Gast am 30 Apr 2014 16:48:37 Hallo, es paßt hier wohl nicht ganz hin, aber evtl. könnt Ihr mir mit eueren Gas Erfahrungen weiterhelfen. Ich möchte auf meiner Dachterasse meinen Gasgrill und Terassenstrahler betreiben. Da beide einiges an Gas verbrauchen und der Zugang zu meiner Dachterasse etwas beengt ist, möchte ich eine Gasleitung nach oben legen lassen, oder evtl. auch selbst machen und dann überprüfen lassen auf Dichtheit. Die Frage ist nur funktioniert das mit Flüssiggas, einen Höhenunterschied von zirka 6m zu überwinden? Mein Arbeitskolege meinte es geht nicht, weil der Druck nicht so hoch ist und das Flüssiggas schwerer ist als Luft. Bitte um eure Hilfe. ma
thomas56 am 30 Apr 2014 17:01:06 Hallo, Höhe ist kein Problem,das geht! Ich mache es allerdings nur mit Schläuchen.
Gast am 30 Apr 2014 17:54:22 Hallo, danke für die schnelle Antwort. Werden die Schläuche nicht schnell porös, bei der direkten Sonneneinstrahlung und im Winter durch den Frost? Kann man aus den Gasflaschen genausoviel raushohlen bei dieser Montage, oder bleibt da eine größere Menge nicht nutzbares Gas in der Flasche zurück? Arbeitskolege meinte wenn die Flasche direkt nebenan steht ist der beste Nutzen, deshalb bin ich dann auch ins Zweifeln geraten. Nicht dass ich nur noch die halbe Flasche nutzen kann. ma
thomas56 am 30 Apr 2014 18:01:06 ich nutze den Schlauch (10m) nur zum kurzfristigen Arbeiten, der beibt also nicht dauernd dort liegen. Nur weiss ich nicht wie der Unterschied vom Schlauch zur Gasleitung ist.
Scout am 30 Apr 2014 18:06:31 frosch006 hat geschrieben: Werden die Schläuche nicht schnell porös, bei der direkten Sonneneinstrahlung und im Winter durch den Frost?
Wenn es möglich ist, würde ich feste Leitungen verlegen. Entwerder Kupfer oder Edelstahl. Die Flasche über den Regler und ein kurzes Schlauchstück an die Leitung anschließen. Kann man aus den Gasflaschen genausoviel raushohlen bei dieser Montage, oder bleibt da eine größere Menge nicht nutzbares Gas in der Flasche zurück? Da gibt es keinen nenneswerten Unterschied. Da bleibt praktisch nicht mehr Gas in der Flasche zurück. Scout
Gast am 30 Apr 2014 19:17:44 schläeuche sind gefährlicher humbug, man sollte eine festinstallierte gasleitung mit gassteckdose vom fachmann verlegen lassen lg olly
ottomar am 30 Apr 2014 19:47:37 Sehe ich genau so. Was aber sollen Dachdecker machen? --> Link
thomas56 am 30 Apr 2014 19:57:04 Gibt leider keine reiner Dachdecker mehr, die lernen schon lange das Klempnerhandwerk mit und nun dürfen sie auch noch Zimmermannsarbeiten ausführen. Also 9 Ausbildungsjahre auf 3 verkürzt, aber Kupfer können sie auch löten.
ottomar am 30 Apr 2014 20:09:31 Thomas,
Du hast vollkommen recht.
War aber ein Missverständnis Deinerseits bzw. eine missglückte Scherzfrage meinerseits in Richtung Olly.
Wollte eigentlich nur darauf hinweisen, dass man zum Verschweißen von Elefantenhaut nach wie vor einen transportablen Gasbrenner braucht und mit Festanschluss nicht sehr weit käme.
Gast am 30 Apr 2014 21:34:08 wieso scherzfrage, der TE will einen strahler + gasgrill auf der terasse betreiben, hat nix mit dachdecken zu tun lg olly
Gast am 30 Apr 2014 23:33:58 Hallo, euch schonmal großen Dank für die zahlreichen Antworten. Ich habe ebenfalls an eine feste Verlegung gedacht mit Steckdosen bzw. Verschraubung. Die angebotenen Stahl Gasleitungen sind die auch für den Außenbereich geeignet? Soweit ich das noch weiß sind die in den Wohn und auch Bauwägen verbaut, sehr oft auch am Unterboden davon montiert.
ma
Scout am 01 Mai 2014 09:42:16 frosch006 hat geschrieben:Ich habe ebenfalls an eine feste Verlegung gedacht mit Steckdosen bzw. Verschraubung. Die angebotenen Stahl Gasleitungen sind die auch für den Außenbereich geeignet?
Die Stahlleitung sollte außen gegen Korrosion geschützt werden. Als Alternative bietet sich V2A an. Wenn Du die Installation selbst machst. Zu Dichtigkeitsprüfung. Nimm Leckspray und sprühe die Verbindungen ein. Wenn es nicht bläselt ist es dicht. Ich schabe von Kernseife etwas in warmes Wasser und zupfe die Verbindungen damit ein. Was anderes macht der Überprüfer auch nicht. Es ist keine Womo Installation. Scout
co11 am 01 Mai 2014 10:12:55 Verwende einen Druckminderer mit Manometer, gibt es für 30 und 50 mbar. Dann setze Deine Leitung (egal ob Schlauch oder Rohr) unter Druck, lasse dann Grill und Strahler brennen. Nach einer Minute Gas am Grill und Strahler abschalten und Flasche zu drehen. Wenn nach 10 Minuten der Druck am Manometer noch steht, ist Deine Leitung und die Schalter an den Geräten dicht. Druckminderer siehe hier: --> Link
Gast am 01 Mai 2014 14:35:27 hallo co 11, dein vorschlkag ist u.u. zwar machbar, aber dennoch würde ich in jedem fall ein gerät zur ordnungsgem. durchführung der druckprobe leihen, siche ist sicher. auch würde ich nicht löten sondern mir ein presswerkzeug leihen und die rohre mittels presstechnik verlegen ode königsweg eine fachfirma beauftragen, denn laie = hände weg vom gas. deweiteren sind gewisse mindeststandarts beim pressen der VA-leitung sowie beim verlegen z.b. nicht in hohlräume etc zu beauchten lg
Gast am 01 Mai 2014 22:28:38 Hallo, ganz unerfahren bin ich nicht im verlegen von Gasleitungen, auch das ausleihen von einem Prüfgerät zur Dichtheitsprüfung sollte kein Problem sein. Ich bin bei einem Städtischen Energieversorger beschäftigt und habe dort auch 4 Jahre aktiv im Rohrnetzbau mit der verlegung von Wasserleitungen und auch Gasleitungen verbracht. Wahrscheinlich werde ich mich für die Edelstahlrohre entscheiden. Gibts das nur als Stangenware oder auch auf der Rolle? Welche Druckminderer werden Üblicherweise eingesetzt? Bei uns im Stadtnetz ist der Druck bereits so stark reduziert, dass keine Druckminderer in der Hausinstallation nötig sind. Ihr schreibt etwas von 30 bzw. 50 mbar. Wie finde ich es rauß welcher der Richtige ist?
ma
Gast am 01 Mai 2014 22:47:16 edelstahlstangenware mit pressfittings, einen für den außenbereich ugelassenen druckminder mit thermischer sicherung und gasmangelsicherung lg olly
co11 am 02 Mai 2014 07:41:36 frosch006 hat geschrieben:Hallo, Ihr schreibt etwas von 30 bzw. 50 mbar. Wie finde ich es rauß welcher der Richtige ist?
ma
Das ist von Deinen Geräten abhängig, bzw. von den Düsen die dort verbaut sind. Walter
mafrige am 02 Mai 2014 07:59:24 Den Druck 30 mbar bzw.50 mbar findest du auf deinem Gerät.
Scout am 02 Mai 2014 09:28:12 frosch006 hat geschrieben:. Wahrscheinlich werde ich mich für die Edelstahlrohre entscheiden. Gibts das nur als Stangenware oder auch auf der Rolle? Welche Druckminderer werden Üblicherweise eingesetzt?
Diese Rohre gibt es nur als Stangenware. Als Regler GOK Gasregler 1kg; Einstellbar 25-50mbar PS16bar Der muss nur für den Außenbereich geeignet sein. Man kann den Druck einstellen, damit ist man unabhängig von dem Gerätedruck --> LinkAls Verbindungsteile würde ich Schneidringverbindungen wählen. --> Link--> LinkGassteckdose für den Anschluss. --> LinkBei uns im Stadtnetz ist der Druck bereits so stark reduziert, dass keine Druckminderer in der Hausinstallation nötig sind. Ihr schreibt etwas von 30 bzw. 50 mbar. Wie finde ich es rauß welcher der Richtige ist?
Schließt Du die Anlage an das Stadtnetz an? Scout
kheinz am 02 Mai 2014 12:44:59 Die Frage ist nur funktioniert das mit Flüssiggas, einen Höhenunterschied von zirka 6m zu überwinden? Mein Arbeitskolege meinte es geht nicht, weil der Druck nicht so hoch ist und das Flüssiggas schwerer ist als Luft. Bitte um eure Hilfe.
kheinz am 02 Mai 2014 13:26:59 Die Eingangsfrage war: …… funktioniert das mit Flüssiggas, einen Höhenunterschied von zirka 6m zu überwinden? Mein Arbeitskollege meinte es geht nicht, weil der Druck nicht so hoch ist und das Flüssiggas schwerer ist als Luft. Bitte um eure Hilfe.
Und zu der Frage mit dem Gas / Flüssiggas, der Höhe und den Rohrleitungen.
Gas in der Flasche ist im unteren Bereich der Flasche flüssig. Und damit das - Flüssige - Gas nicht in die Rohrleitungen und in die Kochstellen kommt, was dazu führen würde, dass das flüssige Gas sich an der Kochstelle explosionsartig entzündet und die Bude abbrennen würde, ist das Gas in der Flasche, gesetzlich vorgeschrieben, über dem flüssigen Gas………….Gasförmig, also nicht mehr flüssig. Und dieses Gas kann z.B. in Kupferrohre über viele Meter problemlos zur Verbrennungsstelle strömen. Dabei gibt es, in Bezug auf die Rohrleitungslänge, was aber in diesem Fall keine Rolle spielt, nur eine Einschränkung: Mit zunehmender Rohrlänge kommt, wie bei Wasser aus einem langen Schlauch halt immer weniger an der Verbrennungsstelle an.
Und was das – richtige Material betrifft, würde ich mir keinen so großen Kopf machen und einfach einen Gas und Wasser Installateur befragen.
mfG kheinz
tuboletti am 02 Mai 2014 13:47:58 ganz unerfahren bin ich nicht im verlegen von Gasleitungen, auch das ausleihen von einem Prüfgerät zur Dichtheitsprüfung sollte kein Problem sein.Ich bin bei einem Städtischen Energieversorger beschäftigt und habe dort auch 4 Jahre aktiv im Rohrnetzbau mit der verlegung von Wasserleitungen und auch Gasleitungen verbracht. Guten Tag Sorry, mich machen diese Fragen ganz unruhig, wenn doch so viele Jahre der Erfahrung vorhanden sind. Die Fragen lassen eher auf einen Menschen schließen der die ganze Zeit den Transporter gefahren hat und daneben stehen musste (fass ja nichts an Kollege!). Klingt gemein, aber mal ehrlich, nach 4 Jahren kennt man sich doch wohl aus, oder nicht? Und diese kleinen Gasdrücke misst man mit dem U-Rohr-Manometer oder mit einem entsprechenden elektronischen Teil, so man hat. Mein Gedankenversuch hat leider keine Lösung gebracht, in der Tat ist Propangas schwerer als Luft, Erdgas soll sogar in den Leitungen aktiv aufsteigen, daher sind mit dieser Versorgung beliebig hoch liegende Dachzentralen möglich. Ich würde es natürlich wieder ausprobieren. Sollten die 30 mbar Propan im Rohr stecken bleiben, könnte man die Versorgung mit 2 Druckstufen ausführen, nach der Flasche auf 500 mbar, oben auf der Terrasse dann auf 30 oder 50 mbar. Ich habe keine Ahnung ob es dafür Geräte aus dem Regal gibt und ob diese Installation zulässig und üblich ist. Nicht so gut würde ich es finden, den Flaschendruck direkt bis zur Terrasse zu leiten, obwohl das Material das noch aushalten dürfte. Wenn der Zugang zur Terrasse so eng ist, dann eventuell eine kleinere Gasflasche nehmen. Das wäre auch wieder meine Lösung. Bei uns im Stadtnetz ist der Druck bereits so stark reduziert, dass keine Druckminderer in der Hausinstallation nötig sind.
Das finde ich bemerkenswert und ich müsste es mit eigenen Augen sehen um es zu glauben. Einen angenehmen Tag wünsche ich
Scout am 02 Mai 2014 14:19:30 kheinz hat geschrieben:Die Frage ist nur funktioniert das mit Flüssiggas, einen Höhenunterschied von zirka 6m zu überwinden? Mein Arbeitskolege meinte es geht nicht, weil der Druck nicht so hoch ist und das Flüssiggas schwerer ist als Luft. Bitte um eure Hilfe.
Die Höhe spielt nicht die wesentliche Rolle. Bei 6 m Höhe wäre der Gegendruck ca. 1,2 mbar. Es hängt also wesentlich von dem Rohrdurchmesser und der Gasmenge ab. Der Gasverbrauch von Grill und Strahler zusammen 0,5 m³/h. Rohrlänge 6 m. Bei einem Rohrdurchmesser ist der Druckverlust in der Leitung: 6 mm Strömungsverlust ca. 30 mbar + 1,2 mbar Höhenverlust 8 mm Strömungsverlust ca. 9 mbar + 1,2 mbar Höhenverlust 10 mm Strömungsverlust ca 5 mbar + 1,2 mbar Höhenverlust Bei einem 30 mbar Regler käme bei 6 mm Durchmesser kein Gas mehr an. Man sollte vorher nochmals die benötigten Gasmengen ermitteln. Scout
Scout am 02 Mai 2014 19:22:59 Es gibt noch eine andere Möglichkeit die Sache in Griff zu bekommen. Die Verwendung von zwei Reglern. Es gibt Mitteldruckregler die den Druck nicht auf 50 mbar reduzieren, sondern nur auf 1,5 bar. --> LinkVorweg für die Bedenkenträger und Katastrophenapostel. Der Regler ist zum Anschluss an Flüssiggasflaschen mit einem Füllgewicht bis 33 kg geeignet. Er besteht aus einem fest eingestelltem Mitteldruckregler und einer Schlauchbruchsicherung in einer Einheit. An die Flasche diesen Regler montieren. Die Versorgungsleitung nach oben wird dann mit einem Druck von 1,5 bar beaufschlagt. Oben am Ende der Leitung einen normalen Niederdruckregler. Am Besten einstellbar. --> LinkScout
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