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seit etwa 5 Wochen haben wir das Team Transitfrei verstärkt, ab sofort ist Tim Jonah nun mit an Bord! :) Camping kennt er schon, fast jedes Wochenende und die Feiertage waren wir gemeinsam in unserem derzeit feststehenden (Saisonplatz) Wohnwagen in Holland. Und wie es sich für einen Camper gehört findet er Regen am Tag doof wie ihr hier sehen könnt. :D
Was nun in uns reift ist die Idee, die Möglichkeiten der Elternzeit nicht nur für den Übergang zurück ins Berufsleben zu nutzen, sondern auch einen Monat Auszeit zu nehmen. Die Idee wäre folgende: Wir kaufen uns wieder ein Wohnmobil! Mit diesem machen wir im Frühling des kommenden Jahres mindestens eine Monatsreise. Ziel wäre Spanien, Südküste und ein Abstecher an den westlichsten Punkt von Europa! Da wollte ich schon immer mal hin (Nord- und Südpunkte haben wir schon :D ) Was ich nun aus dieser Idee mache hängt von einigen Faktoren ab und da wollte ich mal in die Gruppe fragen:
- Wer hat Erfahrung mit Elternzeit und einer Wohnmobiltour? Gerne auch als Reisebericht, Blog im Forum, in Internet oder von mir aus auch z.B. als Buch und kann was empfehlen?
- Wer hat (auch ohne Elternzeit ;D ) schonmal eine solche Langzeitreise gemacht? Unsere längste Tour mit einem Wohnmobil waren mal 3 Wochen am Stück. Das ging soweit, obgleich wir zur Verbesserung der Versorgungslage ausnahmslos Campingplätze angesteuert haben. Wer kann also den ein oder anderen hilfreichen Tipp zu einer solchen Langzeitreise geben?
- Nach der Tour... ...werden wir uns sicherlich von einem Fahrzeug trennen. Gerne würde ich Wohnwagen UND Wohnmobil behalten, aber es macht schlichtweg kaum einen Sinn. So viel frei, dass wir beides mit seinen jeweiligen Vorteilen angemessen nutzen könnten, hat man dann im Jahr ja doch nicht. Also sollte ein Fahrzeug wieder weg, wahrscheinlich das Wohnmobil. Die Alternative wäre daher ggf. aber auch ein Fahrzeug zu mieten. Obgleich ich mir nicht vorstellen kann, dass man sich damit finanziell besser stellt. Klar, es wäre sicherer (auch bei einer Panne), es wäre moderner, usw. Aber ich lebe lieber freier mit dem eigenen Fahrzeug und mache mir weniger ´nen Kopf, wenn ich ne Dulle reinfahre als wenn es ein Mietmobil ist. Auch sind die Raten für Mietmobile ja inzwischen so hoch (besonders, wenn ein km- Satz dazu kommt...), dass die MIetkosten sicherlich gleich mal ein Viertel eines möglichen Anschaffungspreises ausmachen würden. Dennoch würde mich interessieren, ob jemand Erfahrung mit Langzeitmiete von Wohnmobilen gemacht hat und hierüber berichten kann.
So, das soll es für den Moment sein. Da die Idee erst 2 Tage alt ist, kommt sicherlich noch einiges dazu. Dennoch freue ich mich schon jetzt über alle Tipps, Hinweise, Wortmeldungen usw zu unserer Idee.
Hallo Björn erstmal ganz herzlichen Glückwunsch zu dem neuen Familienmitglied!!!!!!!! Warum machst du diese Fahrt nicht mit dem Wohnwagen, den habt ihr doch????? Ich finde man ist mit kleinen Kindern und PKW wesentlich beweglicher. Hier im Forum war mal ein Mitglied Jonathan, die sind immer genau so frei mit dem Wohnwagen gereist!!!!!!!!!!!!!! Außerdem ist es mit kleinen Kindern und CP wesentlich besser, du machst die Türe auf und läßt sie raus und weißt der Platz ist für Kinder abgesichert, auf einem Stellplatz mußt du doch ununterbrochen auf sie aufpassen.
Lancelot am 08 Jun 2015 09:34:49
Glückwunsch zur Verstärkung des Teams Transitfrei ... :daumen2:
Bezüglich Elternzeit und Womo fand ich diese Site ganz informativ : --> Link
Anzeige vom Forum
Anne42 am 08 Jun 2015 09:44:13
ist sehr interessant der Bericht, aber ich würde es immer vorziehen mit kleinen Kindern in den Süden zu fahren, zwei so kleine Racker bei schlechtem Wetter im Womo oder Wohnwagen ist echt nervend! Und nasse Kleidung u.s.w. und viel Kleidung, braucht man im Süden auch nicht!!!
LowCostDriver am 08 Jun 2015 09:47:13
Hallo Anne,
ja weisst du, es soll eine Rundreise werden. Und da wir ja den direkten Vergleich haben (2006-2011 Wohnmobil, seit 2011 Wohnwagen) weiß ich nur zu gut, dass mit einem Wohnwagen keine vernünftige Rundreise möglich ist. Wir könnten damit fahren, ja, aber es wäre eine Qual. Die Tour bis Spanien bedingt mindestens 2 Zwischenübernachtungen, was mit dem Wohnwagen immer Aufwand ist. Mit dem Wohnmobil, das wissen wir auch noch von früher, ist der Aufwand bedeutend geringer. Mit dem Wohnmobil wäre es z.B. auch möglich, die Mautstraßen in F zu vermeiden. Klar kostet das Zeit, aber die haben wir! Mit dem Gespann allerdings durch die engen Dörfer und dann die unzähligen Kreisverkehre? Nein Danke. Auch Stellplätze könnten wir bei der An- und Abreise dann natürlich nicht nutzen, es muss immer ein CP sein. Dann vor Ort: Der Wohnwagen wird zur Basis, sobald er einmal "aufgebaut" ist. Das wird dann aber auf jeden Fall Standorturlaub und genau das will ich nicht. Ja klar, die Bewegungsfreiheit mit dem Auto ist toll, keine Frage. Aber es engt dich auch in einen Radius ein! Mir schwebt eine Tour an der Costa del Sol und der Costa de la Luz entlang bis rein nach Portugal und an der Seite knapp bis Lissabon hoch vor. Das ist nichts für "Tagestour mit dem PKW", sowas geht nur mit dem Wohnmobil denke ich. Da jedes Mal den Wohnwagen abhängen, anhängen, einräumen, ausräumen und dann während der Fahrt beengt im PKW sitzen, die Parkprobleme bei Sehenswürdigkeiten unterwegs, usw. Nein, das ist alles nix. Ein Wohnwagen ist eigentlich nur ein "bedingt mobiles Ferienhaus". So unsere Erfahrungen nach mehreren Jahren des direkten Vergleichs. Und davon abgesehen: Ein Wohnmobil ist und bleibt doch ein Abenteuer in der Königsklasse. Wann, wenn nicht für einen solchen Anlass, lohnt sich ein Wohnmobil? ;D
Wolfgang: Die Seite hab ich auch schon gefunden, danke! Ich lese mich dort schon ein. :)
Aretousa am 08 Jun 2015 11:30:41
Auch von mir ganz herzliche Glückwünsche zum Nachwuchs. Und ebenso herzlichen Glückwunsch zur Idee, die Elternzeit für eine längere Reise zu nutzen. Wobei ich gleich vorschlagen möchte, falls es irgendwie machbar ist, doch lieber 6 Wochen (oder länger :wink: )zu reisen. Wir machen seit letztem Jahr solche 6-Wochen-Reisen und haben festgestellt, dass das genau die richtige Zeit ist, um weit und entspannt reisen zu können. Man kann unendlich viel anschauen und unternehmen und wenn man Lust dazu hat auch mal trödeln. Und außerdem geht mein Veto eindeutig zum Wohnmobil. "Dauercamping" macht ihr ja in Holland, nun wollt ihr mal wieder die Welt sehen und das geht für mich nur im Wohnmobil. Man fährt ungebunden weiter, bleibt stehen wo man möchte und ist nicht am Abend eines wunderschönen Tages gezwungen wieder irgendwohin zurück zu fahren. Zu eurem Reiseziel kann ich (noch) nicht viel sagen, aber wenn du dann einen schönen Reisebericht schreibst (ich hoffe doch sehr) könnte ich mir vorstellen, dass wir uns nächstes Jahr auf den Spuren des LowCostDriverTeams nach Südwesten begeben. Ob ihr dann nachher das Wohnmobil wieder verkauft.......fahrt erst mal........ich glaube nicht 8) :wink: .
abba am 08 Jun 2015 12:37:55
Hallo Björn, leider kann ich Dir zum Thema selbst nichts sagen, nur soviel, dass ich WoMo auch viel praktischer finde. Aber was ich kann, Euch ganz herzlich zur Teamverstärkung gratulieren. Habt Ihr gut gemacht!!! :love:
tammy99 am 08 Jun 2015 13:00:33
Hallo Björn,
unsere erste längere Tour ging während der Elternzeit für 5 Wochen nach Italien. Damals haben wir das Womo gemietet. Bei einer Langzeitmiete solltest Du einen sehr guten Preis bekommen, vor Allem in der von Euch anvisierten Reisezeit. Daher denke ich mal, dass sich ein Kauf nicht lohnen wird. Wenn Du Pech hast, kämpfst Du die ganze Zeit mit irgendwelchen "Problemen", anstatt die Zeit zu genießen. Für uns war das unsere bisher schönste Womo-Tour und wir wären gerne noch länger unterwegs gewesen. Mit unserer 2. Tochter wollten wir wieder in Elternzeit mit dem Womo 2 Monate im Frühjahr nach Spanien fahren. Das Womo war schon gebucht. Wir hätten 80€/Tag bezahlt und das Womo mit Winterreifen bestückt bekommen. Da wir aber dann ein eigenes Womo gekauft haben, haben wir die Reservierung damals storniert.
ICH würde mieten, das ist einfach stressfreier und mit sehr viel weniger Aufwand verbunden. Das nötige Zubehör habt Ihr ja schon.
LG Fred
CKgroupie am 08 Jun 2015 13:11:39
Herzlichen Glückwunsch, lieber Björn!! Natürlich auch Deiner Frau und dem "großen" Bruder :D
Ich kann natürlich auch überhaupt nichts Konstruktives beitragen zu Deiner Frage, aber ich hoffe es kommen noch ein paar Foristen mit Langzeit-Urlaub Erfahrung. Ich schließe mich aber Lena an und sage, ihr solltet auf jeden Fall versuchen mindestens 6 Wochen für die Reise einzuplanen. 4 Wochen ist eindeutig zu wenig!
Von unseren Reisen mit kleinen Kindern im Womo kann ich ansonsten nur sagen: Wir sind immer gefahren, wenn die 2 ihren Mittagsschlaf machten. Beim Fahren schliefen die ganz ausgezeichnet und das war immer eine gute Gelegenheit zu fahren, ohne dass sie unruhig wurden oder genölt haben.
nuvamic am 08 Jun 2015 13:16:12
Ui - schön, dass du uns am sicher spannenden Familienzuwachs teilhaben lässt. Kannste ihn mal von uns knuddeln? :D
LowCostDriver hat geschrieben:... Aber ich lebe lieber freier mit dem eigenen Fahrzeug und mache mir weniger ´nen Kopf, wenn ich ne Dulle reinfahre als wenn es ein Mietmobil ist...
Sischer? Mir kamen bisher Eigentümer noch wesentlich vorsichtiger vor. Beim Mietmobil läuft die Versicherung, der Eigentümer macht sich (erst recht bei deinen Überlegungen) ja auch immer Gedanken um den Wiederverkaufswert... Ich würd mir an eurer Stelle auch einfach mal ein Angebot für ein passendes Mietmobil machen lassen.
Zur Länge - bei mir waren bisher 3,5 Wochen das Limit. Danach war ich so voll mit Eindrücken, dass es einfach genug war. Aaaaber - da rede ich von Reisen, die täglich neue Dinge bringen. Das ist mit zwei so kleinen Mitreisenden eher nicht sinnvoll. Wenn Ihr also Entspannung mit dabei habt, hätte ich keine Sorge, auch 4 (oder besser 6-8? ich glaub Lena da gern) Wochen gut rumzubringen. Diese Muße würd ich euch vieren gerne gönnen :)
Schrauber71 am 07 Jan 2017 12:03:25
Bin erst soeben auf Deinen Beitrag gestoßen.
So richtig habe ich zur Fragestellung nichts beizutragen, möchte aber meinem Zuspruch Ausdruck verleihen. Ich finde es klasse die Kids schon früh mitzunehmen, haben es sehr ähnlich gehalten. Im Auto (grad während der Fahrt) schlafen die prima und sind auch sonst recht pflegeleicht haben wir die Erfahrung gemacht. Und es machte mir auch viel Spaß den Wurm überall mit hin zu schleppen. Super ist, daß es immer besser wird. Wenn se dann mal laufen ist auch nasser Boden keine Herausforderung mehr usw.
Viel, viel Spaß, für weitere Unternehmungen :-)
Gruß Manfred
hoko2000 am 08 Jan 2017 09:22:40
Wir waren 2015 und 2016 jeweils gute drei Monate mit unseren Kindern in der Elternzeit unterwegs. Es war das Beste, was wir je gemacht haben. Unter --> Link habe ich versucht die Planung und die Erfahrungen zu dokumentieren. Unter --> Link gibt es dann die Berichte von den Reisen.
Wenn ihr es irgendwie hinbekommt, unbedingt machen!
pinschermaus am 08 Jan 2017 23:07:33
Ich bin immer wieder über den Begriff Elternzeit erstaunt. :pale: Was habe ich falsch gemacht, daß ich 50 Jahre volle Arbeit geleistet habe ? Was hat meine Frau falsch gemacht ohne Elternzeit zwei Kinder groß gezogen und später noch gearbeitet. Kurz vor unserem Rentenbeginn konnten wir uns ein Wohnmobil leisten. Mehr möchte ich nicht dazu sagen.
Gast am 09 Jan 2017 00:46:43
pinschermaus hat geschrieben:Ich bin immer wieder über den Begriff Elternzeit erstaunt. :pale: Was habe ich falsch gemacht, daß ich 50 Jahre volle Arbeit geleistet habe ?
Der Kollege will "4" Wochen Auszeit nehmen und das mit staatlicher Subvention. Wenn ich damals die Möglichkeit und das Geld gehabt hätte, wäre ich auch dabei gewesen.
LowCostDriver: In Deiner Situation würde ich ein Wohnmobil mieten, weil der Kauf und Verkauf Stress bedeutet und konträr zur Auszeit steht.
Außerdem minimierst Du das Risiko, weil Du genau weißt, was für Kosten auf Dich zukommen.
Viel Freude bei Eurer Reise.
pinschermaus am 09 Jan 2017 13:24:12
Aha..... " staatlicher Subvention " das muß man sich erst einmal auf der Zunge vergehen lassen. Kurze Rede, langer Sinn. der Steuerzahler trägst automatisch mit. Einfach toll.
Schrauber71 am 09 Jan 2017 13:35:00
Ät Pinschermaus
Ich verstehe den Exkurs hier grad nicht.
Du hast sicher auch z.B. Kindergeld bekommen, auch eine Steuerlast die es nicht seit Anbeginn der Menschheit gab. Kindergeld wurde im Laufe der Zeit auch erhöht. Wo ist das Problem?
50 Jahre durcharbeiten und 2 Kinder groß ziehen ist schon eine tolle Leistung. Respekt hierfür.
Wenn andere möglicherweise finanziell besser gestellt sind oder sich "Luxus" früher leisten können...macht Dein Leben doch nicht schlechter. Gönn es ihnen und sei stolz auf das was Du hast- mein Blickwinkel auf die Welt.
Aber ich fürchte wir werden gleich ermahnt zum Thema zurück zu kehren- sicher eine berechtigte Forderung.
Zum Themenstarter: Wie war es denn nun? :-)
Gruß Manfred
topolino666 am 09 Jan 2017 13:53:34
pinschermaus, es liegt Dir frei gegen politische Entscheidungen unserer Regierung und staatlicher Leistungen zu sein, aber lade doch Deinen Frust / Ärger / Unverständniss bei den entsprechenden Stellen, z.B. Deinen Abgeordneten ab und nicht hier im Forum.
Auch werdet wahrscheinlich AUCH IHR Kindergeld, Erziehungsgeld o.ä erhalten haben und WIR schimpfen da jetzt auch nicht drüber!!
P.S. Kein Mod da der ein Schloss über hat??
die EDIT lacht mich grad aus weil ich so viel langsamer wie Schrauber tippe! ;-)
mantishrimp am 09 Jan 2017 14:11:02
Hallo,
ein Schloss hätte ich da, aber das brauche ich bestimmt nicht :D Hier geht es um Tipps, Erfahrungen und Ideen zur Elternzeit und dabei bleiben wir bitte auch.
Aretousa am 09 Jan 2017 14:18:22
Pinschermaus, hoffentlich bedauert dich bald irgendjemand. :roll:
Millionen Menschen können sich kurz vor der Rente kein Wohnmobil leisten. Sei doch froh mit dem was du hast und gönne Anderen das was ihnen heute möglich ist.
brauwe am 09 Jan 2017 14:36:17
Moin Pinschermaus,
du hast recht, du und deine Frau konnten damals keine staatlich geförderte Elternzeit in Anspruch nehmen.
Allerdings siehst du nicht oder erinnerst dich nicht (oder willst nicht erinnern?), dass es "zu deiner Zeit" andere Dinge gab, die es heute so nicht mehr gibt. Nur ein paar Beispiele: - die Krankenkassen haben damals Brillen komplett bezahlt - die Genehmigung einer Reha (damals noch Kur genannt) war ein Kinderspiel gegenüber heute - Zuzahlungen zu Medikamenten gab es nicht - die soziale Absicherung war damals noch eine solche, es gab bei längerer Arbeitslosigkeit kein sofortiges Abdriften in die Armut wie es heute bei Hartz IV der Fall ist
Die Rahmenbedingungen haben sich geändert - ob zum Guten oder Schlechten - sei dahingestellt, eine politische Diskussion möchte ich nicht vom Zaun brechen. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass es falsch ist, wenn man einzelne Dinge herauspickt um irgendetwas gut oder schlecht zu reden.
Gruß Uwe
LowCostDriver am 10 Jan 2017 10:40:24
pinschermaus hat geschrieben:Ich bin immer wieder über den Begriff Elternzeit erstaunt. :pale: Was habe ich falsch gemacht, daß ich 50 Jahre volle Arbeit geleistet habe ? Was hat meine Frau falsch gemacht ohne Elternzeit zwei Kinder groß gezogen und später noch gearbeitet. Kurz vor unserem Rentenbeginn konnten wir uns ein Wohnmobil leisten. Mehr möchte ich nicht dazu sagen.
Mit Bestürzung habe ich deinen Beitrag gelesen und kann mir nur vorstellen, dass du das allgemein und gar nicht in Bezug auf mich persönlich bezogen hast. Das deine Generation seinerzeit keine Elternzeit hatte, das tut mir leid. Aber falls es dir ein persönlicher Trost ist, möchte ich dir gerne mal ein kleines Update geben. Zwar hat Frank als Mod schon etwas hierzu richtigerweise geschrieben, aber auch weil Manfred persönlich nachgefragt hat, was draus geworden ist, gebe ich ein kleines Update.
Das Posting mit den Fragen zur Elternzeit, das kannst du Zeitstempel schnell nachvollziehen, stammt aus dem Jahre 2015! Sehr gerne hätte ich diesen Plan natürlich bis zum April 2016 verwirklicht, denn ab diesem Zeitpunkt griff meine 2- monatige Elternzeit. Im Februar des Jahres 2016 musste mein kleiner Sohn Tim allerdings ins Krankenhaus, er kam sofort auf die Intensivstation und kämpfte sich dort eine Woche lang zurück ins Leben. Im Anschluss verblieb er danach noch weitere 5 Wochen im Krankenhaus, bis er in unsere Verantwortung übergeben wurde. Eine Zeit, in der wir alle als Familie auf dem Zahnfleisch gegangen sind. Wir haben die Tage Bilder gefunden von der Zeit vor Tims Erkrankung. Schauen wir heute in den Spiegel, erkennen wir uns kaum wieder. Übrigens: Seine Erkrankung des Immunsystems blieb nicht ohne Folgen, unser Kind ist nunmehr zu 50% schwerbehindert und wird sein Leben lang eingeschränkt leben müssen, ist täglich auf medizinische Versorgung angewiesen, raubt uns mitunter in der Nacht mehrfach den Schlaf, weil wir aktiv in den Stoffwechselhaushalt des Kindes eingreifen müssen, haben lernen müssen Spritzen zu geben und Katheter anzulegen, haben während der 5 Wochen im Krankenhaus mehrfach die Woche Schulungen über uns ergehen lassen müssen, haben Krankenkassen, Ämter und Pflegedienste in einer Art und Weise kennenlernen müssen, die ich selbst meinem ärgsten Feind nicht wünschen möchte.
Selbstredend, dass wir nach diesem Wanken und Zusammenbruch unseres bisherigen Lebens im Februar 2016 keine Elternzeit und Langzeitreise mehr angetreten haben!
Auch jetzt, wo sich der Schicksalstag zum ersten Mal als Jahrestag im Kalender nähert, sind wir noch immer nicht fit mit der Krankheit! Es ist ein täglicher Kampf, den wir selbstzehrend führen.
Es gelang uns immerhin, im Sommer 2016 dank eines kostenlos gestellten Wohnmobils eine wirklich sehr schöne kleine 2- wöchige Reise durch Südengland mit dem Wohnmobil anzutreten. Auch, wenn die Erkrankung unseres Sohnes stets mit im Gepäck war (und mit ihr Katheter, Medizin, Setzhilfen, Spritzen, Sensoren, usw...), war es auch und gerade für ihn eine unglaublich tolle Tour! Du findest hierzu sogar einen Eintrag im Forum! Schau mal hier: --> Link Wir haben in diesen 2 Wochen den Entschluss gefasst, dass wir uns als Familie unterwegs sehr wohl fühlen. Mehr, als aktuell mit einem feststehenden Wohnwagen in Holland. Seit dieser Reise reift der Gedanke, der in der Silvesternacht 2016/2017 schließlich geerntet werden konnte: Auch künftig möchten wir wieder mit dem Wohnmobil unterwegs sein! Ein Jahr haben wir uns jetzt als Rahmen gesetzt, ein älteres aber gut erhaltenes Alkoven- Wohnmobil mit Etagenbetten aus den mittleren / späten 90ern/ Anfang 2000er zu finden. Für den Jahreswechsel 2017/2018 wollen wir es anschaffen, dieses Jahr wird darauf noch ein wenig gespart. Halten wir das durch, bin ich nächstes Jahr auch wieder als "vollwertiges Mitglied" hier wieder mit an Bord. :) Doch dazu noch zu einem anderen Zeitpunkt mehr.
Ich hoffe, ich konnte mit diesem kleinen Update zu meiner Frage ein wenig das Unverständnis nehmen, was ich aus deinem Beitrag entnommen habe. Ich weiß, dass jeder so sein Päckchen zu tragen hat. Aber wenn du in den Spiegel schauen kannst, zum Reisen nicht zu alt bzw. körperlich in der Lage bist, dann erfreue dich genau daran! Denn eins hat mich die Erkrankung ohne Aussicht auf Heilung meines Sohnes gelehrt: Sei zufrieden mit dem, was du hast! Sei nicht neidisch auf das, was du nicht hast. Neid ist ein Zeitfresser, die man sonst mit schönen Dingen verbringen kann! Zum Beispiel Reisen!
Ach: Ja, für alle die sich über die für das Internet eher ungewohnt offenen Worte aus meinen Privatleben wundern: So "privat" ist es an der Stelle nicht mehr. Ich musste vor einigen Monaten eine Entscheidung treffen. Trete ich in die Öffentlichkeit, nehme ich das Angebot des WDR war und lasse über unseren Fall berichten? Auch, weil es Druck auf die Krankenkasse ausgeübt hat. Oder bleibe ich in der Anonymität und halte die Hand weiter schützend über unser Kind? Wir haben uns als Eltern gemeinsam für die Offenheit entschieden. Ganz einfach, weil wir auch unseren kleinen Teil dazu beitragen wollten, dass der gemeinsame Bundesausschuss und auch die Krankenkassen ein neues medizinisches Konzept in den Leistungskatalog aufnehmen, welches im GBA seit bestimmt 10 Jahren diskutiert wurde! Es war, so meine Entscheidung, an dieser Stelle einfach mehr nötig, als Abgeordnete, Minister und Verbände anzuschreiben (was ich natürlich ebenfalls getan habe). Wenn man dann sich selbst, aber besonders sein krankes Kind im Fernsehen sieht, dann sind ein paar persönliche Zeilen hier im Forum kein Problem mehr.
Gruß Björn
P.S. Kleines Danke an alle, die mir hier ein wenig zur Seite gestanden haben. :) Ich würde mir nun wünschen, dass wir den Beitrag seinem eigentlichen Sinn zurückgeben. Also Erfahrungen mit Elternzeit. Wenn noch wer mag. Und wir nicht mehr um des Kaisers Bart Elternzeit diskutieren. Leider kann ich keine beitragen, finde das Thema aber nach wie vor spannend.
Birdman am 10 Jan 2017 11:24:29
Hallo Björn,
Danke für Deine offenen Worte! Euch und vor allem Tim alles Gute und vor allem viel Kraft!
mauimeyer am 10 Jan 2017 20:34:26
pinschermaus hat geschrieben:Ich bin immer wieder über den Begriff Elternzeit erstaunt. :pale: Was habe ich falsch gemacht, daß ich 50 Jahre volle Arbeit geleistet habe ? Was hat meine Frau falsch gemacht ohne Elternzeit zwei Kinder groß gezogen und später noch gearbeitet. Kurz vor unserem Rentenbeginn konnten wir uns ein Wohnmobil leisten. Mehr möchte ich nicht dazu sagen.
Irgendwer sagte mal: Wir denken selten an das, was wir haben, aber immer an das, was uns fehlt.
Das Du wahrscheinlich, staatlich gefördert, mit 63 in Rente gehen konntest hast Du in Deinem Post vergessen zu erwähnen. Unser einer darf ein paar "Jährchen" länger arbeiten. Und Du ärgerst Dich über 2 Monate die uns da zugestanden werden... da muss ich gerade schmunzeln.
Ich kann nur "jedem" empfehlen, wenn es die geldliche Lage zulässt, in Elternzeit zu gehen und, wenn möglich auch eine Reise mit dem Womo zumachen. Eine intensivere Zeit mit dem Kind wird man nicht bekommen. Von der Entlastung für die Frau mal ganz abgesehen, dafür ist die Zeit eigentlich ein MUSS.
An Björn Danke der offenen Worte und weiterhin viel Kraft und alles Gute!!!
Aretousa am 10 Jan 2017 21:05:22
Danke Björn, für deine Worte. Du hast ja Nils Krankheit bereis zumindest ansatzweise erwähnt. Ich habe mich daher so gefreut, dass ihr die Reise nach England im gewonnen Wohnmobil machen und genießen konntet. Ich wünsche dir und Anja ganz viel Stärke und viele glückliche Momente mit euren beiden Kindern. Und würde gerne eure Fortschritte, auch im Kampf mit den Behörden, weiter verfolgen. Und Danke an die Moderatoren, die zulassen, dass dieser Strang so stehen bleiben darf. Vielleicht überlegt sich dann der Eine oder Andere hier, ob er wirklich Vorwürfe und Missgunst äußern muss, wenn es einem Anderen scheinbar so viel besser geht und der vermeintlich alles geschenkt bekommt.
Mit Björns Worten: Sei zufrieden mit dem, was du hast! Sei nicht neidisch auf das, was du nicht hast. Neid ist ein Zeitfresser, die man sonst mit schönen Dingen verbringen kann! Zum Beispiel Reisen!
JoFoe am 10 Jan 2017 21:16:08
Danke Björn, für deine Worte. Und viel Kraft weiterhin.
AnJoSoJo am 13 Mai 2017 09:54:49
Die Elternzeit ist dazu da um sich um sein Kind zu kümmern und um als Familie zusammen zu wachsen. Wo und wie das geschieht sollte man doch jedem selbst überlassen finde ich.
Außerdem ist Elternzeit ja auch nicht gleich Urlaub. Die finanziellen Einbußen sind zum Teil erheblich.
Zurück zum eigentlichen Thema: auch wir sind mit Kind und Hund in der Elternzeit im Womo unterwegs. Und noch genießen wir alle es sehr (blogadresse findet ihr auf unserem Profil)!
Dem Themenstarter wunschen wir alle erdenkliche Kraft und das alles gut wird!
Viele Grüße Sören
Schrauber71 am 14 Mai 2017 23:31:41
Ich hatte ja schon eingangs angerissen, daß meine Langzeiterfahrungen eher mäßig sind.
Wir haben immer nur Kurztrips unternommen. Während dieser haben wir verschiedenes probiert was die Nahrungszubereitung betrifft. Als beste Lösung hatten wir für uns erarbeitet immer eine Thermoflasche abgekochtes heißes Wasser mitzuführen. Mit dieser haben wir Kaltwasser auf die passende Temperatur gebracht um Milchpulver anzurühren. Wird gestillt natürlich überflüssig. Für Breinahrung gibt es Gläschenwärmer, die eine Miniportion Wasser benötigt um das Glas zu erwärmen (Festnetzstrom), geht auch sehr fix.
Ansonsten haben wir kaum Einschränkungen erfahren. Die Kinder schlafen wenn sie müde sind, erledigen dieses auch im Kinderwagen. Und das wichtigste was sie brauchen sind liebevolle Eltern. Das alles geht mit dem Womo eben so gut wie in den festen 4 Wänden zu Hause.