heute gab's eine unangenehme Überraschung bei unserem TI (Roller Team Granduca, siehe Profil). Wir standen 6 Tage im Kleinwalsertal, tagsüber meist sonnig, nachts knapp über und unter Null. Morgens war etwas Kondenswasser an den Aufbauscheiben, aber nicht an den Fahrerhausscheiben, dank Außenisolierung.
Heute morgen sind wir abgefahren. Gleich nach dem Camping ging es steil bergab. Bei der ersten Bremsung lief uns Wasser auf den Kopf. Es kam aus der Verkleidung der T-Haube im Bereich des Fahrerhauses.
Also flugs den nächsten Parkplatz angesteuert und die Verkleidung abgenommen. Die einschalige T-Haube war von unten die reinste Tropfsteinhöhle. Großflächig hingen Tropfen dran, viele sind der Schwerkraft folgend auf der Oberseite der Decke gelandet. Auch an den äußeren Kanten der T-Haube, im Bereich der Fender, hingen Tropfen. Aufgrund der Verteilung kann ein normaler Wassereinbruch ausgeschlossen werden, es kann nur Kondenswasser sein.
Das Holz der Decke selbst war trocken und ohne sichtbare Wasserschäden. Auf der Oberseite der Decke, also der Seite, die zur T-Haube hin zeigt, ist so eine Art dünne Hartfaserplatte, auf der sich die Tropfen sammelten.
Wir haben versucht, die Haube und die Decke trocken zu wischen, was aber nur teilweise gelang, da der Zwischenraum ziemlich schmal ist (max. 5 cm hoch). Auch jetzt, nach 600 km Fahrt, hängen hinten immer noch Tropfen. Ich lasse jetzt alles austrocknen.
Nun die große Frage: Was tun? Wir sind zwar keine Wintercamper, aber Frühjahr- und Herbstcamper, wo es schon mal kalt werden kann. Der Vorbesitzer war allerdings Wintercamper - wenn dieses Problem häufiger aufgetreten wäre, müsste es schon Feuchtigkeitsschäden gegeben haben, es sind aber keine sichtbar oder messbar. Vielleicht haben wir nur ausgewöhnlich viel Feuchtigkeit erzeugt - beim Kochen, meine ich!
Isolieren der Haube von innen scheint mir kaum möglich. Nur der Teil rund um die Verkleidung ist gut zugänglich, an den Teil oberhalb der Decke kommt man kaum ran, ebenso an den Bereich bei den Fendern und beim Anschluss an die Windschutzscheibe. Erschwerend kommt hinzu, dass die Haube elend lang ist, nämlich so ca. 2,5 Meter. Auch das erste Dachfenster liegt innerhalb der T-Haube, der Abstand zwischen Haube und Decke liegt in diesem Bereich zwischen 0 und 1 cm. Eine vollständige Isolierung mit Armaflex o.ä. scheidet daher wohl aus.
Nach meinen laienhaften Grundkenntnissen in Bauphysik müsste man den Zwischenraum zwischen Decke und Haube luftdicht gegenüber dem Innenraum abdichten, damit keine warme Luft aus dem Innenraum in diesen kalten Bereich eindringen und dort kondensieren kann, aber auch dies scheint mir nicht praktikabel.
Kennt jemand das Problem und vielleicht sogar eine Lösung?
Frank
Hier noch ein paar Fotos...
Die geöffnete Verkleidung der T-Haube. Am unteren Rand (auf der Seite der Windschutzscheibe) tropfte das Wasser.

Die Decke des Aufbaus, oben die T-Haube.

Zwischenraum zwischen Decke und Haube. Die Leiste hinten ist der Rahmen vom Heki. Die dunklen Stellen unten sind die Wassertropfen.

Hier eine Detailvergrößerung aus obigen Foto.

Anderer Blick auf den Zwischenraum, der die beengten Raumverhältnisse verdeutlicht.


