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Winterreise - Dänemark mit dem Womo


vadda am 27 Apr 2015 19:27:32

Insel Rømø

Bevor der Frühling in unsere Gefilde einzieht, haben wir im Norden noch einmal den Winter erleben wollen ;-) und uns dafür Dänemark ausgesucht.

Unsere erste Anlaufstation war die Insel Rømø. Über einen gut 9 km langen Straßendamm durch das Wattenmeer ist die 130 km² Insel zu erreichen.




Nachdem wir uns im Kommandørgårdens Camping einquartiert hatten, starteten wir mit den Fahrrädern zum Strand bei Lakolk.




Wie sich zeigte, hätten wir durchaus bereits mit dem Wohnmobil diesen Ausflug beginnen können. Der Strand erwies sich auch als Fahrzeugtauglich.




Um bei Ebbe ins Wasser zu gelangen, muss man von den Dünen aus einen Kilometer (!) durch den Sand hinter sich bringen.




Dieser hat es richtig gemacht. ;-)




Am nächsten Tag verwöhnte uns die Sonne, allerdings war es mit nur 7°C doch recht frisch. Doch die sogenannte „atlantische Dünenheide” ließ uns das Frieren vergessen.




Die Rømø Kirke aus dem Jahr 1200 …




… beherbergt zahlreiche Votivschiffe.




Die reich verzierten Bänke sind oft mit Namen versehen. Man konnte den Platz gegen eine jährliche Abgabe „mieten“.




Rømø ist mit nur 700 Einwohnern recht dünn besiedelt, …




… so konnten wir uns auf der Fahrt über die Ostdeiche nach Juvre Enge die weite, menschenleere Landschaft bestaunen.












Währen Irmgard auf das große Marschgebiet schaut, um Vögel zu beobachten, …




… habe ich die Zeit mit Blicken durch den Sucher der Kamera verbracht.








Ganz in der Ferne hatte Irmgard die Stare entdeckt, ich konnte sie nur durch das Tele ausmachen.






Das Naturphänomen der „schwarzen Sonne“ blieb uns leider verborgen. Im Frühjahr und im Herbst kann man hier oft das „Luftballett“ beobachten, wenn tausende Stare bei ihrer Suche nach einem Nachtquartier die Sonne verdunkeln. Aber wir können uns zum Trost an solchen Filmchen erfreuen.

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=eakKfY5aHmY[/youtube]


Militärisches Übungsgebiet „Juvre Sand“ im Norden der Insel




Die Weiterfahrt wurde schwierig, wollten wir doch nun den höchsten Punkt der Insel erklimmen, den Høstbjerg. Am Fuße angekommen, konnten wir noch einige Höhenmeter „erradeln“, bevor der tiefe Sand uns den Fußmarsch aufzwang. Die herrliche Aussicht entschädigte uns für diese Mühen (von Höhenkrankheit wurden wir auf dem 19 Meter hohen Berg verschont).








„Nach einer sanften Umarmung des Windes und der frischen Luft auf der Spitze des Høstbjergs“ (so steht es in einer Beschreibung - brrrr…) setzten wir unsere Tour auf dem Ringvejen fort.






Zwischen den Dünen versteckt sind die Ferienhäuser aus den 70er Jahren auf dem Ringvejen. Hier inmitten der Natur könnte ich mir durchaus einen Urlaub vorstellen.




Der schon am Vortag besuchte Strand Lakolk, im Sommer früher „die breiteste Autobahn Dänemarks mit Parkerlaubnis“ sah im Sonnenschein noch eindrucksvoller aus.










Windgeschützt vor den Dünen war eine Pause angesagt, …






… bevor wir durch Wald und Heide der Kirkeby und der Vråby Plantage …










… den Sønderstrand im Südwesten der Insel erreichten. Wem der 1 km breite Lakolk-Strand nicht gereicht hat, hier sind es von den Dünen über den Strand zum Wasser 4 (!) Kilometer. Bei einer solchen Größe des Strandes macht es natürlich Sinn, je ein Kitebuggy- und ein Strandsegler-Gebiet auszuweisen. Im Sommer stehen auf dem Strand Auto an Auto. Aber Vorsicht: Bei Flut und starkem Westwind wird der komplette Strand überflutet.




Mit einem Blick aus dem Wohnmobilfenster …




… verabschieden wir uns von der Insel Rømø. Der nächste Tag sollte uns weiter Richtung Norden führen.

Herzliche ,
Irmgard und Klaus

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Wulliwatt am 27 Apr 2015 22:23:07

Sehr schöne Fotos. Wann wart ihr denn da?

vadda am 27 Apr 2015 22:52:24

Hallo Bernd,

wir haben unsere Dänemark-Tour am 17.03. in Rømø begonnen.

ins schöne Münsterland,
Klaus

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Jonah am 27 Apr 2015 23:28:48

Hallo Klaus, tolle Fotos, hat Spaß gemacht deinen Reisebericht zu lesen.

vadda am 29 Apr 2015 13:50:41

Ringkøbing Fjord


Wir verließen die Insel Rømø bei strahlendem zurück über den Damm. Aber dieses Mal nicht, ohne anzuhalten. Ich wollte ein Foto und Irmgard konnte Muscheln sammeln.




Einen Besuch der ältesten Stadt Dänemarks, Ribe hatten wir nicht vorgesehen, aber der weithin sichtbare Turm des Doms hat uns doch Richtung Innenstadt fahren lassen. Leider waren die von uns angefahrenen Parkplätze sämtlich für Wohnmobile gesperrt, so dass wir weiter über die für uns so ungewohnt guten Straßen ;-) gen Norden fuhren.

Direkt hinter Nymindegab hatten wir eine wunderschöne Aussicht auf den alten Auslauf des Ringkøbing Fjords.








Zeugnis längst vergangener Zeiten bieten die Am Ufer des Fjords gelegenen Fischerhütten.





Sie dienten als Unterkunft für Fischer und Ködermädchen. Jeder Fischer stellte ein Ködermädchen an, das die Langleinen mit Ködern bestücken und nach dem Fischfang die Leinen entwirren musste. Außerdem war es für den Haushalt zuständig.

Ködermädchen:




Steen St. Blicher (jütländischer Dichter) „Fischerei ist der vornehmste Broterwerb der Bewohner. Er wird im Frühling und Herbst ausgeführt; und die wohlhabenden Bootsbesitzer heuern die weniger Wohlhabenden für die ganze Fischsaison, sowohl für die Arbeit auf dem Meer als auch an Land. Letzteres wird den Frauen überlassen. Sie werden ‚Ködermädchen’ genannt – ungeachtet ob sie verheiratet oder ledig sind. Ein Ködermädchen für jeden Fischer. In einem geschützten Sandtal steht die interimistische Holzhütte einer Bootgenossenschaft, wo jeder Fischer das Bett mit seinem Ködermädchen teilt – egal ob ledig oder verheiratet mit einem anderen! Erschrecke nicht, du Keusche! Lächle nicht, du Unkeusche! Die Verletzung des sechsten Gebotes wird hier als seltene und verächtliche Ausnahme betrachtet. Wer kein volles Glas sehen kann, ohne zu trinken, oder eine schöne Frau, ohne sie zu begehren – er berufe sich hier noch so sehr auf Gefühllosigkeit – ich nenne es Gestähltsein“.






Dünenlandschaft an der Landzunge Holmsland Klit




Beim Hvide-Sande-Kanal, dem Durchstich mit Schleuse von Holmsland Klit




In Ringkøbing …




… konnten wir unser erstes dänisches Fischbrötchen genießen (gesund mit viel Gemüse).




Diese Dame stand wohl eher auf andere Genüsse.



Jedoch hat die Bronze-Skulptur eine andere, gerade heute aktuelle Bewandtnis.
Die Skulptur zeigt einen verhungernden afrikanischen Jungen, der eine korpulente Frau aus der westlichen Welt auf den Schultern trägt. Die Frau trägt zwar die Waage als Gerechtigkeitssymbol, verschließt aber die Augen vor derselben.

Die Inschrift auf einer nebenstehenden Tafel - frei übersetzt:

Ich sitze auf dem Rücken eines Mannes. Sollte er unter der Last zusammenbrechen, mache ich alles, um ihm zu helfen, außer von seinem Rücken abzusteigen.
Einen Namen hat die Statue auch: Survival of the Fattest




Diese zwei hatten sich wohl mit ihrer Wohnung vertan.




Wir aber haben unsere „Wohnung“ im Hafen wiedergefunden.




So viel für heute, es grüßen herzlich,
Irmgard und Klaus

Asterixwelt am 29 Apr 2015 15:33:45

Hallo,

sehr schöne Aufnahmen, Danke.



Michael

vadda am 30 Apr 2015 16:43:18

Atlantikwall

Wenn Engel reisen, 6°C, eiskalter, heftiger Wind - Nordseewetter. ;-) Was liegt da näher, als auf dem Weg nach Norden einen Strandspaziergang zu machen. Am Vester Husby-Strand konnten wir parken. Hinaus in die Kälte, die Bilder sprechen für sich.






Trotz Wind und Kälte frohgemut:






Wie an der ganzen dänischen Westküste - die Bunker des Atlantikwalls, 1.800 Stück alleine in Dänemark.






Irgendwann sind sie unter dem Sand verborgen.




Es reicht, zurück zum Womo und auf dem nächsten Campingplatz sich mit einem Grog erwärmen.




Liebe aus dem Pott,
Irmgard und Klaus

kitally am 02 Mai 2015 08:37:25

Ein sehr schöner Bericht. Danke schön
Bin gespannt auf mehr

vadda am 03 Mai 2015 09:51:02

Nissum Fjord

Wir hatten mit dem Fjand Camping einen sehr schönen Campingplatz bei Ulfborg am Nissum Fjord entdeckt. Überaus freundlich wurden wir empfangen, ruhig und sauber der Platz, ein kleiner Laden mit Brötchenservice, alles ganz familiär. Herz, was willst du mehr? Vielleicht etwas wärmende Sonne oder ein abstellen des Sturmes. Aber es ist noch Winter und wir sind an der dänischen Westküste – also raus zu einer Wanderung.

Etwas windgeschützt wanderten wir zunächst durch die Husby Klitplantage.






Immer wieder vereinzelt Ferienhäuser in den Dünen.




Am Spidsbjerg Strand empfing uns der Sturm. Ach, was war das herrlich! Wie wir uns vorstellen konnten, verändern Strömung, Wind und Wetter ständig Strand und Wasser.




Ich lasse euch mit den Bildern allein.










Der Sand fegte über den Strand.






Da hatte jemand Spaß!






Wir hatten bislang auffallend wenige Vögel gesehen. Daher hier der Beweis, dass es auch in Dänemark Gänse gibt.




Bei unserem Abstecher zu Nissum Fjord, ein als Schutzgebiet ausgewiesenes Brut- und Rastgebiet vor allem für Watvögel, Gänsen- und Entenarten, klarte der Himmel etwas auf. Aber, ohne dass der Wind nachließ.








Was folgte, war eine in reinem Wortsinn stürmische Nacht.

Liebe ,
Irmgard und Klaus

vadda am 04 Mai 2015 09:14:36

Biathlon und ein Lastenträger

Am Morgen strahlte die Sonne auf uns herab. Das hieß für mich - Fahrräder ausladen. Aber dann der Hinweis „Ich will aber noch erst Biathlon gucken.“ (Saisonfinale) Als wir dann endlich loskamen, war die Sonne hinter den Wolken verschwunden. Bei schlappen 4°C und heftigem Wind war eine kleine Tour genug. Die Husby Klitplantage ist rund 11 km² groß und besteht im Landesinnern aus einem Laubwald, der zur Nordsee hin zunächst in einen Tannen und Fichtenwald und später in eine von Heidekraut und Dünengras bewachsene Dünenlandschaft über geht.






Die klammen Finger ließen kaum mehr Fotos zu. Aber diese Familie möchte ich euch nicht vorenthalten. Das nennt man wohl artgerechte Tierhaltung.




Am nächsten Tag ließ die Sonne sich gar nicht erst blicken und so machten wir uns auf die Weiterfahrt nach Norden. Die Fähre bei Thyborøn wollten wir wegen des Sturms vermeiden. So nahmen wir den Umweg in Kauf, um weiter westlich die Brücke über den zum Limfjord gehörenden Nissum Bredning.




Vielfach sahen die Wälder so aus, dass der Bewuchs von West nach Ost größer wurde. Im Windschatten wird man halt größer - hätte ich das mal als Kind gewusst. ;-)




Auf einem Campingplatz bei Hanstholm machten wir Station. Es kam kein Biathlon und so konnten wir sofort durch die Dünen zum Strand losziehen. ;-)






Hier fanden wir nicht den feinen Sandstrand vor, Steine und Muscheln bedeckten den Boden.




Viel Bernstein hatte uns ein Prospekt versprochen und so begab sich Irmgard in die Knie …




… während ich mich mit künstlerisch anmutendem Strandgut beschäftigte.




Bernstein hatte meine bessere Hälfte nicht gefunden, dafür aber einen anderen kleinen Stein.




Und so wurde die stärkere Hälfte als Lastesel missbraucht.




Jetzt reicht es mit diesigen Winterbildern - der nächste Tag brachte Sonne und damit Farbe ins Spiel.




So sah es beim Blick aus dem Womo am Morgen aus. Doch davon später mehr.

Liebe ,
Irmgard und Klaus

vadda am 05 Mai 2015 09:51:45

Hanstholm

Endlich wieder Sonne. Mit den Rädern fuhren wir zwischen Dünen und Strand auf einem hervorragenden Fahrradweg.






Während meiner ständigen Knipserei konnten die Räder oft eine Pause genießen.








Hanstholm hat von der gefangenen Fischmenge her den größten Fischereihafen Dänemarks. Bis vor fünf Jahren verkehrte hier auch die Autofähre zu den Färöer-Inseln und nach Island.








Träumen …






Vom Leuchtturm aus genossen wir den Blick über den Nationalpark Thy. Dieser erste dänische Nationalpark mit einer Größe von 244 km² ist „Ein perfekter Ort für Pflanzen, Vögel, Tiere und Menschen, die viel Platz, hohen Himmel und eine Menge frischer Luft bevorzugen.“ So beschreibt er es in seinem Internetauftritt. Bei den eisigen Temperaturen verzichteten wir aber auf eine Erkundung.




Wir fühlten uns „fast wie zu Hause“. ;-)




Auch die Hansted Kirke neben dem Leuchtturm beherbergt ein Votivschiff.







Im „Skulpturen-Park“ bestaunten wir die Vindharpen von Bror Westmann.




Die Windharfe ist nicht nur eine Skulptur, sondern auch ein Musikinstrument, das bei Wind sphärische Klänge erzeugen soll. Wir hatten zwar Wind, haben aber leider nichts gehört.







Zum Abschied von Hanstholm „schickte“ ich Irmgard noch einmal auf Mineraliensuche, …




… währenddessen ich es mir mit einem Bierchen im Liegestuhl in der Sonne bequem machte.

Herzliche ,
Irmgard und Klaus

vadda am 06 Mai 2015 09:36:17

Bulbjerg und das Ende

Der Wetterbericht sagte Dauerregen für die komplette kommende Woche voraus. Wir entschlossen uns zur Umkehr. Jedoch nicht, ohne Bulbjerg zu besuchen. Eigentlich mit dem Fahrrad von Hanstholm aus geplant aber bei 5°C und zu erwartendem Regen ist es mit dem Womo doch gemütlicher.

Bulbjerg ist eine fast 50 Meter hohe Kalkstein-Steilküste am Skagerrak, dem Teil der Nordsee zwischen der Nordküste des dänischen Jütlands, der Südküste Norwegens sowie der Südwestküste Schwedens. Sie ist der Überrest einer Insel, die in der Steinzeit aus dem Meer herausragte.

Der frei zugängliche Bunker aus dem 2. Weltkrieg am Parkplatz beherbergt eine Ausstellung mit Schautafeln, die über die Besatzungszeit, die Geologie und die Vögel informiert.




Bulbjerg ist der einzige Vogelfelsen Dänemarks. Hier an den Steilhängen brüten mehrere hundert Paare der Dreizehenmöwe. Auch der seltenere Eissturmvogel soll hier ab und zu brüten. Schade, die Brutzeit der Dreizehenmöwen beginnt erst in einem Monat. Aber die Aussicht von der Klippe war trotzdem wunderschön.






Während ich im Womo nach einem Stellplatz für eine Zwischenübernachtung auf dem Heimweg suchte, machte Irmgard sich über die Treppe auf den Weg hinunter zum Strand.






Ihre Entdeckung wollte sie nicht für sich behalten und ihre Erzählungen lockten auch mich hinab.




Was soll ich sagen, es hat sich gelohnt. Von wegen Ende April, die besten Brutplätze schienen schon besetzt. Kaum Platz mehr für uns. ;-)










Hier hätten wir stundenlang verharren können, um die zierlichen Möwen zu beobachten.












Eine kleine Einlage lieferte uns die Möwe auf dem Felsen im Meer, die den Kormoran imitierte - skeptisch von einem Artgenossen beobachtet.




Ein wenig wehmütig verabschiedeten wir uns von der Nordsee.




Und wenn man schon einmal in der Gegend ist, stattet man auch der Schwester Ostsee einen Besuch ab. Der Himmel dort bei Middelfart bekräftigte uns aber in der Entscheidung, langsam heimwärts zu fahren.




Dänemark, du hast uns gefallen.
Irmgard und Klaus

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