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Was taugt ''Mineralwolle'' als Isolation?


n0by am 05 Jan 2006 16:00:26

--> Link bietet vergleichsweise preiswert WoMo an, welche lt. Angabe mit 50 mm Mineralwolle isoliert sein sollen.

Zitat aus der Web-Site:

Als Basisfahrzeug bei PEUGEOT, MERCEDES und FORD erhalten Sie einen Kastenwagen mit Originalhochdach. Die Stehhöhe beträgt 185 cm bei PEUGEOT und MERCEDES und 192 cm beim FORD. Durch die seitliche Schiebetüre und die Heckflügeltüren ist ein müheloses Beladen des Fahrzeugs möglich. Der Kastenwagen ist komplett isoliert. An den Seitenwänden mit 50 mm Mineralwolle, im Boden und an der Decke mit 10 mm PE-Hochleistungsisolator. Als Wandverkleidung dienen 3 mm Pappelsperrholzplatten mit dezentem, abwaschbaren Design oder mit Stoffüberzug. Die moderne Möblierung der Fahrzeuge aus 15 mm Pappelsperrholz, beschichtet mit 0,6 mm pflegeleichtem Schichtstoff, ist schlag- und kratzfest. Dieses Material gibt den Möbeln eine hervorragende Stabilität





Hat jemand Erfahrung damit? Kann man ein WoMo von Allyear kaufen? Hat jemand Erfahrungen damit? Oder gibt's irgendwo einen Test?






So soll das Fahrzeug im Innern aussehen:

[/i]

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Gast am 05 Jan 2006 16:23:41

grüß dich im forum...

bei kastenwagenausbauten wird/wurde sehr gerne mineralwolle als dämmung genommen.

unser lt florida war auch damit ausgerüstet.

du hast durch die spriegel-bauweise eh immer das problem der kältebrücken. wir haben aber nie wirklich wintercamping gemacht...

der von dir zitierte extremisolator wird ebenfalls oft eingesetzt - wobei mir 10mm sehr dünn erscheint - kann dir (wenn ich aus dem kh raus bin) aber mal ein paar k-zahlen (wärmedurchgangskoeffizienten) der verschieden materialien bei unterschiedlichen stärken zukommen lassen.

diese platten werden in der regel mit dem blech verklebt - ob damit ein genauso guter schallschutz erreicht wird wie mit mineralwolle bezweifel ich - das lose gefüge der mw ist ein sehr guter schallschlucker.

als vorteil der extremisolatoren wird oft genannt, daß sie keine feuchtigkeit aufnehmen - also braucht die mw-isolierung eine dampfsperre um sich nicht voll zu saugen...

andere behaupten das wohnklima sei besser wenn "atmende" materialien eingesetzt werden, die feuchtigkeit zunächst speichen und dann wieder abtrocknen...z.b. mineralputz an den wänden und terracotta fußböden... aber dies gilt wohl eher für den häusslichen bereich - wo nix rostet.

fakt ist beide materialien werden eingesetzt und haben vor- und nachteile. auch euer t4 ist sicher auf diese art und weise isoliert - mach doch einfach mal eine verkleidung ab und schau dahinter...

:) heiko

[Admin] am 05 Jan 2006 17:00:41

Tut mir leid, wenn ich Dich verbessern muß (naja, obwohl...) aber

diese platten werden in der regel mit dem blech verklebt - ob damit ein genauso guter schallschutz erreicht wird wie mit mineralwolle bezweifel ich - das lose gefüge der mw ist ein sehr guter schallschlucker.


das ist schlichtweg falsch.

Schall wird nicht einfach "geschluckt". Lose Materialien dämpfen maximal hohe Töne, tiefe (und damit die eigentlich störenden Töne) gehen da ungehindert durch. Schallschutz kann man nur mit möglichst dichten (=schweren) Stoffen erreichen, da: je schwerer ein Körper ist, umso schwerer kann er zum Mitschwingen angeregt werden.



zur Mineralwolle:
sie speichert Feuchtigkeit und ist daher eher ungeeignet. Zur Isolierung sollte man nur geschlossen-porige Schäume verwenden.

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Roman am 05 Jan 2006 17:01:27

Hallo

willkommen im Forum.

Die Marke sagt mir zunächst mal nichts, obwohl ich glaube mich auf dem Sektor ganz gut auszukennen.

Konkret zu Deiner Frage:

Einiges zu Mineralwolle ist oben ja schon gesagt worden. Ein weiterer großer Nachteil kann sein, daß die Wolle, wenn sie nicht gut fixiert ist, in sich zusammen fällt. Das wirst Du aber kaum in Erfahrung bringen können.
Ansonsten ist Mineralwolle natürlich wesentlich preiswerter als z.B. 20mm Extremisolator.
Dei 10mm erscheinen mir auch sehr wenig. Das bestätigen Berichte von Pössl Eignern, die sich schon mal beklagen, daß die Dämmung zu wünschen übrig läßt.

Ansonsten sieht das, was man sieht, nicht so übel aus. Man muß sich natürlich durch Besichtigung eines solchen Fahrzeugs mal einen Eindruck von der Verarbeitungsqualität des Ausbaues machen.

Du schreibst leider nichts davon, welcher Grudriß für Dich in Frage käme. Bei den Modellen mit festem Heckbett sollte man jedoch bedenken, daß die möglichen Bettlängen in den Kasten, vor allem beim Sprinter begrenzt sind. Die 1,85m scheinen mir schon hoch angesetzt. Dann ist an dieser Stelle mit Sicherheit keine Dämmung vorhanden. Andere Ausbauer bringen hier Verbreiterungen an, um so zu Liegelängen von bis zu 1,95 zu kommen.

Ich denke halt immer und das hat unsere Erfahrung bestätigt, daß kein Hersteller zaubern kann. Dann fragt man sich natürlich unweigerlich, wo liegt bei gleicher Basis der Unterschied von bis zu 10.000 Euro ??
Man wird also an irgenwelchen Stellen Abstriche machen müssen. Ist man dazu bereit, kann das ein guter Kauf sein.




Roman 8)

dokabastler am 05 Jan 2006 17:52:15

Servus,

ich denke, die Verwendung von Mineralwolle/Steinwolle erfolgt ausschließlich aus Kostengründen ..andere Vorteile kann ich nicht erkennen...

aber viele nachteile, z.B.
Feuchtigkeitsempfindlich...1xnass durch Kondenswasser, für immer hin
u.U. Sackungsgefährdet (Gerüttel beim Fahren). v.a. die lose um Holme etc. gestopften Teile...


günter

HandyCleo am 05 Jan 2006 18:15:54

Schallschutz kann man nur mit möglichst dichten (=schweren) Stoffen erreichen, da: je schwerer ein Körper ist, umso schwerer kann er zum Mitschwingen angeregt werden.


Tschuldigung Dirk aber das stimmt so leider auch nicht!
Auch mit sehr weichen und leichten Stoffen kann man einen hohen Schaldämmwert erreichen, wenn man eine Konstruktion biegeweich ausführt.
Darüberhinaus ist auch noch die Oberflächenstruktur des Materials entscheidend, denn Schall lässt sich auch durch Gegenschall auslöschen (Stichwort Reflexion).
In der Schalldämmung muss man zusätzlich noch die unterschiedlichen Arten von Schall berücksichtigen, denn es gibt nicht nur eine Art Schall.

(Ich hab damit beruflich zu tun, und vor ein paar Jahren gabs da in meiner Branche (Trockenbau) eine wilde Diskussion drüber...)

Der Hauptgrund für die Verwendung von Minerawolle ist tatsächlich hauptsächlich der Preis, denn Grundsätzlich lassen sich Wärmedämm- und Schallschutzwerte auch mit anderen Materialien erhalten.
Diese sind allerdings teurer, da Mineralwolle hauptsächlich aus Abfall hergestellt wird.
Ein weiterer Grund ist, dass Wasserdampf durch die Wolle dringen kann (geht bei Schaumplatten meist nicht!).
Allerdings bringt das in nem Womo gar nix, da die Karrosserie ja dicht ist, und sich das Wasser so zwischen den Wänden sammeln würde.
Auch eine Dampfsperre bringt hier nichts.
Ich persönlich würde eher eine Isolierung mit Schaumstoffen vorziehen.

[Admin] am 05 Jan 2006 18:24:29

HandyCleo hat geschrieben:
Schallschutz kann man nur mit möglichst dichten (=schweren) Stoffen erreichen, da: je schwerer ein Körper ist, umso schwerer kann er zum Mitschwingen angeregt werden.


Tschuldigung Dirk aber das stimmt so leider auch nicht!
Auch mit sehr weichen und leichten Stoffen kann man einen hohen Schaldämmwert erreichen, wenn man eine Konstruktion biegeweich ausführt.


Doch, tut es - wir reden hier über die Verminderung von Körperschall in Fahrzeugen - und nicht über Bauwerke oder theoretische Annahmen.

Gast am 05 Jan 2006 18:55:32

HandyCleo hat geschrieben:
...Auch mit sehr weichen und leichten Stoffen kann man einen hohen Schaldämmwert erreichen, wenn man eine Konstruktion biegeweich ausführt.
Darüberhinaus ist auch noch die Oberflächenstruktur des Materials entscheidend, denn Schall lässt sich auch durch Gegenschall auslöschen (Stichwort Reflexion).
In der Schalldämmung muss man zusätzlich noch die unterschiedlichen Arten von Schall berücksichtigen, denn es gibt nicht nur eine Art Schall...


...genauso habe ich das im studium auch gelernt...aber das ist ja schon sooooo lange her - vielleicht hat sich die akustiklehre aber seitdem auch gravierend verändert... :wink:

ich denke jedoch zum beispiel an die speziellen noppenschaumstoffe welche zu schallschutzzwecken eingesetzt werden:

Zitat:
Wie kommt es zu dem schallisolierenden Effekt bei Schaumstoff?

Beim Auftreffen einer Schallwelle auf die weiche, poröse und verformbare Oberfläche des Schaumstoffes, wird diese ganz oder teilweise absorbiert.
Physikalisch bedeutet dies, die direkte Umwandlung der auftreffenden Luftschallwelle (Bewegungsenergie) in Wärme.

Der Absorptionsgrad, also die Größe um welche die Schallwelle gedämpft wird, ist abhängig von der Dicke und dem Raumgewicht des Noppenschaumschaumstoffes und abhängig von der Schallfrequenz.
Hierbei gilt, je dicker der Schaumstoff und je höher die Schallfrequenz, umso größer ist die schallabsorbierende Wirkung.

Ende:


von einer kompakten festen materie sprechen wir hier wohl eher nicht. wenngleich dirk recht hat mit seinen tiefen frequenzen...

im wohnmobil ist aber schallschutz wohl eher sekundär - thermische isolation scheint mir wichtiger zu sein.

ein wichtiger punkt, neben den kosten, warum wohl oft noch mineralwolle eingesetzt wird, ist die "schwerentflammbarkeit" des materials.

:) heiko

Roman am 05 Jan 2006 18:58:47

Hallo ihr zwei Streithähne :D

jetzt muß ich mich doch auch nochmal einmischen. HandyCleo hat mit seinen Ausführungen zu 95 % recht. Das Zusammenspiel der Baustoffe machts.
Bleiben wir beim Haus-/Wandbau: Eine "leichte Trennwand" wird aus zwei biegeweichen Elementen, Fermazell o.ä. aufgebaut und dazwischen verbringt man Mineralwolle. Will man eine bessere Wirkung haben macht es Sinn, auf der Wandseite auf der der Schall entsteht die Platten zu doppeln (höhere Masse, gell Dirk :) ).
Ganz nutzlos ist die Mineralwolle dazwischen jedoch auch nicht. Auf Grund ihrer Struktur wird beim Passieren des Schalls Energie vernichtet, die dadurch weniger auf der gegenüberliegenden Seite ankommt, was ja gewollt war.
Wird übrigens aus dem gleichen Grund im Lautsprecherbau angewandt. Durch Energievernichtung, ist weniger Restenergie vorhanden, die die Lautsprecherwände zum mitschwingen anregen könnte.

Aber wir müssen hier keine physikalischen Grundsatzdiskussionen anstellen. Denn Tatsache bleibt, daß jeder Kastenwagen um Längen leiser ist als aufgebaute Mobile. Allein durch die Wände aus Stahlblech, die, ich schätze mal 5 x schwerer sein dürften als das dünne Alublech, bleibt schon viel Schall draußen. Außerdem sind die Flächen die mitschwingen können wesentlich kleiner.




Roman 8)

[Admin] am 05 Jan 2006 19:06:26

nö, wer streitet denn? Es geht hier um Autos - und nur diese betreffend, argumentiere ich. Klar kann man auch das ganze Auto mit Wolldecken vollhängen - am besten alle 20cm ............. aber das geht ein bissel an der Praxis vorbei :wink:

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