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Hallo Kolleginnen und Kollegen, ich brauch mal wieder Eure Hilfe, da ich meinen Clou im Winter komplett ausräume weil das Mobiliar in die Jahre gekommen ist habe ich mir Furnierholzplatten-Multiplex in 4-15mm Stärke gekauft um daraus neue Möbel zu bauen, was ist Eurer Ansicht nach die beste Möglichkeit für Oberflächen, was habt ihr in den Mobilen?
Hochglänzender Lack ist empfindlich. Kratzer kriegst Du so schnell nicht weg.
Öl/Wachs muss regelmäßig neu aufgebracht werden. Kratzer kann man gut durch Schleifen und nachölen bzw. - wachsen entfernen.
Zuhause ziehen wir geölte Echtholze vor, im Wohnmobil würde ich einen Seidenmatten Lack nehmen.
jazzfriend am 22 Sep 2014 20:01:04
Hallo, ich Öle Echtholzflächen dann kann ich immer nachoelen auf Wax kann kann man auch nachwaxen auf Oel kann man auch Wax auftragen umgekehrt geht nicht . Ich nehme ein Leinstandoel das ist Leinoel das ein paar Jahre gestanden hat und versetze es mit 1/3 balsamterpentin aus Pinienzapfen zur verduennung, dann hat das Holz den besten Schutz gegen Wasser. Das trage ich mit einem Leinentuch dünn auf mehrmals nach trocknung( 2 bis 3 mal). Wenn die Fläche glänzen soll dann nehme ich einen Polierwax den ich aus Bienenwax,Carnauberwax und Orangenoel herstelle , aber auf Gebrauchsflächen (Tischen) wischt er sich schnell wieder ab und Wasser hinterlässt Weisse flecken, auf Möbelklappen sieht es gut aus und hält lange und man kann immer wieder nachpolieren . Zuerst würde ich alles oelen das hebt die maserung hervor und das Oel kann man auch Pigmentieren in den verschiedensten Tönen.
Klaus
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chrisc4 am 22 Sep 2014 20:24:04
Leinöl und echtes Terpentin für innen? Das wurde bis Anfang der Siebziger im Malerhandwerk verwendet, es gab die Berufskrankheit Terpentinkretze, die Handwerker mussten den Beruf wechseln. Als Nachfolgeprodukt gibt es synthetisches s. G. Terpentinersatz was diesbezüglich unproblematischer ist. Trotzdem, das ist nicht ungefährlich, können Atemnot und schwere Allergien auslösen. Die Anwendung in Innenräumen sollte unterbleiben. Leinöl mit Terpentin verdünnt ergibt Halböhl, das gast jahrzehntelang aus und riecht permanent. Außerdem gilbt das erheblich nach, bis zum schwarz werden, wie z.B. alte Ölgemälde. In Innenräume empfehle ich nur wässrige, schadstoffgeprüfte Produkte.
Bevor du etwas mit z.B. Leinöl behandelst unbedingt an einem Muster testen. Das riecht und zwar lange. Außerdem muss regelmäßig nachbehandelt werden, den Geruch wirst du also nicht los. Würde ich in einem so kleinen Raum nicht machen. Einmal geölte Oberflächen können nicht mal eben mit Lack oder Lasur gestrichen werden, weil man es sich anders überlegt hat. Abwaschbar, wie eine ordentlich lackierte Fläche, ist es m.W. auch nicht.
Peter
Bistro am 22 Sep 2014 21:18:42
Hallo,
Bootslack ist die haltbarste Methode, Echtholz zu behandeln.
Zwar will Holz normalerweise atmen und geölte Flächen kann man leicht nachölen, aber beim Wohnmobil sollte man wie bei einer Yacht so arbeiten, dass auch mal Feuchtigkeit im Raum sein darf.
Ich habe mir mal eine einfache Fußbank farbig gebeizt und dann mit Bootslack gestrichen und die sieht trotz häufigem Gebrauch in der Küche ( hohe Schränke ) nach 6 Jahren immer noch aus wie neu.
Gast am 22 Sep 2014 21:19:27
Leinöl Pressemeldung des Landesbranddirektors:
Vorsicht beim Umgang mit Leinöl zur Holzpflege
Landesbranddirektor Hermann Schröder: „Mit Leinöl getränkte Stofflappen sind tickende Brandbomben“
„Mit Leinöl getränkte Lappen neigen zur Selbstentzündung und sind bei unsachgemäßem Umgang oft Ursache für Brände. Wer seine Hölzer in Haus und Garten mit Leinöl für den Sommer fit macht, sollte die verwendeten Pinsel gut reinigen und die zum Auftragen verwendeten Stofflappen sachgerecht aufbewahren oder entsorgen.“ Das sagte Landesbranddirektor Hermann Schröder am Dienstag, 17. April 2007, in Stuttgart.
Mit den sommerlichen Temperaturen beginne auch die Garten- und Terrassenzeit. Viele Menschen würden ihre Gartenmöbel aus Hartholz oder die Holzterrasse auf Hochglanz bringen und mit einem geeigneten Leinöl als Witterungsschutz behandeln. Zum Auftragen und zum Nachbehandeln würden meist Textilstoffe verwendet, die dann mit dem Öl getränkt sind und von denen eine erhebliche Brandgefahr ausgehe. Leinöle würden Fettsäuren und ungesättigte chemische Verbindungen enthalten, die mit Sauerstoff unter Umständen exotherme Verbindungen eingehen. Die dabei entstehende Wärme staue sich in den zusammengeknüllten Stofflappen und könne diese letztlich entzünden.
„Wer seine verschmutzte Lappen leichtsinnig in den Müll geworfen hat oder zusammengeknüllt mit dem Leinöl und den behandelten Hölzern bis zur Weiterarbeit am nächsten Tag lagert, holt sich eine tickende Brandbombe ins Haus.“ sagte Schröder. Die Warn- und Behandlungshinweise auf den Behältern sollten deshalb genauestens befolgt werden.
„Wer mit Leinöl getränkte Lappen bis zum nächsten Arbeitsgang aufbewahren will, sollte diese in einem nichtbrennbaren, luftdicht verschließbaren Behälter lagern und den möglichst im Freien weitab von brennbaren Materialien und Gebäudeteilen abstellen. Nicht mehr benötigte Lappen sollten ausgebreitet an der Luft gut getrocknet und anschließend in luftdicht verschlossenen Behältern der Schadstoffsammlung zugeführt werden. Dann gibt es keine unliebsamen und gefährlichen Überraschungen“, betonte der Landesbranddirektor
mithrandir am 22 Sep 2014 21:24:09
Wenn ein Holz ordentlich geölt/gewachst ist, kann es bedenkenlos abgewaschen werden. Auch gerne mal mit Spülmittel. Klar, das laugt aus, so dass man ab und zu nachölen muss. Aber das geht recht schnell. Wir haben einen Eichentisch als Esstisch und Eichendielen. Nur geölt und gewachst. Das Einzige auf was man achten muss ist, dass keine "stehende Nässe" entsteht (länger bleibende Pfützen) Der Tisch wird normalerweise feucht abgewischt. Einmal die Woche mit Wasser und Spüli "nassgewischt". Alle drei Monate wird damit --> Link nachgeölt. Einmal im Jahr wird der tisch mit feinem Schleifpapier abgeschliffen und danach neu geölt. Der Boden wird alle zwei bis drei Monate feucht mit Extra Parkettpflege feucht gewischt. Würde ich jederzeit wieder machen. Lackierte Oberflächen sind auf den ersten Blick pflegeleichter, aber Verletzungen der Oberfläche fallen schneller auf und sind sehr schwierig zu beseitigen (komplett abschleifen, neu lackieren)
mithrandir am 22 Sep 2014 21:25:52
scheifling hat geschrieben:Leinöl Pressemeldung des Landesbranddirektors: Vorsicht beim Umgang mit Leinöl zur Holzpflege ...
Normalerweise steht auf dem Behältnis eine Warnung, dass bei benutzten Lappen Selbstentzündungsgefahr besteht.
McT4-2 am 22 Sep 2014 22:47:03
Es kommt, meiner Meinung nach, auch auf die Benutzergruppe an. Hast Du Kleinkinder im Haushalt, für die Du immer zwei Getränke hinstellst (eins zum Trinken, das andere zum Umstoßen)? Dann rate ich zu einem kunststoffbeschichtetem Tisch (gibt´s in allen erdenklichen Designs). Die Möbel kannste dann ölen oder lackieren und ab und zu ausbessern. In unserem Womo habe ich alle Flächen lackiert (gespritzt) und zwar mit einem seidenmatten NC-Lack (Nitrocellulose). Die Reparatur von Schäden ist einfach- etwas Grauschleierentferner der Firma Clou aufsprühen (gibt´s in Spraydosen), dann erneut über lackieren und gut isses. Damit gehen sogar Wasserflecken gut weg! Allerdings nutzen wir das Womo mit zwei Personen, die auch ein wenig drauf achten, es nicht so schnell runter zu wohnen. Oberflächenbeschichtung ist schon immer ein Thema gewesen, an dem sich die Geister scheiden... Mach was Du willst, es ist eh verkehrt (frag mal ´nen Bootseigner...) Viel Spaß... Uli
alzu am 23 Sep 2014 05:49:25
Hallo, habe beim Vorgängerwomo (Selbstausbau) die beste Erfahrung mit Versiegelungslack für Parkettböden gemacht. Bleibt dauerhaft elastisch, d.h. er bricht nicht, wenn mal eine kleine Delle passiert und ist lösungsmittelfrei.
mithrandir am 23 Sep 2014 08:20:05
McT4-2 hat geschrieben:Es kommt, meiner Meinung nach, auch auf die Benutzergruppe an. Hast Du Kleinkinder im Haushalt, für die Du immer zwei Getränke hinstellst (eins zum Trinken, das andere zum Umstoßen)? Dann rate ich zu einem kunststoffbeschichtetem Tisch (gibt´s in allen erdenklichen Designs). Die Möbel kannste dann ölen oder lackieren und ab und zu ausbessern.
Wir haben unseren geölten Eichenholztisch angeschafft, als unser ältester 1 Jahr alt und die jüngste gerade unterwegs war. Mittlerweile ist der tisch 8 Jahre alt. Flecken sind da keine drauf. Und da ist einiges ausgelaufen. Wasserflecken hatten wir nie. Fettflecken kommen schon mal vor, verschwinden aber entweder beim wöchentlichen nassputzen oder spätestens beim nachölen. Klar ist das alles auch eine Glaubens und Geschmacksfrage. Aber leider geistert immer noch das Gerücht, dass Wasser gaaaanz schlimm für unlackierte Möbel wäre. Das Öl ist dazu da das Holz zu tränken, so dass es nichts anderes mehr aufsaugt. Wenn dann eine Flüssigkeit ausläuft, hat sie quasi keinen Platz im Holz. Das funktioniert wunderbar so lange das Wasser irgendwann abtrockenen kann oder abgewischt wird. Pfützen, die länger stehen, verdrängen das Öl und hinterlassen Flecken. Dieser Prozess dauert aber. Bei lackierten Möbel bildet der Lack eine Versiegelung. Ist quasi nichts anderes als eine Kunststoffschicht auf dem Holz. Problem dabei ist, dass Wasser bei einer Verletzung des Lacks in das "saugfreudige" Holz darunter eindringt und sich unter der Lackschicht verteilt. Das sieht dann meist ziemlich wüst aus. Grundsätzlich gilt. Wer ein bisschen auf seine Möbel achtet und sie pflegt wird mit beiden varianten glücklich.
bernie8 am 23 Sep 2014 09:54:22
Hallo,
mithrandir: Erklärung ist gut. Ich mache es immer abhängig von der Belastung. Habe meine Treppe zum Obergeschoß selbst eingebaut, war unbehandelte Buche. Die habe ich aufgrund der zu erwartenden Belastung in meheren Arbeitsgängen mit Bootslack (Hempel) behandelt. Ist sehr haltbar und unaufällig. Möbel im Bad (Walnuss) sind mit wasserverdünnbarem Holzschutz behandelt, damit es natürlicher aussieht, hier würde mich eine richtige Lackoberfläche stören. Die Möglichkeiten sind wohl so vielfältig wie die Produktpaletten die im Baumarkt stehen, wobei man hier wieder feststellen muss, dass "professionelle" Produkte in diesen nicht auftauchen. Übrigens, Leinöl ist aufgrund seines hohen Fettsäuregehaltes (mehr als alle anderen Öle) sehr gesund. Muss aber frisch sein, da Licht- und Wärmeempfindlich.
Kochgenie am 23 Sep 2014 09:57:04
Boden haben wir mit Parkettlack gestrichen,
die Einbauten mit wasserlöslichem Klarlack. Wenn mal ein Kratzer reinkomt, was schon passiert ist, haben wir ihn mit Wachs wieder hin gekriegt, wenn man es nicht weis, dann sieht man nix.
Roman am 23 Sep 2014 12:13:08
Hallo,
unsere Buche Echtholzmöbel sind herstellerseitig mit "AURO Classic 2 in 1 Ölwachs" (Nr. 129) behandelt. Sieht klasse aus und ergibt eine wunderbar griffige Oberfläche. --> Link In nun 10 Jahren habe ich die stärker beanspruchten Stellen bisher zwei mal nachgearbeitet. Für Möbel halte ich das Produkt für optimal. Den Tisch der Sitzgruppe habe ich übrigens auch später selbst aus Buche Leimholz gebaut und 3 x mit dem Auro Produkt behandelt. Selbst die starke Beanspruchung bis hin zu Rotwein, hat er bisher klaglos weggesteckt.
Der Boden war ab Werk lackiert. Dieser sah nach 4 Jahren nicht mehr so toll aus. Es fällt einem halt doch immer mal was runter. Daher wurde er von mir abgeschliffen und mit mit "AURO Pure Solid Hartöl" (Nr.123) --> Link behandelt. Den Boden öle ich alle zwei Jahre nach vorheriger Reingung nach (Aufwand 15 Minuten) und er sieht heute noch aus wie vor sechs Jahren.
Sowohl geölte als auch gewachste Oberflächen, lassen sich gerade für Laien viel besser nacharbeiten als lackiertes Holz. Außerdem sehen die Oberflächen m.E. schöner und professioneller aus, als mit Lack.
Roman
buccaneer am 23 Sep 2014 12:37:02
benutze für Holzbehandlung und -versiegelung seit ca. 3 Jahrzehnten Benar-Öl für verschiedenste Einsatzbereiche (Fenster, Holzboote, Möbel ect.) --> Link im Aussenbereich Benar UVC; Innen ohne UV Schutz (für den ersten Anstich wähle ich eine mit Terpentin verdünnte Mischung, zieht besser ein) zum Nachlackieren muss nicht alles abgeschliffen werden (leichtes anschleifen ist völlig ausreichend)
Gast am 23 Sep 2014 12:45:48
ich steh grad zuhause vor der frage "ölen oder lackieren?". der parkettfachmann riet mir zu öl bei harthölzern und lack bei weichhölzern. ist zwar nicht das gleiche wie ausbauten im womo, aber zumindest für den womo-boden hilft´s vllt weiter.
Gast am 06 Okt 2014 20:25:23
buccaneer hat geschrieben:benutze für Holzbehandlung und -versiegelung seit ca. 3 Jahrzehnten Benar-Öl für verschiedenste Einsatzbereiche (Fenster, Holzboote, Möbel ect.) --> Link
Danke dir, ein sehr hochwertiges Öl wir haben es ausprobiert, das Holz wurde dabei jedoch einen Tick dunkler wie bei dem von Roman vorgeschlagenen Produkt! Siehe unten!
Roman hat geschrieben:Hallo,
unsere Buche Echtholzmöbel sind herstellerseitig mit "AURO Classic 2 in 1 Ölwachs" (Nr. 129) behandelt. Sieht klasse aus und ergibt eine wunderbar griffige Oberfläche. --> Link
Roman
Volltreffer, genau das Ergebnis was wir uns vorgestellt haben, Mercie! :top:
System am 13 Okt 2014 13:46:35
Siehe auf moebel-bohn für Umgangstipps mit dem von dir genannten Holztyp, die Leute haben Ahnung, sind ja selbst Möbelbauer.