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Hundedressur mit E-tronik-Hilfe 1, 2


kintzi am 19 Jul 2016 09:59:48

Die verstorbene Flocke war vor 10 Jaheren auch ein Asylhund, zwar schön, aber nicht vermittelbar, da äußerst aggressiv gegen Kinder u. andere Hunde (fehlende Sozialisierung).
Die Alternative wäre Tötung gewesen. Das Problem reizte mich , konnte die Hündin gleich dauerhaft mitnehmen, da sie mich kannten u. wahrsch. froh waren.
Auch ich allein u. mit Trainer scheiterte an der Dressur. Da letzterer immer eine Meute mitbrachte, konnte das Problem der Sozialisierung bzgl. Artgenossen nach einigen Beissereien stark gemindert werden.
Das Gehorchen im Leinenbereich war tadellos,war eigentlich gut zu konditionieren, aber wenn frei- nix mehr.
Bewachen war hervorragend, aber per Distanz nicht beherrschbarer Angriff (Anspringen reicht meist zur Panikreaktion mit Hunden Unvertrauter u. Flucht, was die meisten Hunde zur Befriedigung ihres Jagdtriebes prima finden, was sich nicht einschleifen darf). Unsere damals 20 jährigeTochter aber, Umgang mit Hunden vertraut, bei uns wohnend, traute sich am Anfang ohne uns nicht mehr ins Haus, da F. alles stellte u.auch die Zähne fleschte.Spater waren bd. ein Herz und eine Seele.
Lichtblick damals : Hündin ordnete sich uns unter,kein "Dominanz/Rangordnungsgerangele" mit uns.
Auch die Nachbarschaft hatte Angst u. das in der Stadt. Einziger Vorteil: Kein Einbruch, im Gegensatz zur weiteren Umgebung.Ich glaube, deshalb
eine gewisse Duldung, da F. einen Autoaufbruchsversuch verhinderte , was sich rumsprach.
Wollte den Hund zurückgeben.Aber meine Frau bat mich, es mit E-Halsband nochmals zu versuchen. Hatte damit keine Erfahrung u. war skeptisch,
kaufte aber eines ( Pieps u. Citronella-Sprüh).
Ich wollte es selbst nicht glauben : nach echt 20 Min u. einiges Sprühen hatte ich jetzt auch per Distanz einen leidlich folgsamen Hund, der auch bei Angriffssituation auf den Sprühstoß den Schwanz klemmte u. dem "Kuschbefehl" gehorchte. Insgesamt machte ich die E-Dressur 4 Mon., später reichten allein die Anstalten, das Halsband anzulegen.
Leider war das erste 100€-Gerät nicht wasserdicht, sie ersäufte es im Fluß. Auch die Reichweite (angegeben 100m) kam kaum über 50m hinaus. Das 300€ Gerät war dann super. Sage das, um nicht doppelt zu kaufen.
Möglicher Mechanismus,vielleicht zu menschlich gedacht: F.war eigentlich gut abgerichtet, verstand alles. Per Distanz wußte sie aber genau, daß mir die Möglichkeit zur Sanktion fehlt, die hatte ich nun durch das verhaßte Sprühen ! Das schliff sich so ein, daß zum Schluss allein die Drohung wirkte. Auch reichte nach u. nach allein der Pieps-Ton , denn sie wußte genau, daß dies die letzte Warnung vor dem Sprühstoß ist. Gr. Richi

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Labrador am 19 Jul 2016 11:15:03

So viel ich weiß, sind diese Geräte verboten oder hat sich da was geändert ?
Wenn überhaupt gehören solche Geräte in Profi-Hand und sind nichts für einen Laien. Damit kannst du einen Hund völlig kaputt und unbrauchbar machen. (....und danach, wenns nicht klappt, gibt man ihn einfach wieder zurück ins Tierheim oder was ? :evil: )

wolfherm am 19 Jul 2016 11:17:45

Nein, diese Geräte zum Versprühen sind erlaubt. Verboten sind die Teletaktgeräte, die einen Stromstoß geben.

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HeikeD am 19 Jul 2016 11:36:52

Diese Sprühhalsbänder sind nicht verboten.

Richtig angewendet, wird der Hund in relativ kurzer Zeit wissen was zu tun ist. Richtige Anwendung bedeutet, den Sprühstoß oder Piep im richtigen Moment abzugeben. Damit haben leider viele Hundehalter so ihre Probleme (damit meine ich nicht den TE, das kann ich nicht beurteilen).

Einzig das Wort Dressur hat so ein wenig was "Negatives" an sich.... ich würde eher den Begriff "Ausbildung" benutzen.

hampshire am 19 Jul 2016 11:38:41

Hi Richi,
ich bin beim Einsatz von Elektronik zur Tiererziehung sehr skeptisch. Bei Dir scheint es dazu geführt zu haben, dass Hund und Mensch beide in guter Qualität zusammenleben können. Glückwunsch.

Variophoenix am 19 Jul 2016 12:01:23

Ich habe das mit meinen Husky auch gemacht. Nun brauche ich das Gerät nur noch im Wald als Versicherung. Der Hund hat sich super damit entwickelt. Ich halte ihn nun meist ohne Leine, da er sehr gut gehorcht.
Aber:
In Frankreich habe ich einen Husky gesehen beim Wandern der am liebsten zu uns kommen wollte. Er war im Garten vor einem Haus. Obwohl kein Zaun zwischen uns war, blieb er aber an einer stelle stehen und jaulte weil er geselschaft wollte. Ich dachte zuerst das kann doch nicht sein, ob ich da eine Leine übersehen habe? Er war aber frei. Dann habe ich genauer geschaut und habe festgestellt dass er so ein kleines Kästchen vorne am Hals hatte. Dann sah ich auch einen Grenzdraht wie man es bei Rasenroboter verwendet. Also hat der Husky gelernt, dass wen er weiter geht in ein kleiner Blitz schlägt.

Ich habe dann ganz viele solche Hunde gesehen. Die meisten hatten es kappiert, doch die "Dummen" Jaulten vor schmerzen. Das war in der Bretagne.

kintzi am 19 Jul 2016 12:24:48

Die Alternative hatte ich ja genannt, der Hündin war nicht anders beizukommen. Die Kinderfeindlichkeit hatte sich gut abgeschwächt, mußte aber immer vorsichtig sein, hing v. der Größe der Kinder ab. Wußte ja nicht, was der Hund hat früher leiden müssen. Die Enkel liebte sie, wenn die aber Kinderbesuch hatten, mußte sie weggesperrt werden, weil sie die Spiele mißverstand u. als Angriff auf die Enkel wertete.
Erinnere mich an unseren Nachbars Schäferhund Alex (Scheha III) in meiner Kindheit, der das Juwelier/Uhrengeschäft bewachte: L-förmiger Hof mit 2 Holztoren zur Straße u. Gasse hin, gegen das Kinder wechselseitig hämmerten u. den bellenden Hund hin u. her hetzten, bis das Tier ganz erschöpft war. Da prügelte ich mich mit 7 J. zum ersten Mal für den Tierschutz, zumal ich den aufs Wort gehorchende Rüden samstags, wenn der Hof gesäubert wurde, stolz alleine ausführen u. er sich einmal pro Woche in den Fluren mal richtig austoben durfte. Gr. Richi

markgraefin am 19 Jul 2016 13:43:43

Labrador hat geschrieben:Wenn überhaupt gehören solche Geräte in Profi-Hand und sind nichts für einen Laien. Damit kannst du einen Hund völlig kaputt und unbrauchbar machen.wenns nicht klappt, gibt man ihn einfach wieder zurück ins Tierheim oder was ?


Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

Richi hat sehr deutlich gemacht, was er getan hat um den Hund zu behalten.
Und das er ein Laie sein soll, sehe ich so gar nicht.

Diese "Piep- und Sprühdinger sind ein wahrer Segen für die Hunde, die in ihrer Baby- und Jugendzeit
gequält wurden oder einfach so schwierig sind, dass sie nicht händelbar sind.

Was ist denn die Alternative für diese Hunde???
Da bleibt doch ganz oft nur noch das Einschläfern.
Das tun, wenn auch schweren Herzens, auch Tierheime.
Ein Hund, der um sich beißt, lässt sich nicht vermitteln.
Das wäre nämlich verantwortungslos.

Alles was Tieren Schmerzen zufügt ist in Deutschland eigentlich verboten.
Es gibt aber leider viele Leute (besonders Jäger), die meinen, sie wüssten es besser und bestellen
sich die Dinger über das Internet.
Das sind (für mich !!!) eindeutig Tierquäler und sie gehören bestraft.
Diese Teile gehören in niemandes Hand. Auch nicht in deren, die meinen sie wären Fachleute (Profis ???)
Die sind nämlich oft die Schlimmsten.

Es ist schrecklich, einen Hund zu hören, der einen Schlag bekommt.

Gegen Tierquäler, die die diese Elektroschlaggeräte benutzen, sollte man angehen.
Hier nochmal der Hinweis: Meine Meinung.

Richi ich finde es toll, dass du deine Hündin behalten und mit ihr gearbeitet hast.

Gruß
Markgräfin

HeikeD am 19 Jul 2016 16:23:35

Wer das E-Halsband so einstellt, dass es einen Stromschlag gibt, ist schlecht informiert.

Ich behaupte, dass Jäger (die verantwortungsvollen) ihre Hunde mit Vibration ausbilden (ähnlich dem Piep bei dem anderen Halsband). Nur macht der Ton natürlich im Wald alles zunichte, verjagt die möglichen Tiere die geschossen werden sollen.

Die Vibration tut dem Hund nicht weh und auch hier - wie immer - im richtigen Moment ausgelöst, kann sie ihn davon abbringen das falsche zu tun.

Beschäftigung / Auslastung / Führung und Konsequenz, gepaart mit der Liebe zum Hund.

Dann sollte es klappen :D

Andere Hunde können im übrigen auch dabei helfen den Problemhund wieder in die Spur zu bringen. Lange Spaziergänge (angeleint) mit anderen Hunden schafft Vertrauen.

Mein Hund hat vor 3 Monaten einen STromschlag an einem Weidezaun bekommen, es hat sich eine richtige Brandblase und Wunde gebildet (offensichtlich war da zu viel Saft drauf) und er hat sehr gejammert! Ob er den Zaun mit dem Schmerz in Verbindung gebracht hat, bezweifle ich, denn in dem Moment war ich abgelenkt durch unseren anderen Hund...... vermutlich hat er das völlig falsch verknüpft, ich weiß aber nicht mehr was ich zu dem anderen gesagt habe.... :roll:

gespeert am 19 Jul 2016 16:31:43

Mit allen Hilfen kann man Hunde versauen.
Ich musste mal nen Airdale-Terrier einnorden, da half nix ausser der gute alte Teletakt.
Das aber nur einige wenige Male bis er begriffen hatte, dass das Leckerli doch besser ist als ein notwendiger Schock. Das Tier war knallhart, in gefährlichen Situationen konnte vorher nur ein Prügel helfen. Der Hund war extremst versaut worden und eine absolute Gefahr auch für die Nachbesitzer.
Da wir bisher unsere Jagdhunde selbst ausgebildet hatten und diese bei Leistungsprüfungen Bestnoten erzielten, gehe ich von aus dass wir da wussten was wir taten als ich diesen Notfall übernahm.

kintzi am 19 Jul 2016 18:51:00

Hallo Markgräfin, vielen Dank f.d."Feuerschutz", aber ich ignoriere mittlerweile Köpfe gewisser Prägung, die dazu des Deutschen
in seiner Vielfalt nicht so ganz mächtig u. uninformiert sind.Es lohnt sich einfach nicht, auf Vermutungen u. beleidigende Unterstellungen selbsternannter Prediger zu antworten. Ich habe nur lediglich eine authentische Erfolgs-Geschichte mit der Technik von vor 10 Jahren erzählt, die einem armen Asyl-Hund betraf u. ihm 10 tolle Hunde-Jahre im Kreis unserer Familie ermöglichte, mein sechster Hund . Umso schmerzlicher war der Verlust.
Die beste Erziehung bietet das Leben ( wie Tobias Hängerdusche ,s.Kindermund-Thread): Nora, meine dtsch. Schäferhündin in den 70ern
brach in eine besetzte Kuhweide ein, die zahlreichen Jungrinder flüchteten.Die Leitkuh aber senkte die Hörner u. N. wurde zur Gejagten, fand aber in ihrer Not das Schlupfloch nicht. Das Kostete sie dann in Panik eine Fellfetzen, der am Stacheldraht hängen blieb.
Sie machte dann zeitlebens einen gr. Bogen um Rindviecher, ich tue es auch.... :razz: Gr. Richi

markgraefin am 19 Jul 2016 19:36:44

kintzi hat geschrieben:Sie machte dann zeitlebens einen gr. Bogen um Rindviecher, ich tue es auch.... :razz: Gr. Richi


Eine kluge Hündin.

Ich mag auch keine dummen Rindviecher.
Davon gibt es aber ganz schön Viele und man begegnet ihnen immer und überall. :evil:

Gruß
Markgräfin

sini2000 am 19 Jul 2016 20:29:27

Es ist ja vieles schon gesagt.

Das Hauptproblem ist meist das Timing. Nur ganz wenige schaffen es, zum richtigen Zeitpunkt den richtigen Knopf zu drücken. Und Hunde verknüpfen auch Falsches. Man stelle sich mal vor, man drückt - weil Hund nicht hört - und dann kommt gerade ein Kind lang. Da ist die Verknüpfung "Kind = Strafe" schnell da.

Ich hatte auch Hunde, wo ich überlegt habe, damit zu arbeiten und habe es dann doch nicht gemacht, eben wegen der möglichen Fehlverknüpfung. Als es die Teletakt noch gab, gab es auch Hunde, denen wurde der Strom dann egal, es musste dann mehr und mehr sein.

Aber ich möchte mal eines zum Denken mit auf den Weg geben: Stell Dir mal vor, Dein Nachbar möchte gerne, dass Du nicht an seinem Grundstück vorbei läufst. Und das macht er, indem er Dir jedes Mal wenn Du das nicht zeigst, eine einscheppt. Menschlich wirst Du versuchen diesen Nachbarn zu meiden und wenn es Dir nicht gelingt und er scheppt Dir eine ein, dann wirst Du das tun was er will, weil Prügel willst Du nicht.

Und nun stell Dir mal vor, er macht das, indem er den Weg, der nicht an seinem Grundstück vorbei führt mit ein paar Bierflaschen und gegrillten Steaks belegt. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Du diesen Weg dann vorziehst und gleichzeitig den Nachbarn echt voll ok findest?

Dennoch jeder Hund ist anders und jeder Mensch ist anders.Und man muss immer versuchen seinen Weg mit dem Hund zu finden.

Ich habe sogar noch ein echtes Beispiel. Wir haben einen Schäferhund. Aus ner Zucht wo die Geschwister Schutzdienst machen usw. Ich dachte immer, der steht auf "Kommando Ton Bundeswehr" und er hört auch erste Sahne damit. Trotzdem habe ich angefangen, mal ganz leise mit ihm zu sprechen. Habe angefangen, nur mit Körpersprache mit ihm zu sprechen. Kann heute eine ganze "Unterordnungs Sequenz (doofes Wort) komplett nur mit Körpersprache mit ihm machen (Ranrufen, Absitzen, ins FUß gehen, Fuß laufen, Platz usw. usw). Er macht das auch ohne Kasernenhof Ton supertoll, aber zusätzlich hat sich nochmal total viel in der Bindung getan.

Klar hätte ich ihn auch sprühen können, hätte super gewirkt, aber diese enge Verbindung hätten wir nicht.

brainless am 19 Jul 2016 20:42:50

sini2000 hat geschrieben:Es ist ja vieles schon gesagt.

Aber.........noch nicht von Allen.


Klar hätte ich ihn auch sprühen können, hätte super gewirkt, aber diese enge Verbindung hätten wir nicht.

Warum versuchst Du, eine Parallele zu ziehen?
Falls Du den Beitrag von kintzi genau gelesen hättest, wäre Dir gewiß aufgefallen, daß Flocke -im Gegensatz zu deinem Hund- falsche und nicht tolerable Reaktionen zeigte,


Volker

sini2000 am 19 Jul 2016 21:10:17

Ich versuche Parallelen zu ziehen, weil ich der Meinung bin, dass an auch Flocke hätte anders dazu bringen können, nett zu sein ;-).

HeikeD am 19 Jul 2016 21:51:58

Viele Wege führen nach Rom.

Ich bin auch der Meinung, dass man viel durch Wiederholung, positive Verstärkung usw. erreichen kann.
Manchmal hilft das nicht oder der Mensch weiß es nicht besser.

Ich dachte am Anfang, mein Hund wäre aggressiv, immer wenn wir anderen Hunden begegneten flippte er aus. Ich habe Trainer um Trainer verschlissen und kaum Ergebnisse erzielt.

Eine Trainerin sagte mir dann, ich sei ein Weichei und ich müsste an meiner inneren Einstellung was tun, der Hund könne schon alles (bei ihr lief er an anderen Hunden vorbei als wäre das nix).

Ich habs versucht und es hat geklappt :-) mein Hund folgt jetzt und ich kann ihn ohne Probleme angeleint an anderen vorbei führen (meistens jedenfalls) und auch ohne Leine mit anderen zusammen lassen. Aber es war Arbeit, mehr für mich als für den Hund.

sini2000 am 19 Jul 2016 21:54:11

Das unterschreibe ich Heike. Ich habe auch sehr hart an mir arbeiten müssen, nicht rumzuzappeln und nicht die Stimme zu erheben :mrgreen:

Variophoenix am 19 Jul 2016 22:25:24

Das sehe ich auch so. Meist ist nicht der Hund das Problem sondern deren Besitzer. Viele haben Angst um ihr Hündchen. Der Hund spürt das und geht in den Schutzmodus, kläft ständig und ist angriffslustig.

Vor paar Wochen war ich mit meinem Husky im Wald am Wandern. Da kam eine Gruppe von ca. 25 Leuten bergab auf einem schmalen Weg uns entgegen. Dabei waren zwei kleine Hündchen. Da man nich weit voraussehen konnte erschrak die erste Hundbesitzerin als mein Husky vor ihr auftauchte. Er lief unmittelbar vor mir. Sofort aus Angst nahm sie in hoch in die Arme. Bei der zweiten Begegnung war es noch schlimmer. Die hat ihren Hund gleich mit der Leine hochgezogen. Ich schüttelte nur den Kopf. Mein Hund lief wie bei allen Leuten einfach vorbei.

harpya am 19 Jul 2016 22:38:30

HeikeD hat geschrieben:Die Vibration tut dem Hund nicht weh und auch hier - wie immer - im richtigen Moment ausgelöst, kann sie ihn davon abbringen das falsche zu tun.


Na stell dir mal vor du hast so ein Ding um den Hals und dein Mann richtet dich damit ab.
So ab 14 wurde ich gezwungen Hundeführer zu werden, Muttern hatt einen Sch II Wachhund gekauft und
ich durfte dann immer auf den Übungsplatz (Polizeihundverein).
WIr hatten dann im Laufe der Jahre viele Hunde, auch Psychos, einer in Keller gehalten, halben Schanz abgehackt.
Mutter mit ihrem Helfersyndrom hat da einiges angeschleppt.
Spätestens nach einem Jahr waren die alle wieder ok.
Hunde sind eigentlich gut zu motivieren, kann aber dauern.
Lernen auch nicht sehr schnell,manches muss man hunderte mal üben bis es sitzt.
Dann kann man aber auch ohne Stimme nur mit den Händen und Gesten Einfluss nehmen.
Man muss sie auch nicht für jedes "sitz" mit Leckerli vollstopfen.

Diese Klackerdinger usw. sind Hilfsmittel der Hilflosen, nach meiner Erfahrung.
Diese aus dem Boden schiessenden Hundschulen sind mehr Entertainmentcenter für Hund.

Mein Kleiner jetzt war 3x im Tierheim und sollte eingeschläfert werden,
auch schon älter und war aggressiv gegen alles.
Statt irgendwelche wilden Dressuren abzuziehen, hab ich ihn einfach ignoriert und selbst kommen lassen.
Auch die alte Methode unter der Decke schlafen lassen.
Mit der Zeit wurde er immer lockerer und hat sich allerdings sehr stark auf mich eingeschossen.
Läuft nie mehr als 50 m weg und braucht ständigen Blickkontakt.

Auf Spaziergängen treffen wir jede Menge Hunde, wunderbar.
Kommt nur an die Leine, wen einer an der Leine ankommt und der andere nicht frei laufen darf.
So über Rottweiler, x Schäferhunde, Dobermann (das sind die größten Schäfchen),
war so ziemlich alles dabei.

kintzi am 19 Jul 2016 22:59:23

Oh je,was habe ich angerichtet !
Meine Frau hat Flocke das Leben gerettet, ohne sie hätte es keinen letzten Versuch gegeben.
Ich als verantwortlicher Hundehalter hätte ein verletztes oder totes Kind nicht verantworten können.Die Konsequenz, auch seitens des Tierschutzes war klar.
Im Stuttgarter Raum skalpierten vor 40 Jahren (um ca. 1975) 2 ca. 5 jähr. Dienstschäferhunde der Polizei, die auf einem Holzplatz untergebracht waren und 2x /Tag frei unter Aufsicht des berufsmäßigen geschulten Polizeihundestaffelführers liefen. Die Kinder spielten auf dem 2m hoch umzäunten Holzplatz , indem sie trotz wiederholtem behördlichem schriftl. Verbotes an die Eltern den Zaun überkletterten. Die Hunde, deren Besitzer das Land Bad.-Württ. war, wurden eingeschläfert. Der Hundeführer konnte wegen der Holzstapel den Platz nicht gesamt überblicken. Als er , durch Geschrei der Kinder alamiert , hinzukam, reagierten die aktiven Diensthunde auf kein Kommando mehr, er mußte sie von dem Kind (der andere Junge konnte noch über den Zaun flüchten) gewaltsam trennen.
So, möchte jetzt die Kommentare v. unseren Kundigen ( Laien u. gern auch Profis) dazu hören !
Übrigens: das Land BW wurde v. LG oder in Revision OLG (weiß ich nicht mehr genau), aber in Stuttgart, zu Schmerzensgeld, Behandlungskosten u.lebenslanger Perückenversorgung verurteilt,
Urteilsbegründung u. Aktenzeichen weiß ich auch leider nicht mehr. Gr. Richi

harpya am 19 Jul 2016 23:18:01

kintzi hat geschrieben:Oh je,was habe ich angerichtet !
Meine Frau hat Flocke das Leben gerettet, ohne sie hätte es keinen letzten Versuch gegeben.
Ich als verantwortlicher Hundehalter hätte ein verletztes oder totes Kind nicht verantworten können.Die Konsequenz, auch seitens des Tierschutzes war klar.


Muss man aber mal ins Verhältnis zu den existierenden Hunden setzen.
Nachbarn auch , wir haben gleichbleibend ca. 500-700 Morde pro Jahr, zzgl. Toschlag.

Da sind Haushaltsleitern gefährlicher und Autofahrer auch.
Polizeihunde, schützen sie mehr ,sind nützlich in vielen Fällen oder sind sie mehr gefährlich ?
Normale Hunde sind weit weniger unter Kontrolle, wüste Einzelfälle raussuchen verzerrt das Gesamtbild.

Hab gerade letztens eine Dame mit einerschicken Dogge gesehen die irgendwo hinwollte wo Frauchen nicht hinwollte, die hatte einen Laternenpfahl umklammert um stand zu halten.
Mein kleiner kräftiger Jack Russel hätte auch mal mit seinen Grabekrallen beim spielen meinen Dialyseshunt
fast aufgerissen. Tot in 10 min. durch verbluten, so ein Shunt sprudel richtig.
Der Kleine lebt noch.

Gast am 19 Jul 2016 23:28:47

Vor 15 Jahren waren wir in einer überaus tollen Hundeschule.
Dort wurde das Sprühsystem (MasterPlus) eingesetzt um Hunde daran zu hindern eßbares von der Strasse einfach aufzusaugen.
Mein Hund war sehr lehrreich, empfindsam und bei zu harter Hand recht sensibel.
Die Konsequenz aus dem Einsatz des MasterPlus war, dass das zischende Geräusch eine leichtes Trauma ausgelöst hat.
Druckluft, Bremse vom LKW, all solche zischende Geräusche haben danach Zittern beim Hund ausgelöst.
Die Trainerin hat daraufhin die Benutzung vom MP eingestellt und andere Wege gefunden.

Ich bin grundsätzlich dafür, dass ein adäquates Mittel eingesetzt wird. Teletakt ist grausam.
Wer jemals den Einsatz gesehen hat, wird sich immer an das Bild des leidenden Hundes erinnern.
Gegen das MasterPlus hab ich persönlich nix, aber mein damaliger Hund.

Und ja, Timing ist das A&O in der Hundeerziehung.

harpya am 20 Jul 2016 00:08:17

[quote="ich-bins"
Ich bin grundsätzlich dafür, dass ein adäquates Mittel eingesetzt wird. Teletakt ist grausam.
Und ja, Timing ist das A&O in der Hundeerziehung.[/quote]

Wie haben das bloss die Generationen über die Jahrtausende ohne sowas hinbekommen.
Degenerieren wir ? :-)
Das Problem dürfte meistens sein, das man einen Hund überall bekommen kann ohne
die mindeste Ahnung zu haben.
Bei den couch potatoes ist das meist auch kein Problem.
Aber Hunde werden nunmal artfremd gehalten.
Mein Jackie grub sich jeden Sommer täglich seine Mäuse aus bis er satt war,
in Kroatien Eidechsen gefangen mangels Mäusen.
Großes Entsetzen bei den Passanten wenn er die gemütlich runtermampfte.
Viel Hund sind einfach unterbeschäftigt, besonders bei Berufstätigen.
Gerade in der Stadt wo große Hunde ein Leben an der Leine fristen müssen.
Da muss man ja einen Knacks bekommen.

Das Problem hängt immer noch hinten an der Leine.
Ist nicht immer so einfach ordentlicher Rudelführer zu sein.

Vermenschlichung ist schon mal ganz schlecht.

kintzi am 20 Jul 2016 00:39:35

Nehmt doch mal Stellung zu dem geschilderten Polizeihundfall u. erklärt mir , warum best erzogene abgerichtete oder dressierte , v. Profis gehaltene Hunde so ausrasten können? Z.B. Anlage/Rasse-bedingt, genetische Nähe z. Wolf , oder rudelbedingter "Blutrausch" oder werden Diensthunde generell falsch/nicht artgerecht erzogen ? Mißbraucht ? (DDR-Grenzhunde, US-Bloodhounds gegen entsprungene Häftlinge) ?
Gr. Richi

harpya am 20 Jul 2016 02:11:28

Warum können Menschen ausrasten, dürfte genauso vielfältig sein.

Unser Jackie war mal kurz angebunden, war was einkaufen.
Kam raus, großes Theater, ein Mann mit ziemlich blutender Hand.
Da hat der Hund zugebissen.
Mann wollte Hund klauen,Jackies haben den Hals in Kopfgröße,
der Hund wollte nicht mit , Halsband rutscht über Kopf beim versuchtem Nachziehen.
Mann will Hund greifen , Hund hat was dagegen.
Nerven erwischt, Hand so gut wie unbrauchbar auf Dauer.
Verhandlung, Richter " selbstverschuldetes Elend".

kintzi am 20 Jul 2016 07:28:01

Na ja, Jackie tat das nicht grundlos, er verhinderte sogar eine Straftat,für ihn Notwehr, also keine Antwort .
"Menschen rasten auch aus, dürfte genauso vielfältig sein." Damit meinst Du: aus versch. Gründen. Und gerade das suche ich zu ergründen. Gerade in unserer gegenwärtigen Zeit gab es vorher selten soviele aggressive Bluttaten, aus versch. Gründen. Eines haben
alle gemeinsam: die Schwelle zur verbotenen Tat sinkt laufend, versch. zum Teil manipulative Gründe (IS), d.h. gering charakterfeste oder einsichtsresistente (dumme) Menschen mit irgendeinem Unsinn (z.B. unterdrückten Sexualtrieb mit 77 Jungfrauen im Jenseits zu versprechen) auszunützen, um seine Ziele zu verfolgen. Setzt aber alles eine Ratio voraus, beim Tier doch ziemlich eingeschränkt . Heißt, das (angeborene oder anerzogene) Reflexverhalten wird mehr oder minder nicht mehr durch übergeordnete Mechanismus kontrolliert, z. B.(temporäre) gehirnorganische/biochemische Beeinflußung (häufigst Alkohol, bekannte Drogenpalette, aber auch Infektionen, s. Tollwut (Rabies, Lyssa).
Bleiben die irrationalen Fälle , bei den Menschen in Mehrzahl Neurosen u. Psychosen, also salopp ausgedrückt, Abweichungen vom
Normalverhalten mit seiner Streubreitengrenzen. Bei Überschreitung "verrückt". Bei Tieren auch ? Denkbar, aber gelegentlich beschrieben.
Aber bei hochqualifizierten,charakter-festen/-starken Diensthunden, aus heiterem Himmel ?
Trotz allem Grübeln kann daher keiner für sein unschädliches Tierverhalten die Hand ins Feuer legen, beim Menschen u. beim Tier/Hund.
Beim Tier durch Leine u. physischen Hundeführereinfluß zu verhindern/mindern,daher Leinenzwang, beim Menschen ? Lediglich mental (Strafandrohung), was beim Ausrasten klar nichts mehr nützt, ansonsten Schußwaffe wie unlängst bei dem 17-jährigen Afghanen .
Gr. Richi

Gast am 20 Jul 2016 08:29:47

kintzi hat geschrieben:Nehmt doch mal Stellung zu dem geschilderten Polizeihundfall..

Ich denke, es ist nicht möglich sich dazu zu äußern, da ja keiner von uns vor Ort war.
Manchmal sind es die kleinen Dinge und die kann ja so keiner beurteilen.

---

Wir als hochentwickelte Spezi erwarten von unseren Hunden, dass sie uns verstehen. Aber wer kann denn seinen Wegbegleiter nahezu VOLLSTÄNDIG verstehen. Wie oft sitzt/steht man vor seinem Tier und denkt "Was geht in deinem Kopf vor". Das ist das größte Problem und die kleinsten Mikroexpressionen gehen uns durch, weil wir tendenziell zu oberflächlich sind und generell erst reagieren wenn es zu spät ist. Wer mit einer exzellenten Trainerin übt, wird oftmals erfahren warum/wieso/weshalb sich der Hund gerade so verhält, wie er es tut. Wir haben einen absolut problemlosen Briard und haben mit ihr jetzt ein Jahr Hundeschule hinter uns. Mit der Vorgängerin waren wir rund 2,5 Jahre in der Schule. Ich mache das nicht, weil es notwendig ist, sondern weil ich von der Kenntnis, dem Einfühlungsvermögen und dem Talent Wissen zu vermitteln unserer Trainerin fasziniert bin.
Wie ich schon schrieb, ist MasterPlus heute keine Thema mehr. Es geht auch anders, aber dafür muss man schon ein sehr gutes Timing haben, und das ist verdammt schwer.
Dennoch ist es sicherlich eine Fallentscheidung wann man MP einsetzt.

Wenn ich Leute mit einem jungen Hund treffe - die natürlich noch nicht perfekt hören - höre ich immer wieder "Der muss in der H-Schule noch vieeel lernen". Das ist der erste Fehler. Generell sind es nämlich Herrchen und Frauchen die in die Schule gehören.
Wir haben etliche Problemhunde durch die Hundeschule kennengelernt die nach dem Training problemfrei waren.

Unsere Nachbarn haben ihren ersten Hund, einen Westi. Ist Frauchen vor Ort kläfft er ohne Punkt und Komma. Ihr Fehlverhalten gegenüber dem Hund ist das Grundproblem. Einsicht ist nicht vorhanden und die Trainerin ist auch verkehrt. Wir haben die Trainerin beobachtet wie sie den Westi angeleint über die Strasse zog. Ihre begleitenden Worte waren "Wir müssen erstmal den Terrier aus dem Hund kriegen. Wer sich einen Hund holt. sollte nicht nach Größe und Oh-Wie-Süß-Faktor gehen, sondern sich den Hund zu seinem Wissen und Leben aussuchen. Nur dann kann es eine entspannte Partnerschaft werden. Die Besitzerin sah uns mit dem 8 Wochen alten Welpen und sagte "Oh wie süß, was ist das denn für ne Rasse". Ein Briard antwortete wir und sie wollte sich daraufhin mal schlau machen. Bei der nächsten Runde trafen wir sie wieder uns sie sagte "Ich hab mal bei Wiki nachgeschaut. Oh man, da habt ihr aber echt ne schwierige Rasse ausgesucht. Ein halbes Jahr später wollte sie tauschen. Sie versteht einfach nicht warum wir den Hund so händeln können. Das ihr Hund Dauerstress durch ihr eigenes Verhalten hat, versteht sie immer noch nicht.

Wie schon geschrieben wurde, das Problem ist immer am anderen Ende der Leine.

rinto am 20 Jul 2016 09:55:46

kintzi hat geschrieben:Nehmt doch mal Stellung zu dem geschilderten Polizeihundfall
Gr. Richi


Vielleicht weil sie ihr Revier gegen Eindringlinge verteidigen wollten ?

siemueller am 20 Jul 2016 11:26:56

Hallo !
Ein "echter" Husky ist kein "Hund" sondern eine Katze ! Es gibt die "Runner" und die "Show-Dogs". Ersteren als "normalen"Haushund zu behandeln ist nicht rassetypisch. Er hat nicht den Willen dir irgendeinen Gefallen zu tun, - ausser dich mit viel Freude von A nach B zu ziehen. Und dies bei häufig wechselnden Strecken,- da sonst langweilig.

Zu den anderen "Dressur"-Versuchen, welche hier geschildert wurden, empfehle ich Sonntags TV SIXX Cesar Milan, der Hundeflüsterer.

Gruss

kintzi am 20 Jul 2016 11:42:25

Fachleute,keine Berufskollegen/Geschäftsneider sind nicht gerade begeistert von dem Milan. Mein Eindruck: typ. amerikan. Serie. Die Warnung , nichts nachzumachen, ist m. Meinung nach scharfmacherische Reklame, denn wirkliche Aussagen u. Arbeit werden nicht gezeigt, eher " vorher u. nacher". Was will ich da nachmachen? Sorry, aber meine ehrliche Meinung, geht zwar gegen Deine Empfehlung, aber nicht persönlich gegen Dich.
Gr. Richi

siemueller am 20 Jul 2016 11:54:36

kintzi hat geschrieben:Fachleute,keine Berufskollegen/Geschäftsneider sind nicht gerade begeistert von dem Milan. Mein Eindruck: typ. amerikan. Serie. Die Warnung , nichts nachzumachen, ist m. Meinung nach scharfmacherische Reklame, denn wirkliche Aussagen u. Arbeit werden nicht gezeigt, eher " vorher u. nacher".
Gr. Richi


Alles prima ! Natürlich typisch amerikanisch und auch geschnitten. Aber die mündlichen Aussagen sind schon nachvollziehbar (zumindest f. mich ) ! Aber vielleicht hilft es ja dem Einen oder Anderen mal etwas nachzudenken beim Umgang mit Hunden oder überhaupt !

Gruss

Gast am 20 Jul 2016 12:36:05

siemueller hat geschrieben:Zu den anderen "Dressur"-Versuchen, welche hier geschildert wurden, empfehle ich Sonntags TV SIXX Cesar Milan, der Hundeflüsterer.

Gruss


Cesar Milan ist sehr medienwirksam, aber sein typisches " Zschhhhh" muss im nicht gezeigten Teil mit etwas Negativem verknüpft worden sein.
Warum weicht sonst jeder Hund zurück wenn er es mal wieder zischen lässt.
Mir gefällt der Rütter da deutlich besser, weil es dort eben nach dem Belohnungsprinzip geht.

Wenn ich möchte dass der Hund etwas für mich macht, sollte das über Vertrauen und nicht über Einschüchterung passieren.
Ich bestätige ausschließlich positives Verhalten und breche falsches durch Frustration ab. Für das richtige Timing eignet sich der Clicker, vor allem auf Distanz.
Als Bsp.: Die Fellpflege beim Briard ist in der Anfangsphase nicht ohne. Zuerst zeige ich die Bürste und dann gibts Leckerli, dann streiche ich mit der Rückseite über das Fell und es gibt Leckerli. Es wird einwenig gebürstet und es gibt wieder Leckerli. usw.usw. Natürlich könnte ich den Hund auch stur festhalten, das Prozedere vollziehen, aber ich würde das Vertrauen, dass der Hund in mich als Rudelführer setzt zerstören.
Irgendwann hat er darauf keinen Bock mehr, weil es für ihn nix bringt und der Hund könnte durchaus in der Beißstatistik auftauchen.

HeikeD am 20 Jul 2016 12:58:51

Millan bringt nur dem etwas, der schon ein bisschen Erfahrung mit Hunden hat und das raus suchen was für einen sinnvoll ist.

Viele Dinge (Körpersprache z.B.) kann man sich aneignen, man muss aber Hunde verstehen können. Damit meine ich nicht, zu erkennen, wenn er Hunger hat oder Gassi muss :D

Globetrotter111 am 20 Jul 2016 14:34:42

Meiner Meinung nach ist die verbotene "Hundedressur mit E-tronik-Hilfe" nur ein Versuch,
mit überschaubarem Einsatz von Zeit +Geld sagt die Werbung dafür - unerwünschte Verhaltensweisen beim Hund -
"schnell abzuschalten". Ähnlich sind andere Geräte, auch erlaubte Geräte einzuschätzen.

Woher mir das bekannt ist? Meine Frau und ich halten seit Jahrzehnten selbst Hunde, bilden sie aus zu liebenswerten Zeitgenossen, auch im Reismobil und haben + hatten nie Probleme mit ihrem Verhalten.

Zugegeben,wir halten Rassehunde und nicht arme und geschundene Kreaturen aus dem Tierheim.

Mein Vater+mein Großvater hatten auch keine nachhaltigen Probleme mit ihren Hunden. Sie damals und wir heute haben unsere Hunde immer schon "beschäftigt und sie nicht meist "vor sich hin dämmern lassen".
Wer schon beim Junghund beginnt,konsequent die Führigkeit mit Sitz, bleib,komm, auf Zuruf und Pfiff zu üben und zu verlangen, ist Chef im Rudel. Auch die Folgsamkeit und Lenkbarkeit, mit und ohne Leine, das Ablegen im Lokal,Geschäft, vor dem Reisemobil hilft. Übungen im Verhalten mit Menschen, im Gedränge, bei Geräuschen,im Straßenverkehr, warten vor einem Gebäude, steigern das Selbstbewusstsein. Übungen mit fremden Hunden,Pferden,Vieh helfen weiter, dem Hund für sein ganzes Leben einen gelassenen Umgang mit denen zu ermöglichen.
Auch Wasserfreude und den Gebrauch der Nase kann man üben, z.B.um Spass zu haben oder den Chef wieder zu finden.
Beispiele gibt es genug. Wir verwenden keine Geräte und setzen auf Belehrung+Beharrlichkeit.

Servus
Globetrotter111

kintzi am 20 Jul 2016 17:10:32

Wie Du selbst "Zugegeben,wir halten Rassehunde und nicht arme und geschundene Kreaturen aus dem Tierheim." sagst:

Meine Meinung:Hunde von Anfang an zu erziehen ist doch viel einfacher als verbogenes Hundeverhalten später wieder gerade zu biegen.
Und woher stammen die armen Kreaturen, initial doch wohl v. Züchtern/ Rassehunden. Und woher stammt die zunehmende Verinzüchtung
mit Krankheitsfolgen ? Mixe sind häufig gesünder, weil erweiterter Genpool. Habe persönlich eine Abneigung gegenüber dem Rassehund-Snobismus u. Geschäft.
Und : Die "Pfeif u. Sprühgeräte " auf Funkkommando sind doch nicht verboten.
Zu Flockes Problem habe ich genug gesagt, konnte ihr so zu 10 ereignisreichen Hundejahren verhelfen, bis sie das Angiosarkom mit 13 J
dahinraffte. Mit Sunny ist wieder einem armen Heimhund Gutes getan, beim Abschied in Beja sagte jemand zu ihr, sie solle sich benehmen, so einen Superurlaub im Womo durch 5 Länder (P, SP, F, I, CH, D ) sei nur wenigen Heimhunden vergönnt. Gr. Richi

Gast am 20 Jul 2016 17:40:38

kintzi hat geschrieben: Habe persönlich eine Abneigung gegenüber dem Rassehund-Snobismus u. Geschäft.

100% Zustimmung! Leider kann man im Haustier-Thread keine Bewertungen vergeben.. deshalb so.. :daumen2:

Ich würde sogar noch weiter gehen: Solange die Tierheime voll sind mit geschundenen Kreaturen, Verbot der Zucht mit Gewinnerzielungsabsicht!
Das werden viele Rassehundebesitzer nicht gerne hören, da ist es auch wieder gut, daß man hier nicht bewerten kann! :razz: Na ja, ist eh bloß ein frommer Gedanke, vollkommen unrealistisch, etwas gegen diese Lobby auszurichten.

Zu den Mixen: Hatte in den letzten fast 30 Jahren NUR Mischlingshunde, keiner hatte "rassetypische" Probleme wie Hüftdysplasie o.ä. :)
Also, mehr Mut zum Mix und zu Hunden aus dem Tierschutz! Und da gibt es nat. auch Rassehunde, auch Welpen. Die Suche ist da halt etwas aufwändiger, als beim nächstgelegenen Züchter zu kaufen..

harpya am 20 Jul 2016 18:02:36

kintzi hat geschrieben:Aber bei hochqualifizierten,charakter-festen/-starken Diensthunden, aus heiterem Himmel ?
Trotz allem Grübeln kann daher keiner für sein unschädliches Tierverhalten die Hand ins Feuer legen, beim Menschen u. beim Tier/Hund.

Gr. Richi


Ich kenne das zumindest von Tierärzten das auch Hunde durch gesundheitliche EInflüsse, schmerzhafte Tumore und
ähnliches zu unbekannten Reaktionen neigen.
Da gibts dann auch Übersprungshandlungen.

Bei , ausgebildeten, etwas aggressionsgesteigerten Schäferhunden, ist es gängig das man in unregelmäßigen
Abständen auch als Hundeführer angegangen wird, ein normaler Kampf um die Rudelführung.
Ist aber nicht wirklich aggessiv, geht nur um die Rangordnung.
Schäferhund ist ja auch kein Spielzeug.

Für den Schutzdienst sind auch viel garnicht geeignet.
Eine Übung ist jemand zu stellen und nur den Lederärmel anzugreifen.
Etliche Hunde haben das so gut begriffen das man völlig sicher ist, wenn man diesen nicht trägt.

Können aber trotzdem gute Fährtenspezialisten werden.
Einem hab ich mal beigebracht 4 verschieden Pilzsorten zu suchen.
Aber wer will schon dauernd Pfifferlinge.

sini2000 am 20 Jul 2016 19:00:03

ie Konsequenz aus dem Einsatz des MasterPlus war, dass das zischende Geräusch eine leichtes Trauma ausgelöst hat.
Druckluft, Bremse vom LKW, all solche zischende Geräusche haben danach Zittern beim Hund ausgelöst.


Yep genau so was meinte ich. Dass es auch schnell falsch verknüpft werden kann.


Oh je,was habe ich angerichtet !


Nix. Außer eine interessanten Diskussion. Und selbst wenn der gesamte Tenor jetzt dahin geht, dass es auch anders gegangen wäre, damals war es so, wie es war. Und vielleicht überlegt der Ein oder Andere sich es jetzt nochmal, der über den Einsatz nachgedacht hat.

Nehmt doch mal Stellung zu dem geschilderten Polizeihundfall u. erklärt mir , warum best erzogene abgerichtete oder dressierte , v. Profis gehaltene Hunde so ausrasten können?


Sind das Profis? Profis in der Ausbildung im Schutzdienst ja, aber nicht zwingend Profis im Wissen über Hundeverhalten? Geh mal beim Schutzdienst zuschauen. Die arbeiten auf dem Platz erste Sahne und stehen wie ne 1 im Kommando und sobald sie außerhalb sind, kriegen einige den selben Hund, der vorher gepunktet hat, kaum noch gehalten.

Was ich mir vorstellen könnte: Damals war die Schutzhundausbildung noch ein weniger härter als heute, Stachel und Teletakt waren normal. Sieht man teilweise heute noch auf Hundeplätzen. Nun wurden diese Hunde also mit Schmerz ausgebildet und hatten 2 x 15 Minuten Auslauf. Das ist nix. Ich kann mir vorstellen, dass sie unausgelastet waren als Grundvoraussetzung. Dann weiss man nicht, ob die Kids, wenn sie da gespielt haben und die Aufsicht war nicht da, die Hunde im Zwinger ärgern konnten? Oder aber wie schon oben geschrieben, Verteidigung des Reviers. Schäferhunde passen sehr gut auf ihr Revier auf.

Zum Zischen: Dieses Anzischen ist generell wirklich effektiv. Ich erinnere mich an Frankreich. Wir fuhren hintereinander mit den Rädern auf dem Radweg, mein Freund hatte die Hunde rechts am Rad. Links liefen Fußgänger und dabei ein paar mit einem Dackel, freilaufend. Dieser sah unsere Hunde und machte sie sofort auf den Weg um zwischen unseren Rädern auf die andere Seite zu kommen und die Hunde in Augenschein zu nehmen. Als er vor meinem Rad ware, zwischte ich tief aus dem Bauch heraus. Er blieb wie zur Salzsäure erstarrt stehen. Ich guckte ihn an und machte eine Handbewegung in die andere Richtung und zischte nochmal leise. Er drehte sich um und marschierte los, die Besitzer lachten und zeigten die Daumen hoch.

Bei diesem ersten Mal war das aus einem Reflex, aber ich habe das noch öfter probiert in ähnlichen Situationen hier in Köln am See, wenn "der will nur spielen" hinter unseren angeleinten Hunden am Rad her wollten und es klappte jedes Mal.

Ich bin aber kein Fan von C. Milan, denn der macht auch ne Menge Dinge, wo die Hunde vor Angst erstarrt sind oder gequält werden.

Aber es ist eine Sache der inneren Überzeugung. Ich möchte nicht, dass unsere Hunde mit Schmerz erzogen werden. Und ich möchte keine Hilfsmittel zur Erziehung, außer die, die ich immer dabei habe, Gesten und Stimme.

Gast am 20 Jul 2016 19:22:48

kintzi hat geschrieben:Mixe sind häufig gesünder, weil erweiterter Genpool. Habe persönlich eine Abneigung gegenüber dem Rassehund-Snobismus u. Geschäft.


ich möchte dir mal in beiden Punkten widersprechen.
Das Mixe gesünder sind soll ein Irrglaube sein. Unsere letzte Hündin war auch ein Mix und ich habe das Gleiche gedacht.
Es soll aber so sein, dass sich das Böse eher in Kombination durchsetzt.
Ich habe dazu natürlich keine Statistik zur Hand sondern habe diese Info von einer überaus kompetenten Person.
Unsere Hündin - Mix aus Schäferhund und Golden Retriever - starb letztendlich an Krebs und hatte mittelschwere HD.
Beides für die jeweilige Rasse typisch.

Ein Wahnsinns Geschäft ist es ebenfalls nicht. Wir haben vor den 8 Wochen die Züchterin mehrfach besucht und haben auch über das Thema Geld gesprochen.
Der immense Zeitaufwand und das Geld für die Papiere, Arztuntersuchungen, Bespaßungsanlage etc.etc. lässt den Stundenlohn auf seeeehr wenige Euros schrumpfen.
Anders sieht das natürlich bei prof. Zuchtanlagen aus. Aber man hat ja die Wahl sich den passenden Züchter rauszusuchen. Unsere hat in 20 Jahren sieben Würfe gehabt.
Das ist dann schon eher Hobby als Geschäft.

Wer sich vorher mit der Wahl der Rasse beschäftigt und nicht stur nach Süß-Faktor vorgeht, hat auch die Möglichkeit sich seinen Typ rauszusuchen.
Wie oft sehe ich ältere Herrschaften mit temperamentvollen Terriern oder Siberian Husky, die Auslauf ohne Ende brauchen und der Lage nicht mehr Herr werden.
Wir haben uns ganz bewußt für eine Rasse entschieden die zu uns passt. Bei einem Mix wäre das so nicht möglich, vor allem nicht, wenn man nicht weiss was drin steckt.

Gast am 20 Jul 2016 19:26:24

sini2000 hat geschrieben:..

Sind das Profis? Profis in der Ausbildung im Schutzdienst ja, aber nicht zwingend Profis im Wissen über Hundeverhalten? Geh mal beim Schutzdienst zuschauen. Die arbeiten auf dem Platz erste Sahne und stehen wie ne 1 im Kommando und sobald sie außerhalb sind, kriegen einige den selben Hund, der vorher gepunktet hat, kaum noch gehalten.



Klares Anzeichen für ortsgebundenes lernen
Einer der Gründe warum sich das Konzept der mobilen Hundeschule immer öfter durchsetzt.

Variophoenix am 20 Jul 2016 23:32:41

Habe mir die letzten Beiträge durchgelesen. Ich teile die Meinung von Ich-bins absolut. Sehe das auch so und mache es genau so wie er beschrieben hat mit verschiedenen Situationen. Deshalb habe ich jetzt so einen tollen Hund der überall (auch wegen seinem Aussehen) aufsehen erregt. Man kann das auch Vertrauenphätagogik nehnen. Ich rufe ihn selten und laufe ihm auch nicht nach. Er muss schauen wo ich hingehe, und dass macht er auch wenn es eine abzweigung gibt. Oder er läuft ein Stück den falschen weg und bleibt dann stehen. Dann zische ich und er geht den richtigen weg.
So macht es einfach Spass einen Hund zu halten. Und ihm auch, da er viele Freiheiten geniessen kann.
Der Husky hat übrigens eine Sibiren Husky Mutter und einen Husky- tschechien Wolf Vater und stammt von einer Zucht.

kintzi am 21 Jul 2016 01:13:49

Der letzte Beitrag, ohne dem Autor zunahe treten zu wollen, errinnert mich so an mehrere Psychologenaussage zu Herr und Hund, daß manche Herrchen mit entsprechenden Hunden gewisse Defekte ihrer eigenen Eigenschaften überdecken / reparieren wollen. Explizit: muß der schönste, größte, klügste, schärfste usw. sein, erinnert auch an Stammtischgespräche der letzten Neuerwerbung, z.B. Auto. Habe leider schon öfter solche Mechanismen gesehen.
"Ex-Bundes-Präs. RAU über seinen Hund: Als Hund eine Katastrophe, als Mensch unersetzlich" , der erste Halbsatz, na ja, muß nicht sein.
Aber der zweite ist die richtige Einstellung !! Gr. Richi

harpya am 21 Jul 2016 05:00:19

Globetrotter111 hat geschrieben:Zugegeben,wir halten Rassehunde und nicht arme und geschundene Kreaturen aus dem Tierheim.
Servus
Globetrotter111


Da hat man auch so sine Probleme, besonders wenn man einen Gebrauchshund mit besondern Fähigkeiten sucht.
Bei etlichen Rassen gibts da eine "showlinie" und die ursprüngliche natürlich belassene.
Showline in dem Sinn das da nur die niedlichen ,unkomplizierten,anhänglichen gezüchtet werden.
Weit enfernt von dem ehemaligen Einsatz Haus und Hof von Ratten, Schlangen usw.freizuhalten.
Die noch völlig selbstständig auf den Höfen agierten.
Als Arbeitshunde kaum zu gebrauchen.

Das Hundethema scheint bei Wohnmobilisten ene breite Raum einzunehmen.
Nach unserer Erfahrungen sind bei ca. 30-40% die großen und kleinen Freunde mit an Bord.
(Auch wenn ich so 3 Schäferhunde und 4 Katzen in einem Womo für übertrieben halte, schon gesehen)

kintzi am 21 Jul 2016 07:21:40

Scheint so ? Ist so.!Kriminelle meiden Hunde, da für sie unberechenbar in Laut u. evtl. Angriff. Selbst unsere so friedliche, schüchterne, verspielte
Sunny gab auf der Rückreise nach ein paar Tagen Stummheit bei Annäherung Fremder oder ungewöhnlichen Geräuschen Laut.
TV-Lautsprecher bei besseren Geräten sind mittlerweise so authentisch, daß der noch unerfahrene Hund auf Gebell darin mitbellt ( Kollektiv/Rudelverhalten aus dem Tierheim ). Vorgestern neu f. sie : den f. sie bisher unbekannten Hausigel verbellt, der partout nicht mitspielt. Mit Läusen u. Flöhen ist demnächst zu rechnen, nebenbei: was nehmt ihr dagegen, Chemie oder pflanzliches im Sinne v. UHA-letten (Unseres Hergotts Apotheke) :razz: ? Gr. Richi

jochen-muc am 21 Jul 2016 07:52:35

Welches Halsband hast Du jetzt eigentlich verwendet ? Bzw welches ist den abgesoffen ?

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