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Chiptuning VW T4 - ACV Diesel 2461ccm 75kW


Gast am 13 Jul 2016 13:44:42

Zum Thema Chiptuning eure Meinung erbeten.
Der Motortyp steht im Titel.

Vor Chiptuning wird gewarnt, z.B. hier --> Link
Auch ich bin da eher kein Fan.

Im Hotel, wohin der Beruf mich zuweilen verschlägt, lernte ich gestern drei Monteure kennen, die sich als VW-Bus-Freaks outeten. Klar, dass wir über meinen T4 ins Gespräch kamen.

Es geht nur um Dieselfahrzeuge (T4). Chiptuning bis über 200 PS wurde genannt, bisher angeblich keine Probleme. Kostenpunkt: ca. 300 Euro.

Der Link oben betrifft BMW. Bei BMW wird vom Chiptuning abgeraten. Doch ich habe einen VW. Daher würde ich gerne mal eure Meinung speziell zum T4 hören. Bitte nur Erfahrungen und Wissen, keine "Gefühle" und "würde ich lieber nicht tun". Skeptisch bin ich ja schon selbst, und überstürzen werde ich auch nichts. Die Motorleistung ist eigentlich auch genug, trotzdem würde ich's gerne wissen, obs dem T4-Motor tatsächlich nicht schadet.

Viele Grüße
Bernd

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hampshire am 13 Jul 2016 14:13:24

Das Problem bleibt das Gleiche wie im BMW, denn es ist prinzipieller Natur. Das Chiptuning bedingt eine höhere Wärmeentwicklung. Diese muss abgeführt werden. Ohne die Reserven der wärmeabführenden Komponenten zu kennen ist das ein riskantes Vabanquespiel. Tuningfreunde haben so viel Spaß an der Leistung, dass sie eine verkürzte Laufleistung des Motors gerne in Kauf nehmen. Dann wird eben dem Hobby Tuning ein neuer Motor zugeführt. Reisemobilisten haben meist andere Prioritäten.

Ratschlag: Finger weg.

Gast am 13 Jul 2016 14:39:07

hampshire hat geschrieben:Reisemobilisten haben meist andere Prioritäten.

Na ja, teilweise.
Der Selbstausbauer fährt anschließend mehr Gewicht durch die Gegend. Ein paar PS mehr wäre nicht das unangenehmste.

Kann man nicht mit Bedacht tunen? Es müssen ja nicht gleich hunderte PS mehr sein.

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hampshire am 13 Jul 2016 14:54:28

BerndDerBus hat geschrieben:Kann man nicht mit Bedacht tunen?


Bedacht heißt, dass man die Folgen bedenkt.

Beim Chip-Tuning wird in das Motormanagement eingegriffen. Hier etwas mehr Luft, da etwas mehr Sprit, drüben etwas andere Öffnungszeiten, dort etwas mehr Druck... und das alles im mechanisch selben System. Das Programmieren ist sogar recht einfach, es gibt sogar Tools, in dem Du und ich Werte verstellen können ohne zu wissen was wir da genau machent. Dann fährt man mit dem Auto ein paar Runden, misst Leistung, Öl- und Wassertemperatur. Och, ist ja gar nicht viel wärmer geworden - wird ja auch nicht richtig in die Kühlkreisläufe abgeführt, die Wärme. Welche Temperatur hat der Kolben? Die Dichtung? Die Pleuel? Das testet doch kein Chip Tuner. Das wäre viel zu teuer bei dem Preisdruck. Wem willst Du also trauen?

Für Laien bleibt mein Ratschlag: Finger weg.

Gast am 13 Jul 2016 15:01:53

hampshire hat geschrieben:Bedacht heißt, dass man die Folgen bedenkt

Mit Bedacht meinte ich eigentlich, die Parameter gemäßigt anzupassen. Und ja, ich glaube daran, dass es (wenn auch nur wenige) Tuner gibt, die mehr können, als nur die Grenzwerte zu überschreiben bzw. ein EEPROM zu flaschen. Ich gehe davon aus, dass ein echter Freak (Nerd) weiß, was er verstellt, und was die Folgen sind. Problem ist nur, einen solchen Spezi zu finden.

hampshire hat geschrieben:Wem willst Du also trauen?

Immer nur mir selbst und den Erfahrungen anderer. Deshalb frage ich erst in der Runde :)

marmarq am 13 Jul 2016 15:47:36

Wir hatten mal den T4 Allstar, da gab´s einiges an problemen mit Wapu und Zahnriemen. Die 102 PS reichten uns damals locker, mit Womoaufbau kanns schon anders sein!

Was das Tunen angeht, schau Dich in den entsp. VW Foren um, da gibt`s Lesestoff ohne Ende.
Gute Tuner schreiben Dir ein Softtuning ins Steuergerät, kostet halt paar €uros mehr als ein Standard Vorschaltgerät von der Stange.

gr mani

Gast am 13 Jul 2016 16:08:36

kein Vorschaltgerät.
Ich meine die Anpasung der vorhandenen Software, auch wenn es teurer wird.
Viele Grüße
Bernd

FWB Group am 13 Jul 2016 20:01:59

Hi
Alle T4 Maschinen sind auf Drehmoment ausgelegt worden.
Das gilt für Benziner genau so wie bei den Dieseln.

Das heißt, das es meist zu einer Maschine im T4 ein Pendant gibt, das einen PKW antreibt und in diesem bedeutend mehr Leistung hat.
Dabei gehen auch keine Komponeten kaputt oder treten extrem kurze Standzeiten auf.

Folge für die gewollte Leistungseinschränkung ab Werk beim T4 -- > astronomische Laufleistungen von jenseits 500 000 km.

Beispiel:
T4 AES VR6 140 PS zu Passat AAA und ähnlichem mit Schaltsaugrohr 174 PS. Ansonsten völlig identische Maschine
34 PS machen aus Wohnmobilsicht schon ne Menge aus!

T4 AAF / ACU / AET / APL / AVT alles 5 Zylinder Benziner mit 110 - 116 PS leisten im Audi bis zu 180 PS und das problemlos!
Die Liste liese sich beliebig fortsetzen.

Ich bin bei meinem T4 einen etwas anderen Weg gegangen.
Der bei mir werkelnde AAB Saugdiesel mit seinen ausufernden 77 PS wich durch eine Total OP einem 110 PS Benziner aus einem T4.
Diesen haben wir über klassische Maßnahmen inzwischen auf 128 PS gebracht. Irgend wann werde ich bei 150 PS sein und das reicht dann auch für ein Womo!
Angenehmer Nebeneffekt, Fahrzeug lässt sich mit Gas betrieben (mache ich selbstverständlich) und hat problemlos grüne Plakette!

Nächste Schritte - schärfere Nockenwelle, komplette Überholung der Maschine ( Hohnen, neu Kolbenringe, neue Lager rund rum, Kopf überarbeiten, grössere Ventile, anderes Kennfeld....)
Vorbereitende Sache waren Verbau Ölkühler, Allrad, geänderter Luftfilter, Fächerkrümmer, geänderte Auspuffanlage, jeweils alles mit Eintragung.

Bei dir könntest du dir die Sache ganz einfach machen.
Insofern du einen ACV hast ( 102 PS) könntest du einen AXG ( 150 PS )verbauen.

Im Grunde gleiche Maschine, ein paar Sachen sind natürlich anders (Ladeluftkühlung, Kennfelder usw. ).
Dabei würdest du dein gedankliches Schadenszenario direkt verbannen, weil du ja ohne Chiptuning ausgekommen bist und hast dennoch mehr Leistung. :wink:

Ansonsten lass die Finger vom 300 € Noname Chiptuning.
Such dir jemanden, der das gut macht und auf Grund seines Könnens auch weis, was er tut!
Bei uns in der VW Szene ist Robin der Ansprechpartner für solche Sachen.

--> Link

Er ist Distributor für die Auslesesoftware VCDS Lizenzsoftware für VW und kennt sich somit mit Kennfeldern, Messwertblöcken, Stellglieddiagnosen usw. bestens aus.
Auch wir haben von ihm eine Lizenzsoftware in der Firma.
Bei Kontaktaufnahme von dir mit ihm bestell ihm schöne Grüsse von mir.

Gast am 13 Jul 2016 20:10:47

Netter Link. Eine "Dieselpartikelfilter Deaktivierung" hätte ich vor 6 Wochen gebraucht :mrgreen:

Was sagt denn Robin, was Chiptuning kostet, falls ich ihn kontaktiere?

Viele Grüße
Bernd

PittiC am 13 Jul 2016 21:17:50

Ich habe unseren LT2 mit 2,5 Tdi AHD hier tunen lassen. --> Link
Ist aber teurer als 300 € gewesen.
bisher zwei Jahre ohne Probleme

FWB Group am 13 Jul 2016 23:02:38

BerndDerBus hat geschrieben:Netter Link. Eine "Dieselpartikelfilter Deaktivierung" hätte ich vor 6 Wochen gebraucht :mrgreen:

Was sagt denn Robin, was Chiptuning kostet, falls ich ihn kontaktiere?

Viele Grüße
Bernd


Nun Bernd
Ich denke nicht, das ich mich in seine Preise reinhänge, das wirst du schon selber ausloten müssen.
Und bitte beachten.......
Eine Mail schicken oder 1 x anrufen ist zu wenig, das könnte zu einer langwierigen Angelegenheit werden, ist halt ein gefragter Mann!

Alter Hans am 13 Jul 2016 23:24:01

Leistungssteigerungen von 102 auf 200 PS scheinen mir jenseits aller Vernunft.
Mässiges Tuning um ca 25 % könnte schadlos sein. Am ehesten bedenkenlos beim AXL.
Habe von einigen schweren Getriebeschäden nach Chiptuning beim T4 ACV gehört.
Ansonsten schliesse ich mich den Posts meiner Vorschreiber an.

Mein eigener T4 syncro mit DPF (leider) und AXL (75kW) läuft seit 280 Tkm problemlos mit noch voller Leistung, praktisch keinem Ölverlust und ohne erhöhtem Verbrauch oder Geräusch. Die Leistung reicht mir bei max 3 t gerade aus.

Gast am 14 Jul 2016 08:31:33

Guetn Mrogen.

Ja, einer der VW-Bus-Fans hat tatsächlich von einem Getriebeschaden erzählt :mrgreen: Einen Zusammenhang zum Chiptuning hat er nicht erwähnt.

Frank danke für deinen Tipp, aber ein paar Häuser weiter ist eine Tuningwerkstatt. Den Besitzer kenne ich flüchtig. Und stimmt, die sind alle sehr beschäftigt und "was wäre wenn Fragen" wollen die gar nicht hören :roll:

Leistungssteigerungen von 102 auf 200 PS sind kein Thema. Bei mir jedenfalls nicht. Ich frage mich gerade, ob das allein durch Software möglich ist. 25% Steigerung, wie Alter Hans geschrieben hat, finde ich auch akzeptabel - rein vom gelebten Erfahrungsgefühl her.

An die Runde gefragt: "gescheites Chiptuning" vorausgesetzt, wie teuer ist das denn in etwa (von ... bis) ?

Viele Grüße
Bernd

PittiC am 14 Jul 2016 08:56:09

SKN Tuning 699 € Eco tuning
Ca. 30 PS Steigerung
Mir ging es nur um ein bissen mehr Power für die Berge. Vmax ist unrelevant

Gast am 14 Jul 2016 09:17:19

PittiC hat geschrieben:SKN Tuning 699 € Eco tuning
Ca. 30 PS Steigerung
Mir ging es nur um ein bissen mehr Power für die Berge. Vmax ist unrelevant

Viel Geld für das Flashen eines Eproms.
Eco tuning. Hätte das der Fahrzeughersteller nicht schon selbst getan?

Was man nicht vergessen sollte - die Erfahrung eines luftgekühlten Zweizylinder Boxermotors sagt es - dass im Ausland die Kraftstoffqualität auch mal schlechter, oder in den hohen Bergen die Luft dünner sein kann. Wie reagiert der getunte Motor dann? Ich weiß nicht, ob das bei Diesel eine Rolle spielt, aber dem luftgekühlten Superbenzinmotor hat das sehr südliche Ausland nicht immer so ganz gut gefallen. Wenn dann die Kennlinien noch verschoben sind .....

Viele Grüße
Bernd

FWB Group am 14 Jul 2016 10:04:28

Nun Bernd
Manchmal muß man halt über seinen Schatten springen.
Was wir hier machen ist eine verkürzte Konversation, die viel leichter sein würde, wenn wir uns gegenüber sitzen könnten.....

Daher die direkte Frage:
Was nützt dir eine Tuning Werkstatt, die sich mit den Besonderheiten am T4 nicht auskennt?
Gerade im Bezug auf deine Fragen.........?
Denn wenn die besagte Tuningwerkstatt dir deine Fragen hätte beantworten können, würdest du ja hier nicht danach fragen......
Welche Referenzen hat diese Tunerwerkstatt im Bezug T4 ?
Haben die über 500 T4 Busse gemacht oder " wir kennen uns mit T4 aus, hatten schon 2 in der Werkstatt"! :eek:

Dann frag dich einfach selber......... Tuning per Software zu 500 € und in 2 Jahren Motor - oder Getriebeschaden ????
Willst du das ?
Mit einem einfach flashen eines Eproms hat gutes Tuning nichts zu tun!

Bei guten Tuner wird dein Eprom nicht geflasht, sondern ausgelötet. Dafür wird ein Epromsockel eingelötet.
In diesen Epromsockel kommt ein neuer Eprom rein und der wird mit getesteten Files bespielt.
Dein original Eprom bekommst du mit nach Hause, damit ist das Tuning jederzeit leicht rückgängig zu machen.

Gute Tuner begleiten den Chipvorgang solange, bis der Anwender damit wirklich zufrieden ist.
Da geht es im Förderbeginn, Einspritzmenge, Drucksteuerungen (Unter - und Überdruck), Fördermenge, Overboost, Rußverhalten, Leistung und Treibstoffverbrauch etc.
und nicht zu letzt spielt auch der Reparaturzustand des Fahrzeuges eine grosse Rolle!

Beispiel: Mal angenommen bereits 300 000 km, nichts gemacht an der Maschine und dann Chiptuning ??

Das ist viel Aufwand - daher kommt deren Zeitproblem und nicht vom Quatschen oder Fragen beantworten!

Gute Tuner bieten bis zu 3 Ausbaustufen an, von soft bis böse. Welche Ausführung die für den Kunden die Beste ist, entscheidet allein der Kunde.
Das wird schriftlich fixiert, damit ist Rechtssicherheit gegeben, zum Beispiel im Falle eines Schadens.

Und manch guter und teurer Tuner ( Abt, Schrick, und andere) bieten Chiptuning auch für weit über 4000 € an, mit TÜV usw.....
Was nun das richtige für dich ist, 300 € oder aber weit über 4.000,00 € musst du selber entscheiden.

In eine Tuning Werkstatt, die bei mir um die Ecke ist, würde ich schon deshalb nicht gehen, nur weil diese um die Ecke ist. :wink:
Da wäre mir mein Auto wichtiger!
Also würde ich auf auf Km pfeifen, wenn das Ergebnis stimmt!

Abschließend würde ich mein Auto erst mal campingtechnisch fertig stellen und dann mal in den Urlaub fahren.
Danach stellt man fest, ob man überhaupt mehr Leistung braucht.
Wenn ja, würde ich als nächstes meinen Kontostand inspizieren und dann entscheiden.

:D :D :D :D

Und nein, ich bin kein Eintrommler für Chiptuning, wir machen meist Benziner und dann meistens Gas umbauten
und klassisches Tuning, da die wenigsten Benziner aus der Fahrzeugfamilie VW T4 keinen Turbo haben.... :wink:

Gast am 14 Jul 2016 10:21:40

FWB Group hat geschrieben:Was nützt dir eine Tuning Werkstatt, die sich mit den Besonderheiten am T4 nicht auskennt?

Ich habe noch nie eine Werkstatt betreten, die sich nicht auskennt ... verlassen schon öfter :D

FWB Group hat geschrieben:Denn wenn die besagte Tuningwerkstatt dir deine Fragen hätte beantworten können, würdest du ja hier nicht danach fragen

Doch. Von einer Tuningwerkstatt erwarte ich nicht, dass sie "mögliche Probleme" beim Namen nennt. Hier schon.

FWB Group hat geschrieben:Haben die über 500 T4 Busse gemacht oder

Wenn die das behaupten ... wie soll Kunde die Unwahrheit erkennen?

FWB Group hat geschrieben:Bei guten Tuner wird dein Eprom nicht geflasht, sondern ausgelötet.

Mach keine Sachen! Gibt es tatsächlich noch Eproms?
EEproms (flashen statt umsockeln) sind Industriestandard.
Echte Steinzeit der Automotive.

FWB Group hat geschrieben:Dein original Eprom bekommst du mit nach Hause, damit ist das Tuning jederzeit leicht rückgängig zu machen.

Das wäre sinnvoll.
Wenn man schon lötet, warum nicht gleich (DIP)Umschalter?

FWB Group hat geschrieben:Gute Tuner begleiten den Chipvorgang solange, bis der Anwender damit wirklich zufrieden ist.

Das erwarte ich

FWB Group hat geschrieben:Das wird schriftlich fixiert, damit ist Rechtssicherheit gegeben, zum Beispiel im Falle eines Schadens.

Apropos Rechtssicherheit: Die Mehr-PS müssen bestimmt auch eingetragen werden.
Kann mir vorstellen, dass bei Viel-Mehr-PS div. Umbauten her müssen, z.B. der pingellige TÜV will stärkere Bremse sehen :eek:

FWB Group hat geschrieben:In eine Tuning Werkstatt, die bei mir um die Ecke ist, würde ich schon deshalb nicht gehen, nur weil diese um die Ecke ist.

Man kennt sich halt ==> Vorschussvertrauen, Bequemlichkeit. Der hat ja auch was zu verlieren (z.B. den Ruf im Dorf), wenn er pfuscht. Ich bin im übrigen keiner, der dableibt, wenns ihm nicht gefällt. Muss ja auch meiner Aufsichtspflicht genüge tun; mein Geld liebt mich und vertraut mir :mrgreen:

Viele Grüße
Bernd

matthiast4 am 14 Jul 2016 10:49:56

Der Umbau ACV (102 PS) Auf AXG/AHY (150 PS) ist nicht so gant trivial, die Motoren unterscheiden sich schon etwas mehr, VTG Lader mit anderer Steuerung, anderes Getriebe, ander Kupplung/Schwungrad, also so ganz einfach ist das nicht. Habe den Umbau am Multivan aber schon gemacht.

Ansonsten habe ich im Karmann WoMo auf T4 (ACV) ein Oettinger Tuning vom 102 auf 136 PS oder so, mit zusätzlichem Ölkühler etc, das merkt man schon deutlich.

FWB Group am 14 Jul 2016 10:55:34

Hallo Bernd!

Das halte ich ähnlich, wenn ein 50 € Schein mich augenscheinlich verlässt, kläre ich vorher ab, das er wieder zurück kommt und seine vielen Verwandten mitbringt!
:wink: :wink:

Zurück zur Steinzeit!
flashen bedeutet immer Verlust. Warum soll ich mir das antun, wenn es auch anders geht ?
Im Übrigen DIP Schalter etc. ...
Ich bin kein Spezi für Diesel Chiptuning, konkret noch nicht mal ein Freund vom Diesel.
Daher diese Dinge mit den Spezies besprechen. Weiß aber zum beispiel, was Robin macht!

Mehr PS sollten eingetragen werden - ergo Tuning für 30 PS für 4000 €. Entscheiden musst du das!

Bremse ist sehr wichtig!
Allerdings nur, wenn sich explizit was ändert ( Gewicht, Leistung usw.) Dafür gibt es klare Vorschriften, das weiß der Tüv ler.

Ruf im Dorf.......
Gut, das mag so sein.
Ehrlich gesagt gibt es bei uns im Dorf zu wenige T4, das wir davon leben könnten und haben dennoch jede Woche genug Kandidaten am Start.
Bei Fragen zu Robin einfach mal die Tante Google über Erfahrungen mit Chiptuner XY fragen. Die und die NSA wissen alles!

Tinduck am 14 Jul 2016 11:24:18

Vor irgendwelchen Leistungs- oder Drehmomentsteigerungen würd ich erstmal klären, was die Peripherie dazu sagt. Können Kupplung, Getriebe und Differential sowie die Antriebswellen mit der höheren Belastung umgehen? Hält der Turbo und der Krümmer die höhere thermische Belastung aus?

Im T5 gibts z. B. den 105-PS-Diesel, der Motor ist komplett baugleich mit dem 140 PS. Dumm nur, dass das Getriebe am kleinen Motor nur für 300 nm ausgelegt ist, der 140er hat aber 350. Ergo Getriebeschaden vorprogrammiert bei Tausch des MSG.

Und der Vergleich mit PKW-Motoren hinkt total, die haben viel weniger Vollastanteil als im T4 oder gar Womo. Siehe 1,9 JTD bei Fiat, im PKW keine Probleme, im Ducato gern mal mit durchgebrannter Zylinderkopfdichtung, warum wohl?

Wenn es nur eine Frage der Software wäre... aber dem ist leider nicht so.

Und eingetragen werden muss die Mehrleistung auf jeden Fall, sonst Erlöschen der Betriebserlaubnis etc. pp.

bis denn,

Uwe

Gast am 14 Jul 2016 12:41:31

FWB Group hat geschrieben:Hallo Bernd!
ergo Tuning für 30 PS für 4000 €. Entscheiden musst du das!

Er wieder!
Du kannst einen die ganze Laune vermasseln!!
30 PS für 4000 € kann ich selbst :angry:
4000 PS für 30 € ... DESHALB schreibe ich hier ...

... ähm ... Motor umbauen usw. kommt gar nicht in Frage. Schwarze Hände bis zum Hals ... hatte ich mal serienmäßig. Will ich aber nicht mehr.
Ein bischen PS.
Aber dann bitte auch nur ein bischen Euro.

Viele Grüße
Bernd

Tinduck am 14 Jul 2016 13:55:51

... und hinterher auch nur ein bisschen kaputt oder wie? :D

bis denn,

Uwe

FWB Group am 14 Jul 2016 16:24:05

Hallo Bernd
Nicht gleich explodieren.....

Mein Satz bezog sich lediglich darauf, das wenn man einen TÜV Eintrag für das Chiptuning haben möchte
( wie Timduck schon schrieb, "ohne TÜV Abnahme keine Betriebserlaubnis - ohne Betriebserlaubnis - kein Versicherungsschutz" usw.),
man wirklich Geld in die Hand nehmen muss, um es rechtssicher zu machen!

Über die Frage Abgasgutachten, Steuerhinterziehung usw., drüber sprachen wir noch gar nicht! Und dennoch hat du schon schlechte Laune..... :lol:

Ob du das nun so oder so machst machst oder gar nicht, das ist deine Sache und deine Laune vermasseln, das wollte ich wirklich nicht!
Was ich aber wollte ist lediglich, dir freundlicherweise Möglichkeiten aufzuzeigen, um eine Lösung für deine Fragen zu finden.

Rockerbox am 14 Jul 2016 16:29:18

Wenn man ein Auto mit zB 150 PS (oder kW für die Einheiten-Freaks)
haben will warum kauft man dann nicht eines mit 150 PS, sondern
ein schwächeres und versucht es nachher, mit zumindest zweifelhaften
Methoden "aufzublasen"???

Um ein paar Euronen zu sparen inkl all der angesprochenen Risiken??

matthiast4 am 14 Jul 2016 16:59:03

Das Tuning von Oettinger kostet z.B. ca. 1000 Euro mit Einbau und ist ohne Probleme eintragungsfähig, nur um mal eine Größenordnung zu nennen. Ölkühler natürlich extra.

Eine Zusatzbox gibt es sicher auch schon für 50 Euro, macht auch viel Leitung, aber auch viel schwarzen Qualm hinten raus und ist... sagen wir mal... nicht ganz legal.

Gast am 14 Jul 2016 20:36:26

Frank ich explodiere doch gar nicht. Das war nur der Smiley.

Tuning war noch nie billig. Nur früher, zu Vergaserzeiten, waren die Folgen transparent.
Nockenwellenwechsel: plus 16PS (Motorrad).

Heute grasiert ein fundiertes Halbwissen. Und je mehr man erfährt, desto weniger weiß man.

"warum kauft man dann nicht eine Auto mit 150 PS"?
Weil die Gegebenheiten vorher vielleicht anders waren als sie später sind.
Sowas kommt immer wieder vor.

Ich wollte nur mal einen kleinen Einblick in das Umfeld erhalten. Danke für die Diskussion. Wegen Umbau an anderer Stelle sind weitere Kosten erstmal zu vermeiden. Die Kostenpumpe läuft schon. Und wie sie läuft :?

Frank, nun lass dich mal nicht lumpen: 4000 PS für 30 €
0900 NENN!-EINE-WERKSTATT!
Die Weltpresse wird über dich berichten. Ist es das nicht wert?
Auch mein Smiley würde gleich wieder grün :mrgreen:

Viele Grüße
Bernd

FWB Group am 14 Jul 2016 20:38:23

:D :D :D
Der Spruch geht anders und endet mit.....
Ruf an!!

:wink: :wink: :wink:

Gast am 14 Jul 2016 20:40:33

Das ging aber schnell mit der Antwort.

Na ja wenn ich was habe mit dem Transporter ...
Und wenn ich noch was habe, nämlich Geld übrig wenn der WoMo Umbau fertig ist, weiß ich ja die Adresse, wo ich hinfahren kann.

Viele Grüße
Bernd

FWB Group am 14 Jul 2016 21:20:44

Hi
Kein Problem, immer wieder gern....

Allradmobilist am 15 Jul 2016 09:55:13

BerndDerBus hat geschrieben:...Apropos Rechtssicherheit: Die Mehr-PS müssen bestimmt auch eingetragen werden.
Kann mir vorstellen, dass bei Viel-Mehr-PS div. Umbauten her müssen, z.B. der pingellige TÜV will stärkere Bremse sehen ....

Warum eigentlich? Die Das Fzg. wird doch nicht schneller, es beschleunigt nur besser und kommt besser mit Steigungen klar.

Tinduck am 15 Jul 2016 10:59:19

Die Leistung steht in den Papieren, und was da drin steht, ist bindend. Jede Abweichung muss eingetragen werden, auch höher, schwerer oder breiter. Leistung eben auch.

bis denn,

Uwe

Henri1 am 15 Jul 2016 11:19:58

Moin
Chip-tuning ist Ok wenn es richtig gemacht wird (Fachmann), Der erste ACV hat bei 180000 km einen bekommen im letzten Jahr wurde er verkauft mit 4500000 km, der neue Besitzer hat immer noch keine Probleme. Beim jetzigen T4 Karmann Colorado ACV Chip bei 90000km, so gemacht das er schon bei 1700 U/min gut Leistung bereitstellen kann wenn nötig. Tuning mit Tüv-Abnahme und Eintragung.
Der Tipp von FWB Group ist das beste was Du machen kannst.
Gruß Henri

Allradmobilist am 15 Jul 2016 11:31:08

at Tinduck,
mir ging es um die Bremsenfrage.

FWB Group am 15 Jul 2016 12:38:12

Allradliebhaber

Ich nehme dich mal kurz mit auf eine Exkursion.
Wenn ich die Leistung steigere, egal in welchem Gard, kann ich das Fahrzeug stärker beschleunigen, als wie vorher.
Wenn ich also etwas stärker beschleunigen kann, so muß ich es auch verzögern können.
Durch das Beharrungsvermögen nach einer Beschleunigung muß ich also genau so viel Energie in die Verzögerung packen können, wie bei der Beschleunigung zur Verfügung stand,
um die Fuhre auch bei einem unverhofften Ereignis sicher zum stehen zu bekommen.

Jetzt übertreibe ich bewusst, um anschaulich schildern zu können.
Ich packe einen V8 mit 300 PS Leistung in einen Fiat Cinquecento.
Lasse aber die Bremse so, wie vorher, die auf 45 PS abgestimmt war.

Nun gebe ich Gas und muß unvermittelt stark bremsen.
Was passiert?

1. Das Auto wurde durch den Umbau schwerer.
Ich hab schon durch den Umbau mehr zu beschleunigende Masse als vorher, die nun aber auch abgebremst werden muß.
Ergebnis: Der Bremsweg wird schon ohne Einfluss von Mehrleistung unverhofft länger.
Warum: Die Bremse eines Fahrzeuges ist auf das Gewicht und auf die Leistung des Antriebs abgestimmt.

2. Das Auto hat nun erheblich mehr Leistung!
Ich hab mehr Kraft am Berg, meine Elastizitätswerte verbessern sich (zum beispiel Vollgas im vierten Gang), soll heißen, ich benötige viel weniger Zeit
für den gleichen Weg, wie vor dem Umbau und auch meine Endgeschwindigkeit erhöht sich.
Ergebnis: Die 45 PS Bremse ist völlig überfordert, der Bremsweg wird extrem lang, somit ist das Ganze nicht zulässig.

Nun sagt der Gesetzgeber nicht, das bei einem PS mehr, auch gleich die Bremse angepasst werden muß.
Es gibt Tabellen, daran kann der TÜV ler erkennen, was noch zulässig ist an Hand der Verzögerungswerte auf dem Bremsenprüfstand und was nicht.

Stark vereinfachtes Beispiel an Hand eines VW T4.

Es gab im Bereich der Benziner 3 unterschiedliche Hubräume mit unterschiedlichen Leistungen, mit je nach Ausstattung unterschiedlichen Gewichten des Fahrzeuges.
(Beispiel dafür: einfacher Transporter 2 Liter 4 Zylinder Benziner 82 PS oder aber T4 V6 mit langen Radstand 204 PS und Winnebagoausbau)

VW hat das damals wie folgt gelöst ( stark vereinfacht ), weil es auch noch unterschiedliche Ausführungen von Bremsen bei gleichen Scheibendurchmesser gab,
unterschiedliche Kombinationen in der Ausführung Scheibe vorn, Scheibe hinten oder aber nur Scheibe vorn, hinten Trommel, ohne ABS mit Bremsdruckregler an der Hinterachse, mit ABS etc....

Beim
2 Liter T4 / 82 PS wurde damals eine 280 mm Scheibendurchmesser verbaut, beim
2,5 Liter (AAF, ACU, AET, APL, AVT - 110 - 116 PS + in der Leistungssteigerung von Abt, Schrick, Hartmann etc.)
gab es alles von 280 mm bis 300 mm Scheibendurchmesser, bis hin zu gelochten innenbelüfteten Zimmermann Bremsscheiben, beim
2,8 Liter T4 VR6 140 PS ( AES) gab es die 300 mm Scheibendurchmesser und beim
2,8 Liter T4 V6 204 PS (AXK, AVM) Nachfolger von VR6 gab es die 313 mm Bremsscheiben.

So konnte man ab Werk die vorhandene Motorleistung mit der notwendigen Verzögerungsleistung kombinieren.
Das dabei selbstverständlich auch andere Bremskraftverstärker mit unterschiedlichen Leistungen und Systemen zu verbauen waren,
hab ich jetzt aus Vereinfachungsgründen einfach unterschlagen.

Fazit:
Wenn ich als von mir eine Mehrleistung von Motor organisiere, muß ich also auch die Bremsleistung (wenn nötig) anpassen.

Gast am 15 Jul 2016 13:12:07

Danke Frank für die gute Erörterung.

Mir ist es im Prinzip klar, dass - wo signifikant mehr Leistung - auch mehr Bremse sein will. Hatte mal gelernt (wo? glaube beim Führerschein...100J her :D ) dass die Bremse immer stärker als der Motor sein sollte. So als "gefühlter Leitsatz" für alles im Leben.

Nun mag es ja Leute geben - und ich kann das sogar nachvollziehen - die sagen: "Wieso Bremse stärker machen? Beim Chiptuning wird das Fahrzeuggewicht doch gar nicht höher"

Es ist aber eben nicht nur das Gewicht. Wo PS sind, wollen auch PS gehört, gesehen, gefühlt werden. Das heißt, Bremse wird öfter betätigt. Gas geben - Bremsen. Gas geben - Bremsen. usw. Das kann jeder nachvollziehen, oder?
Na ja, im WoMo-Sektor hinkt der Vergleich vielleicht doch etwas :mrgreen:

Wenn der Bauer noch ein zweites Pferd vor die Kutsche spannt, wird er sich automatisch Gedanken über den "worst case" machen: "Wie halte ich die Pferde wieder an, wenn sie durchgehen" ... analog: "Ist die vorhandene Bremse stark genug?"

Und im übrigen: Mit mehr PS kann ich auch bergab schneller fahren. Und dass dann eine stärkere Bremse nötig sein kann, muss jetzt jedem einleuchten.

Viele Grüße
Bernd

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