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Knaus VanTastik 550MD: Problem bei leerer Batterie.


OscRa am 22 Feb 2015 23:10:36

Nach nur 2 Jahren ist die Aufbaubatterie (Blei, naß, 80Ah) so weit das nach nur 4 Std. "aus" ist. Das Problem welches dabei zu Stande kommt ist Folgendes: Der Fernseher schaltet das Bild aus (schwarz), Ton ist noch zu hören. Nach ca, 6-7 Minuten fährt die Antenne automatisch runter und das Hauptrelais auf der Verteilerbox VB05 fällt ab . All dieses passiert bei 10,3 V und ist noch OK. Jetzt passiert aber das Seltsame: Die Spannung des Akkus steigt an und bei 12,3 V schaltet das Hauptrelais wieder ein, die Antenne fährt zur alten Position und der Fernseher zeigt munter das alte Programm weiter. Nach 1-2 Minuten sinkt die Batterie-Spannung auf unter 10,2 V und das Spielchen beginnt von Vorne.
Meine Frage ist: Hat jemand auch schon diesen Fehler gehabt und wenn ja, gibt es da eine Abhilfe? Oder liegt hier einfach ein Defekt vor?

Mein Verständnis sagt mir das hier ein grober Konstruktions-Fehler vorliegt. Der EIN-Schalter muß als Taster ausgelegt sein und das Hauptrelais muß in Selbsthaltung gehen, so wäre das Wiedereinschalten nicht mehr möglich. Verbaut ist ein EIN/AUS-Schalter rastend.
Was passiert wen die Truma-Heizung läuft und der Akku geht leer? Mag gar nicht nachdenken. :?:

, Oskar

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kurt2 am 23 Feb 2015 11:19:20

OscRa hat geschrieben:.......... All dieses passiert bei 10,3 V und ist noch OK.
, Oskar


HAllo Oskar,
OK ist das sicher nicht mehr.

OscRa hat geschrieben:Die Spannung des Akkus steigt an und bei 12,3 V schaltet das Hauptrelais wieder ein, .......
Nach 1-2 Minuten sinkt die Batterie-Spannung auf unter 10,2 V und das Spielchen beginnt von Vorne.
, Oskar

Hier hat sich die Batt wieder erholt um erneut (mangels Kapazität) zusammenzubrechen.

OscRa hat geschrieben:Was passiert wen die Truma-Heizung läuft und der Akku geht leer? Mag gar nicht nachdenken. :?:
, Oskar

Daran brauchst Du auch gar nicht mehr zu denken weil er das schon hinter sich hat.

Dein Akku ist tiefentladen --> Link und wird sich, solltest Du so weitermachen, in Kürze in die ewigen Jagdgründe verabschieden.

Du solltest Dich mal hier einlesen: --> Link

OscRa am 23 Feb 2015 15:12:07

[quote="kurt2"]
"OK ist das sicher nicht mehr.

Mit OK meinte das Runterfahren, nicht die Spannung bei der es erst passiert.

Habe den Akku vollgeladen mit sehr kleinem Strom, Ruhespannung jetzt bei 13,62V. Säuredichte kann ich z.Z. leider nicht messen, muß erst ein Dichtemesser besorgen.

"Dein Akku ist tiefentladen --> Link und wird sich, solltest Du so weitermachen, in Kürze in die ewigen Jagdgründe verabschieden.

Das fürchte ich auch daher hab ich nach zweimaligem Runterfahren den Saft abgeschaltet.

Die Frage bleibt aber: warum erst bei 10.2V und vor Allem, warum dieses Wiedereinschalten?

, Oskar

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kurt2 am 23 Feb 2015 16:54:19

OscRa hat geschrieben:....... solltest Du so weitermachen, in Kürze in die ewigen Jagdgründe verabschieden.
Das fürchte ich auch daher hab ich nach zweimaligem Runterfahren den Saft abgeschaltet.
Die Frage bleibt aber: warum erst bei 10.2V und vor Allem, warum dieses Wiedereinschalten?
, Oskar


HAllo,
zum Schutz der Aufbaubatt ist im WoMo ein Tiefentladeschutz verbaut. Je nach Einstellung werden die Verbraucher bei Erreichen des Wertes abgeschaltet. Bei Dir liegt dieser Wert offenbar bei 10,2V.
Vorausgesetzt die Batt ist nicht schon komplett hinüber, erholt sie sich nach dem Abschalten wieder etwas. Der Tiefentladeschutz gibt wieder Saft frei. Nun schalten sich Verbraucher ein, der Vorgang beginnt von vorne, es kommt erneut zur Tiefentladung. Also fährt wieder alles runter.
Dieses Vorgehen ist der sicherste und vermutl. auch schnellste Weg eine Batt irreparabel zu ruinieren.

Ich würde die Batt mal richtig volladen. Hält sie dann die Spannung noch, hattest Du Glück.

xbmcg am 23 Feb 2015 17:10:18

Ich versuche mal Deine Frage zu beantworten:

Die Batterie hat einen Innenwiederstand - wie jedes Ding, das Strom erzeugt, leitet oder verbraucht.
Wenn Du irgend einen Verbraucher einschaltest, hast Du automatisch mehrere Wiederstände in Reihenschaltung:
Den Innenwiederstand der Batterie, den Leitungswiederstand und den Wiederstand des Verbrauchers.

Der Innenwiederstand der Batterie und der Leitungswiederstand sind im Vergleich zum Wiederstand des Verbrauchers recht klein, es fällt darüber eine kleine Spannung ab.
Je mehr Verbraucher du einschaltest (Parallelschaltung der Verbraucher), um so geringer wird der Verbraucherwiederstand und um so mehr Spannung fällt über
die Wiederstände (Innenwiederstand der Batterie + Leitungswiederstand) ab.

Das siehst Du daran, dass beim Einschalten weiterer Verbraucher, die Spannung in Deiner Anzeige sinkt und beim ausschalten diese wieder steigt.
Beim Entladen der Batterie steigt der Innenwiederstand dieser und deshalb bricht die Spannung einer leeren Batterie auch weiter ein, als bei einer vollen.

Durch die Unterbrechung steigt die Spannung auf den Wert der Leerlaufspannung der Batterie, da ja kein Spannungsabfall mehr da ist - der Stromkreis ist unterbrochen,
es gibt keine Verbraucher.

Dein Trennrelais misst eine höhere Spannung und schaltet alles wieder ein. Strom fließt über Deine Verbraucher, Spannung fällt wieder ab, Relais trennt.

Alles klar?

Wenn Du die starken Verbraucher nach dem Auslösen des Trennrelais ausschaltest, kannst Du eine Weile noch bei LED Licht leben, bevor das Trennrelais wieder zuschlägt.
Also Fernseher, Receiver, Heizungsgebläse ausschalten, unnötige Halogenlampen aus... Dann gehts wieder eine Weile.

OscRa am 23 Feb 2015 22:39:52

Hallo Kurt2,
dann ist der Tiefentlade-Schutz falsch eingestellt, denn bei 10,7 V ist ein Blei-Akku schon tief-entladen. Der zweite Fehler ist das nach auslösen des Tiefentlade-Schutzes dieser Zustand nicht gespeichert wird, sondern nach Erholen der Batterie-Spannung alles wieder eingeschaltet wird.
Es ist tatsächlich so das die Batterie mit allen möglichen Mitteln über den Jordan geschickt werden soll um die Konjunktur an zu kurbeln.
Bin gerade dabei die Batt mit wenig Strom auf 14,3 V zu laden um danach einen Leistungstest zu machen.
Auf lange Sicht werde ich auf LiPo4 umstellen weil auf diese Technik kein Verlaß ist. Mein Auto stand nie länger als 2 Tage ohne Landstrom, also ist die Batterie immer gut versorgt worden.

Hallo xbmcg,
danke für Deine Erklärung, leuchtet wirklich ein, habe es verstanden. Nur kann ich nicht verstehen warum das System nach der ersten Abschaltung den Zustand nicht speichert. Ist es ein automatisches "Batterie-Vernichtungs-System". Wenn ich nicht beobachtet hätte was da passiert, würde das Spielchen bis zum Himmeln der Batterie dauern.
Habe noch eine Frage zum Innenwiederstand der Batterie: Habe die Batterie ausgebaut und an ein Labor-Netzteil gehängt. Die Batterie war vorher durch das Bord-Ladegerät (Truma BC 616 IU) aufgeladen gewesen. Habe das Netzteil auf 14,3 V gestellt wobei der Strom nur bei 0,1A floß. Worauf deutet das hin? Ist der Wiederstand der Batterie so groß das kein Strom mehr fliesen kann oder ist die Batterie endgültig hin? Leerlaufspannung der Batterie lag bei 13,8V.

, Oskar

rolfblock am 23 Feb 2015 23:58:16

ich würde jetzt mal den Ausdruck Hysterese verwenden. Passt irgendwie. Es gibt eine Abschaltspanung irgendwo bei 10,5 V, so tief, da unter Last gemessen wird. Dann gibt es eine Wiedereinschaltspannung, vielleicht bei 12,5 V, jetzt gemessen im Leerlauf oder bei Ladung. Den Bereich dazwischen könnte man mit Hysterese bezeichnen. Jo, aber dann passt doch alles.

OscRa am 24 Feb 2015 00:07:51

Ist eine Hysterese, ja, aber was nützt sie wenn dabei die Batterie ins Jenseits befördert wird? Wenn das paßt, dann weiß ich nicht.

kintzi am 24 Feb 2015 00:46:43

1) Meines Erachtens ist die Batt schon im Himmel.
2) Die Hysterese ist ein meist unerwünschtes natürliches Verhalten in der Regelungstechnik, muß nicht extra eingebaut werden.
3) Widerstand, auch der elektrische , kommt von "wider = entgegen " stehend, nur so nebenbei. (Hach, blöder Meckerer), aber es lesen manchmal auch bewandte Leute mit, denen sollte man nicht einen falschen Eindruck des Niveaus liefern.
Gr. Richi

OscRa am 24 Feb 2015 00:55:03

Hallo Richi,
Meinst Du den Beitrag von rolfblock? Ich habe es so verstanden das er die EIN/AUS-Hysterese der Steuerung meinte. Wenn er die Hysterese der Batterie meinte, dann ergibt das einen anderen Sinn.
Werde die Batterie über eine Lampe entladen und danach mit 1A wieder aufladen. Soll manch mal helfen, wobei ich aber skeptisch bin. Hoffnung stirbt zuletzt, aber sie stirb.
, Oskar

andwein am 24 Feb 2015 11:59:14

Hallo oscRa,
vielleicht hilft dir die Theorie besser (als Hyteresis etc.) weiter:
Deine Batterie steht kurz vor dem Tod (Tiefentladung durch zu hohe Belastung und zu wenig Nahrung) und liegt in Agonie. Lässt du sie in Ruhe, erholt sie sich kurz, belastest du sie wieder fängt sie wieder an zu röcheln.
Der Tiefentladungsschutz ist wie die Krankenschwester an der Tür, die Verwandschaft und sonstige unewrwünschte Störungen abwimmelt, die den Patienten garantiert noch schneller in den Tod schicken.
Ruhe und leichte Nahrung (10A Ladestrom) in den nächsten 24 Stunden helfen ihr vielleicht wieder auf die Beine. Vielleicht hast du das Spiel aber auch schon zu oft getrieben, dann wird der Patient einfach nicht mehr die alte Kondition erhalten.
Jetzt einfach nicht mehr schreiben und diskutieren, sondern ausbauen, Batteriewasser kontrollieren und laden!
Andreas

kheinz am 24 Feb 2015 13:27:06

Hallo Oskar,
ich stimme dir zu, das ist ein Konstruktions-/ oder Einstellfehler in der Spannungsüberwachung deines Wohnmobiles.
Fällt die Spannung unter 11 Volt muss ein Relais abfallen und damit alle Verbraucher von den Akkus trennen.
Das Relais darf erst wieder anziehen wenn das Fahrzeug an 220 Volt angeschlossen, die Akkus mindestens 24 Stunden geladen und du den Schalter - manuell - wieder eingeschaltet hast.

Klar geht das, mit Einschränkung /minimalem mitdenken auch mit einer elektronischen Wald und Wiesensteuerung, die sich in unseren Wohnmobilen bestens bewährt hat:
Erst nach anlegen von 220 Volt und einer Spannung von mindestens 13,4 Volt darf das Relais wieder anziehen. Wenn aber kurz darauf die 220 Volt wieder abgeklemmt werden ist das ein Schuss in den Ofen.
Die Akkus müssen wie oben mindestens 24 Stunden geladen werden.

Und noch was zu den Akkus:
Batterien (Naß) zum Starten des Fahrzeuges sind gebaut um für kurze Zeit hohe Ströme zu liefern.

Gel - Batterien zur Versorgung der Inneneinrichtung sind gebaut um für lange Zeit geringe Ströme zu liefern. Warum das so ist, das kannst du in verschiedenen Stellen nachlesen und denkt sich auch mit meiner Erfahrung.
Überigens, mit etwas Batteriepflege halten alle Akkus so sieben bis acht Jahre. Aber keine Regel ohne Ausnahme.

MfG kheinz

xbmcg am 24 Feb 2015 13:59:26

Die Hysterese des Tiefentladeschutzes steht diametral im Widerspruch zur Hysterie darum hier im Tröt.

Richtig ist:
  • Es ist ein automtischer Tiefentladeschutz verbaut
  • Er hat eine Steuerungshysterese (ABSICHT!), damit er nicht dauernd ein und aus schaltet, sondern erst, wenn die Spannung groß genug ist
  • Bei anschalten sehr starker Verbraucher sinkt auch die Spannung stark und der Schutz löst aus
  • Dank der Hysterese hat man als Camper die Chance auch ohne Kerzenlicht die Nacht zu überstehen, wenn man die Starken Verbraucher aus macht.
  • Vorteil der Automatik ist, man muss nicht im Dunkeln den Sicherungsknopf für ein Wiedereinschalten suchen
  • Der Vorschlag einer Wiedereinschaltung erst bei Landstrom zu ermöglichen ist Unfug. Ich kann ja auch mit Lima, Solar etc. für Nachladung sorgen

Keiner will absichtlich die Batterie tiefentladen / schrotten um die Wirtschaft anzukurbeln - wäre es so, würde man den Schutz weglassen.

Darüber hinaus ist eine niedrigere Abschaltspannung unter Last durchaus plausibel, da die Spannung wie bereits richtig beobachtet unter Last niedriger ist,
als die Leerlaufspannung der Batterie, der Tiefentladeschutz schützt die Batterie davor, unter einer bestimmten Leerlaufspannung zu fallen. Bei einer
angenommenen "Dauerlast" vo 20-30A liegt somit die Abschaltspannung entsprechend tiefer (10.2V)....

Teil des Problems könnte eine ständige Überladung der Batterie durch den Betrieb an Landstrom sein (Wasser verkocht / ausgelaufen)
Also Batterie prüfen, Wasser Nachfüllen, Batterie laden oder ersetzen.

OscRa am 24 Feb 2015 17:14:24

Hallo,
Habe Gestern die Batterie auf 10,6V mit Hilfe einer Lampe entladen und dann an ein Labornetzteil gehängt mit 14.3V und 1A. Nach nur
15 Std. war die Batteriespannung bei 14,3V und der Strom nur noch bei 0,2A. Es sind ca. 15Ah und somit eindeutig das die Batterie hinüber ist.
Wasser ist i.O.
Eine Abschaltung bei Unterspannung kann auch mit Hilfe eines kleines Zusatzrelais welches in Selbsthaltung geht und beim Abschalten abfällt. Dieses relais steuert das vorhandene Hauptrelais. Dazu muß noch der EIN-Schalter als Taster ausgelegt werden.

Danke für Eure Hilfe. Werde jetzt das LiFePo4-Projekt in Angriff nehmen, alles Andere ist raus geschmissenes Geld.

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