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Liebe Wohnmobilisten und speziell liebe Kastenwägler,
mein Name ist Jakob und ich bin von Beruf angestellter Architekt .
Ich denke seit mehreren Monaten an der Anschaffung eines WoMos herum und bin jetzt an einem Punkt, an dem ich Eure Unterstützung brauche:
Ich wohne im schönen Dillingen a. d. Donau, wurde aber von meinem Arbeitgeber ins nicht ganz so schöne München entsandt. Der Einsatz ist befristet, aber keiner weiß wie lang. Mir sind 135 km bzw. 1,5 Stunden (wenns gut geht, aber wann geht’s im Großraum München mal gut?) für eine Strecke fürs tägliche Pendeln zu weit. Deshalb wohne ich nun seit einem Jahr für günstige 30 € / Nacht in einem mäßig gemütlichen Gasthof. Weil mein Arbeitgeber, ähem, „sparsam“ ist, darf ich den Spaß selbst bezahlen und muss darauf warten, dass Herr Schäuble mir das Geld wieder gibt. Inzwischen sieht mein Auto aus, als würde ich drin wohnen, weil aller möglicher Krempel drin angesammelt hat, den ich jeden Montag zur Hebung meiner Bequemlichkeit in den Gasthof und Freitags wieder hinaus trage.
Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass mich dieser oder ein anderer Arbeitgeber auf Deutschlandtour z. B. als Bauleiter für Windparks schickt. Da kommen dann schnell ein paar tausend Kilometer zusammen und man hat keinen richtigen Schreibtisch für die anfallende Büroarbeit.
Außerdem besuche ich mehrere Veranstaltungen, die unter freiem Himmel stattfinden. Bisher habe ich da immer im Zelt geschlafen. Aber am Ende meines fünften Lebensjahrzehnts mach mir das trotz Feldbett mit Isomatte keinen Spaß mehr, wenns regnet oder die Temperaturen abstürzen. Davon abgesehen habe ich zu diesen Veranstaltungen immer so viel Ausrüstung und Gepäck, dass mein Mittelklassekombi richtig vollgestopft ist.
Schließlich möchte ich wieder mehr ins Blaue wegfahren, ohne mich um Hotelbuchungen zu kümmern. Aber eben nicht mehr mit dem Zelt.
Also wurde aus dem Spruch „Ich kaufe mir ein Wohnmobil“ langsam Ernst. :D Nach dem Studium diverser Hersteller- und Händlerseiten und den einschlägigen Börsen habe ich eine ziemlich genaue Vorstellung, was ich will und was nicht.
Ich möchte das Fahrzeug als Büro- und Wohnmobil verwenden. Daraus ergeben sich folgende Anforderungen:
Festbett für 1 Person. Nach allem, was ich gelesen habe kommt für mich mit 1,82 m ein Querbett wohl noch in Frage.
Toilette. Keine Toilette ist einfach sch..., wenn man auf einem Acker auf der Schwäbischen Alb steht und ein nächtlicher Spatengang macht keinem Spaß.
Waschgelegenheit. Reicht da evtl. die Spüle?
Kochgelegenheit. Zwei Flammen reichen sicher.
Kühlschrank.
Sitzgelegenheit für 3 – 4 Personen mit relativ großem Tisch für Besprechungen.
Stellplatz für eine kleine Druck-, Fax-, Scankombination. Das Notebook kommt auf den Tisch.
Hilfreich, aber nicht überlebenswichtig:
Eine Dusche wegen Autarkie und so. Außerdem ist es hilfreich, wenn man Vormittags unter brennender Sonne auf dem staubigen Acker steht und nachmittags im kleinen grauen in einer Runde hochbezahlter Schlipsträger sitzen muss.
Eine gewisse Autarkie, weil nicht jeden Tag ein Campingplatz angesteuert wird.
Neben den normalen Stromverbrauchern benötige ich tagsüber Strom für Notebook und
Druckkombi, evtl. noch einen Router und Nachts für ein Atemgerät, weil ich Schlafapnoiker
Gaaanz toll wäre Allrad, aber ich fürchte, das passt nicht ins Budget.
Wenn ich ein WoMo kaufe, wird es mein einziges Fahrzeug sein und somit mind. 30 – 40 tkm durchs ganze Jahr gefahren werden.
Ich möchte gerne einen KaWa (da musste ich kurz überlegen. Ich kannte die Abkürzung bisher nur von einem Motorrad ;)). Sowas habe ich schon gefahren und kann damit auch in der Stadt umgehen. Wenn ich Alkoven über die windige Autobahn schwanken sehe, wird mir schon vom zuschauen schlecht. TIs und VIs kenne ich nicht gut, aber diejenigen, die ich gesehen habe, machten auf mich einen breiteren Eindruck, als KaWas. Ich bin ein paar Mal mit Koffern herumgefahren. Das fand ich nicht wirklich entspannend. Hinterradantrieb kommt für mich nur mit sehr guten Argumenten in Frage. Ich habe da schlechte Erfahrungen aus dem PKW-Bereich.
Achtung, jetzt kommt der Kracher: Nicht alle Architekten sind reich. Alles in allem kann ich wohl 10 T€, vielleicht 20 T€ aufbringen. Mir ist bewusst, dass man dafür entweder ein (sehr) altes Fahrzeug oder Eins mit sehr viel Kilometern bekommt. Ich tendiere zu älter mit wenig km und einem möglichst guten Pflegezustand („Rentnerauto“)
Daher meine Fragen:
Welche Hersteller sind in diesem Segment zu empfehlen?
Habe ich irgendwo einen grundsätzlichen Denkfehler?
Habe ich was vergessen?
Vielen Dank für eure Konstruktiven Antworten und entschuldigt die Länge des Beitrags.
Hallo Jakob! Ganz schön viel Anspruch für relativ geringes Budget.Ein Auto für Dein Anforderungsprofil wirst Du sehr selten finden. Beim Antrieb wirst Du das nehmen müssen, was Dein Wunschmobil halt hat.Beim Sprinter halt HA z.B..Ganz großes Thema bei älteren Kawas ist Rost z.B.. Du solltest kein Konzept(Alkoven/TI/VI/Kawa) erstmal ausschließen nur weil Du auf der Autobahn einen schwankenden Alkoven gesehen hast.Du solltest mal div.Händler aufsuchen, um ein Gefühl für die einzelnen Konzepte zu entwickeln.Messebesuche bieten sich da auch an.CMT in Stuttgart z.B.Termin ist demnächst.Dann mal mieten über einen etwas längeren Zeitraum, ob überhaupt Dein Plan so umsetzbar ist, wie Du ihn haben willst bzw..notwendig ist. Schwierig...... Schönen Sonntag erstmal.Uwe
Ewigreisender am 17 Jan 2016 02:55:30
Hallo Uwe, danke für Deine Antwort.
Deshalb frage ich ja nach. Ich habe halt nur Erfahrung mit PKWs und Transportern zwischen 3,5 und 7,5 to.
Bei den Alkoven stimmt mich halt die große Windangriffsfläche auf allen Seiten skeptisch. Bei VI und TI habe ich etwas Bedenken wegen der Breite, wenn ich damit auch im Stadtverkehr unterwegs bin. Aber das dürfte bei entsprechender Gewöhnung vielleicht auch nicht soo die Rolle spielen.
Der HA ist ja möglicherweise gar nicht so problematisch, weil das Gewicht ja anders verteilt ist.
Welche Fahrzeuge der letzten 20 Jahre sind den besonders rostanfällig und welche eher nicht?
Anzeige vom Forum
Gast am 17 Jan 2016 04:19:31
Hallo Jakob,
soll es ein fertiges Mobil sein oder kann Du auch einen KaWa selber ausbauen.
Würde an deiner Stelle ein KaWa favorisieren, denn ich denke mal das wenn Du Strecke machen musst, das möglicht zügig ...
Wenn Du selber ausbaust hast Du alle Möglichkeiten offen, um Installation einfach zu halten würde ich eine Diesel-Heizung und Spirituskocher nehmen, so sparst Du dir die GAS_Installation.
Bei deinen E-Versorgung wird es anspruchsvoller, da solltest Du Akku-Kapazitäten 200-600 Ah einplanen, das Dach mit Solar voll machen, kann man ja erst mal klein anfangen. Also Sparsam mit den Dachluken oder ganz weg lassen ... Zur Not nimmt man ein Stromgenerator mit.
Das Bett kann man als Doppelstock Bett bauen oder einfach und man verwendet den Bereich über / unterm Bett als Stauraum ...
Wenn man nicht so hohe Ansprüche hat kann man so ein Ausbau mit Pappelholz recht kostengünstig umsetzen, quadratisch, praktisch, einfach.
Tinduck am 17 Jan 2016 09:35:49
Bei Deinem Anforderungsprofil kam mir sofort der Gedanke 'Alkoven mit Hecksitzgruppe', auch wenn der seitenwindempfindlicher ist als ein Kawa. Vorteile:
- Viel Platz an der Sitzgruppe für Besprechungen und fürs Arbeiten, aber auch zum abendlichen entspannen - Wenn der Business-Besuch kommt, einfach den Vorhang vor dem Alkoven zuziehen und der Privatbereich ist mit wenig Aufwand aus dem Sichtfeld, wirkt etwas professioneller - Bei der benötigten Batteriekapazität fürs frei stehen und das Beatmungsgerät brauchst du wahrscheinlich 2-3 fette Akkus und eine grosse Solaranlage, beides ist im Kawa schwierig wegen beschränktem Platz und Dachfläche
Das ergibt auch einiges an Gewicht, und Dein Gepäckbedarf wird nicht klein sein, du möchtest ja schliesslich in dem Wagen wohnen und fährst nicht nur ans Mittelmeer in Urlaub. Die meisten Kawas sind auf 3,5 Tonnen limitiert, da soltest Du genau prüfen, ob Du damit hinkommst.
Ich bin eher Alkovenfan (merkt man das? :D ) und würde Dir zu einem gebrauchten, älteren Alkoven mit Hecksitzgruppe raten, vielleicht ein alter, kleinerer Phoenix oder so. da landest Du aber dann über 3,5 Tonnen, was meiner Meinung kein Problem ist, aber da gibt es auch andere Anschauungen. Ich für meinen Teil würde nicht in einem recht engen Kawa wohnen wollen, wenn man viel Zeit im Wohnmobil verbringt, fände ich das zu beengt.
bis denn,
Uwe
mercurius46 am 17 Jan 2016 10:18:33
Hallo Jakob,
einen wichtigen Aspekt hast Du bisher völlig ausser Acht gelassen: das Finanzamt! Sobald das Fahrzeug auch private Nutzung zulässt (z.B. wegen Markise, Stauraum für Campingmöbel usw.) wird es nur schwer als "berufsbedingt" anerkannt.
Also: vorher (!) Steuerberater konsultieren!
PS: Mit einem Kastenwagen wird Du mit Deinen Vorgaben ohnehin nicht weit kommen...
Gast am 17 Jan 2016 10:58:51
hallo jakob,
schau mal --> Link die bauen dir, was du brauchst, inklusive büroeinheit. als wir unseren abgeholt haben, haben wir uns sowas in deine richtung angeschaut für einen reisenden geschäftsmann.
sprinter kannst du unterboden versiegeln. dann ist ruhe.
grüsse espumas
ps: schau mal sprinter, crafter mixto (scheiben an er seite und/oder hinten dazu)
teuchmc am 17 Jan 2016 11:28:23
Moin espumas!Die Angebote in Deinem Link passen aber nicht wirklich zum aktuellen Budget.Ein in der Größe brauchbares und HALTBARES Basisfahrzeug ist ja m.M. nach mit min.(ganz viel Glück!!!) 15 tEu anzusetzen.Schon 5000 über Anfangsgebot und nur noch 5000 übrig wenn man das EVTL.Max.-Budget in Ansatz bringt. Ein Alkoven wird wohl bei dem benötigten Platzbedarf die Option sein,welche evtl.mit dem Budget machbar ist. Sonnigen Sonntach erstmal allen.Uwe
DUC54EB am 17 Jan 2016 11:28:51
Hallo Jakob, selbstbau habe ich auch gemacht. Da kann man seine Ideen verwirklichen aber wenn du keine Zeit oder Lust hast hier ein --> Link oder --> Link Gruß Hans
Gast am 17 Jan 2016 11:51:45
Moin Jakob,
willkomen im Forum! :)
Das erste was mir beim Durchlesen Deines Beitrags auffiel: Dein Arbeitgeber ist ein knickeriger Sack, wenn er nicht mal die Übernachtungen zahlt! :evil:
Das zweite: Kastenwagen unbedingt, Du kannst ja schliesslich Deine Besprechnungen nicht in einer Weissware abhalten, wie sieht denn sowas aus!?
Das dritte: Du kannst auch nicht mit einer gammeligen alten Kiste aufkreuzen, das sieht genauso grenzwertig aus. Mein Vorschlag: nimmt die 10k € als Anzahlung und lease einen fertig ausgebauten Kastenwagen Deiner Wahl. Wenn die Leasingraten dem entsprechen, was Du monatlich etwa für die Übernachtungen abdrückst, dann rechnet sich das einigermassen. Der vorherige Gang zum Steuerberater bzw. zum Finanzamt ist natürlich Pflicht!
Gast am 17 Jan 2016 12:07:36
Also die Kombination von Kastenwagen und Sitzgelegenheit für 3-4 Personen und großem Tisch kann man fast schon ausschließen. Selbst bei einer Volldinette sitzt man mit 4 Erwachsenen recht beengt und der Platz um Unterlagen, Pläne auszubreiten ist auch zu klein. Da geht nur halbwegs anständig in einer Hecksitzgruppe und von daher geht der Vorschlag von Tinduck durchaus in die richtige Richtung, mit einem Alkoven dürfte sich das noch einigermassen kompakt darstellen lassen. Es gibt (oder gab) auch Kastengrundrisse mit (kleiner) Hecksitzgruppe, aber da ist dann wieder Umbau zum Bett angesagt. Also da wäre m.E. die Grundsatzfrage zu klären, in dem Zusammenhang auch: wenn dein Arbeitgeber verlangt - so verstehe ich das - das du mehr oder weniger auf eigene Kosten einen örtlichen Besprechungsraum vorhälst (wo finden die Besprechnungen sonst statt?) sich eigentlich auch daran beteiligen müsste :D Wenn die Besprechnungsmöglichkeit nicht sein muss, halte ich bei deinem Anforderungsprofil (mind. 30 - 40.000 km im Jahr) einen Kasten für ausreichend und geeigneter, da der sich schon etwas zügiger bewegen lässt und im Alltagsbetrieb praktischer ist. Nur beim Budget solltest du etwas nachbessern , du fährst schon (im Verhältnis zu einer normalen Womo-Nutzung) recht viel und brauchst ein absolut zuverlässiges Fahrzeug.
Kai
Flatus am 17 Jan 2016 12:10:39
Hallo
Ich mache das seit vielen Jahren genau so, wie du es vorhast. Mein 5,65m Sprinter hat einen grossen Tisch (70x1,10) mit fünf Sitzplätzen im Heck, den ich nachts zum Bett umbauen kann. Dazu eine eher kleine Küche und ein grosses Bad (Dusche 70x1,00). Arbeiten im Kastenwagen geht gut, allerdings fressen die Computer recht viel Strom, so dass ich ohne eine Solaranlage wohl nicht über die Runde käme. Der Sprinter ist sparsam und lässt sich dank seiner geringen Abmessung auf den Baustellen problemlos zu parken.
Gruss Flatus .
Ewigreisender am 17 Jan 2016 17:15:11
Hallo zusammen,
zunächst einmal finde ich es TOLL wieviel qualifizierte Reaktionen man als Neuling in diesem Forum bekommt. Da habe ich in anderen Themenforen anderes erlebt. Vielen Dank dafür!
Nun zu den einzelnen Antworten: Rahmenbedingungen: Meine Chefschaft ist der Meinung ich könnte doch tagespendeln, am besten noch mit Öffentlichen (2,5 Std. eine Strecke) :wall: Das mit der Besprechungsecke muss ich etwas relativieren. Mein Chef erwartet das nicht von mir. Aber es steht nicht auf jeder Baustelle ein Besprechungscontainer zur Verfügung und Besprechungen um die Motorhaube sind Mist.
Selbstausbau: Habe ich drüber nachgedacht und und es reizt mich auch. Aber ich habe leider weder die Zeit darauf zu warten, bis ich fertig bin, noch den Platz dafür. Außerdem traue ich meinen handwerklichen Fähigkeiten nicht so weit. Aber wenn ichs mache, dann baue ich einen Koffer aus :D :D
Alkoven vs Kawa: Das scheint mir eine Glaubensfrage zu sein. :? Ich tendiere wegen Geschwindigkeit und Wendigkeit eher zum KaWa. Wenn man allerdings mal mit bei mobile.de schaut stehen die Alkoven relativ weit vorn. Ich hab da auch keine Problem mit Weißware.
Strom: An eine Solaranlage oder ein Stromerzeugeraggregat (bei der Bundeswehr nannten wir sowas "Moppel") habe ich auch schon gedacht. Das Atemgerät hängt an einem 12 V Trafo und es gibt Adapter zum Anschluss an Batterien.
Steuer / Finanzamt: Guter Punkt, aber da ich nicht Selbstständig bin und ja wirklich mit dem Ding in Urlaub fahren will, weiss ich, dass da wohl nicht viel zu holen sein wird.
an Flatus: Magst Du mir etwas mehr über Deinen KaWa schreiben?
Tinduck am 17 Jan 2016 18:57:57
tztz2000 hat geschrieben:Das zweite: Kastenwagen unbedingt, Du kannst ja schliesslich Deine Besprechnungen nicht in einer Weissware abhalten, wie sieht denn sowas aus!?!
Ist zwar nur meine Meinung, und ich bin ja auch nicht der grosse Weissware-Fan, aber ich finde, ein gepimpter Klempnerbomber wird die Geschäftspartner auch nicht stärker beeindrucken, schon gar nicht, wenn man alle mit dem Schuhanzieher in die Sitzgruppe bugsieren muss :D
bis denn,
Uwe
Flatus am 17 Jan 2016 19:39:19
Ewigreisender hat geschrieben:an Flatus: Magst Du mir etwas mehr über Deinen KaWa schreiben?
Mein Sprinter hat im Heck seitlich eine etwa 1,50/2,20m lange Sitzbank und dazwischen eine schwenkbaren Tisch. An dem arbeite ich am liebsten bei geöffneter Hecktür. Da habe ich den Blick ins Grüne, wie vom Balkon. Hinter dem Fahrerhaus habe ich eine Trennwand mit Schiebetür. Das ist sehr praktisch, da so die Hitze, Kälte und der Strassenlärm vorne bleibt; und über Nacht die Frontscheibe nicht beschlägt. Vorne links sind das Bad, der Schrank und die Küche. Gegenüber, da wo eigentlich die Schiebetür wäre, ein kleiner Frühstückstisch mit zwei Sitzen. Den brauchen wir aber mehr als Abstellfläche, als zum Arbeiten, wofür er ursprünglich gedacht war. Unser Sprinter hat keine seitliche Schiebetür, wir steigen meist übers Hecke ein. Nur bei Regenwetter über die Beifahrertür, damit das nasse Zeug vorne abgelegt werden kann.
Der „Trick“ um viiiiel Platz in einem kleinen Sprinter zu bekommen, ist die Doppelnutzung. Der grosse Tisch im Heck ist zugleich auch unser Bett. Wir müssen jeden Morgen und jeden Abend etwa 2 Minuten unserer Freizeit investieren, um das Bett zu der Sitzgruppe umzubauen. Und andersrum. Wenn wir uns mit dem kleinen Tische begnügen – nicht, dann kann das Bett bleiben.
Im Sommer arbeite ich ab und zu im Sprinter; zuhause und wenn ich unterwegs bin. Im Winter ist es mir zu blöd, da arbeite ich lieber zuhause oder in Marokko, Türkei oder Zypern. Früher machte ich mit dem Sprinter auch Baustellenbesuche, aber jetzt nicht mehr. Jetzt habe ich Leute wie dich, die ich hinschicken kann...
Gruss Flatus .
Gast am 17 Jan 2016 20:42:02
Hoi Flatus,
hast Du Deinen Sprinter selbst ausgebaut oder ist der Kasten von einem Ausbauer? Nach Deiner Beschreibung könnte das Fahrzeug von Kaiser in Stans sein.
Flatus am 17 Jan 2016 20:44:25
tztz2000 hat geschrieben:Nach Deiner Beschreibung könnte das Fahrzeug von Kaiser in Stans sein.
ja - ist er.
.
Gast am 17 Jan 2016 20:56:56
Ok! :)
Kaiser hat uns vor einigen Jahren auf der Berner Messe mit dem Kawa-Virus infiziert. Sehr gute Qualität, sehr teuer, aber leider technisch nicht immer auf der Höhe der Zeit.... wie seine Webseite übrigens auch! :D
Gast am 17 Jan 2016 22:37:14
ät, teuchmc
laut mobile gibt es ausbaufähige mixto schon für gute 13000 euro,und die sehen nicht mal schlecht aus. ich habe nur nach fahrzeugen ab 2007 geschaut,also neueres modell...
und dann kann man ja noch handeln. da ging bei uns damals noch ein guter vierstelliger betrag runter.
und man nuss ja nicht alles bei flexebu nehmen, es gibt jamittlerweile viele clevere lösungen...
in freude auf die nächste saison grüsse espumas
Jagstcamp-Widdern am 18 Jan 2016 10:29:44
mein berufsfeld ist ähnlich, aber meine scheffe nicht so knickrig... :mrgreen: deshalb sinds bei mir ca. 10% womoübernachtung (nur wenn die Baustelle in der tiefsten wallachei liegt...), zu 90% steige ich im Hotel ab.
meine Empfehlung ist ganz anders: du wirst ja immer mehrere tage (oder Wochen) auf den Baustellen sein, so wie die dort tätigen Gewerke. kauf dir einen kleinen Wohnwagen, stell den ins jeweilige handwerker-camp und lass den dort stehen, bis du auf eine neue Baustelle wechselst. nach hause fährst du dann nur mit dem pkw. diese variante passt besser zu deinem Budget und ist wesentlich komfortabler...
früher gut - heute besser! hartmut
siemueller am 18 Jan 2016 10:59:29
Hallo ! Was ist das denn für ein Arbeitgeber ? ???
Vor dem Kauf unbedingt beim zuständigen Finanzamt informieren, sonst kommen weitere unnötige Kosten dazu !
Hallo, hast du bedacht, das ein Fahrzeug in dem Preissegment was du suchst, in der Regel schlechter als Euro 4 ist und somit nicht in Umweltzonen fahren darf, zumindest wenn es ein Diesel ist. Wenn deine Baustellen nur auf der grünen Wiese sind, hast du natürlich damit kein Problem. Ich wünsche dir einen schönen Tag und noch bessere Entscheidungen
Ewigreisender am 24 Jan 2016 02:05:17
An Jagstcamp-Widdern: Es ist eher so, dass jeden Tag eine andere Baustelle dran ist. Sonst würde ich Dir zustimmen. Auch Hotelübernachtungen werden weiter möglich sein.
An mercurius46: Ja, sowas in der Art.
An branderstier; Das mit den Umweltzonen ist mir bewusst. Aber ich bin sowieso der Meinung, dass selbst Schuld ist, wer in Innenstädten Auto fährt.
Am Freitag bin in Sulzemoos mal raus und habe den Freistaat besucht. Jetz muss ich weiter denken.
polobilist am 24 Jan 2016 13:38:28
Servus ewigreisender,
...ja, da kann ich auch ein wenig mitreden. Du hast zum Thema ein KN von mir bekommen. So ganz einfach wird´s nicht werden, das Hauptproblem ist das Budget, das nächste die angedachte jährliche Fahrleistung, die sich sicher nur mit etwas "zügigerer" Geschwindigkeit erreichen lässt. Wobei: Wenn man schon "vor Ort" im Womo ist, muss man dort auch nicht mehr hinfahren ;) ... . Soll heißen: Vielleicht lässt sich der eine oder andere Kilometer auch einsparen.
Nur ein Beispiel: Unser Karmann Colorado wäre optimal als "Baustellenfahrzeug" geeignet: Komfortabel, kaum breiter als zwei Meter, mit 5,80 Meter voll innenstadttauglich (doch, auch mitten in München!), dafür dank grüner Plakette auch zugelassen, wintertauglich, etc.. Die jüngsten Modelle (noch auf VW T4 - Basis) sind aber inzwischen mindestens 14 Jahre alt, nur wenige mit Kilometerständen unter 150.000 zu bekommen. So einem alten Knochen dann regelmäßigen Autobahnstress mit 130 bis 140 Sachen zuzumuten - und das über 30.000 - 40.000 km im Jahr halte ich für schwierig (eigentlich ist er "zu schade dafür").
Ein anderes Problem ist generell die Zuverlässigkeit eines älteren Mobils: Gerade wenn man schon unter Termindruck steht, ist´s suboptimal mit einer "Bastelbude" unterwegs zu sein, zumal vor Ort (gleich gar an einem unbekannten) im Falle eines Falles dann nicht immer die "zeitwertgerechte", günstige Werkstatt aufzutreiben ist. Die Womotechnik lässt sich ja noch ganz gut beherrschen, an der Basis gibt´s aber bei einem Mobil, das sicher älter als zehn Jahre sein wird, schon immer das eine oder andere Teil, dass man nach Feierabend nicht mit Bordmitteln selbst tauschen kann, um die Fuhre wieder flott zu bekommen.
Wie Du sicher schon bemerkt hast, ein nicht ganz einfaches Vorhaben, das Du planst - melde Dich also einfach mal, wenn Du wieder hier im Süden bist.
Beste Grüße polobilist
Mover am 25 Jan 2016 12:52:46
Hallo Ewigreisendeter, (hast sicherlich einen Vornamen)
wenn ich mir Weißware gegenüber einem Kasten vorstelle, dann wirken "normale" Wohnmobile wie ein Campingfahrzeug, ein Kasten hingegen eher wie ein rollendes Büro.
Die "schlechten" Sitze gegenüber der Fahrsitze haben auch etwas Gutes. Wir sind wegen der nicht optimalen Sitzposition Gäste schneller los, weil diese nicht in einem komfortablen Gepfühl relaxen können. Es könnte ja sein, dass sich dadurch Besprechungen abkürzen lassen. :mrgreen:
Wir haben auf unserem Kasten Solarpanele mit 230 Wp auf dem Dach, sowie eine 60er Dachantenne plus eine DVB-T-Antenne. Dazu (in unserem Fall) zwei Akkus mit 190 A/h unter dem Beifahrersitz. Die Dachfenster blieben alle drin.
Wir können fünf Tage/Nächte stehen ohne den Kasten zu bewegen. Das Schlafapnoe-Gerät brummt (natürlich sehr leise) klaglos fünf Nächste plus täglich sehr langem Mittagsschlaf.
Bekommst Du auf Deinen Baustellen keinen Strom? Wasser musst Du doch auch auftreiben.
Endlich habe ich eine eierlegende Wollmilchsau gefunden, aber noch nicht ausgepackt.
Drucker, Kopierer, Scanner und Fax in einem 6 kg schweren Gerät mit für mich erträglichen Abmessungen.
Viel Glück bei der Suche! Eine 120-130 PS starke Maschine müsste Dir reichen.
Frederick
PS. Dein Chef ist ein Knicker. Kläre mal mit Deinem Steuerberater, ob er für Übernachtungen aufkommen muss, die er natürlich als Betriebskosten absetzen kann. Nimm Deinen Arbeitsvertrag mit, da müsste die Kostenregelung fixiert sein.
Möglicherweise kostet die tägliche Fahrerei, die er Dir hoffentlich erstattet, viel mehr als die Hotelübernachtung.
Hin- und Rückfahrt, ein Beispiel: 150 km am Tag sind 45 Euro (gerechnet mit 30 cent). Natürlich zahlst Du bei Deinem Privatauto kräftig drauf, nämlich ca. 20 cent - ohne Nebenkosten, Verbrauchskosten, Abschreibung und Zinsen.
Ich wette fast, dass Du auch die geschäftlichen Telefonate selbst bezahlen darf. Da gilt das selbe wie bei den Hotelkosten.