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Finanzierung Wohnmobil auf der Messe


Trivett am 11 Jan 2016 11:31:56

Hallo, habt ihr schonmal ein Finanzierungsangebot direkt auf der Messe angenommen? Welche Erfahrungen habt Ihr damit gemacht? Würdet ihr es wieder tun?
VG

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Trivett am 11 Jan 2016 11:37:25

ups, bitte verschieben

Rudieins am 11 Jan 2016 12:19:35

Trivett hat geschrieben:Hallo, habt ihr schonmal ein Finanzierungsangebot direkt auf der Messe angenommen? Welche Erfahrungen habt Ihr damit gemacht? Würdet ihr es wieder tun?
VG


Hallo,

vielleicht sollte man auch überlegen, ob man ein Hobby überhaupt finanziert.

Ich habe das nie gemacht und bin gut dabei gefahren.

Gruß Rudi

Anzeige vom Forum


RichyG am 11 Jan 2016 12:53:03

Das ist doch keine Antwort auf die Frage!!!!!
:thema:
Richy

rolf51 am 11 Jan 2016 12:58:31

Hallo,
auf den Messen gibt es einen Hersteller, der Grundsätzlich mit Finanzierung verkauft. Die "P-Käufer" können eine Antwort geben.

barnie1234 am 11 Jan 2016 12:58:49

Hallo trivett,
ich würde mir zwar ein Angebot unterbreiten lassen, aber dann mit der Bank meines :( Vertrauens :( das Angebot vergleichen. Es ist durchaus möglich, das der Händler ein gutes Angebot unterbreitet da er ja verkaufen muss.

RichyG am 11 Jan 2016 12:59:04

Wenn nur derjenige ein Fahrzeug kaufen würde der es auch ohne Finanzierung bezahlen kann, wäre es schlecht um die gesamte Auto- und WoMoindustrie bestellt.
Aber zum Thema:
Ich denke schon, dass man eine gute Finanzierung auch auf der Messe erwischen kann. Man sollte sich halt gut auskennen und (wie beim Kauf an sich) vorher gut recherchieren. Wir wären vor einigen Jahren auch nicht in der Lage gewesen uns ein neues Mobil ohne Finanzierung zu leisten.
Richy

wolfherm am 11 Jan 2016 13:20:54

rolf51 hat geschrieben:Hallo,
auf den Messen gibt es einen Hersteller, der Grundsätzlich mit Finanzierung verkauft. Die "P-Käufer" können eine Antwort geben.



Bist du dir wirklich sicher? Fängt der besagte Verkäufer nicht mit G an?

jochen-muc am 11 Jan 2016 13:33:00

Wir haben beim Kauf unseres zweiten Gustl´s ein Finanzierungsangebot auf der Messe bekommen und auch abgeschlossen.

Das lief damals so ab, dass der Verkäufer bei Orangecamp gefragt hatte wie wir zahlen möchten und als wir ihm mitgeteilt haben, dass wir einen Teil finanzieren lassen werden, hat er jemanden angerufen der kaum 10 Minuten später am Stand war.

Mir ist dann bei der Abwicklung aufgefallen, dass solch "uniformierten" Herren ein paar auf er Messe verteilt unterwegs waren . Hatten alle eine knallgelbe Krawatte :D und standen auch bei diversen Händlern jeglicher Preiskategorie

Das Angebot war speziell auf Wohnmobile bzw KFZ Finanzierung zugeschnitten und hat auch durchaus flexible Dinge (Teilrückzahlung etc) beinhaltet.

Hat alles gepasst und nachdem wir zufällig gerade divesre andere Angebote noch im Kopf hatten, hat es sich auch als sinnvoll erwiesen.

Abwicklung war komplett nach 30 Minuten erledigt .

Diese Finanzierungsbank hat übrigens schon bei der Abholung sehr flexibel reagiert (weil wir mehr angezahlt hatten als ursprünglich vereinbart) und alles eingehalten was so zugesagt war.

campari am 11 Jan 2016 14:01:12

Wir waren gerade beim Händler unseres Vertrauens und haben uns Fahrzeuge zum Kauf angesehen.
Bei der Finanzierung hat er uns geraten noch bis zur Messe zu warten, da die Hersteller meistens zu dieser Zeit besondere
Finanzierungskonditionen anbieten.
Wir haben auf der Messe auch schon gesehen, dass die Hersteller zusätzliche Angebote haben, zusätzlicher "Schnickschnack" wie TV oder Navi, Lederlenkrad...
Natürlich brauchen wir nicht direkt auf der Messe bestellen, wir könnten auch das gewünschte Fahrzeug bei unserem Händler zu den gleichen Konditionen bestellen. Allerdings nur im Messezeitraum, vielleicht noch eine Woche später.
Vielleicht ist das aber auch nur möglich, da unser Händler auf den Messstand vertreten ist?

heino78 am 11 Jan 2016 14:06:00

Trivett hat geschrieben:Hallo, habt ihr schonmal ein Finanzierungsangebot direkt auf der Messe angenommen? Welche Erfahrungen habt Ihr damit gemacht? Würdet ihr es wieder tun?
VG


Jetzt kommt DIE Antwort, die immer passt... Kommt auf den Fall an... :roll:

Habe mich jetzt ca. ein halbes Jahr mit der Anschaffung und damit auch mit der Finanzierung meines Wohnmobil beschäftigt und bin - kurz zusammengefasst - zu folgenden Ergebnissen gekommen:

1. Die "Discounter" sind auf den ersten Blick günstig, dann kommen noch die Zusatzkosten (Überführung, Aussen-Innenreinigung, COC-Papiere) und schwupp sind mehrere Tausend Euro mehr fällig. Zusätzlich gibt es den günstigen Preis oft nur, wenn man das Fahrzeug finanziert, die Finanzierung ist dann aber relativ teuer, i.d.R. zwischen 5,99 % und 7.99 %, daran verdient dann der Händler natürlich noch ordentlich.

2. Viele Hersteller geben zu Messen neben den "Messepaketen" auch Messe-Finanzierungen raus. Bei Eura weiss ich das jetzt aus aktuellem Anlass, da sind es 2,99 %, wenn man über 25 % des Kaufpreises anzahlt und ist anläßlich der CMT als Sonderfinanzierung aufgelegt, ist aber jetzt nicht auf einen Kauf direkt auf der CMT beschränkt. Die Konditionen kann mal also auch jetzt schon bekommen. Bei anderen Herstellern wird es sicher ähnlich sein. Sonst liegt hier der Zins bei 4,99%.

3. Meiner Meinung nach ist die Hausbank nicht immer der beste Ansprechpartner, häufig unbeweglich und starr. Ein spezialisierter Kfz-Finanzierer (CarCredit, S-Kreditpartner, Santander, und wie sie alle heißen...) sind häufig pragmatischer und günstiger, so war es bei mir zumindest früher immer.

4. Zur Restkreditversicherung: häufig ist der Zins günstiger, wenn man eine RSV mit abschließt. Meine Meinung zur RSV: ist teuer, bringt der Bank eine Riesenprovision, dafür schließt die RSV fast alles aus... Außerdem: Warum soll ICH das Finanzierungsrisiko / Kreditausfallrisiko der Bank tragen??? :roll: :-o dafür kriegt sie Zinsen!!! Deswegen habe ich bei meinem letzten Auto eine Finanzierung mit RSV gemacht, einen Aktions-Zins von 1,99% bekommen und vor Ablauf der 30-tägigen RSV-Widerrufsfrist die RSV per Fax gekündigt. Das geht, RSV und Kreditvertrag sind zwei voneinander unabhängige Geschäfte.

5. Check24 und Co fragen alle die gleichen Daten ab, da lagen die Angebote bei mir zwischen 3,5 % und 5,99 %, muss man aufpassen, häufig ist dann doch nur ein KFZ-Finanzierung angeboten und eine Womo-Finanzierung dann doch ausgeschlossen.

6. Falls Du beim Händler das gleiche Finanzierungsangebot bekommst, wie woanders, frage ihn ruhig, ob er noch 100-200 € mit dem Preis runtergehen kann (natürlich freundlich 8) ), wenn Du bei ihm finanzierst und nicht woanders. Auch an einer 2,99%-Finanzierung verdient der Händler durch eine Prämie der Bank etwas Geld, nicht viel, im 0,..%-Bereich, aber er verdient ein paar hundert Euro.

Aber: habe hier im Forum ein paar schöne Signaturen gelesen, meine liebsten sind:

Geiz ist geil, Gier frisst Hirn
und
Das letzte Hemd hat keine Taschen

Das gilt auch hier...

Und: eine Finanzierung ist nichts anrüchiges, es heisst ja nicht, dass Du etwas nicht bezahlen kannst, sondern dass Du über die Raten bezahlen kannst. Wenn Du das nicht könntest, kriegst Du auch keine Finanzierung bewilligt, die Bank will das Geld ja auch nicht riskieren...

In diesem Sinne
Viel Spass beim Kaufen! 8)

pit02 am 11 Jan 2016 14:19:26

In einer Zeit wo kein Sparer mehr Zinsen erhält, dürften 8% Zins im Bereich Wucher liegen - wenn man die Wuchergrenze analog zur Zinssenkung betrachtet.
Sei es wie es will, allein die Zusatzkosten der Bedingung um die Kreditsicherheit sicherstellen zu können sind schon horrend hoch. Von der Haftpflicht über Diebstahlversicherung bis zu den Kosten einer Kreditausfallversicherung etc. dürfte doch noch einiges dazuzurechnen sein, nicht? :lach: Ganz zu schweigen von den üblichen Zugaben bei einem normalen Kauf. Preise sind ja vom Hersteller fixiert (wäre ja auch eine Form von Absprache), aber die Händler konkurrieren über Gratisdienstleistungen und anderen Möglichkeiten, was dann eben auch noch als "höhere Kosten" in die Berechnung einfliessen müsste.

jochen-muc am 11 Jan 2016 14:28:42

pit02 hat geschrieben:Sei es wie es will, allein die Zusatzkosten der Bedingung um die Kreditsicherheit sicherstellen zu können sind schon horrend hoch. Von der Haftpflicht über Diebstahlversicherung bis zu den Kosten einer Kreditausfallversicherung etc. dürfte doch noch einiges dazuzurechnen sein, nicht? :lach: G.


Das verstehe ich jetzt nicht ?

Die Kreditsicherheit wurde auf der messe innerhalb von 10 Minuten geprüft (war wohl einfach eine Schufa Abfrage) und wenn ich ein Neufahrzeug oder einen Jahreswagen kaufe sind die Versicherungen doch immer gleich hoch (weil die Vollkasko wird am Anfang doch auch ein Vollzahler abschließen) einzig die Kreditausfallversicherung kommt (wenn man das will) hinzu.

Und ähnlich wie Heino haben wir die auch abgeschlossen, einfach um hier kein Risiko einzugehen.


Übrigens um das nochmal klar zustellen :

Die Bank hat bei uns nicht zum Händler gehört, insofern war das auch nur begrenzt eine Möglichkeit zu handeln wegen dem Preis.
Wir hatten uns ja eh für einen der vorhandenen Jahreswägen entschieden konnten aber hier auch noch vernünftig handeln (Hängerkupplung für die Markiese + kleiner Aufpreis z.B. )

rolf51 am 11 Jan 2016 14:30:37

Hallo Wolfgang,

ja, du hast recht, Fängt mit "G" an!
:klatschen:

Trivett am 11 Jan 2016 14:38:01

Danke, für eure Antworten :)

Fiduca am 11 Jan 2016 15:49:08

4. Zur Restkreditversicherung: häufig ist der Zins günstiger, wenn man eine RSV mit abschließt. Meine Meinung zur RSV: ist teuer, bringt der Bank eine Riesenprovision, dafür schließt die RSV fast alles aus... Außerdem: Warum soll ICH das Finanzierungsrisiko / Kreditausfallrisiko der Bank tragen??? :roll: :-o dafür kriegt sie Zinsen!!! Deswegen habe ich bei meinem letzten Auto eine Finanzierung mit RSV gemacht, einen Aktions-Zins von 1,99% bekommen und vor Ablauf der 30-tägigen RSV-Widerrufsfrist die RSV per Fax gekündigt. Das geht, RSV und Kreditvertrag sind zwei voneinander unabhängige Geschäfte.

zur RSV muss ich folgendes sagen:
Der Ausfall des Kredites ist leider immer vom Kunden und nicht von der Bank zu tragen. Klar wenn die Bank kein Geld mehr holen kann, dann trägt diese das Risiko. Aber die RSV trägt dieses Risiko nicht.
Die RSV ist für folgende Punkte vorgesehen:
1. Zahlung der Raten bei längerer Krankheit
2. Tod des Kunden
3. nicht immer abgedeckt ( kommt auf den Vertrag an ) Arbeitslosigkeit.

Klar verdient die Bank da ordentlich Provision. Aber wenn ich ein Wohnmobil für sehr viele Tausend Euro finanzieren müsste, würde ich dies nur mit einer RSV abschließen. ( sofern keine anderen Absicherungen vorhanden sind )

Gruß

Reinhard

heino78 am 11 Jan 2016 17:16:07

Fiduca hat geschrieben:
Aber wenn ich ein Wohnmobil für sehr viele Tausend Euro finanzieren müsste, würde ich dies nur mit einer RSV abschließen. ( sofern keine anderen Absicherungen vorhanden sind )



Vielleicht war ich missverständlich oder zu dogmatisch... Das ist meine für mich (hoffentlich) beste Einschätzung und die Notwendigkeiten oder auch das persönliche Sicherheitsbedürfnis sind sicherlich sehr individuell. Ich wollte vielmehr den Tipp geben, dass man einen günstigen Kredit mit RSV abschließen kann und dann die RSV später widerrufen kann.

Trotzdem noch was zur RSV und wirklich nur als Anregung zur Beurteilung der RSV gedacht, das soll jetzt nicht besserwisserisch oder dogmatisch klingen:
Die RSV ist sehr umstritten, weil
- teuer
- viele Ausschlüsse (Suizid, Suchterkrankungen, psychiatrische Erkrankungen, Auschluß von Erkrankungen in 24 Monaten vor Abschluss)
- Befristete Leistung (z.B. bei Arbeitslosigkeit)

Siehe auch: --> Link

[*][*]Ganz heil ist die Welt des Onlinekredits allerdings auch nicht: Wie in der Filiale, versuchen viele Anbieter, den Kunden bei der Kreditaufnahme eine Restschuldversicherung unterzujubeln. Mal heißen sie "Schutzbrief", mal "Ratenschutz", mal "Restkreditversicherung", der vermeintliche Sinn ist aber immer derselbe: Wenn man seine Raten aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen nicht zahlen kann, soll die Versicherung einspringen. Bei vielen Kreditrechnern ist das Häkchen für eine solche Restschuldversicherung schon voreingestellt.

Hände weg von der Restschuldversicherung

Verbraucherschützer raten seit langem von solchen Versicherungen ab. Sie sind in der Regel total überteuert und wenn der Versicherte sie dann wirklich benötigt, verweigern sie oft die Zahlung: zum Beispiel falls eine Herz-Kreislauferkrankung Ursache für die Zahlungsprobleme ist. In Großbritannien sind solche Versicherungen direkt beim Kreditabschluss seit Jahren praktisch verboten. Britische Banken mussten in den vergangenen Jahren mehr als 20 Milliarden Euro für solch kundenunfreundliche Policen zurückzahlen.

Wir haben uns testweise Angebote eingeholt: Für einen 10.000 Euro-Kredit kostet die Restschuldversicherung in Deutschland oft um die 1500 Euro. Achten Sie beim neuen Kredit also darauf, dass Ihnen keine solche Versicherung untergeschoben wird.
Sollten Sie bereits auf ihren Bankberater reingefallen sein, dann lohnt es sich oft noch, die Versicherung im Nachhinein zu kündigen. Weil Sie die gesamte Versicherungsprämie im Voraus zahlen mussten, sie wird auf die Kreditsumme aufgeschlagen, können Sie den Anteil für die Restlaufzeit zurückverlangen.

Und jetzt mal ehrlich: mit welcher schwerwiegenden Erkrankung, die eine lange Arbeitsunfähigkeit begründet, benötigt man ein Wohnmobil? Fahre ich in Urlaub, wenn ich arbeitslos bin und nur Arbeitslosengeld bekomme? Ich denke, nur wenn man die Fragen positiv beantworten kann, ergibt die RSV (für mich) Sinn... Das Geld spare ich mir lieber, will aber niemanden "in etwas hineinreden"...
VG

ganderker am 11 Jan 2016 17:29:46

Rudieins hat geschrieben:vielleicht sollte man auch überlegen, ob man ein Hobby überhaupt finanziert.Ich habe das nie gemacht und bin gut dabei gefahren.
Gruß Rudi


hallo Rudi,
nur mal so ein Denkanstoß: hatte damals meinen VW-California finanziert, OBWOHL ich das Geld auf Festgeld hatte. Die Zinsen der Sonderaktion waren weit weit geringer, als ich damals (leider lange her) auf Festgeld erhielt. Wieder mal die Lebensweisheit: es gibt nicht nur schwarz/weiß :D :D

Tinduck am 11 Jan 2016 19:11:50

Würde auch von einer Restschuldversicherung abraten. Wenn man nicht voll-, sondern mit einer vernünftigen Anzahlung finanziert, bleibt die Restschuld ungefähr auf dem Niveau des Fahrzeugzeitwertes. Tritt dann der üble Fall der Zahlungsunfähigkeit ein, bleibt kein riesiger Schuldenberg übrig, wenn das Fahrzeug veräussert werden muss.

Eine nicht zahlende RSV (wegen der zahlreichen Haftungsauschlüsse, die bei Abschluss nie gross thematisiert werden) vergrössert sogar noch die Restschuld...

Und ja, wenn man nicht mehr zahlen kann, kann man meist auch nicht mehr mit dem Womo verreisen.

Leider verdienen die Versicherungen prima mit der Rundum-Sorglos-Mentalität der Deutschen.

bis denn,

Uwe

Reimobil am 14 Jan 2016 14:44:08

Bin ganz deiner Meinung Uwe !!! :top:

Rudieins am 14 Jan 2016 16:31:29

Hallo,

Kredite darf man nur für Häuser aufnehmen, sagen welche. Wo das Schulden machen hinführt, kann man an den vielen Privatinsolvenzen sehen. Wenn ich mit dem Auto zur Arbeit fahren muss, kann ich eine bescheidene Finanzierung des Autos verstehen, aber nicht für ein Hobby!

Ich habe fünf enge Freunde, die alle eine Privatinsolvenz hingelegt haben. Alle haben zu viel auf Kredit ausgegeben und wo dann die Einnahmen ins Stocken geraten waren, oder ganz ausfielen, es waren auch keine Rücklagen da, waren sie finanziell und teils auch familiär fertig. Uns hat das auch Geld gekostet, man möchte ja auch helfen. Sogar die Grouse Jagd in Schottland wurde finanziert. Damit man im Schnepfenclub mithalten kann.

Das gönne ich keinem und alle hätten das mit vernünftiger Haushaltsführung verhindern können.

Wer sein Wohnmobil nicht bezahlen kann, wie will er dann die Kfz-Steuer, die Versicherung, die Inspektionen und Reparaturen, neue Reifen usw. bezahlen, auch wieder Kredite aufnehmen? Auch das Unterwegs sein kostet Geld.

Man kann privat nur das Geld ausgeben, was man hat, alles andere ist in meinen Augen unseriös.

Gruß Rudi

Dembinski am 14 Jan 2016 16:41:20

Rudi,
Wenn man einen Kredit aufgenommen hat, heißt das noch lange nicht, dass keine Rücklagen mehr da sind. Klar wird es immer welche geben, die nicht rechnen können oder aus was für Gründen auch immer über ihren Verhältnissen leben.
Wer keine Rücklagen hat, braucht sich kein Womo kaufen, ich denke das wird 99% der Käufer klar sein. Klar kann immer mal was passieren, so ein womo hat aber bei guter Pflege auch einen guten wiederverkaufswert.

RichyG am 14 Jan 2016 16:48:08

Hallo Rudi,
Dein Beitrag ist auch beim zweiten Mal keine Antwort auf die Eingangsfrage.
Es gibt viele gute Gründe ein Wohnmobil zu finanzieren oder auch zu teilfinanzieren. Oder eben auch nicht. Ob Du dies nun gut findest war und ist nicht die Frage. Die Antwort mußt Du schon jedem selbst überlassen. Wer sagt denn, dass ein Kredit für ein Haus sinnvoller ist. Wenn Du dieser Meinung bist, heißt dies noch lange nicht, die anderen machen es verkehrt.
Es gibt viele Menschen, denen diese Art zu leben ein Kredit wert ist. Und ich kann sie gut verstehen! Nicht alle leben nur für die Zukunft. Viele leben das Hier und Jetzt. Belehrungen in dieser Richtung sind hier m.E. fehl am Platz.
Schönen Gruß
Richy

RichyG am 14 Jan 2016 16:49:29

Im übrigen habe ich viele Freunde, von denen noch kein einziger eine Privatinsolvenz hingelegt hat :mrgreen:
Richy

Tinduck am 14 Jan 2016 17:08:08

Rudi kann anscheinend nicht zwischen Finanzierungen, die für einen gewissen Gegenwert stehen (primär Immobilien, aber auch andere hochwertige Dinge wie eben Wohnmobile und mit Abstrichen auch Autos) und Finanzierung von Konsum und Blenderkram (Fasanenjagd in Schottland oder allgemeiner gehalten, Urlaubsreisen und Konsumartikel) unterscheiden... oder möchte es nicht, bis auf die Immobilien.

Die Frage ist immer, was passiert, wenn ich nicht mehr zahlen kann.

Habe ich einen überbordenden Lebensstil finanziert, bleiben die Schulden an mir kleben. Für solche Leute finde ich eine Privatinsolvenz viel zu gnädig, die sollte für unverschuldete Notlagen reserviert sein (Krankheit, Tod des Hauptverdieners etc.).
Habe ich vernünftige (!) Immobilien oder eben ein Womo oder Auto mit ausreichender Anzahlung finanziert, kann es im Notfall ohne oder mit kleiner Restschuld verkauft werden, allein deshalb wird man dann kaum in Privatinsolvenz müssen.
Bei deinen angeführten Beispielen, Rudi, würde ich neue Freunde empfehlen... sorry.

Immer eine Frage der Verhältnismässigkeit.

bis denn,

Uwe

Rudieins am 14 Jan 2016 17:49:42

Tinduck hat geschrieben:Bei deinen angeführten Beispielen, Rudi, würde ich neue Freunde empfehlen... sorry.

Immer eine Frage der Verhältnismässigkeit.

bis denn,

Uwe


Hallo Uwe,

nein, eben nicht. Freundschaft kann man nicht einfach so beenden, wenn da kein Geld mehr ist. Das wäre schäbig.

Gruß Rudi


ps. mit einem Ehepaar, beide in Privatinsolvenz sind wir seit 1970 befreundet (Grouse Jagd in Schottland), mit dem anderen Ehepaar seit 30 Jahren, RA und Notar, Alzheimer im Alter von 50 Jahren.

Discooooo am 14 Jan 2016 18:10:58

Tinduck hat geschrieben:die sollte für unverschuldete Notlagen reserviert sein (Krankheit, Tod des Hauptverdieners etc.).


Na Uwe, dann gehen die Privatinsolvenzen aber um mindestens 98 % zurück ;)

Man darf hierbei nicht vergessen, dass die Insolvenz nicht primär die Aufgabe der Entschuldung hat, sondern die gemeinschaftliche Befriedigung der Gläubiger. Somit profitiert die Gläubigergemeinschaft sogar von einem Insolvenzverfahren, anstelle des sonst vorherrschenden Rechts des Schnelleren (bei der Pfändung).

Die Restschuldbefreiung bei natürlichen Personen ist dabei nur ein "angenehmer Nebeneffekt" für eben diese, der mit 3, 5 oder 6 Jahren mehr oder weniger starker Gängelei und teilweise nicht unerheblichen Konsequenzen verbunden ist, also dem gemeinen Schuldner (also nicht gemein im Sinne von - gemein ;)) zumindest offiziel nicht gänzlich geschenkt wird. Das allerdings auch die zwegatsche "Einen falschen Furz und sie sind raus aus dem Verfahren!"-Aussage meist nicht zutreffend ist, steht auf einem anderen Blatt Papier...


Man muss Finanzierungen einfach extrem differenziert sehen - wenn ich irgendwo zu 0 % finanzieren kann und das Geld gleichzeitig irgendwo anders für 0,25 % anlege, dann habe ich über die Laufzeit der Finanzierung schlichtweg Geld gut gemacht. Wenn ich jedoch auf Teufel komm raus finanziere, obwohl meine finanzielle Situation ohnehin schon mit der heißen Nadel gestrickt ist und ich mir eigentlich keine defekte Waschmaschine leisten könnte, dann ist das der falsche Weg (vollkommen egal, ob ich ein Haus, ein Wohnmobil, eine Reise oder einen Fernseher finanziere) und dieser führt über kurz oder lang in eine Situation mit einem großen roten Bindestrich vor der Zahl auf dem Konto - man sagt nicht umsonst, das man mindestens irgendwas zwischen 2 - 5 Nettogehältern als Rücklage irgendwo verfügbar, oder zumindest kurzfristig liquidierbar haben sollte - ein finanziertes Wohnmobil ist das aber eben genau nicht (also eine ziemlich verlustreiche "Geldanlage").

Ich bin jedenfalls auf der CMT wieder gespannt, wie oft man die Frage hört, oder das Gegenüber auf 120, oder doch lieber auf 150 Monate finanzieren möchte - da rollen sich mir die Fußnägel hoch...

Tinduck am 14 Jan 2016 19:36:04

Aber dafür bekommt man doch noch 1000 Euro Rabatt, wenn man finanziert! Wie soll man das ausschlagen... :D

Wer ist eigentlich auf diese kranke Idee gekommen... das zeigt ja nur zu deutlich, dass da im Hintergrund viel zuviel über Provisionen läuft, genau wie bei Bausparverträgen, Versicherungen... man könnte wahrscheinlich viel Unheil von Lieschen Müller abwenden, wenn Verkaufsprovisionen ungesetzlich wären und die Verkäufer einfach nur von (vernünftigen) Gehältern leben würden.

Träum...

bis denn,

Uwe

mafrige am 14 Jan 2016 23:04:40

Trivett hat geschrieben:Hallo, habt ihr schonmal ein Finanzierungsangebot direkt auf der Messe angenommen? Welche Erfahrungen habt Ihr damit gemacht? Würdet ihr es wieder tun?
VG


Hallo Trivett,

ob man ein Kredit-Finanzierung annimmt, ist eigentlich nur ein Rechenbeispiel:
a) Zinssatz + Zusatzgebühren wie RSV u. a. = Gesamtkosten des Kredits / durch die Laufzeit = Kreditkosten / Jahr
b) Jetzt muss man nur überlegen, wie hoch die Preissteigerung / Jahr für seine Marke ist (da gibt's Unterschiede)
c) Jetzt einfach rechnen b - a = Plus (die Preissteigerung war höher als deine Kreditkosten) du hast alles richtig gemacht - Glückwunsch und hast dein Wohnmobil viele Jahre früher (man weis ja nie wie das Schicksal zuschlägt). 8)
Achtung, nur wenn die Differenz zwischen Kreditkosten / Jahr und Preissteigerung / Jahr zu groß ist, sollte man warten, aber im Moment sind die Zinsen noch niedriger als die Preissteigerung.
Also warum warten, Geld und Spaß (Wohnmobil) verschenken?

Dembinski am 14 Jan 2016 23:07:46

...hat schon lange nichts mehr mit der eigentlichen Frage zu tun...

mafrige am 14 Jan 2016 23:14:30

Dembinski hat geschrieben:...hat schon lange nichts mehr mit der eigentlichen Frage zu tun...


Will sagen, dass nur die Kreditkosten wichtig sind, egal wo oder von wem !!! (Messe, Bank, Sparkasse, Tante oder Opa). :wink:

thomas56 am 14 Jan 2016 23:49:52

mafrige hat geschrieben:Also warum warten, Geld und Spaß (Wohnmobil) verschenken?

Die Denke ist grundlegegend nicht verkehrt, du nimmst den Genuss sofort!

Wenn jedoch der Verdienst des Haupternährers durch irgendeinen dummen Zwischenfall ausfällt, kann eventuell die gesamte Familie zerbrechen!

RichyG am 14 Jan 2016 23:57:03

Ja, das Leben ist voller Gefahren und endet immer tödlich!
Richy

mantishrimp am 14 Jan 2016 23:57:45

Hallo,

Moderation:so langsam sollten wir mal wieder zur Ausgangsfrage (siehe unten) zurückkehren
Mantishrimp



Trivett hat geschrieben:Hallo, habt ihr schonmal ein Finanzierungsangebot direkt auf der Messe angenommen? Welche Erfahrungen habt Ihr damit gemacht? Würdet ihr es wieder tun?
VG

mafrige am 15 Jan 2016 00:03:59

mafrige hat geschrieben:Also warum warten, Geld und Spaß (Wohnmobil) verschenken?

thomas56 hat geschrieben: Die Denke ist grundlegegend nicht verkehrt, du nimmst den Genuss sofort!

Wenn jedoch der Verdienst des Haupternährers durch irgendeinen dummen Zwischenfall ausfällt, kann eventuell die gesamte Familie zerbrechen!

Darum sollte man eine Risiko-Ausfall-Versicherung ruhig mit einrechnen.
Niemand hat etwas davon 6 Jahre zu sparen und der Preis hat sich in der Zwischenzeit um 4%/Jahr erhöht , bei einen Zinssatz von 2,9 %!
Wer so gekauft hat, spart gegenüber den Sparermodell, sogar 1,1 % /Jahr in diesen Beispiel.
Er bekommt gegenüber dem Sparer also Geld zurück, so verrückt das auch ist und hat 6 Jahre lang mehr Spaß.
Natürlich sollte man seinen Versicherungsschutz seinen Bedürfnissen anpassen (RSV, Vollkasko, ...)

Gast am 15 Jan 2016 09:39:31

Beim Abschluss einer Risikoausfallversicherung bitte peinlichst das Kleingedruckte lesen. Ansonsten kann es zu unangenehmen Überraschungen kommen.
War die Tage eine Sendung im TV, die sich mit dem Thema befasst hatte.
Ich weiß aber nicht mehr welche Sendung es war.
Gruß
Helmut

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