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Hallo Forum,
nachdem ich ja relativ neu bin in diesem Klasse Forum, möchte ich pauschal auch ein paar meiner Erfahrungen hier kund tun (habe leider nicht alle Beiträge lesen können): Ich habe mir auf meinen Ducato 15 mit Alko Tiefrahmenfahrwerk, welches ja an sich schon sehr satt auf der Strasse liegt, vorne UND hinten Spurverbreiterungen zugelegt. War am Anfang auch skeptich, ob das ausser der Optik wirklich etwas bringt. Aber nach über 10000 km Fahrt kann ich folgende positive Eigenschaften bestätigen: 1. Weniger Wankneigung (seitlich), was sich vor allem bei Seitenwind und Kurvenneigung deutlich verbessert hat. Seitenwind speziell merke ich jetzt fast gar nicht mehr, WoMo läuft super geradeaus. Auch beim überholen von einem LKW oder Bus gibt es meistens einen kurzen Windstoß, sobald man mit den Fahrerhäusern in etwa gleich auf ist. Auch dabei merke ich fast nichts mehr und kann mal getrost mit einer Hand aus meiner Wasserflasche trinken und mit der andern lenken ohne dass es das ganze Fahrzeug versetzt. 2. Bei Spurrillen auf der Autobahn hatte ich immer das Problem, dass ich mit sehr viel hin und her unterwegs war (Schlingern). Diese Eigenschaft ist auch wesentlich besser geworden, wenn auch nicht ganz verschwunden. Aber bei dem teilweisen Zustand unserer Autobahnen hilft oft gar nix mehr. Was nun die Belastung der Radlager/Achsen betrifft, kann ich nach ca. 10000 km leider noch nichts sagen, werde mich aber wieder melden, wenn sich etwas tut. Über Erfahrungen, Meinungen von eurer Seite wäre ich sehr dankbar. wo hast die gekauft? und was hast dafür hingelegt? ich überleg auch schon lange. Hallo Theo77,
ich habe diese über meinen Händler gekauft. Sie sind aber von Goldschmitt. Bezahlt habe ich pro Achse € 129,- wenn ich mich recht erinnere. für knapp 130 hab ich auch welche im auge gehabt, welche breite hast du genommen? ich hatte da 30 mm gedacht. Ja diese Größe habe ich auch. Ergibt dann 60 mm pro Achse. Hallo,
ich fahr schon 2 Jahre und ca 30000 km Spurverbreiterung von 50 mm, sprich 100 mm pro Achse und kann auch nur positives dazu berichten. Ich hab die nur auf der Vorderachse, hinten hat mein Sprinter Zwillingsreifen.
wo bekommt man die denn? oder sind die nur für den sprinter zugelassen? ich hab bisher immer nur max 60 mm pro achse gefunden. Ich glaube für den Ducato sind auch nur 60 mm zugelassen. Diese 100 mm sind meist nur für das Schmalspurfahrwerk des Sprinters geeignet. Irgendwann erreicht das wohl auch die physikalischen Grenzen. Hallo,
diese 50 mm Platten sind nur für den Sprinter zugelassen. Hergestellt werden die von/bei Goldschmitt. Ich verstehe technisch nicht wieso sich das Verhalten bei Seitenwind verbessern sollte :?: :?:
Die Kuvenlage bzw. Spurrillenverbesserung verstehe ich ja. Bitte um Antwort! Bert stell dich bei ordendlich wind einmal mit geschlossenen füßen und einmal breitbeinig hin, dann merkst du den unterschied. Schnalls trotzdem nicht, denn was solls beim Wind bringen wenn meine Spurbreite um einige cm mehr hat??
Ein strafferes Fahrwerk oder Federn damit der ganze Aufbau nicht so wackelt bringt sicher was. Bei den Spurrillen fährt man mit der Verbreiterung vielleicht nicht mehr genau an den Wölbungen. Bert hatte das gleiche problem, luftfedern und spurverbreiterung brachten keine linderung der seitenwindempfindlichkeit.
erst der einbau eines stabilisators hinten brachte den gewünschten erfolg. gruß peter @ bert
frag mal die frauen, manchmal bringen ein paar cm ne ganze menge. :D mag sein Theo, dann sollte ebenfalls eine gewisse Härte nicht fehlen!
Bert Hallo,
ich meine auch, dass eine Spurverbreiterung in Bezug auf Seitenneigung nix bringen kann, da sich ja der Aufbau in der Federung neigt. Allenfalls gegen Kippen bei starkem Seitenwind wäre eine Verbreiterung der Spur sinnvoll. In welchem Maße eine Verbreiterung von 50 mm (pro Seite) das Kippmoment verbessern könnte, kann ich nur schätzen. Warscheinlich würde das fahrzeug dann wohl eine Windgeschwindigkeit von 1,5 km/h mehr aushalten :-). Aber darüber müßte es doch Messungen geben; oder Berechnungen. Bis ich da nichts genaues weiss, spare ich lieber das Geld für diesen optischen Firlefanz. Oder kennt ein Fachmann hier irgendwelche Messergebnisse? Reiserudi
Korrekt! Wanken bei Seitenwind passiert nur in den Drehpunkten der Radaufhängungen und hängt ab von der Dimensinierung von Federn und Dämpfern und Querstabilisatoren! Eine Spurverbreiterung wirkt in dieser Hinsicht nur als Placebo. Lediglich wenn das Fahrzeug so weit zur Seite kippt, dass ein Rad abhebt, könnte die Verbreiterung etwas bringen. Aber in diesem Bereich fahren Womos normalerweise nicht, oder? An unserem Karmann habe ich an der HA 2 x 30mm Spurverbreiterungen verbaut. Beim Fahren macht sich dies nicht bemerkbar, es dienst lediglich der Optik (Räder wandern weiter nach aussen und verschwinden dadurch nicht so sehr unterm Aufbau).
Alexander
So ist es, alles andere ist Einbildung, außer: bei den Spurrinnen könnte eine Verbesserung eintreten. Bei den original Karmann Alus, ist die Spur gleich mit um 3 cm verbreitert.(steht so bei Goldschmitt) Hallo Waldtroll!
Wenn es nichts bringt, warum gibt es dann überhaupt Breitspur- Fahrgestelle? Nur wegen der Optik baut kein Hersteller diese FG. tschüss ingemaus
Willst Du mich nur provozieren oder was soll das, Breitspurfahrwerke sind nicht die Achsstumpfen verlängert, von der Aufhängung her, sondern auch die Federauflage sitz weiter außen, denke das weißt Du auch Da das Märchen vom besseren (=geringeren) Kippverhalten durch Spurverbreiterungen scheinbar immer noch sehr verbreitet ist und auch einige Werkstätten behaupten, dass das etwas bringt, hier mal eine (vereinfachte) Grafik, die zeigt, was beim Kippen des Fahrzeugs "unten drunter" passiert.
Der blaue Kreis soll die Kippachse darstellen, das rote sind die Federn, der besseren Übersicht wegen als Schraubenfedern dargestellt. Der Rest sollte zu erkennen sein (Achse, Räder, Aufbau). Die 2. Abbildung zeigt das Fahrzeug um 5 Grad gekippt. Die linke Feder wird dabei zusammengedrückt, die rechte entsprechend entlastet. In der 3. Abbildung ist eine Achsverbreiterung dargestellt, wegen der besseren Erkennbarkeit etwas übertrieben. Aber was sieht man ganz deutlich? Der Abstand der Federn zueinander bleibt gleich, weshalb auch der Aufbau um exakt das gleiche Maß kippt, wie in Abb. 2. Das Verbreitern der Spur bringt absolut gar nichts. Wie denn auch? Man könnte die Federn genau so gut direkt an der Straße festschrauben, der Aufbau würde immer noch gleich weit kippen. Die einzige Möglichkeit, das Kippen zu verringern, zeigt Abbildung 4, nämlich die Vergrößerung des Abstands der Federn zueinander, wie es in den angesprochenen Breitspurfahrwerken der Fall ist (natürlich in weitaus geringerem Maß als hier dargestellt). Unter Beibehaltung der Federn würde der Aufbau bei einer Verdoppelung des Abstands genau noch um die Hälfte kippen, in diesem Beispiel um 2,5 Grad. Alternativ könnte man auch härtere Federn nehmen, was aber natürlich am Komfort nagt. Und wer will das schon? Der Vollständigkeit wegen sei gesagt, dass Spurverbreiterungen doch eine klitzekleine Verbesserung bringen, weil ja die Reifen nicht starr sind sondern ebenfalls etwas federn. Allerdings macht das bei einer Spurbreite von 2 m und einer angenommenen "Federrate" von 1 cm pro Reifen gerade mal 0,57 Grad aus. Verbreitert man die Spur jetzt um 10 cm (also 50 mm pro Rad), dann verringert sich das Kippen unter gleichen Voraussetzungen um sage und schreibe 0,03 Grad auf 0,54 Grad. Und das will ernsthaft jemand spüren? Ja nee, is klar, würde Atze Schröder darauf sagen... Manfred Halllo Manfred , hast es zwar schön dargestellt, aber ob sich davon auch die Unbelehrbaren überzeugen lassen, bezweifle ich. Vielleicht täusche ich mich da auch und es wird mancher erkennen, es sieht halt nur besser aus, wenn die Räder aus den Radkästen hervor schauen :D Hallo Waldtroll!
Warum soll ich Dich provozieren wollen?? Sorry, da hast Du etwas verkehrt verstanden! Wie es unter den FG aussieht, mit Normal oder Breitspur-Fahrzeug, weiß ich nicht genau. War nur der Meinung, wenn ich weiter nach außen mit dem Rädern komme, umso breiter ist das FG. Damit wäre insbesondere das Versetzen durch Seitenwind eingeschränkter. Muss dann wohl eine Einbildung nach dem Einbau gewesen sein. Fa Goldschmitt weiß bestimmt näheres, warum die Verbreiterung angeboten und verkauft wird. tschüss ingemaus Hallo,
an der Grafik kann man aber auch sehen, dass das Womo wohl gleichviel wankt, aber auch sicherer gegen umkippen ist. :wink: Und ein Märchen es vieleicht nur solange, bis man eigene Erfahrungen gemacht hat. Mein Sprinter hat durch die Verbreiterung jedenfalls gegenüber vorher ohne "gewonnen". Vieleicht liegt es beim Sprinter ja auch daran, dass die Spurweite bei gleicher Aufbaubreite gegenüber dem Fiat geringer ist. Außerdem ist mir wie beim Rest des Womos auch hier die Optk nicht ganz unwichtig. :) Kauft man sich Alus, auch aus optischen Gründen, erreicht man meist auch eine Spurverbreiterung durch unterschiedliche Einpresstiefen. Man sollte aber auch mal die Stabis mit in die Überlegungen mi einbeziehen. Genau wie bei verbreiterten PKWs wird man wohl mit erhöhten Fahrwerksverschleiß rechnen müssen Hallo ingemaus , dachte wirklich Du wolltest mich auf den Arm nehmen. Natürlich wirbt die Fa. Goldschmitt damit, aber es macht echt keinen Sinn. Ich hatte auf meine LT Winterreifen auf Stahl, bin diese kurz gefahren und hab mir dann auf die Alus von Karmann (ca. 5 mm Spurverbr,)Sommerreifen aufgesteckt und da war kein Unterschied. Da ich die Winterreifen nicht beötigte habe ich diese verkauft. Das einzige was richtig Sinn macht ist, wenn zwischen Vorder und Hinterachse die Spur unterschiedlich ist, damit kann ich besonders im Winter die Fahreigenschaft verbessern, imn dem nicht jedes Rad eine Schneespur andrücken muß Hallo
@theasm: Jo, gut erklärt, die Spurverbreiterung bringt auf unebenen Strassen doch etwas (nur etwas), da sich bei Schlaglöchern das Achssystem um weniger Winkelgrade neigt und den Aufbau auch weniger aufschaukelt. Aber bei statischer Belastung (wie Seitenwind) sollte sich da nichts tun. Da hilft nur ein anderer Stabi. Die Seitenwindkräfte werden ja genauso wie Brems- und Antriebskräfte über die Räder auf die Fahrbahn übertragen. Mit den Spurscheiben ändert man den Lenkrollhalbmesser (der wirksame Hebel für Längskräfte in der Fahrbahnebene) schon massiv und somit auch das Verhältnis zur Nachlaufstrecke (der wirksame Hebel für Seitenkräfte). Die Last durch Längskräfte auf die Spurstangen wird auf alle Fälle größer. Mag sein, dass sich das Fahrverhalten dann bei Seitenwind anders anfühlt. Mir wäre die Belastung auf die Radlager zu groß. , Karsten Der Aufbau wackelt defininitiv nicht weniger, geht rein technisch gar nicht, siehe oben. Dass sich aber das Fahrverhalten ändert, will ich gar nicht bezweifeln, allerdings kann es von der Theorie her eigentlich nur schlechter werden. Denn durch die Spurverbreiterung vergrößert sich der Abstand vom Drehpunkt des Federbeins zur Reifenaufstandsfläche. Das führt u.a. dazu, dass sich die Lenkkräfte (vom Lenkrad auf die Räder) erheblich erhöhen, im Gegenzug die Kraft, die man von außen braucht, um die Lenkung zu beeinflussen, im gleichen Maß abnimmt. Heißt also, dass das Auto z.B. auf Spurrillen empfindlicher reagiert als ohne Verbreiterungen.
Weitere Nachteile siehe z.B. hier: --> Link Manfred Hi,
Auf Deinem Bild: Wenn Typ 2 kurvenaussen durch ein Schlagloch fahrt, wird der Aufbau mehr wackeln als wenn Typ 3 durch das gleiche Schlagloch fährt (geringere Neigewinkel der Achse, damit auch geringer Winkelbeschleunigung und Aufbaureaktion) Sonst gebe ich Dir recht. , Karsten @ Manfred,
der Link sagt doch alles !!! lg Ziggi
Das stimmt natürlich, aber ob man das beim Fahren wirklich merkt? Die Achse kippt bei einer Breite von 2 m und einer Schlaglochtiefe von 10 cm um 2,86 Grad. Mit einer Spurverbreiterung von 50 mm sind das dann "nur noch" 2,73 Grad. Ich gebe zu, ich kann das im Moment nicht berechnen, aber so viel höher kann die Winkelbeschleunigung wegen der 0,13 Grad eigentlich nicht sein, oder? Manfred Hi,
Jo, ist halt minimal. Wie die Aufbaureaktionen darauf sind? Keine Ahnung. Resonanz und so. Durch die größeren Lenkrollhalbmesser an der VA drücken die Längskräfte mehr Spiel aus der Lenkung. Das könnte sich positiv auswirken. Die Spurstangenkräfte werden zum größten Teil von der Servolenkung und der Rest am Lenkrad vom Fahrer aufgenommen. Die Servounterstützung ist stark exponential. Am Lenkrad spürt der Fahrer eher weniger, das das Lenksystem mehr ackern muss. Ohne Servolenkung wären 30 mm pro Seite mehr fast unfahrbar. Ich könnte mir gut vorstellen das die Radlager sehr viel mehr leiden mit der Verbreiterung.
Wenn die Radlast im Normalzustand mittig zwischen den Lagern liegt werden beide gleichmäßig belastet. Wenn die Radlast 50 mm nach außen wandert liegt die Radlast auf das äußere Lager und das innere Lager hat nur noch Führungsaufgaben. Ergo muß das äußere Lager doppelt arbeiten und der Verschleiß wird dementsprechend sein. Dieter Dann müßten doch auch die Breitreifen mehr Schaden als Nützen? - keine Spurverbreiterung gehabt,
- keine Breitreifen gehabt, - keine Alufelgen gehabt, - kein Chiptuning gehabt = glücklich und zufrieden ohne gewesen :D . Auch mit Spurverbreiterung hätte Emma unseren Globebus wohl auf die Seite gelegt :? . :tach: Uli Moin
@migula: Solange man die Einpresstiefe nicht ändert, schaden Breitreifen nichts in Bezug auf die Radlager. Die Spurbreite (Mitte Rad zu Mitte Rad) bleibt ja erhalten, , Karsten
Die breiteren Reifen zunächst mal den Vorteil, dass deren Aufstandsfläche größer ist, was eine höhere Kurvenstabilität bewirkt. Oder anders ausgedrückt: Man kann schneller um die Ecken heizen, weil der Reifen mehr Haftung hat. Im Gegenzug gibt es natürlich auch hier wieder Nachteile, nämlich die größeren Lenkkräfte insbesondere beim Rangieren und dass das Auto Spurrillen stärker nachläuft. Das eigentliche Problem ist aber meistens, dass zusammen mit den breiteren Reifen auch Felgen mit einer geringeren Einpresstiefe montiert werden. Das heißt, dass das Rad insgesamt weiter nach außen kommt, was dann ebenfalls eine Spurverbreiterung mit all ihren Nachteilen bewirkt. Manfred |
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