Danke für die Kritik!! :-o
Ich mache dann mal weiter. Hoffentlich ist das jetzt richtig wenn ich es als Antwort schreibe.
18.Juni 2016 Richtung Cirencester schlagen wir einen Haken über Bourton on the Water. Schöne Cotswolds Ortschaft. Beim Schlendern durch den Ort hören wir plötzlich Schellen und Hölzer, die aufeinander schlagen. Was ist da los? Aus einer Seitenstraße kommen seltsame Gestalten. Die erinnern uns ein bisschen an die Perchten in Gastn, die den Winter austreiben. Das sind Morris Dancers, wie sich herausstellt. Den Sinn haben wir nicht verstanden, sah aber witzig aus. Sie legen auf der anderen Bachseite eine richtige Show hin. 3 Gruppen tanzen abwechselnd zu Flöten und Trommeln.


Danach auf nach Cirencester Caravan Club Camp Site. Aufgrund des bescheidenen Wetters (Dauerregen), verbringen wir 2 Tage auf dem Cirencester Park CP. Ein sehr schöner Platz, auch ideal für Familien. Aber bei dem Wetter hat keiner so richtig was davon.
20. Juni 2016 Der Platz Hurn Lane in Burnham on Sea ist echt schwer zu finden. Außerdem ist er umgeben von anderen sog. Holiday Parks. Alles in allem ein riesiges Areal mit Wohnwagen, Trailers und Ferienhäusern. Der Platz aber ist schön. Nach dem Abstellen des WoMos laufen wir zur See, Fast kommt man sich vor wie Indiana Jones nur ohne Machete. Nach den Büschen aber dann die See. Toller Blick bis nach Wales.

Indiana Jones Hobbyraum

21. Juni 2016 Glastonbury; gäbe es das nicht schon, man müsste es erfinden. Ab heute auch das berühmte Festival. Die Stadt ist voll mit Touristen, Esoterikern und Festivalbesuchern. Das ist England, wie wir es lieben: eine Mischung von liebenswert Überkandidelten und Normalos. Jede Menge Läden mit Kraftsteinen, Gemmen, Traumfängern einfach alles, was der "gemeine" Esoteriker braucht.

Die Abbey, leider nur eine Ruine, ist auch beeindruckend. (irgendwie aber kein Vergleich zur Tintern Abbey nahe Wales)



die Küche des Bischoffs als einziges ganz erhalten

Wir wollten im The George & Pilgrims Hotel essen. Leider total überfüllt. Aber da muss man mal drin gewesen sein. Das Hotel wurde im 14. Jahrhundert gebaut und sieht aus, als ob es seither nicht renoviert wurde. Aber es sieht einfach klasse aus. Leider wars innen viel zu dunkel zum Fotografieren.

the George and Pilgrims Hotel

schmale Gassen in Glastonbury, in denen auch Shops oder Imbiss sind
22. Juni 2016 Wir stehen vor dem CP Cheddar. Noch nicht offen. „Please arrive after 13:00“. Jetzt ist erst 11:30. Gestern habe ich auf dem Weg nach Glastonbury ein Schild gesehen: Wells Cathedral. Nachdem das nur eine halbe Stunde Fahrt ist, auf nach Wells. Wells ist übrigens die kleinste City in GB. Hier suchen wir erstmal einen Parkplatz. Wie üblich sind die meisten nur für Pkw. Aber nachdem wir durch die ganze Stadt gekurvt sind finden wir neben einem Pub einen Platz, der groß genug für uns ist (Ecke Princes Road und Priory Road). Jetzt aber los zur Kathedrale. Zuerst finden wir die St. Cuthbert´s Church, die wir natürlich für die Kathedrale halten. Drinnen ist ein Cafe und es wird renoviert. Hmm, dachte die Kathedrale wär größer. Bei genauerem Hinsehen fällt mir auf, dass der Aussenbereich anders aussieht als vorhin. Da sind wir an etwas vorbeigefahren das etwas größer war. Also war das hier wohl nicht die Kathedrale. Nach weiterem Schlendern durch die Stadt kommen wir zu einem Marktplatz und dahinter liegt dann auch der Bischoffs Palast und Garten und die Kathedrale. Das sieht natürlich schon anders aus!

Marktplatz in Wells

Eingang zur Kathedrale

endlich die Kathedrale

alles wirkt, als wäre es letztes Jahr erst gebaut


Seitenkapelle
Nachdem wir im Pub noch was gegessen haben fahren wir zum CP nach Cheddar. Auf einem anderen Weg als hin, da der etwas eng und überfüllt war. Und schon sind wir wieder einmal beeindruckt. Kurz vor Cheddar geht es durch die Cheddar Gorge. Ein Augenschmaus!!! Von ca. 850 fuss geht es innerhalb von 4 km auf 130 fuss hinunter in den Ort. Fast wie in Österreich. Einfach toll!!!



die Schlucht; aus der Internetseite herauskopiert
23.Juni 2016 Bristol!! Um exakt 12:05 (please arrive after 12:00) fahren wir auf den Campingplatz. Den Platz habe ich im Januar schon gebucht und selbst da nur 2 Tage bekommen. Nach dem Abstellen gleich raus in die Stadt. Hinten am CP ist eine Tür, die direkt an den Hafen führt. Durch die Tür, 10 Meter weiter ist das Wasser. Rechts herum und 15 min zu Fuss stehen wir schon an der SS Great Britain. Das war das erste Stahlschiff mit einem Propeller, Stapellauf 1843, und mit einer beeindruckenden Geschichte. Nachdem sie mehrfach umgebaut wurde, zuletzt wieder als Segelschiff ist sie 1939 auf den Falklands teilweise ausgeschlachtet worden. 1970 ist sie nach Bristol in das ursprüngliche Baudock zurück überführt worden, teilweise restauriert und liegt jetzt als Museum da. Entworfen wurde Sie von Isambard Kingdom Brunel, über den man hier allerorten „stolpert“. Auch die Clifton Suspension Bridge ist von ihm. Auf dem Schiff gibt es 4D Erlebnis. Nicht nur laufen und sehen, sondern auch riechen kann man hier. In einer Kabine rasiert eine Puppe eine andere und wir können Rasierseife riechen. Entsprechend riecht es in der Küche, in der ein Metzger einen Fisch zerlegt. Ein paar französische Schüler sind etwas grün im Gesicht.

Bristol gleich nachdem man die durch Tür zum CP ist


SS Great Britain

die Geruchs-Erlebnisse



ganz schön eng hier. und hier 3 Wochen bis Amerika??

Speisesaal der 1. Klasse
Nach dem Schiff laufen wir noch im Hafengelände herum, alles sehr neu und modern. Hier liegt auch die „Matthew of Bristol“. Matthew Cabot hat damit Neufundland entdeckt. Aber es ist ein neues Schiff. Eine Werft hat es vor einigen Jahren nachgebaut, diesmal mit Motor. Man kann sich damit auch im Hafen herum schippern lassen.

die Matthew of Bristol

auf dem Kai fährt eine Dampflok, mit der man sich herumfahren lassen kann

alles neu und modern, hinten links ist die Tourist Info

Matthew Cabot Entdecker von Neufundland

Archiebald Alexander Leach oder besser bekannt als Cary Grant
ein weiterer prominenter Sohn der Stadt


aus Alt mach Neu

hier noch im Anfangsstadium
An der linken Ecke vom CP ist ein gutes Pub. Nachdem wir Kamera und Regenschirm im Auto verstaut haben gehen wir essen und lassen den Tag ausklingen.
24.Juni 2016 Zur Haupteinfahrt vom CP raus und 10 Meter links ist die Haltestelle für den Sightseeing Bus. Der ist mit 15 Pfund etwas preisintensiv, dafür ist der Preis aber für 2 Tage. Nützt uns aber nichts, da wir morgen weiterfahren. Beim nächsten Mal bleiben wir länger und es wird definitiv ein nächstes Mal geben. Die Tour führt den Berg hoch nach Clifton Village, durch Clifton und dann runter durch Bristol. Nachdem auf dem Oberdeck Platz ist gehen wir hoch. Oben sitzen noch 6 andere Deutsche, ein Englisches Paar und ein Guide, der die Führung
live macht. Die Engländer verlassen den Bus an der nächsten Station und der Guide beginnt eine Diskussion mit uns über den Brexit, der ja gestern stattgefunden hat. Sehr interessant die unterschiedlichen Sichtweisen.
Der Reiz an der Tour ist der Unterschied zwischen Clifton Village und Bristol. Oben Clifton mit seinen alten ehrwürdigen Gebäuden, die vielen kleinen Shops und engen Straßen. Unten Bristol, wo alles neu, modern und bunt ist.

Clifton Village


Bristol Cathedral

Wandgemälde von Banksy, einem weiteren Sohn der Stadt und
bekanntem Street Art Künstler

der Hauptbahnhof von Bristol

ein Hafenfähre mit Gromit als "Gallionsfigur"
Wallace and Gromit entstehen hier in einem Studio, nur
100 Meter entfernt von der SS Great Britain
25.Juni 2016 Charmouth an der Jurrassic Coast ist die nächste Station. Unten an der See ist ein Parkplatz, der groß genug für mehrere Mobile ist. Auf zur Fossilliensuche. Leider nix. Morgen mal schauen.

die wohl unfreundlichste Küste der Welt, keiner grüßt,
alle sehen nur zum Boden, ob sich was versteinertes findet

Der nächste Tag beginnt, wie üblich mit einem Regenguss. Nach dem Frühstück ist es aber wieder besser, also ab an die Küste. Diesmal haben wir etwas mehr Erfolg, da wir aber blutige Anfänger sind bleibts bei Etwas.


klein aber fein, leider zu schwer zum mitnehmen
27. Juni 2016 CP Willingcott und Ilfracombe Harbour. Der schönste Tag bisher, wettermäßig. Schöner Hafen mit einer etwas eigenartigen Statue. Aber über Kunst kann man ja diskutieren. Wir kurven eine ganze Weile durch den Hafen, bis wir einen Parkplatz für
Wohnmobile finden. Ca. 50 Meter hinter dem Life Boat Haus

nagelneues Lifeboat

Hafenbecken mit Rampe für das Lifeboat

Promenade mit jeder Menge "Touristenfallen"

Hafenausfahrt

Hügel mit St. Nicholas Chapel

Blick vom Hügel


Nach dem Essen in einem Pub zurück auf den Platz.
Am nächsten Tag müssen wir für das schöne Wetter von gestern büssen. Sturm mit Starkregen. Man wird fast seekrank im Mobil, so bläst es. Woolacombe Beach fällt also sprichwörtlich ins Wasser.
29.Juni 2016 Endlich fahren wir nach Newquay in Cornwall, unsere „zweite Heimat“ Wir haben bei Lou and Mike ein Zimmer gebucht für 5 Tage. Das ist ein Überbleibsel aus den Tagen, als wir noch kein Mobil hatten. Die Kinder sind ganz schön groß geworden. In Newquay treffen wir auch Dave und Margaret, Freunde aus Schottland, die wir vor 3 Jahren bei Mike und Lou kennengelernt hatten. Bei unserer Tour letztes Jahr durch Schottland haben wir sie in Glasgow besucht. Nettes Wiedersehen.

der Hafen von Newquay

Towan Headland Newquay
03. Juli 2016 Nach ein paar Tagen wandern am Strand und über die Klippen, geht es leider Richtung Heimat. Auf dem CP bei Folkstone übernachten wir ein letztes Mal in England
04.Juli 2016 Der schönste Tag auf der ganzen Tour. Ich glaube die Sonne lacht uns aus, weil wir heim müssen. Auf den White Cliffs of Dover hol ich mir sogar noch einen Sonnenbrand auf dem Kopf. Aber die Aussicht entschädigt dafür: Direkt über dem Fährhafen kann man bis nach Frankreich schauen und durch das super Wetter gelingen mir noch ein paar schöne Bilder:

Dover Castle vom Motorway Richtung Folkstone

Strandbad in Dover, hier ist auch der Stellplatz

White Cliffs of Dover

Dover Castle von der anderen Seite

Blick nach Frankreich über 3 Fähren
1 kommt, 2 gehen

das letzte Bild in England
Leider muß man von hier oben um 19:00 Uhr weg. Parken für Mobile ist ja immer ein bisschen ein Problem in England. Wir fahren runter nach Dover. Hier an der Esplanade gibt es einen
Stellplatz für Mobile, vor dem Dover Sea Sports Center. Um 21:00 Uhr brechen wir auf zum Fährhafen. Eine Stunde vor bzw. nach dem gebuchten Termin dürfen wir ohne Mehrkosten auf die Fähre. Klappt genau. 22:05 Uhr verlassen wir England. Das Schiff ist fast leer mit Personen, fast nur LKWs. Sehr schön ruhig diesmal. Das haben wir schon ganz anders erlebt. Darum fahren wir am liebsten Nachts. Da ist es auch deutlich billiger.
Durch Frankreich und Belgien sind wir noch nie so entspannt gefahren. Die Straßen sind leer, zumindest bis Deutschland. Wieder daheim :( :) :(
Leider leider leider ist dieser Urlaub vorbei.
Das wars dann für dieses Mal. Bis demnächst!
Gruß Cornwallo