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Sterbehilfe im WoMo? 1, 2


Elgeba am 10 Dez 2019 22:02:18

Ich habe eine Patientenverfügung gemacht,Testament ist ebenfalls gemacht und ein Testamentsvollstrecker eingesetzt,alles notariell beglaubigt.Falls es bei mir mal so weit kommen sollte hoffe ich das ich den Mut aufbringen werde an meinen Waffenschrank zu gehen und die Hilfe der 357 in Anspruch zu nehmen. Ich finde das es eine riesen Sauerei ist das der Staat sich in so ureigene Dinge einmischt.Ich habe wenigstens die Möglichkeit die Sache ohne fremde Hilfe zu regeln.


Gruß Bernd

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FastFood44 am 10 Dez 2019 22:36:12

Elgeba hat geschrieben:Patientenverfügung gemacht,Testament ist ebenfalls gemacht....hoffe ich das ich den Mut aufbringen werde an meinen Waffenschrank zu gehen und die Hilfe der 357 in Anspruch zu nehmen. Ich finde das es eine riesen Sauerei ist das der Staat sich in so ureigene Dinge einmischt.


Apropos riesen Sauerei: Sie haben dann hoffentlich in ihrer Vorsorge schon festgelegt wer dann hinterher putzen darf nachdem sie am Waffenschrank waren?

Elgeba am 10 Dez 2019 22:41:29

Ich habe eine große Außenanlage rund um mein Haus,wenn ich so was mache dann draussen in der Natur,da braucht niemand putzen.Bist Du jetzt beruhigt? Finde Deinen Beitrag hier in diesem Thema etwas merkwürdig.


Gruß Bernd

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Gast am 11 Dez 2019 00:51:45

Meteor50 hat geschrieben:Dann ist es halt Egoismus pur.

bennykater hat geschrieben:
Wenn sich jemand zu so einer Aussage hinreißen läßt, ...ich bin der Nabel der Welt und ich lebe wie ich will und ich sterbe wie ich will. Wer will mich zwingen, Rücksicht auf meine Mitmenschen zu nehmen?


Meteor50 hat geschrieben:....Wer sich vor einen Zug wirft, dem ist das Trauma des Lokführers auch Wurscht, der sieht auch nicht ein, warum er in seinem achsogroßen Leid noch auf jemand Rücksicht nehmen soll. ...

Da kann man nur noch zynisch reagieren.


Leider hat das mit Egoismus nichts zu tun und Zynismus ist ebenso fehl am Platze, sondern es ist der hierzulande vorgeschriebenen Art zu sterben geschuldet. Das ist eben die Konsequenz, wenn dem einzelnen, sein Recht darauf, selbst zu entscheiden, wann und wie er gehen möchte, seitens des Staates und der verlogenen Kirchen verwehrt wird. Dann wirft sich eben jemand, mangels Zugang zu medizinischen Hilfsmitteln, vor einen Zug oder fährt mit dem Auto gegen eine Wand.
Es ist auch mein Recht, irgendwann in Würde gehen zu können und dazu gehört auch die Entscheidung WIE ich gehe und was ich als Würdevoll empfinde und nicht was ein Pfaffe oder ein Anwalt meint, was würdevoll sei.
Ob das so kommen wird weiß ich nicht, ich habe keine Glaskugel, aber es gibt Situationen, wo mir ein sauberes Sterben wichtiger ist, als ein jämmerliches Restvegetieren. Meine Mutter ist seit 15! Jahren Volldement, da ist seit 13 Jahren gar nichts mehr, nur noch ein funktionierendes Kleinhirn, der Rest ist "gelöscht" Das hat mit Würde rein gar nichts mehr zu tun, das ist ein reines Verwalten eines durchbluteten Körpers, ohne Möglichkeit das beenden zu können - würdelos und erbärmlich.
Von daher, wenn es so kommen sollte werde ich mir das Recht nehmen, wenn die Situation eintreten sollte, zu gehen wann ich will und wie ich will, aber bestimmt nicht vor einen Zug springen, sondern mit getroffener Vorsorge, in meinem Bett würdevoll dem Ende entgegen sehen, ich weiß nur noch nicht in welchem ;-)

Gruß

uwet am 11 Dez 2019 09:42:36

Wisst ihr wirklich wovon ihr redet ? Ich habs 2016 mit meiner Frau versucht, sie starb mit 55. Im Endeffekt sind wir fast 1 Jahr unterwegs gewesen, auch in Italien ihrem Lieblingsland. Der Wille zu Sterben ändert sich, aus 3 vorhergesagten Monaten wurde 1 Jahr. Abgesehen vom Umgang mit Morphinen, Psychopharmaka und anderen Medikamenten gegen Krämpfe und für den Verdauungstrakt, man muss alles selbst können und dabei haben. Und was das mit dem Überlebenden macht, ihr habt keine Ahnung. Kurz vor Ende sind wir doch zurück gekommen, eine Morphiumpumpe gabs nur hier, für ganze 2 Wochen.

Gast am 11 Dez 2019 10:34:33

Hallo Uwet,

ich meine die Meisten hier wissen nicht, wovon sie schwadronieren. Danke für deinen persönlich gehaltenen Beitrag. Mein Beileid.

hampshire am 11 Dez 2019 10:57:17

Der Gedanke in Frieden zurückzublicken, seinen Weg gegangen zu sein und ohne Schmerzen selbstbestimmt zu sagen "Klappe, das wars", ich lasse mich noch mal in einem Womo an einen besonderen Ort fahren und gehe dort, das ist ein schöner Gedanke. Gut, wenn das möglich ist.
Die Umstände, unter denen Menschen sterben sind sehr verschieden. Bei einem Freund, der als Vater von drei jungen Kindern gegen den Krebs verlor war das beispielsweise völlig anders als bei den Schwiegereltern, die im letzten Jahr mit Ende 80 in einer Demenz versanken. Und darüber hinaus wird jeder an unterschiedliche eigene Erlebnisse denken können. Daher kann man nicht eine Option darauf hin validieren ob sie für eine einzelne Situation passt oder nicht. Der Ort Wohnmobil kann in einigen Fällen gut passen, in anderen eben nicht. Ich kann der Idee Einiges abgewinnen ohne das auch nur im Ansatz für mich selbst in der aktuellen gesunden Situation abwägen zu können.
Dass Sterbehilfe möglich sein soll ohne finde ich richtig. Wie man diese heikle Angelegenheit so regeln kann, dass alle Beteiligten angemessen geschützt sind ist muss sorgfältig ausgetüftelt werden. Sehr schwierig.

Gast am 11 Dez 2019 11:18:30

uwet hat geschrieben:............Der Wille zu Sterben ändert sich, aus 3 vorhergesagten Monaten wurde 1 Jahr. ........

Das mag wohl so sein. Mir geht es lediglich darum eine Option zu haben, was nicht zwangsläufig bedeuten muß, diese anzuwenden. Wie man sich real entscheiden würde, wenn die entsprechende Situation eintreten würde, steht eh noch in den Sternen.

Gruß

Elgeba am 11 Dez 2019 11:39:12

Ich habe meine Partnerin durch Lungenkrebs verloren und ich bin noch heute froh darüber das ihr ein sterben in würde ermöglicht wurde.Zu Einzelheiten werde ich mich aus nahe liegenden Gründen nicht äußern.


Gruß Bernd

Beduin am 11 Dez 2019 11:47:13

In diesem von mir verlinktem Film sagte die Schweizer Ärztin, das nur 1/3 das Medikament letztendlich auch zu sich nehmen. Es muss ja keiner nehmen, aber derjenige muss können dürfen, wenn ihm danach ist und wenn er es will.

Uwe, mein Beileid und klasse das ihr die letzten Monate so habt gemeinsam verbringen dürfen und euch noch noch so viel zusätzliche Zeit geschenkt wurde.
Meine Schwiegermutter, die wollte schnell nicht mehr mit ihrem Schilddrüsenkrebs kämpfen, ich denke Sie hätte das Medikament genommen, wenn es da gewesen wäre. Die Schmerzen kamen kurz vor Schluss und dann so extrem das sie beinahe nicht in Griff zu bekommen waren und dann, dann ging sie. Aber es war schlimm und furchtbar, für Sie und für uns :(
So wird bald jeder seine eigene Geschichte haben.
Selber möchte ich auch frei bestimmen wann und im besten Fall auch wo
Gut, es ist eine Entscheidung die ist nicht umkehrbar und nur einmal zu treffen. Wenn sie für mich zu früh gewesen sein sollte, merke ich es ja nicht mehr, besser wie zu lange zu warten und es dann nicht mehr zu können
Wie der MS Kranke im Film --> Link

bennykater am 11 Dez 2019 12:35:22

pfeffersalz hat geschrieben:ich meine die Meisten hier wissen nicht, wovon sie schwadronieren.


Als ob das ein Problem wäre!?! Die Welt ist voll von Menschen, die keine Ahnung, aber eine Meinung haben! Es hat einen etwas elitären Beigeschmack und soll diejenigen, die Eure Erfahrungen noch nicht gemacht haben, ausgrenzen.

Ich möchte hier einen kleinen Aspekt beitragen, der nicht unmittelbar zum Thema gehört, aber thematisch wenigstens erwähnt sein sollte.

Dass es bezüglich des Problems Sterbehilfe in diesem Land ein Problem gibt, hängt mMn ausschließlich an der Lobby derjenigen Herren, die Sonntags ihre angelernten "Lebensweisheiten" von der Kanzel predigen. Die sich u. a. auch massiv zum Thema Abtreibung äußern und glauben, sie müssten verzweifelten Frauen sagen, dass sie das mit Gottes Hilfe schon irgendwie hinkriegen, wenn sie nur feste genug an den "Herrn" glauben, die aber sehr laut schweigen, wenn es darum geht, ihre eigenen Leute zur Verantwortung zu ziehen und deren Verfehlungen aufzuarbeiten. Es gibt in einer bestimmten Abteilung (deren Chef in Rom wohnt) sogar Eheberatung von Leuten, die nicht wissen, wie eine Ehe von innen aussehen kann.

Diese absolute Scheinheiligkeit und Verlogenheit, die moralische Verkommenheit dieser Leute ist allerdings gesellschaftlich immer noch anerkannt, immer noch haben die Worte dieser Herren Gewicht und Stellenwert, und sie bringen sich und ihre verschrobenen Ansichten über das Leben und den Tod nach wie vor in die Gesetzgebung ein.

Wir sollten das Thema "..keine Ahnung wovon wir reden..." oder "mangels eigener Erfahrung nicht mitreden können" daher nicht allzu hoch hängen, denn es geht einfach nicht; man kann einfach nicht von allem eine Ahnung haben, nicht bei jedem Thema eigene Erfahrungen beisteuern. Insofern müsste jeder Jurist im Bereich Strafrecht eigene Erfahrungen haben und selbst straffällig werden, bevor er ein Urteil über einen Straftäter fällt. Und es entspricht auch nicht der allgemeinen Lebenserfahrung. Die tagtäglichen Talkshows, das was Georg Schramm die "Pissrinne" nannte, sind voll von Leuten, die nach völlig anderen Gesichtspunkten ausgesucht werden, als danach, dass sie von dem Thema Ahnung haben, zu dem sie eingeladen sind. Die allgemeine Verblödung der Gesellschaft schreitet massiv voran.

In der Politik ist es eher ungewöhnlich, dass jemand von dem eine Ahnung hat, was er da tut, Beispiele brauche ich da nicht zu benennen.

Zum Thema Tod und Sterben (halt nur nicht im Wohnmobil..) noch zwei Kleinigkeiten, wenn ich schon OT bin: Ich habe kürzlich einen frühpensionierten Lokführer kennengelernt. Nach dem vierten Selbstmörder, den er überfahren hatte, ging es nicht mehr, er musste seinen Job aufgeben. Deshalb möchte ich nicht jedem zujubeln, der sich mit dem Gedanken trägt, es sich auf diese Weise "leicht" zu machen.
Das Andere: Ein alter Bekannter hat mir erzählt, wie es war, als er im Krankenhaus - über seinem Körper schwebend - sich dort liegen sah, wie wohl, frei und vor allem schmerzfrei er sich gefühlt hat, und wie unangenehm es im Vergleich dazu war, wieder in seinen Körper zu gehen. Was er da so dazu sagte, war in Anbetracht dessen, dass er nie irgendwas mit Esoterik, Religion oder Ähnlichem zu tun hatte und immer (noch) sehr erdverbunden und realistisch war, sehr beeindruckend.

Daher plädiere ich für mehr Gelassenheit, auch wenn die Realität so manchen verbittert.

ivalo am 11 Dez 2019 12:55:10

Es ist gut, wenn hier persönliche Erfahrungen geschildet werden.
Die positiv ausgegangenen Fälle können das nicht mehr selbst.
Dennoch darf die Diskussion nicht abgewürgt werden. Diese Zeiten sind vorbei.

Das Thema beschäftigt die Leute und bei einer derart wichtigen Angelegenheit darf es keine Tabus geben.
Allzulange wurde Gläubigen eingeredet, sie hätten sich nach fremdem Willen zu richten sonst drohe ihnen Ungemach.

Wir sind es gewohnt, ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu führen bis zur letzten Konsequenz.
Das haben Staat, Religion sowie vermeintliche Götter in Weiss zu respektieren.

Es braucht noch etwas Zeit und einen Generationenwechsel bis aus den Köpfen alte Dogmas verschwunden sind.
Mit Machtverlust haben Politik und Religion ihre liebe Mühe, aber sie werden dem Druck mündiger Bürger nachgeben müssen.

TiborF am 11 Dez 2019 13:04:40

Mein Vater hat sich mit 88 Jahren in seinem Garten am Nussbaum erhängt.
Er war des Lebens müde und wollte einfach nicht mehr leben. Ich habe viele viele Jahre mit einem schlechten Gewissen gelebt, weil ich immer dachte, ich hätte mich mehr um ihn kümmern müssen, dann hätte er das vielleicht (noch nicht) getan, aber ich war weit weg.
Gesundheitlich war er dazu noch in der Lage, diese Tat völlig alleine zu machen ohne fremde Hilfe. Ich werde dieses Bild nie aus meinem Kopf heraus bekommen, aber inzwischen nachdem sein Tod nun 20 Jahre zurück liegt, bewundere ich seinen Mut, diesen Schritt gewagt zu haben. Und ich frage mich, wenn er dann eines Tages nicht mehr in der Lage dazu gewesen wäre, ob er es dann nicht bereut hätte, den richtigen Zeitpunkt verpasst zu haben.

Jeder Mensch sollte selbst entscheiden dürfen, wie und wann sein Leben zu Ende gehen soll, ohne dafür von der Gesellschaft verurteilt zu werden.

Gast am 11 Dez 2019 13:46:08

Zuerst gilt es ja vor allem Respekt zu wahren, vor denen, die vielleicht nur eine Ahnung haben was kommen könnte und vor denen, die bereits eine diesbezügliche Erfahrung gemacht haben. Ich denke alle können voneinander profitieren und sich in ihren Ansichten und Meinungen weiterentwickeln. Meine Frau und ich haben alles in entsprechenden notariell beurkundeten Vollmachten festgelegt und wissen beide was der andere möchte oder eben nicht möchte und sind bereit alles erordeliche dafür zu tun, unabhängig ob davon überhaupt ewas, wann, wie oder auch gar nicht entreten wird. Und alle anderen, Dogmatiker wie Kirchen, Politiker oder sonstige sogenannte selbsternannten Ethikexperten, sollen da bleibe wo sie wollen. Auch das gehört, gerade bei diesem sehr sensiblen Thema zum respektvollem Umgang und Toleranz, nämlich auch andere, als nur die eigene Meinung zu respektieren.

In soweit Danke! Für das Thema und den respektvollen Umgang damit.

Gruß

mercurius46 am 11 Dez 2019 13:51:11

Lieber admin und liebe mods,

wann endlich wird dieser unsägliche Thread hier geschlossen?

Gast am 11 Dez 2019 13:59:13

Lieber mercurius,

solange hier friedlich und respektvoll miteinander umgegangen wird, bleibt der Thread offen.

Es scheint ein Bedürfnis zu sein, das Thema zu diskutieren.

Wenn‘s Dich nicht interessiert, warum liest Du dann hier mit?

RichyG am 11 Dez 2019 14:30:17

Danke Thomas!
Das Sterben gehört nunmal zum Leben wie die Geburt. Ob man das nun persönlich akzeptiert oder nicht. Warum sollte man darüber nicht diskutieren. Ist für manche/manchen vielleicht wichtig für das weitere Leben! Auf jeden Fall ein ganz normales Ereignis ohne jeden Ruch.

RichyG am 11 Dez 2019 14:55:11

bennykater hat geschrieben:Dass es bezüglich des Problems Sterbehilfe in diesem Land ein Problem gibt, hängt mMn ausschließlich an der Lobby derjenigen Herren, die Sonntags ihre angelernten "Lebensweisheiten" von der Kanzel predigen.

Deine Meinung.
Meine Meinung:
Es hat mit Deutschlands unseliger Vergangenheit zu. Vor dem Hintergrund der Euthanasie in den Nazijahren ist es schwerer Entscheidungen gegen das Leben und für den Tod zu treffen. Und es spricht für die Politiker/Innen in diesem Land, es sich eben nicht leicht damit zu machen. Mit dem bisherigen Ergebnis bin auch ich nicht zufrieden. Im Gegenteil!
bennykater hat geschrieben:Diese absolute Scheinheiligkeit und Verlogenheit, die moralische Verkommenheit dieser Leute ist allerdings gesellschaftlich immer noch anerkannt

Ich warne auch hier wieder einmal vor Verallgemeinerungen!!! Mitarbeiter der Kirchen oder Glaubengemeinschaften als per se moralisch verkommen zu bezeichnen ist auch entlarvend
Auch dieses Beispiel
bigben24 hat geschrieben:...und nicht was ein Pfaffe oder ein Anwalt meint, was würdevoll sei

zeugt von keiner großen Toleranz und wird dem Thema nicht gerecht. Beschimpfungen und Verunglimpfungen haben hier meiner Meinung nach nichts zu suchen. Es soll auch Pfarrer geben, die gerne mit dem Wohnmobil unterwegs sind und vielleicht sogar Forumskollegen sind. Wir sollten also nicht in einem solchen Ton über sie sprechen/schreiben.

Gast am 11 Dez 2019 15:28:58

bigben24 hat geschrieben:...und nicht was ein Pfaffe oder ein Anwalt meint, was würdevoll sei

RichyG hat geschrieben: zeugt von keiner großen Toleranz und wird dem Thema nicht gerecht. Beschimpfungen und Verunglimpfungen haben hier meiner Meinung nach nichts zu suchen. Es soll auch Pfarrer geben, die gerne mit dem Wohnmobil unterwegs sind und vielleicht sogar Forumskollegen sind. Wir sollten also nicht in einem solchen Ton über sie sprechen/schreiben.

Richy, das war nicht abwertend gemeint, da der Begriff in einigen Bundesländern durchaus umgangssprachlich recht gebräuchlich ist, sollte das so aufgefasst worden sein, sorry.
Gemeint habe ich damit nur, das Begriffe, wie "Würde" "würdevolles oder selbstbestimmtes Sterben" durch bestimmte Institutionen moralisch fest und (fast unverrückbar) festgeschrieben sind und ein Großteil der Gesellschaft meint, sich immer noch danach richten zu müssen. Ich bin da grundsätzlich sehr tolerant und respektiere, das es da andere Meinungen gibt, würde dann aber im Gegenzug auch erwarten, das meine oder ähnliche Meinungen genauso respektiert werden, gerade auch unter dem Gesichtspunkt, das sich mehr als die Hälfte der Bevölkerung sich so einen Schritt zumindest vorstellen könnten.

Gruß

RichyG am 11 Dez 2019 15:38:34

bigben24 hat geschrieben:Richy, das war nicht abwertend gemeint, da der Begriff in einigen Bundesländern durchaus umgangssprachlich recht gebräuchlich ist, sollte das so aufgefasst worden sein, sorry.

Akzeptiert! Die Begrifflichkeit ist jedoch nicht umgangsprachlich sondern abwertend. Zumindest meist so gemeint und auch gebraucht. Wir sollten mehr auf unsere Worte achten. Auch im Internet!

bigben24 hat geschrieben: Gemeint habe ich damit nur, das Begriffe, wie "Würde" "würdevolles oder selbstbestimmtes Sterben" durch bestimmte Institutionen moralisch fest und (fast unverrückbar) festgeschrieben sind und ein Großteil der Gesellschaft meint, sich immer noch danach richten zu müssen

Dies ändert sich ja nun scheinbar langsam. Evtl. auch durch Diskussionen wie diese.

bigben24 hat geschrieben:Ich bin da grundsätzlich sehr tolerant und respektiere, das es da andere Meinungen gibt, würde dann aber im Gegenzug auch erwarten, das meine oder ähnliche Meinungen genauso respektiert werden, gerade auch unter dem Gesichtspunkt, das sich mehr als die Hälfte der Bevölkerung sich so einen Schritt zumindest vorstellen könnten.

Da bin ich Deiner Meinung :daumen2:

mercurius46 am 11 Dez 2019 15:42:47

tztz2000 hat geschrieben:Wenn‘s Dich nicht interessiert, warum liest Du dann hier mit?


Hallo Thomas,

es geht hier nicht um die Frage, ob mich das Thema interessiert oder nicht! Vielmehr um die Frage, ob ein solch sensibles Thema in ein Forum mit dem Thema "mobiles Reisen" gehört!

Vielleicht hilft ja der Satz des Philosophen Wittgenstein weiter: "Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt!"

PS: Verstehst Du, was ich meine?

wolfherm am 11 Dez 2019 16:39:14

Die Frage haben wir entschieden.

ivalo am 11 Dez 2019 16:46:07

Mercurius, Du hast einen interessanten Namen gewählt:
"Benannt ist der Merkur nach dem Götterboten Mercurius, dem römischen Gott der Händler und Diebe"
Quelle Wikipedia

Zum Thema:
Es ist zumindest fragwürdig, das Schliessen eines nicht genehmen Themas zu verlangen. Das geht gar nicht.
Bisher haben sich etliche Interessierte gemeldet und Beiträge geschrieben.
Offenbar besteht bei einer Mehrheit das Bedürfnis, dieses Thema weiter zu behandeln.

Toleranz sollte damit leben können, wenn es hin und wieder etwas ausserhalb der üblichen Themen liegt.
Ein Bezug zu ReiseMobilen besteht zudem sehr wohl, denn auch die letzte Reise erfolgt in der Regel in einem Mobil.
Und wie bereits geschrieben, es muss niemand mitlesen.

Übrigens: Wer hinter jeden seiner Sätze ein Ausrufezeichen setzt, will offenbar seine Meinung als Befehl verstanden wissen.
Es gilt jedoch die Meinung des anderen zu ertragen, auch wenn sie mir nicht passt.
Verstehst Du, was ich meine?

Gruss Urs

hampshire am 11 Dez 2019 17:06:55

mercurius46 hat geschrieben:es geht hier nicht um die Frage, ob mich das Thema interessiert oder nicht! Vielmehr um die Frage, ob ein solch sensibles Thema in ein Forum mit dem Thema "mobiles Reisen" gehört!

Das schreibt einer, der sich im selben Forum zum Thema Krankenversicherung äußert. Immerhin geht es hier um eine besondere Verwendung eines Wohnmobils. Dass die Natur der Verwendung dabei nicht außen vor bleibt ist völlig in Ordnung.
Du hast recht, mercurius, wenn Du das Thema als sensibel bezeichnest. Es ist darüber hinaus auch noch kontrovers.
Die Linie der Moderatoren den Stil im Auge zu behalten finde ich absolut begrüßenswert. Danke.

nuvamic am 11 Dez 2019 17:39:15

Einige haben den erwähnten Film in der ARD gesehen, andere nicht.

Was ich gut fand, war die Bandbreite. Es gab (wie mehrfach zitiert und beschrieben) Menschen, die sich die selbstbestimmte Möglichkeit wünschen und vertreten, ihr Leben zu beenden. Am Anfang kam aber auch eine ältere Dame zu Wort (mit MS im Rollstuhl), die sich wohlüberlegt dagegen aussprach. Aus dem alten Dilemma, dass es bei einer entsprechenden Freigabe auch den formulierten oder unterschwelligen Druck geben kann, dass manches Leben lieber beendet werden sollte.

Es gibt darüber moralische und persönlichen Austausch und das ist wichtig. Aus Wut auf eine Seite (z.B. Kirche) eine Denkrichtung in Bausch und Bogen zu verdammen, kann die Diskussion verkürzen und das womöglich zum eigenen Schaden. In solchen Grenzbereichen gibt es nicht nur schwarz oder weiß. Macht es euch nicht zu einfach...

Der wirkliche Skandal, der im Film beschrieben wurde, ist das Verhalten einer Bundesbehörde, die entgegen maßgeblicher Urteile handelt, indem sie Anträge auf das entsprechende Medikament nicht bearbeitet oder verschleppt.

Elgeba am 11 Dez 2019 21:43:35

Solches Verhalten ist in meinen Augen hochgradig verwerflich.Wer ein mal auf der O-Station (Jargonausdruck für die hoffnungslosen Fälle)der Pneumologie war und dieses Elend der Agonie gsehen hat der kann es nicht verstehen das man sochen Menschen die letzte große Hilfe verweigert obwohl sie darum bitten.Hier zu helfen ist in meinen Augen wahre Menschlichkeit,nicht irgend welche öffenlich zur schau gestellten "guten Taten".


Gruß Bernd

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