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Fäkalientank abpumpen


bosko1 am 16 Okt 2015 11:31:35

Moin, moin
ich bekomme demnächst ein Mobil mit einer Zerhackertoilette und eingebautem Fäkalientank. Meine Frage an die Festtank Besitzer: gibt es Situationen, in dem man eine externe Fäkalienpumpe benötigt, um z. B. den Tankinhalt in einen Abfluss der über Bodenniveau liegt zu pumpen? Sollte man so eine Zusatzpumpe mitführen, oder ist das übertriebene Sicherheit? Reicht da ein Abwassertrolley, wenn man keinen Bodeneinlass findet? Was habt ihr für Erfahrungen?
Über die vor und Nachteile, Festtank bzw. Kassette, ist an anderer Stelle schon mehr als ausreichend diskutiert worden und ich denke für mich hier nicht zielführend.
Bosko :?

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schnatterente am 16 Okt 2015 12:07:26

bosko1 hat geschrieben:Sollte man so eine Zusatzpumpe mitführen, oder ist das übertriebene Sicherheit? Reicht da ein Abwassertrolley, wenn man keinen Bodeneinlass findet?

Mit einem Fäkalientank bist du ja schon mal mindestens eine Woche autark, da findet sich immer eine Entsorgungsmöglichkeit mit Bodeneinlass. Wäre interessant zu wissen, welche Länder vorrangig bereist werden, Deutschland, Frankreich und z.B. ein Großteil Italiens stellen kein großes Entsorgungsproblem dar und viele andere europäischen Länder füllen sich nach und nach mit Entsorgungsstation für Kassetten- und Tankfreunde. Eine extra Pumpe würde ich (schon allein wegen der möglichen zusätzlichen Sauerei) nicht mitnehmen, eher schauen das ein ausreichend langer Schlauch vorhanden ist. Wir fahren einfach die nächste V/E-Station an, wenn es nicht möglich ist, mit Schlauch zu entsorgen. Haben aber auch schon ca. 10-20cm manuell überwunden, in dem man einfach mal für ein paar Minuten zu zweit den Schlauch auf Gefälle hält. Viel Wichtiger ist eher, dass man das Mobil ordentlich ausrichten kann, damit alles abfließt und sich langfristig keine Feststoffe absetzen.

PS: Genau deshalb haben wir einen großen Fäkalien- und Abwassertank, damit wir keine Trolleys durch die Gegend fahren müssen ;-)

thomas56 am 16 Okt 2015 12:13:53

hatte einige Jahre eine Zusatzpumpe mit aber nie gebraucht.
In der Not würde ich mir einen Eimer kaufen, umfüllen und wegtragen.

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nightshift am 16 Okt 2015 12:34:05

Hallo,

haben in unserem Fahrzeug ein Keramik WC mit Zerhacker und Pumpe für den Fäkalientank einbauen lassen. Einfach den Schlauch mittels Bajonettverschluss anschließen, den Schlauch in den Abfluss hängen, egal wenn der Abfluss höher liegt, Pumpe einschalten, das wars.

LG

Nightshift

ottomar am 16 Okt 2015 13:06:01

Eine zum Thema passende Zwischenfrage:

Wie funktioniert das eigentlich mit dem Schlauch?

Der muss doch wohl nach Benutzung gesäubert werden? Und wo verstaut Ihr den?

Da ich keine Ahnung von solchen Tanks habe, stelle ich mir vor, dass das Gewerkele mit dem Schlauch auch zu einer rechten Sauerei werden kann.

Klärt mich bitte auf.

thomas56 am 16 Okt 2015 13:12:54

ottomar hat geschrieben:Wie funktioniert das eigentlich mit dem Schlauch?

Der muss doch wohl nach Benutzung gesäubert werden?

Der wird anschliessend mit dem Abwasser "sauber" gespült und verstaut wie der Abwasserschlauch eben auch.
Ich nutze den Schlauch zur Entsorgung vielleicht in 10% aller Fälle.

nightshift am 16 Okt 2015 13:29:44

Hallo,

der Schlauch wird nach Benutzung mit Wasser gespült, ist an den meisten Entleerungsstationen ja vorhanden. Wenn nicht, hebe ich den Schlauch und lasse den Rest auslaufen. Habe zwei Blindstopfen auf jedes Schlauchende eins, fertig. Den Schlauch verstaue ich in einer Metallbox. Den Schlauch benötige ich immer, denn ohne geht's nicht. Die Pumpe soll, lt. der Einbauwerkstatt, bis 5m hochpumpen können.

Lg

Nightshift

bosko1 am 16 Okt 2015 14:01:01

nightshift hat geschrieben:Hallo,

haben in unserem Fahrzeug ein Keramik WC mit Zerhacker und Pumpe für den Fäkalientank einbauen lassen. Einfach den Schlauch mittels Bajonettverschluss anschließen, den Schlauch in den Abfluss hängen, egal wenn der Abfluss höher liegt, Pumpe einschalten, das wars.

LG

Nightshift

Hallo Nightshift
wenn ich dich richtig verstehe, hast du eine Pumpe zum abpumpen des Tanks? Ich habe so eine Pumpe nicht, bei mir geht`s über Schwerkraft und Gefälle. Somit müsstest du immer die Pumpe anschalten zum Entsorgen, oder geht`s auch bei stehender Pumpe über die Schwerkraft?
Bosko

nightshift am 16 Okt 2015 14:08:05

Hallo Bosko,

Ohne Strom und ohne Pumpe geht nix!!! Habe außen am Womo einen Bajonaettanschluss für den Schlauch, Schlauch dran, Pumpe an und es läuft. Durch den Zerhacker kommt sowieso nur Flüssigkeit ohne Feststoffe raus.

LG

Nightshift

Limanda am 16 Okt 2015 14:19:36

Moin, mein Grauwasserschlauch hängt in Längsrichtung in einem Rohr unter dem Fahrzeug. Habe ich noch nicht benötigt. Für den Notfall habe ich einen Eimer denn es kommt eh nur braunes Wasser aus dem Tank.
Ich bin froh weder Kassette noch so einen Trolley schleppen zu müssen.

aus dem Hafen

schnatterente am 16 Okt 2015 19:15:38

ottomar hat geschrieben:Da ich keine Ahnung von solchen Tanks habe, stelle ich mir vor, dass das Gewerkele mit dem Schlauch auch zu einer rechten Sauerei werden kann.

Thomas hat schon alles gesagt, jedoch würde ich z.B. niemals ohne Schlauch ablassen, da der Abstand von Rohrende zum Boden enfach zu groß ist, für ein ordnungsgemäßes Entsorgen. Umherspritzende Flüssigkeiten möchte ich weder mir noch anderen antun ;-) Ist schon manchmal schwierig, bei kleiner Bodenöffnung mit vollem 150 Liter Tank und 4cm Rohr sauber zu entsorgen (weniger aufdrehen macht da bei Fäkalien keinen Sinn).

nightshift hat geschrieben:Ohne Strom und ohne Pumpe geht nix!!!

Da wünsche ich immer einen guten Fluss :-D

Wir hatten je 2x das Vergnügen (bei Häckslerpumpe und Ablassrohr) einer Verstopfung. Da nehme ich freiwillig die Toilette auseinander, bevor sich ein vielleicht voller Tank über die Pumpe und der Reinigungskraft ergießt :-D

willi_chic am 17 Okt 2015 10:46:13

schau mal hier: --> Link

.....hängt stark von der Gegend ab in der man sich rumtreibt

grüße klaus

thomas56 am 17 Okt 2015 11:00:03

schnatterente hat geschrieben:jedoch würde ich z.B. niemals ohne Schlauch ablassen, da der Abstand von Rohrende zum Boden enfach zu groß ist

einfach den Schlauch ein wenig verlängern, dann reduziert sich der Spritzradius.

Pijpop am 17 Okt 2015 20:08:25

Ich pumpe zu 99 % mit dem Häcksler ab - festangekoppelt sind 2 Meter 1 Zoll Schlauch - können verlängert werden auf 10 Meter.

Festtankinhalt ca. 250 Liter. Gespült wird mit immer vorhandenem Abwasser.

Da nie Papier in den Schwarzwassertank kommt ist eine Verstopfung kaum möglich.

Ja ich habe einen Häcksler in Reserve dabei.

Zur Zeit ist noch ein Exemplar von Sellmaier verbaut - das Ersatzteil habe ich aus den USA schicken lassen.

ottomar am 18 Okt 2015 01:46:21

Vielen Dank für die Erläuterungen.

Aber eine technische Unklarheit habe ich noch: Wie kann es zu Verstopfungen kommen, wenn der Zerhacker alles zu Feinteilen verquirlt?

Arbeitet das Ding gelegentlich nicht gründlich genug, dass eben doch nicht nur "braunes Wasser" entsteht?
Oder ist dafür nicht zersetztes Papier die Ursache, was ja dann bedeutete, dass der Zerhacker zu schwach ausgelegt wäre?


Was mir mein Kopfkino an weiteren offenen Fragen gerade vorspielt, möchte ich Euch nicht zumuten.

Limanda am 18 Okt 2015 10:15:31

Jau, der Markus hat das ganze Gedöns ja schon mal oder zweimal auseinandergebaut. Er weiß also auch wie es "innen" aussieht. Ich hatte es vor einigen Tagen...aus Unachtsamkeit 4 lagiges Papier in die Toilette...verdammt...nix mehr. Glücklicherweise kann ich durch eine große Seitenklappe an der Toilette arbeiten. Ich habe allerdings gebetet und Dan Klorix verwendet. Zwei Tage auf öffintliche Toiletten (welch ein Graus) und dann klappte es wieder.
Grundsätzlich kommt bei uns in die Toilette kein Papier. Eimerchen mit Beutel steht daneben. Ich werde demnächst auch mal ins Eingeweide sehen und alles reinigen.


aus dem Hafen

thomas56 am 18 Okt 2015 10:45:31

ottomar hat geschrieben:
Aber eine technische Unklarheit habe ich noch: Wie kann es zu Verstopfungen kommen, wenn der Zerhacker alles zu Feinteilen verquirlt?


Die Verstopfung entsteht im Zerhacker und nicht danach.

Wenn da mal ein "4-Pfünder" samt Papier abgelegt wird, ist das System überfordert!
Wenn man dann in die Eigendynamic eingreift und versucht Hilfestellung durch Nachstopfen zu geben, kann man die Mechanik zum Stillstand bringen.
Also besser den "4-Pfünder" sechsteln und in kleinen Portionen wegschicken.

soletti1 am 18 Okt 2015 10:54:51

Also besser den "4-Pfünder" sechsteln und in kleinen Portionen wegschicken.


Thomas igiiiitttttt :eek:

man könnte auch mit mehr Wasser und ner Zwischenspülung einer Verstopfung vorbeugen :ja:

Bis jetzt hat das bei uns mit der Entsorgung überall geklappt und den Schlauch spülen wir danach nochmals mit frischem Wasser nach ist ja eigentlich überall vorhanden an einer V/E Station :ja:

thomas56 am 18 Okt 2015 10:58:06

soletti1 hat geschrieben:man könnte auch mit mehr Wasser und ner Zwischenspülung einer Verstopfung vorbeugen :ja:


das meinte ich mit Portionierung. Wenn du in Etappen abseilen kannst, umso besser.

soletti1 am 18 Okt 2015 11:07:05

:D

hatte jetzt doch echt etwas Kopfkino ;D

thomas56 am 18 Okt 2015 11:10:26

nennt sich auch Anschauliches Denken! :D

schnatterente am 18 Okt 2015 11:11:42

thomas56 hat geschrieben:einfach den Schlauch ein wenig verlängern, dann reduziert sich der Spritzradius.

Wäre eine Möglickeit, dann müsste ich aber den Bajonettverschluss samt Rohre verlängern (welcher jetzt schön versteckt hinter der Seitenblende liegt), dieser würde dann immer herumbaumeln. Oder ich führe noch ein zweites, kürzeres Stück Verlängerungsrohr mit, welches wieder irgendwo verstaut werden müsste :? Das lange Anschlussrohr hat eine eigene Rohraufnahme unter dem Heck, da passt nichts mehr rein :-)

schnatterente am 18 Okt 2015 11:28:16

thomas56 hat geschrieben:nennt sich auch Anschauliches Denken! :D

Oder man hat einfach das geeignete Mobil zum Portionieren dazu :-D



So, ich räum jetzt erst mal den Frühstückstisch ab...

Lancelot am 18 Okt 2015 12:12:59

schnatterente hat geschrieben: Oder ich führe noch ein zweites, kürzeres Stück Verlängerungsrohr mit, welches wieder irgendwo verstaut werden müsste :?


Wir haben uns einen Bajonettverschluß und 40 cm Schlauch besorgt, zusammengeklebt.
Dazu einen halben Meter KT-Rohr mit 2 Verschlußkappen.

Den kurzen Schlauch schließe ich immer an, wenn ich über den Einlaß drüber fahren kann. Das Ende liegt auf dem Boden auf, da spritzt NIX mehr, die Brühe läuft schön gleichmäßig ab in den Einlaß.
Dann Schlauch säubern und wieder ins KT-Rohr, das liegt griffbereit im Staufach der Ablaßhähne.
Sauber, müffelt nix, praktisch :)
Kosten : irgendwas um die 10 Piepen, komplett.

Wenn ich nicht direkt über den Einlaß kann, dann kommt der lange Schlauch zum Einsatz :ja:

ENTDECKER am 18 Okt 2015 13:27:29

Wir haben zwei Zusatzstücke mit Bajonettanschluss.

1 x Rohr bis knapp über dem Boden (falls mal der Schlauch nicht durch passt)
1 x Schlauch etwas länger als bis zum Boden um nicht den langen verwenden zu müssen, aber trotzdem noch in das Loch zu kommen.

Gespült werden die beiden Endstücke natürlich auch mit Duschwasser.

,
Christian

thomas56 am 18 Okt 2015 14:19:21

mit den Adaptern müsste man zum Entsorgen ja jedesmal aus dem Auto steigen, trotz elektrischer Abwasserventile. Wo bleibt da der Komfort? Da kann man ja gleich wieder Kassetten ausschütten. :D

Limanda am 18 Okt 2015 14:55:42

Jeder Gang hält schlank! Dann klappts auch mit der Portionierung...

Lancelot am 18 Okt 2015 17:44:20

thomas56 hat geschrieben: ... trotz elektrischer Abwasserventile.


DIE gehören für mich eh verboten ... :?
Stand neulich hinter einem alten Clou an der E, der rangiert übers Loch (wenigstens hat er´s genau getroffen, hatte vl ne Bodenkamera) und "Schieber auf" :eek:
Die Jauche ist im Umkreis von 2 m gespritzt ... :evil:
Schweinerei sowas ..

Ich war der Nächste ... hab erstmal meinen langen Schlauch angesteckt, bin dann erst zum Loch und hab aus "sicherer Entfernung" abgelassen.

oldendorfer am 23 Okt 2015 12:35:37

Also,
es kommt natürlich auch auf den Typ des Wohnmobils an und hier besonders auf die Anordnung der Tanks.
Toll wäre z.B. den Grauwassertank hinter den Fäkalientank zu platzieren und zuerst den Fäkalientank abzulassen und dann mit dem Grauwasser nachzuspülen. So eine Konstruktion kenne ich aber nicht. Bei den Clou Linern sind die beiden Tanks nebeneinander installiert und der Abfluss geht über ein T-Stück in ein gemeinsam genutztes Abflussrohr. Der Vorteil immerhin: man kann erst den Fäkalientank entleeren und anschließend mit dem Grauwasser nachspülen.
Zerhackerpumpen sind schön gedacht, aber in der Regel nicht notwendig, wenn man es so einrichtet, dass man vor dem Entleeren mindestens 100 km fährt. Dann kommt nur noch braune Brühe, auch, wenn vorher nichts zerhackt wurde.
Beim Entleeren gibt es immer wieder Probleme, weil normale Sanistationen leider nicht für Festtanks ausgelegt sind. Hier hilft im Notfall auch mal der Griff zum Haken, mit dem man einen Gullydeckel aufziehen kann. Dieser Haken gehört eigentlich in jedes Festtank Mobil. (aber Vorsicht, dass man nicht den Oberflächenwasserkanal erwischt!!!!) Ansonsten bleibt auch noch der Weg in ein Abwasserwerk, wo man gerne behilflich ist. (nach meinen Erfahrungen... erst einmal in Deutschlands Osten abgewiesen worden). Jeder Festtankbesitzer sollte auch zwei bis drei unterschiedlich lange Endrohre mitführen, damit er eine spritzfeste Verbindung zur Abwasseröffnung herstellen kann. Alles andere ist (eigentlich) eine große Schweinerei und rücksichtlos anderen gegenüber, die die Anlage anschließend benutzen wollen.
mit besten n aus der Abwasserwelt...
Oldendorfer

schnatterente am 23 Okt 2015 13:14:35

oldendorfer hat geschrieben:
Zerhackerpumpen sind schön gedacht, aber in der Regel nicht notwendig

Aber nur bei dem Schwerkraftprinzip, ansonsten muss alles irgendwie aus dem Toilettenbecken und das geht eben nur mit Pumpe und kleinhäckseln.

Aber eine braune Brühe kommt in jedem Fall hinten raus, das stimmt ;-) Gewohnheitsmäßig muss man sich halt etwas umstellen, denn meist fährt man einen Stellplatz an und entleert erst nach der Standzeit vor Abfahrt die Tanks.

thomas56 am 23 Okt 2015 14:18:20

schnatterente hat geschrieben:Aber nur bei dem Schwerkraftprinzip


und das ist ja auch beim Festtank völlig ausreichend. Funktioniert doch bei Millionen 15Liter-Tanks auch!
Einziger Unterschied ist doch, dass der 15 Liter getragen und der 200 Liter gefahren wird. :D

gtom am 24 Okt 2015 07:01:17

Wir hatten bei unserem Ami mit Festtank immer die Aufsetz- Pumpen für den 3'' Anschluss Stutzen mit einem normalen 20mm Abwasser- Schlauch bis zum Kanal verwendet...
Das funktionierte immer einwandfrei, selbst höhergelegene Abflüsse konnte man damit verwenden. Gespült wurde mit dem Grauwasser und für den Schlauch gibts bei den Amis immer nen extra Stauraum sodass man den nicht im Fahrzeug transportieren muss.

Vorteil war der dass wir mit dieser Variante auch auf Komfortplätzen mit Frisch/Abwasseranschluss unser Schwarzwasser direkt in den Abwasserkanal pumpen konnten.
Bei 4 Personen und intensiver Nutzung von Toilette und Dusche war das schon ne erhebliche Erleichterung und ein Komfortgewinn...

--> Link

Thomas

Rudieins am 24 Okt 2015 11:53:31

Hallo,

wir haben uns gegen einen Festtank entschieden und haben 3 Kassetten, 2 davon in Reserve. Dies erscheint mir doch für mich sehr viel angenehmer und hygienischer zu sein.

Auch finde ich die Bodeneinlässe verschmutzt mit Toilettenpapier auf den Rost nicht gerade schön. Und sowas findet man doch oft. Eigentlich ist das eine Schweinerei, wie die von einigen mit Festtank hinterlassen werden!!!

Es gibt ja auch einige Stellplätze, die nur Grauwasser im Bodeneinlass akzeptieren und ich denke mir, die haben ihren Grund dafür.

Rudi

thomas56 am 24 Okt 2015 13:00:24

Rudieins hat geschrieben:Auch finde ich die Bodeneinlässe verschmutzt mit Toilettenpapier auf den Rost nicht gerade schön.


die heutigen Tanks haben zu 99% Zerhacker, da findest du kein Toilettenpapier mehr. Wird wohl eher aus den Kassetten sein!

Schweine gibt es auf beiden Seiten. Der eine macht die Grössere und der Andere die Öftere.

DigiMik am 25 Okt 2015 05:59:18

Rudieins hat geschrieben:wir haben uns gegen einen Festtank entschieden und haben 3 Kassetten, 2 davon in Reserve. Dies erscheint mir doch für mich sehr viel angenehmer und hygienischer zu sein.

Wer Spaß daran hat und es als angenehm empfindet, seine Schiet-Kästen täglich über den Platz zu schluren oder Kästen zu tauschen, bitte schön, jeden das Seine, ich betrachte die für mich Ferkelei immer mit einem lächeln... :D
Hier das Wort Hygiene anzuführen, hmmm, sehe ich ja teils, wenn die stinkende Brühe manchmal über Undichtigkeiten heraus läuft, igitt...
Alleine der Geruch...
Ich entsorge da lieber alle paar Tage, sauber, hygienisch und ohne Gestank...
Aber wie der TO meint, eine Diskussion wollte er nicht, nicht zielführend und war nicht die Frage.

Zur Frage:
Ich habe sogar nur einen 1 1/2 Zoll Ablass und noch nie Probleme bei der Entsorgung gehabt, selbst wenn kein Bodeneinlass vorhanden war und der Fäkaleinlass der Entsorgung etwas höher lag. Der Tank ist meist höher und die Schwerkraft erledigt das.
Sollte mal wirklich der Einlass zu hoch sein, noch nicht vorgekommen, suche ich mir halt ne andere Entsorgungsstation, die Infrastuktur ist ja vorhanden. Ich würde da jedenfalls keinen weiteren Aufwand betreiben. Ich stelle mir das auch wenig prickelnd vor, eine externe Pumpe zu betreiben. Wenn, dann integriert wie z.B. bei Morelo, halte ich aber auch nichts von, jede zusätzliche Technik kann kaputt gehen, geht eine solche Pumpe kaputt, geht auch die Entsorgung nur " widerwillig" bis gar nicht.

ottomar hat geschrieben:Wie funktioniert das eigentlich mit dem Schlauch?
Der muss doch wohl nach Benutzung gesäubert werden? Und wo verstaut Ihr den?
...dass das Gewerkele mit dem Schlauch auch zu einer rechten Sauerei werden kann.

Der Schlauch wird mit dem Grauwasser gespült, welches anschließend abgelassen wird. Bei mir ist es so, dass am Endstück des Schlauches ebenso eine Kupplung ist und ich den Schlauch zusammenstecke. Vorhandenes Restwasser kann dann nicht raus. Verstaut wird der dann in dem Kasten, wo die Ventile sind, völlig sauber, das Gegenteil einer Sauerei!
So sieht meine Lösung aus: --> Link
ottomar hat geschrieben:Aber eine technische Unklarheit habe ich noch: Wie kann es zu Verstopfungen kommen, wenn der Zerhacker alles zu Feinteilen verquirlt?

Thomas hat es bereits geschrieben, die Verstopfung entsteht VOR und in dem Zerhacker, wenn das Papier nicht "verdaut" wird.
Das, was aus uns heraus fällt, stellt kein Problem dar, aber das Papier, wo gerade Männer zur "Überdosierung" neigen :)

Als Tipp für Häckslertoiletteneigner:
Kein Papier in die Toilette! Der Häcksler wird es mit verlängerter Lebensdauer danken und eine Verstopfung ist ein Fremdwort!
Ich händele es so, wie es auf Jachten oder kleinen (Safari-)Schiffen üblich ist: Ein Eimerchen mit einer Tüte drin, wo das Papier rein kommt. Da stinkt und riecht nichts, selbst bei > 35 Grad!

oldendorfer hat geschrieben:Toll wäre z.B. den Grauwassertank hinter den Fäkalientank zu platzieren und zuerst den Fäkalientank abzulassen und dann mit dem Grauwasser nachzuspülen. So eine Konstruktion kenne ich aber nicht.

Bei den Amis ist das die Regel...
Man kann sich behelfen, so mache ich das:
Schwarzwasser leer, Haupthahn schließen, dann kurz Grauwasser öffnen, Wasser schießt in den Schwarzwassertank und spült. Grauwasser schließen und wieder Schwarzwasserhahn öffnen. So wird der Schwarzwassertank gespült. Anschließend Schwarzwasser schließen und Grauwasser ablassen, so wird dann der Schlauch gespült.

LG vom Mikesch

gtom am 27 Okt 2015 08:47:36

Unabhängig von der Variante...

Der Fäkalientank in Verbindung mit einer Zerhackerpumpe ist die einzige Möglichkeit z.b. an Komfortplätzen mit Wasser/Abwasseranschluss auch den Inhalt des Fäkalientanks zu entsorgen...
D.h. wer mit solch einem Setup fährt ist für alle (!) Fälle gerüstet...

Wahlweise:
Entsorgung des Tanks in einen Rollcontainer -> Zur Entsorgungsstation bringen
Entsorgung des Tanks in eine nieder gelegene Station -> Schieber auf und entsorgen
Entsorgung des Tanks in eine höher gelegene Station -> über Pumpe und Schlauch abpumpen
Entsorgung des Tanks in ein Abwassersystem am Platz -> über Pumpe und Schlauch direkt in den Abwasseranschluss pumpen...

Das Funktioniert dann wenn man den Tank entsprechend gebaut hat...

Zwischen Grau/Schwarzwasser über Schieber getrennt eine Verbindung -> Dannach Y Stück -> Eine Seite Zerhacker Pumpe und andere Seite normaler Schieber auslass...

Thomas

bosko1 am 27 Okt 2015 17:42:16

Moin, moin
ich hatte vor einiger Zeit das Thema „Fäkalientank abpumpen“ eröffnet. Vielen Dank für die vielen Erfahrungsberichte und sinnvollen Hinweise. Ich möchte mal zusammenfassen, wie ich das Thema jetzt verstanden habe. Da ich kein Perfektionist bin, sind meine Größenangaben in mm mit Vorsicht zu genießen. Die Millimeterangaben beziehen sich immer auf die Innendurchmesser der Rohre bzw. Schläuche.
Variante 1
Festtank, die Schüssel direkt darüber, Exkremente fallen direkt in den Tank, nachgespült wird mit der Wassermenge, die man für erforderlich hält. (Frischwasserverbrauch wie bei der Kassette) normales Papier und auch Feuchtetücher möglich.
Das Entsorgungsrohr hat einen mindest Innendurchmesser von 3“ (ca.80 mm). Der Schieber wird geöffnet, die mehr oder weniger zersetzten Exkremente werden durch Schwerkraft entsorgt. Ist die Wassermenge im Verhältnis zu den Exkrementen zu gering, kann es sein, das viele Rückstände im Tank verbleiben.
Ist die Entsorgung durch ein Laubschutzgitter abgedeckt, könnten sich Papier und Reste der Fäkalien auf dem Schutzgitter absetzen.(Das wird zu 99,9 % sofort vom Verursacher beseitigt, glaube ich!)
Variante 2
Festtank, die Schüssel direkt darüber, Exkremente fallen direkt in den Tank, nachgespült wird mit der Wassermenge, die man für erforderlich hält. (Frischwasserverbrauch wie bei der Kassette) normales Toilettenpapier ist möglich, aber keine Feuchtetücher. Das Entsorgungsrohr hat einen mindest Innendurchmesser von 3“ (ca.80 mm) daran ist eine Zerhackerpumpe angeschlossen mit einem Auslauf von 1“(ca. 25 mm). Exkremente und Papier werden zerhackt und abgepumpt, über einen 1“ Schlauch. Auch höher gelegene Entsorgungen können aufgrund der Pumpe, genutzt werden. Ist die Wassermenge im Tank zum Verhältnis der Exkremente zu gering, kann es sein, das viele Rückstände im Tank verbleiben.
Variante 3
Festtank, die Schüssel befindet sich nicht über dem Tank. Die Schüssel hat eine eingebaute Zerhackerpumpe. Die Elektromechanik der Schüssel „fordert“ eine Mindestmenge an Frischwasser um ihre Funktion zu erfüllen. (Größerer Wasserverbrauch wie Variante 1 u. 2) Die zerhackten Exkremente werden nach dem Zerhacken automatisch, mit der „geforderten“ Mindestmenge Frischwasser in den Tank gepumpt. Normales Toilettenpapier ist möglich, aber keine Feuchtetücher. Im Tank befinden sich nur verflüssigte Exkremente ohne Feststoffe.
Die Entsorgung erfolgt mithilfe der Schwerkraft über einen 1“(ca. 25 mm) bzw.1 ½“(ca.40 mm) Schlauch, höher gelegene Entsorgungen kann man nicht ohne zusätzliche Pumpe am Tankausgang nutzen.
Nur zum Vergleich:
der Entsorgungsstutzen der üblichen Kassetten hat einen Durchmesser von ca. 2 ¼“ (ca. 56 mm).
Das man das gebrauchte Papier bzw. Feuchtetücher auch anders entsorgen kann ist bekannt!
Wie gesagt, so habe ich es verstanden. Sollte ich irgendetwas missverstanden oder falsch wiedergegeben haben ist Verbesserung, Aufklärung und Richtigstellung erwünscht.
Bosko

AtegoLaster am 24 Dez 2015 13:18:25

Ich war letztens an der Ostsee und wollte etwas Wasser Bunkern. Da stend vor mir ein Richtiges großes Schiff.
Da man da dann auch neugierig zusieht, ist klar. Der öffnete die Seitenlucke, nahm mit Hanschuhen seinen Schlauch aus einem Aufbewahrungsrohr, schloss ihn an, und dann gings loß. er handtierte mit Kugelhähnen und dann gabs ein Geräusch: er gab aus seinen Drucklufttanks 1.5 Bar Druck auf den Tank und der wurde regelrecht leer geblasen. Nach fragen meiner seits, meinte er, das das doch die beste Lösung bei 200 Ltr und verschiedenen Entsorgungsöffnungen ( höhen ) sei. Dann spühlte er auch mit Grauwasser den Tank ( auch mit luftdruck ) und dann auch damit raus.

Klar, sowas geht nur mit der richtigen ausrüstung, aber ich fand es doch sehr gelungen, wie er es da raus geblasen hat.

gtom am 27 Dez 2015 11:09:25

Ich frag mich was die Druckluft bringen soll...

Beim Fäkaltank ist es so dass die festen Bestandteile nur "Pumpbar" sind wenn diese mittels entsprechender Flüssigkeitsmenge verdünnt werden...
Dann funktioniert auch i.d.R die Zerhackerpumpe einwandfrei...

Im Grauwassertank kann Druckluft net funktionieren solange nicht alle Zuflüsse mit Einwegventilen versehen sind...

Ist mal die Flüssigkeit nebst festen Restbestandteilen am Boden des Tanks verteilt dann bringt die Druckluft auch nichts mehr...

Einziger Vorteil ist der dass die Entsorgung etwas schneller geht...

Gruß Thomas

bosko1 am 27 Dez 2015 12:03:51

Moin,
ich habe noch nie gehört, dass Tanks im WOMO mit Druckluft entleert werden, las mich aber gerne eines Besseren belehren von einem Besitzer dieser Anlage.
Gruß Bosko :roll:

AtegoLaster am 27 Dez 2015 12:56:39

Ich sah ja auch nur die Ventile, aber ich stelle mir vor , das die Tanks selbst gebaut , also Eigenentwicklung sein werden. Hatte ich auch noch nie zuvor gesehen. War aber interressant.

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