel… und vorweg gesagt, das blieb auch so die nächsten Tage.
Der Fernpass war wir immer stark befahren, aber der Gegenverkehr in Richtung Deutscheland hatte mehr Stau. Entgegen meiner Vorahnung verlief die Zufahrt und Durchfahrt durch den Landecker Tunnel völlig problemlos … allerdings benötigt man hierfür eine gültige Vignette, obwohl von der Landstraße aus kommend (hatten wir natürlich).
Herrliche Landschaften begleiteten und während der Fahrt entlang des Reschensees und nach Südtirol.
Wenngleich es doch bei der Talfahrt vom Reschenpass runter etwas merkwürdig nach verbranntem Gummi roch. Wird wohl einer seine Kupplung gequält haben, dachte ich ……
Ankunft in Gargazzone, Stellplatz, Reichsstraße 13.
Der Platz ist in keiner Weise ausgeschildert, doch die Beschreibung hier im Forum stimmte. Genau gegenüber der Zufahrt zum Vitalhotel geht eine kleine Stichstraße zwischen zwei Häusern rein, man fährt noch rund 50 Metern und steht plötzlich … in einem privaten kleinen Hof.
"Klar dürfen Sie hier bei uns stehen" antwortete mir die Frau Chefin und bot mir an, mich hinzustellen wie ich wollte … weil halt nicht viel los war.
Das war kein gewöhnlicher Stellplatz, das war ein kleiner freier Platz inmitten eines kleinen Gehöftes eines kleinen Weinbauers. Aber das Ambiente war fasst unschlagbar.
Hier können nur Bilder sprechen …



Leider war der 'Keller' geschlossen, es wurde daher nichts zum Essen angeboten, aber es gab Vino Rosso ….
Später am Abend, wir hatten uns schon eine Weile mit einem anderen Gast unterhalten, stieg er aus und betätigte den 'Durstalarm' …. ein Stück Holz an einer Kette, die mit einer Glocke am Balkon im Obergeschoss des Wohnhauses verbunden war … sagt, "die Leute haben Durch, die wollen noch Wein" … und den bekamen wir dann auch prompt.
Nun ja, noch einmal mussten wir den Durstalarm auslösen … damit es glühen konnte...
Am nächsten Morgen dann entsorgt, versorgt ( es ist dort alles vorhanden, unglaublich) und dann gings los in Richtung Sternwarte.
Trotz des Sonntages war eigentlich nix los auf der Strecke, und recht bald erreichten wir auf der SS 241 den Abzweig auf die SP 131/132. Einige Kehren gings da rauf, der 2. Gang hats grade so geschafft.
Dann sagte das Navi: links abbiegen auf die Straße … richtig, die hat dann keinen Namen mehr. Aber Straße ist zuviel gesagt. Der gut asphaltierte Weg war grade mal so breit wie das Mobilchen. Wenn einer entgegen gekommen wäre …. ich war größer, dicker, schwerer, ich wär' nicht zurückgefahren.
Diese 'Straße' war dann stellenweise, gerade zum Schluss vor der Ankunft, nur noch mit dem 1. Gang zu schaffen … heftich, muss ich sagen, sehr heftich.
Oben am Untereggerhof angekommen, sagte uns der Chef, dass wir uns dort hinten auf dem Parkplatz, kurz vor dem Abgrund, aufstellen sollten, die Plätze hinter dem Hof wären alle durch Sonntagsausflügler belegt.
Ganz ehrlich … wo hätte man dort auch stehen sollen, das war alles so schräg und schief, dass Keile bei weitem nicht ausgereicht hätten.
Nun gut, wir fuhren die rund 200 Meter weiter und stellen uns auf dem Parkplatz auf.
Dafür hatten wir hier eine gigantische Aussicht … auf den Rosengarten.
10.- EUR knöpfte und der Herr Unteregger ab pro Nacht, wobei er aber stolz betonte, man zahle nicht für den Platz, sondern für die Aussicht.
Dabei hatte es gar nix, kein Strom, keine Ver-/Entsorgung, einzig, man konnte die Toiletten mitbenutzen, man musste nur 200 Meter laufen ….
War das nun ein privater Platz oder ein öffentlicher Parkplatz … weiß nicht …. aber wir zahlten und gingen auch auf dem Hof zum Essen. War ganz gut, das Futter ....



Heiß wars hier oben auf rund 1300 Metern, 31, 32 °C zeigte das Thermometer im Mobilchen, also im Schatten, an. Da glühte die Sonne von oben, es glühten die Wiesen und Almen, und später, bei Sonnenuntergang, hatten wir den Eindruck, dass der gesamte Gebirgszug des Rosengarten auch glühte, rotglühte ….. herrrrrrlich.

Und auch im Kühlschrank herrschten nun auch glühende, saunamäßige Bedingungen, 11°C. Also hab ich alles, was ich an Ventilatoren zur Verfügung hatte, angeworfen.
Es wurde zwar nicht wirklich kühler im Auto, aber durch den 'Wind' doch erträglicher, und, siehe da, der 12-V-Lüfter vor dem Kühlschrank-Lüftungsgitter schaffte es tatsächlich, die Temperatur innerhalb von 2 Stunden um 5 Grad zu senken.
Nachts wurde es dann erfrischend kühler, und natürlich haben wir vergessen, den Kühlschrank runter zu drehen. Resultat: die Wurst war gefroren …..
Am übernächsten Morgen brachen wir dann morgens auf, nicht aber ohne Magendruck und unwohlem Gefühl …. mussten wir doch der Berg wieder runter.
Am Abend unserer Ankunft hatte sich noch ein zweites Wohnmobil zu uns gesellt, und dieser Fahrer hatte sogar Probleme, den Berg hochzukommen. Er war übrigens den selben Weg gefahren wie wir … und er fügte hinzu, dass wohl bei pm angeraten wird, die andere Strecke zu benutzen, die sei nicht so anstrengend.
Und diese andere Strecke fuhr der 2. WoMo-Fahrer dann am nächsten Morgen zurück.
Gut, wir hatten nix im Radio gehört, dass einer abgestürzt sei oder so, also fuhren wir auch diesen anderen Weg, nordwärts, … wie gesagt, mit heftigem Magendruck.
Vom Untereggerhof in Richtung Collopietra, Steinegg und dann runter nach Blumau.
15 Terpentinen seien zu bewältigen und 9 % Gefälle wurden angezeigt, und ich wagte mich dann zart im 2. Gang ran. Nach 5 oder 6 Kehren dann stieg und ein sehr unangenehmer Geruch in die Nase … den kenn ich doch, vom Reschenpass her … oh weh.
Und es stank immer mehr und ekliger, und plötzlich sah ich rechts eine Nothaltebucht. Die fuhr ich dann schleunigst mit höchstens 20 km/h an und stieg aus.
Ach du Sch*****e ……. es qualmte wie verrückt aus den Vorderrädern, man konnte gar nicht dranpacken, so heiß waren die Plastikradkappen. Die Bremsen schienen zu glühen.
Auch mein Kopf, mein Gesicht, schien voll zu glühen, die Finger fingen an zu zittern und ich hoffte, dass sich die Reifen nicht entzünden und mir die ganze Kiste abfackelt. Aber weiterfahren und Bremsen abkühlen lassen beim Fahren war auch nicht drin. Durch Pusten und Blasen in die Felgen konnte ich auch nix ausrichten. Meine glühende Phantasie überlagerte alle anderen Gedanken, und der Magendruck wurde durch jede Menge Adrenalin ersetzt … Sch***-Gefühl, kann ich nur sagen.
Zwei Tassen Kaffee und 2 Zigaretten später wagte ich mich dann wieder. Es hatte zwar aufgehört zu qualmen, aber heiß waren diese Dinger da vorne immer noch. Also 1. Gang rein, Warnblinkanlage eingeschaltet und runtergekrabbelt …. selbst hier konnte der 1. Gang die Geschwindigkeit nicht mehr halten, immer wieder musste ich runterbremsen. Diesmal aber etwas anders, jedes Bremsen wurde sehr heftig durchgeführt und das immer fast bis zu Stillstand. Das hat dann funktioniert und unten angekommen konnte ich noch stundenlang dieses Donnern hören … als mir dieser Felsbrocken vom Herzen gefallen war.
Doch dann wieder Gestank …. diesmal aber gaaanz anders. Wir hatten das auch schnell lokalisiert …. das roch nach Sch**** …. ah, die Kassette war ja voll von 2 Tagen stehen …
Glücklicherweise fanden wir kurz vor Brixen neben der Bahn eine Entsorgungsstelle …. weiter möchte ich mich hierzu mal nicht auslassen ….
Aber die Bremsen war endlich wieder kalt …..
Alles in allem … der Stellplatz am Untereggerhof ist wirklich herrlich gelegen, man isst nicht schlecht auf'm Hof, aber eben wegen dieser Strecke werde ich nie wieder dorthin fahren.
Wer's trotzdem wagen will … ich wünsche viel Glück, einen leistungsstarken Motor und noch stärkere Bremsen …….
Nach Kals am Großglockner sollte es danach gehen, über den Staller Sattel. Den hab ich mir mal gleich geschenkt und wir sind durchs Pustertal in Richtung Lienz gefahren.
Dann an der Auffahrt nach Kals der Schreck … das geht ja genauso hoch wie vorher runter …
"Soll'n wir das wirklich machen?" fragte ich meine Holde und wir entschlossen uns, dann doch hochzufahren. "Du kannst ja genauso runterkrabbeln wie das letzte Stück, hat doch geklappt" beruhigte sie mich.
Auch wieder 9 % hoch, aber das waren andere 9 % … Ich schätze, bei der Abfahrt nach Blumau hatten die eine 1 vornedran vergessen ……
Problemlos kamen wir in Kals an, teilweise dann sogar auf ebener Strecke. Doch bis zum Campingplatz hinter Kals, zwischen Großdorf und Burg, gings dann doch noch mal heftig bergauf, allerdings ohne großartige Terpentinens.
Der Campingplatz dort oben ist sehr schön gelegen, nicht sonderlich groß, aber doch weitläufig. Teils Wiese, teils Schotter, sauber, freundlich, und vor allem: die Sanitäranlagen scheinen neu gemacht zu sein. Absolut TOP, sehr sauber (wird aber morgens von 10:00h bis 11:00h geschlossen wegen Reinigung) und der Platz selbst ist durchaus zu empfehlen. Einzig ein kleines Kneipchen oder so fehlt, es sind keine 'Animationen' vorhanden.
Dafür überzeugt aber die Aussicht und die Lage.





Essen gehen? Geht, man muss nur etwa 15 Minuten lag am Bach entlang gehen, tiefer ins Tal hinein, nach Burg. Dort gibt’s eine (recht feine) Hotelanlage mit Restaurant, und dort werden auch Camper bewirtet. Die Preise kann man akzeptieren, und geschmeckt hats wirklich fein.

Drei Tage blieben wir dort (die Übernachtung kostet mit Strom rund 30.- EUR und WLAN war frei), und dann ging das schon wieder los mit dem blöden Magendruck. Mussten wir doch den Berg wieder runter.
Hatte ich doch gedacht, ich könnte bergab fahren … so wusste ich jetzt, wie man RICHTIG bergab fährt. Schon am ersten (starken) Gefälle bis runter nach Kals gings im 1.Gang, und auch später die Terpentinen runter nach Huben wurde der 1. Gang ausgereizt. Und siehe da … nix hat mehr gestunken oder gequalmt …. oder geglüht ...
Doch die nächste Herausforderung sollte schon wieder folgen …. die Felbertauernstraße, der Gerlospass und der Heinzenberg am Zillertal.
Inzwischen war die Felbertauernstraße wieder geöffnet und eine Ersatzstraße freigegeben.
"Kurz aber heftig" hieß es zur Ersatz-Straßenführung, aber es ging eben 'nur' bergauf. Das stellte auch kein Problem dar, nur hatte ich wieder etwas Bammel vor der langen Bergabfahrt. Doch diesmal machte ich es 'richtig' , und ich hatte keine Probleme mit dem Bremsen, als ich unten in Mittersil ankam.
Auch der Gerlospass stellte kein Problem dar, weil nur bergauf, aber der Heinzenberg kurz vor Zell am Ziller … der hatte es dann doch wieder in sich. Da war der 1. Gang wieder Pflicht, und ein landwirtschaftliches Großgerät hinter mir wusste, dass ich öfters mal stark (!) abzubremsen hatte … er hielt einen ordentlichen Abstand, kennt sich halt aus.
Wie hatte ich mir geschworen: Wenn ich heil unten im Zillertal ankomme, sauf' ich einen … und nachdem wir auf dem kleinen süßen Campingplatz in Kaltenbach eingecheckt hatten, na ja, da hab ich halt einen gesauft …. Wir trafen dort noch 'alte' Bekannte, bei denen ich vor zwei Jahren schon mal um Rat gefragt hatte, weil ich doch beabsichtigte, im Jahre 2014 ein Wohnmobil zu kaufen … ein Schnapserl, und noch ein und noch eins …. und schon hatte ich toll Spaß im Kopp ….
Der kleine Campingplatz ist nun nicht gerade toll gelegen, direkt an Bahngleisen der Zillertalbahn und an der Durchgangsstraße, aber schon damals hat die Zillertalbahn keineswegs gestört, der historische Bummelzug durchs Zillertal stelle eher noch eine Attraktion dar und die Hauptstraße ist zumindest nachts nicht sonderlich befahren. Aber wir waren wieder in der Zivilisation, hier war dann wenigstens wieder was los, was in Kals ja eher nicht so war.
23.- EUR hatten wir bezahlt für die Übernachtung, ohne Strom, dafür braucht man zum Duschen 1.-Euro-Stücke, 3 Minuten hat man dafür Zeit, man kann aber die Wasser-Zeit-Phase unterbrechen.
Einkaufen fußläufig (oder besser mit dem Fahrrad) ist möglich (ca. 400 Meter), Tankstelle ist genau gegenüber und ein kleines Glas-Bier-Geschäft mit Futterstube grenzt direkt an den Platz. Ansonsten ist alles an V&E vorhanden.





Und wohin danach? Die eingeplanten 'Reservetage' hatte ich noch nicht verbraucht, und so stellte sich die Frage, wo ich denn meine Sucht nach schöner Landschaft ausleben konnte.
Wir entschlossen uns dann, wieder rüber nach Deutschland zu fahren, nach Flintsbach am Inn. Vielversprechend wurde der kleine Campingplatz an einem kleinen See angepriesen, doch es stellte sich etwas anders heraus.
Der See war da, auch schön war er, doch die Uferseite war durch Dauercamper zugestellt. Und auf der einen Seite des Platzes hörte man die Autobahn (ein Schutzwall ist in Bau) und auf der anderen Seite -nun aber doch etwas störend- die Eisenbahn (Trasse Kufstein-Berlin, schätze ich).
Der Imbiss bzw. die kleine Kneipe am Anfang des Platzes war geschlossen, der neue Pächter hatte nach ein paar Wochen grade wieder hingeschmissen und die nächste Einkaufsmöglichkeit ist 4 km entfernt.
Die Sanitäranlage war zwar sauber, aber alles in allem war der Platz doch ein wenig in die Jahre gekommen, und das Grauwasser kann nur über die Kassette 'von Hand zu Fuß' entsorgt werden.

...so siehts aber nur von der Seeseite aus .... das ist richtig schön ....



Wir standen aber trotzdem nicht schlecht, wenngleich die Aussicht auf die Watzmänner wegen der waldreichen Gegend eher eingeschränkt war. Und die 25.- EUR pro Nacht würde ich als nicht ganz gerechtfertigt empfinden.
Nach zwei Tagen zog es uns dann auch wieder weiter. Ich hatte mir auf der ACSI-Karte einen Campingplatz am Elbsee bei Aitrang ausgesucht, zudem dieser von einem Gast auf dem Platz in Flintsbach als 'richtig schön' angepriesen worden war.
Die Fahrt dorthin war der Knaller. Von Flintsbach westwärts auf der B 472 quer durchs Land, vorbei an Bad Tölz und wundervoller Gegend mit noch schönerer Aussicht.
Eine kleine ausgeschilderte Umleitung / Ausweichstrecke wegen zu geringer Durchfahrtshöhe von Böbing über Schönberg nach Rottenbuch (Straßenname: WM 24) stellte sich als landschaftlich hervorragend heraus, doch am Elbsee angekommen, waren wir wieder im Alltag.
Eingecheckt erkannten wir, dass wir von unserem Stellplatz aus (der CP war recht voll) nur eine Sicht auf das Sanitärhaus und auf Wohnwagen hatten. Der See oder gar die Bergens waren von uns aus nicht zu sehen. Man muss schon bis runter an den See gehen, um Wasser zu sehen … und die Berge scheinen doch schon zu weit weg zu sein.
Dafür ist der Platz, die Sanitäranlagen, die Atmosphäre richtig gut und sauber. Der Preis von rund 30.- EUR mit allem ist durchaus gerechtfertigt.


Auch hier blieben wir (nur) 2 Tage, und wir entschlossen uns, den Heimweg zu teilen.
Statt von hier aus rund 480 km bis nach Hause zu fahren, wollten wir den Weg noch mal unterbrechen … und fuhren den Stellplatz Kammelaue in Ettenbeuren an.
Offizielle Anschrift: Gemeinde Kammeltal, Ortsteil Ettenbeuren, Am Sportplatz 12.
Das war nun wieder ein Volltreffer der positiven Art.




Kleiner, gemütlicher, SEHR sauberer und ruhiger Platz mit allem drum und dran, ein kleines Kneipchen mit kleiner Speisekarte ist da, die Betreiber wohnen am Platz und sind sehr freundlich, und der Preis von 13.- EUR einschl. Dusche und WC (10,50 EUR ohne Dusche/WC, aber mit Strom, der Strom kostet 0,50 EUR die Nacht) war die Sache durchaus wert. Diesen Platz kann ich absolut empfehlen, und ich werde ab jetzt jedes Mal, zumindest auf der Heimfahrt, hier gastieren.
Das Gewitter und der heftige Regen am Abend stimmte uns dann auch genauso auf die Heimfahrt ein. Eine gewisse Trauer stelle sich in mir ein … der Urlaub war rum, und ich hätte doch gerne noch ….
Etwa 15 Minuten nach Abfahrt vom Stellplatz waren wir schon bei Günzburg auf der Autobahn ….und beinahe hätte ich wieder die nahegelegene Abfahrt Richtung Kemtpen genommen ….
Doch nun heißt es erstmal wieder ... warten ... auf die nächste größere Tour.
Doch zwischendurch ergibt sich bestimmt nochmal wieder war 'Kleines' .... ohne die geliebten Watzmänner ....
So long
DeeDee

