wuehlmaus am 25 Mär 2016 19:14:40 Hallo, in meinem Hymer B 675 SL (Modelljahr 2008) ist ein Schaudt Elektroblock EBL 101 verbaut. Ab Werk war eine Oyster Antenne und ein CAMOS Fernseher installiert, der Hymer-Händler hat zusätzlich meinen vorhandenen 12V-Monitor von ACER im Schlafbereich nachgerüstet. Das funktionierte lange Zeit einwandfrei, bis sich ein gelegentliches Brummen einstellte, welches aber meist nach einigen Minuten verschwand - auf dem ACER stärker, auf dem CAMOS schwächer. Vermutung bis dato: irgendein thermischer Effekt. Dieses Jahr hat sich das Brummen nun drastisch verstärkt und geht gar nicht mehr weg. Auf dem CAMOS nervig, aber gerade noch ertragbar, auf dem ACER durchgehend unerträglich. Nun habe ich festgestellt, dass das Brummen verlässlich verschwindet, wenn ich die externe 230V-Stromzuführung abziehe, bzw. deren Sicherungsautomaten ausschalte. Stecke ich sie wieder auf, brummt's wieder. Verpolung des Steckers (wie in diesem Forum auch schon empfohlen) bringt nichts. Überlastung des CP-eigenen Verteilnetzes schließe ich aus, da hier derzeit noch gar nichts los ist. (Auf anderen CPs war das Problem zudem ja auch da.) Seit diesem Jahr fällt mir außerdem auf, dass bei externer Versorgung (also immer dann, wenn's brummt) auch das Licht im Aufbau (12 V Halogenlampen) flackert. Daraus schließe ich, dass der 230V/12V-Wandler im EBL einen Schuß hat. Hat jemand per Ferndiagnose eine Idee zur Abhilfe (Kondensator irgendwo hinklatschen etc.) oder ist eine Reparatur (d.h. dann wohl Austausch) des EBL unvermeidlich ?
felix52 am 25 Mär 2016 19:56:01 Moin Christoph,
erst einmal nur ein Ansatz zur Problemlösung: reinige doch mal den Ebl., so etwa wie einen Computer. Fang an mit Aussaugen etc. oder schau Dir die Anschlüsse an. N Multimeter, etwa, um Spannungsspitzen im 12 V - Bereich zu messen, hilft eher nicht.
:)
kamann am 25 Mär 2016 20:29:10 Hallo; Hatte das 50 Hertzbrummen in meinem Bürstner auch. Vorschlag vom Ebl-Blockhersteller: beim TV guggen Womo vom 230 Voltnetz trennen!!! Beseitigen ging so:TV hat einen Lautstärkeregler, Receiver hat auch einen Lautstärkeregler, bei einem hab ich die Laustärke ganz runtergefahren und mit dem anderen die Laustärke eingeregelt. Das ist mal auszuprobieren; denn nach 10 Jahren weis ich nicht mehr welcher wo eingeregelt war! Lg KH
andwein am 26 Mär 2016 09:52:28 wuehlmaus hat geschrieben:Nun habe ich festgestellt, dass das Brummen verlässlich verschwindet, wenn ich die externe 230V-Stromzuführung abziehe, bzw. deren Sicherungsautomaten ausschalte. Stecke ich sie wieder auf, brummt's wieder. Verpolung des Steckers (wie in diesem Forum auch schon empfohlen) bringt nichts. ?
Die Fehlerbeschreibung ist etwas widersprüchlich, es hört sich nach Brumschleife bei Landstrom an. Wichtig wäre jetzt zu wissen, ob der CEE-Anschluss abgezogen wurde (L/N/PE weg) oder ob nur am Sicherungsautomat/FI ausgeschaltet wurde. Hier wird nämlich bei nur einpoligen FIs der L, bei zweipoligen FIs der L und N getrennt. Der PE wird nicht getrennt. Die zweite Frage wäre, ob du deinen Landstrom nur über CEE-Anschlüsse beziehst, oder ob du eine Schuko-Zwischenlösung benutzt? Dann könntest du probieren, den Schukostecker im Aussenanschluss zu drehen. Gruß Andreas
rkopka am 26 Mär 2016 10:29:15 Es wäre noch möglich, daß einzelne Elkos im Netzteil schlecht geworden sind und daher jetzt mehr Brumm durchkommt. Bei Schaltnetzteilen (besonders PC) ist das in den letzten Jahren eine Volkskrankheit. Bei meinem SAT habe ich schon 2x einige Elkos getauscht. Oft sieht man das an aufgewölbten oder aufgeplatzten Elkogehäusen. Das ist aber nur was für Leute, die halbwegs Ahnung von Elektronik haben.
RK
basste315 am 26 Mär 2016 11:47:47 wuehlmaus hat geschrieben:... ein Schaudt Elektroblock EBL 101 verbaut. Ab Werk war eine Oyster Antenne und ein CAMOS Fernseher installiert......... Das funktionierte lange Zeit einwandfrei, bis sich ein gelegentliches Brummen einstellte ..
Mir geht es bei gleicher Technik ähnlich, ich habe aber auch noch keine Idee. Dass das Brummen nach dem Trennen vom Landstrom weg wäre, ist mir bisher noch nicht aufgefallen, ich werde das aber demnächst testen (Womo derzeit in der Halle im Winterschlaf). Ich bleib dran, vielleicht gibt es eine erklärbare Ursache bzw. Lösung.
mafrige am 26 Mär 2016 12:49:16 Hallo Christoph,
was Rkopka schreibt, ist so die häufigste Ursache für Netzbrummen. Elektrolytkondensator, die Lebensdauer ist von der Umgebungstemperatur abhängig. Da er sich nicht von innen aufheizt, kommt nur die Umgebungstemperatur 60 - 70 °C im EBL Gehäuse in Frage (Kühlkörper). Deswegen Felix Empfehlung, zum Reinigen der Kühlschlitze des EBL, ist gut. Der Mechanismus des Kapazitätsverlust ist, dass bei höherer Temperatur der Elektrolyt entweichen und die Kapazität damit fällt. Ein Verlust von 20 % - 50 % der Kapazität, hört man garantiert als 50 - 100 Hz Brummen (je nach Bauart des Netzteil).
Die Elkos erkennt man leicht im EBL und der Austausch ist einfach und billig. Allerdings sollte man Elektrokenntnisse haben (Bauteile und Löten).
wuehlmaus am 27 Mär 2016 09:00:45 Hallo Leute, vielen Dank für eure Antworten. Sorry für die späte Reaktion, die Benachrichtigungsoption des Forums war (mal wieder ?) deaktiviert. Zunächst mal: - Das Brummen verschwindet sowohl beim Abziehen des CEE-Steckers als auch beim Ausschalten des 230V-Sicherungsautomaten. Spricht also eher für einen funktionalen Fehler als für eine Brummschleife.
- Das Verändern der Lautstärke bringt etwas (Receiver muss laut, TV leise), beim Acer ist es aber trotzdem so schlimm, dass er unbrauchbar ist.
- Der Hinweis mit den Kondensatoren ist gut - demnach kommt man also an die Innereien einigermaßen gut ran ? Grundkenntnisse sind vorhanden. (Siehe aber unten)
- Der Hinweis des Servicemanns, die externe StrV abzutrennen, ist zwar lächerlich (im Sinne einer Problem"lösung"), aber im Moment das einzige, was zuverlässig für beide TVs hilft.
Da wir noch einige Zeit stationär auf einem CP stehen, habe ich mich entschieden, die Sache solange auf sich beruhen zu lassen. Denn wenn ich jetzt an dem Gerät etwas richtig kaputt mache, geht womöglich gar nichts mehr und Camping fällt ins Wasser. Nach Ende des Platz-Abos schaue ich mir das Teil mal genauer an. Noch was anderes: Schaudt hat ja einen anscheinend gut organisierten Reparaturservice. Wie sind die Erfahrungen damit ? (Kompetenz, Preis) Die Frage ist, ob es sich überhaupt lohnt, einzelne Elkos bestimmter Typen aufzutreiben und mit dem Lötkolben im Gerät rumzurühren, nur um 'n paar Mark fuffzich zu sparen ...
Gast am 27 Mär 2016 09:15:27 Moin, Wenn ich das richtig verstanden habe würde das nur bei einem CP bzw einem Netz festgestellt!
Bevor ich da über rep Versuch nachdenke würde ich das Zuhause am Netz probieren!
Gruss
rkopka am 27 Mär 2016 10:21:41 wuehlmaus hat geschrieben:Da wir noch einige Zeit stationär auf einem CP stehen, habe ich mich entschieden, die Sache solange auf sich beruhen zu lassen. ... Die Frage ist, ob es sich überhaupt lohnt, einzelne Elkos bestimmter Typen aufzutreiben und mit dem Lötkolben im Gerät rumzurühren, nur um 'n paar Mark fuffzich zu sparen ...
Ich kenne nur das EBL99 und da ist das Netzteil im EBL Gehäuse drin. Damit ist es ziemlich umständlich, da überhaupt ran zu kommen. Als nächstes muß man die Elkos identifizieren und besorgen/bestellen und hoffen, daß es dann besser ist. Also nur mit Laden in der Nähe und etwas Glück eine schnelle Sache. Wobei man auch beim Einschicken einen guten Teil der Arbeit machen muß und das auch seine Zeit dauert. Von Schaudt haben ja einige Leute geschrieben, daß es recht schnell und unproblematisch ging. Kannst du die 12V Versorgung von SAT/TV mal über ein getrenntes Netzteil testen ? Wäre vielleicht eine Alternative, wenn die Störung nur über 12V kommt. RK
Grossvaeterchen am 27 Mär 2016 13:51:16 Hallo Ich hatte das Problem auch beim (EBL99) nach ca 3 Jahren. EBL wurde zu heiß wegen schlechter Belüftung im Original-Einbau. Zur Reparatur an Staudt eingesendet weil die keine Ersatzteile-Einzelplatine liefern. Fehler war erstmal weg.Nach 2 Jahren wieder das selbe. Ich habe mir dann ein separates Netzteil 15A mit 2 Außgängen eingebaut. Die Netzverbindung zum EBL99 deaktiviert so das es nur noch als Schalt und Anzeigeeinheit verwendet wird. Das ganze läuft jezt schon 7 Jahre problemlos.
viele Grüße Grossvaeterchen
wuehlmaus am 27 Mär 2016 16:50:45 nethunter hat geschrieben:Wenn ich das richtig verstanden habe würde das nur bei einem CP bzw einem Netz festgestellt!
Nein, wie ich schon sagte - das geht schon einige Zeit so, mit zunehmender Tendenz. Dieses Jahr allerdings erst auf einem CP - dem bisher einzigen nach der Winterpause - beobachtet.
wuehlmaus am 27 Mär 2016 17:05:08 rkopka hat geschrieben:Kannst du die 12V Versorgung von SAT/TV mal über ein getrenntes Netzteil testen ? Wäre vielleicht eine Alternative, wenn die Störung nur über 12V kommt.
Ich habe aktuell nur ein 12V-Netzteil mit nur 1A dabei. Damit ist der Ton des Acer TV tatsächlich sauber, aber das Bild total schlecht und schwach (der TV will halt nominell 5A, braucht aber nach meiner Erinnerung so etwa 2 bis 3A real). Da ich glaube, zu Hause noch passende Netzteile herumliegen zu haben, will ich jetzt unterwegs keines kaufen, sondern werde das erst beim nächsten Besuch auf dem CP mal ausprobieren.
wuehlmaus am 27 Mär 2016 17:36:05 Grossvaeterchen hat geschrieben:Ich habe mir dann ein separates Netzteil 15A mit 2 Außgängen eingebaut. Die Netzverbindung zum EBL99 deaktiviert so das es nur noch als Schalt und Anzeigeeinheit verwendet wird.
Interessante Variante. An den EBL 101 kann man laut Bedienungsanleitung ein Zusatzladegerät vom Typ LAS ... bis 18 A Ladestrom mit MNL-Stecker anschließen. LAS 1218-2 müsste passen, kostet aber auch schlappe € 160,- :( Dann entfällt aber die Erhaltungsladung für die Starterbatterie, oder ? Deren Aktivierungssignal kommt ja aus dem alten (defekten) Netzladeteil, der MNL-Stecker für das Zusatzladegerät führt keinen entsprechenden Kontakt.
felix52 am 27 Mär 2016 19:23:31 Vielleicht misst man den Netzteilen zuviel Bedeutung bei. Will sagen: Diese Auswirkungen treten trotz fehlenndem 230 V Anschluss auch bei Solaranlagenbetrieb auf. Also auch im Regelbereich der Solarregler.
Damals (2009) waren es bei starker Sonne die PWM-Regler fürs Solar oder die ungenügend stabilisierten TVs. Abhilfe auch heute noch: Zusätzliche 12 V Stromquellen einschalten, wie etwa Licht im Womo... :wink:
Grüsse Felix52 :)
Grossvaeterchen am 28 Mär 2016 09:39:29 wuehlmaus hat geschrieben:Dann entfällt aber die Erhaltungsladung für die Starterbatterie, oder ? Deren Aktivierungssignal kommt ja aus dem alten (defekten) Netzladeteil, der MNL-Stecker für das Zusatzladegerät führt keinen entsprechenden Kontakt.
Die Erhaltungsladung wurde bei mir durch das neue Netzteil mit 2 Ausgängen gesteuert. Das läuft im Dauerbetrieb und schaltet bei erreichter Spannung auf Erhaltungsladung. Wie das ganze bei deinem EBL 101 und deiner Konfiguration aussieht weiß ich leider nicht. Weil ich das Womo zwischenzeitlich verkauft habe kann ich auch nicht mehr nachschauen. viele Grüße Großväterchen
wuehlmaus am 03 Mär 2017 22:45:46 So, lang hat's gedauert, aber was lange währt ...
Während der Winterpause habe ich meinen EBL 101 an Schaudt geschickt. Die haben einige Elkos getauscht, Kosten zwischen € 60,- und 70,- (finde die Rechnung gerade nicht). Das Brummen ist nun weg.
Bei der Gelegenheit stellte ich fest, dass von den 2 x 80Ah Exide Gelakkus einer richtig defekt war (offenbar eine Zelle kurzgeschlossen) und der zweite natürlich auch nicht mehr toll. Habe die beiden heute ausgetauscht, nochmal € 300,- weg. Aber nach fast 10 Jahren Betriebsdauer kann man eigentlich nicht meckern. Demnächst ist wohl auch noch die Starterbatterie dran und dann bin ich bezüglich der Elektrik hoffentlich wieder gewaschen und gekämmt. Nur der Batteriecomputer MT 2000 von Büttner spinnt unbeirrt. Zwischendurch zeigte er mal einen Entladestrom von 1308 A (!) an. Da ich aber nirgendwo Rauchwolken und Verpuffungsexplosionen feststellen konnte :D, habe ich dem Compi den Hals umgedreht bzw. das Steuerkabel abgezogen. War eh' eine der unsinnigeren Investitionen in dem Mobil ... :roll:
wuehlmaus am 04 Mär 2017 09:01:43 wuehlmaus hat geschrieben:Die haben einige Elkos getauscht, Kosten zwischen € 60,- und 70,- (finde die Rechnung gerade nicht).
Es wurde genau ein Elko getauscht, Kosten € 59,- incl. Rücksendung plus eigenes Porto für den Hinweg.
Ostwestfale am 04 Mär 2017 10:58:32 Obsolet und gelöscht.
Bon Voyage
basste315 am 04 Mär 2017 12:40:44 wuehlmaus hat geschrieben:Es wurde genau ein Elko getauscht, Kosten € 59,- incl. Rücksendung plus eigenes Porto für den Hinweg.
Ich habe mir bisher nur mit Trennen vom Landstrom provisorisch geholfen. Nicht nur fragen, sondern auch die Lösung bekanntgeben ...... Danke für die Info, so funktioniert das Forum!
kintzi am 05 Mär 2017 19:06:20 Wenn ich recht erinnere, nennt man solche Kondensatoren auch Siebkondensatoren. Kenne ich seit dem 11.Lj, als ich durch einen neuen ( damals 70 D-Pf.) unseren Volksempfänger v. 100 Hz-Brummen befreite. Meine Truma zischt bei Netz ins 12V-Netz (TV), verschwindet, wenn parallele Schranklampe leuchtet (Tür offen) oder Calira-EVS abgestellt wird. Gr. Richi
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