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Festgefahre! Anfahrhilfe? Schneekette? oder wie geht das?


tobi7212 am 26 Jun 2006 23:31:06

Hi, ich bins mal wieder mit ner neuen Geschichte:

Wer keine Lust auf nen langen Text hat, aber mir trotznem n Tipp geben möchte kann unten weiter lesen (Linie)

So, nu gehts los. Ich war leztes Wochenende mit meiner Freundin und unserem fast fertig ausgebauten Kastenwagen (Toyota Hiace, könnte noch wichtig sein) auf nem Rockfestival (Hurricane in Scheeßel (also das Rock am Ring in Norddeutschland), falls es hier noch mehr Leute gibt die das kennen).
So, das ganze Wochenende schönes Wetter, aber um zur Sache zu kommen, am Sonntag Abend n fetten Platzregen mit 30Liter pro qm in einer Stunde. Die Autos und Zelte stehen ja alle auf dem Feld (selten Wiese). Das Wasser war überall Knietief. Wir wollten eigentlich in dem Moment weg fahren, aber die Räder wollten gar nichts. Ich hab ganz ganz langsam die Kupplung kommen lassen ganz ohne gas, aber wir haben uns kein stück von der stelle bewegt. Hinterradantrieb! Ist die Hölle. Da haben wir uns das Bettchen wieder schön gemacht und geschlafen. Am nächsten morgen hat das Gras tatsächlich wieder raus geschaut (außer ein paar riesen Pfützen). Wir haben dann versucht uns selbst da weg zu bekommen. Schaufel war dabei, also haben wir vor den antriebsräder die Erde weg geschaufelt und Teppiche vor die reifen gelegt und ne schöne sachte schräge vor die eingesackten reifen gebaut. – Hat leider nix gebracht. Dann hab ich n Flaschenzug an ein Auto gebunden, das vor uns stand (war kein inhaber da), der auch leider die handbremse nicht angezogen hatte. Als wir gezogen haben hat sich also sein auto bewegt und nicht unseres. – Son mist.
Das ging aber fast allen so, die hinterradantrieb hatten, wo er nicht angemessen ist.
Ich hab zB. n T3 gesehen, der wurde angeschoben, beschleunigte dann auch 10 meter, die Schieber hörten auf zu schieben, er wurde immer langsamer und blieb wieder stehen und grub sich ein. Nix zu machen. Zum Glück war das alles halb so schlimm. Da waren einige Trecker unterwegs, die dann ziemlich fix einen nach dem anderen zur Straße zogen, auch uns. – unter anderem noch durch ne riesen Pfütze und n bissel bergauf. (Da wären wir aus eigener Kraft nur 2 wochen später nach der nächsten schön-wetter-periode durch gekommen)
Joa so war das. Das war die Einleitung und der Anlass meines Schreibens.

Hauptteil
Wir mögen unser Auto. AAAAber:
Es ist verdammt leicht hinten uuund es hat Hinterradantrieb uuuund es hat abgefahrene Sommerreifen.
Und das ist verdammt schlecht. Da wir mir jeder Recht geben.
Wenn wir im Winter mal fahren mussten passierte es manchmal, dass wir auf einem ganz normalen Asphalt Parkplatz standen, es war etwas glatt, (zB dünne Schneeschicht) und hinter einem Hinterreifen lag ein Radiergummi-großes Steinchen. Dann drehten die Räder durch und es bewegte sich nix. Ich dacht was is denn nu los ? Spinn ich ? Häää? – Ausgestiegen. Da is nix! Gar nix! Doch . n steinchen. Das hab ich dann mit dem Fuß weggeschoben, noch mal geschaut, dass da nicht noch ein 2. irgendwo rum liegt, und dann konnte die Fahrt ganz langsam los gehen.
Hammer oder ? oder ist das jemandem auch schon mal passiert?

Um jetzt eins vorweg zu nehmen. Wir hatten leider grad noch kein Geld für neue Reifen (sind auch noch die teuren LKW reifen), aber demnächst ist es soweit und es gibt neue.

Deshalb jetzt meine 1. Frage:
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Kommt man mit Allwetter-Reifen oder mit Sommerreifen, oder mit Winterreifen von einer matschigen Wiese besser weg?
Wir sind Surfer und deshalb öfter mal auf ner wiese oder Sand o.ä.
Und wir haben kein Geld für Sommer- UND Winter-Reifen. Also Allwetter-Reifen?
Wir sind nicht darauf angewiesen im Winter zu fahren. Also Sommerreifen?

2. Frage WICHTIGSTE FRAGE!
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Man gehe davon aus, wir hätte die richtigen Reifen drauf.
Nun ist das Auto hinten immer noch relativ leicht und hat immer noch Hinterradantrieb.
Da werden wir im Schlamm, nasse Wiese oder bei bissel bergauf ja vermutlich immer noch stecken bleiben.
Was kann man da machen?

Was haltet ihr von Schneekette? Bringen die in dem Fall was?, aber wenn der reifen schon n stück drin hängt(Match, Erde, Sand) , was jawohl der fall ist, dann bekomm ich die kaum drum oder?

Was haltet ihr von Anfahrhilfen, so Kettenteilen oder Gurtstücken die um den Reifen gekrallt werden. Die soll man angeblich auch drum bekommen wenn man schon n stück drin hängt.
Hört sich bis jetzt für mich als eine gute Sache an, die unser Problem am besten in den Griff bekommt. Man kann ein kurzes Stück fahren, bis man von der Wiese runter ist.
Hat da jemand Erfahrung mit?

3. Frage
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Bringt es viel sich im Winter Steinplatten in den Kofferraum zu legen?

Und im Sommer
Würde das Sinn machen sich dauerhaft im Sommer Steinplatten rein zu legen, nur weil man vielleicht irgendwann mal auf einen Rasenplatz fährt und es dann anzuregnen anfängt? Kommt man so überhaupt besser weg?


Dann gibt es da ja noch andere Hilfen, wie Sandbleche (bei Wüstenfahrten) oder Gummimatten zum Freigraben und Unterlegen. Hat jemand Erfahrungen damit?
Ich befürcht nur so was wird uns kaum was bringen, weil wir dann maximal ein paar meter fahren und dann wieder stecken bleiben, da müssten wir schon die ganze Strecke mit gummimatten auslegen 

Wie ich gesehen habe gibt es reichlich Leute mit den selben Problemen. Ich bin schwer gespannt wie ihr damit umgeht? Ich jedenfalls ab n dummen Gefühl dabei, wenn ich weiß, dass ich im nächsten Moment hilflos sein kann und mich auf die Suche nach dem nächsten Trecker machen muß der mich rauszieht und wohlgemerkt bis zu nächsten Asphalt Straße ziehen muß.

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Tipsel am 27 Jun 2006 01:22:53

Hallo tobi,

ich dachte, wir mit den Ducs hätten das größere Problem :wink:

Wenn du richtig tief in der Matsche hängst, helfen nur 5 € als Trinkgeld für den Treckerfahrer.

Bisher gings bei uns gottseidank immer mit Peters Kräften und ner Waschmaschine voll Klamotten hinterher. Peter schiebt mich/uns immer rückwärts raus, wir simulieren Heckantrieb :D

Aber im Ernst: bevor wir unsicheres Gelände befahren, gucken wir uns die Sache genauer an und entscheiden dann, ob wir das Risiko eingehen. Notfalls bleiben wir mit den Antriebsrädern auf festem Untergrund oder zumindest bergab. sonst gehts so aus:


berni01 am 27 Jun 2006 07:21:24

Ich schließe mich Tipsels Meinung an, ich war bisher auch der Überzeugung, daß man mit Hinterradantrieb auf der sicheren Seite wäre.
Ich denke aber, dein größtes Problem sind die abgefahrenen Reifen. Wo kein Profil ist, kanns auch keine Grip geben. Und wenn dein Womo fertig ausgebaut ist, wirst du auch entsprechend Gewicht auf die Hinterräder bringen.
Ich hab übrigens auch spezielle Gummimatten dabei. Hab sie einmal gebraucht, mit dem Effekt, daß die eine nach hinten geschleudert wurde, sich quer legte und das Hinterrad drauf stand. Nix mehr mit schieben. Hilfe brachte dann nur noch eine Allrad-Pickup. Wie Butter hat der mich aus der Sch... gezogen.

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t-man am 27 Jun 2006 10:13:19

Hallo,
wir fahren das ganze Jahr über Winterreifen. Bisher ging alles gut. Nach 3-4 Jahren kommen die Reifen eh immer neu, aus Sicherheitsgründen.
John

Eileen am 27 Jun 2006 10:22:02

Hatte mit meinem T3 das gleiche Problem, trotz Heckmotor.

Ich empfehle grobstolligere Reifen (All-terrain Gelaendewagenreifen) Das Profil auf der Laufflaeche ist dabei nicht soo wichtig, aber an der Flanke muessen Stollen sein, so dass sich der einsackende Reifen irgendwo festkrallen kann.

Des weiteren wuerde ich einen kleinen Kompressor mitnehmen. So kannst du Luft aus den Reifen lassen, bis sie fast platt sind. Das erhoeht die Auflageflaeche und hilft ungemein.

Wenn das nicht hilft ist ein Traktor immer noch die beste Loesung.

herrhausk am 27 Jun 2006 10:27:51

Hallo Tobi,

ich hatte vorigen Sommer das gleiche Problem.

Bin im Regen in Deutschland losgefahren, im Regen durch Österreich, im Regen durch Slowenien und im Regen in Kroarien angekommen.
Rauf auf den Campingplatz, schönen und auch einzig freien Stellplatz gefunden. Festgefahren! Schei...!!

Vor dem Urlaub hatte ich als Garantieleistung von Hymer neue Vorderreifen bekommen (Conti VanCo-Sommerreifen). Das sind prima Reifen für die Straße, haben aber leider im "Gelände" sofort ihre Grenzen aufgezeigt.
Hab alles versucht, Matten usw. (die Schneeketten hatte ich vor dem Sommerurlaub ausgeladen), brachte keinen Erfolg.

Da half dann nur Nachbarschaftshilfe. Innerhalb von von 5 Minuten ware 10 nackte Männer mit vollem Körpereinsatz damit beschäftigt mich wieder auf den "rechten Weg" zu bringen.

Dank diese einschneidenden Erlebnisses habe ich sofort nach dem Urlaub auf Allwetterreifen umgerüstet (Matador MPS320, ca. 70€ im Internet-Handel). Die Schneeketten bleiben auch ganzjährig im Mobil.

Bevor ich mich jetzt irgendwo hinstelle überleg ich mir wie man da wieder wegkommt.

Und hat das Wetter dann doch zugeschlagen, unternehme ich erst dann einen Anfahrversuch wenn es auch zweck hat!

Also bei einer durchweichen Wiese un schon genug anderen Fahrzeugen mit Problemen erst denken, dann losfahren! ggf. Schneeketten aufziehen, mit der Spühschüssel losziehen um etwas Split (Vor den Antriebsrädern ausbringen) aus dem Straßengraben zu besorgen, auch Katzenstreu ist da gut einsetzbar. Mit viel gefühl im 2.Gang mit schleifender Kuplung anfahren, ggf. aus der durch´s stehen gebildeten Mulde rausschaukeln.

Oft ist weniger mehr, wenns nicht klapt erstmal alle Versuche einstellen und eine Denkpause einlegen.

Habe mitlerweile mehrfach die Geländeeigenschaften der Matador-Allwetterreifen testen könne und bin sehr zufrieden. Fahren sich auch auf der Straße recht gut und sind sehr preiswert.

Ohne brauchbare Reifen nutzt dir weder Front-, Heck- noch Allradantrieb!

gruß Heinz

Dauerläufer am 27 Jun 2006 11:03:20

herrhausk hat geschrieben:Da half dann nur Nachbarschaftshilfe. Innerhalb von von 5 Minuten ware 10 nackte Männer mit vollem Körpereinsatz damit beschäftigt mich wieder auf den "rechten Weg" zu bringen.


Rein aus Interesse und für die Damen, die hier mitlesen: Gibts da Bilder?
:D :D

canter am 27 Jun 2006 11:37:06

Hallo Tobi,

ich kenn das Problem vom alten Bus meiner Frau. Mitsubishi L300
mit 2,4l / 112PS und Heckantrieb.

Also bis auf die Ausstattung als 8 Sitzer ziemlich ähnliches Auto.
Bei uns brachte im Winter folgendes die Lösung:

-Gute MS Reifen als C Version, relativ Grobstollig ( das C muss ggf. eingetragen werden )
-50 kg Sandsack hinter die hintere Sitzbank, direkt über der Achse

Danach hatt er sich immer und überall durchgewühlt. Auch auf Pässen.
Da hat der Drift dann richtig Laune gemacht.
Du wirst durch deine Ausstattung und ggf. Tanks im Heckbereich auch ohne große Probleme etwas Druck auf die Hinterachse bringen können.

Roman am 27 Jun 2006 13:11:45

Hallo Tobi,

mit unserem alten Ducato hatten wir das Problem auch öffter. Da war es zum Teil schon schwierig bis unmöglich aus einer nassen Wiese raus zu kommen.

Mit dem Heckantrieb des Sprinter waren diese Problem vergessen. Bis im März, auf der Rückreise aus Portugal. Auf einem CP in Frankreich haben wir die Empfehlung des CP - Personals ignoriert uns auf den befestigten Platz für Womos zu stellen. Wir haben ja schließlich Hinterradantrieb und grobstollige Ganzjahresreifen. Also haben wir uns einen schönen Platz ausgesucht. Schon beim Reinfahren hab ich gemerkt, hier kommst Du nicht mehr raus!

Der Platz bestand aus einer durchweichten Lehmschicht. Glatteis ist da nix dagegen. Ich habe alles probiert. Teppiche aus dem Fußraum, Auffahrkeile, es ging nichts.

Zu guter letzt hat uns der CP -Besitzer mit seinem Traktor rausgezogen.

Da war für mich klar, nie mehr ohne Anfahrhilfe. Diese Gummidinger aus dem Zubehörhandel kannst Du vergessen.

Das einzige was hier geholfen hätte sind Luftlandebleche. Gibts bei Woick recht günstig.

Damit kommst Du natürlich keine 100 m weit. Aber man kommt ohne fremde Hilfe wieder raus.



Roman

tobi7212 am 27 Jun 2006 17:29:45

Aber im Ernst: bevor wir unsicheres Gelände befahren, gucken wir uns die Sache genauer an und entscheiden dann…

Wenn man’s vorher wissen kann….. aber wenn plötzlich der einzige Regen in 6 Wochen kommt o. ä. Dann wär ich trotzdem gerne nicht hilflos.

wir fahren das ganze Jahr über Winterreifen. Bisher ging alles gut. Nach 3-4 Jahren kommen die Reifen eh immer neu

3-4 Jahre also. Halten Allwetterreifen vielleicht länger und sind ebenso gut fürs Gelände, wenn man nicht so winteraktiv ist?

Ich empfehle grobstolligere Reifen (All-terrain Gelaendewagenreifen) Das Profil auf der Laufflaeche ist dabei nicht soo wichtig, aber an der Flanke muessen Stollen sein, so dass sich der einsackende Reifen irgendwo festkrallen kann.

--> Link pdf
--> Link html
Auf der Seite bestätigt. Das hört sich gut an. Auf der laufläche weniger Profil, wegen den sonst lauten Fahrgeräuschen auf Asphlat, dem erhöhten Kraftstoffverbrauch und dem schlechteren Fahrverhalten. An der Seite Stollen, die sich in den Boden krallen, wenn der Reifen etwas einsackt. Ein guter Kompromiss? Denn ich will ja auch kein pures Geländefahrzeug sein.

Also bei einer durchweichen Wiese und schon genug anderen Fahrzeugen mit Problemen erst denken, dann losfahren! ggf. Schneeketten aufziehen, mit der Spülschüssel losziehen um etwas Split…

Bist du schon mal mit Schneeketten über eine Matschwüste gefahren? Wie war das?
Sind das sowelche wie früher, die man auslegen und reinfahren muß, dann hochziehen…., oder solche mit nem Stahlreifen, den man über den Reifel stülpt?
Wie klappt das mit dem anlegen im Matsch? Muß man da erst freigraben, dann im Loch die halbe Reifenumdrehung machen? und kommt danach richtig gut weg?

ich kenn das Problem vom alten Bus meiner Frau. Mitsubishi L300…

Den hatten meine Eltern auch als ich klein war.. Der Bischi (konnt ich damals noch gar nicht richtig aussprechen). Mein Vaddi hat auch im Winter Waschbetonplatten mit rum gefahren. Das werd ich dann also im Winter auch machen. Bleibt nur noch der Sommer auf der Matschwiese n Problem. Und dass wir nicht so gute Reifen haben werden wie ihr.


Da war für mich klar, nie mehr ohne Anfahrhilfe. Diese Gummidinger aus dem Zubehörhandel kannst Du vergessen. Das einzige was hier geholfen hätte sind Luftlandebleche.

Du meinst diese blöden gummidinger?: --> Link
Und diese Anfahrhilfe?: --> Link
Könntest du mal beschreiben wie es mit der Anfahrhilfe klappt. Reicht da eines dieser Kettenteile pro Antriebsreifen? Oder sollten es besser mehrere sein? Kommt man damit aus jedem Matschloch? Und lassen sich die Dinger auch gut am festgefahrenen Reifen befestigen?

Kann es sein, dass es die sicherste Variante ist, wenn man Luftlandebleche (Sandbleche, Bergebleche) hat, also die Reifen etwas frei gräbt, auf die Bleche fährt und darauf Schneeketten anlegt? Und dann ab durch die Mitte… durch die Wüste, durch den Urwald….

OK, is wohl zu viel des guten. Aber ist das die beste/sicherste Methode?

herrhausk am 27 Jun 2006 19:33:40

Hallo Tobi

Wie ich gerade lese Lernst du noch. ...auch manchmal dazu!

Am besten lernt man durch praktische Erfahrung.

Such dir ein schönes Schlammloch und probier die obigen Tipp´s alle mal aus.

Bin schon auf deinen Erfahrungsbericht gespannt.

Heinz

Eileen am 27 Jun 2006 22:00:37

Vergiss Schneeketten ...bei richtigem Schlamm helfen die dir nur dich noch schneller einzugraben, da sie die weiche Oberflaeche aufschneiden.

Inwieweit so eine Anfahrkralle eine gute Idee ist, weiss ich nicht ...kann mir aber nicht so recht vorstellen, dass sie den hohen Kraeften im Schlamm (im Vergl. zu Schnee) gewachsen ist.

Deine Sandbleche koennten evtl helfen, aber nur, wenn der Schlamm noch etwas Grip bietet ...ansonsten werden sie von den drehenden Raedern zu gefaehrlichen Schleudergeschossen umfunktioniert ...ich moechte jedenfalls nicht naeher als 20 - 30 Meter dahinter stehen.

Richtiger Schlamm ist wie Schmierseife, noch dazu "saugt" er dich fest, selbst Allradantrieb muss davor oft kapitulieren ...bei Hanglage sowieso.

Kauf' dir ordentliche Reifen, lass gegebenfalls ein bischen Luft raus, stell jemand hinten auf die Stosstange, der ein bischen schaukelt ...und wenn das nicht hilft, fasse dich in Geduld und warte auf Hilfe.

Den Platz fuer die "Expeditionsausruestung" wuerde ich mir fuer eine Kiste Bier oder den Grill aufheben ... hast du mehr davon. Ein langer Abschleppgurt waere allerdings keine schlechte Idee.

Ein kleiner Tip noch ...meist ist es ja nur ein Rad, dass durchdreht ...manchmal hilft gefuehlvoller Einsatz der Handbremse, den "Dreher" einzubremsen und wieder Kraft an beide Raeder zu lenken.

Roman am 27 Jun 2006 22:15:21

Hallo Tobi,

die Sandbleche funktionieren wirklich gut. Habe es mal in einer "gestellten" Situation ausprobiert. Die Dinger sind so geschnitten, dass der Reifen auf jeden Fall "greift". Da die Bleche jedoch nur 1,50m lang sind, ist klar, dass man auf diese Art keine 100m weit fahren kann.
Dazu sind sie auch nicht gedacht.

Wenn ich solche Expeditionen unternehme, dann sollte das gesamte Auto darauf abgestimmt sein (Allrad, Unimog.....)

Mir kommt es nur darauf an, im Fall der Fälle zukünftig nicht mehr auf einen Traktor angewiesen zu sein. Ist ja auch nicht immer einer in der Nähe.




Roman

Flywolf am 27 Jun 2006 22:27:39

Sandbleche und ähnliche Anfahrhilfen legt man auch nicht so einfach unters Auto, sondern befestigt sie mit Seil oder ähnlichem am Fahrzeug. So werden sie nicht zu Geschossen und falls das Fahrzeug beim ersten oder weiteren Versuch freikommt, fährt man einfach weiter und braucht sie nicht zum Auto schleppen.
Wolf

Eileen am 27 Jun 2006 22:33:17

Noch'n Tip

Insgesamt 15 Jahre lang habe ich einen T3 gefahren, der ja auch beim ersten nassen Grasshalm sofort stehen bleibt.

Einmal bin ich richtig fett haengen geblieben ...das war gleich zu Anfang bei einem Wochenendbesaeufnis auf einer Wiese ..da konnte ich den Bus erst am naechsten Tag rausholen.

Danach nie wieder!

Weil ich ich mir meine Stellplaetze und Anfahrtswege einfach vorher zu Fuss angeschaut habe und dann gegebenenfalls woanders hingefahren bin.

Und ich habe auch viel und oft frei gestanden. Ab und zu musste ich nach Regenfaellen vielleicht mal ein bischen vor- und zurueckschaukeln ...aber rausgekommen bin ich immer wieder.

herrhausk am 28 Jun 2006 10:01:49

Hallo alle miteinander,

festfahren auf losem / morastigem Untergrund gehört meineserachtens nach zun normalen Lernprozes den ein Mobil-Pilot nunmal durchmachen muß.

Verhalten im Gelände wir ja in der Regel nicht in der Fahrschule vermittelt.

Die Möglichkeit als junger Mensch Erfahrungen in diesem Bereich zu sammeln (Bundeswehr, THW usw.) wird ja auch immer gringer.

Nur durch "Sesselpupsen" und theoretische Studien lernt man das nicht und dem netten Treckerfahrer sollte man auch nicht immer vertrauen.

Habe gerade vorigen Monat erlebt wie beim jährlichen Junghengsfang in Dülmen der Parkplatz im Schlamm versank und so ein netter Treckerfahrer einen Reisebus von der durchgeweichten Wiese direkt in den danbenliegenden Graben gezogen hat.

Die Fahrgäste waren alle sehr begeistert.

Learning by doing, Heinz

tobi7212 am 28 Jun 2006 11:38:08

Na soweit so gut mit den metertiefen Schlammlöchern.....
Mir würde es fürs erste schon reichen von einer durchgeweichten Wiese zu kommen.
Dann darf ich mal zusammenfassen:

Sandbleche helfen praktisch immer um erst mal los zu kommen, doch für die meiste Zeit ist der Stauraum für selbige mit einer Kiste Bier besser genutzt.

Schneeketten nützen nicht so gut. Oder gibts da noch andere Erfahrungen?

Gute Reifen mit möglichst tiefem Profil, vor allem an den Flanken sind immer von Vorteil und nützen gut im Gelände.

Jetzt wüsste ich noch gern ob jemand schon mal diese Anfahrkralle (Kettenteile) ausprobiert hat --> Link und wie die so funktionieren.

carlosb am 29 Jun 2006 17:03:37

Hallo alle miteinander,

für die kleinen Probleme guckst Du:
--> Link
viel besser als Fiamma,
fürs grobe Luftlandebleche ( Alu ) bei Woick oder ebay,
sehr wichtig ein guter Wagenheber z.b ATDX 4-260 von Weber
--> Link
der Wagenheber hat mir große Dienste geleistet ( Große Hubhöhe mit zwei Kolben) Sand in Griechenland und Sardinien.

Viele carlos

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