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IUoU Ladegerät auch im Winter optimal?


rombert am 30 Nov 2014 19:44:58

Hallo Leute,
nach vier Jahren haben sich mal wieder meine Aufbaubatterien verabschiedet (2 x 100 Ah, Säure).
In meinem Eura ist ein Ladegerät mit IUoU- Kennlinie (3 bzw. 4 Phasen) verbaut was in der Garage immer angeschaltet ist.

Mein Womo-Händler riet mir davon ab. Nach seiner Meinung sei es verkehrt ein Ladegerät immer angeschaltet zu lassen.
Das leuchtet mir nicht ein. Wenn dieser 4 Phasen-Betrieb funktioniert kann doch eigentlich nichts passieren oder sehe ich das falsch?
Wie sieht es im Winter bei niedrigen Temperaturen aus, da das Ladegerät nicht die Batterietemperatur überwacht. Kann es dadurch vielleicht zu einer Überladung kommen?

Also: Wie verhelfe ich den neuen Batterien zu einer möglichst langen Lebensdauer?


Rombert

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knolle2007 am 30 Nov 2014 21:33:19

Hallo,
ich kann nur davor warnen das Ladegerät den ganzen Winter an zu lassen.
Ich hatte auch einen EURA Mobil 660 HB mit dem - glaube ich Italienischem Ladegerät- mit IUoU Kennlinie.
Das Ladegerät war richtig eingestellt auf Bleibatterien.

Das Problem ist das ich damit die Batterien "trocken gekocht" habe.
Hätte ich regelmäßig Wasser nachgefüllt dann würden meine 3 Batterien mit je 105Ah noch leben.
Diese Nachlässigkeit hat mich 3X 179€ gekostet. :-(

Besser ist es 1X im Monat die Batterien durch zu laden und dann das Gerät wieder aus zu machen oder die Batterien auszubauen und Frostfrei zu lagern.

Als Elektriker darf ich dazu noch sagen das daß Ladegerät i.O. ist.

Ach ja, mein neues Eura Mobil I660HB hat das selbe Ladegerät.

jorgito am 30 Nov 2014 21:44:00

weißt du zufällig wie das ladegerät heißt ?

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viking92 am 30 Nov 2014 22:15:09

rombert hat geschrieben:Also: Wie verhelfe ich den neuen Batterien zu einer möglichst langen Lebensdauer?

Hy Rombert,

da gibt es verschiedene Wege und im Grunde schwört da jeder auf seinen Eigenen.

1.) Mobil ständig an Landstrom belassen, dadurch hängen die Batt. dauerhaft in der "Erhaltungsladung"
2.) Batt. vor Winterpause kpl. vollladen, danach vom System trennen & entweder im Mobil belassen oder irgendwo unterstellen
3.) das Mobil wird nur zw. für ca. 24 Std. an Landstrom gehängt

Besitzt das LG keine Temp.-kompensation, dann ist eine Überladung völlig ausgeschlossen....zumindest im Winter, da dort die Temp. erhöht werden sollte. :wink:
Evtl. sind Deine Batt. auch einfach nur "verdurstet". Ich muss bei meinen Nassen 1x jährlich schon was nachkippen (~300 ml pro Batt.)


rkopka am 30 Nov 2014 22:15:54

rombert hat geschrieben:Wie sieht es im Winter bei niedrigen Temperaturen aus, da das Ladegerät nicht die Batterietemperatur überwacht. Kann es dadurch vielleicht zu einer Überladung kommen?

Ohne Temperaturanpassung eher zu einer Unterladung. Die Ladespannung steigt mir sinkender Temperatur. Ich war mal recht erschrocken, als bei uns am Modellflugplatz die Solarlader auf über 15V hochgefahren sind. Allerdings war es auch sehr kalt und damit alles OK, wie ich dann nachgelesen habe.

Anders wäre es, wenn das Ladegerät kälter wäre als die Batterien und intern doch die Temperatur mißt. Kann man aber einfach über eine Spannungsmessung sehen.

RK

siemueller am 30 Nov 2014 22:35:05

Hallo,
mein Womo hängt auch permanent am Landstrom. Die Batterien können gar nicht kochen, weil bei Ladeerhaltung ja nicht so viel Strom fliesst. Habe noch nie an meinen Batt. erhöhte Temp. festgestellt. Weder im Sommer noch im Winter. Das Gerät schaltet doch ab, wenn voll und dann Erhaltungsladung! Aber hier im Forum kann man dazu 1000 Meinungen und mehr lesen. Bin bisher immer gut gefahren. Batt. über viele Jahre top !

felix52 am 30 Nov 2014 22:38:34

Verstehe ich das jetzt richtig?
Du meinst, Dein Wohnmobil steht regelmäßig in einer eigenen Garage?
Dann stimmen in der kalten Jahreszeit doch die Temperaturen überein.
Und während der aktiven Saison auch.
Also bräuchtest Du an und für sich nicht unbedingt einen
Temperaturfühler.
Eher vielleicht bei Verwendung eines Solarladereglers während
der Fahrsaison.

Und 4 Jahre bei einer Blei-Säure Batterie, die zeitweise intensiv
genutzt wird, sind je nach Qualität auch nicht so schlecht.

Ein wenig mehr an Nutzungszeit hole ich seit Jahren durch
Batteriepulser rein.
Sonst könnte es an den Leitungen liegen, aber Du bist ja Elektriker.

:)

kheinz am 30 Nov 2014 22:59:33

Ich lade die Akkus in unserem Wohnmobil alle vier Wochen für genau 24 Stunden mit dem Erfolg, das bisher alle Akkus 8 Jahre alt wurden. Und ich überprüfe die Säureakkus jedes Jahr zweimal und fülle wenn notwendig destilliertes Wasser nach.

MfG kheinz

berny2 am 01 Dez 2014 00:04:17

kheinz hat geschrieben:Ich lade die Akkus in unserem Wohnmobil alle vier Wochen für genau 24 Stunden mit dem Erfolg, das bisher alle Akkus 8 Jahre alt wurden. Und ich überprüfe die Säureakkus jedes Jahr zweimal und fülle wenn notwendig destilliertes Wasser nach.

Meiner Meinung nach die optimale Vorgehensweise. :razz:

plasterman am 01 Dez 2014 00:06:13

Hallo,
ich lade meine Blei/Säure (480 AH) immer nur nach Bedarf. Dazu muss immer ein Blick auf die vorhandene Voltzahl geworfen werden. Da ich in der nicht genutzten Zeit alles ausgeschaltet habe, auch die Elektrozentrale, ist der Voltmeter
ein nützlicher Helfer.
Wenn die Spannung auf tiefstens 12,11 V (ca. 50 % Entnahme) abgesunken ist, gibts eine Voll-Ladung.
Ob bei 12,36 V (ca. 25% Entnahme) geladen wird ist Ansichts und/oder Rechensache.
Bei dieser Batterienbehandlung, einschliesslich Wasserkontrolle, sollten 500 bis 800 Ladezyklen möglich sein.
Bei mir bedeutet das mind. 500 Ladezyklen x 3 Wochen = 1500 Wochen Lebensdauer was fast 29 Jahre Lebensdauer wäre.
Nun ja, ich bin Realist und gebe mich auch mit 10-12 Jahren zufrieden. Wenns dann mehr wird ist es auch recht.

4 Jahre Lebensdauer sind sehr wenig. Ich vermute dass deinen Batterien unsachgemässe Behandlung widerfahren ist.
Das können mehrfach Tiefstentladungen sein, zu wenig Wasser nachgefüllt, eventl. Säure nachgefüllt (was man nicht tun sollte, denn es verflüchtigt sich nur das Wasser), zu geringe Ampere Ladekapazität,was gerne eine Sulfatierung und/oder Säureschichtung nach sich zieht.
Vielleicht ist eine schlechte Batteriequalität auch die Ursache.
Möglicherweise sind auch allerhand Verbraucher vorhanden, die das auf Dauerbetrieb geschaltete Ladegerät gezwungen haben täglich oder alle 2 Tage nachzuladen.
4 Jahre x 365 Tage sind 1460 Tage geteit durch 2 Tage würde dann auch 730 Ladezyklen ergeben......

Ich kontrolliere den "Volt-Spannungszustand " meiner Batterien regelmässig, das heisst mindestens einmal die Woche. Bis ich das Gefühl hatte wie die ticken hab ich täglich kontrolliert.
So hab ich die Sache im Griff und es gibt in der Regel keine unliebsamen Überraschungen.

Vg
Rainer

rombert am 01 Dez 2014 11:21:06

Hallo,

ersteinmal Danke für die vielen Antworten.
Sinn des Ladegerätes mit der genannten Kennlinie ist doch, dass die Batterien stets optimal geladen sind, da bereits bei 12,4 Volt die Sulfatierung der Platten einsetzt und damit ein schleichender Kapazitätsverlust einher geht.
Schalte ich in meinem Womo alles aus bleibt immer noch der Dauerstrom für das Radio und die Stromaufnahme für das Truma-Frostventil insgesamt bei mir ca. 50 mA. Das sind in der Woche 8,4 Ah. Das Ladegerät würde also nachladen.
Die Frage ist nun, was ist ein Entlade- Ladezyklus? Eine Ladung von ganz leer nach ganz voll oder bereits das Nachladen von geringen Teilentladungen? Die Anzahl der Entladezyklen sind begrenzt und werden vom Hersteller je nach Akkutyp angegeben. Bei den jetzt georderten Banner-Batterien garantiert der Hersteller mindestens 600.
Im normalen Womo-Alltag werden die Batterien in der Regel nur teilentladen. Deshalb meine Frage wie ist ein Lade- Entladezyklus definiert und wie wirken sich Teilentladungen aus?


Rombert

willi_chic am 01 Dez 2014 11:59:12

1. nicht irgendwelche Ladespannungen kritiklos übernehmen. die Ladesschlußspannung ist batteriespezifisch, daher den Hersteller fragen. Im Datenblatt des Ladegerätes nachschauen welche Spannungen verwendet werden. So kann für AGMs dann schon mal die Stellung GEL passend sein

2. ein Zyklus ist einmal von VOLL nach LEER. Teilzyklen werden zu einem vollen Zyklus addiert

3. für längere Freude an der Batterie: nur die halbe Kapazität nutzen

4. bei Dauerladung sollte die Ladeschlußspannung nach Volladen leicht reduziert werden. Notstrombatterien halten das dann auch mal 10 Jahre aus (Parallelbereitschaftsbetrieb). Auch hier: Batteriehersteller fragen

grüße klaus

berny2 am 01 Dez 2014 12:03:02

rombert hat geschrieben:Deshalb meine Frage wie ist ein Lade- Entladezyklus definiert und wie wirken sich Teilentladungen aus?

Diese Diskussion hatten wir vor einiger Zeit schon mal gehabt. Die damals genannten Zyklenzahlen waren teilweise abenteuerlich.
Gewisse Teilentladungen lassen sich im Alltagsbetrieb nicht vermeiden, weshalb hin und wieder eine gründliche Volladung nicht schaden kann um Sulfaltierung zu vermeiden.

kurt2 am 01 Dez 2014 14:57:34

rombert hat geschrieben:Die Frage ist nun, was ist ein Entlade- Ladezyklus?
Deshalb meine Frage wie ist ein Lade- Entladezyklus definiert und wie wirken sich Teilentladungen aus?

Rombert


War auch schon mal meine Frage: --> Link

andwein am 01 Dez 2014 15:10:47

willi_chic hat geschrieben:1. nicht irgendwelche Ladespannungen kritiklos übernehmen. die Ladesschlußspannung ist batteriespezifisch grüße klaus

So sehe ich das auch, und deshalb kann auch ein "nicht defektes Ladegerät" eine Batterie kochen lassen. Und das gilt nicht nur für den eingebauten 230V Lader sondern auch für den Solarregler. Von den meisten Usern wird immer nur die Frage "MPP" zu Tode diskutiert. Ob die Ladeschlussspannungen und Phasenzeiten zu der eingebauten Batterie passen habe ich hier noch nie gelesen!
Andreas

berny2 am 01 Dez 2014 15:31:35

andwein hat geschrieben:quote="willi_chic"]1. nicht irgendwelche Ladespannungen kritiklos übernehmen. die Ladesschlußspannung ist batteriespezifisch grüße klaus

So sehe ich das auch, und deshalb kann auch ein "nicht defektes Ladegerät" eine Batterie kochen lassen. Und das gilt nicht nur für den eingebauten 230V Lader sondern auch für den Solarregler.[/quote]

Da habe ich es doch "gut": Meine beiden (fast immer) parallel geschalteten Batterien mit 210Ah können vom 60W-Solarmodur garnicht überladen werden, deshalb befindet sich in der Plus-Ladeleitung lediglich eine dickere Diode. (Schlaumeier-Modus-Off) :P

viking92 am 01 Dez 2014 15:42:49

andwein hat geschrieben:So sehe ich das auch, und deshalb kann auch ein "nicht defektes Ladegerät" eine Batterie kochen lassen. Und das gilt nicht nur für den eingebauten 230V Lader sondern auch für den Solarregler.

Hy Andreas,

im vorliegenden Fall geht es jedoch um die Erhaltungsladung über einen längeren Zeitraum. Und das Ganze noch ohne Temp.-kompensation.
Da ist die Gefahr, die Batt. zu Tode zu kochen doch eher gegen "0". :wink:
Über die passenden Ladeschlussspannungen wurde hier doch auch schon desöfteren lang & breit diskutiert, garde im Hinblick auf die AGM Problematik.


andwein am 01 Dez 2014 17:34:15

viking92 hat geschrieben: im vorliegenden Fall geht es jedoch um die Erhaltungsladung über einen längeren Zeitraum. Und das Ganze noch ohne Temp.-kompensation.

Genau, besser ausgedrückt über unüberwachte Ladung per IUoU Kennlinie über einen längeren Zeitraum. Und wenn Ladespannungen nicht zu der Batterie passen kann diese falsch geladen/überladen werden. Erhaltungsladung ist ja nicht immer!
Denn die Erhaltungsladung kann, wenn die Batt-Spannung unter einen (im Lader programmierten) Wert fällt, wieder in eine Hauptladung/Ausgleichsladung/Entsulfatierungsladung-Phase (siehe CTEK Ladephasen) fallen. Das Ganze ist ja ein Automatismus, der, in Abhängigkeit von der Batteriespannung (und eventuell der Zeit), immer wieder im Kreis geht. Und zwar unüberwacht und wie gesagt, bei allen Ladequellen mit Kennlinienladung (EBL/Solar).
Andreas

viking92 am 01 Dez 2014 17:41:46

andwein hat geschrieben: Erhaltungsladung ist ja nicht immer!
Denn die Erhaltungsladung kann, wenn die Batt-Spannung unter einen (im Lader programmierten) Wert fällt, wieder in eine Hauptladung/Ausgleichsladung/Entsulfatierungsladung-Phase (siehe CTEK Ladephasen) fallen.

Hy Andreas,

ok, im Fall von CTEK stimmt dieses, da es nach 8 Tagen in einen "Stand by" geht und nach unterschreiten von XX,X V (habs grad nicht im Kopf) in kurzen Impulsen nachlädt. Muss mal schauen, hab irgendwo noch einen Log davon.
Aber die gängigen LG, die bei uns installiert sind, halten doch dauerhaft ihre 13,* V. Und da in den Winterpausen keine grossartigen Verbraucher in Betrieb gesetzt werden, wird die Spannung auch nicht soweit sinken, das Das LG einen neuen Zyklus fährt.

Aber das die Ladeschlussspannung zur Batt. passen sollte, da stimme ich Dir voll & ganz zu. :top:


Gast am 01 Dez 2014 17:49:20

andwein hat geschrieben:... Das Ganze ist ja ein Automatismus, der, in Abhängigkeit von der Batteriespannung (und eventuell der Zeit), immer wieder im Kreis geht. Und zwar unüberwacht und wie gesagt, bei allen Ladequellen mit Kennlinienladung (EBL/Solar).
Andreas



also bei Solar definitiv mit Zykluszeit 24 Stunden. Ausser am Pol im Sommer.

kintzi am 02 Dez 2014 00:40:29

M. E. spielt die Erhaltungsladespannung nicht die große Rolle, besonders im Winter.
Das "Kochen" ist doch Wasserverlust durch Elektrolyse, u.die tritt landläufig bei Spannungen über 14,2-14,4V (20°C) ein. Die Spannungen f. Erhaltungsldg. liegen zwischen 13,4-13,8V, also weit drunter. Dazu kommen noch die tieferen Temperaturen, für die eigentlich das Spannungsniveau angehoben wird. Da kommt's nie zu Überladung, anders natürlich im Sommer bei 30-35°C, wo die Gasungsspannung absinkt u. man mit den normalen 14,4V ganz schnell im Schädlichen (bes. bei Gel) liegen kann. Aber bei den Erhaltungsspannungen der übliche IUoU -Geräte bis max. 13,8V, ich bitte euch.
Feststellen kann man's doch einfach über den Strom, denn ohne fließenden Strom gibt's keine E-lyse!
Und wenn kleine Ströme auch fließen sollten: bei verschlossenen Batt überhaupt kein Problem, deren Rekombinationskapazität ist für deutlich höhere Gasung konzipiert, da wird die mit der Gasung dieser kleinen Ströme spielend fertig. Nasse offene können etwas Wasser verlieren, okay über Monate, Kleinvieh macht auch Mist. Was macht's, wenn man etwas nachfüllt?
Viel wichtiger ist doch, die Batt frostsicher u. Sulfat (frei/arm) zu halten, u. das geht nur über eine im oberen Bereich geladen gehaltene
Batt. v. Blei-Säure-Typ.
Mich wundert, daß keiner näher über die Temp.-Kompensation gesprochen hat. Im Sommer ohne Frage f. d. Batt. überlebenswichtig wegen Risiko der Überladung, bes. verschlossene v. Gel-Typ, die "trocknen" gern aus. Im Winter wird hingegen die Spannung v. der Kompensationsschaltung deutlich erhöht, bei mir bei 0°C v. Ladeschluss 14,4V auf 14,9V , Erhaltung v. 13,8 bis 14,2V! Wer ohne Komp. schon Überladung befürchtet, hier hätte er sie massiv. Aber seit beruhigt, meinen Batts ist dabei in 10 Jahren nichts passiert, wer diese Spannungen nicht haben will, kann ganz einfach den Stecker des Fühlers am Lader herausziehen, dann gelten wieder Standardverhältnisse.
Also Womobatts am Strom lassen, derjenige, der " oU " erfunden hat, war sicherlich nicht dumm.
Das ganze gilt natürlich f. intakte Equipments, wenn ein Lader nach oben durchgeht ist es halt "Kismet".
Und da gebe ich dann der anderen Gruppe der Sportsfreunden recht: wäre nur durch Abschalten zu vermeiden gewesen! :razz: Gr. Richi

andwein am 02 Dez 2014 14:16:54

kintzi hat geschrieben:M. E. spielt die Erhaltungsladespannung nicht die große Rolle, besonders im Winter. Richi

Da hast du vollkommen recht!!
Aber du hast halt nicht immer die Phase Erhaltungsladung. Das ist der springende Punkt. Die IUoU Lader verlassen irgendwann (System Spann. unter 13,6V, kurz Licht an, etc) ihre Erhalt.Lad.Phase und springen wieder in die Hauptladung (Bulk) und dann in die längere Nachladungs (Absorbtionslad. bis 14,7V) Phase. Und jetzt bist du eventuell wieder im 14,7V Ladeschlussspannungsbereich, obwohl die bei dir eingebaute Batterie nur 14,3 oder 14,4V möchte.
Das muss alles nicht so sein, aber dazu muss man sich halt mit der Ladeschlussspannung der Batterie und der verschiedenen Lader auseinandersetzen. Ich nutze die Unterschiede zu meinem (bzw meiner Batterien) Vorteil.
EBL Schaudt bringt nur 14,3V, AGM wollen 14,7V, Solarregler bringt temperaturkompensiert bis zu 15,2V. So ist das System in diesem Fall stimmig.
Andreas

rolf51 am 02 Dez 2014 14:49:26

Hallo Zusammen,

habe meine Fahrzeugbatterie an ein Netzgerät mit 13,2V und 2,5A angeschlossen. Hoffe das ich damit meine Batterie nicht abkoche.

kintzi am 02 Dez 2014 17:36:02

Nö, sicher nicht. 2,5A ist vermutl. max. , Ammeter sollte um 0 anzeigen. Wenn Du Verbraucher v. 5A einschaltest,
werden die restlichen 2,5A aus Batts entnommen. Nachgeladen wird aber dann bis Schlusssp. v. 13,2V, also nicht voll. Bei kleinen Entnahmen unerheblich, aber bei längeren kann die Batt. bei z.B 70% stehen bleiben. Hier ist dann
die frisch gestartete Laderoutine eines IUoU (s. Andwein) hilfreich.
Dabei verstehe ich Andweins Bedenken nicht: die Ladeeinrichtung ist doch auf den Batt-Typ eingestellt, auch mit Temp.-kompensation u.dem zeitlichen Ablauf geschieht doch den Batts nichts, sind sie doch auch bei normalen Betrieb gewöhnt, solange die zulässige Schlusssp. nicht überschritten wird. Und wenn die Batts voll sind, nehmen die Batts kaum was auf, solange die max. Spannung nicht überschritten wird.
Nieder- Spannungsabfall beim Dauerladen ist kaum die Ursache f. Neustart d. IUoU-Routine, sondern Unterbrechung des Netzstromes.
Die schlechtere Technik fährt dann einen vollständigen Zyklus bis 14h, die bessere merkt am schnellen Anstieg auf Schlussspann. u.den raschen Stromabfall die volle Batt. , Bulk sowieso, aber die lange Absorption
wird stark verkürzt u. bald auf Erhaltung umgeschaltet. Gr. Richi

rombert am 02 Dez 2014 18:25:52

Hallo Leute, das waren hier überwiegend sehr fachkundige und nützliche Beiträge, auch die Verweise auf ältere Threads.

Ich fasse mal für die Blei-Säure Batterie zusammen:

Die Ladeschlussspannung liegt je nach Hersteller und Batterietyp bei 14,4 bis 14,8 Volt.
Bei Erreichen der Ladeschlussspannung muss noch einige Stunden weitergeladen werden, damit die Batterie wirklich voll ist und langfristig nicht verhungert.
Nach der Volladung kann die Erhaltungsladung mit 13,5 bis 13,8 Volt einsetzen.
Ein Überschreiten der Ladeschlussspannung führt zum Gasen der Batterie, einhergehend mit Wasserverlust.
Die vom Hersteller angegebenen Entladezyklen beziehen sich meist auf eine max. Entladung von 50 % und liegen bei 600 bis 800. Bei nur 30 %iger Entladung können statt 600 ca. 1500 Zyklen erreicht werden (wiederum abhängig vom Hersteller und vom Batterietyp).
Tiefe Temperaturen, wie im Winter, sind bei der Ladung unkritisch, bei hohen Temperaturen im Sommer muss beachtet werden, dass die Batterie früher anfängt zu Gasen.

Ich habe mich jetzt für 2 absolut wartungsfreie verschlossene Batterien Winner Solar SMF mit Calcium/Silber und Labyrinthdeckel entschieden (Blei-Säure). 2 x 120 Ah für insges. 254 € (das erscheint mir relativ preiswert).
Die Ladung erfolgt wie üblich nach IUoU Kennlinie aber statt mit 14,4 mit 14,8 Volt.
Bei einer Ruhespannung von 12,75 Volt nach 6 Stunden ist die Batterie voll.
Besonderheit: Der Hersteller empfiehlt nach einer Tiefentladung und alle 2 bis 4 Monate die Batterien mit einer Gasungsladung unter Beobachtung mit 15,5 - 16 Volt 6 Std. extern zu laden.

So weit, so gut?


Rombert

Gast am 02 Dez 2014 18:32:31

Nimm lieber die 230/280 Ah 20/100h Variante. Wenn sie an den Platz passt.

Wo kaufst Du?

kintzi am 02 Dez 2014 18:39:14

Noch was: maximal voll (mit Oberflächenladung) sind die Batts nur am Ende der Absorption(beim Umschalten auf Erhaltung). Nur hat die Oberflächenladung kaum Kapazität u. klingt im Rahmen der Selbstentladung rasch ab. Diese Erfahrung machen die Kameraden mit fast fertigen Batts (kaum Kapazität mehr): diese erreichen schnell die Schlussspannung, was viele ganz toll finden, entladen sich aber bei nur geringer Belastung ganz schnell, weniger toll. Beruht nur auf der Oberflächenladung. Deshalb läßt man zur Prüfung der Güte die Batt. ein paar Stunden stehen, wenn sie dann noch 12,8V u. mehr haben, sind sie meist i.O.
Deshalb u. weil die Oberflächenladung zur Nutzung uninteressant ist, braucht man zur Erhaltung Spannungen weit unter der Ladeschlussspannung, je nach Plattenmaterial 13,2-13,8V, s. Betr.-anltg. der Batts u. Lader.
Voll geladen ist eine Batt., wenn die aktiven Plattenschichten voll chemisch "durchgewandelt" (bis in die Tiefe) sind, angeladen, wenn nur ein Teil reagiert hat (Grundlage elektro-chemischer Prozess ,Pb bzw. PbO geladen, PbSO4 bd. entladen,Teil der Säure dann in Platten, übrig wässrigere Säurelösung mit niedriger Dichte, die leichter gefriert).
Erhaltung -Ldg. heißt somit nichts anderes , als Platten in Pb bzw. PbO-Zustand zu halten u. damit der Selbstentladung (=eigentlich stille Oxidation zu PbSO4 ohne Entladestrom) elektrisch entgegen zu wirken. Vgl. auch elektr. Vorgänge bei Korrosion. Gr. Richi

rombert am 02 Dez 2014 18:44:04

KudlWackerl hat geschrieben:Nimm lieber die 230/280 Ah 20/100h Variante. Wenn sie an den Platz passt.

Wo kaufst Du?


Meinst Du 1 statt 2 Batterien? Geht bei mir nicht, da ich 2 Kästen habe wo die reinkommen.
Ich kaufe direkt beim Hersteller über das Internet.


Rombert

Gast am 02 Dez 2014 18:56:46

Ja, hatte ich gemeint. Kannst du bitte einen Link auf die Hersteller Seite setzen? Danke.

Alf

Richi, das glaube ich ist bei meiner Batterie der Fall. Schnell hoch, schnell wieder leer.

kintzi am 02 Dez 2014 19:13:13

Zitat:
Besonderheit: Der Hersteller empfiehlt nach einer Tiefentladung und alle 2 bis 4 Monate die Batterien mit einer Gasungsladung unter Beobachtung mit 15,5 - 16 Volt 6 Std. extern zu laden.

Nach einer Tiefentladung? Wirklich? Kann's kaum glauben Evtl. Übersetzungsfehler !!

Und mach ja keine Gasungsladung bei "verschlossenen" (= Gel u. AGM mit Rekombination) Batterien.
Die "Ca" Batt. sind sicher keine verschlossenen, sondern höchstens geschlossene Batts. Ca-Batts brauchen wenig Wasser (sehr wartungs "arm", nicht "frei"), Überschuss davon soll ganzes Batt-Leben halten. Wird v. Experten z.T. bezweifelt .
Und die Ausgleichs/Gasungsldg. verbraucht viel Wasser. Wozu dient sie? Der Durchmischung v. Wasser u. Säure gegen die Schichtung bei stationärer Lagerung. Diese Schichtung kannst Du auch mech. aufheben durch "Schütteln". Wurde früher auf sog. Batterieschaukeln (lach nicht) gemacht (Post/Telefonanl. Batt.-Strom 60V)
Haste durch Fahren nicht nötig.
Würde nach Tiefentladung ein anständiges CTEK nehmen, das hat anfängliche Pulsldg. mit Spannungsprüfung im Ladeprogramm. Wenn Du partout Gasen willst, auch eine Gasungsstellung, aber nur, wenn Du Wasser nachfüllen kannst. Und nicht zu lange. Habe mal meinen ersten Exide naß dadurch den Rest gegeben.
Gr. Richi

rombert am 02 Dez 2014 19:40:15

Hallo,

hier mal der Link auf den Hersteller, Produktdatenblatt und Ladehinweise.

--> Link


Rombert

P.S.: Vielleicht könnte hier jemand mal genau erklären was mit Calcium/Silber - Technologie gemeint ist.
Scheint ja in neueren Fahrzeugen immer öfter vorhanden - vorzugsweise PKW´s.

kintzi am 02 Dez 2014 19:45:12

Hallo Alf, ganz sicher.
Willst Du viele Ah entnehmen, mußt Du auch viele (+mind. 10% mehr) reinpumpen.
Neben den Amp. ist auch in Ah die Zeit enthalten.
Je kürzer diese sein soll, umso mehr Amp.!
Gehe bei 80% Ladung (schonend 50% entladen)aus, also will rel schnell (Bulk=Hauptladung) 30% nachladen.
Bei einer 100Ah (C20! C100 ist Augenwischerei) initial 30A , bei Beginn Absorption ~6A, Diff. 24A /2 = 12A durchschnittlich= 30Ah/12A = 2,5h (meine Moppellaufzeit ist f. 60Ah Entldg. mit initial 60A Ladestrom).
Drunter geht nichts bei Naß u. Gel, AGM etwas schneller da mit höherem Strom ladbar. 10% Ladeverluste nicht drin.
Ist gegenüber LiFeYPO Steinzeit!!!!
LiFePo ist wohl mein nächster Batt.- Satz, traute bis jetzt der Haltbarkeit bei dem Preis nicht, bin kein Testpilot.
Aber wird immer interessanter, auch wenn ich an der Batt.-Schublade Unterflur im D-Boden zur Install. einiges umbauen muß.
Gr. Richi

Gizmo am 02 Dez 2014 19:51:04

rombert schrieb: "...Batterien....mit Calcium/Silber und Labyrinthdeckel"

Siehe dazu: --> Link

, Gizmo

viking92 am 02 Dez 2014 22:20:26

Ach Richi .....ich mag Deine Beiträge :ja: :top:

andwein am 03 Dez 2014 12:47:18

kintzi hat geschrieben:Dabei verstehe ich Andweins Bedenken nicht: die Ladeeinrichtung ist doch auf den Batt-Typ eingestellt, auch mit Temp.-kompensation u.dem zeitlichen Ablauf geschieht doch den Batts nichts, sind sie doch auch bei normalen Betrieb gewöhnt, solange die zulässige Schlusssp. nicht überschritten wird.

Zum Verständnis: ich habe keine Bedenken zum dauerhaften Anschluss eines Laders (EBL/CTEK/Solar) wenn die Ladeschlussspannungen die Empfehlungen des Batterieherstellers nicht überschreiten.
Ich habe aber große Bedenken zur Batterielebensdauer, wenn auch nur ein Ladegerät die Batt. Ladeschlussspannung für längere Zeit (z.B. 8h) übersteigt!!
Und die Solarregler werden hier überwiegend auf Shunt/MPP und Eingangsspannung diskutiert. maximal noch auf "kann man auf GEL/AGM umschalten. Wie hoch aber die Spannung in der Nachlade/Absorbion-Phase ist wird oft vernachlässigt.
Andreas

felix52 am 03 Dez 2014 21:16:12

Vielleicht fällt das hier aussen vor.
Ich hatte allerdings seit nunmehr 7 Jahren die Erfahrung gemacht, dass z.B. die erste Generation
meiner 250 Ah Banner Energy Batterien des Öfteren mal Wasser benötigten. Dies in Verbindung
mit häufiger Nachladung über Landstrom, wann immer es ging.
Nach knapp 3 Jahren war Schluss.
Die Batterien sowohl im Womo als auch im Kärcher-Reiniger waren am Ende.
Danach gabs die nächste Generation.
Seit Anfang 2010 habe ich im Womo-Bereich eine 250 Ah Banner Energy (C100, Klaus)
sowie gleichzeitig das Nachfolgemodell mit 230 Ah eingesetzt, aber konsequent ohne Landstrom
über den "alten" EBL. Immer war Solar mit 270 WP angeschlossen, nur 100 WP davon an einen
Mpp Solarregler, den ich im Sommer dennoch fast immer deaktiviere.

Mittlerweile bin ich mit meinen Banners im vierten Nutzungsjahr ohne aussergewöhnlichem
Kapazitätsabfall und meine:
Immer gleich an die Landstromsteckdose auch auf dem SP im Sommer, ist falsch.
Zumindest bei Solarunterstützung. Und der Schwachpunkt bis hin zu schädlicher
dauerhafter Entgasung scheinen auch die indifferenten EBLs zu sein.
Ob Sommers oder Winters.

Dauerladung mit Mpp- Solarreglern oder über nicht IUoU Laderegler (EBL)
halte ich "aus meiner Erfahrung" selbst mit spezifizierten und auf
Womo-Belange ausgerichteten Batterien nicht für sinnvoll.

Diese Meinung fusst auf meiner persönlichen Erfahrung mit Banner-Energy
Batterien und ich bin nicht in der Lage, dazu wissenschaftlich standfeste
Ergebnisse zu liefern.

:)

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