WomoRadler am 25 Mär 2015 19:21:14 Batterie mit 140 Ampere explodiert - Mechaniker meterweit geschleudert Schwere Augenverletzungen
Zu einem Betriebsunfall kam es am Dienstagmittag auf dem Gelände eines Autohauses in der Bahnhofstraße in Ebern. Ein 24-jähriger Mechaniker wollte von einem größeren Wohnmobil zwei in der Bodengruppe des Fahrzeugs installierte Batterien auswechseln. Bei den Montagearbeiten explodierte eine der 140 Ampere starken Batterien. Durch die Wucht der Detonation wurde der Arbeiter einige Meter zurückgeschleudert und landete unterhalb eines Abhangs. Er erlitt durch die ausgesprühte Batteriesäure Beeinträchtigung in beiden Augen. Auch zog er sich durch den lauten Knall ein Knalltrauma zu. Er wurde zunächst vor Ort vom verständigten Rettungsdienst behandelt, bevor er mit einem Rettungshubschrauber in eine Augenklinik transportiert wurde. Bezüglich der Ursache der Explosion werden noch Ermittlungen geführt, in welche auch die zuständige Berufsgenossenschaft mit eingezogen wird.
Helmchen am 26 Mär 2015 14:19:24 Was soll uns das sagen? Ich gehe davon aus, dass das ein Zitat aus der Presse ist, mit dem mal wieder niemand etwas anfangen kann.
thomas56 am 26 Mär 2015 14:46:15 Ralf, das soll uns sagen, dass eine Batterie explodieren kann und sich die Säure überall verteilt. z.B. durch Überladung!
Helmchen am 26 Mär 2015 17:12:50 Ich bin froh, dass meine bessere Hälfte kein Interesse an diesem Forum hat, sonst hätte ich allein wegen dieses Threads wieder 'ne Riesendiskussion.
Gast am 26 Mär 2015 17:26:07 Du sollst halt geladene Batterien nicht mit der Wasserzange anklemmen ... höchste Kurzschlussgefahr.
Variophoenix am 26 Mär 2015 18:04:40 Die hatte vermutlich durch überladung Wasserstoff (Knallgas) gebildet. Dann noch ein Funke, und Tschüss. Von einem Kurzschluss gibt es keine Explosion, höchsten grosse Hitze.
Helmchen am 26 Mär 2015 18:20:45 Aber was hat das mit großen Batterien auf sich? Kleine Batterie - kleiner Knall, große Batterie - großer Knall :?: :versteck:
volki am 26 Mär 2015 18:29:39 Helmchen hat geschrieben:Aber was hat das mit großen Batterien auf sich? Kleine Batterie - kleiner Knall, große Batterie - großer Knall
Ja, das ist so. Kleine Batterie hat kleineren Leerraum über den Platten, als eine grosse Batterie, da da sammelt sich dann auch mehr Knallgas an.
a.miertsch am 27 Mär 2015 17:44:04 helmchen hat geschrieben:Aber was hat das mit großen Batterien auf sich? Kleine Batterie - kleiner Knall, große Batterie - großer Knall
volki hat geschrieben:Ja, das ist so. Kleine Batterie hat kleineren Leerraum über den Platten, als eine grosse Batterie, da da sammelt sich dann auch mehr Knallgas an.
Wie soll das gehen, die Batterien haben doch einen Entlüftungsschlauch ins Freie. Wenn die Batterien gewechselt werden sollten, waren sie bestimmt nicht mehr am Ladegerät, wo soll also das Gasgemisch herkommen? Außerdem wird bei der Gasung ausschließlich Wasserstoff frei, erst wenn Sauerstoff dazukommt und das Mischungsverhältnis stimmt und eine Zündquelle hinzukommt(Kurzschluss) knallt es. Journalisten schreiben viel, wenn der Tag lang ist. :lach: Ruft doch mal an beim Dietz in Ebern. Albert
Frostnase am 27 Mär 2015 18:47:53 Eine grosse Batterie macht bei einem Kurzschluss bestimmt mehr "Bumm" als eine kleine!
biauwe am 27 Mär 2015 18:50:56 a.miertsch hat geschrieben:Außerdem wird bei der Gasung ausschließlich Wasserstoff frei, ...
Nur Wasserstoff? Wo bleibt den der ganze Sauerstoff?
mafrige am 27 Mär 2015 19:13:01 Hallo alle,
bei uns im Betrieb, hat sich in den 70'er Jahren so ein Riesenunfall ereignet. Ein Notstromaggregat sollte überprüft werden, samt Startbatterien. Zuerst ging der Elektriker daran, die Batterien zu überprüfen und nahm die Abdeckung ab. Darunter waren ca. 10 Batterien ?Ah mit Kupferschienen verbunden und irgendwann ging er in die Frühstückspause. Jetzt glaubte der Schlosser er kann einen Ölfilter wechseln, dabei legte er irgendwann, einen größeren Schraubschlüssel hinter sich, was er immer so gemacht hat. Diesmal, ohne Abdeckung, explodierte die Batterien und er kam mit Verätzungen, Prellung und ... ins Krankenhaus (hatte nichts mit den Augen weil Batterien hinter ihm waren). Die Batterien waren oben aufgebrochen und der ganze Raum voller Schwefelsäure....
andwein am 28 Mär 2015 11:36:02 a.miertsch hat geschrieben: Außerdem wird bei der Gasung ausschließlich Wasserstoff frei, Albert
Sorry, das ist nicht ganz richtig. Der Wasseranteil (H2O) in der Batterie wird elektrolytisch zersetzt in zwei Wasserstoff und ein Sauerstoffatom. Die beiden (jetzt getrennten) Elemente können sich in der Batterie oben sammeln (Knallgas), mischen und dann durch einen Funken (Ab/Anklemmen) explodieren. Es muss allerdings ein bestimmtes Mischungsverhältnis erreicht werden, dazu braucht es noch mehr Sauerstoff aus der Batterieumgebung. Andreas
biauwe am 28 Mär 2015 12:55:51 andwein hat geschrieben:Es muss allerdings ein bestimmtes Mischungsverhältnis erreicht werden, dazu braucht es noch mehr Sauerstoff aus der Batterieumgebung
Das Molverhältnis ist 2 zu 1 und benötigt keinen extra Sauerstoff. Nur eine Zündquelle! Einen Schraubenschlüssel für einen Funken/Kurzschluß, zum überbrücken der Pole. Wie oben beschrieben.
kintzi am 28 Mär 2015 14:50:51 :lol:
Aber auch bei verschlossenen Batts (Gel, AGM) kann vorsicht geboten sein, nämlich wenn die Überdruckventile infolge Überladung (Gel > 14,4V, AGM >14,8V) abblasen. Der Batt-Raum unserer alten mit 60V Batt-Bänken betr. Telefonanlage hatte einen riesengroßen Ventilator, der 5-Min. vor Betreten des Raumes zur Gasentfernung einzuschalten war! Die spätere angebl. kühle Vollelektronik brauchte hingegen gleich eine Klimaanlage zur Raumkühlung, weil sie durch ihre Abwärme überhitzt immer wieder ausstieg, heizte dann eben den Gang zum Speisesaal elektr. mit, im Sommer mit Saunafeeling. Lobe mir den alten Knaus Doppelboden mit Batts auf Auszug ins Freie; die Entlüftungsschläuche/Stutzen können nämlich v.d. Batts abfallen. In Schwäb. Hall flog mal vor 45J. ein Lehrling tödlich in die Luft, Batt-Raum mit Zigarette betreten. Gr. Richi
a.miertsch am 28 Mär 2015 20:17:48 Hört sich ja alles sehr gefährlich an. Klar, Leichtsinn ist fast immer der Auslöser. Aber wenn eine Batterie ausgetauscht wird, macht man als Mechaniker- und ich kenne die Fa. Dietz als eine ausgezeichnete Werkstatt, mit ausgezeichneten Fachkräften- nicht vorher die Stopfen von der Batterie auf, sofern es sich um eine offene Nass-Batterie handelt, damit auch die dritte erforderliche Größe, die Zündquelle hinzukommt. Das mache nicht mal ich als absoluter Nichtfachmann. Bei einer wartungsfreien Batterie ist es eh unwahrscheinlich, dass sich da so ein zündfähiges Gemisch ins Freie schleicht. Sie sollte ja ausgetauscht werden, war also nicht mehr so doll im Saft. Eine 140Ah- Nass Batterie hat im ungünstigsten Fall einen freien Raum für ein Knallgasgemisch von ca. 5 Ltr. Wenn überhaupt, dürfte das wohl nicht ausreichen einen Mechaniker meterweit durch die Luft zu schleudern. Wobei nicht einmal klar ist, wo sich die Batterien befanden. Also, alles nur Mutmaßungen. Die wirklichen Umstände kann nur die Fa. Dietz erläutern, so sie will. Der reißerische Aufmacher des Journalisten gibt sicher nix her, wie so oft. Rauchende Lehrlinge in einem Batterieraum vor 45 Jahren sind natürlich treffliche Beispiele für diesen Fall, vorausgesetzt, man kennt so einen Batterieraum aus der Wirtschaftswunderzeit noch. Trotzdem schön, dass wir mal darüber geredet haben. :ja: Albert
Ausderasche am 29 Mär 2015 01:42:54 Also ich oute mich einmal.
Ich bin zwar nicht der beschriebene Fall, aber mir ist genau das bei einem Batteriewechsel in Mannheim vor knapp 2 Jahren passiert.
Ich habe einen Kurzschluss (2 Nassbatterie mit jeweils 240 AH MIT Entgasung - Mollsystem - die Kappen der Batterien verschlossen) mit dem Schraubenschlüssel verursacht und eine der beiden Batterien explodierte, fast das gesamte Oberteil der Batterie wurde abgerissen und die Batteriesäure im Doppelboden verspritzt.
Da ich insbesondere mit dem Kopf hinter einer Stützwand in der Garage lag, ist mir nichts passiert, nur die Klamotten waren für den Müll.
Konsequenz: Nicht noch einmal, zukünftig werden die Pole zugetaped.
Leider keine Fotos gemacht, denn mir standen die Gedanken wo anders.
(Und im PKW ist mir auch schon einmal eine Batterie bei voller Fahrt explodiert. Nein, sie werden nicht vernachläßigt, sondern 2-Mal im Jahr gewartet, gefüllt.)
Frank
dl3ro am 29 Mär 2015 12:21:53 Hallo, genau das wollte ich auch schreiben, warum denn es nur durch Knallgas zur Explosion kommen soll. Ein satter Kurzschluß tuts auch. Ein Kurzschluß erzeugt eine solch schnelle chemische Reaktion die eine Menge Energie frei setzt dass die Platten einwenig schnell viel Platz brauchen.... Ich möchte nicht wissen wenn ein Akku Kaltstarteigenschafften von 3-400A hat als normal Betrieb was er dann an Strom bei Kurzschluß liefern kann. Das ist dann schnell das 10fache und das plötzlich das kann und muß das Akkugehäuse nicht ab können. Auch eine Kettenreaktion einer defekten Platte ist auch denkbar. Also es sind sicher schon mehrere Akkus nicht durch Knallgas explodiert. Und das machen kleine und die großen heftiger...
trebla am 29 Mär 2015 23:22:58 Da wird der Monteur sich wohl eine Zigarette beim Batteriewechsel angesteckt haben und es war Knallgas vorhanden. Das mit den rauchenden Monteuren ist so wie so eine Sache. Obwohl mein Wohnmobil ein Nichtraucherfahrzeug ist, stank mein Mobil nach dem Werkstattbesuch nach Zigarettenqualm und im Aschenbecher waren Kippen, trotz angebrachten "Nichtraucherschild" :evil: Danach gabs das Gegenteil von dem :knuddel: trebla
Tipsel am 30 Mär 2015 01:23:11 Ich will das alles garnicht wissen glaub ich :versteck:
Bisher hatte ich immer volstes Vertrauen in die Technik :oops:
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