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Sonne im November? Eine Reise mit unbekanntem Ziel


bonjourelfie am 04 Jan 2014 21:18:01

Ende Oktober 2013

Die letzten schönen Oktobertage haben wir mit Gartenarbeit verbracht. Mit Grauen denken wir an den kommenden November, an düstere Nebeltage, die hier bei uns zahlreich sind, an Regen und Kälte. Sehnsüchtig denken wir an den Süden, an Sonne und Wärme. Wir schauen uns an, es braucht keine Worte, wir haben Zeit, ein winterfestes Wohnmobil...so what.


5.November

Das Womo ist gepackt und abfahrbereit. Das Ziel ist noch unbekannt, nur dass es in den Süden geht, steht fest. Eigentlich sollte die Saison für uns schon zu Ende sein, wir haben zwei große und einige kleine Reisen gemacht, unser Bedarf an Besichtigungen ist gedeckt. Dieses Mal wollen wir einfach nur noch ein wenig in der Sonne chillen, wie es auf Neudeutsch heißt. Wir haben keinerlei Reiseliteratur mitgenommen, wollen uns einfach nur treiben lassen. Rechtzeitig vor Weihnachten wollen wir zurück sein.
Zunächst geht es auf die A7 Richtung Süden. Die erste Entscheidung soll beim Kreuz Elchingen/Ulm fallen, geradeaus Richtung Schweiz/Italien oder nach rechts Richtung Frankreich? Zunächst mal geradeaus. Bis Memmingen können wir noch nachdenken und dann wissen wir, wir wollen durch die Schweiz nach Südfrankreich fahren. Schnell erreichen wir die Grenze, zahlen problemlos unsere Schwerlastabgabe und rauschen auf der Schweizer A1 über Zürich, Bern, Genf bis nach Frankreich hinein. Am Abend erreichen wir den Stellplatz in Le Bourget-du- Lac in der Nähe von Aix-les-Bains.

641 km gefahren
N 45.69463
O 5.89683
Winterpreis 5,90€


6.November

In der Nacht hat es viel geregnet, wie schon gestern während der Fahrt. Die Berge sind wolkenverhangen, aber es ist schon sehr mild. Da wir gestern fast nur Autobahn gefahren sind, lassen wir es heute ruhiger angehen.




Durch den Naturpark Chartreuse kommen wir ins Tal der Isère.So ein richtiges Ziel für den heutigen Tag haben wir eigentlich noch nicht, so ist das eben, wenn man einfach drauf los fährt. Aber irgendwann gegen Mittag sehe ich in der Karte den Ort Pont-en-Royans, mit einigen Sternchen versehen, da muss also etwas Interessantes sein, und er liegt nur einige Kilometer abseits unserer Straße. Eine sehr schmale Straße führt ins Gebirge, Baustellen und ein einspuriger Tunnel machen es nicht leichter. Ich habe einen guten Riecher. Der Ort liegt am Fluss Bourne, der sich an dieser Stelle canyonartig eingeschnitten hat. Er hat gerade Hochwasser, die untere Promenade und etliche Bäume und Picknickbänke stehen unter Wasser.





Aber das ist nicht weiter schlimm, das Dorf liegt hoch genug über dem Fluss. Die Häuser stehen sicher auf Felsen direkt über dem tosenden Wasser, beeindruckend.








Irgendwie haben wir heute keine Lust mehr, noch sehr weit zu fahren. 10km weiter, in Saint-Jean-en-Royans, finden wir einen sehr ruhigen Stellplatz, gratis, aber mit Ver-und Entsorgung, toll. Am Nachmittag noch ein Bummel ins Örtchen, klein, aber mit vier Boulangerien, also Brot gibt es genug. Das Wetter passt auch wieder, die Sonne traut sich sogar noch heraus und bei 16 Grad lässt es sich gut aushalten.



127km
N 45.02033
O 5.29021
0,00€


7.November

Ich öffne das Fenster, über uns ist strahlend blauer Himmel. Leider stehen wir im Tal und müssen noch auf die Sonne warten, sonst hätten wir wohl draußen frühstücken können. Die Berge locken uns und so fahren wir auf einer abenteuerlich schmalen und steilen Straße bis zu einem Aussichtspunkt 500m über dem Städtchen.







Uns zu Füßen breitet sich sich Landschaft Royans aus. Früher war hier viel Holzwirtschaft, über kleinere Flüsse, die Isère und die Rhone wurde das Holz bis zum Mittelmeer geflößt. Heute dehnen sich hier große Walnussplantagen aus und es gibt vorzügliches Walnussöl.



Eine Schafherde bremst uns beim Abwärtsfahren ab.




Heute wollen wir noch bis Vaison la Romaine, sind zwar nur 150km, aber die Fahrt zieht sich endlos. Mittags machen wir eine Pause in Montélier, besichtigen die große Kirche,







die aber, wie sich herausstellt, nur ein Nachbau aus dem 19.Jhdt. ist.



Und ein bisschen Kunst darf auch sein.
Dank Koordinaten einer französischen Stellplatz-App finden wir den Platz in Vaison sofort und können noch am Nachmittag einen kleinen Stadtrundgang machen.
Bei der Rückkehr erwartet uns...



ein Kuschelcamper. Ich schwöre, wir waren zuerst da!

163km
N 44.24648
O 5.07412
7,50€


Fortsetzung folgt...

Anzeige vom Forum

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kurt2 am 05 Jan 2014 12:49:08

Hallo,
danke für den schönen Bericht und die schönen Bilder.
Bin schon auf die Fortsetzung gespannt.

heidchen am 05 Jan 2014 12:57:01

Oh, Elfie, danke für diesen schönen Reisebericht, wollen wir doch dieses Jahr auch im November in diese Gegend. :ja:
Freue mich ebenfalls auf die Fortsetzung.

Anzeige vom Forum


ahd250 am 05 Jan 2014 13:08:19

bonjourelfie hat geschrieben:Wir schauen uns an, es braucht keine Worte, wir haben Zeit, ein winterfestes Wohnmobil...so what.


Ach, wie freue ich mich auf die Rente, aber ich muß noch 10-15 Jahre durch die Tretmühle. :cry:
Danke für den Bericht. Einfach so drauf losfahren machen wir auch am liebsten.

Anne42 am 05 Jan 2014 13:33:01

Bin auch schon sehr gespannt auf die Fortsetzung.

womokater am 05 Jan 2014 14:19:51

Hallo Elfie, unser Mittagessen musste warten. :D
Danke für den schön bebilderten Reisebericht. Bin auf die Fortsetzung gespannt.

bonjourelfie am 05 Jan 2014 21:04:59

8.November

Gestern haben wir Prospekte aus dem Touristbüro mitgenommen. Die römischen Ausgrabungen interessieren uns, u.a. ein antikes Theater, welches aber in den 30er Jahren rücksichtslos neu aufgebaut wurde. Dank audioguide und Museum bekommt man jedoch einen guten Eindruck, wie die alten Römer in Gallien gebaut und gelebt haben.







Nach einer leckeren Pizza und einem Mittagsschläfchen im Womo gehen wir noch einmal los, wir wollen noch die römische Brücke über den Fluss Ouvèze anschauen. Diese Brücke hat schon viele Hochwasser ausgehalten, selbst das große in den 90ern, da konnten die neueren Brücken nicht standhalten.



Auf der anderen Seite des Flusses zieht sich die mittelalterliche Altstadt hoch bis zum Kastell, welches aber nicht zu besichtigen ist. Da es inzwischen dunkel ist, tasten wir uns durch die ziegelsteingepflasterten engen Gassen zurück. Am Abend beginnt es wieder zu regnen, sogar ein kurzes Gewitter.

0 km



9.November

Irgendwie zieht es uns ja doch immer wieder ans Meer, zumal heute die Sonne scheint. Pflaster haben wir jetzt genug getreten.
Über Avignon, -Erinnerung an unsere Bootsfahrt 2009-, und Nîmes mit seinen gefühlt tausend Kreisverkehren, -hier nehmen wir das nächste Mal sicher die Autobahn-, fahren wir nach Palavas-les-Flots, wo wir schon einmal auf dem Stellplatz einer Marina standen. Doch leider ist der Platz complét, haben wir zu dieser Jahreszeit nicht erwartet. Einige Kilometer weiter, in Villeneuve-les-Marguelone, ergattern wir den letzten Stellplatz. Auch diesen Ort kennen wir sehr gut, hier lagen wir zwei Wochen im Canal-du-Rhône-à-Sête



Der Stellplatz am Ende der Woche



Hier eine Aufnahme von 2009, von unserer Bonjour (links unten) gemacht


Da das Wetter inzwischen so schön ist, kommen die Räder raus und wir drehen noch eine kleine Runde...endlich. Es ist warm, so um die 20°C, und der Wind ist mäßig. So kann es bleiben.

158 km gefahren
N 43.52937
O 3.86669
Stellplatz 9€ incl. Strom (Winterpreis)



Sonntag, 10.November

Heute lassen wir es ruhig angehen, morgens einkaufen, ist ja in Frankreich kein Problem. Die Sonne macht sich etwas rar und es ist recht windig. Bis zum Strand sind es etwa 3km, die wir heute zu Fuß gehen. Ein schöner Weg.
Zunächst an einem kleinen Kanal entlang,



bis zum Étang, wo wir die ersten Flamingos begrüßen.



Über eine bewegliche Passerelle (Fussgängerbrücke), die nur bis 17.00 Uhr geöffnet ist



geht es weiter, vorbei an der alten romanischen Kirche aus dem 12.Jhdt,


bis wir endlich am Strand sind.



Wir laufen noch ein Stück, müssen aber bald zurück, weil die Brücke sonst schließt (genauer gesagt öffnet, und übers Wasser können wir nicht gehen).





0 km



11.-13. November

Es gefällt uns in Marguelone. Und jetzt wissen wir auch, warum es so voll ist, der 11.11. ist Nationalfeiertag und wird natürlich entsprechend genutzt. Auf der Promenade in Palavas-les-Flots war mit den Rädern kein Durchkommen, die Restaurants waren voll und auch am Strand waren trotz starken Mistrals viele Leute. Auf der Rückfahrt hat es uns fast von den Rädern geweht. Aber die Sonne...wir haben sie gefunden, und damit hat sich die Reise auf jeden Fall schon gelohnt.

Der Hafen von Palavas-les-Flot



mit seiner kleinen Seilbahn


seinem Seglerhafen


und seinem Fischerdenkmal am Strand



Ein weiterer Radausflug führt uns nach Montpellier, die Hauptstadt dìeser Region mit ca 250 000 Einwohnern. Wir waren schon einmal hier, ich mag diese Stadt, sìe wirkt so modern und dynamisch, trotz der wunderschönen Altstadt. Das liegt wohl auch an der Universität mit ihren 60 000 Studenten. In den 80er Jahren wurde ein ganz neuer Stadtteil gebaut, Antigone, eine konsequent symmetrische Anlage mit Säulen, Friesen, Giebeln, die an die Architektur antiker Tempel erinnert.












Die Hauptachse soll wohl an die Champs-Elysées erinnern, Restaurants und Geschäfte reihen sich aneinander. Bis zum kleinen Fluss Lez zieht sich das Viertel hinunter, gekrönt vom verglasten Triumphbogen des Regionalparlamentes, typisch französisch.
Bei der Hinfahrt hatten wir eine Reifenpanne, die uns einige Zeit gekostet hat (aber selbstverständlich hatten wir Flickzeug dabei). So blieb nur noch Zeit für den Place de la Comédie, ein großartiger, weitläufiger Platz, wo man einfach nur im Café sitzen mag und schauen.
Die prachtvolle Opéra,



wunderschöne Paläste,





jede Menge Straßenkünstler, hier pulsiert das Leben. Und ich war sicherlich nicht das letzte Mal hier.



(genug für heute)

Anne42 am 05 Jan 2014 22:06:57

wie schön ist es mit euch zu reisen, danke!!

Julia10 am 05 Jan 2014 22:52:57

Herrliche Eindrücke :!: Vielen Dank für "mitreisen".
Julia

hoisbert am 12 Jan 2014 19:18:51

Sehr schöner Bericht.
Freue mich schon auf die Fortsetzung.

bonjourelfie am 13 Jan 2014 20:52:16

14. November

Das Wetter hat umgeschlagen. Bereits gestern hat der Wind stark aufgefrischt und die Sonne war kaum noch zu sehen, Zeit zum Aufbruch. Gestern habe ich von der Gorge de l'Herault gelesen, zufällig, ihr wisst ja, wir sind dieses Mal ohne Reiseführer unterwegs. So lassen wir uns vom Navi erst einmal zur Pont du Diable, der tausendjährigen Teufelsbrücke, leiten.



Dies ist im Sommer ein äußerst beliebter Badeplatz, jetzt sind wir fast allein hier. Ab hier hat sich der Fluss Herault tief ins Gestein eingegraben.





Einige Kilometer weiter kommen wir nach Saint- Guilhem-le- Desert, ein Klosterdorf, das sich in ein Seitental hineinzieht. Leider ist alles so eng, dass wir keinen Parkplatz finden und verbotenerweise an einem Wendeplatz halten. In der Saison gibt es ab Teufelsbrücke einen Busshuttle, den man tunlichst benutzen sollte.
Durch diese Gassen pilgern wohl im Sommer die Touristenmassen,






bis hinauf zur romanischen Abbaye.--> Link



Das Dorf liegt am Jakobsweg,



der wohl über diese Höhen weiter führt.



Wir fahren weiter talaufwärts,



vorbei an kleinen Kirchen, hier Saint Étienne d'Issensac



und kommen irgendwann nach vielen Kurven oben auf die Hochfläche. Vor Einbruch der Dunkelheit lassen wir uns auf einem noch geöffneten Campingplatz nieder, wo wir die Nacht ruhig und ganz allein verbringen.



101 km gefahren
CP in Montoulieu, 10,50€


15.November

Nur 4°C waren es in der Nacht. Es ist schön hier, aber keine Sonne und kalt. Also weiter.
Durch das beeindruckende Tal der Vis



kurbeln wir immer aufwärts



zum nächsten highlight, die Cirque de Navacelles --> Link. Der Fluss hat sich wie mit einem gewaltigen Bohrer in das Karstgestein gefräst. Vom Aussichtspunkt aus sieht man 300m unter sich das kleine Dorf, rundherum von Felswänden umgeben.



Obwohl wir wir nur 600m hoch sind, ist es saukalt, nur noch 5° und windig. Die erhoffte Wanderung in diesem Gebiet



muss leider ausfallen, denn … schaut selbst.



Wir fahren weiter, raus aus dem Gebirge, Richtung Béziers, zu einem privaten Stellpatz eines deutschen Paares, ein Forumskollege namens „inzman“, wo wir sehr herzlich mit einem Krug Rotwein empfangen werden. In der Ferne sehen wir die Berge der Cevennen, tatsächlich schon schneebedeckt, und hier unten fängt es an zu regnen. Mal sehen, wie lange unser Gasvorrat reicht, denn davon hängt auch die Länge der Reise ab.

136km gefahren
Stellplatz 6,00€
--> Link

...bald geht’s weiter

bonjourelfie am 17 Jan 2014 19:51:32

16.November

Gerne würden wir bleiben, aber das Wetter ist gar zu ungemütlich. Wir fahren Richtung Beziers,



aber selbst ein Stadtbummel kann uns heute nicht locken. Wenigstens die Schleusentreppe von Fonseranes am Canal-du-Midi wollen wir uns noch anschauen.





Alle Tore sind geöffnet, um Reparaturarbeiten zu machen. Im Sommer ist es spannend, die Skipper bei ihren Manövern zu beobachten, wissen wir aus eigener Erfahrung, haben selbst etwa 400mal in einem Sommer auf unser Frankreichreise mit eigenem Boot geschleust. Aber jetzt ist es nur trist und kalt und Regen und...Da geht nur noch Campingplatz, etwas Gutes kochen, ins Bett und lesen.


20km gefahren
CP in Colombiers, ACSI 14,00€


17.November

Ausgiebige Internetbefragung: das Wetter wird in absehbarer Zeit nicht besser. Deshalb beschließen wir, jetzt doch noch einen großen Satz nach Süden zu machen, schließlich suchen wir die Sonne!
Also auf nach Spanien. Nach knapp sieben Stunden Fahrt auf fast leerer Autobahn haben wir keine Lust mehr und checken in Benicassim auf einem CP ein. Es ist deutlich wärmer und die Sonne scheint wieder, endlich.
Am Abend noch ein kleiner Spaziergang zum nahen Meer, und wir werden mit einem schönen Sonnenuntergang belohnt.








561km gefahren
CP ACSI 16,00€



18.November



Unser erster Blick am Morgen.
Nach einem ausgiebigem Frühstück holen wir die Räder heraus und fahren ins Städtchen, um uns einige Informationen im Touribüro zu holen. Es gibt hier einen via verde, einen Radweg auf einer alten Eisenbahntrasse, zwar nur 5,5km, aber er reizt uns sehr. Und er ist wirklich wunderschön, teilweise direkt am Meer,



durch tiefeingeschnittene Felsen





sogar durch einen 600m langen Tunnel.



Auch der Rückweg war schön, weil man wieder eine ganz andere Perspektive hatte, diesmal auf die Berge, die mich schon sehr reizen, aber davon später.

Jonah am 18 Jan 2014 04:25:58

Ein toller Bericht, vielen Dank!

Stiene am 18 Jan 2014 13:56:15

....und beeindruckende Fotos.
Ach von mir vielen Dank!

LG Stiene

bonjourelfie am 19 Jan 2014 12:44:11

22.November

Immer noch in Benicassim.
Eigentlich wollten wir ja nur eine Nacht bleiben, weil uns der Ort mit seinen Hochhäusern am Strand nicht gefiel. Aber wir haben die Sonne gefunden, und die genießen wir sehr. Teilweise ist es allerdings sehr windig, der Tramontana, ein Nordwind, kommt von den Bergen herunter, aber im Windschutz ist es sehr angenehm.
Und jetzt muss ich meine Meinung revidieren. Je länger wir hier sind, desto besser gefällt mir das Städtchen. Es ist von drei Seiten von Bergen umgeben, wie ein riesiges Amphitheater. Die Berge sind nicht sehr hoch und weit genug weg, dass man sich nicht eingeengt fühlt. Von unserem CP haben wir einen schönen Blick auf die Berge, die Hochhäuser sehen wir nicht.



Am Meer gibt es eine lange Promenade,



viel Palmen und davor der weiße Sandstrand.



Benicassim ist ein alter Badeort mit Tradition. Bereits zu Beginn des 20.Jhdts ließen sich die Reichen hier nieder und bauten wunderschöne Villen, in denen in den 30er Jahren offenbar opulent gefeiert wurde. Maler, Schriftsteller und Musiker gaben sich hier ein Stelldichein auf Einladung der Villenbesitzer.













Natürlich haben wir inzwischen auch unser Lieblingsrestaurant gefunden, direkt am Meer, und noch täglich geöffnet mit günstigem Mittagsmenü. Toll, dass man im November noch draußen essen kann.



Heute nur ein kurzer Beitrag, die Küche ruft. Das nächste Mal nehme ich euch auf eine Radtour ins Gebirge mit.

LGElfie

bonjourelfie am 19 Jan 2014 19:22:19

Anfang Dezember

Sind wir jetzt Dauercamper geworden? Es scheint so. Wir haben die Sonne gesucht und gefunden, warum also weiter fahren, da wir ohnehin bis Weihnachten wieder zuhause sein wollen.

Und es gibt immer noch viel zu entdecken, z.B. das nahe Gebirge Desierto de las Palmas, ein Naturpark, der sich bis auf über 700m Höhe erstreckt. Wir waren mehrmals mit unseren ebikes oben, das ist gut zu schaffen, auch wenn es teilweise recht steil ist. Es gibt ein Infozentrum, von wo mehrere Wanderungen starten, aber wir wollten mit den Rädern auf den höchsten Gipfel, den Bartolo mit 729m Höhe.



Die Straße ist wenig befahren. Wir kommen an etlichen Kapellen, die aber leider geschlossen sind, vorbei,







sehen unter uns eine Ruine,



erreichen irgendwann den höchsten Punkt der Straße auf gut 400m Höhe und das Karmeliterkloster (ist zu besichtigen, hat aber von 14.00 bis 17.00 Uhr geschlossen).





Noch ist es ein gutes Stück bis zum Gipfel, den man auf einem kleinen, sehr steilen Fahrweg erreichen kann.





Am Wegrand Erdbeersträucher



Geschafft, das große Gipfelkreuz ist erreicht



Aber bis zum höchsten Punkt sind es noch





Oben erwartet uns eine phänomenale Aussicht, bis hinunter nach Benicassim, die Mühe hat sich gelohnt.





Und auch hier noch ein kleines Kapellchen





Die Abfahrt ist nicht weniger anstrengend, tun mir doch bald vom Bremsen die Hände weh. Alles in allem eine tolle Tour, und die Möglichkeiten hier oben sind noch lange nicht ausgeschöpft.

Ich könnte noch viel erzählen. Noch nie waren wir so lange auf einem CP, und es war keinen Tag langweilig. Es ist schön eine Gegend mal genauer kennen zu lernen, eine gewisse Routine sich entwickeln zu lassen, z.B. unsere regelmäßigen Marktbesuche am Donnerstag,







die Einkaufsfahrten zu Lidl und Mercadonna, immer alles mit dem Rad, und die vielen kleinen Spaziergänge vom CP aus.



Nicht zu vergessen die allabendlichen Sonnenuntergänge.








11.Dezember

Irgendwann müssen wir doch zurück. So sind wir dann heute morgen aufgebrochen. Eigentlich wollten wir Nationalstraßen fahren, war uns dann aber doch zu tuckelig und so wechselten wir auf die kostenpflichtige Autobahn. Am Nachmittag erreichten wir den Stellplatz in Collioure/ Frankreich.



Als wir nach einem halbstündigen Fussmarsch im Ort ankamen, war es schon dunkel, aber immer noch schön mild.






450km gefahren
N 42.52566
O 003.06861
10,00€ incl. Strom


13.Dezember

Gestern sind wir noch bis Viviers an der Rhone gefahren, standen ganz allein direkt am Wasser.
331km
Und heute haben wir im Französischen Jura den ersten Schnee gesehen.



Es war den ganzen Tag sehr sonnig, aber kalt. Kurz vor Genf kamen wir dann in eine dicke Nebelsuppe und auf dem CP Platz in Genf war alles mit Raureif überfroren.






285km gefahren
CP Genf
15,00€ mit Camping Cheque +2,80€ Taxe


14.Dezember

Scheußliches Wetter, Regen Nebel, Schneeregen...Wir fahren durch die Schweiz bis Lindau. Der Stellpatz gefällt uns aber gar nicht und 18€ für gar nichts wollen wir auch nicht bezahlen. Und so fahren wir noch bis zum schönen Stellplatz in Wangen/Allgäu, wo uns eine ordentliche Schicht Neuschnee erwartet. Bis in die Stadt ist es nicht weit und gute Restaurants gibt es auch, passt.



430km gefahren
N 47.68176
O 009.83446
Stellplatz 9,60€ incl Strom


15.Dezember

Die letzte Etappe nach Hause...

Diese Reise hat sich doch wirklich noch gelohnt. Ich wollte ja eigentlich nicht mehr ganz bis Spanien fahren, aber es war eine gute Entscheidung. Wir haben jetzt mal so einen touch von Überwintern im Süden kennengelernt, ich glaube, ich könnte mich dafür begeistern.
Die Tagestemperaturen lagen meistens zwischen 16 und 18°C, nachts wurde es schon recht kühl und häufig war es windig. Wir haben immerhin fast drei Flaschen Gas verbrannt. Aber die Sonne... davon werde ich wohl den Rest des Winters träumen.


19.Januar 2014

Seit Tagen ist es draußen wieder neblig. Mit diesem Reisebericht kam ein wenig Sonne und schöne Erinnerungen ins Haus.
Und schon planen wir die nächste Reise, im Frühjahr 2014, vielleicht eine zweite Portugalreise, die Fortsetzung dieser Reise --> Link, vielleicht aber auch Griechenland...schaun mer mal..

mk9 am 20 Jan 2014 20:04:59

Vielen Dank für den schönen Bild- und Reisebericht.

:daumen2:

vom linken Niederrhein
Manfred

liesje am 21 Jan 2014 02:10:13

Danke für den Bericht, der bei mir einige Erinnerungen an eine Rück-Tour von Portugal durch Spanien (unten rum!) und Frankreich - damals auch mit Sonne und bis zur spanischen Grenze noch warm - ausgelöst hat.

Gast am 21 Jan 2014 08:10:58

Schöner Bericht und tolle Fotos! Und danke für viele neue Anregungen im südlichen Frankreich.

haballes am 21 Jan 2014 08:53:54

Ihr also habt die Sonne mitgenommen. :D
Ein sehr schöner Aufsatz mit einer guten Anregung für das nächste Jahresende.

spkoch am 21 Jan 2014 09:47:07

Vielen Dank. Dein Bericht gibt Auftrieb und läßt die Sonne scheinen
an diesem trüben Dienstag.

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