DickerFahrer am 25 Mai 2014 20:00:40 Liebe Leute, ich habe ein Problem: wir haben einen Mercedes MB100, als Wohnmobil "Weinsberg Orbiter". Unser geliebtes Gefährt hat gerade neuen TÜV und AU bekommen und ist in einem technisch sehr guten Zustand. EInzig der neuralgische Punkt der gerne rostenden Dachrinne wird immer wieder für dieses Modell beschrieben. Auch bei uns ist das der Fall und ich hab mich mit allem eingedeckt, was der Rostbekämpfung dienen soll und bin Samstag zu Werke gegangen. Mein Plan war 1. Dichtungsmasse aus Regenrinne entfernen (sehr mühsam, aber erledigt) 2. groben Rost entfernen 3. feinen Rost entfernen 4. chemisch entrosten 5. rosthemmend grundieren 6. Mit Sikaflex die Rinne neu dichten 7. Farbe per Pinsel sorgsam auftragen >>Fertig<< Leider habe ich während Schritt 2. gemerkt, dass das Dach an 2-3 Stelle nicht mehr fest aufgeklebt ist, typischerweise an den Stellen, mit dem meisten Rost. Dort kann man mit 5 KG Druck (geschätzt) das Dach 3-4 mm nach innen drücken. An den anderen Stellen geht das nicht und man sieht auch, dass das Dach in der Rinne durch den Druck seine Lage verändert, nach innen. Als, ads Dach ist jetzt nicht total locker, oder so. Aber es wird mit der Zeit noch schlechter werden und ich werde nicht hingehen und einfach entrosten, neu grundieren, abdichten, lackieren und fertig. Was nun gemacht werden muss: GFK-Hochdach komplett ab, Klebefläche GFK-Hochdach von "unten" säubern, Klebefläche auf Auto entrosten, ggbfs. schweissen/spachteln, grundieren, eventl. lackieren und dann das Hochdach neu aufkleben. Ehrlich gesagt, für uns der totale Horror. Hat jemand von Euch Erfahrung damit, oder habt Ihr Tipps, an wen ich mich wenden kann? Komme aus Mettmann/NRW (bei Düsseldorf) und idealerweise würde ich vermeiden wollen, den Wagen zur Reparatur weit weg zu fahren. Hat jemand von Euch Erfahrung mit PIEPER in Gladbeck? Das sind von hier aus nur 50km und das wäre okay. Habt Ihr andere Tipps? Unser Dicker ist echt dermaßen zuverläßig, sparsam und perfekt für uns zu zweit, es wäre eine TRagödie, wenn wir das nicht irgendwie hinbekämen. Wir freuen uns sehr über Tipps, Beileidwünsche und Lösungen. Lieber aus Mettmann, Jan
Mann am 25 Mai 2014 20:11:42 DickerFahrer hat geschrieben: Wir freuen uns sehr über Tipps, Beileidwünsche und Lösungen.
Herzliches Beileid.
Shiwa am 25 Mai 2014 20:25:00 Ich bin bei so was ja immer recht gelassen ...
... kommst du von innen an die Stellen? Persönlich würde ich da frei machen, neue Klebemasse rein und gut ist.
Der Jüngste ist er nicht mehr und Dach komplett runter usw. was du da Alles beschrieben hast ... dafür kannst schon fast ein gebrauchtes WoMo kaufen!
Lothar
DickerFahrer am 25 Mai 2014 20:40:56 Merci, angekommen! ;-)
Wir freuen uns sehr über Tipps, Beileidwünsche und Lösungen.[/quote]
Herzliches Beileid.[/quote]
DickerFahrer am 25 Mai 2014 20:46:03 Hey, danke Für Deine Antwort. Ne, von innen sind die Stellen verkleidet. Ich könnte Verkleidungen lösen, aber ich hab die Sorge, dass das dann unsichtbar weitergammelt und die Fläche der ungeklebten Stellen dadurch auf Dauer mehr wird. Und irgendwann macht es schwupps und alles fliegt weg. Wir fahren (und das war auch unser Plan) gerne nach Kroatien und wenn dann die Sonne auf dem Dach steht, ist das eh ne Prüfung für alle geklebten Flächen. Ich rufe morgen mal die Karosseriebauer der Umgebung an. Ich würde sagen, insgesamt sind das 3 Buchrückenlängen, die bisher lose sind. Viele , Jan Wir freuen uns sehr über Tipps, Beileidwünsche und Lösungen.[/quote] Herzliches Beileid.[/quote]
Shiwa am 25 Mai 2014 20:51:32 Wenn das Hochdach runter soll, dann müssen auch die Verkleidungen ab, wenn ich mich nicht Irre!?!
a.miertsch am 25 Mai 2014 20:52:59 Der Jüngste ist er nicht mehr und Dach komplett runter usw. was du da Alles beschrieben hast ... dafür kannst schon fast ein gebrauchtes WoMo kaufen!
Mit dem Du dann vom Regen unter Umgehung der Traufe direkt in die S......geraten könntest. Die Zeit zum Suchen kannst Du auch in die Reparatur stecken. Hochdach ist GFK, also unendlich reparierbar. Wenn Du wie beschrieben sauber entrostest und konservierst, hält der sich noch einige Jahre. War übrigens mein allererstes Miet-Mobil damals 1991, als wir gerade richtiges Geld für unsere Arbeit bekamen :lach: . Albert
DickerFahrer am 25 Mai 2014 20:57:41 He, ja, da hast Du recht, die Verkleidungen müssen dann in jedem Falle auch runter. Das Gute: Das Dach ist oben aufs Fahrzeug geklebt und es gibt, bis auf diese beigen Kunstlederverkleidungen vor der KLebenaht innen nichts, was den Abbau erschwert. Zwei Hängeschränke am GFK räume ich dann einfach nur leer.
Was wiegt denn so ein Dach? Ich bin zu neu hier und darf keine Links posten deswegen, aber wer bei GOOGLE nach Weinsberg Orbiter MB100 googelt, sieht schnell das Fahrzeug.
Ich habe mal gehört dass ein neues GFK für einen T4 1000€ kostet und mache Formen das für 1400€ Komplettpreis (Dach + Montage) montieren. Ein T4 ist kleiner als unser MB100 (der hat in etwa VW LT-Größe), aber ich erträume mir, dass der dadurch entstehende Mehraufwand nicht sooo große ist.
Ob es realistisch ist, dass mir das jemand für 1000€ neu aufklebt? Rundum lackieren kann ich selber....
Viele , Jan
DickerFahrer am 25 Mai 2014 20:59:46 Hallo Albert, danke fürs Mutmachen!
Wir hängen halt sehr an dem Kerlchen. Es bietet und zweien alles, was wir brauchen und ist sehr sparsam (8,5L Diesel). Und ansonsten völlig rostfrei und voller Erinnerungen. Viele , Jan
selbstschrauber am 25 Mai 2014 21:47:26 Hi Jan,
ich habe vor Jahren mal ein Hochdach von einem T3 demontiert, frag mich nicht, was das für eine Sauarbeit war. Das ganze war rundrum fest mit Sika verklebt und ich musste mich zentimeterweise vorwärts arbeiten. Es dauerte Stunden bis das Dach los war und das, obwohl ich nicht auf Schäden am Auto achten musste (ging in den Schrott) OK ich war wie immer alleine und konnte keinen Scheibenschneiddraht benutzen (mir fehlte der 2. Mann innen)
Nachdem es dann ab war dauerte es auch nochmal 2-3 Stunden bis ich die Klebereste am Dach ab hatte. Bei Dir muss dann auch noch das Auto gereinigt werden. 1.000 Euro für Demontage und Remontage kannste echt vergessen, alleine der neue Kleber kostet bestimmt schon > 250 Euro. Alte Faustregel sagt Material x3 ist der Arbeitslohn, aber das haut hier bestimmt nicht hin da die Demontage schon sehr zeitaufwändig ist. M.E. wirtschaftlich nur darstellbar wenn Du das Dach selbst ab- und anbaust.
Aber ehrlich gesagt: Bis dir das Dach wegfliegt bei so wenig losen Stellen, das brauchste nicht befürchten. Dieses Sika klebt wie der Teufel. Ich würde einfach neu mit Sika verfugen und fertig.
LG
Selbstschrauber
selbstschrauber am 25 Mai 2014 21:52:30 Noch was vergessen:
Hängeschränke am Dach müssen ab. Alle Verkleidungen im Bereich der Klebstelle müssen auch ab. U.U. ist dein Dach an manchen Stellen zusätzlich geschraubt / genietet, das sieht man erst wenn die Verkleidung ab ist. Relativ niedriges und einfaches GFK-Dach T3 inkl. einer kleinen Dachhaube ohne Isolierung und Verkleidung: ca. 50-70kg Gewicht (geschätzt, nicht gewogen)
LG
Selbstschrauber
DickerFahrer am 25 Mai 2014 22:01:40 Hallo Selbstschrauber, vielen Dank für Deine Einschätzung.
Genial wäre folgendes: - Ein Unternehmen baut das Dach an und reinigt die GFK-Klebefläche nach unten. (Oder kann ich das? Wie ist die Kannte nach unten beim GFK? Geschlossen, oder schaue ich dann auf die innenliegende Isolierung? Die ist bei mir 3-4cm dick....) - Ich säubere und entroste dann das KFZ zuhause und bereite alles zum Aufkleben vor. - Unternehmen klebt wieder drauf.
Aber wie soll das gehen? Ich kann ja kaum mit einem MB100-Cabrio nachhause fahren und dann da dran arbeiten, oder?
Viele und Danke für Deine Tipps! Jan
DickerFahrer am 25 Mai 2014 22:03:58 Sorry, Tippfehler, mein erster Punkt sollte heissen "ein Unternehmen baut das Dach AB!".
Mit dem Dach wegfliegen ist so ne Sache - ich bin per Google auf einen Beitrag hier im Forum gestoßen, bei dem es jemandem passiert ist, bei 100km/h. Absoluter Horror.
LG
selbstschrauber am 25 Mai 2014 22:16:42 Hi Jan,
also normalerweise wird das Dach nur am GFK geklebt und die Isolierung kommt da drüber. Das GFK ist nur so ca. 2-5mm dick. Auf die GFK Schale kommt dann ein Isoliermaterial z.B. x-trem Isolator. Es gibt aber auch sehr teure und aufwendige Dächer, die haben eine Innen- und eine Außenschale und dazwischen eine eingeschäumte Isolierung. Wie das bei Dir ist? k.A. Bau die Verkleidung ab und schaue nach. Wenn darunter ne aufgeklebte Isolierung ist, dann haste kein 2-schaliges Dach. Und mein Vorschlag wäre umgekehrt: Selber Dach abbauen und dann Auto entrosten. Dach aufkleben kannste eigentlich auch selber. (ist im Grunde nicht schwieriger als ne Dusche neu zu verfugen) Brauchst halt den Kleber inkl Kartuschenpresse, paar Spanngurte und ne Leiter. Ggfs. kannst Du aber auch ohne das GFK Dach fahren (so lange es nicht regnet) Das GFK hat normalerweise keine tragende Funktion, diese wird durch Spriegel oder eine Ausschnittsverstärkung erreicht. Bei T 3 mit dem kleinen Ausschnitt im Bereich der Schiebetür war das ein Hartholzrahmen, bei einem größeren Ausschnitt musste eine Dachrahmenverstärkung eingeschweißt werden.
Wenn du Dein Auto selber schweißen kannst, dann kannst du auch dein Dach abbauen und wieder ankleben!
LG
Selbstschrauber
DickerFahrer am 25 Mai 2014 22:31:51 Hi Selbstschrauber, Mensch, Du erzählst mir da ja Sachen... ;-)
Also mein Dach ist wohl eines der aufwändigen: Aussen GFK, Innenschaum, Innenschale, insgesamt 4cm dick.
Ich baue morgen mal den Klebekanntensichtschutz innen ab und schau mir das an. Imgrunde, wie Du schreibst, kann ich, bis aufs Schweissen (falls es sein muss), alles selber machen. Ist nur ein Stellplatzproblem; aber vielleicht doch lösbar - das Cabrio in die Garage, wenn ich nicht daran arbeite, das GFK draußen davor.
Für eine Schneidedraht-Aktion könnte ich weitere Kumpels aktivieren - ist das einfach ein Stahldraht mit T-Holzgriff am Ende - kann ich den selber bauen, oder kann man sowas kaufen?
Wie auch immer, einen kleinen Mut für die Aktion habe ich nun gefasst, mal sehen, wohin das führt. Aber eigentlich hast Du wirklich recht: es geht da nicht um ein Hexenwerk!
Vielen Dank schon mal!
Lieber , Jan
PS: Bis auf SIKAFLEX zum KLEBEN (Abdich-Sikaflex für die Rinne habe ich schon) habe ich auch alles.
selbstschrauber am 28 Mai 2014 16:04:06 Habe selbst mit dem Schneiddraht keine Erfahrung. Hier gibt es ein Set zu kaufen: Link zum eBay ArtikelOb ein selbstgebautes Werkzeug mit einem einfachen Stahldraht und 2 Holzstücken auch geht? k.A. Ich könnte mir vorstellen, dass der Schneiddraht entweder Minizähne hat oder z.B. dreikantig ist? Ich habs damals mühsam Stück für Stück mit nem Spachtel gemacht, den ich mit dem Hammer von außen dazwischen hämmerte. Mein Vorteil war, dass ich die Blechkante der Regenrinne umlegen konnte, da das Auto in die Presse ging. Der Spachtel war danach allerdings fertig. LG Selbstschrauber
|
|