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Süditalien im August


Gast am 28 Aug 2006 12:41:09

Sommerurlaub Süditalien 9. bis 27.8.2006





Vorbemerkung: Wir sind auf der Suche nach dem verlorenen Sommer und machen uns auf nach Süditalien. Am Mittwoch, 9.8. wird um 15.00 Uhr das Wohnmobil aus der Werkstatt abgeholt, eingeladen, die zurückbleibenden Kinder umfangreich instruiert – wir kommen um 17.30 Uhr endlich in unseren Sommerurlaub los. Fahrtroute über Bundesstraßen via Augsburg, Garmisch-Partenkirchen, Mittenwald, Zirler Berg, Innsbruck, Brenner-Bundesstraße nach Sterzing. Dort Eintreffen um 22.40. Absacker. Heia.





Donnerstag, 10.8.2006

Heute Nachmittag sind wir mit Frebekas in Radda verabredet. Wir kaufen wie üblich in Castelnuovo del Garda den Weinvorrat für diesen Urlaub (und ein wenig mehr) ein und machen uns auf den Weg. A22 von Sterzing bis Affi = 193 km, Maut 11,70 Euro. Von Verona-Nord (Auffahrt 11.45 Uhr) bis Firenze-Certosa (14.30 Uhr, reger Verkehr) zahlen wir 12,90 Euro Maut, kommen in Radda in Chianti um 15.30 Uhr auf dem örtlichen kostenlosen Stellplatz an. Großes Hallo mit Frebekas, die uns schon erwartet hatten, Erfahrungsaustausch, Stellplatzempfehlungen, wir dürfen unser Schnitzelchen auf Frebekas Grill garen (wir haben unseren in der Eile natürlich vergessen), wir tagen noch bis ich glaube Mitternacht – irgendwann schaut man einfach nicht mehr auf die Uhr, vor allem, wenn die Unterhaltung passt!!

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Gast am 28 Aug 2006 12:43:58

Freitag, 11.8.2006

Gemeinsames Frühstück mit schöner Aussicht in der Sonne, weiter große Unterhaltung, Karten wälzen usw. Gegen 13.00 Uhr Verabschiedung. Frebekas müssen zu ihrem großen Bedauern heim, wir fahren nach Cortona. Dort hatten wir ganz kurzfristig erfahren, würde heute Anna Netrebko im Rahmen eines kleinen feinen Festivals auftreten; Karten konnte ich auch noch in der 15. Reihe ergattern, das erste – und absolute kulturelle Highlight unseres diesjährigen Urlaubes. Schulz beschreibt in einem seiner Reiseführer einen Stellplatz in der Stadt in Cortona an der Stadtmauer, dort ist aber nicht nur der Teufel, sondern wohl auch der Bär los, wir fahren weiter rauf auf einen anderen auch von Schulz bezeichneten Platz vor einer Kirche. Dort kämen wir wohl super unter, aber der Weg (am Abend mit Stöckelschühchen) ist wohl etwas weit, um in die Stadt zu gelangen. Also wieder samt Wohnmobil runter, mal auf einem anderen Platz geschaut, tatsächlich, da stehen ein paar Wohnmobile, ein Smart fährt grade weg, daneben war eine Lücke, schon passen wir rein. Kleine Happa-Zubereitung, der italienische Wohnmobil-Nachbar schleicht um unser Fahrzeug, wir grüßen höflich und als er erkennt, dass wir uns ein wenig mit ihm verständigen können, lädt er uns auf einen Weißwein ein. Wir finden das sehr nett und unterhalten uns mit den Italienern, so gut es uns unsere doch eher mäßigen Sprachkenntnisse erlauben. Man muß ja auch erst wieder „reinkommen“. Aber da kommt sie schon das erste Mal, die Frage, die uns in diesem Urlaub so oft wie noch nie gestellt wird: Wie schwer ist unser Auto und welchen Führerschein braucht man dazu? Es fällt das Zauberwort „Quintarli“ und wir lernen, dass die Italiener das Fahrzeuggewicht in dieser Maßeinheit messen, eines hat 100 Kilo, unser Fahrzeug also „sessanta quintarli“ und die Italiener dürfen mit ihrem „patente B“ nur bis 35 quintarli fahren und sind höchst erstaunt, dass wir Deutschen bis 75 steuern dürfen. Wir klären erstmalig (später dann immer ohne weitere Nachfrage sofort und zum großen Aha-Erlebnis unserer italienischen Gesprächspartner) entsprechend auf, dass seit einigen Jahren den Führerschein-Neuerwerbern auch nur die Möglichkeit bis 3,5 to. offen steht. Gratulazione. Grazie.

Am Abend also fein gemacht und in die wunderschöne Altstadt hochgestiegen – die bequeme Rolltreppenanlage entdecken wir erst am anderen Morgen. Kurz vor Konzertbeginn geht ein derartiger Regenschauer runter, alles flüchtet in die umliegenden Bars, wo die Stimmung steigt, es sind auffallend viele Deutsche unter den Besuchern. Nach einer halben Stunde ist auch diese Dusche vorüber und nach einer weiteren halben Stunde sitzen wir auf unserem (offenbar vom Personal getrockneten) Sitzchen und genießen ein herrliches Konzert, bei dem nicht nur Anna Superstar ist, sondern welches nicht zuletzt durch den griechischen, erst 33jährigen Maestro mit Pferdeschwanz und Frack zu einem wahren Augen- und Ohrenschmaus wird. Das ZDF war übrigens auch da, ich hab mal angefragt, wann man wohl was zu sehen bekommen wird.

Gast am 28 Aug 2006 12:50:51

Samstag, 12. August

Wir bummeln nochmals durch die wirklich sehenswerte Altstadt, kaufen ein paar Kleinigkeiten ein, verabschieden uns von unseren italienischen Nachbarn und fahren am Lago Trasimeno vorbei zur Autobahn, stark bewölkt, ab und zu Regenschauer 23°. Das soll der Sommer in Italien sein?!

In Caserta-Sud sind wir um 18.00 Uhr, fahren weiter bis Abfahrt Ercolano, löhnen insgesamt 20,30 Euro Maut für die 355 Autobahn-Kilometer und kommen im Mezzogiorno an. Von der Ausfahrt Ercolano führt das Sträßchen mit braunen „Vesuvio“-Schildern nach oben. Teilweise werden die Straßen immer schmaler, die Wohngebäude, die sie säumen teils völlig baufällig, alles ist auf jeden Fall schwer vermüllt. Nach dem Ende der Wohnbebauung wird die Straße breiter, gefälliger, Kunstwerke stehen in der Landschaft, lieblicher. Wir fahren hoch bis zum „Punto Panoramico Vesuvio“ auf über 900 m Höhe, dort wollen wir eigentlich die Nacht verbringen. Auch hier oben Müll, krumm-schiefe Plätze, der „Eintritt“ zum Gipfelanstieg verrammelt. Beratschlagung – was tun? Es ist nach 19.00 Uhr, wenn morgen früh der große Run auf den Vulkan beginnt, tun wir gut, bereits weg zu sein. So schön ist das Plätzchen auch nicht, wir hatten uns das anders vorgestellt, die Punta Sapienza auf dem Etna in Sizilien ist wirklich viel schöner und auch das Gelände weitläufiger. Naja, zugegeben, der Etna ist auch fast 3x so hoch wie der Vesuv.

Wir ziehen es doch vor, noch am Abend fast ohne Gegenverkehr runterzufahren und uns nach Pompeij zum Camping Zeus, unserem sowieso nächsten Ziel, zu begeben. Nachdem wir ja nun noch südlicher müssen, fahren wir bei der Auffahrt Torre del Greco auf die Autobahn und ich darf erwähnen, dass von dieser Autobahn-Ausfahrt die Auffahrt auf den Vulkan wohl wesentlich komfortabler ist – hatte mich auch ein paar Mal umgedreht, auch von dort weisen braune „Vesuvio“-Schilder den Weg.

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Gast am 28 Aug 2006 12:53:30

Sonntag, 13.August

Wir sind gleich vorne rechts am CP Zeus untergekommen, es sind Menschenmassen unterwegs, das war uns klar, schließlich ist fast ganz Italien um Ferragosto, dem 15. August, im Urlaub. Wir hängen erst ein wenig vor dem Wohnmobil rum, schließlich können wir erstmals seit Radda wieder Tisch und Stühle auspacken, es regnet immer wieder bei nur 24°. Camping Zeus hat eine strategisch wirklich ideale Lage: Vom CP raus geht’s in wenigen Schritten nach rechts zur oft frequentierten Haltestelle „Scavi Pompeij“ der Circumvesuviana, mit der man von Napoli bis Sorrento fahren kann, nach links in das Ausgrabungsgelände des antiken Pompeij. Dort waren wir allerdings vor Jahren schon mal und so nehmen wir den Zug nach Ercolano, laufen dort ca. 500 m durch das verrammelte wie vermüllte „neue“ Ercolano zum Ausgrabungsgelände des alten, beim Ausbruch des Vesuv 79 n.Chr. verschütteten Herculaneum. Dann wieder ein paar Zug-Haltestellen zurück zum Camping.



Montag, 14. August

Früh schon fahren wir mit dem Zug nach Sorrento. Es sitzt offenbar vorne ein „kleiner Schumi“ drin und so gestalten sich die im Reiseführer angepriesenen „herrlichen Ausblicke auf die Bucht des Golfes von Neapel“ mehr zum angsterfüllten Anstarren schwarzer Tunnellöcher, durch die mit Höllenlärm und affenartiger Geschwindigkeit die Bahn rast. In der Stadt angekommen suchen und finden wir den Weg über eine abenteuerliche Treppenanlage in den Hafen, erstehen dort für insgesamt 48 Euro für Hin- und Rückfahrt für 2 Pers. Fahrkarten für das Schnellboot nach Capri, das auch in Kürze ablegt. Es ist proppenvoll, man findet nicht mal einen Stehplatz, an dem man sich irgendwo festhalten kann, so muß man sich schön ausbalancieren, vor allem, weil das Boot mit Jetantrieb über das Meer rauscht. Es dauert nicht lange, und die beiden Kinder der italienischen Familie, die schon mit uns im Zug saß, speien in hohem Bogen. Auf Capri angekommen gleich natürlich am besten weiter zur Blauen Grotte, die jedoch kann nicht angefahren werden, das Meer ist zu unruhig. Mist. Eine kleine teuere Kreuzfahrt um Capri drumrum brauchen wir dann auch nicht, wir stellen uns an, um wenigstens, nachdem wir im Hafen mal rauf- und runtergelaufen sind, Tickets für die Seilbahn zu erstehen. Eine geschlagene Stunde später (erwähnte ich schon die Menschenmassen??) treffen wir im Wohnzimmer, der Piazzetta in Capri-Stadt ein, die 4 Cafes sind gut besucht. Wir laufen durch die schmalen engen Gässchen, Capri hat was. Vor allem hübsche Geschäfte mit feinster Leinenbekleidung, auch Tisch- und Bettwäsche, ein Hauch von einem fein-leinernen Morgenmantel zu 480 Euro könnte Begehrlichkeiten wecken – wir vertagen einen größeren Einkaufsbummel auf die Zeit nach unserem großen Lottogewinn. Es ist warm geworden, schon 30° und geregnet hat es seit der Nacht auch nicht mehr. Sollen wir nach Anacapri mit dem Bus fahren? Die mit schwitzenden Menschenleibern vollgestopften Busse verleiten uns dieses Ansinnen –keine Lust dazu! Lieber im ersten Cafe auf der Piazzetta zu 16 Euro 2 Campari-Soda und ½ l Wasser schlürfen und die Szenerie beobachten! Irgendwann wird uns auch das fad und wir schleichen wieder durch die Gassen, fahren später mit der nicht mehr ganz so vollen Seilbahn nach unten, stellen fest, dass wir noch Zeit für ein Bier im Hafen haben, zahlen für 2 x 0,3 l desselben stolze 14 Euro, was wir im Vergleich zu den Preisen auf der wirklich eleganten Piazzetta übelste Touristenabzocke finden und fahren mit dem Aliscafo wieder nach Sorrento. Eine halbe Stunde später landen wir dort an, wandern dort noch durch die Stadt, offenbar war einer der „Azzurri“, die den WM-Titel nach Italien holten, aus Sorrent, es sind entsprechende Fahnen und Bilder über die Straßen gespannt. Zurück in nicht ganz so schlimmer Höllenfahrt nach Pompeij und die dritte Nacht zu je 20 Euro (fanden wir sehr anständig) auf Camping Zeus verbracht. (Achja, übrigens – Frebeka: Kurzfristige Vermietungs-Aktivitäten der Appartements konnten wir diesmal wirklich nicht ausmachen, obwohl wir nicht weit davon entfernt standen …)

Gast am 28 Aug 2006 12:56:33

Dienstag, 15. August, der höchste Feiertag in Italien

Die Entsorgung am CP Zeus ist teils für uns schlecht anfahrbar und auch noch mies zugeparkt, wir fahren auf die Autobahn Ri. Salerno und entdecken auf dem ca. 3 km langen Weg dorthin auch „Sosta Camper“, die wohl weniger als die von uns gelöhnten 20 Euro kosten, aber auch von der Bahn und dem Ausgrabungsgelände ganz schön weit entfernt sind. Wir fahren bis Battipaglia, wollen nach Paestum. Dort von der Autobahn runter und stehen erst mal im Stau. Kein Wunder, alles will zum Meer. Im „Mobil Total Ausgabe 2005“ ist eine VE auf der AGIP-Tankstelle hinter Salerno aufgelistet, diese existiert aber nicht, wir brauchen erstmals eine solche Ent- und Versorgungsstelle. Wir kommen von Norden zum Ausgrabungsgelände und überall wird heftig gewunken, man solle für 5 Euro parken. Parken hilft uns nicht weiter, wir fragen nach der Sosta Camper, jene würde südlich des Ausgrabungsgeländes liegen, wir also großräumig um die Stadtmauer herum und finden das auch gleich. Der dortige Wächter nimmt uns für Parken tagsüber 5,00 + über Nacht 10,00 + VE 2,00 (wir bekommen einen Schlüssel für den Schacht) ab, fühlen uns zwar einigermaßen über den Tisch gezogen, aber beschließen, hier den Tag und die Nacht zu verbringen, der Platz ist ganz hübsch und fast leer und am Meer ist heute sicher ein Wahnsinns-Betrieb. Wir tanken gleich das Frischwasser, der Wächter schaut zwar etwas skeptisch, weil das gar so lang dauert, aber naja, 350 Liter, die wir ihm dann für die 17 Euro wenigstens rausleiern, dauern halt so ihre Zeit.

Später dann noch ausführlicher Spaziergang über das beeindruckende archäologische Ausgrabungsgelände mit den 3 wirklich sehenswerten Tempeln, die wohl in noch besserem Zustand als jene in Agrigento sind.

Am Abend dann tobt der Wahnsinn an den hübsch beleuchteten Tempeln, es findet ein Freiluftkonzert einer uns unbekannten italienischen Künstlerin auf, die ganze Straße am Stellplatz entlang ist zugeparkt, ein Kommen und Gehen bis früh um halb vier.

Gast am 28 Aug 2006 12:58:15

Nochmals Paestum ...

Gast am 28 Aug 2006 12:59:55

Mittwoch, 16. August

Wir wollen auch mal ans Meer, sind schon fast eine Woche in Italien und haben das Meer nur von der Ferne gesehen. Wir fahren die SS 18 zurück bis Agropoli, auf meiner vor dem Urlaub nagelneu angeschafften 200.000er-Generalkarte Nr. 12 ist die neue Straße von Funtani bis Policastro noch gar nicht drauf. Wir sind angenehm überrascht, kleiner Stau in Policastro, wo wir endlich ans Meer gelangen und von da aus weiter die Küstenstraße nach Süden. Dazwischen tun sich herrlichste Ausblicke auf – wenn die Straße sich an den grünen Ausläufern des Pollino-Gebirges, das dann ins Meer fällt, hochwindet, gleicht sie fast der Costiera Amalfitana, jene, die zu den 7 Traumstraßen der Welt zählt (und mit Wohnmobilen von 0.00 bis 7.30 Uhr nur befahren werden darf). Hübsch war für unsere Begriffe der quirlige Badeort Sapri, der an einer viereckigen Bucht liegt, an dessen südlichem Ende wir auch einen Wohnmobilstellplatz ausfindig machen konnten. Wir fahren aber weiter südlich, bis wir in Scalea am Ortsende irgendwie in die Sosta Camper „Zio Tom“ fahren. Onkel Tom hat auch einen Platz für uns, ist sehr bemüht, versichert, in der ersten Reihe nach dem Strand würde bestimmt im Laufe des Tages was frei werden, wir sind aber schon zufrieden, ziemlich hinten und ziemlich „?g“ zu stehen und Markise, Tisch und Stühle auspacken zu können. Wir sind die einzigen Deutschen, lediglich ein Zelt (!!) und ein polnisches Auto davor können wir als einzige Ausländer ausmachen. Seit Pompeij hatten wir keine Deutschen mehr gesehen. Der Strand ist graukieselig, sehr angenehm und das Wasser ist ein glasklarer Traum, es ist inzwischen richtig schön warm geworden, hoch über 30°, der Strandaufenthalt ist sehr unterhaltsam. Man kann sich Henna-Tattoos machen, sich massieren lassen, die Strandneger kommen im 10-m-Abstand vorbei und bieten allerlei Waren feil, ganz gewitzte bauen sogar einen Stand auf, der von den italienischen Damen sofort schwer umringt wird, dort gibt es dann Pareos und allerlei Fähnchen zu erstehen. Wir stimmen uns ein in den italienischen Badeurlaubs-Alltag: Kurzes Frühstück, bestehend aus irgendeinem Getränk, dazu ein abgepacktes Biscotti, Strand, Mittagessen, Dösen vor dem Wohnmobil, Strand, Abendessen – entweder auswärts oder eine bekocht die ganze Sippe (denn es steigen immer mindestens 5 Personen aus jedem Wohnmobil aus – siehe meine Bemerkung bei Cortona), dann wird sich rausgeputzt für die Passeggiata, also das Auf- und Abflanieren im nahmen Örtle. Die deutsche Hausfrau ist bestürzt ob der Abfallmengen, die ein solcher Badetag von einer einzigen Wohnmobilbesatzung produziert wird, es wird ausschließlich aus Plastikbecherchen getrunken, von Plastiktellerchen gegessen, mit Plastikmesserchen geschnitten usw. (im nahen Supermarkt kosten 300 Plastikteller 1,09 Euro). Nach der Mahlzeit wird alles in eine Plastiktüte gestopft, diese in den Müllbehältern versenkt oder – wenn die anderen schneller waren und den Müllbehälter schon gefüllt hatten – diskret danebengestellt. In freier Natur dann kommen die in Italien überall präsenten armen (vielleicht auch ausgesetzten) verwilderten Hunde, zerlegen auf der Suche nach Essbarem die Tüten, ein Windhauch fährt durch und verteilt das ganze dann in der Gegend. Zio Tom aber ist auf Ordnung bedacht und so kommt 2 x am Tag der Burschi mit dem Schubkarren und sammelt die Tüten ein.

Gast am 28 Aug 2006 13:02:13

Donnerstag, 17. August

Später werden wir uns fragen, welcher Teufel uns wohl ritt, den wirklich empfehlenswerten Stellplatz (zu 12,00 Euro p.N.) am Nachmittag nach Badeaufenthalt zu verlassen, nachdem wir noch ausgiebig ver- und entsorgt hatten und von den Betreibern noch ausführlich gegrüßt und mit Handschlag verabschiedet werden. Wir fahren die Küstenstraße weiter und entdecken eine Sosta Camper nach der anderen, ein Eldorado für unsereins ist auch Cirella. Ab Paola fahren wir ins Landesinnere, wir wollen nach Cosenza. Blödsinnigerweise folgen wir am Ortseingang der Beschilderung „Area Attrezzata Camper“ und gelangen an einen Platz, abseits von Gut und Böse, auf welchem zwei ältere fast zahnlose Männer ein Boot reparieren. In die Altstadt zu Fuß wäre es zu weit, wir fahren wieder. Schließlich parken wir „irgendwo“ und machen uns zu Fuß auf in die wie ausgestorbene Altstadt, die uns jedoch schwer enttäuscht. Irgendwie erweckt sich uns der Eindruck, sie wäre „aufgelassen“. Die 100.000-Einwohner-Neustadt hingegen erweist sich als moderne, quirlige (laut Reiseführer Universitäts-) Stadt, wir aber suchen wieder mehr Natur und die Strecke quer durchs Land zum Ionischen Meer nach Crotone. Reiseführer-Autor Schulz beschreibt in einem Skiort in der Sila namens Camigliatello Stellplatzmöglichkeiten, dort wollen wir hin. Überall in den Wäldern picknicken italienische Großfamilien, die Picknickplätze sind überaus vermüllt, wir fahren einige Kilomete weiter zum Lago di Cecita. Dieser erweist sich als teils ausgelassener und somit nicht besonders hübscher Stausee, also zurück nach Camigliatello. Es ist auch schon früher Abend, wir erstehen wunderbarste Steinpilze und Pfifferlinge in großen Mengen, die uns die nächsten 4 Tage als Mahlzeiten gereichen werden. Hinter 2 Wohnmobilen parken wir im Waldstück vor dem Ort ein, wir setzen uns grade mit einem Bier hin, ich beginne, die Pilze zu putzen, als wir von der nachbarlichen Wohnmobilbesatzung angesprochen werden, es wäre hier Naturschutzgebiet, man könne hier zwar tagsüber parken, nachts würde das aber bestraft werden, es gäbe unten im Ort einen offiziellen Stellplatz, der auch kostenlos wäre, sie würden um 20.00 Uhr (dann kostet er nichts mehr) auch hinunterfahren und empfehlen uns dies auch. Wir danken für die Auskunft, packen alles wieder ein und fahren runter in den Ort, den Platz hatten wir vorhin schon gesichtet, es ist halt eine asphaltierte unattraktive Fläche. Naja. Sooo warm ist es auch nicht, wir sind auf fast 900 m Höhe, dann gehen wir heute abend halt auch mal wieder auf die Passeggiata. Gesagt, getan. Im Ort ist der Teufel los, um 20.00 Uhr stehen bestimmt 50 Wohnmobile da, auf einer aufgebauten Bühne treten offenbar einer Casting-Show entsprungene Jugendliche auf und geben ihre Sangeskünste zum besten. Die Nacht wird entsprechend laut …

Freitag, 18. August

Früh schon fahren wir weiter Ri. Crotone, bei „Rocca“ auf die Küstenstraße 106, wir wollen das bei Schulz beschriebene Badeplätzchen (km 287), welches uns auch Frebekas empfohlen hatten, ansteuern. Eineinhalb Stunden später sind wir da, wir parken Breitseite zum Meer ein, ein paar einzelne versprengte Leute sitzen am Strand, super. Endlich Frühstück, später Handtuch packen, auch die paar Schritte zum Strand. Ein freundlicher Herr begrüßt uns mit „Guten Morgen, wie gefällt es Ihnen in Italien?“ (Ich glaube, so was auch bei „Schulz“ schon mal gelesen zu haben), naja, es handelt sich um eine Familie, welche natürlich – wie so viele Kalabresen – in Deutschland zum Arbeiten waren. Die Tochter ist immer noch in der Nähe von Stuttgart, deren Töchterchen mit 2 deutschen Freundinnen, die offenbar die Ferien mit der Freundin dort verbringen, treffen auch noch ein. Das Meer ist herrlich, göttlich, kristallklar, karibisch. Wieder reitet uns der „Wir-fahren-weiter-Teufel“ und nehmen die SS106 nach Norden. Bis kurz vor Rossano kommen noch ganz hübsche Strandmöglichkeiten, danach ist alles nicht mehr so einladend. Wir suchen in und bei Metaponto einige der Schulz’schen Stellplätze, finden nur den Lido San Basile, Stabilimento, Wahnsinnsbetrieb. Fahren weiter zur Sosta Camper in Metaponto, hoffnungslos überfüllt, kein Platz. Menschenmassen. Badeurlaubs-Wahnsinn im August. An die anderen bei Schulz beschriebenen angeblichen Traum-Plätzchen kommen wir gar nicht hin, alles ist zugeparkt und verstopft. Wären wir nur bei km 287 geblieben, wir bedauern unseren Fehler zutiefst. Wir fahren zurück nach Marina di Pesticci, die Strände werden langsam leerer, Rückreiseverkehr. Wir verlassen die SS 106, um wieder zum vorher besichtigten und zugeparkten Strand zu fahren und stehen plötzlich neben einem „Vivai“ – also einer Baumschule. Wir hören sofort auch in Deutsch: „Was suchen Sie denn?“ – und wir können unsere diesjährigen Mitbringel, eine Zederfrucht und einen Granatapfelbusch in Töpfen, erstehen. Das versöhnt uns mit den bescheidenen Stellplatzmöglichkeiten, mittlerweile finden wir aber einen Platz und parken hinter mehreren Wohnmobilen ein. An diesem Tag ging das Thermometer bis knapp 40° hoch, in der Nacht sitzen wir mit den ersten Deutschen, die wir seit Pompeij getroffen hatten, in Badebekleidung bis halb drei draußen und plauschen. Herrlich. Sommer.

Samstag, 19. August

Um halb acht beginnt schon die Anreise zum Strand. Wir haben nichts zu frühstücken, beraten, was zu tun sei, so einladend ist das Meer hier nicht und es sind wieder Massen zu erwarten. Also zur nächsten Feriensiedlung, dort in einer Bäckerei eingekauft, auf einem der großen Parkplätze, weit entfernt vom Meer, Stellung bezogen, gefrühstückt. Der Parkplatz füllt sich zusehends, wir fürchten, ihn bald nicht mehr verlassen zu können und flüchten ins Landesinnere nach Matera. Seit ich vor Jahren Carlo Levi „Christus kam nur bis Eboli“ gelesen hatte, wollte ich dort hin. Es gibt auch einen Stellplatz dort, wir finden ihn auch gleich und gehen zu Fuß in die Stadt. Die Sassi sind beeindruckend. Die Hitze steht drin, es sind über 40°. Für 3 Std. Parken samt super anzufahrender VE zahlen wir 3,00 Euro und fahren weiter. Hauptsache weg von den überfüllten Küsten – nach Alberobello. Dort bald nach dem Ortseingang „Parking nel Verde“ – auch Wohnmobile stehen da, manche sitzen auf Stühlen vor den Fahrzeugen – das schaut doch ganz gut aus?! 12 Std. Parken kosten 10,00, 24 Std. Parken 15,00 Euro. Wir wählen letzteres und sitzen auf unseren Stühlen ermattet vorm Wohnmobil. Irgendwann ist offenbar Schichtwechsel, wir hatten noch draußen gegessen, als ein überaus unfreundlicher älterer Mann kommt und uns barsch anfährt, dies wäre ein Parkplatz und kein Campingplatz. Dann streitet er sich noch mit 2 Wohnmobilbesatzungen, die offenbar zusammen reisen und nebeneinander stehen mögen, bis sie dann laut schimpfend wieder abfahren. Wir räumen unseren Tisch ein, bleiben aber auf den Stühlen vor dem Wohnmobil sitzen, für „Parken“ brauchen wir keine 24 Stunden und schon gar keine 15 Euro zu löhnen?! Irgendwann gehen wir ins Örtle, nach 200 m rechts vom Parkplatz raus „trullert“ es schon ganz beträchtlich!! Wenn man der Straße folgt, gelangt man am anderen Ortsende noch auf 2 Parkmöglichkeiten, allerdings nur für tagsüber – aber auch für weniger Euro.

Gast am 28 Aug 2006 13:04:01

Sonntag, 20. August

Wir fahren weiter nach Taranto. Auf morbide Altstadt haben wir keine Lust, obwohl wir von Frebeka mit ausführlichem Material bzgl. Stellplatz versorgt worden waren. Vielleicht mal wieder Meer? An Taranto vorbei zu dem Plätzchen, das uns ebenso von Frebeka wärmstens empfohlen wurde. Die Küstenstraße ist hoffnungslos zugeparkt, wir müssen ein paar Mal Ri. Landesinnere fahren, sonst ist kein Durchkommen mehr. Irgendwann kommen wir aber doch zum Torre Calimera, die 4 sich im dortigen Umkreis befindlichen Sosta Camper sind überfüllt, die Wohnmobile stehen dicht an dicht, nicht mal für Markise und Tisch und Stuhl ist Platz. Am Strand stehen einzelne Wohnmobile auf der Düne, Badebetrieb. Der Betreiber der Sosta Camper „La Salina“ meint, am Straßenrand unter den Lampen könne man vielleicht parken, auf der Düne auf gar keinen Fall, vor allem nicht über Nacht. Vielleicht wäre am Montag ein Plätzchen bei ihm frei, er könne nichts versprechen. Wir gehen erst mal ausgiebig zum Baden, das Meer ist herrlich, der Strand rappelvoll. Schulz schreibt zu diesen Strandabschnitten „Wer hier kein Plätzchen findet, ist selber schuld“ – wir vervollständigen den Satz: - oder war in der Hauptsaison noch nie da!! Am frühen Abend leert sich das Gelände, auch die auf der Düne stehenden Wohnmobile verlassen ihren Platz – wo die wohl hinfahren?!Am Straßenrand stehen noch 2 italienische Wohnmobile, der eine Fahrer (der uns wieder mal staunend nach den „Quintarli“ fragt) äußert ebenfalls seine Bedenken bezüglich Strafe, Naturschutzgebiet, Düne usw. Wir wagen nicht mal, Tisch und Stühle rauszustellen und beschließen, schweren Herzens am anderen Tag nach nochmals Baden auch von diesem schönen Platz wieder wegzufahren. Wer will schon auf dem Pulverfass sitzen, Ausschau haltend, ob die Carabinieri nun kommen oder nicht?

Gast am 28 Aug 2006 13:05:42

Montag, 21. August

Um 9.00 Uhr haben wir schon 32°, doch es ist heiß-windig. Das Meer ist schön, wir verlassen die Szenerie, nachdem bis zum Mittag erst 2 Camper den offiziellen Stellplatz verlassen hatten, auf Gedränge haben wir auch keine Lust. Zurück Richtung Taranto, dann ins Landesinnere nach Norden. Das Castel del Monte ist das Ziel des Tages. Am Fuße des Hügels, auf dem das Bauwerk thront, ist ein großer Parkplatz, mit Busshuttle zum Castel nimmt man uns 5,00 Euro für die Nacht ab. Oben zahlen wir nochmals p.P. 3,00 Euro Eintritt, sehr eindrucksvoll! Die Architektur dieses Bauwerks ist schon beachtlich für die damalige Zeit (13. Jahrhundert), die 8 achteckigen Türme und dazwischen die trapezförmigen Räume. Sehenswert. Abends und nachts ist es hübsch beleuchtet und von weitem zu sehen. Diesmal haben wir eine ausgesprochen ruhige Nacht, nachdem gegen Mitternacht die Geräusche aus dem Restaurant nebenan verklungen sind.

Gast am 28 Aug 2006 13:09:18

Dienstag, 22. August

Am Vormittag fahren wir auch von hier wieder weg, wir wollen doch nochmals probieren, den Gargano für unsere Zwecke, noch schön am Meer stehen zu können, zu nutzen. Auf der Autobahn fahren wir bis Foggia, dann über das super-hässliche Manfredonia hinaus auf den Stiefelsporn, ab Vieste tobt der Baderummel. Dort schon vor dem Ortseingang erste Sosta Camper, keiner hat Markise usw. draußen (wieder mal nur „Parken“, nicht „Camping“?), weiter drin im Ort auf betoniertem Großparkplatz auch Möglichkeit, zu stehen – ohne Markise usw., flacher Strand gleich gegenüber der ziemlich stark befahrenen Straße, wir freunden uns mit dem Gedanken an, zur Not auf einen Campingplatz zu gehen. Dies wird aber nicht nötig, wir finden „Sosta Camper San Vincenzo“. Alles da: Gut anfahrbare VE, alles hat Markise und Bestuhlung draußen, über die Straße und 50 Höhenmeter runter ein ausnehmend hübsches Strändchen, mit dem Rad nach Vieste sind es keine 10 Minuten. Herrlich, hier bleiben wir. Kleiner Frühsport am Morgen, Bäckerei 2 km bergauf, zuerst Ri. Peschici, dann li. den Berg hoch – was will man mehr? Wir bleiben 2 Nächte, tagsüber messen wir 35, 36°, nachts noch über 20°, es weht eine leichte warme Brise.



Donnerstag, 24. August

Langsam aber sicher sollten wir nordwärts fahren. Fahren nach nochmals ausgiebig Baden um den Gargano herum, erblicken hinter Peschici Wohnmobile am Strand. Die Zufahrt müsste wie folgt sein: Von Rodi G. kommend die vorletzte Bucht vor Peschici, ein Schild weist „Lido“ aus, man kommt offenbar an der Bahn-Endstation „Peschici“ vorbei und kann auf geschotterter Strecke bis vor Breitseite an den Strand. Ca. 15 Wohnmobile stehen da, etliche Pkws, keine Ahnung, ob das entgeltlich, erlaubt oder sonst was ist, wir werden es irgendwann testen.

Vor Rodi Garganico kommt uns (obwohl der wahrscheinlich nur mit Sondergenehmigung fahren darf) ein Tanklastzug entgegen, wir weichen immer weiter nach rechts aus, da ist eine überaus stabile Leitplanke, links parken die Fahrzeuge der Strandbesucher. Der Tanklastzug kommt auch ohne Spiegel einzuklappen an uns vorbei – und wir schwenken, da die Straße sich leicht neigt, leicht an die Leitplanke hin. 3 Stellen, je ca. 2 – 3 Quadratzentimeter Lack auf dem Alublech kostet uns diese Begegnung. Ärgerlich, vor allem, weil der Tanklastzug wohl doch noch etwas mehr nach rechts gekonnt hätte und wir nicht so weit hätten an die Leitplanke hinfahren müssen. Durch den Ort durch, vor dem uns schon einige gewarnt hatten, dass es recht eng zuginge, haben wir keine Probleme.

Auf der Autobahn ab Auffahrt Lesina fahren wir nordwärts. Wir wollen den Stellplatz in Porto Recanati anfahren, den Schulz beschreibt und der in meiner pm-Stellplatz-Karte als südl. von P.Recanati angegeben ist, fahren Civitanova also von der Autobahn und da dann nordwärts. Irgendwann finden wir auch eine Möglichkeit, diese grauenhafte Zuglinie, die die gesamte Adria entlang die Städte zerschneidet, zu überqueren und fahren wieder südlich. Fehlanzeige. Sind wir blöd oder was ist das? Es ist schon halb acht Uhr abends und dämmert. Wir fahren die Stichstraße bis zum bitteren Ende, da ist kein Stellplatz. Schulz beschreibt die Zufahrt wieder überaus „salopp“, wir fahren zurück und aus dem Ort hinaus, bevor wir uns in der Falle zwischen Einbahnstraßen und nicht über- oder unterquerbarer Zuglinie wieder finden. Vor Jahren waren wir mal in so einem Ort am Abend in letzter Not durch die überaus belebte Fußgängerzone gefahren, da die Bahnunterführungen teils unter 3 m hoch sind, dieses Schicksal wollen wir uns diesmal ersparen. Wir flüchten im abendlichen Getümmel wieder auf die Autobahn, wir versuchen einen anderen Platz, in Marlotta, fahren dort von der Autobahn runter und siehe da, schon das erste Camper-Emblem leitet uns geradewegs nach 1 km über die Bahnlinie, dieser entlang dem Strand bis zu einem Platz, der vom Campingclub Pesaro betrieben wird und auch noch Platz für uns hat! Wir zahlen 10 Euro, es gibt auch eine gut anfahrbare VE, wir besichtigen noch den nahen Strand und können auch „freie“ Strandstücke ausfindig machen, also jene, auf denen man nicht für Sonnenschirm und Liegestuhl bezahlen muß. Die Bahn fährt keine 10 m an uns vorbei und reißt uns etliche Male aus dem Schlaf, auch der Rotwein wirkt gegen diese Geräuschkulisse nicht mehr …

Gast am 28 Aug 2006 13:11:17

Freitag, 25. August

Das Wetter schaut blöd aus. Es ist trübe, Himmel und Meer haben die gleiche Farbe, es hat grade 20°. Nach Badefreuden sieht das nicht aus. Wir fahren weiter nordwärts auf der Autobahn. Ab Rimini-Sud bis hinter Bologna ziemlich volle Autobahn mit Staus, bis Affi brauchen wir 5 Stunden. Wir fahren in unseren Gardasee-Lieblingsort Lazise, hatten vorher mit Camping La Quercia telefoniert, dort nimmt man für eine Nacht 2 Pers.+Wohnm stolze 43 Euro, wir wählen „Lazise Parking“ zu 15,00 Euro für 24 Stunden und entdecken hier auch neuerdings neu aufgehängte „No Camping“ Schilder. Als wir Ostern letztes Mal hier waren, beobachteten wir eine Wagenburg von 3 Wohnmobilen, es wurde gegrillt und gelärmt bis tief in die Nacht. Nun, das hat man dann davon, dann darf man halt auch keine Stühle mehr vors Wohnmobil stellen. Das stört uns aber nicht, wir packen unser Zeug und gehen zum Strand. Paßt doch. Es hat 25°, die Kinder melden daheim Weltuntergang. Nur nicht heim müssen!



Samstag, 26. August

Nochmals Gardasee-Rauschen am Strand, es hilft nichts, wir müssen weiter. Am Nachmittag fahren wir die gut 200 km bis Sterzing, von dort wollen wir am Sonntag früh über die Brenner-Bundesstraße mautfrei heimfahren – wie immer. Wir erinnerten uns, dass wir letztes Jahr am gleichen Wochenende per Pkw. von Italien heimgefahren waren und die Brenner-Bundesstraße wegen eines Ötztaler Radrennens gesperrt war. Ich rufe an bei Tourist-Info Sterzing, Tourist-Info Innsbruck und auch noch bei Austria-Tourismus und frage explizit nach der Straßensperre und dem Radrennen. Die Dame vom Austria-Tourismus ruft auch noch die ÖAMTC-Informationen ab – Fehlanzeige. Da liegt keine Sperrung vor.

Wir genießen auf dem Autocamp Sadobre noch die letzten 2 Sonnenstunden mit Bestuhlung vor dem Wohnmobil, dann beginnt es zu regnen. Die mitteleuropäische Wetter-Wirklichkeit hat uns wieder.



Sonntag, 27. August

Wir machen noch VE, fahren bis Abfahrt „Brenner“ auf die Autobahn – und müssen auf dieser bleiben, die Bundesstraße ist wegen eines Radrennens gesperrt …

Der Spaß kostet uns knapp 30 Euro.

Danke, Tiroler Tourismusunternehmen für Eure Auskünfte!! So schafft man sich doch echte Freunde.



Fazit:

Süditalien im August muß man schon mögen. Sicher gibt es nicht sehr viele Deutsche, die sich diesen Trubel antun, wir werden es immer wieder tun. Der Nachteil ist nur, die Städte sind verrammelt und verlassen, nur in den Badeorten am Meer tobt der Bär – aber da gewaltig! Wir haben uns natürlich auch diesmal wieder einige Attraktivitäten aufgespart, um einen Grund zu haben, wieder dort runter zu müssen. Insgesamt hat uns die kalabrische Seite besser gefallen, die grünen Berge, die ins Meer stürzen, sind halt einfach was „fürs Auge“, Apulien ist offenbar das Land der abermilliarden Olivenbäume. Streckenweise so weit das Auge reicht, teils bis ans Meer. Überhaupt ist das gesamte Süditalien kein karges Ödland, sondern eine intensiv bewirtschaftete Gegend. In Apulien sind halt dann im August auch die weiten Tomatenfelder schon abgeerntet, das erweckt dann oft noch den Eindruck der Steppe, im Frühling ist das sicher alles ganz hübsch anzusehen.

Uns hat es supergut gefallen, wir können es nur empfehlen!

Achja: Wir sind 4.070 Kilometer gefahren, verbrauchten ca. 580 Liter Diesel – und 80 Liter Mineralwasser (ohne Erfrischungsgetränke und anderes) …

eva b. am 28 Aug 2006 13:13:51

Dein Bericht liest sich so toll, dass ich schon mit Kummer daran denke, dass es ja bald Richtung Urlaubsende geht. Bitte schööön in die Länge ziehen :)
von einer eifrig Mitlesenden!

eva b. am 28 Aug 2006 13:15:15

Zu spät gepostet :cry:

:dankeschoen:

Tipsel am 28 Aug 2006 14:09:16

Hi Isa,

sehr schöner Bericht und herrliche Bilder

:daumen2:

Allerdings wär uns der Trubel echt zuviel gewesen und nach der ersten vergeblichen Stellplatzsuche bekommen wir in der Regel schon die Krise.

Gast am 28 Aug 2006 14:20:21

Dankeschön für eure aufmunternden Worte!!
Liebe Eva, ich stimme Dir uneingeschränkt zu, ich wäre gerne noch geblieben und wir hätten sicherlich noch einiges zu unternehmen gefunden, und die 4000 km in gut 2 Wochen lassen sich auch ganz schön fahren, zugegeben. Allerdings herrschte jetzt ab Donnerstag dort unten eine derartige Abreise-Welle, man kann fast sagen, das ganze Land fährt heimwärts. Von früheren Sizilien-Urlauben, wo wir ein, zwei Wochen später unterwegs waren, wissen wir, daß ab dem letzten August-Wochenende der Schalter umgelegt ist, die allermeisten Italiener sind wieder daheim. Da sitzt man dann so einfach übrig geblieben rum, das macht auch keinen Spaß mehr. Also, fahren wir halt wieder hin !
Liebe Christel, mich nervt die Stellplatz-Suche teilweise auch gehörig. Obwohl es in Kalabrien eigentlich keinerlei Probleme gab, wir waren nur verhärmt, weil wir es uns nicht zutrauten, auf dem von Frebeka empfohlenen Strand, der uns vom Stellplatzbetreiber und einem Milaneser so ausführlich madig gemacht wurde, zu bleiben. Manchmal sollte man doch etwas mehr Mut beweisen - aber wir scheuen natürlich auch die Diskussionen, zumal überall Wohnmobilverbotsschilder herumstanden. Da sind wir dann wieder viel zu korrekt und "deutsch", um uns über diese einfach hinwegzusetzen. Scheiß Spießer-Mentalität!!
Dank euch trotzdem für Euer Lob!!

charly49 am 28 Aug 2006 15:31:22

Hallo Lira,
ich habe Deinen Reisebericht erstmal nur überflogen. Ich kann Euch nur neidisch beglückwünschen zu dieser Reise.
Vor allem der Bericht und die Bilder vom Gargano haben Erinnerungen über schöne Urlaube mit dem Faltcaravan und Wohnwagen haben in mir wieder geweckt. Das Bid vom Leuchtturm im Hafen von Vieste erinnert mich allerdings außerst schmerzlich an den August von vor 10 Jahren. Gegenüber hatte ich mein Auto geparkt. Mit dem Auto ist auch leider der Gargano für mich verschwunden :cry:
Eigentlich wollten ich Ende dieser Woche wieder einen Versuch starten, aber die Famile hat anders entschieden.

Danke für Deinen schönen Bericht, er verleitet zum Nachfahren

frebeka am 28 Aug 2006 18:08:16

Hallo Isa,

Du hast Dir aber Arbeit gemacht! Ich hatte auch nur Zeit zum Überfliegen gehabt, erstmal herzlichen Dank für diesen erstklassigen Reisebericht. Manche Strandplätze sind einfach nicht für Womos geeignet, besonders nicht in der Hauptsaison.
Wir fahren deshalb nur in den Monaten Januar und Dezember nach Italien :D :D :D
Nein, wirklich ein toller Bericht über dieses tolle Reiseland.
Wir standen an der "verbotenen Düne" mit 4 Womos, da fuhr auch keiner weg. Vieleicht lag es am Wochenende, da parken ja die Italiener alles zu und keiner kümmert sich drum.
In unserem überarbeiteten Schulzeführer steht, dass die erste Auflage in der Hauptsaison (Juli/August) recherchiert worden sein soll, unglaublich!

Die kleinen Zwischenhiebe wie Stau auf der Autobahn, Stellplatzsuche, ganz enge Stellen und Falschaussagen braucht man aber doch um über einen Erlebnisurlaub zu berichten. :wink:

Eddy am 28 Aug 2006 18:34:18

Hallo Isa,

willkommen in der "kühlen" Heimat, ein sehr schöner lesenswerter Reisebericht, der durch die entsprechenden "Pannen" erst richtig was hermacht.

Wir wollen ja in drei Wochen in den Süden, haben grob die Region Marken, Neapel (hier Capri und Ischia) sowie auf dem Rückweg die Toscana, geplant.

Haben auch drei Wochen eingeplant und mal sehen was wir schaffen bzw. erleben, denn es wird ja nie so wie es geplant wurde. Ist ja auch kein "Club-Urlaub". :D


Herzliche aus dem verregneten Kiel

Eddy

Gast am 28 Aug 2006 19:02:13

Hallo nochmals zusammen, danke für euer so freundliches - wie man so schön neudeutsch sagt: FEEDBACK!!

Auweh, Charly, das würde mir auch stinken, wenn mir das Auto geklaut worden wäre, der Platz dort ist nicht sonderlich belebt, von da her war das vielleicht schon sowieso eine etwas haklige Stelle. Aber man hofft ja immer, daß es einen nicht erwischt, sondern höchstens die anderen. Und jetzt veranstaltet Ihr wohl Sippenhaft und fahrt gar nicht mehr nach Italien?? Das ist aber mal so RICHTIG schade, würde ich sagen!

Ja, Bernd, wir haben doch das Blau der gleichnamigen Grotte schon auf dem PC bewundert - und natürlich auch in Deinem Reisebericht - huch - da bin ich ja auch auf ein paar Bildern?! Aber, wie wir schon besprochen hatten, man muß sich doch auch noch was aufsparen, um wiederkommen zu können, gell? Naja, und wie erwähnt, auf der Düne wagten wir wegen der hysterischen Italiener einfach nicht zu bestuhlen. Ich denke auch, bei uns war NOCH MEHR Betrieb als zwei, drei Wochen vorher, als Ihr dort wart?! Und tagsüber waren auch ein paar Wohnmobile da, aber über Nacht nur wir auf der Straße und die anderen 2, wobei der eine davon am anderen Morgen auch ganz früh weggefahren war. Das war uns dann alles einfach zu blöd, obwohl es wirklich ein hübsches Fleckchen war. Vielleicht muß es das nächste Mal ja auch nicht unbedingt mehr August sein, dann geht das auch sicher!

Und, Eddy, was willst Du denn in den Marken machen? Könnte Dir ein, zwei Stellen empfehlen in den Bergen, in den Sibillinischen. Wir wollten dieses Jahr ja vielleicht evtl. sogar der Sibilla nochmals aufs Dach gestiegen sein, aber als wir hochfuhren, schaute der Gran Sasso schon so wolkenumkränzt zur Autobahn herüber, wie ein finsterer Adler, der die Schwingen hebt und dann ein Stückchen weiter erst, wo es zu den Sibillinen geht - kohlrabenschwarz. Nein, das taten wir uns nicht schon wieder an, hatten wir ja letztes Jahr im August bei 12° Tagestemperatur. Scheint ein blödes Wetterloch zu sein, an der Küste draußen war es heiß.
Wünsch Euch aber trotzdem jetzt schon einen ganz tollen Urlaub.

Naja, und Pannen richtig hatten wir doch gar nicht, nur manchmal nervte die Stellplatzsuche, aber das ist doch normal - außer man fährt von einem vorgegebenen zum nächsten?! (Und der ist dann auch rappelvoll ...)

Eddy am 28 Aug 2006 19:54:51

Hallo Isa,

neben den rein ruhigen Kulturtagen, wollen wir auch dort in den Marken wandern. Haben das Buch aus dem Müller-Verlag, aber reale Tipps sind besser.

Zumal die Touren ja vom Womo starten sollen, wir wollen auch ins Hinterland der Marken, wie ist denn die Befahrbarkeit der Straßen?

Stellplätze gibt es ja reichlich in den Marken, zur Not schlafen wir auch auf Wanderparkplätzen. Ist natürlich alles wetterabhängig, sonst geht es weiter Richtung Süden.

Lebensmittelversorgung, hattet ihr alles dabei oder wo habt ihr Euch versorgt??

Vielleicht auch nochmal die Adresse deines Winzers.


Eddy

charly49 am 28 Aug 2006 20:10:49

nun lira,
Sippenhaft betreiben wir nicht und Italien ist für uns bestimmt nicht gestorben. Wir sind trotz allem jedes Jahr wieder wochenlang in Italien gewesen, halt nur nicht mehr am Gargano und Vieste, leider. Wir haben uns die Mittelmeerseite vorgenommen und dann natürlich die Toscana.
Seit 2002 fahren wir nun regelmäßig jedes Jahr mit dem WoMo nach Griechenland und Italien ist nunmal der Fährhafen.

Gast am 28 Aug 2006 20:28:13

Hallo Peter,
danke nochmals für die Antwort. Wir hatten ja von einem Mitarbeiter des Nationalparks geführte Wanderungen veranstaltet, empfehlen könnte ich Dir wirklich auf die Sibilla und zwar vom Rifugio Sibilla aus. Man kann - ich denke, locker auch mit dem Wohnmobil - hinfahren und von da aus starten, der Aufstieg wird wohl eineinhalb bis 2 Std. betragen; wir wurden unterwegs immer in die Botanik und die Sagen um den Berg eingeweiht, drum brauchten wir länger. Gleicher Weg auf wie ab, am Schluß eingekehrt in der einfachen Hütte, super Essen! Ungefragt steht ein Liter Wein und Wasser auf dem Tisch, ganz unkompliziert. Auf zwei Worte und Ihr könnt sicher auch dort droben übernachten.
Ferner empfehle ich den Aufstieg auf den höchsten der Sibillinen, den Monte Vettore, ebenfalls unschwierig, aber etwas länger. Ausgehend - hm, hm, muß mal meine übrigens anzuschaffen empfehlenswerte Kompass-Wanderkarte quälen- ich suchs nochmal raus. Dort oben stehen auch die Gleitschirmflieger, die beginnen dort loszufliegen, man schaut in die Pian Grande und hat Castelluccio gegenüber (das Bild von Castelluccio ist glaube ich der Einband des Müller-Führers). Sehnsüchtig hatte ich die Wohnmobile dort angeschaut und sie beneidet, wir waren in einem einfachen Berghotel untergebracht und es war sehr kalt. Der Aufstieg und die Aussicht vom Vettore ist absolut lohnend, wenn die Sicht gut ist. Rechts sieht man dann auf die Monti della Laga und dahinter baut sich das Gran-Sasso-Massiv auf. Schööööön. Auf dem Gran Sasso, der ja mit knapp 3000 m der höchste Zentral-Italiens ist, soll angeblich das Männleslaufen sein, wir waren da nicht. Im großen und ganzen ist das ganze Gebiet touristisch dort nicht sehr durchtränkt, wir haben auch individuell Wandernde getroffen, einer war sogar ganz allein mit einem Zelt unterwegs, der hatte die Orientierung verloren, wir haben ihn mit nach Montefortino genommen, von wo er mit dem Bus aus nach Ascoli gefahren ist.
Das Weingut, in welchem wir einen lustigen Probiernachmittag verbracht hatten, ist jenes: --> Link
Der Rosso Piceno ist sehr empfehlenswert, es gibt auch Bag-in-Box, d.h., Wein in der Pappschachtel, bis zu einem Vierteljahr nach Anbruch haltbar, 3 Liter allerdings auch stolze 9 Euro. Der Weiße ist uns dort unten zu heavy.
Wir sind mit einer großen Grundausstattung losgefahren (wir trinken halt gerne unser Spalter Bier), eingekauft haben wir relativ wenig, wir haben nur 2 x am Tag gegessen (früh und abends, dazwischen tatsächlich nichts). Es war zu warm und wir haben den ganzen Tag über Wasser in uns reingeschüttet, das hat gereicht. 4 Tage haben wir Pilze gegessen, die wir in der Sila gekauft hatten, ein paar Mal waren wir Essen, je weiter südlicher, desto preiswerter: Pizze 3 bis 5 Euro, gem.Salat 1,50 bis 2,00, Primi 3 - 6 Euro, Secondo 6 bis 10 Euro, der Liter Tischwein 6-9 Euro. Kann man nicht maulen, finde ich.
Ich such nochmal den Startpunkt auf der Wanderkarte, von wo aus wir auf den Vettore sind, wenn man an der ersten Hangkante ist, schaut man in das herrlich blaue Auge des hm-hm-hm-Sees ...
Viele und viel Spaß bei der Planung!

Eddy am 28 Aug 2006 20:50:41

Danke für die schnelle Antwort,

habt ihr die Karten vor Ort gekauft oder noch hier in -D-???

Wollen ja nicht vollkommen planlos durch die Berge laufen.


Eddy

Sellheimer am 28 Aug 2006 21:55:07

Hallo Lira,

am 09.09.06 geht es bei uns los. Westseite über Napoli runter bis Kalabrien und über die Trulli-Dörfer/Gargano wieder hoch mit noch ein paar Tagen Erholung an Gardasee. Insgesamt fast 4 Wochen; ich glaube jetzt im September wirds dort ruhiger. Wo es uns gefällt, bleiben wir, ein festes Ziel ist nicht vorhanden. Baden, relaxen, Radlfahrn.
Richtig schön ausspannen. Wenn du besonders schöne Stellplätze hast in diesen Ecken bitte PN. Anhand eurer Tour, von Frebeka und meinen persönlichen Erfahrungen werden wir schon dem Süden Italiens wieder einiges abgewinnen können.

Sellheimer

Gast am 29 Aug 2006 11:56:06

Halloo Isa ,sowas nennt sich schnelle Information........Neid .......

aber ich freu mich schon auf die Klamm -Wanderung.......

Gast am 29 Aug 2006 13:19:53

Hallo nochmals und danke für eure (positiven) Reaktionen!!

Tja, Sellheimer, wäre nett, wenn wir so eine Art Süditalien-Fortsetzungs-Roman schreiben könnten, gell? Frebeka im Juli, wir im August und Du im September - da ist für jeden was dabei. Die Stellplatz-Situation im September wird sich für Dich wohl deutlich entspannter darstellen, meine ich, allerdings werden auch etliche "Sosta Camper" nicht mehr als solche - vielleicht aber als "öffentliche" Parkflächen betrieben bzw. vorhanden sein. Bist ja auch nicht Italien-unerfahren, glaube auch, wirst schon recht gut zurechtkommen. Zu der Zeit dürften dann dort auch vermehrt Deutsche zu sichten sein, die natürlich nicht so blöd wie wir sind und sich dort im August ins Gewühle stürzen. Und ab Mitte September wird die sich letzte Woche überall breit gemachte Aufbruchsstimmung verzogen haben und die Städte sind wieder voll Leben - und - und - und ...

Peter, hab mich im Dauerregen mal bis ins Wohnmobil draußen durchgekämpft und die Wanderkarte geholt. Kompass Nr. 666, hab ich in D gekauft, ist im 50.000er Maßstab und heißt Monti Sibillini Cascia-Norcia. Meines Wissens ist sie die so ziemlich einzige in Deutschland erhältliche aus diesem Gebiet. Ich habe sie schon etliche Jahre und da war wohl auch mal ein kleiner Kurzführer dabei, in dem dann auch immer Wandertipps und Hinweise aufgeführt sind. Im Quadrat C4 findest Du den Monte Sibilla, ein paar cm weiter rechts davon das Rifugio Sibilla, zu dem eine Strada bianca von Montemonaco aus führt. Keine Angst, das ist mit Wohnmobil machbar! Auch die Strecke von Montemonaco nach Montefortino und weiter nach Amandola sind gut zu machen, halt etwas kurvig, aber das haben die Bergstrecken ja so an sich. Von Montefortino am rechten Kartenrand C3 führt nach li. ins Ambrotal wiederum eine Strada bianca (die sind aber beide geteert) zur Wallfahrtskirche Madonna dell'Ambro. Neben dieser ist ein offizieller Stellplatz, der auch recht groß und gut anfahrbar ist und auch eine VE haben soll (wir waren nur durchgewandert auf dem Weg zur Quelle des Ambro). Ein Bild davon habe ich in meinem im letzten Jahr verfaßten Bericht "Sibillinische Berge" hier im Italien-Forum. --> Link

Dann sind wir gefahren von Montemonaco aus südlich nach Montegallo (C5) und südlich davon nicht den Abzw. nach Arquata del Tronto, sondern mehr westlich der gelben Straße folgend bis kurz vor Rif. gegli Alpini auf 1550 m. Da ist viel Platz, kannst gut stehen, es sind auch Flugschulen dort, von wo aus man von der Hangkante mit Gleitschirmen startet. Man schaut sehr schön auf die Piano Grande, noch schöner und umfassender wird dann der Ausblick, wenn man (auf der Karte senkrecht den roten Wanderweg) hoch zuerst zum Rif. Tito Zilloli auf 2238 m (unbewirtschaftet) steigt und dann rechts den Hang gar raufkreuzt zum Gipfel des Vettore auf 2476m.

Auf Anhieb kann ich mich an keine Schikanen erinnern, die ein Befahren mit einem Wohnmobil unmöglich machten, es ist halt allgemein gebirgig, aber das kennst Du ja. Ich kann es nur empfehlen, aber das Wetter ist halt auch noch so ein Faktor.

Na, ich denke, wir werden dann später mal lesen, wie Eure Reisen verlaufen sind und wünsch Euch heute schon recht viel Vorfreude beim Planen und viel Glück, keine Pannen und Schrammen und Spaß beim Durchführen!!

torcman am 07 Nov 2006 23:02:18

Hallo Lira

ein toller Bericht, so toll, dass ich ihn auf die Reise mitnehmen will und zwar auf dem PocketPC, auf dem meine Navigation läuft (TomTom, Medion etc).

Das mach e ich schon seit 2 Jahren so. Der Vorteil liegt dadrin, dass man auf dem kleinen PocketPC unter WindowsCEE die Berichte im Internet Explorer lesen kann. Den IE starte ich mit der linken Taste, das heisst auch wenn Navigation läuft, kann ich kurz eine Beschreibung lesen.

Frage an alle: besteht Interesse?

Die Datei Süditalien_im_August.zip bitte in
Mein Documents/Italien
entpacken und starten.

torcman am 07 Nov 2006 23:08:54

noch zu dem ZIP:

den Bericht am Besten in IE mit

Ansicht > Textgröße > kleiner

anschauen.

Gast am 08 Nov 2006 10:37:27

Hallo tm,
freut mich sehr, daß Du von meinem Bericht so angetan bist und wünsch Dir heute schon einen tollen Urlaub - wann soll's denn losgehen und was ist wohl alles geplant?
Erschöpfende weitere Auskünfte zu bestimmten Themen/Orten/Möglichkeiten wirst Du auf Anfrage hier im Forum sicher bekommen, kannst ja auch einen eigenen Fred dazu aufmachen.
Genau aus diesem Grund sind wir nämlich hier unterwegs: Um Tipps zu erhalten und zu geben.
Frohes Planen!!

torcman am 08 Nov 2006 18:02:59

Hallo Lira

auf dem Wege nach Sizilien letztes Jahr haben wir einige Tage dort verbracht. Moeglicherweise gehen wir dorthin nochmal naechstes Jahr.

Mit meinem Posting wollte ich eigentlich auch die Moeglichkeit des PocketPCs, meistens als Navi in dem Womo sowieso dabei, Euch zeigen. Zusaetzlich habe ich noch ein Paar Kartenausschnitte in dem Bericht eingebaut. Alles fuer ein Bildschirm von 240x320 vorbereitet.

Man muss nur das entpackte ZIP irgendwo in dem PPC hinterlegen und schon kann man mit dem IE sehr schoen lesen.

In der Bretagne dieses Jahr hatte ich alle Beschreibungen alle SP aus der franz. ccg Liste, meistens mit Bild. Dieselbe Liste hatte ich in meinem Navi, sodass mit einem Klick konnte ich dorhin mich navigieren lassen.

Hat jemand das oben beschriebene ZIP ausprobiert?

Gast am 09 Nov 2006 12:37:48

Hallo tm,

wir waren bislang auch hauptsächlich nur in Süditalien unterwegs, zwangsläufig, auf dem Weg nach Sizilien. Muß aber gestehen, daß wir Stoff für mindestens 3 weitere, 3wöchige Süditalien-Urlaube gesammelt haben ...
Für die ZIP-Datei haben wir keine Verwendung, wir sind technische Dinosauriere, wenn wir mit dem Wohnmobil unterwegs sind. Im Urlaub simulieren wir quasi die Abkehr vom Alltag und haben deshalb weder Laptop, Navi noch Klimaanlage dabei, all das, was man "im richtigen Leben" im Pkw. täglich herumfährt ...

Frohes Planen weiterhin!!

frebeka am 09 Nov 2006 14:10:44

Hallo Isa,

die Abkehr vom Alltag stell ich mir ohne Nespresso Maschine vor :D :D :D

Gast am 09 Nov 2006 14:32:30

... altes Lästermaul ... wart nur ...

torcman am 09 Nov 2006 15:51:02

Hallo lira

... schon verstanden ... :roll:

bei mir ist es auch "Abkehr vom Alltag", taeglich fahre ich kein Navi :D

dafuer in Urlaub, im fremden Land, mag ich ganz gut, wenn ich meine Punkte (SP ,V+E, etc) mir auf der Navi-Karte notieren kann, um spaeter dorthin innerhalb von Minuten zu finden.

Deshalb habe ich auch die Beschreibungen aus dem Forum auf dem PPC dabei, um den Tag zu planen, oder keine gleichen Fehler zu machen.

Bei meinen 60-80km langen Radtouren in total fremden Gelaende wuerde ich niemals so viel entdecken koennen, wie dank des kleinen eTrex Vista C mit der Karte fuer ganz EU. Und ich finde immer zurueck :razz:

Gast am 09 Nov 2006 17:59:07

Uups- tm - nimms nicht persönlich ... manchmal drücke ich mich wohl etwas "unglücklich" aus?! Ich bin generell kein Navi-Gegner, ganz im Gegenteil, so manches Mal wünschte man sich im Wohnmobil auch eins - aber hauptsächlich, um rechtzeitig vor irgendwelchen Störungen auf der gewählten Strecke gewarnt zu werden. Naja, das ist dann aber auch so eine der wenigen Gelegenheiten, wo z.B. wir bedauern, keins dabei zu haben - es ist halt Ansichtssache. Im "richtigen Leben" nervt mich das Gelaber der Navi-Tussi eher, meist fängt sie an, wenn man grad im Radio einen interessanten Beitrag hören will - bis man ihr den Mund gestopft hat, ist die entscheidende Aussage/Pointe oft schon vorbei. (Wir haben jetzt denke ich bereits das 4. Gerät im Festeinbau, aber so eine alte Quasselstrippe wie die jetzige war bisher noch nicht dabei) Für meinen Mann, der dann doch so ab und an im Berufsleben in unbekannte Gefilde fährt, ist das Navi natürlich wichtig und richtig, unbestritten und auch eine ziemliche Erleichterung, klar!!
Auf meinen meist täglichen Radltouren hab ich mich auch schon des öfteren vertan, da wurden dann aus einer geplanten Stunde auch schon mal zweieinhalb, ich denke, da hilft einem ein Navi auch nicht weiter ...
Also, nix für ungut.
Nach Süditalien denke ich (zurück zum Thema) solltest Du aber trotzdem mal reisen, ob mit oder ohne Quasseltante, es lohnt sich auf jeden Fall - nicht nur einmal!! (Jetzt wissen wir aber immer noch nicht, wohin es eigentlich explizit gehen soll und auch wann, gell ... ??)

Gast am 09 Nov 2006 18:03:03

lira hat geschrieben:... altes Lästermaul ... wart nur ...


gell aufn guten Kaffee mogst net verzichten.......

frebeka am 09 Nov 2006 21:42:05

lira hat geschrieben:... altes Lästermaul ... wart nur ...


mir zittern schon die Knie :D

torcman am 10 Nov 2006 00:50:28

lira hat geschrieben:...
Nach Süditalien denke ich (zurück zum Thema) solltest Du aber trotzdem mal reisen, ob mit oder ohne Quasseltante, es lohnt sich auf jeden Fall - nicht nur einmal!! (Jetzt wissen wir aber immer noch nicht, wohin es eigentlich explizit gehen soll und auch wann, gell ... ??)


OK, eigentlich soll es nach Sardinien gehen,....oder eben an den Stiefel.

Nach dem wir Ende April und in Mai 2005 auf Sizilien waren, bereite ich mich mit einigen Büchern und Forumsberichten für die nächste Insel - Sardinien. Ich träume von schönen Stränden für meine Frau und von guten Wegen im Bergen für mein Fahrrad :D

Und von viel Sonne , aber nur bei 22-25 Grad, nicht mehr. Oberhalb von 30 Grad kann ich nicht viel unternehmen.

Es soll Ende April werden, da kommen nur die südlicheren Gebiete von Eu in Betracht. Andalusien und Algarve haben wir dieses Jahr im Mai bereist.

Im Sommer kommt dann immer was nordlicheres, letztes Jahr Skandinavien, dies Jahr Bretagne und nächstes Jahr ???

Gast am 10 Nov 2006 09:52:24

@frebeka
Das karteln wir dann bei einer Halbmeter-Bradworscht aus, gell??
@Joxy
Du weißt doch von unseren italienischen Momenten ...
@tm
Da tust Du aber gut dran, nach Sardinien zu reisen. Wir übrigens nächstes Jahr zum ich glaube per Wohnmobil 9. Mal (!!)
Die Träume an die Insel werden mich in den kommenden dunklen Monaten auch wieder heimsuchen ...

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