mnk1200 hat geschrieben:Eine adäquate Alternative zu dem gebotenen eines Alkovenmobils aus Marktschorgast, haben wir nicht gefunden.
...kann ich dir zu deinem "Bauchgefühl" und dem Erlebten in Hinblick auf Raumgefühl und Mobile für Menschen über 1,68m Körpergröße, uneingeschränkt zum Mobil (welches dann auch immer) aus Franken raten.
Da muß ich mal erzählen, was ich erlebt habe.
Wir sind mit einem Ehepaar aus Aachen befreundet. Die fuhren einen großen Integrierten aus Marktschorgast (8,50 m / 5,0 t) als ihr erstes Mobil überhaupt. Der hatte ihnen direkt gefallen und wurde dann auch gleich gekauft.
Nachdem wir uns schon mehrmals getroffen hatten, machten sie den Vorschlag, mal gemeinsam ins Frankenland aufzubrechen: Frankia lud zur Werksführung ein!
Vorher frozzelten sie uns, daß bei der nächsten Tour eine Besichtigung bei Dethleffs fällig sei, um zu sehen, wie unser A 9000 zusammengesteckt würde.
Abends kamen wir mit zwei Mobilen am Werk an und fuhren auf den Stellplatz.
Der war nur für Mobile bis 5,0 t erlaubt - wohl weil Frankia keine größeren Mobile baut?!
Wie schon oft, mißachtete ich auch bei dieser Gelegenheit ein Verbotsschild und lenkte unseren 6,5 Tonner in eine Parkbucht. Wasser, Strom und Entsorgung wurden kostenlos angeboten und der Platz war nett angelegt und sehr sauber und gepflegt.
Am nächsten Morgen überraschten uns Brötchentüten am Mobil - lecker. :)
Ab 9.30 h startete dann die Führung: Die Begrüßung der etwa 18 bis 20 Teilnehmer war absolut unprofessionell und um fast 20 Minuten verspätet.
Der Rundgang wurde in drei Abschnitte gegliedert: Außenlagerung und Kundendienstgebäude, Schreinerei und als letztes die Fahrzeugmontage vom nackten Fahrgestell bis zum fertigen Mobil.
Die beiden ersten Sektionen waren sehr positiv. Das Servicegebäude punktete mit aufgeräumten Arbeitsplätzen, allen notwendigen Maschinen und Werkzeugen und einer ruhigen Arbeitsatmosphäre. Die Schreinerei wirkte ebenso professionell und klar strukturiert.
Also zwei Bereiche, die uns rundum gefielen und Lust auf den dritten Abschnitt machten............
Dieser dritte Bereich führte dazu, daß unsere Bekannten gleich nach der Heimkehr ihr Mobil zum Verkauf inserierten und sich auf die Suche nach einem Produkt machten, das auf keinen Fall aus Marktschorgast stammen durfte. 8)
Unser Besuch war im Frühling dieses Jahres und seit einigen Monaten fahren sie ein Fahrzeug, das aus dem Allgäu kommt. Dort waren sie schon im Werk und glauben, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
Ich selbst kann die Fahrzeuge von Frankia nicht beurteilen, da ich keinerlei praktische Erfahrungen damit habe.
Was ich in Marktschorgast gesehen habe kann ich beurteilen vor dem Hintergrund meiner Tätigkeiten in Unternehmen, die strikte Managementsysteme
über alle Prozesse vom Wareneinkauf bis zur Kundenzufriedenheitsanalyse anwendeten und daraus permanentes Verbesserungspotenzial generierten.
Werksbesichtigungen können durchaus meinungsbildend sein, :roll:
Volker ;-)