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Spirituskocher?


Irmie am 12 Jun 2016 14:58:24

Hallo Wohnmobilisten,

von der Firma Bliss werden die Wohnmobile serienmäßig mit einem Induktionskochherd ausgestattet.
Dazu benötigt man aber schon einen richtig großen Akku mit entsprechendem Spannungswandler. Mein persönlicher Geschmack ist das nicht. Aber eine Umrüstung auf Gas ist auch sehr umständlich, wenn es vom Konzept her eigentlich ausgeschlossen ist.
Daher meine Frage, ist ein Spirituskocher wirklich deutlich ineffizienter als ein Gaskocher? Oder ist der geringere Heizwert von Spiritus nur von akademischer Bedeutung?

Irmie

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Tipsel am 12 Jun 2016 16:05:03

Ich weiß ja nicht, ob sich in den letzten Jahren was getan hat in Richtung Spirituskocher, aber wir hatten im Bussi damals serienmäßig einen zweiflammigen Spirituskocher eingebaut, und Kochen und Braten war das nicht wirklich. Man konnte etwas erwärmen, aber mehr nicht. Es wurde einfach nicht heiß genug.

skysegel am 12 Jun 2016 16:40:59

Ich kenne Spirituskocher vom Segeln. Kochen geht ganz gut, braten eher weniger. Problem ist, dass Töpfe von unten leicht schwarz werden. Im Vergleich zu Gas ist Spiritus auch teuer. Alternative wäre evtl auch noch ein Petroleum-Kocher. Wie der hier: --> Link Der ist auch wohl nicht mehr so umständlich zu bedienen wie früher. Oder etwas traditioneller: --> Link
Klassische Petroleumkocher erfordern allerdings etwas Umsicht in der Bedienung. Dann arbeiten die genauso geruchlos wie Gas. Allerdings wehe, wenn nicht.

Ulli

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wolkenhimmel am 12 Jun 2016 16:48:26

Wir kennen den Origo 3000 auch vom Boot her, das ist keine reine Freude. Wie Ulli schon schrieb, kochen geht, dauert halt, braten ist nur so mittel... mich würde das auf Dauer nerven.

VG Harriet

P.S.: Außerdem riecht der Kocher anstrengend, kann aber sein, dass das an unserem im Speziellen liegt.

b0tti am 12 Jun 2016 17:35:32

Hallo Irmie,

was ist denn der Sinn Deiner Nachfrage?

Suchst Du einen Spirituskocher oder hast Du ein Bliss Expeditionsfahrzeug, welches Du ohne Induktionsfeld nutzen willst? Ich werde aus Deiner Frage nicht ganz schlau. Die Firma Bliss hat ja eine Alternative zum Gas eingebaut, ob die nun Sinn macht oder nicht. Das normale Wohnmobil kommt doch mit Gas gut aus, was gibt es zu verbessern?

beret am 12 Jun 2016 18:01:02

von der Firma Bliss werden die Wohnmobile serienmäßig mit einem Induktionskochherd ausgestattet. Mein persönlicher Geschmack ist das nicht. Aber eine Umrüstung auf Gas ist auch sehr umständlich, wenn es vom Konzept her eigentlich ausgeschlossen ist.

hm, da würde ich wo anders kaufen...

wolkenhimmel am 12 Jun 2016 19:05:02

beret hat geschrieben:hm, da würde ich wo anders kaufen...


Warum? Die Bliss-Autos sind mit derart dicken Batterien ausgestattet, da kann man ein Weilchen mit kochen. Wenn man größere 6-stellige Beträge in ein Offroad-Mobil investieren kann, dann ist Bliss sicher eine ordentliche Wahl.

VG Harriet

bluecamper am 12 Jun 2016 19:12:12

Hallo,

wir haben für außen z. B. einen Gas-Kartuschen-Kocher im Koffer. Der hat (meine ich) um die 3KW.
Darauf Braten wir gelegentlich. Den würde ich dann als Alternative mitnehmen. Wiegt nicht viel und ist in der Handhabung echt klasse. Und die Leistung reicht auch vollkommen.

franzose01 am 12 Jun 2016 19:41:45

Salut,

auch ich werde aus der Frage nicht schlau. Wenn aber kein Gas an Bord ist, wäre ein Dieselkocher auch eine Alternative. Die meisten WoMos haben sowieso Dieselmotoren.

beret am 12 Jun 2016 19:49:11

Wenn man größere 6-stellige Beträge in ein Offroad-Mobil investieren kann, dann ist Bliss sicher eine ordentliche Wahl.

ja sicher ist auch eine ordentliche Wahl , aber scheitert hier an der nicht kompatiblen Kochstelle ...

Irmie am 14 Jun 2016 22:25:26

Hallo,

vielen Dank für die Informationen.
Ein Arbeitskollege liebäugelt mit einem Mobil von Bliss für eine Mittelamerikareise. Meine Schwester und mein Schwager wollen nur ein gasfreies Wohnmobil für Fernreisen. Aber alle möchten nicht die riesigen Akkubänke, die von Bliss verbaut werden. Für Licht, Kompressor - Kühlschrank und Pumpen benötigt man diese sicherlich nicht!
Als Alternative sehe ich persönlich dann nur Spiritus oder Diesel. Den Origo 3000 kenne ich aus dem Laden, aber nicht in Gebrauch.
Ein gasfreies Konzept umzubauen, mit Gaskasten und Gasleitungen usw, halte ich für wenig sinnvoll.
Dle Montage eines Origo Kochers ist da wesentlich einfacher. Mir persönlich wäre Backen mit Spiritus aber nie in den Sinn gekommen. Die Backöfen mit Spiritusbetrieb aus dem Yachtbereich hatte ich schon ganz verdrängt.
Das Spirituskocher nicht heiß genug zum vernünftigen Kochen werden, habe ich allerdings nicht gewußt. Über Petroleum muss ich mich mal informieren.
Gas ist schon bequem und wirkungsvoll, aber nicht überall sind die grauen Flaschen zu bekommen.

Irmie

b0tti am 15 Jun 2016 00:46:24

Irmie hat geschrieben:aber nicht überall sind die grauen Flaschen zu bekommen.


??? :shy:

Vielleicht wären ja Gastankflaschen oder ein eingebauter Gastank zum Betanken mit LPG eine Alternative ? Beim Preis des Wohnmobil ja wohl eher "Peanuts".

wolkenhimmel am 15 Jun 2016 08:17:45

Irmie hat geschrieben:Die Backöfen mit Spiritusbetrieb aus dem Yachtbereich hatte ich schon ganz verdrängt.


Alternativ kann man zum Backen auch den Omnia nehmen, schau mal hier: --> Link

Würde ich ein Bliss Auto kaufen und die Induktion nicht wollen, dann könnte man auch immer noch 1 oder 2 Dieselkochfelder einbauen, macht bei dem Preis den Kohl auch nicht mehr fett. Zum kochen im Auto würde ich aber weder einen Origo noch einen Petroleumkocher wollen.

Was haben denn Deine Kollegen / Verwandte für ein Problem mit den Batterien?

VG Harriet

destagge am 15 Jun 2016 15:55:23

Hi Irmie,
wir kochen seit 7 Jahren und nun im zweiten Womo mit Origo Kochern. Teekessel/ Espressokanne/ Rührei zum Frühstück, Steak/ Bratkartoffeln/ Pasta/ thaicurry am Abend etc etc :-) alles kein Problem. Zum scharfen anbraten muss man halt die Pfanne heiß werden lassen, das dauert halt etwas länger als daheim - wir sind im Urlaub und nicht auf der Flucht...
Durch Zugabe von 5-10% Wasser zum Spiritus rußt er nicht mehr. Es gibt speziellen Spiritus für Campingkocher, der stinkt nicht, wir kaufen den im Kaufland für glaube 2,69 den Liter. Für 4 Wochen brauchen wir meist um die 5-6Liter...
Grüße
Michael

cbra am 15 Jun 2016 16:12:34

was spricht gegen einen transportablen gaskocher

--> Link

wenn benötigt aus dem staufach - 1kg gastank dran - kochen, fertig.

wiegt wenig, robust, kleine gasflaschen gibts überall

ber. eingangsfrage "effizienz" beim o.g. origo werden 2000W angegeben, bei den gaskochern 2000 - 4000

Irmie am 15 Jun 2016 16:31:18

Hallo Camper,

hier in Europa gibt es überall Gas. In vielen Ländern werden auch die grauen Flaschen wieder gefüllt, auch wenn das hier bei uns nicht überall gemacht wird.
Ein Kollege fährt jetzt nach Südamerika. Da gibt es nicht überall oder auch überhaupt kein Gas! Meine Schwester und mein Schwager haben in der Mongolei auch keine einzige Gasfüllstation gefunden!
Ob es hinter Algerien, z.B. in Mali noch Gas gibt? In Russland haben wir einige Autos mit Gastank gesehen, also können dort zumindest die Gastanks gefüllt werden. Das ist dann nur noch eine Frage des Adapters. Aber wir waren nur bis St. Petersburg. Aber von dort Richtung Murmansk trauten wir uns mit dem Eura 580 nicht. Auf dieser Strecke gibt es mit Sicherheit kein Gas. Benzin natürlich schon, aber auch beim Diesel könnte es eng werden. Wo es kalt ist, kauft man lieber Autos mit Benzinmotor und keine mit Diesel. oder Gasantrieb.

Die Frage nach einem transportablen Gaskocher ist mir auch schon gekommen. Denn die länglichen, dünnen Kartuschen gibt es selbst in China!

Irmie

Irmie am 15 Jun 2016 16:40:13

das dauert halt etwas länger

Hallo Michael,

ich hatte, bevor ich hier im Forum gelesen hatte, auch diese Meinung. Aber dann las ich, dass die Wärme des Spirituskochers nur zum Erwärmen und nicht zum Kochen reiche.
Eigene Erfahrungen habe ich nicht. Daher auch meine Frage.

Irmie

destagge am 15 Jun 2016 17:33:43

Hi Irmie,
deshalb lasse ich Dich ja an meinen Erfahrungen teilhaben :-D
Wir kochen, bei uns wird nix erwärmt :-D

Grüße
Michael

Gast am 15 Jun 2016 21:54:34

Ich hatte vor vielen Jahren auf dem Segelboot einen Spiritus-Druckkocher mit Backofen, das war meiner Meinung nach nicht mehr langsamer als Gas. Der Origo, den ich davor hatte, brauchte etwas mehr Geduld. Und bei beiden war kochen, braten und backen (mit dem Omnia beim Origo) möglich.

Gruss
Anke

murksmax am 16 Jun 2016 01:08:42

Moin zusammen,

als langjähriger Böötlefahrer habe ich auch meine Erfahrungen mit Spiritus, Petroleum und Gas gesammelt. Aber der Reihe nach:

In der Anfangszeit haben wir, bedingt durch die Bootsgröße und der damit vorhandenen Staumöglichkeiten, nur einen Spirituskocher gehabt. Die ersten waren noch welche mit einem Verdampferbrenner mit Vorwärmpfanne.
Ein Boot größer gab es dann den besagten Origo. Der hatte einen mit Stahlwolle gefüllten Topf, bei dem die Flamme durch Entzünden des verdampften Alkohols an der Wolle entstand. Bei dem ersten Kochertyp gab es eine saubere blaue Flamme, Rußbildung war nicht zu beobachten. Der Origo hingegen war etwas wärmer, hat aber gemieft und die Pötte schwarz gemacht. Wasser heiß machen dauerte bei beiden lange, Konserven warm machen ging auch. Richtig braten ging aber mit beiden nicht oder nur schwer. Die waren auch beide sehr windanfällig ...

Im nächsten Boot war dann auch erst ein Gaskocher, aber die Installation war sch... (langer Schlauch - ca. 3 m - von hinten nach vorne, die Flasche stand so im Staufach ohne Ablauf nach außen, keine Zündsicherung ...). Aus diesem Grund ist die Gasanlage rausgeflogen und auch erst mal wieder ein Spirituskocher rein (altbewährte Methoden sind gut?). Als dann im Verein ein Petroleumkocher günstig zu haben war konnte ich nicht wiederstehen. Den rein - ein ganz neues Kochgefühl. Man musste bei der Nutzung zwar ein paar Grundregeln beachten (richtig sauberes Petroleum und auch eines mit der richtigen Güteklasse!, beim Anzünden vernünftig vorwärmen, die Düsennadel nicht im heißen Zustand benutzen und immer einen Ersatzbrenner mitnehmen), dann war das aber genial! Vorwärmung mittels Schnellbrenner wie bei der Petromax, Geruchsbelästigung nur kurz beim Anzünden und Ausmachen, dafür einen irren Heizwert :razz: Ein völlig neues Kochgefühl :D

Und wieder ein Boot größer: Diesmal eine Gasanlage nach ndl. Standard. Wieder ohne Abfluss, Kühlschrank mit Zündsicherung, Herd ohne. Also auch die Gasanlage ausgebaut und wieder auf Petroleum umgerüstet. Dazu tief in die Tasche gegriffen und ein Schweizer Produkt (Bertschi) gebraucht erworben und eingebaut. Herd mit Backofen. Für einen Wallas reichten Geld und Strom nicht :?
Der Bertschi war genial, hatte einen fünf Liter Tank, Druck wurde mittels 12 V Kompressor aufgebaut (nach 5-6 Wochen regelm. Betrieb einmal), Vorwärmung mit Spiritus. Das war eigentlich der schönste Herd!

Beim nächsten Boot eine Gasanlage nach dt. Standard - mit Herd und Backofen. Alle zwei Jahre die Prüfung, Schläuche und Regler regelmäßig erneuert - ok. Aber der Gedanke, dass sich im Inneren unter dem Boden Gas sammeln könnte und möglicherweise beim Schalten eines Relais sich entzündet hat mich immer schlecht schlafen lassen ... Aber das Boot wurde schließlich auch verkauft. Jetzt gibt es ein Wohnmobil, bei dem das Gas beim Öffnen der Tür nach außen abfließen kann :wink:

Es gibt ja noch andere Varianten: Kochen mit Diesel. Auch der kommt von Wallas. Aber die Wallas-Herde (Strom und Petroleum) benötigen Strom (für die Förderpumpe, Vorwärmung und Zündung) und das war bei einem Segelboot in den 90ern noch nicht so das pralle - Solar hat nicht so viel gebracht und Wind war zu teuer und auch zu ineffizient. Außerdem hatten die Wallas einen kleinen Nachteil: Der Brenner ist auf der linken Seite, das Abgas wird unter der Kochplatte nach rechts weggeleitet (Kamin nach außen), dort wird die Abwärme genutzt. Wenn viel Hitze benötigt wird, muss der Brenner größer gedreht werden und rechts wird es dann auch heißer. Nicht so prall, diese Lösung. Dafür aber sauber: Die Flammer unter einem Ceranfeld - kein Abgas im Innern, keine Feuchtigkeit durch die Verbrennung.

Bei Petroleum hatte ich als Bezugsquelle nach mehreren Fehlversuchen dann irgendwann den nächsten Flugplatz genutzt. Dort mit einem 20 ltr. Kanister, einem großen Trichter (immer klinisch reingehalten!) aufgeschlagen und "Jet A1" verlangt. Gab immer etwas Diskussion wg. der Steuer, aber das Zeug war super. Hochreines Petroleum mit Fließverbesserer und Enteisungsmitteln. Beim Verbrennen keine Geruchsbelästigung, beim Umfüllen in den Tank für den Herd durch einen Trichter mit Filterpapier gegossen - einfach super! Brannte auch in den Lampen mit Docht gut und nahezu geruchslos. Besser als jedes "Lampenöl" :razz:

Meine Empfehlung: Wer unabhängig von Gas kochen will nehme Petrolum. Da gibt es überall auf der Welt Flugplätze, wo man guten Brennstoff nachbekommt. Befüllen von Flaschen entfällt. Alternativ käme Diesel in Betracht. Aber innerhalb der Zivilisation würde im mit dem Wohnmobil (!) oder Zelt (!) immer Gas nehmen. Die Kartuschenkocher würde ich auch nur im Bereich der Zivilisation oder für kurze Expeditionsausflüge nutzen.

Hoppla, ist etwas länger geworden als geplant - aber ich hoffe, es hilft weiter ... ;D

franzose01 am 17 Jun 2016 17:35:52

Salut,

zum Thema Gas in Südamerika: in Chile können deutsche Gastankflaschen und Gastanks an vielen Tankstellen befüllt werden.

Auf den einschlägigen Outdoormessen werden von den nahmhaften Herstellern Dieselceran-Felder angeboten, die mittlerweile sehr gut funktionieren. In vielen Expeditiondmobilen werden solche Kocher verbaut, um tatsächlich kein Gas mehr zu benötigen. Es gilt nur zu beachten, dass ab einer Höhe von 2500 m das kochen mit Diesel nicht mehr möglich ist.

Irmie am 19 Jun 2016 17:50:16

Hallo,

Max, vielen Dank für den ausführlichen Bericht.
Meinem Kollegen werde ich die Info von Franzose 01, bezüglich Chile, mitteilen. Dann kann er dort seinen Gastank füllen.

Irmie

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