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"Silberkugel" Wasserkonservierung von Dr. Keddo


jossaer am 28 Jan 2015 22:09:30

Moin,
wer hat Erfahrungen mit der Konservierung von Frischwasser mit der neuen "Silberkugel" von Dr. Keddo sowie der vorherigen Reinigung der Wasseranlage mit Dr. Keddos "Schleimpur sauer"?
Jossaer

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wohnmobilbenutzer am 28 Jan 2015 22:43:25

Hallo,

fundierte Hinweise über die Wirksamkeit der Silberkugel wird dir wahrscheinlich keiner hier liefern können. Ob sich die im Wasser fast immer vorhandenen Keime trotz der Wirksubstanz Silber vermehren, wird man nur selten durch bloßen Augenschein feststellen können. Dazu wären bakteriologische Untersuchungen erforderlich, die wahrscheinlich kein Forumsteilnehmer hier durchführen lässt.

Grundsätzlich ist es halt so, daß durch die Silberionen, die über die Oberfläche der Kugel in das Wasser gelangen, nur die Keimvermehrung verhindert werden kann.
Nach der Liste der Aufbereitungsstoffe und Desinfektionsverfahren zur Trinkwasserverordnung ist Silber nur zur K o n s e r v i e r u n g des gespeicherten Wassers und nur bei nicht-systematischem Gebrauch im Ausnahmefall zugelassen. Zwischen Konservierung und Desinfektion besteht der Unterschied, daß die Konservierung im Gegensatz zur Desinfektion bereits verkeimtes Wasser (was wohl in Womos öfter anzutreffen ist) nicht keimfrei macht. Es wird nur die weitere Vermehrung der Keime gehemmt. Deshalb verwende ich ein "richtiges" Desinfektionsmittel, welches in der offiziellen Liste zur Trinkwasserverordnung als zugelassenes Desinfektionmittel für die öffentliche Trinkwasserversorgung aufgeführt ist. Die Handhabung eines Desinfektionsmittels ist allerdings etwas komplizierter und es kommt immer auf das persönliche Sicherheitsbedürfnis an.

Mit dem angesprochenen Tankreinigungsmittel habe ich selber keine Erfahrung. In diesem --> Link Thema ist Einiges zur Tankreinigung und Desinfektion geschrieben worden.


Stephan2703 am 29 Jan 2015 10:23:33

Habe ich gerade erst irgendwo gelesen: Die Dinger sind für durchlaufendes Wasser ungeeignet. Damit genügend Silberionen ins Wasser gelangen müsste das Wasser längere Zeit stehen. Du entnimmst aber immer wieder Wasser und füllst frisches nach. Um eine gleichmäßige Silberkonzentration zu bekommen, musst du ein Substrat einfüllen und die Dosierung der Wassermenge anpassen. So eine feste Kugel mit konstanter Abgabe klingt zwar praktisch, bringt aber keinen Nutzen.

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kintzi am 29 Jan 2015 12:27:41

Silberionen wirken "bakteriostatisch", indem sie den Aufbau der Bakterienwand/Membran bei der
Reduplikation hemmen, was das Überschreiten einer sicheren, für alle Bakterien spezifischen minimalen Hemmkonzentration vorraussetzt.

Eine gleichbleibende Konzentration bei fließendem Wasser könnte nur durch manuelle Nachdosierung oder eine " Impfbiene" gewährleistet werden. Insofern sind die Silberpräparate zur Steuerung deutlich besser als das " Abschmelzen " v. Silberionen aus dem Metall. Zudem ist der Preis inakzeptabel. Gr. Richi

Gast am 29 Jan 2015 12:57:29

Ich benutze Silber eigentlich nur, wenn mein Fzg. länger steht. In der Saison habe ich immer einen gefüllten Tank. Wenn ich wegfahre lasse ich das Wasser ab und fülle frisches nach. So habe ich das Gefühl, mein Tank bleibt halbwegs keimfrei. Wenn ich unterwegs bin kommt außer Wasser nichts in den Tank, zumal wir meist in nordischen Ländern unterwegs sind und die Temperaturen gemäßigt sind.
Ob ich richtig liege weiß ich nicht, fühle mich aber so seit 18 Jahren auf der sicheren Seite und habe noch nie einen schmutzigen Tank gehabt. Außer den normalen Rückständen wie Sand oder Kalk.

, Gerd

Scout am 29 Jan 2015 14:08:22

Hallo!
Wirkungsweise des Silbers.
Silber oder besser Silberionen wirken desinfizierend, sie töten Bakterien.
Der Wirkungs- oder Tötungsmechanismus ist anders als bei Bleichlauge oder Chlordioxid. Durch den anderen Wirkungsmechanismus dauert es länger bis die Bakterien abgetötet sind. Der Vorteil von Silberionen besteht darin, dass die Silberionen bei geringsten Mengen bereits Bakterien töten können und die Wirkung über Monate anhält, was bei keinem anderen Desinfektionsmittel der Fall ist.
Wobei es gleichgültig ist ob man Micropur, Aquatec Silbertex, Silberkugel oder Omas Silberkette in den Tank hängt.

Vergleichbar ist die Silberkugel mit Aquatec Silbertex.
Bei Aquatec Silbertex sind Silberpartikel fest auf einem Gewebe aufgebracht. Bei der Silberkugel ist es anscheinend ein Silberdraht der zu einer Kugel aufgewickelt ist.
Das metallische Silber ist in Wasser unlöslich, deshalb gehen auch keine Silberteilchen ins Wasser. Es bilden sich nur geringe Mengen Silberionen. Es ist auch immer fast die gleiche Menge egal ob man eine oder zehn Silberketten ins Wasser hängt.

Bei der Verwendung von Micropur entstehen feine Silberpartikel, kolloidales Silber, im Wasser, aus denen sich Silberionen bilden. Beim Verbrauch des Wassers werden diese Silberpartikel mit verbraucht.

Für diejenige die eine emotionale Silberphobie haben. Man konsumiert bei Silbertex und der Kugel weniger Silberpartikel.

Das soll nur eine Beschreibung und keine Empfehlung sein.


Scout

jossaer am 29 Jan 2015 15:38:19

Moin,
besten Dank für Eure Informationen. Jetzt sehe ich klarer!
Jossaer

Gast am 29 Jan 2015 22:15:41

früher hatten wir in unseren Kleinmobilen einen 16l Wasserkanister, da hab ich meinen Kunden empfohlen, einen Silbernen Mokkalöffel aus dem Familiensilber reinzutun. Ich habe vor einiger Zeit eines dieser Mobile hier zum Verkaufen gehabt, das war fast 10 Jahre alt und der Wasserkanister nebst Schlauch und Pumpe waren makellos sauber, nicht verschleimt, nicht veralgt. Das hatte ich auch schon anders gesehen. Und was lag am Boden des Kanisters? Ein silberner Mokkalöffel, es scheint also zu funktionieren.

Thomas

Gast am 29 Jan 2015 23:51:58

Mein Fahrzeug ist 22 Jahre alt und der Frischwassertank sowie die Rohrleitungen sind sauber ohne Silber oder sonstige Chemie.Ich lasse das restliche Wasser nach einer Tour ab und lasse dann den Tankdeckel und den Ablauf offen,so kann alles trocknen und fertig.Unterwegs habe ich nie mehr als 30 L im Tank,das gewährleistet einen schnellen Wasserdurchsatz.Ich mache das seit vielen Jahren so und habe nur positive Erfahrungen gemacht.


Arno

kintzi am 30 Jan 2015 00:05:48

Nach der Bekanntmachung des Umweltbundesamtes der Liste der Aufbereitungsstoffe und Desinfektionsverfahren gemäß § 11 der Trinkwasserverordnung -17. Änderung- Stand Nov. 2012

Zitat: Silber/ Silberchlorid unter Verwendungszweck : K o n s e r v i e r u n g des gespeicherten Wassers in Wasserversorgungsanlagen nach §.....
nur bei nicht-systematischen Gebrauch im Ausnahmefall. Zulässige Zugabe: 0,1mg/l Ag, Höchstkonzentration nach Abschluss der Aufbereitung : 0,08 mg/l Ag. Dann gibt es noch eine Vorschrift für die Dauer der Zulässigkeit von Silberprodukten . Für die gelten die
Bestimmungen des Chemikalienrechtes (Biozidverordnung).Habe dort nicht weiter nachgeschaut.

Desinfektion durch Silber ?? Habe in meinem Berufsleben in den 70ern schon einen Patienten (Arbeiter in Röntgen-Filmherstellung)
mit einer Argyrose der Leber (Silberspeicherkrankheit) gespiegelt (laparaskopiert).
Die Sache ist also nicht ganz ungefährlich , zumal bei uns "Pi mal Daumen" dosiert wird.
Ein Gutes hat die Silberkugel: man kann kaum Überdosieren. Ob dann bei niedriger Konzentration noch eine Hemmschwelle erreicht wird?

Hänge lieber meiner Frau Silber um den Hals passend zur Haarfarbe, Gold nur noch in die Zähnen. :razz: Gr. Richi

Tipsel am 30 Jan 2015 02:29:44

Hunde können an Silberionen im Wasser eingehen, falls sie es denn überhaupt saufen, denn sie haben dafür ein Gespür.
Wieso sollte es gut für uns sein?

Auch Amalgam sollte angeblich unschädlich sein. Ich hab seit einer mutigen Zahnsanierung seit über 30 Jahren Vollglatze. Ist nicht lusdisch. Also ich trau den Zusicherungen nicht, was solche Metalle angeht. Es gehört einfach nicht in unsre Nahrung und ferdisch. Und Wasser zählt für mich dazu, auch wenn man keinen Kaffee damit kocht, sondern nur die Nudeln und Kartoffeln, und auch beim Zähneputzen hab ichs im Mund, und die Schleimhaut nimmt es auf.

Wenn man auf Hygiene beim Tanken achtet, ist mir normales Trinkwasser aus der Leitung nicht suspekt und alles ist gut.

Allerdings war mir Dr. Keddo bisher immer sehr sympathisch, weil diese Zitronensäure als Aufbereiter für den Kassetteninhalt mir eher lag, als das blaue und grüne stinkende Aqua-Kem.

Rocket am 30 Jan 2015 06:07:40

Seit ganz vorsichtig mit Silberionen. Meine Frau ist Ärztin und rät davon ab. Das Wasser greift danach unsere Zellen an. Ich habe in der Garagentür vom Wohnmobil eine Wasserfilteranlage
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und da wird auch nichts grau. Abgesehen davon, das Graualgen nicht gesundheitsschädlich sind. vom Micha

Gast am 30 Jan 2015 10:34:23

Ich benutze in südlichen Ländern einen für klinische Verwendung vorgesehenen Wasserfilter.Der Steckt als Filterpatrone in einem Edelstahlgehäuse das ich so umgebaut habe das ich es per Kupplung in die Schlauchleitung einbauen kann.Dieser Filter kann alles rausfiltern incl.Legionellen und die Filterpatrone lasse ich vor jeder Saison bei meinem Hausarzt autoclavieren,so kommt gar nicht erst etwas in den Tank was da nicht hingehört.Chemie im Trinkwasser?Nein danke,mir reicht schon das Chlor das zugesetzt wird.

Arno

fring00 am 12 Nov 2018 16:06:07

rosselarno hat geschrieben:Ich benutze in südlichen Ländern einen für klinische Verwendung vorgesehenen Wasserfilter.Chemie im Trinkwasser?Nein danke,mir reicht schon das Chlor das zugesetzt wird.

Arno

Hallo
Kannst du mir eine Bezugsquelle für den Filter mitteilen.
Ein Bild wäre auch noch schön.
Danke und Grüße
Wolfgang

Tinduck am 12 Nov 2018 19:38:45

Die Silberkugel ist wegen viel zu geringer Oberfläche ineffizient, es würde Wochen dauern, bis da eine wirksame Silberionenkonzentration im Wasser vorliegt.
Diese Silbertex-Dinger haben wenigstens eine grössere Oberfläche (= höhere Ionenabgabe pro Zeit), sind aber nur für Tanks bis 100 Liter empfohlen - nix für uns.

Wir nehmen meistens gar nix, um das Wasser zu konservieren, und leben immer noch. Bei uns gehn die 250 Liter in drei Tagen durch, wenn im Mobil geduscht und gespült wird, da kann sich die Bakterienpopulation gar nicht so stark vermehren - solange man einmal im Jahr eine ordentliche Grundreinigung mit Chlordioxid oder Natriumhypochlorit (Danchlorix) macht.

In Mitteleuropa sind die ganzen Mittelchen und Filterchen grösstenteils Gewissensberuhigung. Für ernsthafte Anwendungen müssen dann sowieso Mikrofilter her, die Bakterien ausfiltern können, die sind in einer ganz anderen Preisklasse. Das übliche Gezumpel aus dem Campingladen kann vielleicht Schwebstoffe ausfiltern, sonst aber nix. Merkt man allein schon am hohen Durchfluss durch den Filter.

bis denn,

Uwe

Ruedi1952 am 12 Nov 2018 20:22:48

--> Link
Lese mal da

kintzi am 15 Nov 2018 12:24:04

So wird man an allen Ecken u. Enden um's Geld betrogen ! Bleiben wir bei der Systementkalkung mit lebensmittelechtem Natrium-Citrat u. der routinemäßigen ,jährlichen Systemdesinfektion mit Natriumhypochlorit,
bei "Versiffung" Chlordioxid. Laufend dann entweder nichts oder regelrecht dosiert Silbersalz flüssig oder kristallin.
Günstig u. gut, genügend steht ja hier im Forum darüber. Gr. Richi

xenio am 15 Nov 2018 17:04:29

Zumindest laut Autobildtest hatte ein anderes Silbernetz - WM Aquatec - aber gut abgeschnitten.

Schöne Grüße
Jens

seppr am 15 Nov 2018 19:38:15

Die Frage, die der Threadstarter vor 4 Jahren stellte scheint damit beantwortet zu sein: Die Silberkugel ist fast wirkungslos. Zumindest in der gewählten Versuchsanordnung bei einer Woche Einwirkdauer. Ehrlich gesacht: Meine Glaskugel hätte mir das vor 4 Jahren schon geweissagt.

Nun ist eine so allgemeine Frage aber auch schwer zu beantworten. Vielleicht könnte man sagen "it depends..."

Das Wasser in unseren Tanks wird doch nur zum geringsten Teil getrunken. Deshalb scheint mir ein richtig dosierter Silberzusatz trotz Abneigung gegen Chemikalien vertretbar, wenn man schon etwas 100%-iges gegen die Verkeimung unternehmen will. Ansonsten könnte man für Kaffe, Tee und zum Kochen ja Mineralwasser nehmen und das mit Silberionen versetzte Tankwasser zum Waschen, Duschen, auch Zähneputzen etc.

Eine Erfahrung von mir: Wenn ich die Silberzugabe genau nach Dosierempfehlung anwende schmeckt mir als Teetrinker der Darjeeling Tee nicht mehr. Man kann es also doch irgendwie schmecken.

Sepp

kintzi am 15 Nov 2018 20:51:48

So iss es ! :razz: Gr. Richi

Scout am 16 Nov 2018 00:28:17

Ich habe an den Ergebnissen der BILD Tests meine Zweifel.
Es gibt in der Physik oder physikalischen Chemie den Begriff der Lösungstension.
Die Lösungstension bzw. der Lösungsdruck ist das Bestreben von Metallen, in wässriger Lösung Ionen zu bilden. Das ist ein physikalisches Gesetz.

Je größer die Oberfläche der Silberpartikel ist, je schneller bilden sich die Silberionen. Bei einem Silberlöffel dauert es länger als bei kleinen Silberpartikeln. Die Menge oder Anzahl der Ionen ist nach einer gewissen Zeit aber immer gleich.
Bei diesen Versuchen hätte sich nach der beschriebenen Zeit die gleiche Anzahl Silberionen im Wasser befinden müssen. Das ist physikalisches Gesetz.

Ist die Silber verschmutzt und bildet einen Überzug, können sich nur wenige oder keine Silberionen bilden.
An der Luft überzieht sich Silber mit einer Schicht Silbersulfid, die eine Bildung von Silberionen verhindert.
Bei den Versuchen hätte bei allen Produkten die gleiche Menge an Silberionen im Wasser vorhanden sein müssen. Da dies nicht der Fall war widerspricht es physikalischen Gesetzen. Die Versuchsdurchführenden haben wahrscheinlich unsauber gearbeitet.

Ich vertraue der Physik mehr als Redakteuren der BILD.

Gruß
Scout

WomoToureu am 16 Nov 2018 07:54:16

Wir nutzen als Trinkwasser nur Wasser das wir in einem kleinen 5 l Behälter frisch gefüllt mitführen, ansonsten dürften auch das Chlor im Wasser ausreichen.

Eine weitere Behandlung des Trinkwassers sehe ich als völligen Blödsinn an.

Tinduck am 16 Nov 2018 08:45:16

Scout, das ist nur teils richtig.

Man beschreibt die Löslichkeit von Ionen im Wasser mit dem Löslichkeitsprodukt. Hier spielen auch die Gegenionen eine Rolle.

In einem Pulverpräparat ist das Silber als lösliches Salz enthalten, das sich sehr schnell auflöst. Bei den Produkten mit elementarem Silber wird die Silberionenkonzentration im Gleichgewicht um ein vielfaches niedriger liegen, als man sie mit Silbersalzen erreichen kann (man wird in so einem Trinkwassersystem allerdings niemals eine gesättigte Silbersalzlösung einsetzen), weil es einfach ein komplett anderes chemisches System ist.

Richtig ist, dass bei sämtlichen Produkten mit elementarem Silber die Endkonzentration im Wasser gleich sein sollte. Nur leider hat diese dämliche Kugel - oder auch der Silberlöffel - eine so niedrige Oberfläche, dass es wahrscheinlich die -zigfache Zeit benötigt, bis da genug abgegeben wurde. Ausserdem spielen bei diesem Vorgang immer vorhandene Legierungsbestandteile im Silber eine grosse Rolle. Diese können sich von Produkt zu Produkt in Menge und Zusammensetzung unterscheiden, was dann auch zu unterschiedlicher Löslichkeit führt. Das wird durch die elektrochemische Spannungsreihe definiert, die die Austrittsarbeit eines Metallatoms als Ion ins Wasser definiert und damit die Löslichkeit stark beeinflusst.

Wer Silberionen anwenden möchte, sollte ein Pulverpräparat nach Anleitung dosiert nutzen. Oder - wenn er zuviel Geld hat - ein flüssiges. Das funktioniert geanuso gut, ist aber pro Silberion deutlich teurer :D

Der ganze Rest ist eher Voodoo und für grössere Tanks sowieso nicht geeignet, das sagen sogar die Hersteller.

bis denn,

Uwe

SvenZ am 16 Nov 2018 09:16:07

Der Ansatz mit Silberionen zu arbeiten ist mir auch zu unsicher (Dosierung, Mindesteinwirkdauer).
Da wir unser Tankwasser zum schon mal trinken reinige und konserviere ich es mit Paulyth.
Dosierung je nach Bedarf (ob nur konservieren nach Befüllung oder 1-2 mal pro Jahr reinigen des Systems).
Übrigens lasse ich das Wasser immer nach einer Reise ab.

PAULYTH ist ein Konzentrat für die Trinkwasser Entkeimung und Konservierung.
Es beinhaltet keine Kupfer-/Silberionen und entspricht der aktuellen Trinkwasserverordnung (TrinkwV).
Vernichtet zuverlässig: • Legionellen • Pseudomonas • Keime • Viren • Algen • Pilze • Biofilme

Schönes WE,
Sven

Scout am 16 Nov 2018 12:27:31

Tinduck hat geschrieben: Man beschreibt die Löslichkeit von Ionen im Wasser mit dem Löslichkeitsprodukt. Hier spielen auch die Gegenionen eine Rolle.

Andere Anionen, z.B. Chlorid Cl- beeinflussen die Löslichkeit. Ich nehme an, dass die Redakteure von BILD bei sämtlichen Versuchen das gleiche Wasser verwendet haben womit der Einfluss bei jeder Probe gleich war.

In einem Pulverpräparat ist das Silber als lösliches Salz enthalten, das sich sehr schnell auflöst.

In vielen Pulverpräparaten war Silberchlorid enthalten das schnell in Lösung ging. Seit April 2015 ist Silberchlorid verboten.
Statt Silberchlorid wird Natriumsilberchloridkomplex (NaAgCl2) verwendet. Es ist eine Komplexbindung und zerfällt in Wasser in Natriumchlorid und kolloidale Silberpartikel. Aus diesen kolloidalen Silberpartikeln bilden sich die Silberionen. Die Silberpartikel oder metallisches Silber haben keine desinfizierende Wirkung, nur die Silberionen.

Bei Silberkugel, WM Aquatec u.a. befinden sich im Wasser nur Silberionen. Bei der Analyse werden auch nur Silberionen erfasst.
Bei den pulvrigen Mittel befinden sich im Wasser Silberionen und Silberpartikel. Werden bei der Analyse Silberionen und Silberpartikel bestimmt, oder werden die Silberpartikel vorher entfernt?
Für mich sind einige Fragen offen die mich an den Ergebnissen zweifeln lassen.
Ich wiederhole mich aus meinem ersten Beitrag. Die Ergebnissen widersprechen der Physik.

Nur leider hat diese dämliche Kugel - oder auch der Silberlöffel - eine so niedrige Oberfläche, dass es wahrscheinlich die -zigfache Zeit benötigt, bis da genug abgegeben wurde.

Was macht dich da so sicher?

Gruß
Scout

mithrandir am 16 Nov 2018 12:40:25

Danke scout und Tinduck, dass Ihr dasThema mal von der wissenschaftlichen evidenzbasierten Seite angeht.
Man sieht dann auch ganz schnell, dass es eben in der Realität nicht so einfach ist, wie uns manche Werbung weismachen will.
Aber komplizierte Sachverhalte will halt leider niemand hören.
Das ist wie mit der Religion. Einfache Wahrheiten kommen an. Die realität ist zu komplexy um sie zu glauben.
--> Wer nichts weiß muss alles glauben.. 8)

ät Scout: von wlechen Zeiträumen reden wir, bis wir davon ausgehen müssen, dass die Anzahl der Silberionen unabhängig vom Testobjekt gleich sein müsste?

udob am 16 Nov 2018 12:46:24

seppr hat geschrieben:Ansonsten könnte man für Kaffe, Tee und zum Kochen ja Mineralwasser nehmen und das mit Silberionen versetzte Tankwasser zum Waschen, Duschen, auch Zähneputzen etc.

Sepp


Das hast du aber bestimmt noch nicht ausprobiert, denn
Der Kaffee ist schon fast nicht genießbar und jeder Teetrinker würde dir die Brühe ins Gesicht spucken.
Es sind einfach zu viele Mineralien drin und das ganze ist einfach nur ekelig salzig.

Aber warum sollte gerade das Wasser für Tee oder Kaffee ein Problem sein, meins wird immer gekocht und da möchte ich sehen welche Keime da noch überleben.

Die Nummer mit den zusätzlichen Kanister spare ich mir nun schon seit 17 Jahren, ohne Nebenwirkungen.

Tinduck am 16 Nov 2018 13:10:43

Scout hat geschrieben:Was macht dich da so sicher?

Gruß
Scout


Die Tatsache, dass die Geschwindigkeit JEDES Lösungsvorganges primär von der Oberfläche der sich lösenden Substanz beeinflusst wird. So löst sich das kolloidal verteilte Silber eines Pulverpräparates eben so schnell, weil es sehr fein verteilt ist.

Die Formel, die hierfür bei der Wirkstofffreisetzung in der Medizin verwendet wird, ist

dMt/dt = (A * D * (Cs - C)) / δ

dMt/dt = Menge Wirkstoff die pro Zeiteinheit aus der Arzneiform in Lösung geht

A = Gesamtoberfläche der Arzneistoff Partikel

D = Diffusionskoeffizient des Arzneistoffes im Auflösungsmedium

δ = Dicke der hydrodynamischen Grenzschicht

Cs = Löslichkeit des Arzneistoffes im Auflösungsmedium

C = gelöste Wirkstoffkonzentration des Arzneistoffs im Auflösungsmedium

Beim gleichen Wirkstoff (Silber) ist D in allen Fällen gleich, die Dicke der hydrodynamischen Grenzschicht dürfte sich auch kaum unterscheiden, da wir immer in hohem Wasserüberschuss arbeiten, somit wird A bestimmend für das Ergebnis.

Daraus ergibt sich, dass Produkte mit kolloidalem Silber am schnellsten wirksam werden, weil am schnellsten die Endkonzentration an Silberionen erreicht wird. Und der Unterschied dürfte beträchtlich sein, kolloidal verteilte Stoffe haben pro Masseneinheit eine Millionenfach höhere wirksame Oberfläche als makroskopische Feststoffe.
Die ‚versilberten‘ Gewebe sollten irgendwo dazwischen liegen, je nachdem, wie das Silber auf das Gewebe aufgebracht wurde.

bis denn,

Uwe

kintzi am 16 Nov 2018 15:10:50

Tinduck: gut recherchiert u. dargestellt. Gibt +
NaAgCl2 flüssig wird mit voller Wirksamkeit in 2h angegeben. MHK (min. Hemmkonzentation) 8-100 ppm Silberionen.
Googelt die Beiträge unter "minimale antibakterielle Silber Konzentration ".Ich bleibe bei Silbersalz in Lösung, ist mir für wirkungsvolle Konzentration des Silbers am sichersten. Gr. Richi

Scout am 16 Nov 2018 16:16:08

mithrandir hat geschrieben:von wlechen Zeiträumen reden wir, bis wir davon ausgehen müssen, dass die Anzahl der Silberionen unabhängig vom Testobjekt gleich sein müsste?
Das hängt von verschiedenen Faktoren ab, mit anderen Worten ich weiß es nicht.
Das Silber muss seine Ionen an das Wasser abgeben, das dürfte recht schnell gehen. Ist um das Silber die maximale Ionenkonzentration erreicht gehen keine Ionen mehr ins Wasser. Das mit Ionen gesättigte Wasser muss von dem Silber wegtransportiert werden. Je stärker die Wasserbewegung, je schneller geht das, je schneller gehen neue Ionen vom Silber ins Wasser.
Es spielt bestimmt auch die Form eine Rolle. Manche Silberteile befinden sich in einem Gehäuse andere sind ohne Gehäuse. Ohne Gehäuse dürfte das Wasser schneller ausgetauscht werden als mit Gehäuse.
Bei größerer Oberfläche und gutem Wasseraustausch gehen mehr Ionen gleichzeitig ins Wasser aber auch nur bis zu einer Höchstkonzentration.
Bei den pulverigen Mitteln sind die kolloidalen Silberpartikel sehr schnell im Tank verteilt und an jedem Teilchen gehen Ionen ins Wasser. Da geht es wesentlich schneller als bei Silberkugel und Co.

Ist eine Behandlung mit Silber überhaupt erforderlich?
Man tankt das Trinkwasser an offiziellen Zapfstellen, da ist es in einwandfreiem Zustand. Ein paar Keime dürfen im Wasser enthalten sein.
Damit diese sich vermehren können brauchen sie Futter, Trinkwasser enthält aber kein Bakterienfutter. Sie werden sich schon vermehren aber nur in gerigem Maße,als dass die Menge für uns gefährlich werden könnte. Die oftmals erwähnte explosionsartige Vermehrung gibt es daher bei Trinkwasser in einem saberen Trinkwassersystem nicht.

On Tour füllt man immer wieder frisches Wasser nach. Die Verweildauer des Wassers im Tank ist dadurch nicht sehr lange. In dieser Zeit ist eine Entwicklung der Keime gering. Da braucht man dann auch kein Silber. Silber kann sinnvoll sein wenn das Wasser über längere Zeit im Tank verbleibt. Da ist man in der Regle auch nicht unterwegs und man lässt das Wasser besser ab.

Ich halte den Zusatz von Silber on Tour nicht für erforderlich.

Gruß
Scout

kintzi am 16 Nov 2018 17:30:11

Bzgl. Wasserqualität hast Du nicht in allen von Womos angefahrenen Länder in Europa u. rund um's Mittelmeer recht.
Auch in einwandfreien Ländern, wenn gelegentlich Quellwasser getankt wird.Auch muß man die Außentemp. mit in's Kalkül einbeziehen (Stoffwechsel u. damit auch Keimvermehrung pro +10°C auf's doppelte beschleunigt).
Kühl, hoher Wasserumsatz u. reine Betankung implizieren keine Konservierung, das extreme Gegenteil schon (dieser Sommer). Zur Auswahl:
Silberionen(Vermehrung verhindernd), Natriumhypochlorit u. Chlordioxid (keimtötend). Gr. Richi

Scout am 16 Nov 2018 22:09:13

kintzi hat geschrieben:Auch muß man die Außentemp. mit in's Kalkül einbeziehen (Stoffwechsel u. damit auch Keimvermehrung pro +10°C auf's doppelte beschleunigt).

Das ist die RGT-Regel (Reaktionsgeschwindigkeit-Temperatur-Regel, auch van-’t-Hoff’sche Regel). Es ist eine Faustregel der chemischen Kinetik und Biochemie. Sie besagt, dass chemische Reaktionen bei einer um 10 K erhöhten Temperatur doppelt bis dreimal so schnell ablaufen.

Es gibt aber noch die Regel des Umsatzes, die besagt wie viele Bakterien entstehen. Etwas anders formuliert, je mehr Ausgangsstoffe vorhanden sind desto mehr Endprodukt entsteht.
In unserem Falle sind die Ausgangsstoffe Futter und Bakterien und das Endprodukt neue Bakterien. Da im Trinkwasser kein Futter für die Bakterien vorhanden ist, ist deren Vermehrung auch nur gering.
Die Wachstumsgeschwindigkeit spielt keine wesentliche Rolle, wenn kein Bakterienfutter vorhanden ist.

Auf Nährböden in einer Petrischale ist viel Futter vorhanden, da können sich die Bakterien kräftig vermehren. Unser Trinkwasser ist aber kein Nährboden und hat kein Futter für die Bakterien.
In kurzer Zeit entstehen nicht so viele Bakterien, dass man Maßnahmen ergreifen müsste, auch nicht bei Wärme.

Kintzi, welche Menge von Bakterien im Trinkwasser würden uns schaden?

Gruß
Scout

kintzi am 17 Nov 2018 04:35:10

Mit Bakterienfutter meinst Du Substrat; richtig, im Trinkwasser praktisch 0. Dann würde aber eine Anlage über die Jahre nie "versiffen", irgendwann gibt's halt einen Eintrag v. Mikroorganismen u. Substrat, u. dann die Leichen voran gegangener Bakteriengenerationen .Wovon leben Legionellen, im besten Trinkwasser lebend ? Bauseits verarbeitete Plastikmaterial , als Substrat dienend, schließe ich natürlich aus. Bzgl. minimale krankmachende Erregerkeimzahlen : Erregerspezifisch. Abhängig v. Virulenz d. Keimes u. Resistenz des Infizierten. Dazu z. B.Google " Keimzahlen pathogener Erreger Wasser". Gr. R.

angelinajolie am 18 Nov 2018 19:35:02

Was haltet ihr davon?

--> Link

Tinduck am 18 Nov 2018 19:50:11

Soll ich Dir wirklich sagen, was ich davon halte?

Wenn ich schon höre 'belebt und vitalisiert das Wasser'....

OK, ich sags Dir. Esoterische Bauernfängerei. Entschuldige meine direkte Art.

bis denn,

Uwe

kintzi am 18 Nov 2018 21:25:05

Der gleichen Meinung. Gr. Richi

Scout am 19 Nov 2018 01:01:52

Na ja, immerhin hat es eine zertifizierte Nylonschnur. Ist doch auch was!
und kann durch die zertifizierte Nylonschnur jederzeit bequem aus dem Tank gefischt werden.


Gruß
Scout

kiteliner am 19 Nov 2018 09:28:51

wichtig ist das Bioelektro- Depot durch das LILIE-Verfahren LV1098. Das man bei Google erstaunlicherweise nur in Zusammenhang mit dem Hersteller und seinen Produkten findet... Nee, ist klar....
Dann lieber einen Wasserfilter, egal welchen Herstellers um wenigstens Schwebstoffe wie Kalk oder Rost aus den Leitungen aufzufangen.

Grandeur am 22 Nov 2018 17:23:39

--> Link

Gruß Grandeur

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