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Auf den Hund gekommen


sini2000 am 30 Apr 2016 16:56:28

Ich habe im Haustierthread den Satz geschrieben
Sie schicken uns den Hund, der zu uns soll.
und einige von Euch schrieben dann, dass dem so war.

Gibt es noch mehr solcher Geschichten? Hier sind auch Geschichten willkommen, wie Ihr insgesamt auf den Hund gekommen seid. Was war zuerst da? Womo oder Hund? War das Womo gar der Grund, einen Hund anzuschaffen? Eine Kombi Geschichte aus Beiden habe ich für Euch:

Wir hatten immer 3 Hunde. Damals waren es Sina, Robbie und Nikan. Robbie, Australian Shepard wurde mit 9 sehr krank und leider schaffte er es nicht. Wir beschloßen, wir behalten erstmal nur 2 Hunde. Wir hatten Sina, eine Schäferhund Mix Hündin, die wegen Fehlprägung (sie war aus Spanien) Angst vor Menschen hatte und Nikan, ein Podenco Mix. Ich muss aber gestehen, eine Nummer 3 fehlte mir doch immer. Dann fuhren wir nach Südfrankreich und während wir am Campingplatz eincheckten, brachen sie ins Womo ein. Sina flüchtete in den Fußraum und machte nichts, Nikan versuchte zu verteidigen, aber hatte keine Chance, er war verstört danach. Nach dem ersten Schreck sagte dann mein Lebenspartner, er würde sich wieder einen Schäferhund anschaffen (der Aussie war sein Hund, den er mit in die Beziehung brachte und er hatte davor immer Schäferhunde).

Wieder zu Hause nutzte ich diese Aussage direkt :D und surfte die Schäferhundzüchter rauf und runter. Ich sah viele viele viele Schäfis, aber keiner wo es klick machte. Eine Bekannte, selber Schäferhundfan und Besitzer gab nicht auf und schickte mir ständig neue Links. Dabei waren wir mittlerweile so weit zu sagen, dass wir es doch bei den Beiden belassen.

Und dann kam ein Link, da waren noch 2 Hunde übrig. Ich guckte den einen an und in dem Moment war es, als säße Robbie oben auf der Wolke und rief "Ja den, genau den musst Du nehmen".


3 Tage später fuhren wir ihn anschauen, er war ganz in der Nähe. Zu dem Zeitpunkt war seine Mutter dort, 3 seiner Schwestern, eine wurde am Folgetag geholt, eine blieb und eine stand noch an zur Vermittlung. Ich war noch unschlüssig ob wir das machen sollten. Die Hunde begrüssten uns und dann setzte Asko sich vor mich und schaute mich an. Ganz ruhig. "Du möchtest mein Freund sein?" fragte ich ihn. Und er blieb sitzen als wenn er ja sagen wollte.

Heute ist er schon fast 6. Er ist ein Hund mit viel Power, viel Kraft, er hat mich viel lernen lassen über Hunde und tut es noch. Durch ihn sind wir zum Mantrailen gekommen, zwar auf Hobbybasis, aber auch der andere Hund, Nikan trailt und hat enorm an Selbstbewusstsein gewonnen.

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AndreasS am 30 Apr 2016 17:24:26

High,
wir haben auch 3 Hunde. Die dankbarste ist Nelly, hat vor 10 Jahren solange unser Wohnmobil auf Sardinien belagert bis wir Sie mitgenommen haben.
Meine Frau war früher im medizinischen Bereich tätig. Dank Nelly hat Sie nach der Geburt unserer Tochter etwas ganz anderes gemacht.
Sie ist jetzt aktive Hundetrainerin und mit Nelly, die jetzt ausgebildete Therapiehündin ist, geht sie mehrmals die Woche in Altenheime und macht alte einsame Menschen glücklich.
Bilder von allen gibt es beim Klick auf unsere Homepage oben.
Wir machen nur noch Wohnmobilurlaub und unseren nigelnagelneuen Eura hab ich direkt schon vor der Erstzulassung zwei Monate lang hundetauglich umgebaut.

sini2000 am 30 Apr 2016 22:38:31

Dann sollte Nelly sein. Denn durch sie, machte Deine Frau heute beruflich etwas, was sie und andere Menschen glücklich macht. Ich nehme Nikan auch öfter mit ins Heim, wenn ich meine Mutter besuche.

Und zu Nelly - sie hätte unser Wohnmobil keine 5 Minuten belagert, da wäre sie drin gewesen :D . Was für ein Blick, der geht direkt mitten in die Seele. Meine Sina hatte auch diesen Blick. Eure anderen Hunde gefallen mir auch, aber Nelly hat eindeutig was.

Hast Du Fotos vom Womo-für-Hundeumbau?

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AndreasS am 01 Mai 2016 12:10:42

Oh Ingrid,
hast ja auch eine tolle Hundeseite :)

kintzi am 01 Mai 2016 21:17:26

Zurück zum Thema:
Flocke hieß im Asyl Socke (schwarz, rel. kurzhaarig mit weißen Socken, Blesse, Bauch u. Schwanzspitze).War mit ihren 3 J. nicht sozialisiert,aggressiv Kinder u. andere Hunden gegenüber.. Gehorsam :Command blowing in the wind, aber recht intelligent in der Futterbeschaffung. Fensterbrettbalance-fest auch in höheren Stockwerken.Nach Aussage Tierschutz schwer vermittelbar, Einzelgängerin.
Hatte Kneipen-Bedienung gehört, wurde mit Kneipenresten ernährt , wußte anfänglich mit größeren Stücken oder gar Knochen nichts anzufangen, letzteres brachte ihr unsere Tochter bei :razz: . War viel allein u. v. Kindern geärgert. Abgegeben weil Wohnungswechsel ohne Tierhaltung in der neuen W.
Habe es mit 10 Std. Hundeeinzeltrainig mit Hundetrainerin einschl. dress. Artgenossen u. " Kochlöffelkonditionierung" :razz: probiert:
Sozialisierung bzgl.Artgenossen durch Training trotz grelegentlicher Beißerei erfolgreich, Kinder bis auf Enkel unsicher. Gehorsam außer Leinenreichweite katastrophal, obwohl sie meiner Meinung nach alle Kommandos verstand u. in der Nähe auch ausführte. Wollte mich schon als gescheitert betrachten u. sie zurückgeben, meine Frau bat jedoch, es mit E-Halsband (akkustisch u. Citronella-Sprühstoß) versuchen.
Und: wirkte Wunder: hatte Hündin in 20 Min u. nach diversen Sprühstößen soweit, staunte selbst. Mit menschlicher Logik:der Bursche kann mir in der Entfernung eh nichts, kann ich ignorieren. Als sie aber merkte, daß ich sie mit Halsband in der Entfernung doch erreichte, wirkte eigentlich schon das Umhängen oder Zeigen des E-Halsbandes.
Das erste Band war nicht wasserdicht (100€), ersoff im Fluß, Reichweite 50m. Das spätere 300€-Band wasserdicht, über 100m, aber hoher Batt-verbrauch
(12 V runde Stab, recht teuer) Hatte auch Schwierigkeiten, Citronella Gas zu besorgen.
Jetzt ist sie alt u. normal friedlich u. gehorcht meist, reicht f. den Hausgebrauch. Aber wachsam, wollen Hund beim Freistehen als Sicherheitsfaktor nicht missen, warnt halt wegen Hörminderung etwas später aber dann eindringlich. Gr. Richi

gaia3 am 01 Mai 2016 22:09:17

Leider sind wir etwas vom Thema abgekommen.
Da ich in meinen Homepages (jeder Hund hat seine eigene) sehr viel über unsere Hunde schreibe, möchte ich es hier kurz machen und kopiere einfach ein paar Auszüge (hoffe, das ist o.k.)

Unsere erste Hündin, ein blonder Hovawart/Schäferhund/Afghanen-Mix, begleitete uns 13 Jahre lang durchs Leben. Im Sommer 1995 ging sie dann in die ewigen Jagdgründe ein - ihr Herz war zu schwach geworden. Unser Leben war plötzlich um vieles ärmer geworden und unser Haus fast unerträglich still. Wir vermissten "Cora" sehr: Dieses unerschütterliche Vertrauen, das aus ihren Augen sprach..... Diese bedingungslose Zuneigung, die sie uns entgegenbrachte..... Diese stürmischen Begrüßungen, wenn wir kurz fort waren. Unser Haus war nie leer. Immer war dort jemand, der uns freudig willkommen hieß..... Diese entspannenden Spaziergänge, kurzfristig scheinbar fernab unserer künstlichen Welt, gemeinsam mit einem glücklichen Hund, der das Hier und Jetzt genießt so wie es ist und sich keine Sorgen macht über das Woher, Wohin und Warum.....

Sofort wieder einen Hund zu "adoptieren", erschien uns wie Verrat an dieser treuen Hündin. Der Platz des Hundes in unseren Herzen schien auf immer von ihr besetzt zu sein. So nahmen wir einige Kätzchen bei uns auf, die schnell wieder ein Lächeln in unsere Gesichter zauberten. Aber so lieb Katzen auch sind, sie können doch keinen Hund ersetzen. Katzen bleiben unser Gast - ein Hund wird Familienmitglied. Katzen haben uns gern - der Hund liebt uns. Es ist die einzige Liebe, die man kaufen kann (obwohl - ganz so einfach ist es nicht: man muss schon etwas dafür tun, muss sich auch diese Liebe erst verdienen). Welch' große Bereicherung das harmonische Zusammenleben mit einen Hund bedeutet, wird ein Außenstehender sicher nicht verstehen können. Es ist ein erfülltes Miteinander, ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Die Beziehung zu einem Hund ist ein jahrelanger Prozess, in dem das gegenseitige Vertrauen und Veständnis aufgebaut wird. Ein ausgeglichener, umweltsicherer und sozialverträglicher Hund auf den man sich verlassen kann, ist eine große Freude.

Irgendeinen Hovawart zu erwerben ist nicht schwer, einen wirklich guten Hovawart zu bekommen dagegen sehr. Gefunden haben wir unseren neuen Partner auf 4 Pfoten über die Welpenvermittlung des Rassezuchtvereins für Hovawart-Hunde e.V.. Dort einen Welpen zu bekommen, war allerdings gar nicht so einfach, wie wir uns das vorgestellt hatten. Im fraglichen Zeitraum gab es im ganzen Rheinland keinen einzigen Wurf. Und auch bei entfernteren Züchtern, bei denen wir uns telefonisch meldeten, bekamen wir nur Absagen. Nach und nach mussten wir den Radius, in dem wir nach einem Züchter suchten, bis auf 300 km erweitern. Dann endlich ein Hoffnungsschimmer: in Bissendorf bei Osnabrück war noch ein Rüde zu haben. Aufgeregt fuhren wir gleich hin, bevor auch der wieder weg ist. Die Welpen liefen uns freudig entgegen und überfielen uns regelrecht, als wir in den Auslauf geklettert waren. Einen Welpen aus der munteren Schar aussuchen und sich spontan verlieben ging nicht, es war ja nur noch einer frei. Schade. Welcher mochte es wohl sein? Die Spannung stieg. Alle Welpen machten einen guten Eindruck und die Züchterin hatte auf ihrem Rasen einen abwechslungsreichen Abenteuerspielplatz aufgebaut. Aber Tunnel, Klettermöglichkeiten und Spielzeug waren sofort uninteressant, wenn ein menschliches Wesen den Auslauf betrat. Wir wurden regelrecht belagert, jeder Welpe wollte die neuen Spielkameraden sofort "testen". Lieblingsspielzeug war ein Lederlappen, an dem die ganze Meute hing, sobald man ihn etwas hin und her zog. Hier hatten die Hunde offensichtlich einen optimalen Start. Sogar die Oma der Welpen konnten wir bewundern. Sie wirkte mit ihren 14 Jahren noch fast genau so attraktiv und fit wie die Zuchthündin. Als wir genug in der quirligen Schar "gebadet" und auch mit der Mutterhündin gespielt hatten - acht agile Hovi-Welpen plus kontaktfreudige Mama können ganz schön anstrengend sein - bat uns die Züchterin zum Gespräch. Sie machte einen sympathischen und engagieren Eindruck. Nachdem wir uns gegenseitig "beschnuppert" hatten, fiel ihr Urteil wohl zu unseren Gunsten aus. Sie drückte mir eins der Wollknäuel in den Arm und meinte: "Das is'er." Das war's schon. Wie gerne hätte ich doch die "Qual der Wahl" gehabt ...

Aber wir haben unsere "Entscheidung" nie bereut. Im Vergleich zu seinen Geschwistern schien Helos/Argus ein eher ruhiger Eigenbrötler zu sein. Sein Motto lautete wohl "Versuch's mal mit Gemütlichkeit ...". Nachdem wir unser zukünftiges Familienmitglied zwischendurch nochmals besucht hatten, durften wir ihn vier Wochen später endlich, endlich mit nach Hause nehmen. Das war fast so, als fiele Weihnachten und Geburtstag zusammen... :-)) Seitdem sind wir der Hovimania verfallen...

2 Monate später besuchte die Züchterin alle "ihre" Welpen, um sich von deren Wohlergehen in den neuen Familien zu überzeugen. Bei uns brachte sie zu diesem "Familientreffen" auch noch Argus' Schwester und deren Besitzer mit. Das war eine Wiedersehensfreude! Man konnte erste Erfahrungen mit den Welpen austauschen und bekam Erziehungstipps. Bei einem kurzen gemeinsamen Spaziergang wurde sogar schon eine kurze "Babyfährte" für die Kleinen gelegt und abgesucht. Mit der Züchterin stehen wir auch heute noch über eMail und trotz der Entfernung sogar persönlich in Kontakt.

Unser Hovizwerg wurde zu einem prachtvollen Rüden, der alle Gesundheits- und Wesenstests mit Bravour bestand. Er wurde Deckrüde und hat in Deutschland 3 Würfe (es sind bei uns lebenslang nur max. 5-6 Würfe erlaubt), dazu noch 5 Würfe in verschiedenen europ. Ländern (bei ausländischen Würfen gibt es keine Begrenzung).
Die Homepage von unserem Argus: --> Link

So bin ich auf den Geschmack gekommen und habe mich nach 5 Jahren auf die Suche nach einer Hündin begeben, mit der ich vielleicht züchten kann. Ich hatte Glück, auch sie bestand alle Prüfungen und Tests und hatte 4 Würfe. Inzwischen ist sie 10 Jahre alt und genießt ihren Ruhestand.
Vor 4 Jahren haben wir eine Hündin aus unserem C-Wurf behalten, die ihre Mama auf Trapp hält.
Carlas Homepage: --> Link
... und die Seite ihrer Tochter Chili: --> Link

Unser Rüde hat uns vor 2 Jahren verlassen.

Standgaaaaas am 01 Mai 2016 22:28:21

Hallo WoMo-Hundefans,
hallo Ingrid. Ein schönes Thema hast du da begonnen!
Solange ich denken kann, hatte ich entweder selber einen Hund, oder Hunde in meinem näheren Umfeld. Mein jetziger Hund war ein sehr gewichtiger Grund, warum ich ein Wohnmobil angeschafft habe: Er ist immer dabei!

Während der Fahrt trägt er ein Geschirr und hat seinen Platz zwischen Fahrer- und Beifahrersitz. Dort kann er liegen, sitzen oder stehen, so wie er es gerade möchte. Sonst kann er sich frei bewegen und hat sein Liegeplatz auf der Seitensitzbank.


at gaiia3: was sind das für Hunde? der rechte könnte auch ein Beauci sein?!?

Gruß
standgaaaaas

gaia3 am 01 Mai 2016 22:34:48

Standgaaaaas hat geschrieben:at gaiia3: was sind das für Hunde? der rechte könnte auch ein Beauci sein?!?

Gruß
standgaaaaas

Nee, das sind alles Hovawarte. Die sind eigentlich langhaariger als Bauceron.
Hovawarte variieren stark. Meine Althündin ist halt ein relativ kurzhaariges Exemplar ;D

Was ist Deiner denn für einer? Sieht irgendwie auch wie Hovi oder Beauci aus ?

Standgaaaaas am 01 Mai 2016 22:44:04

Mein Adahy ist ein Beauceron, jetzt gut 2 1/2 Jahre jung. Häufig wird er als Hovavart-Mix oder Mix aus Rottweiler-Dobermann identifiziert ;-)

Standgaaaaas am 01 Mai 2016 23:08:24

Ein Beauceron ist übrigens nicht verfressen, er wird nur nie satt ;-)

Gast am 02 Mai 2016 10:51:57

Ich glaube, so ziemlich das Erste was ich hörte, als ich das künstliche Licht dieser Welt erblickte, war neben dem erstaunten " Was ist das den? " der Hebamme, dass Gebell unserer Hunde. Hunde gibt es in unserer Familie, auch bei den Großeltern schon immer.
Naheliegend, was ich/ wir gleich nach Bezug der ersten gemeinsamen Wohnung Zuwachs in Form eines Mischlingswelpenmädchen bekamen. Meine damalige Verlobte war dagegen...."wenn hier ein Hund einzieht, zieh ich aus" waren Ihre Worte. Meine waren " ich werde Dich SEHR vermissen". Ok der Hund blieb, Verlobte auch und heute sind wir über 30 Jahre verheiratet und haben den 4 Hund (aus Tierheimen, oder Tötungsstationen). Katinka, Kasimir, Abeja und jetzt Lizzy.

Besonders muss ich da vor all unseren Hunden, von Kasimir schreiben.

Als unsere erste Hündin Katinka nach Magendreher starb, musste ein neuer Hund ins Haus. Wir suchten was "gebrauchtes", 2-3 Jahre alt, was schon bischen erzogen ist.
Wir suchten und suchten, nichts spach die Seele an.... bis wir über einen Hund stolperten, der absolut nicht ins Suchmuster passte. Aber als wir Ihn das erste mal sahen, schossen uns beiden die Tränen in die Augen.
Er kam,
er sah,
er siegte.
Wir hatten keine Chance zum Wiederstand.

Kasimir haben wir aus einen Tierheim. Dort kam er zur Welt. Als wir Ihn bekamen bestand er nur aus Haut und Knochen, war 11 Monate alt, handscheu, zerschlagen und war ein absoluter Psychopath, angstlich und scheu, konnte nix, war leicht bissig, eigendlich "total Banane".
Nach kleinen Streit mit dem Tierheim (denen wohnten wir zu weit weg und die waren zu bequem um sich von der Wohnsituation zu überzeugen), nahmen wir Chicko (so der ursprüngliche Name) mit Heim.

Schon am ersten Abend merkten wir, dass der Hund bei ruf des Namen Angst bekam, ja versuchte zitternd unters Sofa zu krabbeln. Ok, so änderten wir den Namen. Aus Chicko wurde Kasimir. Dann, als ich die Hundepapiere durchsah und den Namen ändern wollte, stellte ich fest, dass in seinem Impfpass unser Name auf einem Klebezettel stand. Neugierig wollte ich wissen wer der Vorbesitzer war und fröstelte den / die Aufkleber auseinander. Es waren mehrere !!! Ich stellte fest, dass das Kasimir im Tierheim geboren wurde und vor uns in 3 (DREI) Familien vermittelt wirde.
Alle haben ihn zurück gegeben, der letzte Besitzer hat ihn scheinbar heftig geschlagen.

Als wir ihn Vooorsichtig untersuchten (die vordere Seite des Hundes hatte Zähne und die konnten beißen) , fanden wir noch Streifen der Schläge unterm Fell.

Viel Arbeit, viel Nerven hat uns dann die nächste Zeit gekostet. Stur wie ein Panzer, gleichzeitig hoch sensiebel. Ein Wort zu laut = Zusammenbruch des Hundes.
Lange Rede kurzer Sinn, wir brauchten fast 1/2 Jahr bis Kasimir "Hund" wurde, also frei, offen, fröhlich und ja, er folgte uns auch, war Campinplatzkompatibel und extrem kinderlieb, aber wenn er einmal mit einem Kind spielte, waren wir die einzigen die dann noch an das Kind durften..... Was Eltern sind, konnten wir ihm irgendwie nie erklären. Wie gesagt, am vorderen Ende waren Zähne angebracht.
Kolateralschäden am Mobiliar, an Teppichen gab es auch..... egal. Die Geschäfte sind voll davon.

Kasimir dankte uns für unsere Geduld und Mühen in dem er das Beste und treueste Fellbündel wurde was ich jemals kannte.
Sowas an Hund gibt es nicht nochmal.
Er starb in meinen Armen mit knapp 10 Jahren an Leberversagen (nach 3 Behandlungsjahren und hohen Kosten).

Der Sack, der schwarze Teufel, hat ein Stück meiner schwarzen Seele mitgenommen und ich weiß eines, wenn es ein "Nachher" gibt, wenn ich mal den " Satz" mache, weiß ich wer mich an der Pforte abholen wird....

Kasimir, RIP mein alter Junge

Gast am 02 Mai 2016 13:40:19

:daumen2: :daumen2: :daumen2:

Gast am 02 Mai 2016 14:18:37

Pit, das hast Du sehr schön geschrieben :daumen2:

Jonah am 02 Mai 2016 16:09:57

Ach je, was für eine rührende Geschichte. Wie gut, dass ihr Kasimir adoptiert habt und so viel Geduld aufbringen konntet. Ein richtiges Happy End, auch wenn der Tod immer viel zu früh kommt, so hat er doch bei euch seine unschöne Vergangenheit vergessen dürfen.

AndreasS am 02 Mai 2016 16:13:57

Bin ganz bei Dir, Pit!

Gast am 02 Mai 2016 18:05:00

Freue mich, das euch Kasimirs Story gefällt. Der Kerle hat uns echt Nerven gekostet, aber wie geschrieben, der Sack hat ein Stück von mir mitgenommen.
Es sei Ihm gegönnt.
Wir haben immer nur Mischlinge (man sagt ja, die seien unanfälliger) gehabt aber irgend wie, dennoch Pech.
Katinka, Mix zw. Howawart und Setter wurde nur 9 Jahre. Magendreher
Kasimir, Setter-Labradormix wurde knappe 10 Jahre, Leberversagen
Abeja, Howaward Colliemixmädchen (aus spanischer Tötungsstation) wurde etwas über 11 Jahre. Ok für einen so großen Hund mit 65cm Stockmaß schon ganz gut, aber dennoch zu früh. Immerhin hat sie Milzverdrehung und Not OP überlebt und die Babiose auch noch.

Hoffen wir das Lizzy (aus ungarischer Tötungsstation und dann hier Pflegemama) sich was länger hält. Die hatte aber auch schon Klinikaufenthalt nötig. Bei Ihr riss nach Kastration die innere OP Naht auf.... ich kann Euch sagen....... Nerven muss man haben...Nerven.

Standgaaaaas am 02 Mai 2016 18:52:03

Auch von mir: schöne Geschichte und schön geschrieben und ... Hut ab vor jedem, der sich so einen Hund ins Haus holt.

Die Meinung, das Mischlinge unanfälliger oder robuster sind, teile ich nicht. Auf der einen Seite ist es zwar sehr positiv eine große genetische Vielfalt zu haben, aber leider ist das gerade bei Mischlingen häufig nicht der Fall. Bei unkontrollierter Vermehrung wie sie häufig bei Mischlingen vorkommt, ist der Stammbaum gar nicht bekannt. Die Elternhunde leben häufig sehr regional begrenzt und somit ist tauchen die selben Hunde mehrfach in einem Stammbaum auf.
Bei guten und verantwortungsvollen Züchtern passiert sowas nicht. Zugegebenermaßen gibt es auch weniger gute Züchter ... Die nennen sich dann Vermehrer!

Aber letztendlich spielt es für die Mensch-Hund Bindung keine Rolle, ob man sich einen Rassehund, Mischling von der Straße oder Mischling aus verantwortungsvoller Zucht holt. Wir Menschen müssen einfach begreifen, das wir eine gegenzeitige Bindung aufbauen. Das muss Mensch lernen, Hund kann das sowieso. Derjenige, der das gelernt oder erlebt hat, kann solche Geschichten wie Pit schreiben.

standgaaaaas

AndreasS am 02 Mai 2016 20:42:25

Also unser Mischling, Charli Beltram der viertelvorzwölfte aus Tötungsstation und Pflegfamilie ist wenn sein Flüchtlingspass nicht gefälscht war fast 17 geworden und hat sich dann ruhig und zufrieden beim Tierarzt von uns verabschiedet.
Ursprünglich ging es hier im Chat ja um bewegende Momente. Da kann ich auch noch einen liefern, der mich am meisten berührt hat.
Charlie konnte einige Kommandos auf deutsch verstehen und ausführen aber so recht klappte das damals nicht. Eine spanische Kollegin (eine doofe) wollte mir auch keine spanischen Kommandos aufschreiben, so dass ich die irgendwie suchen mußte. Irgendwann hatte ich dann einige gefunden und hab dann als ich nach Hause kam nachdem Charli sich nach seiner herzlichen Begrüßung wieder beruhigt hatte angefangen, mit ihm Spanisch zu reden.
Ná das war mal was! Er kannte die Kommandos alle und wußte vor lauter Freude garnicht mehr was er zuerst machen sollte. Er wollte einfach nur gefallen. Das war so ein emotionales Erlebniss für mich, das werde ich nie vergessen. Ich versuche auch heute noch mit allen spanischen Hunden Spanisch zu sprechen und dann kommt immer etwas von Charli zurück. Er war mein Hund und hat auch wie bei Pit etwas von mir mitgenommen. Wenn ich dann andere Spanier treffe kommt immer etwas zurück :cry:

sini2000 am 02 Mai 2016 21:27:53

Ui, da sind ja schon einige Geschichten zusammen gekommen.

Es ging zwar für mich hier an mit den "den haben sie geschickt" Hunden, aber ich finde auch jede andere Geschichte schön, wie man auf den Hund gekommen ist.


Katzen bleiben unser Gast - ein Hund wird Familienmitglied.


Oh nein, das ist hier ganz Anders. Casimir ist volles Familienmitglied und er hängt sehr an mir. Er kommt auf Ruf, er redet mit mir und da ich, als wir ihn fanden keine Ahnung von Katzen hatte, habe ich es gemacht wie bei den Hunden. Er kann jetzt Sitz :mrgreen: :lol:

Die Kasimir Geschichte ist auch total toll.

Ná das war mal was! Er kannte die Kommandos alle und wußte vor lauter Freude garnicht mehr was er zuerst machen sollte. Er wollte einfach nur gefallen. Das war so ein emotionales Erlebniss für mich, das werde ich nie vergessen.


Das finde ich klasse. Toll dass Du Dir diese Mühe gemacht hast. Das war für ihn total richtig.

Ich habe eine ähnliche Geschichte mit unserem Kater: Nachdem sie ins Womo eingbrochen sind war der total scheu. Und wenn wir Besuch im Womo kriegten, versteckte er sich. Dann kam eine holländische Bekannte ins Womo, die Katzen hat und die fand er irgendwie toll. Und sie sagte dann zum "Casimir bist Du in die Camper?" und er schnurrte sie an. Ich habe danach ganz oft in ihrem Tonfall geredet und er hat immer reagiert. :D

Aber ich würde nicht mit allen spanischen Hunden spanisch sprechen, viele haben auch die Hölle erlebt und die Sprache kann dann auch negative Erinnerungen auslösen.

AndreasS am 03 Mai 2016 10:13:35

OK,
und hier bettelt Nelly am Strand in Porto Ferro auf Sardinien darum bei uns einziehen zu dürfen :)

JoFoe am 03 Mai 2016 10:27:52

Hallo,
ja manche Hundeblicke können einen irgendwo tief drinnen treffen und dann ist es geschehen. :ja:

markgraefin am 03 Mai 2016 11:10:54

Wenn ich diesen Blick sehe, weiß ich noch sicherer, dass ich niemals im Süden Urlaub machen werde.

Ich käme mit mindestens drei Hunden nach Hause.

Deine absolut süße Nelly hätte mich nur einmal, ein einziges Mal, so angucken müssen und es wäre
um mich geschehen.

Vernunft kennt keine Unterkunft und wenn es um Hunde geht schon gar nicht mehr.

Es bleibt also dabei: Spanien, Sardinien, Portugal, Griechenland, alles keine Länder in die ich fahren dürfte. :cry:

Gruß
Markgräfin

kintzi am 03 Mai 2016 13:39:45

Stauferbau Castel del Monte in Apulien/Süditalien vor Jahren ! Von menschenleeren Wäldern umgeben,blieben wir 2004 dort über Nacht. Fürchterliches Canidengeheul ab 24 Uhr, wie im Hund vom Baskerville, mir war es ehrlich nicht ganz wohl, Cora, Vorgängerin v. Flocke, auch nicht.
Am Morgen ca. 40 köpfige wilde Hundemeute outside, Chef großer Dt. Schäferhund, Mischlingsharemdamen mit
Welpen versch. Alters,einer süßer als der andere, im Phänotyp unverkennbar Pappas Erbmasse. Cora traute sich gleich garnicht hinaus.
Alle hatten das Futter im Kofferraum erschnüffelt, als ich die Tür öffnete, stürmten sie ihn. Es ging Coras ganzer Vorrat von 2 Eimern nach u. nach drauf, die Hündinnen wachten aber über ihre Kleinen, anfassen war nicht.
GsD kriegten sie auf's Futter Durst u. verkrümmelten sich dann doch in Richtung einer Wasserstelle, so daß wir uns davon machen konnten.
Gr. Richi

sini2000 am 03 Mai 2016 19:32:58

Erstmal vorab: Alles zum Thema Hundebox und Unterbringung ist im Thread dafür verschoben. Ich antworte auch da :D --> Link


Nelli - dieser Blick. Wieviel Tage hast Du Stand gehalten Andreas? :D Ich hätte keine 5 MInuten durchgehalten.

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