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Womo brannte in nur zehn Minuten ab!


Wilder Herzbube am 08 Apr 2006 17:06:22

Hallo,

ich sah eben einen Bericht bei ARD Auto + Verkehr. Die wiesen darauf hin, dass Reisemobile oftmals keinen oder nur sehr geringen Brandschutz haben. Es werden oft Materialen verbaut oder Teppiche verlegt, die das Feuer eher noch anfachen.
Ein gezeigter Test von der DEKRA zeigte dann, dass ein Kurzschluss im WOMO zu einem schnellen Brand führen kann.
Das schmorende Kabel entzündete nach nur einer Minute ein Feuer, nach weiteren drei Minuten wäre keiner mehr lebend aus dem Fahrzeug gekommen und nach zehn Minuten war das WOMO komplett abgebrannt.
Ein Besuch mit einem Gutachter auf der Messe zeigte, dass auch moderne WOMO’s schlecht verbaute Kabel aufweisen und eben Teppiche im Küchenbereich liegen.
Als Beispiel war hier Adriatik, Knaus und das neue Frauenmobil von Dethleffs gezeigt worden. Im letzt genannten war nicht mal der Feuerlöscher zu finden.
Anders war es dann bei Landsberg. Dort ist das Thema wohl höher aufgehängt und gegen Aufpreis (leider) gibt es dann ein Feuer-Sicherheitspaket.

Wie sieht es bei Euch aus. Wir haben einen Löscher, werden jetzt aber wohl noch einen Rauchmelder nachrüsten. Drei Minuten sind schnell rum und da wir vorne nächtigen und unsere Tochter hinten schläft, wollen wir natürlich bei einem entstehenden Brand schnell genug unser Kind retten können.

Wer noch mehr Tipps zu diesem Thema hat, bei Sicherheit bin ich immer aufmerksam.

von der Nordseeküste

Stephan

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agu am 08 Apr 2006 18:23:15

Ich habe zwei Rauchmelder im WoMo, einen über dem Armaturenbrett und einen im Schlafzimmer.

Nasenbär am 08 Apr 2006 18:39:27

Wenn man Zeit zum löschen findet, kann man besser flüchten.Wer hat schon eine Ausbildung als Feuerwehrmann, sodass durch die dilletantische Löscharbeit vieleicht jemand zu Schaden kommt. Wenn das so schnell geht, mit dem Abbrennen, dann hat man wahrscheinlich die Entstehung schon verpasst, wo man noch was retten könnte. Ausserdem, wer möchte sich schon mit der Versicherung rumärgern, weil die sagen, für angebranntes oder durch Löschmittel versautes zahlen die nicht. Oder hat sich das ínzwischen geändert?
Aber, da kann man schon geteilter Meinung drüber sein. :wink:

Rauchmelder ist wichtig.

, Heinz

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Wilder Herzbube am 08 Apr 2006 18:52:15

--> Link ist noch mal der Link auf die Seite des ARD-Berichtes.

Janka am 08 Apr 2006 19:25:55

@AGU

ich setze lieber auf Vorbeugung wie eben die Rauchmelder aber auch auf Gaswarngerät (ängstliche Frau)

@ Stefan
bei mir sind wie schon anders beschrieben 3 Rauchmelder verbaut.
Alkovenmodell , einen unter dem Alkovenboden Fahrerkabine, den zweiten ca. 1m vor dem Heckbett , den dritten in der Heckgarage.
Verwendet habe ich Rauchmelder kleiner Bauart. ( 8 x 2 cm Fa. Flammex)

Hatte vor einiger Zeit schon mal Bilder von einem ausgebrannten WOMO hier eingestellt.

Bernd

markensammler am 08 Apr 2006 21:54:31

Hallo wilder Herzbube

habe auch den Bericht gesehen.

Also, das mit den Kabeln wurde vor allen Dingen im Zusammenhang mit nachträglichen Einbauten genannt. zu kleine Querschnitte

Die serienmäßigen Einbauten bei Adria unter der Sitzbank im Zusammenhang mit der Nutzung als Stauraum, dadurch Wärmestau und mech. Beschädigungen durch herumfallende Gegenstände die dann evtl.
Wechselrichter usw. beschädigen.


Dieter

Eileen am 09 Apr 2006 00:04:31

So gesehen ...





... hat ein Torfmobil dann doch wieder Vorteile. Mindestens brandhemmend, wenn nicht sogar selbstloeschend.


:D :D :D

Gast am 09 Apr 2006 00:29:12

Was mich doch sehr verwundert hat, das selbst bei neuen Womos die Verlegung der elektrischen Leitungen derart schlampig und eigentlich schon grob fahrlässig ausgeführt wird. Wo bitte ist da eigentlich der Tüv???
Bei den Preisen sollte es doch möglich sein für 50,-€ ordentliche Kabelschächte zu verwenden.

Eigentlich bin ich, wenn ich auch die ganzen Mängelberichte der neuen Fahrzeuge immer wieder lese, oder mir auf Messen oder bei Händlern neue Fahrzeuge anschaue, sehr enttäuscht.
Auf den ersten Blick sieht das immer alles ganz schick aus, schaut man dann aber mal genauer, schüttelt man sehr oft nur noch mit dem Kopf.
Qualität die man für so viel Geld eigentlich erwarten können sollte, scheint doch eher die Ausnahme zu sein.

Wo sind die guten deutschen Handwerker/Facharbeiter geblieben???
Alle schon in Rente?


Schade Schade Schade :cry:

Schmidhuber am 09 Apr 2006 19:32:36

Hallo Wilder Herzbube

kannst du den link nochmal hier reinbringen
Der Bericht würde mich interessieren, habe auf der ARD-Seite über die Suche nichts Passendes gefunden.

Danke

Ernst

Schotti am 09 Apr 2006 19:59:36

Hallo Ernst,

cklickst du --> Link

Hansi

Schmidhuber am 09 Apr 2006 21:04:20

Danke Schotti

jetzt nach der Lektüre des Berichts hab ich bei meinem 550 Hobby noch einwenig nachzurüsten in Sachen Vorbeugung. Rauchmelder und Feuerlöscher sind wohl Mindestaustattung. Das sollten die Hersteller von sich aus installieren.

Ernst

HaraldF am 09 Apr 2006 21:58:11

Ein sehr wirksames Mittel ist auch eine Zentrale Elektrik-Abschaltung !
Ich habe bisher in jedes Womo den guten alten Natoknochen nachgerüstet , einmal für die Bordelektrik (Wohnraumbatterie) und einmal für die Starterbatterie. So ist ein möglicher Kabelbrand durch Abschalten der gesamten Elektrik im Keim zu ersticken. Zusätzlich ist eine zentrale Hauptsicherung (Schmelzsicherung) knapp über dem Strombedarf der Verbraucher ( vorher ausmessen ) sehr wichtig !
Wenn ein Kurzschluss Kabel glühen lässt , fließt ein hoher Strom , der eine solche Sicherung sofort schmelzen lässt ( bevor das Kabel heiß wird ! ). Merkwürdigerweise ist so etwas bei neueren Wohnmobilen nicht mehr verbaut , in Bauanleitungen für Selbstausbauer wird dagegen so eine Sicherung immer empfohlen !
Harald

Wilder Herzbube am 09 Apr 2006 23:11:37

@ Hansi:

Danke, dass Du schon mal ausgeholfen hast. Ich hatte den Link auch schon weiter oben gepostet.


Soweit ich das in dem Bericht verstanden habe, ging es eben darum, dass es weder vom TÜV noch von anderen Stellen Brandschutzverordnungen gibt. Ich denke auch, das gerade die Selbstausbauer und Bastler besonders aufpassen sollten. Wobei dabei bestimmt auch viele sind, die besser bauen, als etablierte WOMO-Hersteller.



Stephan

Gast am 10 Apr 2006 08:11:50

Was nützen die besten Warngeräte, wenn die einfachsten Sicherheitsbestimmungen nicht eingehalten werden. Bei dem auf dem Bild gezeigten Caravan, war es die während der Fahrt eingeschaltete Heizung.
Leider muss ich mir diese "Entschuldigungen" wie "Ich wollte ja nur" leider oft genug von Fahrzeugführer/innen anhören. Leichtsinn schützt vor Strafe nicht.

Gast am 10 Apr 2006 08:57:45

WoMo48 hat geschrieben:.....wenn die einfachsten Sicherheitsbestimmungen nicht eingehalten werden. Bei dem auf dem Bild gezeigten Caravan, war es die während der Fahrt eingeschaltete Heizung.


Moin,

das man die (Aufbau-) Heizung wärend der Fahrt mitbetreibt kommt doch öfter vor. Auch finde ich keine Sicherheitshinweise wo dieses untersagt ist.... - oder habe ich etwas überlesen?

Gast am 10 Apr 2006 09:19:22

Mit Sicherheitsbestimmungen meinte ich nicht nur die, die normalerweise vorgeschrieben sind, sondern auch das Auschalten von möglichen Gefahrenquellen, die einen Schaden verursachen könnten.
Denn aus Erfahrung kann ich auch sagen, das Versicherungen sich oft über mögliche Ursachen gerne bei uns erkundigen.

Hier noch ein Link in dem man über Sicherheit rundum den Caravan und WoMo mal durchlesen sollte und fein auf das achten, was so zwischen den Zeilen z.B. beim Gasbetrieb während der Fahrt zu lesen ist.

--> Link

Gast am 10 Apr 2006 09:40:07

WoMo48 hat geschrieben: Mit Sicherheitsbestimmungen meinte ich nicht nur die, die normalerweise vorgeschrieben sind, sondern auch das Auschalten von möglichen Gefahrenquellen, die einen Schaden verursachen könnten.


Da hast du natürlich recht. Aber es gibt genug Situationen die ein gänzliches Ausschalten aller Gefahrennquellen unmöglich machen :D , z.B. Heizbetrieb Wintercamping - das muss die Aufbauheizung ja durchlaufen. Das ist m.e. ja im allgemein auch kein Problem, denn dafür wurde sie ja konstuiert. Zu Problemen kommt es ja erst wenn Wartung / Sicherheitsbestimmungen beim Betrieb nicht eingehalten werden (z.B. Abdecken) oder laienhafte Basteleien zu Fehlern führen.

WoMo48 hat geschrieben:Denn aus Erfahrung kann ich auch sagen, das Versicherungen sich oft über mögliche Ursachen gerne bei uns erkundigen.



Hier ist natürlich die Ursache eine Regulierungsfrage. Auch um, aus Schadenerfahrungen, Einfluss auf Vorschriften/Gesetzgebung und Sicherheitsvorschriften zu nehmen. Regulierungsablehnungen aus gesetzlichen oder Betriebsverboten können vorkommen.
Wenn aber ein zugelassenes Gerät bauartbestimmt und unter Einhaltung der Betriebsvorschriften betrieben wird können auch keine Haftungsauschlüsse greifen.

Gast am 10 Apr 2006 09:55:05

WoMo48 hat geschrieben: Hier noch ein Link in dem man über Sicherheit rundum den Caravan und WoMo mal durchlesen sollte und fein auf das achten, was so zwischen den Zeilen z.B. beim Gasbetrieb während der Fahrt zu lesen ist.


Was ist denn dort "zwischen den Zeilen" zu lesen?

Code: --> Link
Bleibt noch ein besonders wichtiger Punkt: Die meisten Wohnmobile sind mit einer Gasanlage zum Kochen, Heizen, Warmwasserbereiten und eventuell auch zum Beleuchten ausgestattet. Sorgfältig ist die Betriebsanleitung für diese Installationen zu studieren und zu befolgen, um Explosions-, Brand- und Erstickungsgefahren vorzubeugen. Aber keine Angst: Bei bestimmungsgemäßer Benutzung, Pflege und Wartung sind vorschriftsmäßg eingebaute Gasanlagen eine sichere Sache.

Für die Reise kommt es hier auf folgende Punkte besonders an:

Vor der Fahrt müssen das Haupt-Absperrventil für die Anlage und die Absperrventile für alle Geräte geschlossen werden. Ausnahme: Soll unterwegs die Gasheizung weiterlaufen, dürfen das Hauptventil und
das für die Heizung - aber nur diese - offen bleiben.

Vor dem Tanken, aber auch auf Fähren und in Garagen muss es heißen: Sämtliche gasbetriebenen Brennstellen sind abzuschalten - egal, ob Herd,
Kühlschrank, Heizung, Boiler oder Leuchte.

Ob unterwegs oder auf einem Abstellplatz: Sind Gasgeräte in Betrieb, ist für ausreichende Frischluft im Wohnmobil zu sorgen. Keinesfalls dürfen die
Entlüftungsöffnungen im Wagen verhängt oder zugestopft werden.

Geht es auf Touren, bei denen kalte Temperaturen zu erwarten sind, muss Propan in den Gasflaschen sein. Denn: Butan vergast nicht mehr, wenn es unter den Gefrierpunkt - sprich Null Grad Celsius - abgekühlt wird.

Ergänzender Hinweis für Ihre Sicherheit: Alle nachträglichen Einbauten oder Ergänzungen von Gasanlagen und ebenso alle Reparaturen gehören in die Hände von autorisierten Fachwerkstätten und ja nicht in die von
Selberbastlern.

Gast am 10 Apr 2006 10:09:25

Was ich zu dem Link mit "zwischen den Zeilen" meinte, sollen die Hinweise auf den ordentlichen Betrieb einer Gasanlage sein.
Denn daraus erwachsen auch einige Pflichten für den/die Betreiber der gasbetriebenen Gerätschaften.

BPHennek am 10 Apr 2006 10:54:59

Damit nicht alles so schnell abbrennt, rüsten die Hersteller solche Fahrzeuge mit giftigen Brandschutzmitteln aus. Wir hatte mal einen T4-California, dessen Vorhänge waren regelrecht getränkt in Brandschutzmitteln. Man konnte bei den starken Ausdünstungen in dem Fahrzeug nicht schlafen. Erst nach dem wir die Brandschutzmittel mehrmals in der Waschmaschine ausgewaschen haben, konnten wir wieder ruhigere Nächte im Fahrzeug verbringen.

In unserer Stadt ist jemand mal im Bett in der Wohnung abgebrannt, weil er im Bett Zigaretten geraucht hat.

Gast am 10 Apr 2006 11:44:38

Bezüglich Heizen während der Fahrt und Gasanlagen generell schaut mal bitte unter

--> Link

Vielleicht ist ja für den Ein oder Anderen was dabei.

Gast am 10 Apr 2006 15:55:32

Ich glaube nicht, dass Wohnmobile so einen schlechten Sicherheitsstandard haben.
Wir bedienen hier mit unserer Feuerwehr zwei Autobahnen und eine Bundesstrasse. Ich habe schon sehr viele Fahrzeuge brennen sehen, vom Pkw bis zum 40tonner Lkw. Aber in meiner, fast 30 jährigen, Tätigkeit als Feuerwehrmann, war nicht ein einziges Womo oder ein einziger Wowa dabei.

Jackie am 15 Apr 2006 17:08:27

In Finnland ist ein Feuerlöscher an Bord eine Pflichtausrüstung, genauso wie ein Gas- und ein E-Zertifikat von einem Sachverständigen vorgelegt werden muss, wenn man hier den Auto-"TÜV" macht. Tja, Sicherheit geht vor, schade aber, dass viele da von selbst nicht draufkommen, sodass dies erst wieder zur "Pflichtveranstaltung" gemacht werden muss...

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