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GFK Dach lackieren 1, 2


Plottiwerk am 07 Jan 2016 20:15:39

Hallo Fahrergemeinde,
ich möchte mein 21 Jahre altes GFK-Dach am WOMO herrichten.

Vorweg: Der gesamte Aufbau samt Alkoven besteht aus einem massiven Alugerüst. Auf dieses
Alugerüst ist die GFK-Platte aufgelegt und an den Seiten mit massiven Aluwinkeln eingefasst.
Nach so viel Jahren sieht und fühlt man auf der GFK-Platte stellenweise schon
die faserige Struktur. Dort sammelt sich der Dreck und geht nur mit dem Hochdruck runter.
Ich muss das Dach wieder glatt bekommen.
Noch was: Die GFK-Platte liegt ja nur auf dem Alugerüst fest auf, sonst nur auf der Isolierung. Wenn
man auf dem Dach herumläuft und nicht exakt entlang dem Gerüst läuft, dann gibt die
GFK-Platte natürlich etwas nach, das könnte Probleme bereiten wenn ich das Dach lackiere.

Meine verzweifelnden Gedanken:

1. Lackieren
Das ganze Dach anschleifen, vor allem die faserigen Bereiche glattschleifen.
Mit 2K Epoxid-Filler grundieren z.B.--> Link
und dann mit 2K Polyurethan-Lack Hochglanz drüber (1x viell. 2x)
Vorteil vom Lackieren: Ich kann an den drei Dachluken das alte Sikaflex weg machen und nach der
Lackierung wieder dran machen (kein Akt), zudem lässt sich so ein Lack schön rollen.
Glaubt Ihr, dass der Lack gleich wieder absplittert wenn ich nicht exakt auf dem Gerüst laufe und
die GFK-Platte etwas eingedrückt wird?

2. Folieren
Dach ebenfalls glatt schleifen. Dann mit Fahrzeugfolie (gibt verschiedene) vollverkleben.
Vorteil: Man kann sie jederzeit wieder weg machen und neu machen.
Riesen Nachteil: Die Folie muss trocken verklebt werden, wenn man das allein machen muss, dann
bekommt man dabei schnell einen hochroten Kopf weil auch immer wieder ein
Hinderniss kommt (3 Dachluken, Solarplattenhalterung, Satschüssel, Dachreling usw.

3. ?Gelcoat? das wird doch sau hart zum Schluß und kann schnell Risse bilden??

Fazit:
Mir wäre Lackieren am liebsten und ich weiß dass eine Lackierung eine gute
Vorbereitung mit Silikonreiniger und evtl. Zwischenschliff benötigt.

Das Wohnmobil ist ein Sonderbau und der Aufbau ist eigentlich fast für die Ewigkeit gebaut, solange
der alte Mercedes 410D (26 Jahre) darunter noch herhält.

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Ich bin kein Lackierer, das ist ein rein privater Hilferuf.

Jetzt würde ich gerne Eure Erfahrungen/Meinungen dazu hören, vielleicht liege ich ja bei der
Lackierung total falsch.

Grüße
Lothar

Anzeige vom Forum

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bl550 am 07 Jan 2016 20:29:45

Hallo Lothar,

ich habe meine Kabine, war allerdings neu, auch selber lackiert. Aber du musst wirklich alles gründlich schleifen und säubern. Das der Lack absplittert glaube ich eher nicht, weil wir sind mit zwei Personen auf dem Dach schon unterwegs gewesen und haben keine Schäden am Lack. Lege doch einfach Styroporplatten unter, wenn du auf dem Dach rum läufst.

Plottiwerk am 07 Jan 2016 20:48:56

Hallo Sascha,
weißt du noch was du für einen Lack genommen hast?

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bl550 am 07 Jan 2016 21:24:45

Hallo Lothar,

diesen hier --> Link, weil ich ihn rollen konnte. Ich bin super zufrieden mit diesem Lack.

Plottiwerk am 07 Jan 2016 21:51:18

Auch interessant die Lacke aus dem Bootsbau. In diesem Fall ohne Grundierung.
Ich habe wenig Erfahrung mit den Rollen. Arbeitest du lieber mit den Schaumstoffrollen oder
mit den Filzrollen? Mit den Filz-Stoffrollen wäre der Farbauftrag vermutlich höher.

bl550 am 07 Jan 2016 22:20:46

mit Schaumstoffrollen, die diesen Lack vertragen. Die erste Rolle hatte sich während dem Rollen aufgelöst.

Kajakus am 07 Jan 2016 22:22:14

Hallo Lothar,
eine neue Lackierung ist kein besonderes Hexenwerk.
Eigentlich ist es besser, im GfK - System zu bleiben, wenn eine neue Oberfläche erstellt werden soll.
Dazu verwendet man in diesem Fall allerdings "Topcoat", das ist ein Harz wie Gelcoat, härtet aber oberflächenklebfrei aus.
Es ist auch nicht extra empfindlich gegen Rissbildung, die würden nur bei Überlastung auftreten.
Wesentlich einfacher ist die Lackierung mit 2K_Pu Lack oder Acryl-Lack.
Wenn wegen einer sehr rauen Oberfläche eine Grundierung benötigt wird, muss sie zu Deinem Lacksystem passen.
Die vorhandenen Sika-flex Nähte würde ich an Deiner Stelle nur entfernen, wenn das wirklich nötig ist,
sie können auch überlackiert werden.
Wenn Du mit einem Gerüst an den Seiten arbeitest, brauchst Du nicht aufs Dach. Beim Lackieren wäre das Herumlaufen auch lebensgefährlich, es wird sehr rutschig.
Das die Oberfläche ordentlich geschliffen werden muss, ist auch klar. Der Einsatz von Lösungsmitteln nach dem Schleifen ist meist nicht sinnvoll. Besser ist es, vor dem Schleifen die Fläche mit Seifenlauge gründlich zu Reinigen.
Die Lackierung darf nicht in der prallen Sonne ausgeführt werden, etwa 20°C sind eine günstige Verarbeitungstemperatur.
Was noch alles Beachtet werden muss, steht ja in den Technischen - Merkblättern, die Du genau lesen solltest.
Viel Spaß bei der Arbeit wünscht,
Kajakus.

Plottiwerk am 08 Jan 2016 00:33:01

Seifenlauge?? Das musst du mir näher erklären.
Welches Mittel, Produkt, Spezialseife?
Ich dachte immer, dass Seifen Fett/Fettsäuren als Basis haben.
Hast du ein Beispiel für Topcoat?

Angenehme Nachtruhe
Lothar

pippifax am 08 Jan 2016 10:34:12

Hallo Lothar

Etwas vom besten und überischtlichsten findest Du hier:
[url]
--> Link[/url]

Grundierung (Haftvermittler) nicht vergessen.

Viel Erfolg

Plottiwerk am 08 Jan 2016 11:49:04

Grüzi wohl,
gopfrdeckl, soviel Zügs auf eimal.

Merci

Kajakus am 08 Jan 2016 12:08:36

Hallo Lothar,
zum Reinigen kann Abwaschmittel, Grüne Seife oder auch Scheuermilch verwendet werden, was man so im Hause hat.
Nach der gründlichen Spülung wird ja noch geschliffen.
Wenn Du noch nie mit Polyesterharzen gearbeitet hast, solltest Du mit den Lacken arbeiten, das ist dann einfacher und gibt bessere Oberflächen.
Den Auftrag von Topcoat auf große Flächen muss man wirklich üben. Das Zeitfenster der Härtung ist sehr klein.
Eine Bezugsquelle für Polyesterharze ist z.B. Vosschemie .
Schöne Grüße,
Kajakus.

bernie8 am 08 Jan 2016 12:15:12

Hallo Lothar,

Ich kann an den drei Dachluken das alte Sikaflex weg machen und nach der
Lackierung wieder dran machen (kein Akt


Ich würde zum einsetzen der Hauben kein Sikaflex nehmen sondern Dekalin.

Plottiwerk am 08 Jan 2016 12:50:15

Ich werde wohl lieber mit den 2K-Lacken arbeiten.

Die Rahmen von den Dachluken bleiben drin, ich mag nur verschiedene Ränder
die mit Dichtmaterial versehen sind neu abdichten, mit Dekalin habe ich
noch nie gearbeitet.

Das Zeitfenster im Sommer muss natürlich passen, Temperaturen und Wetter.

sprinter0815 am 08 Jan 2016 13:47:17

Hallo,

bei Segelflugzeugen ist es ein ähnliches Problem, dass nach Jahren das Gelcoat (Vorgelat) spröde wird und Risse bildet.
Hier wird dann das Gelcoat bis kurz vor das Laminat abgeschliffen (Risse müssen komplett weg sein!) und anschließend mit einem 2K-Füller und passendem 2K Acryl Lack lackiert.
Ich habe das selber schon an mehreren Flugzeugen vor Jahren durchgeführt.

Es gibt keinerlei Probleme mit Haftung und Co. solange der Untergrund Staub- Fett & SILIKON FREI ist! (Achtung bei Polituren!!)
Wir haben in der Regel normale Auto / LKW Lacke von Standox oder MIPA verwendet, vorzugsweise mit Lösemittel, da sich diese "bessere" Eigenschaften während der Verarbeitung haben.

Der große Vorteil von Acryl Lacken ist die wesentlich bessere Flexibilität (Keine Risse) und dass diese Lacke nicht ausbleichen bzw. Gelb werden.
Allerdings haben wir immer mittels Lackierpistole lackiert und nicht gewalzt. Wie die Verabeitung beim Walzen der Lacke ist, kann ich nicht sagen.

Wenn Du dein Dach begehen willst, am besten eine Sperrholzplatte mit Syropor dazwischen legen. Denn Du hast nicht nur die Gefahr von Rißbildung im Lack, sondern auch dass Du das GFK Gewebe duaerhaft schädigst.

Gruß

Plottiwerk am 08 Jan 2016 15:11:18

Mann, das wird richtig Arbeit im Sommer.
Man sieht noch Reste vom 1K-Lack den ich vor 8 Jahren mal aufgebracht habe,
unprofessionell im Urlaub ohne Maschinen, das war definitiv der falsche Lack und
ist in den Pfützen komplett weg.
Man glaubt auf dem Foto, dass dieser Bereich ca. 10x10cm recht rauh ist. Aber mit
dem Finger drüber fühlt es sich glatt an. Die gelbliche gegilbte Farbe ist wohl
noch die alte Beschichtung.
Das Dach ist aber dicht.


Kajakus am 08 Jan 2016 15:53:22

Moin moin zusammen,
die Oberfläche, wie sie auf dem Bild zu sehen ist, stammt von Gfk-Platten, die am Laufband zwischen Walzen gefertigt werden.
Da ist kein Gelcoatauftrag vorgesehen. Die Glasfasern sind direkt an der Oberfläche und von Beginn an dem Wasser ausgesetzt, werden auch sehr schnell unansehnlich. Manche Hersteller haben solche billigen Platten dann so gelassen, oder überlackiert.
Trotzdem hält auch so eine Platte sehr lange.
Schöne Grüße,
Kajakus.

Plottiwerk am 08 Jan 2016 16:02:39

Vielen Dank für diese Information.

Dass heißt, wenn ich mit dem Schwingschleifer die organisch
verfärbten Streifen nicht weg bekomme, dann müsste ich noch lange vor
der Lackierung mit Chlor oder H2O2 drüber?

Kajakus am 08 Jan 2016 20:48:33

Hallo Lothar,
ob es besonders vorteilhaft ist, mit Chlor oder Wasserstoffperoxid zu Reinigen, glaube ich nicht.
Die sichtbaren Glasfasern saugen durch ihre Kapillarwirkung diese Stoffe leider auch ein. Ob die durch gründliches Spülen
wieder herauskommen, kann ich Dir nicht sagen.
Wenn allerdings etwas, auch Wasser, in diesen Kapillaren zurück bleibt, gibt es bei starker Erwärmung gern Blasen im Lack.
Deshalb muss vor dem Lackauftrag bei so einer Oberfläche, besonders sorgfältig getrocknet werden.
Du wirst eventuell die Stellen, die der Schwingschleifer nicht erreicht, per Klotz mit der Hand nacharbeiten müssen.
Schöne Grüße,
Kajakus.

Plottiwerk am 08 Jan 2016 21:46:29

Hallo Kajakus,
die Sache wird doch problematischer als ich dachte.
Mit Wasserstoffperoxid hätte ich jetzt keine Bedenken, das ist nach einem Sonnentag wieder weg.
Fraglich ist nur ob das 11%ige frei käufliche ausreicht, oder ob ich mir das 35%ige aus
dem Schwimmbad-Zubehörhandel holen müsste.
Beim Chlorieren ist die Lauge das Problem, das müsste man dann auch trocknen lassen, und
tags darauf mit leicht saurem Wasser darüber gehen, dann gehen die Chlorionen auch hops.

Die GFK-Platte muss staubtrocken sein vor der Lackierung, darüber bin ich mir bewußt, sonst
kommen die Osmosebeulen.
Der alte 1K-Lack der noch teilweise vorhanden ist, der ist gleich herunter geschliffen. Aber wenn
ich jetzt mit 2K Grundierung und Lack drauf gehe und der muss dann
auch wieder runter WEIL..............dann habe ich die A-Karte gezogen.

Deswegen meine stichelnde Fragerei hier nach Erfahrungen.

Grüße
Lothar

Plottiwerk am 08 Jan 2016 22:00:29

Die dunklen Streifen werden immer dunkler, bis zu Schwarz.
Alle 1/2 Jahr gehe ich dann mit dem Hochdruck drüber, dann ist es auch besser mit den
schwarzen Streifen an der Alubeplankung seitlich.
Hier nochmal das Foto


Kajakus am 09 Jan 2016 18:55:48

Moin moin zusammen,
die dunklen Streifen sind genau diese kapillaren Hohlräume, in denen sich der allerfeinste Dreck in Wasserlösung absetzt.
Den bekommst man nie mehr heraus.
Alternativ müsste die gesamte Fläche abgeschliffen werden, bis wieder saubere Faser erscheinen.
Ob sich das lohnt, kann ich nicht Beurteilen.
Die GfK Schicht würde dann natürlich auch entsprechend dünner.
Schöne Grüße,
Kajakus.

silver34 am 09 Jan 2016 19:28:12

Vor der selben Frage hab ich auch gestanden!

1K-Lack
2K-Lack
oder im GFK-System bleiben!

Nachdem ich mir den ganzen Aufbau angeschaut habe (max. 1mm GFK (2 Lagen Glasfasern) + 3cm Isolierung + 3mm Innenverkleidung), habe ich habe mich fürs GFK-System entschieden.

Meine Überlegungen:
Mit dem Harz hab ich eine deutlich dickere Schichtdicke als mit den Lacken, dadurch bin ich beruhigter bei meinem offenen GFK darunter als mit Lacken.
Kann gleichzeitig Löcher und Co sicher abdichten, auch raue Oberflächen sind da kein Thema mehr.
Beim bootsservice-Behnke kann man sich das gewünschte System zusammenstellen.
Ob Polyesterharz, kann man mit Farbpaste und Paraffinöl als Gelcoat verwendet werden.
Oder mit Expoidharz, das bessere Haftung auf bestehendem GFK hat, aber leider Vergilbt und dadurch noch ein Deckanstich benötigt.

Plottiwerk am 09 Jan 2016 21:37:15

Hallo silver34,
hast du dann noch zusätzlich Glasfasermatten mit eingearbeitet?

silver34 am 10 Jan 2016 13:10:32

Ich habe dabei gleich noch das Loch von der ausgebauten Klimaanlage (40*40cm) und die Schrauben-Löcher von der umgesetzten Kathrain verschlossen und dort Glasfasergewebe verbaut.
Die Stellen sind nach dem abschleifen und Deckauftrag nicht mehr zu sehen.

Der eigentliche Auftrag aufs gesamte Dach hab ich ohne Gewebe durchgeführt, mit Gewebe bekommt man keine glatte End-Oberfläche hin.
Auch ist beim Epoxidharz zu verwendetes Gewebe nicht gut/glatt zu verarbeiten weil es an den Rändern ausfranzt.
Bei Polyester kann man Flies nehmen das kann man gut zurechtschneiden da die Fasern leicht verklebt sind.

Also eigentlicher Dachanstrich mit Epoxidharz und Farbpaste und danach (eigentlich nur) für die Optik ein Lösemittelhaltiger Deckanstrich (Das Epoxidharz härtet zwar farblos aus aber in der direkten Sonne vergilbt es doch nach einiger Zeit!).

Bei solchen arbeiten ist aber eine saubere Halle für eine gute Arbeit Mindestvoraussetzung, da jeder Staubkorn Krater gibt, ist zwar nur Optik aber man ärgert sich doch!

Bis heute keine Risse usw. trotz des Supersommers 2015 und immer in der Sonne!

JoFoe am 10 Jan 2016 13:25:24

Hallo,
Dachanstrich mit Epoxidharz ist eine gute Lösung das das Harz auch in die vorhandenen offenen Fasern läuft und diese wieder Abdichtet.
Gewebe bekommt man auch ganz gut glatt wenn man eine Folie auflegt und diese mit einer schönen glatten Platte und Gewicht andrückt.
Sollte dann aber ca 2 Tage trocknen da die Folie den Trocknungsvorgang etwas verlangsamt. Allerdings benötigt man dann zum Schleifen einen guten Winckelschleifer verschiedene Papiersorten und Zeit. :ja:


Lg.Joachim

Kajakus am 10 Jan 2016 13:35:10

Hallo Lothar,
Du hast eigentlich bei diesem nicht fachgerechten Untergrund immer irgend ein Problem.
Da diese Platten ohne schützende Gelcoatschicht gefertigt wurden, sind sie besonders schnell unansehnlich.
Eine Lackierung auf diesem Untergrund wird nie Mängelfrei machbar sein, egal wie viel Mühe Du Dir gibst.

Ich denke, wenn Du nach gründlichem Schleifen eine Grundierung mit einem Spachtel aufziehst, dabei die Löcher vorrangig füllst, hast Du einen guten Start für den Lack. 2 Schichten mit der Rolle sollten es mindestens sein.

Wenn Du das ganze mit Polyesterharz machen möchtest, gehst Du auch so vor. Als erstes bringst Du Polyesterharz oder etwas mit Harz verdünntes Gelcoat mit einem Spachtel auf. Nach der Härtung eventuell mit genau solcher Mischung ein Voranstrich mit Rolle oder Pinsel, und darauf den Endanstrich mit Topcoat.

Bei den Voranstrichen mit Polyesterharz musst Du darauf achten, dass KEIN Paraffin enthalten ist. Das wird den meisten Harzen oft zugegeben, um die Styrolausdünstung schnell zu minimieren.
Sollte Deine Oberfläche schon beim Voranstrich klebefrei sein, muss schon wieder angeschliffen werden um einen guten Zusammenhalt zu bekommen.

Wenn Du ganz sicher gehen willst, kommst Du um eine Armierung mit Glasvlies oder Glasgewebe nicht herum.
Das macht natürlich noch mehr Arbeit, und der Verbrauch liegt schnell bei über 1kg/qm.

Du kannst selbstverständlich auch mit Epoxi-Harz arbeiten.
Dabei solltest Du Dich aber, genau wie beim Einsatz von Polyester, sorgfältig Vorbereiten. Alles braucht eine fachkundige Hand.
Viel Spaß bei der Vorbereitung,
Kajakus.

Kajakus am 10 Jan 2016 13:44:50

Hallo JoeFoe,
Wenn Du es schaffst, so ein Dach mit Folie und aufgelegten glatten Platten irgendwie ansehnlich zu bekommen, musst Du schon Zauberer sein.
Das gelingt nur bei kleinen Flächen.
Außerdem sollten Harze nicht TROCKNEN , sondern HÄRTEN, es sind ja keine 1- K Lacke.
Schöne Grüße,
Kajakus.

abenn am 10 Jan 2016 15:17:11

Ich würde mir fachmännische Rat einholen, hier zum Beispiel
--> Link

Gruß
Alf

JoFoe am 10 Jan 2016 15:25:38

Hallo,
ich arbeite ab und zu mal mit Harz und es waren kleine Stellen und Löcher gemeint. !!!!!!!! Ich habe es selber schon bei einem GFK Dach so gemacht da eine Dachhaube verbaut war die von oben geschraubt wurde und ich dann ein Heki verbaut habe. Ich rede nicht von dem ganzen Dach !!!!!!!!!!!! Das würde ich anschleifen und mit Epox. Harz dünn streichen damit die alten offen liegenden Faser sich mit ´Harz füllen und aushärten. Ich hoffe es ist nun verständlicher ? Und wie gesagt ich habe es schon so gemacht.

LG. Joachim

Plottiwerk am 10 Jan 2016 16:41:57

Na dann jetzt die ganze Schande.
Wie ihr seht ist Handlungsbedarf angesagt.
Das Detailfoto habe ich am Pfeil aufgenommen.
Noch kann man gut sehen wo man laufen darf auf dem Alugerüst.
Die Sat-Schüssel links habe ich im Sommer schon lackiert, die ist mir scheinbar gelungen.

Jetzt geht’s los mit den Bauchschmerzen, entweder
Polyesterharz oder
Epoxigrundierung und dann glatten weißen PU-Lack drauf.
Mit der MIPA-Grundierung würde ich mich auskennen, mit der habe ich
letztes Jahr einen alten Flaschenfüller lackiert in der hässlichen Maschinenfarbe (resedagrün).


andwein am 11 Jan 2016 15:19:47

Sorry, ich möchte nicht unken, aber willst du das ganze Geraffel vorher abbauen oder drum herum restourieren??
Alle vorliegenden Vorschläge gehen sicherlich davon aus, dass das Dach leer ist. Wenn du mit Harz bis an die Kanten der Aluverstärkung aufträgst, platzt das Zeug wieder ab. Sie Gummidichtungen der Dachluken dürfen auch nicht geharzt/lackiert werden. Die Kantenprofile müssen ab und später neu abgedichtet werden!
Meine Meinung: entweder du machst es richtig, also Dach frei, oder du lässt es bleiben, nur über die jetzt zugänglichen Stellen lackieren/lamieren bringt nichts. Aber wie gesagt, nur meine eigene Meinung.
Gruß Andreas

Kajakus am 11 Jan 2016 16:14:17

Hallo Lothar,
wenn die Funktion der Dachhaut, fest und dicht, noch einwandfrei ist, würde ich nur Lackieren, damit es "etwas" schöner aussieht.
Eventuell auftretende Blasen später einzeln Behandeln.
Dazu müssen natürlich einige Teile abgebaut werden, um Zugang zu bekommen.
Schöne Grüße,
Kajakus

Plottiwerk am 11 Jan 2016 16:55:38

Ich tendiere schwer zur Lackierung mit Epoxi hin, weil man da Grundierung und Lack in einem
Tag hinbekommt.
Die Deckel von den Dachluken sind schnell weggeschraubt, es bleiben dann
nur die Rahmen die aufliegen.
Die Dichtmasse um die Rahmen und an der Alueinfassung entlang mache ich weg und
werden nach der Lackierung neu gemacht, das kann ich gut.
Der Spoiler vorn ist nur aufgeklebt und wird gleich mitlackiert.
Die Solarpaneele müssen sowieso weg, weil ich sie höher setzen muss, ich wusste nicht dass
die eine Unterlüftung benötigen.
Doof ist nur dass die Dachbox auch runter muss, aber wenn ich mir innen die 21 Jahre
alte Abdichtung anschaue mache ich das gern, zudem kann ich den
vermutlich heftigen Biorasen darunter weg machen (im Kampf gegen die schwarzen Streifen)
Das Womo steht noch gut da und kam die letzten 7 Jahre immer
ohne Mängel durch den TÜV. Nur das Dach ist sch.....
Ja, ich freue mich auch schon auf die Arbeit, ich spüre jetzt schon den Rücken
und die Oberarme.
Grüße
Lothar

Plottiwerk am 11 Jan 2016 17:39:47

Die Dichtung um die Dachhaubendeckel habe ich selbst gemacht, die haben
mit dem Dach keine Verbindung.
Im Winter bestimme ich wann Zwangsentlüftet wird, durch das Fahrerhaus kommt
genug Luft rein.


Plottiwerk am 29 Jul 2016 21:37:12

Hallo,
erst einmal vielen Dank an Alle die in diesem Thread beigeholfen haben.

Und an Alle die so etwas vor haben, mit dem Schwingschleifer bekommt man die verkeimte
Struktur wieder sauber (Bild1), aber es bleiben auch nach dem Schleifen immer „kleine Gräben" die
der verkeimten Struktur folgen
Die GFK-Platte ist ganz schön hartnäckig, man darf ruhig mit Korn 60 oder 80 dran gehen.

Ich habe mich entschieden zur Lackierung mit der 2K Epoxiharz Grundierung und 2K Decklack.
Streichen und Rollen ist alles Krampf, man sieht es am (Bild3), die Oberfläche ist mit dem Decklack
zwar spiegelglatt aber nicht wirklich eben. Wenn ich weitermache, dann nur im Spritzverfahren.

Es macht saumäßig Arbeit, aber dafür ist die ausgebaute Dachluke jetzt wieder so jungfräulich
wie vor 20 Jahren und die Rollos laufen wieder wie am ersten Tag.









Grüße
Lothar

andwein am 30 Jul 2016 11:59:03

Eine Wahnsinnsarbeit! Hat aber einen großen Vorteil: Man sieht was man geschafft hat, und den Rest schafft man auch noch.
Toll, Andreas

JoFoe am 30 Jul 2016 12:07:11

Hallo,
ja Lothar mach weiter. :ja:

Plottiwerk am 30 Jul 2016 20:14:12

Vielen Dank für den Ansporn, das hilft, da sagt sogar der Rücken „komm ne Runde geht noch".

Aber Mist, zu spät angefangen, das wird heut nichts mehr, nicht trocken genug die Grundierung.

Abbruch, ne halbe Bier aufmachen



bis dann

Rockerbox am 30 Jul 2016 20:17:39

Geile Arbeit, Respekt!!!

JoFoe am 30 Jul 2016 21:00:51

Hallo,
aber das ist ja schon mal eine super Leistung. Und die nächsten paar Quadratmeter schaffst du auch noch. :ja: :ja: :ja:
Wir feuern dich auch weiterhin an. :lol:

Plottiwerk am 30 Jul 2016 21:09:45

Vielen Dank,
für diejenigen die das auch machen möchten muss ich noch was dokumentieren:

Ruhig einen großen Packen 60er Schleifpapier besorgen, für die kleine Fläche habe ich
fünf Scheiben gebraucht (oder das Baumarktzeugs taugt einfach nichts)

Beim Schleifen von GFK entstehen diese mikrofeinen Stacheln die so schön glitzern in der Sonne.
Das Sauzeugs wirkt wie Glaswolle wenn man schwitzt, wenn man nicht schwitzt kein Problem,
aber bei 28 Grad auf dem Dach......
Die Klamotten 10 min in den Trockner machen dass die wieder juckfrei werden.

Es geht einfach nichts über die Spritzlackierung. Mit den kleinen HVLP-Pistolen 0,8mm braucht
man zwar sehr lange, dafür produzieren die kaum Nebel und man kann mit niedrigem Luftdruck
arbeiten.

Die Paneele bekommen morgen höhere „Füße" damit darunter Luft zirkulieren kann.

Prost

JoFoe am 30 Jul 2016 21:13:35

Du wirst doch wohl beim Schleifen dieser Fasern eine Maske tragen ?

Plottiwerk am 30 Jul 2016 21:24:06

Nee Joachim,
der kleine Boschschleifer saugt den Abrieb gut in den Behälter, den musste ich zweimal leeren.
Dass die Mikros so schön glitzern in der Sonne habe ich erst zum Schluss gesehen als ich mit Druckluft das
Dach frei geblasen habe.
Dass ich für die eine Minute eine Maske benötige habe ich nicht dran gedacht, ich hab lieber die Mikros noch
zusätzlich in der Luft "abgeschossen" :D

Plottiwerk am 07 Aug 2016 18:41:14

Hallo Leute, habe fertig,
gleich vorweg, jedes Jahr möchte ich sowas nicht machen, es macht einfach richtig Arbeit,
aber dafür sind jetzt alle Dachlukenteile wieder sauber und
unter den Paneelen kann Luft zirkulieren.
Und die Rückenmuskulatur ist auch wieder fit, irgendwann wars sogar dem Rücken wurscht.

Jetzt hoffe ich dass die Grundierung mit Epoxidharz eine Zeit lang hält.







Moderation:Bilder repariert. Mantishrimp





Grüße
Lothar

bockpfeifscheisserl am 07 Aug 2016 18:43:32

Was für ein Unterschied... Glückwunsch zum 'neuen' Dach!

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