Hallo zusammen.
Warum ich das schreibe? Weil ich hier viel mitlese, Probleme mit meinen Akkus hatte, die Suchfunktion bemüht habe, nicht fündig wurde und nun von meinem Erlebnissen berichten möchte.
Zur Vorgeschichte:
Wir fahren einen Chausson Welcome 98. EZ war Anfang 2011, gekauft haben wir ihn gebraucht 11/13. Wohl noch ca. 10/11 wurde eine 2te Aufbaubatterie (Säure/Nass 100 Ah) gleichen Herstellers/Typs nachgerüstet. Geladen wurden beide Batterien dabei über das installierte EBL (CBE 516). In 11/13 haben wir den Wagen übernommen und in 03/14 habe ich eine Solaranlage (200WP, Laderegler Votronic MPP 350) nachgerüstet. Als Saisonfahrzeug war das WM von Jan. bis Feb. dann jeweils stillgelegt, und dann über Landstrom angeschlossen .
Probleme mit der 12V-Stromversorgung hatten wir (bisher) nie. In 2014 kam dann noch der Einbau eines WR (1500/3000W) und im 10/14 der eines Votronic Solarcomputers dazu. In 05/15 habe ich das Ganze noch um einen Victron BMV 700 komplettiert.
Dann ging's Anfang 06/15 für geplante 3 Wochen nach Norden durch Dänemark nach Norwegen bei geplanter Rückfahrt über Schweden/Dänemark nach SH. Wir haben zwar kaum frei gestanden aber dank gutem Wetters nahezu immer auch auf "Landstrom" verzichtet, denn laut SC und BC waren bd. Batterien ja immer meist schon Mittags mit 100% voll, zumindest dachten bd. Geräte das. Nach 2 Wochen hatte ich dann erstmals morgens Unterspannungsalarm am Bordpanel und am BC: 10.7 V nach der Nacht.
Na klar, den Stand der "Säure" unserer Batterien hatte ich viel zu lange nicht kontrolliert. Auch nach Auffüllen des Defizits bd. Batterien immer das gleiche Problem: viel zu früh, einmal schon Abends vor 24:00 Uhr Unterspannungsalarm der Sat-Anlage (<11,5 V). Ab dann haben wir den Stromverbrauch limitiert, und sofern möglich Landstrom benutzt. Die Batterien wurden daher weiter bei optimiertem Säurestand lfd. per Lima, Solar, oder sogar Landstrom geladen.
Nach Hause gekommen habe ich bd. nacheinander ausgebaut und gemessen: bd. hatten nach Ladung und Nacht maximal 10,9 V. Ich habe dann versucht bd. mit einem CTEK MX 3600 (eines Bekannten) nochmals zu laden, ohne Erfolg, und mir dann eine "neueres" explizit das MXS 5.0 besorgt.
Ergebnis: die Original-Aufbaubatterie habe ich damit "retten" können, die später dazu gekaufte ist defekt (das CTEK meldete einen Fehler, das Kombi 10,7 V).
Meine Schlussfolgerung (Experten her die dies interpretieren (können)): der Anschluss bd. Batterien in Parallelschaltung war unterdimensioniert! Ich habe das (zu spät) von ca. 6 auf 50 qmm geändert. Durch WR-Belastung und unzureichende Ladegeräte wurde die parallel aber nicht "über Kreuz" verschaltete 2te Batterie nie richtig geladen, ging als 1te in die Knie und hat die 2te fast mit in den Tod gezogen.
Meine Quintessenz daraus:
- ich werde den Flüssigkeitsstand der Batterien häufiger kontrollieren.
- auf die Angaben von Solar- und Batteriecomputer werde ich mich nicht mehr verlassen (nette Schätzeisen/Männerspielzeug).
- das CTEK MXS 5.0 werde ich behalten und damit auch in den Wintermonaten die Erhaltungsladung durchführen lassen (CBE 516 ade).
- Meine bd. parallel angeschlossenen 12V Akkus werde ich anders als bisher nach Ersatz "über Kreuz" verbinden.
- weder das CBE 516, den Votronic MPP 350 noch den alten CTEK MX 3600 kann ich empfehlen, aber
- das CTEK MXS 5.0 bekommt von mir die Note 1 (so ja wohl auch im letzen Test als Testsieger)

