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Hallo Zusammen, nach längerer Abwesenheit hier im Forum (musste die Aufgaben eines schwer erkrankten Familienmitgliedes übernehmen) beginne ich mich nun doch auf die nächsten Fahrten vorzubereiten.
Zuerst fahre ich nach Koblenz zum Riepert (1.000 Dank für den Tipp!), um einen Schaden in meinem Womo beheben zu lassen und wenn ich hinterher noch das FA zufriedengestellt habe (bin leider noch nicht ganz in Rente), möchte ich nach Frankreich fahren. Wenn wir es zeitlich hin kriegen, mit einem Forumsmitglied.
Es könnte sein, dass ich gleich weiter bis an die spanische Grenze fahren werde, in dem Fall würde es mich interessieren, wie es mit dem Freistehen in Frankreich ist - erlaubt oder nicht?
Hatte zwar schon die Suche bemüht, aber entweder falsch gesucht oder aber es wurde noch nicht besprochen. Wie auch immer, für einen Hinweis von Eurer Seite bin ich sehr dankbar!
Erlaubt nicht, aber geduldet. Ausnahmen sind Strände, Naturparks, Hauptsaison. Ich bin in 30 Jahren Frankreichurlaub zweimal aufgefordert worden den Platz zu räumen. Wird man aufgefordert, sollte man jegliche Diskussion unterlassen und den Zündschlüssel drehen. Die Herren nehmen einen nach Diskussionen gerne auf die "nächsthelegene Wache" um die Personalien aufzunehmen und eine Belehrung damit zu verbinden. Andreas
Da findest du genügend Übernachtungsmöglichkeiten und vor allem immer eine V+E.
sidec am 25 Mär 2015 17:35:42
Super, danke Lena!
Das Faltblatt von Udo habe ich mir schon ausgedruckt, kommt gleich ins Womo und bleibt auch dort.
Christel am 25 Mär 2015 17:42:22
Riepert ist aber doch in Polch gegewnüber von Niesmann.
Das französische Gesetz erlaubt jedem Franzosen da zu übernachten wo er will. Die Kommunen können sich aber von dem Gesetz freikaufen, indem sie Platze für Durchreisende einrichten. Das erste Gesetz entstand nach der Revolution als noch niemand an Wohnmobile dachte, aber der König bestimmen konnte wer sich wo aufhält. Dem haben die Revolutionäre den Garaus gemacht. Das Freikaufen von diesem Gesetz entstand nachdem viele Kommunen mit großen Familienverbänden von fahrendem Volk zu kämpfen hatten. Französische Camper kennen sich mit der Gesetzeslage gut aus und wissen wann sie nicht vertrieben werden dürfen. Dann zieht die Polizei auch ab. Wir würden bei Auftauchen der Polizei eher wegfahren. Christel
ganderker am 25 Mär 2015 17:44:03
andwein hat geschrieben:Ich bin in 30 Jahren Frankreichurlaub zweimal aufgefordert worden den Platz zu räumen. Wird man aufgefordert, sollte man jegliche Diskussion unterlassen und den Zündschlüssel drehen. Die Herren nehmen einen nach Diskussionen gerne auf die "nächsthelegene Wache" um die Personalien aufzunehmen und eine Belehrung damit zu verbinden. Andreas
Hallo Andreas, so sind auch meine Erfahrungen und die von Freunden. Mir scheint auch, das sind die einzigsten Polizisten in Europa, die bei einem Verbotsschild unterscheiden (können) "momentan nicht relevant, da Mai" oder "voll durchziehen, da HS".
Natürlich ist es gefährlich, wenn man diesen Ermessensspielraum nutzt (die Deutschen sagen: "wo bleibt die Gleichbehandlung"), aber effektiv und nervenschonend. Hatte das als purer Anfänger Anfang Mai am Schloss Chambord vor 20 Jahren genau so erlebt: übernachten auf Pplatz aber sowas von verboten, mit Schildern in allen möglichen Sprachen. Wir waren ungefähr 5 womo´s, die es wagten, auch Franzosen dabei. Nächster Morgen: erstes Auto war Polizei (ich meine sogar, es war die Gendarmerie) im R4, die fuhren vorbei und grüßten mit Handbewegung ganz lässig. Danach konnte ich mein Herz wieder von ganz unten hochholen (keine Sprachkenntnisse damals). :)
sidec am 25 Mär 2015 17:55:29
Christel hat geschrieben:Riepert ist aber doch in Polch gegewnüber von Niesmann.
Ich weiß, Christel. Koblenz ist für mich auch nur der "Oberbegriff". Meine Schwester wohnt genau genommen in Mülheim-Kärlich, also auch nicht direkt Koblenz. Aber wenn ich zu ihr fahre, komme ich ohnehin nah an Polch vorbei und kann so zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.
Zu Frankreich eine kleine Anekdote - ich habe von 1974 bis 1978 in Frankreich gewohnt, in Grenoble. Mein Mann hatte damals einen Transporter "ein bisschen" zu einem Schlafwagen umgebaut und wir waren damit im Februar ans Mittelmeer gefahren. Die CP waren zu der Zeit alle geschlossen, aber wir mussten ja irgendwo bleiben. Also haben wir einen ruhigen Vorort in Nizza gesucht und uns schlafen gelegt. Gegen 4 Uhr kreiste ein Heer von Hunden ums Auto und bellte wie narrisch mit der Folge, dass die Polizei kam und klopfte. Mein Mann stieg aus und ich hörte ihn diskutieren. Als kein Ende der Diskussion absehbar war, gesellte ich mich dazu, im 6. Monat schwanger. Ein Blick der Polizei auf mein Bäuchlein, und schon klappte es mit dem Übernachten, wir durften bis zum Morgen bleiben und mussten uns dann verflüchtigen. Und genau deswegen dachte ich, ich frag lieber vorher nach :)
Gast am 25 Mär 2015 19:26:56
Wie schon gesagt wurde an Stränden, Naturparks usw. kann es verboten sein, und es gibt - eher selten - Kommunen die ein "reglement de stationnement" haben, d.h. da kann es durchaus auch mal verboten sein in einem Ort zu übernachten. Und natürlich gibt es auch Plätze wo man NICHT übernachten sollte auch wenn es erlaubt ist, z.B. Autobahnraststätten oder sensible Orte.
Kai
gary32 am 26 Mär 2015 11:59:13
Hallo,
es tauchen immer mehr solche Schilder in Bezug auf " Parken ", wie hier in Bezug auf Reisemobile.
Betrifft Parkverbot für Fahrzeuge die folgende Maße aufweisen: Länge: > 5,5m Breite: > 2,0m Höhe. 2,0m
Diese Schilder sind umstritten, weil ein Wohnmobil in der Kategorie " M1 " eingestuft ist. Man versucht damit das Schild " Campingcars interdits " zu umgehen.
Es gibt schon Aufkleber die französische Wohnmobilfahrer hinter der Winschutzscheibe haben, mit den Hinweis " Dies ist ein M1 Fahrzeug "
A+
gary32
sidec am 26 Mär 2015 19:42:56
Sieht gar nicht aus wie ein Verbotsschild :?
Gast am 26 Mär 2015 20:42:52
sidec hat geschrieben:Sieht gar nicht aus wie ein Verbotsschild :?
Allerdings! Entsorgungsstation. :D
Liebe , Alf
ottomar am 26 Mär 2015 21:15:42
Hallo Gary,
hast Du vielleicht einen Tipp, wo man die französischen Aufkleber - "Je suis un véhicule M1" oder so ähnlich - bekommen kann?
Ich finde solche Aktionen wirkungsvoller, wenn man einheitlich auftritt.
al am 26 Mär 2015 21:42:51
vielleicht bei den frz. Womo-Händlern .....oder durch frz. Foren (quasi durch Gary)?
gary32 am 26 Mär 2015 21:44:17
hallo,
diese kleine Schild , zum ausschneiden, erschien in eine Wohnmobil Zeitschrift.
Carte grise: KFZ Schein.
Es ist eine " Verordnung Municipale " von 2012 die es erlaubt Gemeinden das Parken in " Zones urbanisées " zu regeln. Das Schild " Campingcars interdits " darf nicht mehr aufgestellt werden, weil diskriminierend.
A+
gary32
gary32 am 26 Mär 2015 22:02:30
hallo,
man hat mir gerade den Text übermittelt in Bezug : " Stationement règlementé: De ce fait, les arrêtés municipaux interdisant le stationnement doivent être motivés par des nuisances ou des risques avérés et préciser les catégories de véhicules concernés : gabarit, surface, longueur, PTAC ; ainsi de tels arrêtés ne peuvent viser les seuls camping-cars, mais une catégorie globale de véhicules. Les panneaux d’interdiction de stationner visant uniquement les camping-cars sont discriminatoires donc illégaux. L’aménagement d’aires spéciales d’étape en bordure des zones les plus exposées permet de favoriser le respect des règlements communaux et d’en légitimer l’adoption aux yeux des usagers et éventuellement du juge administratif.