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Pedelec - Sicherheits- und Handlingerfahrungen?


Gast am 08 Sep 2013 11:47:37

Hi,

ich möchte mit meinem Dad zusammen Pedelecs anschauen. Er hat die 70 schon deutlich hinter sich gelassen, ist aber noch sehr fit und auf dem normalen Rad unterwegs. Ich habe sehr große Erfahrung mit Radkomponenten von Schaltung über Rahmen bis Bremsen und kenne die eklatanten Unterschiede zwischen Billig- und Qualitätsangeboten, da brauche ich wahrscheinlich keine Kaufberatung.

Was mich aber interessiert sind die Sicherheits- und potentiellen Überforderungsaspekte speziell auch für Senioren: Ich bin schon zu zwei Pedelec-Unfällen mit Senioren gekommen, bei denen ich eine gewisse Überforderung als Ursache vermuten würde. Einmal ist ein Mann offensichtlich elektrisch unterstützt deutlich schneller angefahren als gewollt, das andere Mal ist eine Frau in einem Kreisverkehr gestürzt. Vermutlich auch im Schreck getreten statt gebremst.

Welche Erfahrungen habt ihr mit Anfahrhilfe, Bremskontakten, vielleicht ungewohnten Eigenheiten (z.B. harte Lastwechsel beim Bremskontakt)?

Habt ihr mit Front- oder Heckantrieb getestet? Ich hätte mal vermutet dass Frontantrieb spätestens auf Feld- oder Kieswegen nicht mehr so einfach zu fahren ist.

Gibt es Räder mit sonstigen Hilfs- oder Schutzmechanismen, die sinnvoll aber nicht Standard sind?


Danke im voraus :)

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Trollo am 08 Sep 2013 12:18:43

Moin,

Ich kann nur empfehlen, auf gar keinen Fall Vorderradantrieb zu wählen.

Insbesondere bei Schotter und bergauf kann es gefährlich werden.


Michael

wackeldackel am 08 Sep 2013 14:17:17

Hallo,
wir haben uns nach längeren Probefahrten mit Vorder- und Hinterradantrieb für Vorderradantrieb entscheiden. Ich laß mich lieber "ziehen" als "anstupsen".
Wichtig ist, daß man "vorausschauend" fährt und rechtzeitig die Gänge zurückschaltet. Wenn man versucht im 6. Gang auf einem Kies- oder Sandweg anzufahren (was mit einem kräftigen Tritt auf die Pedale kein Problem ist), dreht das angetriebene Rad schon mal durch oder rutscht weg :roll:
Die Anfahrhilfe (bis 6 km/h) ist ideal, wenn man das Rad z.B. eine Rampe hinaufschieben muß.
Wer viel mit einem "normalen" Rad unterwegs ist, wird mit einem Pedelec kein Problem haben, sondern Fahrten gegen den Wind oder mit gelegentlichen Steigungen ohne Kraftanstrengung genießen.

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reisemobil.online.cx am 08 Sep 2013 15:28:32

Hallo,
vielleicht hilft diese Seite weiter --> Link

Michael

Gast am 08 Sep 2013 15:58:30

Vorne, Hinten, Mitte ist nicht so extrem wichtig. Aus Sicherheitsaspekten ist die Tretsensorik wichtiger. Billige Antriebssensorik setzt gerne sehr ruckartig ein, gute sehr sanft.
Gerade bei Nässe am Berg oder bei splittigem Untergrund kann das schon sehr wichtig sein. Ich habe mir alle Antriebsarten in den letzten 6 Monaten einen Tag ausgeliehen und finde schon, dass es hier große Unterschiede gibt. Beim Mittelmotor gefiel mir sehr gut, dass der Schwerpunkt sehr weit unten liegt und sich das Rad wie ein normales Rad verhält.
Beim Akku auf dem Gepäckträger wiederum bemerkt man schon deutlich den weit oben liegenden Schwerpunkt., was in engen Kurven sportlich liegend schon mal unangenehm auffallen kann.

Das Sicherheitsproblem beim Pedelec sehe ich eher in folgenden Punkten:
1) Ruckartiges Anfahren bei einfacher Sensorik kann beim Anfahren oder schlüpfrigen Untergrund zum Sturz führen.
2) Vorderradantrieb bei Nässe am Berg kann zum durchrutschen des Rades führen.
3) Man fährt tendenziell schneller. Und wer sonst schon lange nicht mehr viel Rad gefahren ist, sollte es ruhig angehen lassen und nicht gleich den Sportler raus hängen.

Insgesamt finde ich die Diskussion um Vorne, Mitte, Hinten aber eher überbewertet. Jeder Antrieb ist ein Seegen, sobald man am Berg oder bei Gegenwind fährt. Jeder Antrieb ist beherrschbar. Auf der Ebene und ohne scharfes Kurvenfahren geben und nehmen sie sich alle nichts, am Berg gibt es erkennbare Unterschiede.

Ich für mich und ganz persönlich nur für mich finde den Mittelmotor am besten, weil dieser durch Gangschaltung in jedem Drehzahlbereich ordentlich Drehmoment an den Reifen bringt, während "einfache" Nabenmotoren oft gerade am Berg schwächeln. Dafür reißt der Motor aber auch nicht gerade sanft an Kette und Schaltung, was zu erhöhtem Verschleiß führen dürfte. Aber das ist meine ganz persönliche Bewertung nach 6 Monaten Testfahrten.

Da ich jetzt einmal Bosch und einmal Panasonic Mittelmotor im Einsatz haben, kann die Beurteilungen in vielen Zeitschriften nachempfinden: Der Bosch regelt etwas besser, gerade wenn man gerne mal Schnelltreter ist, wie ich am Berg. Aber der Motor reißt manchmal lautstark an der Schaltung. Der Panasonic regelt bei schnellen Treten nicht so perfekt, ist aber sonst völlig gleichwertig. Beide aber sind wirklich gut und ich rede nur von Nuancen.

Und noch was: Es ist keine Vorschrift und es muss auch nicht wieder eine neue Vorschrift werden: Seid vernünftig und fahrt mit Radhelm. Das ist echte Sicherheit!
Das bisschen falscher Stolz contra einem Schädelbruch steht in keinem Verhältnis.

wolfherm am 08 Sep 2013 16:06:06

Ich würde auch verschiedene Systeme zur Probe fahren. Rein subjektiv habe ich beim Mittelmotor mit Akku oberhalb des Motors das beste Gefühl gehabt. Das gilt aber nur für mich. Jemand anders mag da ganz andere Eindrücke haben. Deshalb hilft nur das Probefahren.

PS: Einen Helm halte ich mittlerweile auch für sehr wichtig. Früher fand ich das "affig". Nachdem aber ein Bekannter ohne Helm bei einem Sturz erhebliche Verletzungen erlitt, die mit Helm wesentlich weniger schlimm gewesen wären, fahre ich auch zum Bäcker mit Helm.

dieter2 am 08 Sep 2013 16:15:44

Wie sieht es mit der Geräuschentwicklung aus beim Nabenmotor gegenüber einen Mittelmotor ?

Dieter

wolfherm am 08 Sep 2013 16:17:35

Keine Ahnung. Darauf habe ich nicht geachtet.

Gast am 08 Sep 2013 16:18:36

dieter2 hat geschrieben:Wie sieht es mit der Geräuschentwicklung aus beim Nabenmotor gegenüber einen Mittelmotor ?
Dieter

Der Bosch und der Panasonic Mittelmotor sind recht ruhig und angenehm aber hörbar, neue Nabenmotoren hört man quasi überhaupt nicht mehr.
Mein ganz altes für Raidyne Damen-E-Pedelec (Nabenmotor 2001, 12V Blei und zwei Bürstenmotoren mit Getriebe) war ein echter Summ Summ Ratter Ratter und nach 15km war die Batterie platt.
Noch was: Ein Pedelec MUSS gute Bremsen haben!

abba am 08 Sep 2013 16:22:11

Ich bin, bevor ich unsere Pedelecs gekauft habe, auch alle Arten von Antrieb länger mal probegefahren und habe mit letztendlich für den Mittelmotor (Panasonic) entschieden. Für mich fährt es sich, auch oder vor allem ohne Motorunterstützung, wie ein ganz normales Fahrrad. Helme finde ich, vor allem auf unbefestigten Wegen, von Vorteil.

bonjourelfie am 08 Sep 2013 17:39:46

Ich glaube, dass jeder, der noch fit mit einem normalen Rad umgehen kann, auch keine Probleme mit dem ebike bekommt, sich aber an jedem Berg über die Unterstützung freut. Auch ich habe mich nach einigen Testfahrten für ein sehr gutes (leider auch sehr teures) Rad mit Mittelmotor von Bosch entschieden. Der Akku unterm Gepäckträger hat mich bis jetzt nicht gestört.

LGElfie

berniebo am 08 Sep 2013 18:12:12

Ich habe schon zwei "normale" Fahrräder zum Pedelec umgebaut. Das eine mit Vorderrad-, das andere mit Hinterradantrieb. Beide haben sich ausgesprochen gutmütig gefahren. Weil ich auf meinen selbstgebauten Rädern aufgrund einer Verletzung Rückenprobleme hatte, fahre ich nun seit diesem Frühjahr ein "professionell" gebautes Pedelec mit Mittelmotor von Bosch.

Antriebstechnisch merke ich hier keine allzu großen Unterschiede. Lediglich die elektrische Unterstützung bei meinem neuen Rad ist schwächer, das es sich um ein Rad mit Nabenschaltung handelt. Die Unterstützung bei Kettenschaltungen ist wesentlich kraftvoller (zumindest ist das mein subjektiver Eindruck). Hier ein Foto meines jetzigen Opa-Rades:


RaiWo am 08 Sep 2013 19:27:45

Guude!
Also wir (je 70 Jahre alt) haben jeder ein Pedelec (Flyer), mit denen wir äußerst zufrieden sind. Eines kann ich nicht nachvollziehen:
Wir fahren genau so schnell wie mit dem normalen Fahrrad. Meistens so um die 20 km/h. Diese Probleme, wie z. B. Die "rasenden" Rentner kann ich nicht nachvollziehen, bzw. habe ich sie noch nicht erlebt. Das Pedelec mit Mittelmotor fährt sich einfach wie ein "normales" Fahrrad.
CU
Vutschko

Gast am 08 Sep 2013 21:21:56

Ok, vielen Dank für die vielen Inputs.

Ich denke, wir gehen mal Probefahren... wobei die erste Tendenz auf Mittelmotor liegen würde.

Viele ,

Udo

Hendy07 am 09 Sep 2013 07:42:30

wir haben die Bulls Greenmover mit Heckantrieb, bin aber auch schon das Hercules Robert mit Bosch Mittelmotor einen Tag lang gefahren.
Kommt immer auf den Verwendungszweck an, ich finde Bulls ist eher für Flussradeln/lange Strecke, das Robert eher für bergige Strecke geeignet - aber muss jeder selbst ausprobieren.
Ich halte aber auch andere Dinge für wichtig:
- Akku leicht abnehmbar zum Laden/Transport
- Schiebehilfe z.B. an Treppenaufgängen
- Gewicht
- Bedienungseinheit während der Fahrt leicht bedienbar
- wie lange Ladezeit
- neuere haben bereits 1 USB Ladefunktion z.B. fürs Navi/Smartphone
- Ketten- oder Nabenschaltung
u.v.a.
:fahrrad2:

Hendy07

matthiast4 am 09 Sep 2013 07:55:35

Ein BionX Nabenmotor ist absolut unhörbar und bietet IMMER genügend Unterstützung.
Die Unterstützung ist in 5 Stufen einstellbar und außerdem über die Schaltung beeinflußbar, denn die Unterstützung bemißt sich nach der Kraft am Hinterrad, wobei ich nicht weiß, wie es durch die Unterstützung beim Anfahren zu einem Unfall kommen soll. Wer das nicht hinkriegt (ich rede vom BionX) sollte wohl nicht mehr aufs Rad. Mag sein das das bei anderen Systemen ruckartiger passiert, aber sowas würde ich dann eben für einen alten Menschen vermeiden.

reisemobil.online.cx am 09 Sep 2013 08:06:00

Hendy07 hat geschrieben: 1 USB Ladefunktion z.B. fürs Navi/Smartphone

Hallo Hendy07,
eigentlich eine Kleinigkeit, auf welche man bei der Auswahl des Rades nicht achtet. Aber ich möchte diese Funktion nicht mehr missen. Gerade wenn man mit dem Reisemobil an wechselnden Orten viel Unterwegs ist. Im Internet findet man sehr viele GPS-Tracks für schöne Radtouren, dadurch kann man eigentlich ohne Karten zu studieren und große Vorbereitungen von jedem Ort sofort losfahren, wenn man sich den Track auf das Smartphone oder Fahrradnavi geladen hat. Da das GPS und das ständig eingeschaltete Display aber viel Strom braucht, ist diese USB-Ladefunktion wirklich genial.

Michael

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