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skysegel hat geschrieben:...Haben Winterreifen nicht genau das Gegenteil von Stollenprofil?...
Das ist natürlich völlig richtig. Man muss sich dazu einfach nur einen Geländereifen und einen modernen Winterreifen nebneinander anschauen. Geländereifen haben ein Grobstollenprofil, ähnlich dem wie wir es noch von den Winterreifen aus den 70er Jahren kennen. Die Stollen krallen sich in einer nassen Wiese wunderbar fest.
Ein Wintereifen hat im Verhältnis eine fast glatte homogene Oberfläche mit Kanälen um Wasser abführen zu können. Was dort im Schnee für den Vortrieb sorgt sind die vielen Lamellen, die ins Gummi geschnitten werden und sich mit dem zusammengedrückten Schnee verzahnen. In der nassen Wiese bringen sie jedoch nicht so viel wie sich mancher davon verspricht.
An Hand der beiden Bilder wird das glaube ich sehr gut deutlich:
die 7 Grad Regel war nur ein Beispiel was Jahrzehnte in Medien kursierte und nicht der Wahrheit entsprach. Auto-Motor-Sport und andere seriöse Testzeitschriften im Ausland haben es widerlegt. Trotzdem stehen im Internet weiterhin nicht korrigierte Berichte die weiterhin gelesen werden und sich so die 7 Grad Regel am Leben erhält. Wikipedia ist aber auf dem neusten Stand der neuen Erkenntnisse. Wenn das nicht stimmen würde hätten das die Reifenhersteller das schon lange widerrufen, denn für der Verkauf von Winterreifen ist durch diese Erkenntnis nicht förderlich. Das gleiche gilt auch für die Behauptung das Sommerreifen härter wären als Winterreifen stimmt so ebenfalls nicht. Dann hast du nicht wirklich verstanden was die Lamellen (die Schnitte in den Stollen zwischen dem Profil) im Wintereifen für eine Aufgabe haben. In den Lamellen krallt sich kein Schnee ein und ist auch nicht erwünscht. Wenn der Reifen mit seinem Profil Kontakt mit der Fahrbahn hat dann bewirkt der Druck vom Fahrzeuggewicht dass das Profil sich auseinander drückt. Dieses bewirken die Lamelleneinschnitte die dann aneinander liegen. Nachdem das Profil den Fahrbahnkontakt überwunden hat gehen die Lamelleneinschnitte wieder auseinander und das konische Profil geht dafür wieder zusammen und stößt (quetscht) den Schnee wieder aus. Bei dem nächstem Fahrbahnkontakt ist des Profil wieder Schneefrei. Da ein Sommerreifen keine Lamelleneinschnitte hat bleibt der Schnee im Profil kleben und beim nächsten Fahrbahnkontakt ist es so als hätte er kein Profil da es mit Schnee vertopft ist. Beim bremsen des Winterreifen auf trockener Straße muss sich Vorstellen das die die Lamelleneinschnitte die in die hunderte sich am Umfang des Reifen befinden sich zusammen drücken und dieser Weg des zusammendrücken wirkt sich negativ auf den Bremsweg aus. Aus den hundert Spalten ergibt pro Radumdrehung schnell eine Handbreite die dem Winterreifen an effektiver Auflagefläche zum Sommerreifen fehlt. Diese Lamelleneinschnitte bewegen sich immer und dies erzeugt Reibung. Reibung erzeugt Wärme die der Winterreifen bei Sommertemperaturen weniger gut abführen kann. Wer mit Winterreifen im Hochsommer hohe Geschwindigkeiten fährt nimmt einen hohen Verschleiß in Kauf, da die Reifentemperatur besonders im Profilbereich ansteigt. Ganzjahresreifen haben in der Regel nur etwa die hälfte an Lamelleneinschnitte in den Blocken wie ein Winterreifen und das Profil ist auch etwas zierlicher. Der Mehrverbrauch an Kraftstoff kommt zum größten Teil von den Lammelleinschnitten und nicht von dem Profil bei PKW Bereifung. Bei reinem Glatteis hilft ein Winterreifen nichts. In einem Eisstadium hat ein Test dies bewiesen. Weder beim anfahren noch beim bremsen war der Unterschied zwischen einem Sommer zum Winterreifen messbar.
LG vom Bernd
Berndhaller am 25 Jan 2017 02:03:12
Noch ein Nachtrag zu den Lamellen. Schön zusehen in dem Bild vom Winterreifenprofil von Roman, das die Lamelleneinschnitte in der Tiefe nicht bis auf den Grund des Profil reichen. Gehe mal davon aus des es nicht aus Gründen der Umsatzförderung so ist, sondern aus Sicherheitsgründen. Denn wenn die Lamelleneinschnitte bis auf die Profiltiefe reichen würden wären die Stollen doch sehr filigran und könnten sich vielleicht ablösen. Es zeigt aber auch deutlich das ab der Profilhälfte der Lamellenspalt nicht mehr vorhanden ist und das ausquetschen des Schnee aus dem Profil nicht mehr gewährleistet ist. Deshalb auch die Empfehlung die Winterreifen nur bis 4mm zu benutzen bei Schnee.
LG vom Bernd
Anzeige vom Forum
Roman am 25 Jan 2017 09:24:16
Berndhaller hat geschrieben:..7 Grad Regel..Auto-Motor-Sport und andere seriöse Testzeitschriften... Das gleiche gilt auch für die Behauptung das Sommerreifen härter wären als Winterreifen stimmt so ebenfalls nicht. Dann hast du nicht wirklich verstanden was die Lamellen im Wintereifen für eine Aufgabe haben. In den Lamellen krallt sich kein Schnee ein ..
Hallo Bernd,
vielleicht solltest du wenigstens das Geheimnis lüften wo du arbeitest... Denn das klingt zumindest alles nach viel Hintergrundwissen. Nun gut. Bei der 7 Grad Regel sind wir ja durchaus beieinander, auch wenn ich das in soweit einschränken würde, dass die Argumente an sich richtig sind, nur die 7° C Grenze irgendwann mal willkürlich gewählt wurde, ohne dass man mit Tests den Beweis angetreten hätte. Ähnlich der "Regel", dass man von O (Oktober) bis O (Ostern) mit Winterreifen fahren sollte.....
Was Deine Aussage zur Gummihärte anbelangt erstaunt mich dann doch wieder etwas. Ich habe ja oben schon zwei Links gesetzt und verlinke jetzt nochmal vier Aussagen zu dem Thema:
Beachte bitte, dass der erste Link zur AMS führt, die du oben selbst als "seriös" bezeichnet hast. Mich wundert nur, dass man zu diesen Lügen der Reifenhersteller aber auch der Medien, im Netz noch keine Berichte mit dem Tenor findet...."Das Märchen von den unterschiedlichen Gummimischungen"....
Und die Wirkungsweise der Lamellen habe ich m.E. sehr wohl richt erkannt und auch beschrieben. Denn nirgendwo habe ich geschrieben, dass sich der Schnee in die Lamellen krallt. Dort ist ja gar kein Platz. Die Lamellen verschieben beim Fahren gegeneinander (ähnlich den Seiten eines Buches wenn man es durchbiegt) und bilden so eine Art Sägezahnstruktur über die gesamte Reifenoberfläche. Und diese wiederum krallt sich in den zusammengedrückten Schnee. Ich wüsste nicht was daran falsch sein soll.
Gruß Roman
marmarq am 25 Jan 2017 10:47:58
Opus hat geschrieben:Moin zusammen,wir benötigen neue Reifen, mit 121 Lastindex, wegen Auflastung. Jetzt sind wir am überlegen ob wir immer mir Winterreifen fahren wollen.
Diese Frage stellen sich hier einige, ich auch! Die Serien 225er/16 aus 2010, Sommer Conti CP sind von Anfang an knüppelharte Regenrutscher und zum Austausch bereit. Seit Okt 2015 werden die 225/16 M&S Michelin ununterbrochen (ab) gefahren. Fahrkomfort, Spurillengeeiere, Seitenwind Anfälligkeit, Abrollgeräusche abgesehen vom besseren Fahrkomfort und Nässegrip der Michelin Alpin, alles gleich gut wie bei den Contis. Einzig, in CP gibt´s keine 225/16 M&S mit 121 Traglast. Ich denke das ich im Herbst dieses Jahres, es so handhaben werde wie die meisten hier!
Lancelot hat geschrieben:Warum denn nicht bei dem bleiben was man kennt und für "gut" beurteilt ... :nixweiss:
M&S Ganzjährig, in meinem Fall wieder Michelin Alpin!
gr mani
willi_chic am 25 Jan 2017 11:00:29
ich meine es ist ein Unterschied ob ich einen PKW mit Vmax =250 oder einen 7-Tonner mit Hinterradantrieb und Diff-Sperre bewege...
in ersterem Fall sind Sommer/Winterreifen obligatorisch, im letzteren sind für mich Ganzjahresreifen, evtl mit Schneeketten erste Wahl
grüße klaus
Berndhaller am 25 Jan 2017 13:23:06
Guten Tag mein lieber Bernd, wenn du schreibst : Was dort im Schnee für den Vortrieb sorgt sind die vielen Lamellen, die ins Gummi geschnitten werden und sich mit dem zusammengedrückten Schnee verzahnen. Es doch eindeutig das du die Funktion der Lamellen nicht verstanden hast. Ich werde nicht mehr auf das Thema Lamellen und Reifen eingehen und ich dich in dem glauben lassen das du es schon immer verstanden hast. Dies ist auch mein letzter Bericht zum Thema Reifen. Da dieses Thema sich hier immer Windmühlenartig wiederholt und jedesmal stehen mehr unwissende auf als zuvor. Die Lamellen werden auch nicht in die Lauffläche geschnitten, die Lamellenstege sind in dem geteilten Formgehäuse verbaut, das Kautschuk umschließt in der Heizpresse unter Druck diese Stege. Der gleiche Vorgang wie beim Profil das heute noch von manchem LKW Spediteur von Hand nach geschnitten wird. Ich hatte bisher den Eindruck das du selber einen Bericht auch von Auto Motor und Sport richtig einschätzen kannst. Der Redakteur Uli Baumann von den Automedien hat die Firma Dunlop besucht und sich einen schönen Tag gemacht. Alles das was man ihm dort erzählt hat gibt er in seinem Bericht wieder. Mag ja sein das die Mischung wegen den Lamellen bei Winterreifen mehr in Richtung Elastizität geht aber Härte ist ein anderer Schuh. Es ist erlaubt mit Winterreifen z.B. mit 190km/h auch im Hochsommer zufahren und es wird nichts passieren, da die Mischung fast den Sommerreifen entspricht. Mit den Härtemessverfahren Rockwell oder Vickers misst man die Härte von Metall. Mit Shore wird die Härte von Kunststoffen gemessen. Da gibt es einfache Handmessgeräte die man sich im Internet auch mal anschauen kann. Da braucht man doch nur wenn die Reifen ein paar Wochen ausgelagert sind und die Weichmacher größtenteils abgebaut sind nur mal Messungen zwischen Sommer- und Winterreifen zu unternehmen. Der Reifen XY hat soviel Shore usw. Mit einem Härtemessgerät für Weichgummi, Elastomere und Naturkautschuk nach Shore A habe ich mit Kollegen vor 20 Jahren an 3 verschieden Reifenfabrikate im Reifenlager des Firmenfuhrpark Sommer- und Winterreifen gemessen. Die Härtegrade habe ich nicht mehr im Kopf, der Unterschied war sehr gering. Natürlich hat ein Reifen für 300km/h eine andere Mischung und Karkasse wie einer für 180km/h. Jetzt gebe ich für immer frei für die Experten. :)
Berndhaller am 25 Jan 2017 14:15:38
Roman hat geschrieben: Die Lamellen verschieben beim Fahren gegeneinander (ähnlich den Seiten eines Buches wenn man es durchbiegt) und bilden so eine Art Sägezahnstruktur über die gesamte Reifenoberfläche. Und diese wiederum krallt sich in den zusammengedrückten Schnee. Ich wüsste nicht was daran falsch sein soll.
Gruß Roman
Habe deinen letzten Absatz überlesen deshalb doch noch ein paar Worte dazu, dann ist aber Ende. Bei jeden Reifen auch beim Sommerreifen tritt diese Sägezahnstruktur auf. Die Stollen sind im vorderen Bereich in Laufrichtung höher und sie sind in dem Stollenbereich auch scharfkantig. Jeder gute Reifenhändler sollte dadurch die Laufrichtung erkennen. So Roman und jetzt überleg mal genau. Beim Anfahren bzw. Vortrieb ist der natürliche Abrieb einer scharfen Profilkante die vorne auch noch um ca. 0,5 mm höher ist, je nach Stollenlänge auch mehr ist ein Vorteil besonders bei Schnee. Aber beim bremsen was wichtiger ist ist es umgedreht, da ist es ein Nachteil. Die Sägezahnstruktur wirkt nun umgekehrt. Es ist so wie beim Sägen einer Säge entgegen der Schnittrichtung. :D Aber ganz klare Aussage: Die Aufgabe der Lamellen besteht zu 99,9 % darin das der Schnee aus dem Profil gedrückt wird. Sie Sägezahnstruktur bewirkt beim Vortrieb keinen nennenswerten Vorteil aber beim bremsen einen merklichen Nachteil.
LG von Bernd
eurakalle am 25 Jan 2017 16:21:09
Hallo Wolfgang, wenn du mich Kalle gemeint hast habe einen Eura mit Vorderradantrieb. Wie geschrieben von 225/65/16 Allwetter auf 235/65/16 Winterreifen umgestiegen. Weis nicht wie ich die Fahrzeugdaten in meinem Profil einbinden kann. :cry:
Kalle
Lancelot am 25 Jan 2017 16:34:14
eurakalle hat geschrieben: Weis nicht wie ich die Fahrzeugdaten in meinem Profil einbinden kann. :cry:
Berndhaller hat geschrieben:...Dies ist auch mein letzter Bericht zum Thema Reifen. Da dieses Thema sich hier immer Windmühlenartig wiederholt und jedesmal stehen mehr unwissende auf als zuvor.
Ich habe dem Bericht jedenfalls einen positiven Punkt verpasst. Grund mit Fachwissen geschrieben und gut erklärt: Nicht mehr bei solchen Diskussionen mitmachen halte ich aber für falsch. Wenn keiner mehr mitmacht kommt auch nichts mehr zu Elektrik, Batterien, Gas etc. rüber. Gruß Andreas
emil77b am 27 Jan 2017 00:21:24
Hallo Andreas,
sorry, meine Erfahrung, es ist in diesem Forum wenig möglich mit Fachwissen zu punkten. Auch gewisse Umgangsstandards, wenns dann sowas noch geben sollte, werden nicht eingehalten. Drum mach ich mich bei Fachfragen zunehmend rar. Betr. der Reifen, Vorteile, Nachteile ect., gibts eigentlich wenig hinzuzufügen. Leider kann man in Massen-Foren, durch eine Aussage allen, wenig bewegen. Es fehlt einfach an Übersicht und Respekt.
In Respekt, Emil
hubertos am 28 Jan 2017 10:40:19
Hallo Camper
Um zum Thema zurückzukehren ich fahre im Sommer - Ganzjahresreifen und im Winter reine Winterreifen ! Ganzjahresreifen haben ein stärkeres Profil und sind im Sand,Wiese und Schotter die bessere Wahl. Auch bin ich im Sommer in den Bergen , da kann es auch Schnee geben . :mrgreen: Im Winter , Winterreifen mit min. 6mm Profil und Schneeketten an Bord ! Dazu muß ich anmerken das ein Womo kein PKW , sondern in der Kategorie Leicht-LKW einzuordnen ist !
Grüße aus Österreich Hubertos
[i][i] Theorie ist : Jeder weiß alles und nichts funktioniert , Praxis ist : Alles funktioniert aber keiner weiß warum :lol:
ubruesch am 30 Jan 2017 15:26:18
Also ich bin bisher immer Winterreifen gefahren. Hatte nie Probleme damit. Nur der Verschleiß war höher als bei Sommerreifen. Steige aber jetzt auf Ganzjahresreifen von Nokian um. Diese ähneln dem Winterreifen von Nokian auch sehr. Da wir auf keinen Fall Wintersport machen und auch nie machen werden brauche ich keine Winterreifen. Ketten sind eh immer dabei. Auch sind wir ab nächstes Jahr wieder in der Kölner Bucht beheimatet. Da ist der Winter eher die Ausnahme. Und im Winter wird geflüchtet, und zwar in den Süden. Für die dafür anstehenden Pässe sollte der Ganzjahresreifen reichen. Wer natürlich Wintersport machen möchte sollte im Winter Winterreifen fahren.