Hallo zusammen,
wir sind aus Frankreich zurück und wollte kurz eine Rückmeldung geben.
Wir sind über Saarbrücken nach Metz und hatten vor, in Pont a Mouson zu übernachten. Da dort jedoch ein Jazzfestival stattfand, sind wir auf Monthureux –sur-Saone ausgewichen. Dann weiter über Paris nach Les Andelys für 2 Tage. Nächste Etappe war dann Le Mont Saint Michel. Das Wetter war in der ersten Woche noch ziemlich durchwachsen, so sind wir weiter nach St. Pierre Quiberon und haben dort für weitere 2 Tage gestanden. Auch hier noch ziemlich durchwachsen vom Wetter, nicht richtig warm, aber auch nicht kalt. Leichter Nieselregen im Wechsel mit stärkeren Schauern. Wir haben dann entschieden, weiter Richtung Süden zu fahren, wie ursprünglich geplant. Ein kurzes Telefonat mit diversen CP auf der Ile de Ré machten unsere Hoffnung zunichte, alles ausgebucht die immer gleiche Antwort. Okay, dann eben mal die Ile de Oleron probieren und siehe da, wir hatten Glück. Für 7 Tage ginge es. Wir sind dann über La Rochelle (für 1,5 Tage, tolle Altstadt) gefahren. Tolles Wetter, tolle Gegend und toller Platz. Unser Sohn war begeistert und fand sehr schnell einige Kameraden zum spielen. Erstaunlich wie unkompliziert und einfach dieses von statten geht, zumal Nationalitäten keine Rolle spielen und mit 8 Jahren das Englische oder Französische nicht wirklich flüssig über die Lippen geht. Unser ursprünglicher Plan sah ja vor, weiter Richtung Arcachon zu fahren. Ab dem Wechsel vom Juli auf den August konnte man merken, wie die Zahl der Urlauber zunahm und dies von Tag zu Tag. Der CP Betreiber hatte uns abgeraten, weiter runter zu fahren, es würde noch voller und auch noch wärmer. Gut wir hatten inzwischen tolle 27 Grad im Durchschnitt und strahlenden Sonnenschein. Für uns völlig ausreichend. Nach weiterer Überlegung haben wir dann beschlossen, nochmals in die Bretagne zu fahren und dann über die Normandie zurück nach Deutschland.
So sind wir dann Richtung Lorient und Brest aufgebrochen, erste Stationen war La Bernerin-en-Retz und Pays de la Loire. Tolle Gegend, schöne Strände und Städte und immer noch tolles warmes Wetter. Dann sind wir weiter nach Concarneau. Beeindruckend wenn man über die Saint-Nazaire-Brücke fährt. Nach weiteren 2 Tagen mussten wir uns so langsam Richtung Heimat treiben lassen. Daher auf nach Honfleur, da aber alles voll, also über die Brücke (tolles Erlebnis, wobei die Saint-Nazaire-Brücke noch einen Tick beeindruckender war) und übernachtet in Saint-Jouin-Bruneval am Ölhafen. Alternative wäre ein SP in Cauville-sur-Mer direkt am Friedhof gewesen und da wir dort alleine waren, hat die Familie gestreikt. Dann Morgens nach Etretat. Da wir sehr früh unterwegs waren und es vom Ölhafen nicht weit nach Etretat ist, war die Stadt selbst noch relativ leer. Wir haben als erstes den SP angefahren, welcher kurz vor Ausfahrt der Stadt liegt. Komplett voll und einige WoMo´s standen bereits am Seitenstreifen. Also wieder zurück und nochmals quer durch den Ort. Inzwischen war dieser nun auch belebter. Man kann muss aber nicht durch Etretat mit dem WoMo fahren, leider die einzige Möglichkeit um zum Parkplatz zu kommen, er liegt am komplett anderen Ausgang /Ortseingang von Etretrat. Jedenfalls hatten wir Glück und einen Parkplatz gefunden. Man kann dort stehen für einige Stunden, abends wird die Höhenschranke wohl vorgefahren und man kommt mit dem WoMo nicht mehr raus. Ob man übernachten darf, ich glaube gelesen zu haben, dass es nicht erlaubt ist. Wir haben den ganzen Tag dort verbracht, gegen Mittag wird der Ort richtig voll, man kann kaum vernünftig laufen. Der Ort selbst und die Klippen sind beeindruckend. Leider ging unsere Zeit auch zu Ende und wir sind dann über Belgien (Übernachtung auf SP Maurage, direkt am Fluss) wieder nach Deutschland Richtung Berlin.
Insgesamt waren wir knappe 4.500 km und 3 Wochen unterwegs, haben versucht einen Kompromiss zwischen unseren Ansprüchen als Eltern und den unseres Kindes von 8 Jahren zu finden, ohne jeden Tag zu fahren und ständig die Plätze zu wechseln. Es ist toll jeden Tag was anderes zu sehen, aber auch sehr anstrengend und in der Haupturlaubszeit manchmal nervig. Die Lösung von 7 Tagen CP (mit den angebotenen "Luxus" von CP) und das Fahren davor und danach alle 2 Tage war okay. Wir haben eine Menge gesehen und es war unsere erste Zeit mit dem WoMo in dieser Gegend. Wir verstehen jetzt die viele Ratschläge und Tipps von euch besser. Wir haben viele nette Leute kennengelernt, mit vielen Franzosen viel Wein getrunken (erstaunlich wie schnell man sich auf einem CP am Grill näher kommt mit banale Sachen wie, welchen Fisch man grillt), aber auch die typischen Touristen getroffen und gesehen, die man nicht kennenlernen möchte. Das Land und auch die Regionen waren toll, viele Eindrücke und positive Erlebnisse, tolles Wetter (auch wenn es ganz anders sein kann, ich weiß) und vor allem ganz nette Einheimische. Es bestätigt sich immer wieder, so wie man in den Wald reinruft, so schallt es zurück. Wir werden definitiv wieder Frankreich ansteuern, als Urlaubsland mit WoMo perfekt, vor allem in Bezug auf die vorhandenen Infrastrukturen.
Danke an alle für die Tipps und Ratschläge. Und auch die
Reiseberichte hier im Forum sind eine echte Hilfe und Bereicherung, vor allem wenn man unterwegs ist und "Inspirationen" zur Route braucht, oder auch Tipps zu SP / CP.
Gruß Charon