tom3m am 25 Sep 2014 14:02:57 Hallo User, seit unserem letzten Urlaub mit unserem Dethleffs Globeliner auf Sprinter 312d (903) treibt mich das Thema Gesamtgewicht und Achslast um. Dabei geht es mir vor allen um die technische Lösung, was erlaubt ist und was nicht, auch im Ausland, ist mir klar. Ich war mit unserem Gefährt auf der Waage, 3540 kg ohne Besatzung und davon 2500 kg auf der Hinterachse. Als erstes habe ich jetzt andere Reifen auf die Hinterachse aufgezogen. Nun überlege ich eine Zusatzfederung einzubauen - Luft, Spiral oder Blatt. Ich habe schon diverse Forumeinträge zu diesem Thema gelesen, aber meistens geht es dabei um Komforterhöhung. Auch findet man bei den Herstellern natürlich nur Zusatzfedern für die vorgeschriebene Gesamtmasse von 3,5 t. Mir ist nun nicht klar, welchen Vorteil ich habe, wenn ich eine Federung nachrüste, wenn mein Gesamtgewicht doch in Richtung 3,8 t geht. Kommt mein Mobil hinter höher und wieviel? Auffahrten auf die Fähren ist immer mit Aufsetzen verbunden :( . Luftfederung ist mir zu aufwendig und zu anfällig im Vergleich zu Spiralfedern. Blattfedern will ich eigentlich nicht tauschen. Bitte keine Vorschläge zum Neukauf eines größeren Mobils. Ich denke, daß der Großteil aller Fahrer eines 7m langen Womo mit 6 eingetragenen Sitzplätzen ein ähnliches Gewichtsproblem haben. Wir sind 2 Erwachsene und 3 Kinder und haben außer den Fahrrädern nur die normale Campingausrüstung dabei, also ist weglassen auch keine Option. Ich wäre Euch über Tipps zur "Auflastung" dankbar. Immer eine gute Fahrt Tom
chrisc4 am 25 Sep 2014 14:12:14 Stärkere Federn, stärkere Reifen, das muss alles zugelassen und eingetragen sein sonst verlierst Du deinen Versicherungsschutz und bei einer Kontrolle bleibt Dein WoMo dann stehen. Sind die stärkeren Reifen hinten eingetragen?
Wende Dich an deinen Aufbauhersteller oder an die Fa. Goldschmitt, da bekommst Du die Möglichkeiten genannt.
Hans
bernierapido am 25 Sep 2014 14:45:46 Reifen mit einem höhreen Lastindex als eingetragen, dar ich immer draufziehen. Ich habe das bei der Tandem-Achse auch gemacht, da dabei nie genau abzuschätzen ist, welcher Reifen gerade wieviel tragen muss. Dadurch verfällt nicht die Betriebserlaubnis. Bei zusätzlichen Blattfedern kann man immer auch mit dem TÜV sprechen. Ich habe eine eingetragene, zusätzliche Blattfeder an der Hionterachse der Zugmaschine da die Fderung vorher bei tiefen Querrillen durchschlug. Früher gab es auch mal (zugelassene) verstärkte oder aufpumpbare Stoßdämpfer. Weiß aber nicht, ob es die noch gibt. Mercedes und BMW streckten ja bei Anhängerbetrieb früher immer die Beinchen nach außen.
chrisc4 am 25 Sep 2014 15:04:14 bernierapido hat geschrieben:Reifen mit einem höhreen Lastindex als eingetragen, dar ich immer draufziehen. .
Das stimmt nur, wenn die gleiche Reifengrösse beibehalten wird. Ein höherer Lastindex ist meistens nur mit breiteren Reifen oder anderem Felgendurchmesser realisierbar. Bei 2500Kg auf der Hinterachse wäre das Lastindex 116 oder besser 117. Vermutlich sind auch die Felgen und die Hinterachse völlig überlastet. Da er wegen der Eintragung der Auflastung sowieso ein Gutachten braucht, gibt es da Probleme. Vermutlich ist das Fahrwerk, Hinterachse, Bremsanlage etc. für diese extreme Belastung nicht geeignet. Das muß vorher alles es geprüft werden. Hans Reifen
Gast am 25 Sep 2014 18:15:06 Hallo Tom, ich sehe das so ähnlich wie meine Vorredner, technisch wirst du das nur mit einem immensen finanziellen Aufwand gestemmt bekommen, vor allem was größere Bremsen, stärkere Stabilisatoren und stabilere Dämpfer anbetrifft, dagegen sind die Rad-Reifenkombinationen ein Sonderangebot. Mach es doch so wie einige andere hier die immer an der Gewichtsgrenze knabbern und häng die einen Anhänger dran in den du das ganze schwere Gerödel wie Fahrräder, evtl. auch Frischwasser und Gas unterbringen kannst...nur mal als Alternative die Racker werden ja nicht leichter.
bl550 am 25 Sep 2014 21:20:31 Hallo Tom,
das geht nur mit einer Unbedenklichkeitsbescheinigung von Mercedes. Ist in deinem Fahrzeug eine verstärkte Vorderachse verbaut? Dann hat Mercedes im Grunde nichts dagegen auf 3800 kg aufzulasten, ohne technische Änderungen. Schau mal auf das Typschild an der Sitzkiste vom Fahrersitz, dort stehen die Achslasten. Um Aufzulasten benötigst du auf der VA 1750 kg und auf der HA 2240 kg. Mit 2500 kg ist deine HA überladen. Bei weiterem Infobedarf melden.
chrisc4 am 25 Sep 2014 21:30:30 Die Unbedenklichkeitbescheinigung gibts es ausschließlich beim Aufbauhersteller Dethleffs.
Dethleffs hat für das Fahrzeug die Zulassung bekommen und nur die können entscheiden ob das möglich ist.
Mercedes hat damit nichts zu tun.
Hans
bl550 am 25 Sep 2014 21:52:43 Hallo,
bei der Auflastung meines Wochner konnte mir die Firma Wochner nicht helfen. Die haben mich zu Mercedes verwiesen, weil die das Fahrgestell gebaut haben. Aber es wird nicht so einfach, weil das Fzg des TE schon 2500 kg auf der Hinterachse hat.
tom3m am 26 Sep 2014 09:27:13 Danke für die bisherigen Antworten.
Mit der kompletten Fuhre sind wir nicht immer unterwegs und ich will auch keine offizielle Auflastung. Ich möchte einfach, daß das Heck etwas aus den Federn raus kommt, damit ich mehr Abstand zur Straße oder eben zu Auffahrrampen auf die Fähren bekomme. Ich gehe davon aus, daß die Achse des Sprinters die 400 kg Mehrbelastung verkraftet. Erstens sind Sicherheiten mit eingerechnet und zum Zweiten bewege ich mich mit der Last in anderen Geschwindigkeitsbereichen als ein normeler Sprinter im Speditionsbetrieb (statische vs. dynamische Lasten). Auch bei Reifen ist die Traglast immer ein Verhältnis von Vmax. und Vtatsächlich sowie Reiferdruck.
Deshalb noch einmal zur Technik, komme ich mit normalen Zusatzfedern oder Luftfedern hinter weiter hoch oder nicht?
Tom
chrisc4 am 26 Sep 2014 10:07:53 Falsche Reifen, vermutlich falsche Felgen, bewusst über 400 Kg auf der Hinterachse überladen, es ist nur eine Frage der Zeit bis etwas passiert!
Mit deiner Frau und 3 Kindern auf großer Tour! Das ist grob fahrlässig!
Wenn mit Deinem völlig überladenem Fahrzeug etwas passiert und es Tote und Verletzte gibt, wirst Du das dein Lebelang mit dir herumtragen, finanziell bist Du dann sowieso am Ende. Jeder Gutachter wird das sofort erkennen. Keine Versicherungsschutz = Schulden dein Leben lang.
Bei einer Kontrolle wirst Du bestraft und es gibt Punkte außerdem musst Du dein Fahrzeug stehen lassen, keine gültige Betriebserlaubnis, verkehrunsicher wegen nicht eingetragener Reifen, Felgen, Ferderung, extreme überschreitungen Achslasten usw.
Außerdem bist Du im Ausland Mautpreller, wenn die Dich erwischen, wirst Du entsprechen bestraft und musst ausladen.
Ich hoffe, dass meine sehr deutlichen Worte etwas bei Dir bewirken.
Wickinger am 26 Sep 2014 14:28:47 Fast 20% Mehrbelastung auf Achse, Felgen u. Reifen(bei den Reifen jetzt etwas weniger). Da das Gesamtgewicht nicht nennenwärts überschritten wir ist es für die Bremsanlage nicht relevant aber ich meine daß einen Reifenplatzer(besonders wen der Reifen ein wenig älter wird) möglich ist o. eine Felge gegebenenfalls den Geist aufgeben kann. Ist scho n öffter passiert u. das auch ohne Überladen. Wenn dann bei einem Crasch der Aufbau wegfliegt........... weiter möchte ich nicht denken. Gibt genügend Bilder im Internet davon.
Altmaerker39638 am 26 Sep 2014 17:38:06 Hallo, um Aufzulasten und mehr Achslasten zu haben, nicht Addierbar zum Gesamtgewicht, haben wir eine Zusatzluftfederung 2-Kreis mit 8" Bälgen und GSM4 Alufelgen mit 225/70R15C Reifen mit höherem Lastindex einbauen lassen. Damit sind jetzt Vorn 1850 + Hinten 2240 Last möglich. Joachim
Spassvogel am 26 Sep 2014 17:45:14 Hallo Joachim, haben sich die Fahreigenschaften verbessert durch die Luftfederung?
dieter2 am 26 Sep 2014 17:51:36 chrisc4 hat geschrieben:Außerdem bist Du im Ausland Mautpreller,
So ein Quatsch :roll: Dieter
Gerd Peter am 26 Sep 2014 19:13:30 Hallo Tom, bei Goldschmitt gibt es für dein Fahrzeug einen Höherlegungssatz, der das Heck ca. 6 cm dauerhaft anhebt. Mit ca. 450,00 € sind die Kosten im Vergleich zur LuFe doch sehr moderat.
Peter
Altmaerker39638 am 27 Sep 2014 09:34:35 Spassvogel hat geschrieben:Hallo Joachim, haben sich die Fahreigenschaften verbessert durch die Luftfederung?
Hallo Thomas, ja, vorher habe ich immer beim Überholen von LKW kräftige "Wankbewegungen" des Fhzg. gehabt. Wichtig ist 2-Kreis und ein guter Kompressor, meiner sitzt im Motorraum rechts. Jetzt stelle ich, je nach Beladung/Gewicht, meine "Balgendrücke" ein, meistens zwischen 1,5 bis 2,5 und auch mal 3 und das Mobil liegt wie ein Brett auf der Straße. Kann auch Unebenheiten auf dem SP dadurch mal schnell ausgleichen und besonders bei Fährauffahrten gehe ich dann auf die max. erlaubten 6 Bar und kann damit den langen Überstand um 8 cm anheben. Also mit dieser Maßnahme bei G bin ich sehr zufrieden. Joachim
chrisc4 am 28 Sep 2014 15:27:51 chrisc4 hat geschrieben:Außerdem bist Du im Ausland Mautpreller,
So ein Quatsch :roll: Dieter[/quote] Natütlich, wenn Du z.B. in Ö bis 3,5 to die güstige Maut bezahlt aber tatsächlich ca. 4 TO unterwegs bist Du natürlich Mautpreller. Was gibt es denn hier nicht zu verstehen? Hans
dieter2 am 28 Sep 2014 15:48:32 chrisc4 hat geschrieben:Natütlich, wenn Du z.B. in Ö bis 3,5 to die güstige Maut bezahlt aber tatsächlich ca. 4 TO unterwegs bist Du natürlich Mautpreller.
Was gibt es denn hier nicht zu verstehen?
Hans
Die Maut richtet sich nur nach der Zulassung, als was das Fahrzeug zugelassen ist. Ein 3,5 to Womo was aber durch Überladung 4 Tonnen wiegt braucht auch nur eine Vignette und keine GO Box. Dieter
wolfherm am 28 Sep 2014 15:51:23 In dem Fall wird dann eine Buße wegen Überladung fällig und das obligatorische Abladen.......
Globline am 17 Dez 2015 09:18:17 Hallo Tom, Wir fahren seit fast 4Jahren einen Globeline A6773 auf Sprinter 312d. Unser Womo ist mit Linneppe Luftfedern auf 3,8t aufgelastet. Der Hintern hängt trotzdem. Das kommt wohl mit dem Alter. Wir überlegen jetzt stärkere Blattfedern einzubauen. Bekannte haben das gleiche Fahrzeug mit Goldschmitt Luftfedern, diese sind anders verbaut, da ist das Problem nicht,die können sogar hinten anheben. LG Petra
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