Andreas B am 09 Apr 2006 22:53:40 Hallo zusammen
Ich bin neu hier im Forum und habe aber gleich ein relativ grosses Problem,
ich habe ein Eura 590 DSS unser erstes Womo und habe beim Kauf vor 2 Jahren nicht aufgepasst
Vor einer Woche habe ich festgestellt das Wasser reinläuft und zwar bei der vorderen Dachluke, bin dan der sache nachgegangen und habe die ursache hinten links in der Nasszelle gefunden.
Der Schock war natürlich sehr gross, aber dadurch repariert sich die sache ja nicht.
Jetzt habe ich das Dach und die bereiche in den Wänden aufgemacht und ich habe jetzt mein eigenes Feuchtbiotop und zwar von hinten links bis zur mitte.
Das Dach ist volgendermasen aufgebaut 1. Alu, 2.Sperholz, 3.Styropor, 4.Sperholz, 5.Folienbeschichtung( keine Ahnung welches Material) weiterhin noch Holzverstrebungen.
Einige der Holzverstrebungen sind durchgefault (und das bei 40 mm stärke) andere sind nur nass, die verfaulten teile muss ich austauschen. Aber was mache ich mit den nassen ? :?
Sicherheitshalber auch austauschen oder versuchen zu trocknen ?
Weiterhin ist die Frage kann ich anstatt der Speerholzplatten etwas anderes verwenden wie z.b. Kunststoffplatten ?
Ich habe die möglichkeiten 1-2 mm starke PE oder PP Platten zu bekommen und das Fachwerk würde ich mit Styropdur (die blauen Platten ) füllen ,verschliessen würde ich das ganze dann auch mit den Platten.
Meint Ihr das würde gehen oder muss es Holz sein zum Feuchtigkeits austausch, bin mir da eben nicht so sicher.
Weiterhin möcht ich gerne wissen ob die letzte schicht innen eine speziele Folie ist oder auch evtl. Textieltapete mit spezielem Kleber geht?
Ich bin dankbar für jede anregung bis dahin werde ich das Womo innen weiter Skeletieren so das alles Trocknen kann, aufgeben tu ich erst wenn das Fahrgestell mit dem Motor allein da steht.
:razz:
Gast am 09 Apr 2006 23:19:07 Salü Andreas und herzlich willkommen im forum!
uff, da hast du ja einiges vor, wobei deine reparaturansätze sehr gut klingen. ich würde, da du ja den dachhimmel komplett herunternimmst auch die nur nassen holzteile ersetzen. Styrodur wird bereits in modernen mobilen verwendet, auch die pp - pe platten sind sicher eine gute alternative zu sperrholz, auch wenn sich die feuchtigkeitsregulation des mobils ändern wird (musst du halt mehr lüften). als "letzte schicht" habe ich schon alle möglichen materialien gesehen, textiltapeten? wenn der kleber danach nicht mehr ausdünstet und gleichzeitig wasserbeständig ist, warum nicht?
jedenfalls wünsch ich dir viel erfolg bei deinem vorhaben!
Scout am 10 Apr 2006 00:01:45 Hallo!
Bei einem Wandaufbau mit Hohlräumen, was die Skelettbauweise ja mit sich bringt, wird im Inneren immer eine gewisse Feuchtigkeit aus der Luft vorhanden sein. Wenn es kälter wird zieht sich die Luft zusammen und von außen dringt Luft in die Hohlräume ein. Die Luft kann Feuchtigkeit mitbringen, die dann kondensiert. Diese Feuchtigkeit (Wasserdampf) muss wieder durch die Wände nach außen dringen können. PE, PP und Alu, sind praktisch Wasserdampfundurchlässig, Holz dagegen ist Wasserdampfdurchlässig. Aus diesem Grund würde ich innen Sperrholz verwenden.
Wolfgang
mittelmeertaucher am 10 Apr 2006 14:07:51 Andreas B hat geschrieben:Hallo zusammen Ich bin neu hier im Forum und habe aber gleich ein relativ grosses Problem, ich habe ein Eura 590 DSS unser erstes Womo und habe beim Kauf vor 2 Jahren nicht aufgepasst :razz:
Hallo Andresa, erst mal herzlich Willkommen in diesem Forum. :kette:
Der Schaden, kann meiner Ansicht nach, nicht schon 2 Jahre zurückliegen, von daher denke ich das das mit "vor 2 Jahren nicht aufgepasst" nichts zu tun hat.
Interressant wäre es jetzt ob du das WoMo neu gekauft hast bzw. ob das WoMo nicht älter als 5 oder 6 Jahre alt ist und die jährliche Feuchtigkeitsprüfung gemacht wurde, den dann hättest du womöglich noch Garantie drauf ausser in der Schweiz läuft die Garantie anders, das weiß ich aber nicht. :nixweiss:
dokabastler am 10 Apr 2006 15:57:32 Hallo,
ich würde lieber eine Holzstrebe mehr austauschen...speziell die total durchnässten, weil wie soll man beurteilen, wann die ganz getrocknet sind??
Innenplatten: Ich glaub, daß die Kunststoffplatten alternativ zum Sperrholz möglicherweise vom Feuchtehaushalt her problematisch sind (ansonssten sind sie sicher ok).......wobei ich bauphysikalisch auch nicht ganz durchblicke im WOmo:
Im Hausbau wird der Wandaufbau von innen nach außen (z.B. Holzständerhaus) immer diffusionsoffener...also: ganz innen ist eine heftige Dampfsperre, damit die Wand nicht nass wird durch Dampf aus der Raumluft, dann aber nach außen hin muß die Feuchte, die in der Wand ist, oder die trotz Dampfsperre reinkommt (oder die, die kondensiert) nach außen können.....durch Holzplatten, Putz etc....was auch meist der Fall ist, aßer jemad hat vergessen, seine fassadenverkleidung zu hinterlüften....
beim Womo geht letzteres aber m.E. nicht, weil außen drauf die Aluhaut ist, die komplett dicht ist.....also kann die Womo-Wand Feuchte eh nur nach Innen abgeben.....oder?
günter
Nasenbär am 10 Apr 2006 16:09:07 Besser wäre innen eine dampfdichte Folie anzubringen, die auch in den Ecken ganz dicht sein muss. So kommt keine Raumfeuchte in die Wände. Abgeschlossen zum Raum hin wird dann mittels eines Belags, der Feuchte aufnimmt und wieder abgibt.
, Heinz
Christian Schifferle am 10 Apr 2006 18:19:16 Hallo Andreas.
Willkommen im Club.
Ich kann sehr gut mit dir mitfühlen, hatte ich doch genau die gleiche rosarote Brille auf als ich mein Womo damals in Steffisburg kaufte, so nach dem Motto "Beim Händler gekauft, kann nix passieren". Typischer Fall von Denkste.
Wenn die Holzlatten durchgefault sind, dann ist die Feuchtigkeit mindestens (!) 2 Jahre aktiv.
Nach einem Jahr wird das Holz erst mal braun, ist aber noch zu retten. Erst nach ca. 2 Jahren fängt es dann tatsächlich an zu faulen. Wenn die 40mm Latten durchgefault sind tippe ich auf über 3 Jahre.
Ich würde auch eher eine Latte zuviel als eine zuwenig auswechseln. Da du ja eh schon alles geöffnet hast spielt das finanziell gesehen keine grosse Rolle mehr.
Bei meinem WoMo wurde auf das Styropor eine spezielle Dekorplatte geklebt, welche ich von einem Wohnmobilbauer in der Region bezogen habe. Sieht schön aus und ist so wie's sein soll.
Ach ja, die Holzleisten habe ich mir im Migros Do-It besorgt.
Und wenn du die Reparatur fertig hast denk daran, mindestens 1 mal im Jahr mit dem Messgerät durch's WoMo zischen und alles auf feuchte Stellen abchecken. Wenn die Feuchtigkeit rechtzeitig entdeckt wird ist die Reparatur in der Regel ein Klacks.
Zusätzlich würde ich dir empfenhlen, dir einen leistungsfähigen Entfeuchter zu besorgen (mieten) und den mal ein paar Tage lang mit Vollgas im WoMo laufen zu lassen.
von einem Leidensgenossen
Andreas B am 10 Apr 2006 21:46:15 Danke für die Antworten
Also das mit den 2 Jahren war so gemeint wir haben das Womo vor 2 Jahren gekauft ohne das wir auf verschieden Details geachtet haben (aus fehlern lernt Mann ) da es unser erstes Womo war.
Ich habe zwei etwas weiche stellen im Dach bemerkt aber sie falsch interpretiert, auf dem Dach war auch noch Alufrass den hab ich zwar reklamiert der wurde auch behoben in dem Bleche darüber geklebt wurden.
Also ich habe das gefühl das es vorher schon Feucht im Dach wahr, so das es in ruhe vor sich hin faulen konnte und jetzt noch über der Nasszelle Wasser eingedrungen ist.
Naja nach 2 Jahren kann ich sowieso nichts mehr machen weil ich das Womo zwischenzeitlich auch noch in die Schweiz importiert habe.
Aber weiter zum Schaden ich werde wahrscheinlich oben PE Platten nehmen die sind temperatur beständig von -50 - +80 Grad und unten mit Speerholzplatten zum Feuchtigkeitsautausch abschliessen, nur kann mir einer sagen ob ich die Folie in der Nasszelle bei einem Fachhändler bekomme oder auch was anderes nehmen kann es gibt doch auch klebefolien im Baumarkt ( dezefix oder wie die heisen ) ?
Andreas
:vogel:
Beduin am 10 Apr 2006 21:53:19 Wenn ihr auch darin duschen wollt würde ich keine solche dc-fix folien nehmen.
Könnte mir Vorstellen das die Latexfarbe "gehen" würde?????
Scout am 11 Apr 2006 09:04:30 Hallo Andreas!
ich werde wahrscheinlich oben PE Platte
Du solltest bei Verwendung von PE einiges berücksichtigen oder klären.
Im Süden bekommt man gut und gerne 50 °C Oberflächentemperatur. Wenn die Platten dunkel sind kann es auch wesentlich höher sein. Die Erweichungstemperatur von PE-LD liegt bei 110°C. Der Ausdehnungskoeffizient ist 10 X höher als bei Alu. Sind die PE Platten UV beständig? Haften Anstriche darauf? PE und PP gelten unter handwerklichen Bedingungen als nicht lackierbar. PE kann man schweißen, aber nicht kleben. Das was man als Kleber erhält bringt keine sichere Haftung, oder man muss vorher strahlen und mit Primern vorbehandeln. Welche Reparaturmöglichkeiten hat man in einem Schadensfall?
Wolfgang
Scout am 11 Apr 2006 15:21:26 Hallo Andreas!
Der Ausdehnungskoeffizient ist 10 X höher als bei Alu.
Ich hätte die Konsequenzen etwas genauer beschreiben sollen. Ich hole es hiermit nach.
Der Längenausdehnungskoeffizient von PE ist 0,002 pro °C.
Wenn das Dach mit PE Abdeckung 5 m lang ist, so ändert sich die Länge bei einer Temperaturdifferenz von 30°C folgendermaßen.
5m * 0,002/°C * 30°C = 0,03 m = 3cm
Das Dach wird wellig, wenn die Platten fest eingespannt sind.
Wolfgang
Andreas B am 11 Apr 2006 21:13:01 Hallo Scout
Ich glaube du hast mich da falsch verstanden, die PE-HWU Platten sollen nicht aussen drann kommen, sondern als erste schicht unter dem Alu anstatt der Spanplatten.
Eine frage noch an den Christian woher hast du die Platten geholt und wie teuer sind die etwa.
Habe Heute noch weiter rausgerissen ich habe nur probleme mit den :explodieren: Oberschränken die sind noch von obenher befestigt das ist teilweise zum verzweifeln ich will ja bei der demontage nicht noch mehr kapputmachen.
Andreas :hallo:
Christian Schifferle am 12 Apr 2006 19:18:39 Die Paletten habe ich bei Stuker Reisemobile Melchnau geholt, siehe --> Link. Preise weiss ich jetzt nicht mehr so genau, aber du müsstest vielleicht ohnehin mal hinfahren und schauen, was er an Lager hat bzw. bestellen kann.
Ein Alternative wäre, die Platten z.B. bei Reimo zu bestellen ( --> Link).
Bei meinem Eura Mobil Bj. 93 war übrigens keine Sperrholzschicht zwischen Alublech und Styropor sondern die normale Sandwichbauweise Alu-Styropor-Sperrholz. Das Styropor haben wir dann direkt mit Sika auf das Alublech geklebt. Ebenso dann die Dekorplatte auf das Styropor.
Andreas B am 15 Apr 2006 16:41:26 Hallo Leute
Habe jetzt ca. 80 % vom Dach Innen freigelegt, das problem kann ich jetzt
wenigstens Definieren.
Der Dachaufbau macht das Problem und zwar wird durch die oberste Lage Sperrholz die unter der Alu Ausenhaut ist irgendwie Alufrass erzeugt und zwar durch die Klammern mit dennen es befestigt ist.
Es sind nämlich überall im Dach mehr oder weniger grosse Löcher ca. 0,5 mm, und in dem Bereich befinden sich dann immer die Fäulniss Herde an denen auch das Fachwerk durchgefault ist.
Hat mir jemand einen Rat mit was ich das Dach von aussen beschichten(lackieren oder beckleben) kann.
Kennt jemand das Problem vor allen Dingen bei Eura oder auch anderen Fabrikaten.
Andreas :gut:
Gorm am 15 Apr 2006 21:55:17 Hallo,
ich kenne nicht die Eura-Mobile, aber was ich kenne sind Alu-Holzsandwichplatten mit Alufrass :eek:
Aus solch tollem Material war ursprünglich die gesamte Aussenhaut unseres WoMos. Wir haben dann den ganzen Quatsch abgerissen und ersetzt durch eine Alu-Kunstoff-Alu Sandwich Platte. Ich berichtete darüber --> Link.
Dieses Material gibts (teuer) unter der Bezeichnung AluCoBond, und wird von Alcan hergestellt. Diverse Nachbauten gibts für viel weniger Geld, z.B. als LentaSign. Steht im verlinkten Beitrag auf Seite 3.
Ich kann mir gut vorstellen, daß dieses ein geeignetes Produkt für euch ist, zumal das Material sehr stabil ist. Ich kann euch gerne mal ein Probestückchen zuschicken, habe noch genügend rumliegen :lupe:
Andreas B am 16 Apr 2006 13:41:44 Hallo Gorm
Du hast da einen sehr grossen Aufwand betrieben und das Ergebniss sieht auch super aus, dagegen komme ich mir mit meinem Schaden wirklich klein vor, aber aller anfang ist schwer. Das problem ist ich habe keine Halle, aber so wie es aussieht bekomme ich jetzt einen Unterstellplatz, dann kann ich richtig loslegen.
Das mit dem Materialstück wäre sehr gut ich schicke dir per mail die Adresse in Deutschland den ich wohne in der Schweiz.
Danke noch und schöne Ostern
Andreas :razz:
Andreas B am 07 Aug 2006 22:00:10 Hallo Leute
Es ist geschafft ich habe das Dach wieder dicht bzw. einmal komplet runter und neu wieder rauf, war sehr viel arbeit aber es hat sich gelohnt.
Dank der Ideen und der Material probe von Gorm habe ich den richtigen Weg gefunden das Dach neu aufzubauen.
Das Dach ist jetzt vollgendermassen aufgebaut von oben:
1. Dibond Platten (Verbund aus 0.6mm Alu, 0.8mm PE, 0.6 mm Alu)
2. 1mm PE Platten
3. 35 mm Styropdurplatten ( blau für Kühlraumbau)
4. Pappelsperholzplatten
Wahrscheinlich habe ich jetzt etwas mehr gewicht im Dachbereich, aber beim fahren merke ich nicht sehr viel davon ich werde demnächst einmal auf dei Waage fahren und das Gewicht kontrollieren.
Ich werde bei nächster gelegenheit bilder davon reinstellen.
Andreas :razz:
rodion am 07 Aug 2006 22:34:49 Hallo Andreas,
wir machen bei unserem Euramobil grad die gleiche Prozedur, kannst ja mal hier reinschauen:
--> Link
Was mich noch interessiert, hast du auch Holzlatten im Dach oder nur das, was du aufgelistet hast?
Rodion
Bergbewohner1 am 08 Aug 2006 18:18:39 Hallo Andreas, Nasenbär hat nicht recht, keine Dampfsperre ins WoMo, die Wände müssen atmen können!!! Holzleisten die nicht grün oder blau angelaufen sind und nicht faul sind brauchst Du nicht zu wechseln. Gut trocknen und dann ist das Holz wieder in Ordnung und auf alle Fälle innen wieder Sperrholz verbauen. waldtroll
Andreas B am 08 Aug 2006 19:09:53 Das Luft in das Dach muss ist mir klar sonst fängt das ganze an zu faulen, nur war bei mir das Problem das von oben noch Wasser dazu kam und wenn dann noch Wärme und ein paar Schimmelsporen dazu kommen dann hast du einen lebenden fahrenden Organismus und das möchte ja sicher keiner ständig mit sich herumfahren oder ??
Und zum Holz, ich habe nicht alles entfernt nur das was wirklich faul und instabil war.
Und noch zur frage von Rodion ja bei mir ist das Dach auch Fachwerkartig aufgebaut ich nehme an das ein grossteil der Womo's derartig aufgebaut sind.
Hab mir die Photos von Eurem Eura angeschaut, meine sehen fast gleich aus.
Kontroliert das Dach auf Alufrass bei mir haben die Klammern mit denen das Sperrholz (das direkt unter dem Alu) befestigt ist mit dem Aludach reagiert und Löcher bis zu 15mm reingefressen, diese konnte ich vorher nicht sehen da sie unter den Solarpennels waren.
Ich wünsche euch noch viel erfolg bei eurer Arbeit,aber mit der Erfahrung die Ihr schon gesammelt habt wird das sicher nicht so schwer sein.
Andreas
Nasenbär am 08 Aug 2006 19:41:08 Waldtroll hat geschrieben:... Nasenbär hat nicht recht,
Wobei? :)
, Heinz
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