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Tropfsteinhöhle unter der T-Haube


palstek am 20 Okt 2013 23:19:39

Hallo allerseits,

heute gab's eine unangenehme Überraschung bei unserem TI (Roller Team Granduca, siehe Profil). Wir standen 6 Tage im Kleinwalsertal, tagsüber meist sonnig, nachts knapp über und unter Null. Morgens war etwas Kondenswasser an den Aufbauscheiben, aber nicht an den Fahrerhausscheiben, dank Außenisolierung.

Heute morgen sind wir abgefahren. Gleich nach dem Camping ging es steil bergab. Bei der ersten Bremsung lief uns Wasser auf den Kopf. Es kam aus der Verkleidung der T-Haube im Bereich des Fahrerhauses.

Also flugs den nächsten Parkplatz angesteuert und die Verkleidung abgenommen. Die einschalige T-Haube war von unten die reinste Tropfsteinhöhle. Großflächig hingen Tropfen dran, viele sind der Schwerkraft folgend auf der Oberseite der Decke gelandet. Auch an den äußeren Kanten der T-Haube, im Bereich der Fender, hingen Tropfen. Aufgrund der Verteilung kann ein normaler Wassereinbruch ausgeschlossen werden, es kann nur Kondenswasser sein.

Das Holz der Decke selbst war trocken und ohne sichtbare Wasserschäden. Auf der Oberseite der Decke, also der Seite, die zur T-Haube hin zeigt, ist so eine Art dünne Hartfaserplatte, auf der sich die Tropfen sammelten.

Wir haben versucht, die Haube und die Decke trocken zu wischen, was aber nur teilweise gelang, da der Zwischenraum ziemlich schmal ist (max. 5 cm hoch). Auch jetzt, nach 600 km Fahrt, hängen hinten immer noch Tropfen. Ich lasse jetzt alles austrocknen.

Nun die große Frage: Was tun? Wir sind zwar keine Wintercamper, aber Frühjahr- und Herbstcamper, wo es schon mal kalt werden kann. Der Vorbesitzer war allerdings Wintercamper - wenn dieses Problem häufiger aufgetreten wäre, müsste es schon Feuchtigkeitsschäden gegeben haben, es sind aber keine sichtbar oder messbar. Vielleicht haben wir nur ausgewöhnlich viel Feuchtigkeit erzeugt - beim Kochen, meine ich!

Isolieren der Haube von innen scheint mir kaum möglich. Nur der Teil rund um die Verkleidung ist gut zugänglich, an den Teil oberhalb der Decke kommt man kaum ran, ebenso an den Bereich bei den Fendern und beim Anschluss an die Windschutzscheibe. Erschwerend kommt hinzu, dass die Haube elend lang ist, nämlich so ca. 2,5 Meter. Auch das erste Dachfenster liegt innerhalb der T-Haube, der Abstand zwischen Haube und Decke liegt in diesem Bereich zwischen 0 und 1 cm. Eine vollständige Isolierung mit Armaflex o.ä. scheidet daher wohl aus.

Nach meinen laienhaften Grundkenntnissen in Bauphysik müsste man den Zwischenraum zwischen Decke und Haube luftdicht gegenüber dem Innenraum abdichten, damit keine warme Luft aus dem Innenraum in diesen kalten Bereich eindringen und dort kondensieren kann, aber auch dies scheint mir nicht praktikabel.

Kennt jemand das Problem und vielleicht sogar eine Lösung?


Frank


Hier noch ein paar Fotos...

Die geöffnete Verkleidung der T-Haube. Am unteren Rand (auf der Seite der Windschutzscheibe) tropfte das Wasser.


Die Decke des Aufbaus, oben die T-Haube.


Zwischenraum zwischen Decke und Haube. Die Leiste hinten ist der Rahmen vom Heki. Die dunklen Stellen unten sind die Wassertropfen.


Hier eine Detailvergrößerung aus obigen Foto.


Anderer Blick auf den Zwischenraum, der die beengten Raumverhältnisse verdeutlicht.

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Tipsel am 20 Okt 2013 23:23:11

Das ist ja wirklich ne Tropfsteinhöhle.

Ich hab grad keine Ahnung, was eine T-Haube ist. Aber als bei uns im Ti von oben Wasser kam, wars kein Schwitzwasser.

palstek am 20 Okt 2013 23:33:27

T-Haube = Hutze = die Haube, die bei einem Teilintegrierten das Fahrerhaus mit dem Aufbau verbindet.

Da die Tropfen gleichmäßig und großflächig verteilt waren, sogar an räumlich getrennten Flächen und Wasser nicht bergauf fließt, kann es kein Wassereinbruch sein. Wie man am dritten Foto sieht, ist das Wasser nicht auf der Decke geflossen, sondern ist von oben getropft.

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Tipsel am 20 Okt 2013 23:39:17

Danke.
Diese Hutze haben wir auch. Aber Schwitzwasser nicht. Unser Wasser lief direkt auf die Deckenverkleidung.

felix52 am 20 Okt 2013 23:46:51

Frank,
ich würde das nicht austrocknen lassen, sondern direkt abwischen und nen Heizlüfter zum Abtrocknen einsetzten. Ein altes Übel mag das nicht sein, da
die Wassertropfen noch "Perlen" und nicht eingezogen sind. Danach vielleicht mal mit nem Wasserstrahl von außen besprühen, um fest zu stellen, ob dort Undichtigkeit besteht.
Ich gehe allerdings trotz der Wassermenge eher von Schwitzwasser aus. Dein Womo scheint sehr dicht zu sein, wenn durch den vorgeschlagenen Wasserstrahl keine Nässe eindringt. Aber dann würde ich an der T-Haube entlüften oder heizen und entlüften.

Felix52

Nille am 21 Okt 2013 08:09:42

Ist die Haube wirklich nicht isoliert und von innen blankes GFK? Dann hilft nur innen alles auszubauen und nachträglich zu isolieren.

ollybär am 21 Okt 2013 08:33:59

Hier kamen nach meiner Auffassung zwei Dinge zusammen, die das Kondenswasser begünstigt haben. Erstens extreme Luftfeuchtigkeit, zu erkennen an den angelaufenen Aufbauscheiben. Die Scheiben laufen nur an, wenn es sehr feucht im Fahrzeug bei gleichzeitig unzureichender Lüftung ist.
Das zweite ist die Aussenisolierung der Frontscheiben. Diese sammeln normalerweise(wenn auf eine Isolierung verzichtet wird)einen Grossteil des Kondenswassers ohne dass weiterer Schaden entsteht. Bei isolierten Scheiben sucht sich die Feuchtigkeit andere Stellen zum Kondensieren, ein bekanntes Übel.

Eine Isolierung der Haube ist sicher problematisch. So wie es jetzt ist, ist genug Zwischenraum um abtrocknen zu können. Bei einer Isolierung schafft man möglicherweise Hohlräume ohne Möglichkeit zum Luftaustausch was ein grösseres übel wäre.
Mein Fazit: Baulich garnichts machen (ausser eventuell zusätzliche Lüftungsmöglichkeit für den Zwischenraum schaffen um ein Abtrocknen zu begünstigen), zukünftig mehr lüften und die Frontscheiben nicht mehr isolieren.

schaetzelein am 21 Okt 2013 08:46:03

palstek hat geschrieben:
Auch das erste Dachfenster liegt innerhalb der T-Haube, der Abstand zwischen Haube und Decke liegt in diesem Bereich zwischen 0 und 1 cm.


nur mal so als Denkanstoß, da wir gerade ne undichte Dachhaube hatten. Kann das Wasser daher nicht kommen ? Bei uns lief auch anständig Wasser rein, ca. 1/4 l pro Regenguss.
Fenster neu eingedichtet und gut wars.

macagi am 21 Okt 2013 09:11:52

Kann man da mit Bauschaum ausschäumen?

gespeert am 21 Okt 2013 09:54:09

macagi hat geschrieben:Kann man da mit Bauschaum ausschäumen?


Und damit den Schaden verschlimmern!!!!!!
Ne, Du mußt da ne Lüftung organisieren.
Evtl. nen Schlauch bauen, den Du an der Lüftung anschließen und reinblasen lassen kannst (Heizung Aufbau). Am Besten abnehmbar.

Klar könnte man einige Löcher reinschneiden (von unten). Frag mal beim Hersteller nach, ob es eine Lösung bereits gibt.
Wenn ja, wie sieht die aus (zusätzliche Lüftung, Hutzen usw.)

palstek am 21 Okt 2013 10:44:28

Ät Ollybär:
Die Aufbauscheiben waren nur morgens beschlagen, wenn die Verdunkelungsrollos unten waren, sonst war die Luftfeuchtigkeit unter trockenen 40%. Allerdings mussten wir mal etwas länger weichkochen, weil der Hund kränkelte, dabei stiegen die Werte auf 70%. Ich nehme aber auch an, dass die Isolierung der Fahrerhausscheiben mit dafür verantwortlich war. Die Vorbesitzer hatten nur Innenmatten und haben 4 Jahre lang auch im Winter gecampt, ohne dass die Decke weggegammelt ist.

Ät Nille:
Ja, blankes GFK. Beim nächsten Womo bin ich schlauer... An einen Ausbau und Isolierung dachte ich spontan auch, aber bei der Größe der Haube und den sonstigen baulichen Gegebenheiten denke ich, dass dies zu teuer wird.

Ich habe noch einige Ideen gewälzt, wie und wo ich mit Armaflex isolieren könnte, aber das wären auch nur Insellösungen, bei denen viele Stellen frei bleiben würden, an denen sich dann wieder Wasser sammelt - also auch nix Gescheites.

Lüften und evtl. Heizen klingt gut. Da das Womo max. zwei Wochen im Jahr unter derartigen Bedingungen genutzt wird, scheint mir das die vernünftigste Alternative zu sein. Unterstützend könnten auch diese Trocknungskissen sein, die man wieder auf der Heizung regenerieren kann (so etwas, zum Beispiel: --> Link).


Frank

macagi am 21 Okt 2013 10:50:21

gespeert hat geschrieben:
macagi hat geschrieben:Kann man da mit Bauschaum ausschäumen?


Und damit den Schaden verschlimmern!!!!!!


Natürlich nicht. Zuerst trocknen, dann isolieren.
Es muss ja nur verhindert werden dass die Haube der kälteste Teil des Womos ist - genau dort bildet sich das meiste Schwitzwasser. Wenn die Haube etwas isoliert wäre ginge das Schwitzwasser ja wo anders hin. Theoretisch könnte man auch aussen isolieren, so wie bei der Frontscheibe. Man kommt aber viel schlechter dran.

Rumbuddel am 24 Okt 2013 22:48:29

Unglaublich dass da nichts isoliert ist ...
Ich weiß ja nicht, wie gut man da ran kommt, aber ich würde versuchen die Haube von innen komplett mit zB. xtreme Isolator zu verkleben. Dann ist Ruhe. Lüften hilft da gar nicht. Da schicke ich ja nur die Luftfeuchte zum Kondensieren in die Haube ... generell mehr lüften, ok, ist im Winter aber heizungstechnisch auch kontraproduktiv. Dass ist ja wie an den Scheiben im Fahrerhaus.

Man lernt echt nie aus ...

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