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Gel- und Nassbatterie permanent parallel, geht das?


rolfblock am 10 Jun 2015 03:14:33

Wie hier hinreichend vorgebetet, soll man ja nur „gleiche“ Batterien dauernd parallel schalten. Die Argumente spar ich mir daher.
Ich habs mal ganz anders gemacht, und es geht auch!

Ausgangslage:
Die Wohn(t)raumbatterie (der Scherz musste jetzt sein, weil mein Wohnraum soooo schön ist) hat 80 Ah, eingebaut 2010.
Gekauft haben wir das Womo 2012 .(Der Vorbesitzer hat seine erste Batterie in 3 Jahren geschrottet.)
Jetzt kommt das Boot ins Spiel. Das hat einen Elektromotor und mag 12 V max 4 A zum Aufladen des Li Akkus (400 Wh)
Außerdem brauch ich zum Aufblasen einen Kompressor mit 12 V.

Die Rechnung:
Boot fahren und Mittags in der schönsten Bucht des Landes 2 Stunden Pause machen, plus 2 Stunden Fahrzeit ergibt max 16 Ah, die ich während des Bootsausfluges umfüllen kann.
Die billigste Lösung ist wohl eine Baumarkt Starter Batterie 35 Ah für 45 Euro.
Die kann das Boot aufpumpen und noch ein wenig Ladung in den Li Akku umfüllen.
(Ich hab einen Torqeedo Motor 1 kW; der hat bei der Nachladung seinen Schwachpunkt.)

Wie lässt sich nun diese Starterbatterie ins Womo integrieren?
Ganz einfach! Knallhart an den Wechselrichter (1 kW) mit 10 mm2 und von da geht’s mit 35 mm2 zur 80 Ah Gel Batterie.

Und was sagen die unterschiedlichen Ladeschlussspannungen?
Die werden nicht gefragt!!!!

Dazu zunächst die Vorteile der Schaltung:
Die Kapazität im Wohnraum erhöht sich von 80 Ah auf 115 Ah.
Der Wechselrichter kann seine 100 A locker aus der kleinen 35 Ah Starterbatterie ziehen, genau für diese Belastungsart ist sie gebaut.
Außerdem hilft die Gel nach ihren Kräften (Innenwiderstand) mit.
Die kleine 35 Ah kann ich problemlos zum Strand schleppen und dort das Boot aufpumpen.
Ich kann sie auch aufs Boot mitnehmen und mit 40 W den Li Bootsakku nachladen.
Auch hab ich eine portable Hochstrom 12 V Quelle, wenn’s mal nötig ist.

Nun zum Sorgenkind, der Ladung:
Erste Info, keep cool, es geht easy.
Fall eins: Urlaub irgendwo.
Die Akkus fahren Achterbahn, was ihren Ladezustand betrifft.
Es gibt nie zuviel Strom um den kleinen 35 Ah zu überladen.
Während der Fahrt hängt er parallel zum „Großen Starter Akku“. Mit dem wird er sich schon vertragen.
Schlimmer im Stand. Da gibt es Solarstrom zum schwindlich werden.
Jetzt geht’s an die 14,4 V und das bei 30 °C. Aber da hilft der Wechselrichter, über AES geschaltet. Der Kühlschrank oder die Pedelec Akkus fressen die schädliche Überladung auf.

Also, kein Problem auf der Reise.

Jetzt kommts richtig hart. Das Womo steht vor der Haustür. Die Solaranlage „pflegt“ die Batterien. Das könnte unserem kleinen 35 Ah nicht gut bekommen. Er dehydriert, bekommt einen Durchfall und kotzt Knallgas aus.

Entweder wir sorgen für Abwechslung in der Stromkost, (Wir laden die Pedelecs auch zu Hause nur im Womo via Solar auf) oder wir trennen unseren portablen Energiefreund zeitweilig von seinem Zwangsverheirateten.

Landstrom kommt mir nicht mehr ans Womo, der könnte mit Überladung richtig Schaden anrichten. Außerdem; für was soll ich Landstrom nutzen?
Ein Argument dazu: Wenn Landstrom den kleinen Akku schrottet, bekomme ich 8 Euro Pfand zurück.

Diese Beschaltung läuft nunmehr 2 Jahre ohne Probleme. Warum auch nicht?

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xbmcg am 10 Jun 2015 09:16:47

Und was ist nun die Frage?

Klar geht das, Gel- und Nassbatterie permanent parallel zu schalten.
Nur ist das nicht zu empfehlen. Das schrottet beide Batterien auf Dauer.

Wenn Du mit Deiner Schaltung glücklich bist, ist das OK. Nur 100A mit WR aus einer 35Ah Batterie zu ziehen
ist genau so grenzwertig, wie die GEL und die Nassbatterie permanent zusammenzuschalten. Ein Trennrelais
kostet doch nicht die Welt, es gibt Spannungsgesteuerte, die auch ohne D+ auskommen und nicht die Signale der
Lichtmaschine brauchen. Bei der Ladeschussspannung von 14.4V über einen langen Zeitraum (bis zu 8 Stunden)
freut sich Deine Nassbatterie auch nicht so sehr, wie Du vielleicht denkst. Alternativ kannst Du auch über Trenn-
Dioden beide Batterien gemeinsam laden, ohne dass sie sich gegenseitig beeinflussen.

Wenn Du schon AES Augang hast am Solarregler, dann hast Du sicher auch den Erhaltungsladeausgang mit 1A
für die Startbatterie, häng doch da dran die 35Ah, oder schalte sie parallel zur nassen Startbatterie beim Laden.
Das ist nicht ganz so schlimm, wie Deine feste Parallel-Schaltung an der GEL.

Also an alle anderen, die überlegen so was nachzumachen: denkt lieber noch mal darüber nach!

andwein am 10 Jun 2015 09:44:59

Auch mit der Axt kann man einen Nagel in die Wand hauen. Niemand hat behauptet das es nicht geht!
Die von Dir angesprochenen Aussagen "geht nicht" stimmen so auch nicht. Es heißt: Sollte man nicht machen, da es der Lebensdauer abträglich ist. Die Lebensdauer ist halt ne Zeitfrage, und mit der Zeit wirst du sie auch beantworten können.
Also: weiterso im Langzeittest, aber bitte auch das Ende posten.
Andreas

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rolfblock am 12 Jun 2015 09:20:04

Es ist wahrlich nicht leicht alles so zu schreiben, dass man auch verstanden wird. Es steht außer Frage, dass eine Parallelschaltung nicht nur Vorteile bringt.
Aber die Vorstellung irgendwelche Trennrelais zu warten, Logig einzubauen, Trenndioden ist doch hoch absurd für meinen Anwendungsfall.
Nochmal die Problem und die Lösung:
Ladung:
Während der Fahrt werden beide Batterien und die Starterbatterie so wie bei fast allen Womos parallel geschaltet von der Lima mit ca 14,4 V geladen. Das kann und darf für die kleine 35 Ah nicht falsch sein, sonst müsste sich auch die Starter Batterie beschweren. Daher ist der Einwand von xbmcg:
"Bei der Ladeschussspannung von 14.4V über einen langen Zeitraum (bis zu 8 Stunden) freut sich Deine Nassbatterie auch nicht so sehr, wie Du vielleicht denkst."
ziemlicher Unfug.

Landstrom: Gibt es nicht => keine Gefahr.

Solar: Es wird immer wieder auch (etwas, weil AES kontrolliert) entladen, so dass Solar nur äußerst selten bis in den Zustand der Erhaltungsladung kommt. Das kann natürlich die Gel schädigen, ist aber nun mal so, wenn ich das Womo benutze. Dabei ist es unerheblich, ob da noch eine 35 Ah Batterie vom Typ Starter/Nass mit dran hängt. Die bekommt halt auch mal, wenn AES nichts verbrauchen kann, die 14,4 V. Und wieviel Strom zieht sie sich dann von den maximalen 13 A? Bis zu 2 A gehen evtl. in die Starterbatterie. Den Rest teilen sich alle Verbraucher (Fritzbox, Laptop, Radio......) und die Gel und die 35 Ah.
Da bleibt für die Knallgasproduktion nicht viel übrig.

Was passiert nachts? Nichts außer einer Entladung durch Kleinverbraucher. Daneben gibt es die theoretische Möglichkeit eines Ausgleichsstroms. Dazu müssten sich die Spannungen der halb bis ganz vollen (Beide Batterien haben den gleichen Ladezustand) Batterien bei leichtem Entladestrom unterscheiden.
Das tun sie sicherlich nicht.

Kommen wir zur Entladung:
Eine 35 Ah Starterbatterie ist so konstruiert dass sie sehr hohe Ströme für kurze Zeit abgeben kann. So ein Anlasser kann 500 W und mehr haben. 50 A sollten das mindeste sein, was sie verträgt.
Wenn der Wechselrichter nun 100 A aus der kleinen Batterie zieht ist das viel.
Wenn er die 100 A aus der 80 Ah Gel zieht, ist das auch viel.
Wenn beide sich die 100 A aufteilen, ist das für jede einzelne weniger viel.
Daher ist es gesünder bei hohen Strömen beide parallel zu entladen.

Kommen wir zum einzig verbleibendem ungesunden Fall: Freistehen, nachts mit Heizung oder ähnlicher Belastung.
Hier wird mit mäßigem Stromverbrauch entladen. Als Ergebnis der Nacht ist die Gel halb leer, was ihr nur wenig ausmacht. Dafür ist sie gebaut.
Aber auch die Nassbatterie ist halb leer, was sie weniger gerne mag.
Nun kann ich erwägen die kleine Abends abzuklemmen, dann wird sie nicht entladen. Dafür wird die Gel tiefer entladen. Als Ergebnis hält die Kleine länger, die Gel etwas weniger lang.
Rechne ich die Kosten mit ein, besteht das Risiko einer geschrotteten 35 Ah Starterbatterie bei 45 Euro. Meine hält jetzt bereits mehr als 2 Jahre diese Tortur aus. Macht maximal 22 Euro pro Jahr.
Dafür hält die Gel etwas länger. Spart ein paar Cent.
Ich kann nach sorgfältiger Abwägung und Berücksichtigung der Aufmerksamkeit, die ich dem Ladezustand widme, diese harte parallel Schaltung für meinen Anwendungsfall nur empfehlen.

xbmcg am 12 Jun 2015 10:09:33

Ja dann. Wenn Du damit glücklich bist, soll es so sein. Was Du mit Deinen Batterien machst ist Deine Sache,
solche Empfehlungen für andere zu geben ist da schon schwerwiegender, Du verleitest damit weniger erfahrene
Nutzer, vielleicht sogar mit einem anderen Nutzungsverhalten, Deine Lösung nachzubauen.

Und das ist meiner Meinung nach nicht OK, nicht umsonst verbaut man auch Herstellerseitig Trennrelais / Trenndioden /
Laderegler etc... Wenn die verzichtbar wären, würde sie keiner einbauen. In einem Forum geht es auch darum
Wissen zu vermitteln. Klar kann man in seine Autoreifen auch seine Initialen ins Profil einschnitzen, damit man am Strand
personalisierte lustige Reifenspuren hinterlassen kann - aber würde ich das den anderen empfehlen?

Die Gefahr besteht in der Verallgemeinerung, denn andere machen das nach und wundern sich, wenn sie nach
dem Abstellen des Womos 2-3 Monate später im nächsten Urlaub tote Batterien haben.

bernhardm am 23 Jun 2015 20:03:34

xbmcg hat geschrieben:Und das ist meiner Meinung nach nicht OK, nicht umsonst verbaut man auch Herstellerseitig Trennrelais / Trenndioden /


Es gibt auch Hersteller die auf zwei parallel geschaltete Akkus ohne Trennrelais setzen und das sogar durchaus nachvollziehbar begründen können. Nicht blöd die Idee - wenn man die richtigen Akkus verwendet und dafür sorgt daß sie von den "Standverbrauchern" nicht tiefentladen werden. Mir fällt gerade nur der Name nicht ein. Ist ein bekannter Expeditions Ausrüstungs und Ausbau Hersteller für Geländewagen (ich meine Defender).

andwein am 24 Jun 2015 09:03:39

bernhardm hat geschrieben: Es gibt auch Hersteller die auf zwei parallel geschaltete Akkus ohne Trennrelais setzen Nicht blöd die Idee - wenn man die richtigen Akkus verwendet und dafür sorgt daß sie von den "Standverbrauchern" nicht tiefentladen werden.

Die "wenns" sind das Problem. Wurde hier aber schon öfters beschrieben: Gleicher Akku-Hersteller, gleicher Typ, gleiche Charge/Alter und am besten gleiche Kapazität, dann gibt es eigentlich keine Probleme.
Aber wie du schon schreibst: Hersteller, die beim Ausbau auf ........ Die setzen garantiert die Akkus nach den obigen Angaben ein.
Womo-Besitzer, die vor der Aufrüstungsfrage stehen haben meist keine zwei gleiche Batterien gleichen Alters etc.
Andreas

rolfblock am 24 Jun 2015 09:18:13

Man sollte sich mal fragen, woher diese Empfehlung für gleiche Akkus kommt.
Es geht darum, ein Überladen zu verhindern!
Das Entladen ist weitestgehend unkritisch.
Nun zum Laden. Bei Li Akkus wird ein Balancer eingesetzt, der dafür sorgt, dass keine einzelne Zelle überladen wird, aber trotzdem die anderen weiter geladen werden.
Beim Bleiakku nimmt man das nicht so genau, da darf sogar, bei Naßbatterien eine Zelle sanft überladen werden. Es wird dann wieder Wasser nachgefüllt.
Werden ungleiche Batterien parallel geschaltet, kommt es nun nur darauf an eine Überladung zu vermeiden. Wie das gemacht wird, ist den Batterien egal.

Wenn ich eine Batterie vom Typ Starter zur vorhandenen Starterbatterie parallel schalte, sollte nichts passieren können. Die Lichtmaschine ist auf den Typ Starter optimiert.
Solange ich das Überladen verhindere passiert nichts.
Ich kann auch eine 12 V Gel Batterie an 24 V über eine 12 V Glühlampe z.B. 21 W anschließen und so laden. Wenn ich mit einem Multimeter daneben stehe und bei 14,x V abschalte, passiert nichts.
Es gibt nicht immer nur einen richtigen Weg. Wer ein wenig breiter denkt, hat bei der Auswahl der Techniken mehr Spielraum.

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