eberhardr am 24 Nov 2014 17:49:29 So, das Womo ist das erste Jahr gefahren und wir sind gut über die Runden gekommen. Jetzt geht es erst einmal für 3 Monate in den Winterschlaf. Ich bekomme immer wieder gesagt, ich soll die Batterien ausbauen und über den Winter an ein Ladegerät hängen. Ist das wirklich notwendig? Vielen herzlichen Dank für Eure Hilfe Eberhard
Ganzalleinunterhalter am 24 Nov 2014 18:09:45 Da gehen die Meinungen sehr auseinander, meine bleibt drinn --> Link--> Link
felix52 am 24 Nov 2014 18:30:24 Hallo, nutze ruhig die SuFu. Hier ein Suchergebnis von einem Kollegen, der dies gerade eben erst angefragt hat: :wink: --> Link
SonneS am 24 Nov 2014 18:40:27 Hallo
Batterien jeden 2.Tag an das Netz geben so ca. 20 min, sodass sie sich nicht völlig entladen.
Viele
SonneS
Heimdall am 24 Nov 2014 19:32:50 SonneS hat geschrieben:Hallo
Batterien jeden 2.Tag an das Netz geben so ca. 20 min, sodass sie sich nicht völlig entladen.
Viele
SonneS
Danke SonneS. Endlich mal jemand der richtig weiß was Sache ist. Und dies bei einem Thema das hier noch nie wirklich umfassend diskutiert wurde. Schön dass du dich dafür extra inskribiert hast. :lol:
udo61 am 24 Nov 2014 20:28:11 Was solls, fast alle Fragen wurden bereits beantwortet, eigentlich müsste niemand mehr antworten. Zur Batteriefrage kann man sich die Antwort auch selbst geben, ich gebe einen Hinweis: Die Batterien entladen sich bzw. sie werden durch klitzekleine Stromverbraucher zusätzlich entladen, wobei bei modernen Fahrzeugen viel mehr Stromsäufer an Bord sind als bei alten Schätzchen, Faustregel aus alter Zeit: Nach 3 Monaten ist der Akku leer und viele sagen auch kaputt. Hat man einen Stellplatz mit Stromanschluss sollte einfach das übliche Landstrom-Ladegerät aktiviert werden, also Kabel anschließen. Es ist zu prüfen ob sämtliche Batterien dabei versorgt werden, dabei nicht gleich die nächste Frage stellen sondern selbst nachsehen, Stichwort: Voltmeter (gibt es im Baumarkt, heißt Digital-Multimeter). Hat man am Platz keinen Strom, wäre ein Ausbau der Batterien und das Überwintern dieser im heimischen Keller oder ähnlich sehr empfehlenswert, auch dabei sollte geladen werden, Dauerladung mit 13,8 Volt konstant ist bei mir der Renner. Es gibt für billiges Geld Netzteile die genau diese Spannung abgeben. Es soll allerdings Fahrzeuge geben die bei längerer Stromversorgungspause (Batterien ausgebaut) vergessen was sie sind und im Frühjahr behaupten sie wären ein Toaster und dann nicht mehr starten und fahren wollen. Das kann ich aus eigener Erfahrung nicht bestätigen denn ich habe einen 1996er Fiat-Traktor mit einer wundervollen duftintensiven Start-Rauchwolke. Sobald alles wieder eingebaut ist und man dem Auto den Schlüssel zeigt dreht der Motor auch schon, ein wunderbares Fahrzeug. Hat man einen Freiluft-Platz und die vorhandene Solaranlage bekommt Licht, kann das eventuell für die Ladungserhaltung reichen. Anzuraten ist sowieso ein Besuch des Mobils alle 2-3 Wochen mit Spannungsmessung und sonstigen prüfenden Blicken, sofern man nichts ausbaut.
SonneS am 24 Nov 2014 20:41:15 Hallo, Alles gut und schön mit dem Ausbau. Aber leider werdet ihr feststellen ,dass das Ausbauen bei Womos sich etwas schwierig gestaltet , da Diese bei einem Carado unter den Beifahrersitz sitzt und dabei ersteinmal der obere Teil mit dem Drehteller abgebaut werden muß. Gestaltet sich etwas schwieriger.
Tschüß SonneS
udo61 am 24 Nov 2014 20:48:43 Keine Arme keine Kekse. Man kann auch alles drin lassen und abwarten. Die Gurus der Batteriemagie haben aber alle einen gewaltigen Respekt vor der bösen Sulfatierung. Was empfiehlt denn der Meister?
SonneS am 24 Nov 2014 21:03:36 Hallo,
tut mir leid bin kein Meister, sondern eine Meisterin ! Kommt es bei den Gel oder AGM Baterien zu einer Tiefenentladung ist es meistens zu spät, deshalb über einer Zeitschaltuhr aller 2 Tage diese laden, und es kommt nicht zu dieser Tiefenentadung. Bei einen Traktor ist es etwas anders, da sich um normale Säurebatterien Handel!
Tschüß SonneS :lol:
udo61 am 24 Nov 2014 21:14:21 Gut werte Meisterin und womit lädt man wenn man keine Steckdose in Kabellängen-Nähe hat? Und ich denke die Gurus kringeln sich bereits wegen der alle 2 Tage 20 Minuten Ladung. Ich bin ja nicht vom Fach, aber mein Bauch sagt mir, dass sich der Akku in 20 Minuten nicht mal überlegt ob er jetzt wirklich den chemischen Umbau des Materials in Angriff nehmen soll.
Mir ist das sowieso egal, ich bin hier nur der kleine Hoppelhase (so von der Erfahrung her). Ich werde diesen Winter Strom haben und daher auch nichts ausbauen.
sula48 am 24 Nov 2014 21:18:41 Hallo Eberhard, wenn du keine Möglichkeit hast, deine Batterien während der Stilllegung nachzuladen, baust du sie besser aus. Alle vier bis sechs Wochen nachladen (reicht das einfachste Ladegerät) und du machst nichts falsch. Wenn sie mal soweit sind, daß du nach 2 Tagen bereits nachladen mußt, brauchst du ganz einfach neue!
Schönen
Gast am 24 Nov 2014 21:32:50 Seit nun 2 Wochen läuft meine Erhaltungsladung über Solaranlage. Ich sage Euch, ich bin nun alle Sorgen wegen der Batterien los. Klickst Du: --> LinkLiebe auch an die Meisterin, Alf
udo61 am 24 Nov 2014 21:50:44 Wer viel fragt bekommt viel Antwort. Erinnert mich an eine Frage in Prähistorischer Zeit: Welche Vorwahl muss ich wählen wenn ich meinen Mann auf seinem D2-Handy in Italien erreichen will? Eine ernsthafte Antwort war "natürlich die von Italien!" (+39)...
Das einfachste Ladegerät ist für mich ein Transformator mit Gleichrichter, Effekt: Die Spannung am Akku geht irgendwann gnadenlos hoch und der Akku gast wie wild. Ich würde also vom einfachsten Ladegerät abraten. Laden alle 4-6 Wochen? Warum so selten? Die Gurus sehen auch da bereits die Gefahr der Sulfatierung. Ich habe gerade nur so weil ich Lust dazu hatte einen 44 Ah PKW-Akku seit einigen Tagen an meinem 13,8 Volt Netzteil hängen, es fließen ca. 50 mA Ladestrom und die Spannung an den Polen ist auch ziemlich genau 13,8 Volt. Ich höre dabei kein Gasen. Man mag sich alle Beiträge zur Erhaltungsladung weltweit einmal durchlesen, Dauerladung mit fester Spannung ist nicht die unüblichste Methode. Aber jeder ist frei und seines Glückes Schmied.
ckaruso am 25 Nov 2014 08:18:40 Hallo, mein Womo hängt den ganzen Winter über am Landstrom und das schon seit 3 Jahren,nur für die Starterbatterie. Habe meine Aufbaubatterie gerade prüfen lassen und sie ist noch wie neu von den Messwerten her und in der Saisonpause klemme ich die Aufbaubatterie ab und hänge sie alle 4 Wochen an ein CTEK-Ladegerät für 48h.
Christian
xbmcg am 25 Nov 2014 09:06:27 Hab das WoMo nun den 3. Winter.
Die letzten 2 Winter blieben die Batterien drin, ohne Probleme und ohne Laden (ca. 3 Monate Pause, freistehend).
For dem Abstellen hatte ich es länger an Landstrom gehabt (2 Tage) in der Hoffnung, die Batterien sind Rand voll, nach dem Winter war die Anzeige vom EBL99 bei beiden Batterien Grün, also Ladung > 50% und die Batterien hatten keine Probleme beim Start oder bei der Bordelektrik (Stufe ausfahren...). Allerdings ist das verbaute Ladegerät nicht für AGM geeignet, Schlußspannung 14.4V, so dass die Bordbatterie nie wirklich voll war.
Dieses Jahr hab ich Solar auf dem Dach, die Batterien werden täglich voll geladen, auch wenn das Womo relativ ungünstig im Schatten steht. Das Streulicht reicht um die Ladeschlußspannung von 14.8V zu erreichen und die Starterbatterie bekommt auch ihre Erhaltungsladung (2*100W Panele, SR Regler Duo Digital), es fließen nur sehr kleine Ströme beim Erhaltungs-Laden (< 1A).
Bin gespannt auf nächstes Frühjahr, ob die Batterien die dauernde Nachladerei diesen Winter überleben...
bayli52 am 25 Nov 2014 12:06:58 Die letzten Jahre hatte ich die Batterien mittels Zeitschaltuhr 2 x die Woche nachgeladen (die Elektronik saugt im Ruhezustand recht ordentlich / wie viel genau kann ich aber nicht sagen). Das war ich jetzt satt (kostet auch Strom). Nun habe ich einen Batteriehauptschalter (im BW-Jargon auch Natoknochen genannt) eingebaut, den EBL auch ausgeschaltet, und nach bislang 4 Wochen haben die Batterien noch die volle Ladung. Das Radio will zwar nun nach dem Einschalten den Code / die Senderspeicherung blieb aber bislang erhalten.
bayli
andwein am 25 Nov 2014 14:58:11 xbmcg hat geschrieben:Hab das WoMo nun den 3. Winter.
Sorry, vielleicht ein bisschen Langzeiterfahrung: Ich habe seit über 30 Jahre Wohnmobile. Das erste wurde 10 Jahre alt (gleicher Batteriesatz) und hatte keine Solaranlage unterm Sternendach. Kein Batterienausbau, keine Winterladung, keine Batterieausfälle Die anderen drei hatte Solar, Sternengarage, Gel oder AGM, kein Winterausbau, immer voll geladen (weil Solar), ein Batterieausfall (Gel) wegen falschem Solarregler. Fazit: 35 Jahre bei vier Fahrzeugen ergibt ca. 12 Batterien (Start & Aufbau), keine wurde je im Winter ausgebaut und eine davon ist während der Gewährleistung in den Batteriehimmel entflogen. Keine Drehsitze ausgebaut und auch nicht die Finger im Ducato-Motorraum gebrochen, einfach alles ausgeschaltet und drin gelassen. Andreas
sula48 am 25 Nov 2014 17:15:00 Udo61, meine Starterbatterie habe ich nach 13 Jahren vor einer Tour im Herbst 2013 vorsichtshalber ausgetauscht. Meine beiden Gels sind 15 Jahre alt! Offensichtlich habe ich nichts falsch gemacht.
udo61 am 25 Nov 2014 20:28:58 Da bin jetzt wirklich übergerascht, ausgerechnet andwein, eine Kapazität unter den Wohnmobilfahrern, baut weder die Batterien aus noch lässt er sie ständig laden, habe ich da was von den Gurus völlig falsch verstanden? Was ist mit der bösen Sulfatierung? Was ist mit der Einfriergefahr einer entladenen Batterie? Andersherum, macht man denn was grundfalsch wenn man die Akkus 3 Monate an einer festen Spannung angeklemmt lässt?
andwein am 26 Nov 2014 13:16:00 Die Antwort ist relativ einfach: 1. ich habe nie entladene Batterien 2. ich schrieb "Sternengarage" was analog bedeutet im Freien und daher tagsüber Sonnenlicht 3. ich schrieb ab dem 2. Fahrzeug eine Solaranlage Was ich nicht geschrieben habe: Ich habe eine Ladetechnik, bei der Lima (14,2V), Startbatterie (Säure Ca 120Ah), Aufbaubatterie (AGM 180Ah) EBL 269) und Solarregler (14,8V mit Temp.Reg.) nicht all zu weit auseinanderdriften. Die Batt.Kapazität ist ausreichen, um Entladetiefen von 50% zu vermeiden und mein Kaffeewasser koche ich auf Gas. AGM sulfatiert nicht oder nur wenig, Säure-Ca Batterien sind denen ähnlich und Ford schützt über ein aktives Batt.Management dier Batt. vor unnützem Verbrauch im Standbetrieb. Ist aber alles alte konventionelle Technik, keine Gimmicks. Ich bin mehr der Pragmatiker, der bewährtes benutzt, aber richtig und in seinen gegebenen Spezifikationen. Andreas
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