vadda am 09 Jan 2014 19:51:47 Kroatien - Im Naturpark Kopa?ki rit und „drumherum“Tag 1 - AnkunftNach unserer ersten Slawonientour vor drei Jahren, "Reise durch den unbeachteten Osten Kroatiens - Slawonien" --> Link ging unsere diesjährige Fahrt erneut zum Naturpark Kopa?ki rit. Anfang September konnte es endlich los gehen. Nach Zwischenübernachtungen in Eltmann am Main und Spielfeld-Unterschwarza kündeten uns die auf diesem Foto fast vier Kilometer entfernten, mächtigen Türme des Doms „Basilika des heiligen Petrus" in ?akovo die baldige Erreichung unseres Zieles an. Für einen Besuch der Kathedrale hat es auch dieses Mal nicht gelangt, ein Grund, demnächst noch einmal Slawonien zu bereisen.  Am Ortseingang von Kopa?evo wurden wir zweisprachig begrüßt. Die Nähe zu Ungarn macht sich bemerkbar.   Auf der menschenleeren Straße „Ferenca Kiša" …  … fanden wir am Haus Nummer 7 das „Family Camping Kopa?evo“.  Wir wurden überaus freundlich empfangen und die Gastfreundschaft sollte in den nächsten Tagen für uns ein Dauerthema werden. Freie Platzwahl:  Während in den Gärten die Ernte eingebracht wurde, …  … führte uns ein erster Weg in den Ort.   Allerdings drängte mich meine mitgeführte „Bergziege“ Irmgard sofort dazu, die Fahrräder startklar zu machen, um in den knapp zwei Kilometer entfernten Naturpark zu fahren. Ich ließ mich nicht lange drängen.  Der Naturpark Kopa?ki rit mit einer Größe von rund 17.700 Hektar ist am Zusammenfluss von Donau und Drau eines der bedeutendsten Sumpfgebiete Europas. Bis zu drei Monate stehen große Teile des Gebietes unter Wasser. Derjenige, der aufmerksam durch das Naturreservat streift, kann hier, wo die Natur noch intakt ist, auf so manche verborgenen Schätze in Flora und Fauna stoßen.   Ich, als weniger aufmerksamer Beobachter habe Irmgard dabei, die mich auf vieles aufmerksam macht. So auf die Kormorankolonie, …   … den fast verborgenen Purpurreiher (davon später mehr), …  … den Seidenreihern, …  …den weiß der Geier was für Reiher und auch …  … auf den Überflug der Löffler.  Als Stärkung für die kommenden Tage gönnten wir uns am Abend Im Restaurant des Ortes, dem „Zelena Žaba“ slawonische Köstlichkeiten, Fiš paprikaš mit Nudeln, Kulen, Schinken und Käse.   Wir teilten uns noch die Dusche mit den Fröschen und genossen nach einem Absacker die Nachtruhe. In den nächsten Tagen werden wir weiter über unseren Aufenthalt in diesem für viele unbekannten Osten Kroatiens berichten. Herzliche aus dem Revier, Irmgard und Klaus
luzie am 10 Jan 2014 20:25:25 Hallo,
wunderschöne Fotos von einer unbekannten Region in Europa.
Nimm uns weiter mit. Ich freu mich auf eine Fortsetzung.
Uschi
PS: Ich liebe es wenn mich mein Essen anguckt :)
vadda am 11 Jan 2014 01:28:51 Dein Wunsch sei mir Befehl, Uschi: Tag 2 - Regen- und somit (fast) ein RuhetagDer zweite Tag begrüßte uns mit Regen. Somit musste ich die angemeldete Bootstour durch den Naturpark leider absagen. Trotzdem einige Bilder dieses Tages, gemischt mit anderen unseres Aufenthaltes. Ein Überflug der Löffler ist aber auch bei diesem Wetter ein Erlebnis.  Eine kleine Radtour …     Diese beiden Gesellen sehen wir später wieder!  … und ein Gang durch den Ort waren auch bei diesem Wetter Pflicht.  Geschwisterliebe?  Unbekannte Spezies:   Eine ungarische Künstlertruppe errichteten ihre von vielen Leuten bestaunten Werke auf dem Campingplatz.     Am Vorabend waren wir mit einem Starnberger Paar die einzigen Gäste auf dem Platz. Neben den Bayern bekamen wir heute auch noch von Iren, Franzosen und Schweizern Gesellschaft. Daniela und Willi aus der Schweiz stellten sich als „Reiseberichtleser“ heraus. „Bist du die Geiß aus dem Internet?“ So oder so ähnlich wurde meine bessere Hälfte von Daniela begrüßt, die unseren Bericht aus 2010 zum Anlass einer Slawonienreise genommen hatte. Wir hatten einen schönen Abend miteinander, wobei die Damen im „Zelena Žaba“ die im Laufe des Tages fotografierten Gesellen verspeisten. Nun - daher hatte das Lokal auch seinen Namen: Zelena Žaba = Grüner Frosch.  Willi und ich begnügten dagegen mit weniger exotischen Speisen.  Die Fortsetzung mit der von uns heiß ersehnten Bootstour durch den Naturpark und seinen vielen Schätzen folgt. Hier nur ein kleiner Vorgeschmack:  Liebe , Irmgard und Klaus
mrfloyd am 11 Jan 2014 11:55:33 Hallo, danke für diesen tollen Bericht und diese tollen Bilder. Freue mich schon auf mehr. aus Wanne-Eickel :zustimm: Ralf
sujokain am 11 Jan 2014 12:19:25 Eine wunderschöne Gegend..
vadda am 11 Jan 2014 18:26:43 Tag 3 - Eine „Speicherkarte füllende“ Bootsfahrt, …… die nicht viel Text verlangt. Stjepan, unser perfekt Deutsch sprechender Guide, hat uns so viele Dinge gezeigt und erklärt, es war wunderbar. Das aber alles hier wiederzugeben, würde den Rahmen sprengen. Da können wir nur einen Tipp geben: SELBER ERLEBEN! Im Frühjahr stand das Wasser hier 11 Meter höher!  Die vielen Zwergtaucher konnte ich mit der Kamera kaum erwischen - die gingen immer zu schnell auf Tauchstation.  Graureiher  Der Seeadler - zu hoch für meine Kamera.  Seidenreiher  Schildkröten erwarten den Sonnenschein  Lachmöwe  Allgegenwärtig - die Fluggeschwader der Kormorane   Seidenreiher im Ausguck  Der Graureiher flüchtet vor uns  Junge Lachmöwen wollen noch gefüttert werden. Die rechts unten hat schon ihr Frühstück.    „Nichts wie weg - Touristen kommen!“ Kormorane auf der Flucht  Das Gefieder der Kormorane nimmt bei den Tauchgängen aufgrund seiner Struktur viel Wasser auf, sodass der Start nicht immer einfach ist. Daher sitzen Kormorane oft mit ausgebreiteten Flügeln, um das Gefieder zu trocknen.  Ein Highlight: junger Seeadler  Wenn ich mich recht erinnere, hat Stefan von etwa 40 Seeadlerpaaren in diesem Gebiet gesprochen. Seeadler gehören mit einer Spannweite von weit über 2 Metern zu den größten Greifvögeln Mitteleuropas. Ausgewachsene Seeadler erkennt man an weißen Schwanzfedern, die hier noch dunkel sind.   Seeadler ernähren sich überwiegend von Wasservögeln und Fisch, jedoch haben Ranger dieses Naturparks auch schon eine tote Katze in einem Horst gefunden.  „Da Da Da“ hörte ich immer wieder. Es waren aber nicht Trio, die auf der Deutschen Welle ritten, sondern Irmgard und Stefan machten mich immer wieder auf den Eisvogel aufmerksam. Aber bis ich den gesehen und die Kamera im Anschlag hatte - nein, einmal habe ich den schnellen Winzling doch erwischt.  Ein Flussuferläufer? Auf jeden Fall ein Schnepfenvogel.  Reiher überall am Ufer.  Tarnkappenbomber oder so ähnlich  Eine Oase der Ruhe möchte man meinen, aber …   … „Da, ein Purpurreiher!!!“ schallt es hinter mir. Zu Recht, ein wunderschöner Vogel, dem wir noch öfter begegnen sollten. Etwa 20 Paare leben im Park.  Ein noch junger Nachtreiher  Der Graureiher …  … macht sich davon.   „Unsere Weihnachtsbäume“, so betitelt Stefan diese …  … durch die Hinterlassenschaften der von den Kormoranen besetzten weißen Bäume.   Die Zeit verging wie im Fluge, wir waren wieder an Land. Eine solche Tour in den kleinen, maximal mit 5 Personen zu besetzenden Boote können wir nicht nur empfehlen, es ist geradezu eine Pflicht. Beim Erstellen dieser Zeilen kommen wir schon wieder ins Schwärmen (und dem werden wir uns jetzt hingeben). Aber eine Fortsetzung folgt, auch mit Bildern von Daniela, die gleichzeitig in einem Boot auf einer anderen Strecke tolle Bilder „geschossen“ hat. Bis bald sagen Irmgard und Klaus
alzu am 11 Jan 2014 21:10:32 Hallo Irmgard, hallo Klaus, Ja, bitte bald weitermachen. Schöner Reisebericht mit tollen Fotos, danke fürs Mitnehmen. Und natürlich auch Danke für das Vorstellen des uns völlig unbekannten Reiseziels, ist ja gar nicht so weit weg von uns.
Hägar181 am 13 Jan 2014 10:56:48 Hallo,
sehr interessant und informativ. Bravo :top:
Nur eine kurze Frage, besteht die Möglichkeit, dass Ihr eure Tour kurz in eine Google Maps Karte einzeichnet und die postet?
vadda am 13 Jan 2014 11:35:50 An Häger 181:
Ich denke, du meinst die Route mit dem Boot durch den Naturpark; die ist vorgegeben und geht nur mit Begleitung.
Die Anreise nach Kopacevo erfolgte über die Autobahn, Passau > Graz > Maribor > Zagreb > Slavonski Brod > Dakovo > Osijek.
, Klaus
Hägar181 am 13 Jan 2014 12:10:37 Hallo Klaus,
ja die Anreiseroute, bzw. die Strecke, die evtl. noch gefahren seit, meinte ich. Danke.
vadda am 13 Jan 2014 12:27:14 Es geht ja noch weiter, Hägar :wink:
, Klaus
vadda am 13 Jan 2014 16:26:25 Immer noch Tag 3 - mit Bildern von DanielaMatko Pei?:Die Reisenden hasten aus dem Bus auf der Suche nach etwas Verborgenem, etwas Geheimnisvollerem, Wertvollerem als das wertvollste Metall. Noch einen Augenblick und dort, hinter der Riesenegge, dem Schilf, unter den Flügeln des Reihers, im Schrei des Kormorans wird sich das goldene Bergwerk des Lebens zeigen, das wertvollste Reservat der Natur in diesem Teil der Welt.  Auch Daniela und Willi sind mit solch einem Boot vom Kopa?ko jezero aus durch die natürlichen Kanäle gefahren.   Alternativ kann man auch mit größeren Gruppen schippern.  Auf einem Bild: Seiden- und Silberreiher. Etwa 40 Silberreiherpaare nisten hier.  „Gefalle ich dir?“  „Dann eben nicht!“  Wunderschön! Dario Topi?:In den ersten Septembertagen hallen die Eichenwälder der Baranja vom lauten Röhren der Hirsche wider. Es ist Paarungszeit. Einheimische meiden in dieser Zeit Wiesen und Lichtungen, wo die Hirschkühe äsen, um die die Hirsche so verbissen kämpfen.Vor dem Krieg wuchs während des Sommers der Bestand dieser herrlichen Tiere auf bis zu 10.000 Stück an. Daniela hat einen „erwischt“.  Auch der Seeadler beobachtete die Touristen. Fälschlicherweise hatte ich von 40 Paaren im Kopa?ki rit geschrieben, es sind aber wohl nur etwa 20 Paare.  Der Eisvogel. Man(n) muss wohl Frau sein, um diese quirligen Vögelchen zu entdecken und die Kamera zum richtigen Zeitpunkt auszulösen. Hier die Beweise:   Ein Foto, ganz nach meinem Geschmack: Zwergtaucher „im Tarnkleid“.  Und ebenso wunderbar erwischt: der Graureiher.  In den Zeiten der Überschwemmung ist das Kopa?ki rit der größte Laichplatz im europäischen Donaugebiet. Zander, Wels Rotauge, Plötze, Hecht, Schlei, Flussbarsch und -karpfen sind einige der 44 Arten, die hier vertreten sind. Das ist den Kormoranen nur Recht, denn der Futterbedarf ist groß (1/2 kg und mehr/Kormoran).  Vögel sind das Erkennungszeichen des Kopa?ki rit. Ich kann nicht die fast 300 Vogelarten aufzählen, die zumindest zeitweise hier zu Hause sind. Während des Vogelzugs halten sich mehrere hunderttausend Vögel hier auf. Beim Anblick dieses Bildes kann man die Vögel „hören“.  Somit ist nun der dritte Tag unseres Aufenthaltes Geschichte. Es bleibt zu berichten, dass Daniela, Irmgard und Willi zu nächtlicher Stunde der kraftvollen Naturmusik, dem Röhren der vielen Hirsche gelauscht haben, während ich im Fernseher ein Fußballspiel angeschaut habe (schäm!). Und natürlich ein großes Dankeschön an Daniela für die Bilder, die sie mir für diese Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat. Es grüßen, auch mit einem besonderen in die Schweiz, Irmgard und Klaus Fortsetzung folgt …
luzie am 13 Jan 2014 19:24:36 Einfach nur schön...
Liebe
Uschi
Rossi64 am 13 Jan 2014 22:36:14 tolle Bilder
super
vadda am 14 Jan 2014 15:02:33 Euer Lob spornt an.
Danke! Klaus
vadda am 14 Jan 2014 17:58:11 Tag 4 - Herbst in der BaranjaIn Beli Manastir findet im September die Veranstaltung „Herbst in der Baranja“ statt. Handarbeiten, Konzerte, Theater, Kulinarisches, Folkloreschau und Handwerksmesse sind die Themen. Grund genug, uns auf die Räder zu setzen und in den rd. 30 km entfernten Ort zu fahren. Was im Kroatischen Veranstaltungskalender leider nicht stand, dass dieses Fest nur am ersten Septemberwochenende stattfindet. Lediglich die letzten Stände des Wochenmarktes waren noch offen, sodass wir uns zumindest Kulen einkaufen konnten (auch das letzte Stück ist mittlerweile vertilgt). Einige Bilder habe ich dann doch unterwegs aufgenommen. Typische Häuser dieser Gegend:   Trotz der endlosen Weite in Slawonien herrscht auch hier anscheinend Parkplatznot.   Diese Maschinen haben die rieseigen Sonnenblumenfelder abgeerntet.   Zur Blütezeit muss das wunderschön aussehen. Ab und zu ist da noch ein kleiner Farbtupfer …  … und manchmal auch ein paar mehr.  Den Rückweg sind wir von Zlatna Greda (Goldene Breite) aus über die Deiche des Rieds gefahren.       Manch Hexe war unterwegs.   Irmgard blieb immer wieder stehen, um dem Röhren der Hirsche zuzuhören. Nun denn, bei mir ist es halt das Fotografieren, dass wir nicht so recht vorwärts kamen.     Erschrocken haben wir uns, als ein Seeadler keine 10 Meter neben uns in Augenhöhe vorbei geflogen ist. Man kann sein Gefühl nicht beschreiben, aber der Adrenalinspiegel schoss in die Höhe. Dieser machte aber gemütlich Pause.   Am Abend haben wir ein kleines bisschen an einen morgigen Abschied von hier gedacht - eigentlich aber nicht so wirklich. Daher wird der Bericht auch noch fortgesetzt. Herzliche aus dem „Pott“, Irmgard und Klaus
vadda am 15 Jan 2014 18:20:14 Tag 5 - Über die DeicheDer Himmel bedeckt, Regen hatte sich angekündigt. Trotzdem mussten wir los und siehe da - mein „Adlerauge“ hatte etwas entdeckt.  „Das sind Störche“, waren meine Worte. „Störche sind nicht mehr hier“ kam es zurück. Mein Tele zeigt aber, dass es sehr wohl Störche waren, sogar Schwarzstörche, wie uns am Abend ein Ranger bestätigte. Diese scheuen Tiere, die nur in sehr alten, geschlossenen Wäldern leben, hatten wir noch nie zu Gesicht bekommen. 30 Paare des in Europa als „selten“ angesehenen Schwarzstorches nisten in den Wäldern des Rieds.  Auch ein Seeadler fühlte sich in dieser Gesellschaft wohl.  „Komm schnell, ein riesiger Hirsch am Deich!“  Für mich waren das Schafe oder ich war wieder einmal nicht schnell genug.  In der Ferne konnte ich eine Hirschkuh ausmachen, da nutzt auch kein Tele.  Abseits der Deiche.      Über einen schmalen Jägersteig kämpfend, konnten wir einen Blick auf die Donau werfen.  Wildschweine überquerten den Deich.  Beim Näherfahren rannten sie mir dann fast vor das Fahrrad. Ich muss wohl furchteinflößend ausgesehen haben (oder der Knoblauch vom Vorabend war Schuld), die lieben Tierchen stoben einfach davon (und ich konnte mein herunter gerutschtes Herz wieder aus der Hose holen).        Am Abend wurden wir vom Besitzer des Camps und seinem Sohn, einem Koch, in der Sommerküche zum Essen „genötigt“ - Hähnchenbrust mit einer Art Gnocchis und besonders scharfen, ungarische Pfefferschoten (Feuer!). Wasser, Wein und flüssiges Obst (Sliwowitz) löschten die brennenden Kehlen.   Weil wir brav aufgegessen hatten, durften wir von diesem Tag an weder kochen noch ins Restaurant gehen, wir wurden versorgt! Für den kommenden Tag war Sonne angesagt und wir hatten uns zu einer erneuten Bootstour angemeldet. Aber davon später mehr… Herzliche , Irmgard und Klaus
vadda am 16 Jan 2014 13:43:08 Tag 6 - Bootsfahrt im SonnenscheinIm Sonnenschein sieht alles doch noch viel freundlicher aus, vor allem, wenn man… Als ich gegen 8.00 Uhr in der Sommerküche war, um den Hotspot zu nutzen, kam Chefe. Ich wußte, was kommt und wollte vorbeugen: „Irmgard hat gesagt, noch nicht am frühen Morgen!“ Chefe daraufhin: „Irmgard hier nix zu sagen, hier meine Terretorium!“ Zwei Stamper gefüllt und „Živjeli!“  Warten auf das Boot.  Stefan war heute wieder unser Begleiter und fuhr mit uns in einen anderen Seitenarm des Kopa?ko Jezero.   Wir hatten das Pech, dass uns ein Ranger mit einer Gruppe Biologiestudenten entgegen kam. Sie hatten Wasserproben entnommen und dabei die Tierwelt etwas aufgeschreckt. Es blieben für uns aber noch genug übrig. Seeadler   Zwergtaucher beim Frühstück  Tiefflieger (Kormoran)  Bei einem kurzen Landgang sah Stefan in der Ferne eine Gruppe Greifvögel.   Zwei aus dieser Gruppe seien keine Seeadler meinte Stefan, sondern Kaiseradler. Diese beiden überflogen uns dann Richtung Osten, wohl auf dem Rückweg nach Serbien.  Seidenreiher    Trotz Sliwo erwischt: Eisvogel  Grau- und Seidenreiher  Graureiher beim Überflug  Lachmöwe im Jugendkleid  Sonnenbad  Weißbart-Seeschwalbe?  Und die unvermeidlichen „Weihnachtsbäume“.    Zum Camp zurück konnten wir nicht, das wäre zu "früh zu feucht" geworden. Ein großes Fest war angekündigt, die Stimmung war schon dem entsprechend. Also noch etwas das Wolkenspiel genießen. Fotografierwetter:     Auf dem Weg über den Deich nach Osijek begegnete uns unser Freund aus dem Jahr 2010, der Wiedehopf. Zwei Pärchen gebe es hier, hatte uns Stefan erzählt.  Ein Gatter versperrte uns die Weiterfahrt. Ein kleiner Weg führte grob in Richtung Kopa?evo - mein Navi kannte den nicht. Na und?   Baumwolle?  Die Warnhinweise auf Minenfelder standen links und rechts des Pfades. Einer störte sich nicht daran - der kapitale Hirsch, der auf einmal neben uns erschrocken durch den Wald brach. Zu schnell für den Rad fahrenden Knipser. Als dann ein Warnschild in der Mitte des Weges stand, sind wir doch umgekehrt.  Auf dem Campingplatz waren in Erwartung des morgigen Fischerfestes mittlerweile viele ungarische Freunde des Platzbesitzers eingetroffen. Wir waren gestern schon eingeladen worden, mit zu speisen (und zu trinken). Die Zubereitung des Welses übernimmt der Chef persönlich.  In großer Runde werden Wels, Hähnchen und ?evap?i?i verspeist.  Die Reste geben dem morgigen Fiš paprikaš zusätzlichen Geschmack.  Zusätzlichen Geschmack brauchte ich bald nicht mehr, Wein und Sliwowitz hatten ihre Arbeit getan. :-? Bis zum Fischerfest grüßen herzlich, Irmgard und Klaus
vadda am 17 Jan 2014 18:45:20 Tag 7 - FischerfestGut gelaunt ging es in den heutigen Tag. Ein „Konterschnäpschen“ hat uns und die vielen Besucher des Camps wieder in Stimmung gebracht. Pfefferschoten in Hülle und Fülle, an Kränzen und Ketten oder getrocknet und gemahlen ...   ... um dem Fiš paprikaš „die Seele einzuhauchen“.   Im Camp ging am Mittag ein Löffel reihum und wir alle probierten, ob schon genug „Seele“ vorhanden war (das gab Durst).  Karpfen werden am offenen Feuer gebraten.   Süßes, Kola? sa Žara ...  ... und viele, viele Kuchenstände.  Auch die Kinder hatten sichtlich Spaß im Karussell!   Jetzt lass ich euch mit den Bildern allein.                    Irmgard hatte bei Live-Musik einen Tänzer gefunden, ein sehr netter Ungar aus dem Camp. Da spielte es keine Rolle, dass wir kein Wort voneinander verstanden.  Auf dem Campingplatz ging es nach Karpfen, ...  ... zum Fiš paprikaš über und zu der Peka im Feuer …  ...(alles vertilgt)...  ... hoch her. Zu Live-Musik wurde auf den Tischen getanzt, es wurde gesungen und ob der Sprachschwierigkeiten auch viel gelacht. Da man weiß, dass Tanzen durstig macht, wird auch jeder verstehen, dass der Gang zum Womo anschließend schwierig war (nein - kein Bild!) Liebe , Irmgard und Klaus Fortsetzung folgt ...
vadda am 18 Jan 2014 17:16:18 Tage 8 und 9 - AbschiedEs war Zeit, Abschied zu nehmen. Noch ein Gang über die „Festmeile“ …   (ein Korb Rosen für Irmgard - nein, ich habe nur eine Rose gekauft)  ... Kola? sa Žara, Vanilija …  … und wieder Fiš paprikaš im Camp genießen…  ... und auch eine Fahrt nach Osijek, die uns wieder einmal bewiesen hat, dass wir mit diesen großen Städten nichts anzufangen wissen, waren unser Tagespensum.  Im Park die Dreibeine mit den Töpfen, gefüllt mit dem unvermeidlichen Fiš paprikaš.     Am Nachmittag war das „Aufrüsten“ angesagt und am nächsten Morgen starteten wir dann - nicht ohne herzlich und mit einer Flasche Wein verabschiedet zu werden - Richtung Adria. Natürlich können wir diesen Bericht nicht mit so profanen Bilder abschließen, eine Serie habe ich daher noch für den Schluss aufbewahrt. Mit dem Purpurreiher sagen wir herzlichen Dank für eure Geduld mit diesen vielen Bildern. Und wem das noch nicht genug Natur ist, für den haben wir auf dem Weg zur Adria noch eine Zwischenstation, über die wir auch berichtet haben: Das grüne Herz Kroatiens – Lonjsko Polje --> Link  Mirko Hunjadi:Mit dem Zug, dem Bus oder dem Auto kommst Du am leichtesten frühmorgens in die Baranja. Am schwersten abends. Aus der Baranja heraus nie mehr!
Du kannst sie nämlich mit Dir fortnehmen: das Grüne im Auge, das Heftige im Geruch des Schlamms, der Eiche und des Fisches, das Sanfte im Gespür für die Musik der nächtlichen Landschaften im Nebel.
Mit dem Fahrzeug kannst du in die Baranja kommen, wann immer Du es wünscht. Mit dem Herzen - nur einmal im Leben!   Herzliche , Irmgard und Klaus
ERHRG am 19 Jan 2014 13:37:12 Wirklich toll Euer Reisebericht über Slawonien. Danke für das Vergnügen. Etwas für absolute Naturliebhaber und solche, die gerne vom Massentourismus verschonte Gegenden kennen lernen möchten. Ich habe den Link auch einer langjährigen Freundin unserer Familie, die aus der Gegend von Ossijek stammt, weitergeleitet. Sie ist sofort ins Schwärmen über ihre Heimat gekommen. Aber noch eine spezielle Frage: Wie sind die Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten in dieser Gegend? (Vielleicht habt Ihr darüber auch schon geschrieben und ich habe es überlesen)
Reinhard
vadda am 21 Jan 2014 11:37:03 Danke Reinhard,
Ver- und Entsorgung ist auf dem Campingplatz in Kopa?evo möglich. Nach unseren Erfahrungen in Slawonien wird dir aber auch überall dort geholfen.
, Klaus
heidchen am 21 Jan 2014 22:21:04 Hallo Irmgard und Klaus,
danke für diesen tollen und informativen Reisebericht mit herrlichen Fotos einer uns völlig unbekannten Gegend. Aber diese Tour trifft genau unseren Geschmack und somit kann ich wieder ein Ziel auf unsere To-do-Liste setzen. :dankeschoen: :daumen2:
bambiball am 22 Jul 2015 10:31:00 Hallo Irmgard und Klaus,
habe euren Reisebericht gerade erst entdeckt und bin begeistert. Wunderschöne Aufnahmen von einem mir völlig unbekannten Gebiet. Zu meiner Schande musste ich erstmal googeln wo das überhaupt ist.
Vielen Dank für den wirklich interessanten Bericht. :top:
garfield2014 am 22 Jul 2015 16:13:33 Jedes Bild, jedes Wort ruft die Sehnsucht hervor sofort los zu fahren. Lieben, lieben Dank Siska
vadda am 24 Jul 2015 12:29:09 Vielen Dank für das Lob, das freut mich doch sehr! garfield2014 hat geschrieben:Jedes Bild, jedes Wort ruft die Sehnsucht hervor sofort los zu fahren...
Auf geht´s - die 17. Fischertage in Kopa?evo finden am 19./20. September 2015 statt. Verbunden mit Ausflügen in die Natur ist das ein tolles Erlebnis, an das man lange zurück denken wird. , Klaus
Aretousa am 06 Aug 2015 18:54:55 Wie gut, dass Claudia diesen Reisebericht hoch geholt hat. Vielen Dank für den Bericht und die wahnsinnig beeindruckenden Bilder mit "Natur pur". Super!!!!!! Ich musste natürlich auch erst mal in den Atlas schauen. :wink:
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