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Um zu klären, ob die Felge zusammen mit dem richtigen Reifen helfen würden, habe ich nach Gutachten und weiteren Unterlagen gesucht, kam jedoch nicht richtig weiter. Am Ende muss die Ganze Sache ja eh vom TÜV abgenommen werden, daher dachte ich, die könnten das dort möglicherweise schneller und besser beurteilen, ob es nun geht, oder nicht. Also schnell zur TÜV-Prüfstelle gedüst, mit allen Unterlagen selbstverständlich. Für 'nen 10er gab's fachkompetenten Rat und Auskunft.
Ein Teil der Auskunft passt hierher, da ich vollständig hier --> Link berichte, was der Herr vom TÜV mir mitteilte, kopiere ich hier nur den Teil hinein, der hier wirklich passt:
Wir haben auch die ermittelten Gewichte und Achslasten durch gesprochen. Der Rat des amtlich anerkannten Sachverständigen lautet schlußendlich wie folgt: 7. Eine Auflastung der Hinterachse ist aus seiner Sicht technisch nicht notwendig. Bei dem, was noch an Gepäck/Gewicht zu der Beladung dazu käme, wäre die Verteilung aus seiner Sicht als Sachverständiger so, dass überwiegend Last auf der Vorderachse landen würde, die Hinterachse wenn überhaupt nur noch geringfügig mehr belastet würde. Natürlich rät er dazu, nochmals zu wiegen, ist aber sehr sicher, dass es passt. 8. somit genügt aus seiner Sicht die Auflastung des zGG auf 3.850 kg. Die Kosten für die Zusatzluftfederung würde er sich sparen, es sei denn, man wollte diese wegen des Fahrkomforts haben. 9. Dürfte ich dann die fragliche Felge ohne weitere Eintragung benutzen, da diese im COC-Papier als wahlweise zu benutzende Felge aufgeführt wird. 10. Auch die derzeit auf der Felge montierte Reifengröße dürfte dann weiter benutzt werden. 11. Das Mitführen der ABE/des Technischen Berichts wäre ratsam, aber nicht erforderlich. Allerdings sollte man dann zumindest das COC-Papier dabei haben, denn im Fahrzeugschein steht die Felge wiederum nicht.
Hm, schon spannend. Es gibt auf jede Frage in Bezug auf die Auflastung immer mehrere Antworten. Gestern sagte mir jemand, bei dem ich ein Angebot angefragt hatte, nur mit den Papieren könnte er nichts tun, er bräuchte in jedem Fall das Fahrzeug vor Ort, da AL-KO Chassis seien wie holländische Frikadellen: es könne alles drin stecken. Goldschmitt und Stäbler konnten anhand der Papiere anbieten. Der eine verbaut 15" Felgen mit ET68, der andere 16" Felgen. Der eine Reifen 225/70R15, der andere 225/65R16. Der Sachverständige (übrigens selbst Camper und Wohnmobilist) meint, die einfache Auflastung über Unbedenklichkeitsbescheinigung genüge. Und im Hinterkopf schwirrt der Gedanke herum, dass der Versuch der Wandlung ja auch noch eine Option ist. Jetzt hab ich Kopfschmerzen... :gruebel: :nixweiss: :confused:
Rockerbox hat geschrieben:Hat dein Hymer C614SL eine Heckgarage?
Ja, hat er. Eine sehr große sogar. Das war eines der ausschlaggebenden Kaufkriterien.
Da ich denke zu wissen, worauf Du mit Deiner Frage hinaus willst, greife ich mit der Antwort mal vorweg: Mir ist klar, dass bei einer großen Heckgarage auch die Gefahr der Überschreitung der zulässigen Hinterachslast sehr groß ist. Erst recht, wenn man noch die Hebelwirkung berücksichtigt. Scheinbar sind wir in der Benutzung unserer Heckgarage allerdings eher untypisch: Aktuell befinden sich 3 Stühle und ein kleiner, sowie ein großer Tisch in der Garage. Dazu kommen entweder zwei E-Bikes und eine Kinderfahrrad oder eine Kombination aus 3 sehr leichten Mountainbikes oder Rennrädern. Mit den E-Bikes in der Garage haben wir die Achslast gewogen: 1.920 kg. Alles was uns an Reisegepäck bei der Wiegung noch fehlt, kommt definitiv nicht in die Garage sondern in andere Stauräume irgendwo im Fahrzeug. Derer gibt es reichlich, auch das war eines der Kaufkriterien. Stärker wird die Heckgarage also nicht belastet. Wir wollten diese haben, um eine Möglichkeit zu haben, die Räder sicher, trocken und schonend im Fahrzeug transportieren zu können, nicht aber für Vorräte oder andere Utensilien. Wir werden häufiger auf Campingplätzen stehen als auf Stellplätzen, weil ein 6-jähriges Kind mit fährt. Länger als 2 Wochen werden wir voraussichtlich nie unterwegs sein, das gibt mein Job nicht her. Alles was für 2 Wochen benötigen passt locker und bequem in die Schränke und Staumöglichkeiten im Fahrzeug. Zusätzlich haben wir noch einige Staumöglichkeiten im doppelten Boden, die es ermöglichen die Lasten zu verteilen und leicht zugänglich zu verstauen.
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Rockerbox am 28 Sep 2016 08:18:25
Hallo Andre, da bleibt dir nur eine Resere von etwa einem Kasten Bier in der Heckgarage! :-) Wenn du schon alles machst mit Felgen und Reifen würde ich in jedem Falle überlegen, die Luftfederung hinten mit zu machen und hinten auf 2240 kg aufzulasten. Damit hättest du genug Reserve (man weiß ja nie was man aus dem Urlaub mit nach Hause nehmen will oder mal nen Roller hinten reinstellen) und dazu noch ein besseres Fahrverhalten plus die Option des Hochpumpens bei Fährauffahrten oder ähnlichem. Die LuFe kann man relativ problemlos selber einbauen, geht auch ohne Bühne oder Grube.
avm75 am 28 Sep 2016 10:11:48
Rockerbox hat geschrieben:Hallo Andre, da bleibt dir nur eine Resere von etwa einem Kasten Bier in der Heckgarage! :-)
Das ist dann aber schon ein seeeehr großer Kasten :lach: Im Moment habe ich gut 80 kg Luft, von dem Gepäck was noch rein muss kommt beinahe nichts an der Hinterachse an. Unabhängig davon habe ich noch nie einen Kasten Bier mit in den Urlaub genommen, und auch keinen mit zurück :razz: Aber ich verstehe, was Du mir sagen möchtest :ja:
Klar, wenn ich Reifen und Felge wechsle, dann wird auch die Zusatzluftfederung verbaut, und hinten aufgelastet. Vielleicht machen wir das aber auch Schritt für Schritt. Also erst die Auflastung über die Unbedenklichkeitsbescheinigung des Herstellers, und irgendwann mal die Zusatzluftfederung, zusammen mit den Reifen. Solange kann ich die Felge mit den Winterreifen drauf benutzen, ohne das ich was eintragen lassen muss.
Im übrigen: Beim AL-KO Chassis scheint das mit der Luftfederung auch nicht ganz so einfach zu sein. Goldschmitt führt den Umbau nur in eigenen bzw. zertifizierten Werkstätten durch, und auch Stäbler würde das erst mal nur bei sich machen. Und wirklich andere Angebote liegen ja noch nicht vor.
Rockerbox am 28 Sep 2016 12:11:58
Ah, ok, das Alko Fahrgestell hatte ich wohl überlesen! Meiner hat nur das Fiat Gestell und da gings easy!
avm75 am 28 Sep 2016 12:15:46
Rockerbox hat geschrieben:Meiner hat nur das Fiat Gestell und da gings easy!
Ja, mit dem Fiat Gestell hätte ich jetzt ein paar Probleme weniger :lach:
Aber, wir kommen Schritt für Schritt der Lösung näher. Mühsam nährt sich halt das Eichhörnchen.
avm75 am 05 Okt 2016 21:28:34
Guten Abend zusammen,
will euch nur noch mal schnell auf den neuesten Stand bringen: Wir haben uns nun doch entschieden, alles in einem Rutsch zu erledigen. D.h. Auflastung auf 3,85t, HA-Auflastung, verstärkte Federn an der Vorderachse und entsprechende Reifen und Felgen. Die Felgen hatte ich ja vom WoMo-Händler bekommen, die Reifen hat er, wie zugesagt, auf seine Kosten bestellt. Heute habe ich die neue Kombi bereits für den weiteren Umbau und die Eintragungen montiert. Die Kosten für die Zusatzluftfederung & Co. wollte ich mir mit dem Händler teilen, darauf ließ er sich jedoch nicht ein, sondern sprach stattdessen plötzlich von Wandlung. Offenbar hatte ich inzwischen allen Spielraum ausgereizt. Wandeln wollten wir nicht, also bleibt mir nichts anderes, als die Kosten für den Rest selbst zu tragen. Nun denn, sei es drum. Am 21.10. wird der komplette Rest von und bei der Fa. Stäbler montiert, danach sollten wir sorgenfrei fahren können. Das Reserverad ist übrigens in dem Zusammenhang aus der Heckgarage rausgeflogen, nach der Auflastung passt es eh nicht mehr und darf auf unserem WoMo mangels Tragfähigkeit ohnehin nicht mehr gefahren werden.
Ich danke euch allen für die Anregungen, eure Tipps und Ideen, ihr habt mir damit sehr geholfen. :dankeschoen: Wenn alles fertig ist, fahr ich nochmal voll beladen auf die Waage, mit den dann ermittelten Zahlen werde ich diesen Bericht dann wohl abschließen :wink:
avm75 am 27 Okt 2016 13:55:47
Hallo zusammen,
wie im letzten Post angekündigt, will ich euch auch das finale Ergebnis unserer "Gewichts-Odysee" nicht vorenthalten: Es ist vollbracht, die Auflastung ist durchgeführt. Vergangene Woche Freitag war es soweit, wir hatten unseren Termin in Waghäusel. Verbaut wurden Zusatzluftfedern an der Hinterachse, sowie verstärkte Fahrwerksfedern an der Vorderachse. Die für die Hinterachsauflastung notwendigen Felgen u. Reifen mit jeweils höherer Traglast hatte ich schon im Vorfeld montiert, sämtliche Gutachten und Papiere dabei, und natürlich im Voraus geklärt, dass unter den gegebenen Voraussetzungen unser Vorhaben auch gelingen würde. Morgens um 8.00 Uhr gingen die Tore auf und unser WoMo durfte in die Werkstatt und auf die Bühne. Um ca. 16.30 Uhr war der Fisch gegessen. Die endgültige Eintragung in die Fahrzeugpapiere muss ich noch machen lassen, das Gutachten ist aber erstellt und wir dürfen nun mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3.850 kg reisen, bei einer maximalen Hinterachslast von 2.240 kg. Bei der Einfahrt in die Werkstatt wurden wir radweise gewogen. Um den Werkstattbesuch herum hatten wir insgesamt eine Woche Aufenthalt gebastelt, waren also entsprechend beladen. Um gleich zu testen, ob wir hinkämen, haben wir den vorhandenen Platz auch über das notwendige hinaus ausgenutzt und noch einiges zugeladen, was wir nicht gebraucht haben, aber ggf. in einem längeren Urlaub benötigt hätten. Unsere Lebensmittel hätten so z.B. wahrscheinlich noch für locker 1 Woche mehr gereicht, insbesondere die Getränke. An der Hinterachse waren wir knapp über 2.000 kg, insgesamt brachten wir 3.840 kg auf die Waage. Also alles gut, das es immer noch knapp sein würde, war uns ja vorher klar.
Was uns betrifft, ist das Thema damit weitestgehend beendet, ich werde noch Fotos von den eingebauten Komponenten nachreichen und vielleicht noch einmal beladen auf unsere geeichte Waage vor Ort fahren und das dann hier ergänzen. Ansonsten nochmals Danke! an alle, welche zum Thema beigetragen haben.
Lobend hervorheben möchte ich an dieser Stelle noch die absolut kompetente Beratung, den tollen Service und die reibungslose Abwicklung bei und durch die Firma Carsten Stäbler GmbH. Kann ich nur weiterempfehlen!
avm75 am 01 Nov 2016 20:14:22
Wie versprochen hier noch ein paar Bildern von den nun verbauten Zusatzluftfedern, der Bedieneinheit und den verstärkten Schraubfedern vorne...
avm75 am 24 Mai 2017 15:13:25
Hallo zusammen,
angeregt durch diesen Thread --> Link auch hier die kleine Ergänzung, bzw. ein Update nach (wie immer) nettem Telefonat mit Herrn Hilbig von Carsten Stäbler:
Auflastung auf 4t mit Goldschmitt Zusatzluftfederung an der Hinterachse, Goldschmitt Schraubfedern an der Vorderachse, Reifen + Felgen mit entsprechender Traglast ist für das 35L Chassis sowohl auf AL-KO Fahrwerk als auch auf Fiat-Fahrwerk mit Blattfedern möglich!
Bei der Zusatzluftfederung von VB Airsuspension geht die Auflastung auf 4t derzeit nur für das Fiat Fahrwerk mit Blattfedern (auch erst seit kurzem). Für das AL-KO Fahrwerk ist eine Auflastung auf mehr als 3,85t derzeit noch nicht möglich. Man rechnet allerdings damit, dass dies in Kürze der Fall sein wird. Noch fehlt das entsprechende Gutachten. Wenn alles klappt, werde ich informiert, sobald es möglich ist.
Dann wird das Gutachten von VB gegen entsprechende Gebühr notwendig, sowie eine erneute Vorstellung beim TÜV, dass alles ordnungsgemäß verbaut ist. Danach kann die weitere Auflastung in die Papiere eingetragen werden und man kann 150 kg mehr zuladen ;D
avm75 am 19 Sep 2017 10:15:32
Moin zusammen,
noch mal eine kleine Ergänzung zum Thema:
Auf dem diesjährigen CaravanSalon habe ich mich nochmals mit den Experten der Firma Carsten Stäbler GmbH auseinander gesetzt. Bei dem Gespräch war auch ein Herr der Firma WDT-Service B.V. in den Niederlanden dabei. Ich habe es so verstanden, dass diese Firma für VB-Airsuspension die Gutachten erstellt anhand derer die Auflastungen erfolgen. Ich habe dort ein schönes Heftchen bekommen, aus welchem ersichtlich wird, welches zGG bei welchem Fahrzeug bzw. Chassis mit diesen Komponenten zur Zeit möglich ist. Die 4t sind beim AL-KO Chassis mit VB derzeit wohl noch nicht möglich, das scheint sich Goldschmitt eine Art Monopol-Stellung gesichert zu haben. Auf der Homepage von WDT sind die Tabellen ebenfalls schön aufbereitet.
FIAT DUCATO X250/X290 --> Link FIAT DUCATO X250/X290 ALKO --> Link
Vielleicht hilft's dem ein oder anderen :wink:
RolWi am 20 Okt 2018 16:27:54
Danke für den ausführlichen Bericht zu einer Problematik, die mir so detailliert nicht bekannt war, allerdings mich jetzt auch mit voller Wucht trifft. Mir hatten viele (sehr viele Infos) aus diesem Thread gefehlt und sind durch deine Ausführungen geklärt worden.
Respekt und Danke schön. Roland
avm75 am 20 Okt 2018 19:02:25
Hallo Roland,
Danke fürs Lob :razz:
Freut mich, dass Dir der Thread hilft...
LG André
Inselmann am 20 Okt 2018 20:08:22
Schade das du solchen Aerger hattest.
Fuer mich stellt sich das groesste Problem beim eigentlichen wiegen. Wem kann ich trauen? Zweimal gewogen, ungefaehr 150kg!!! Unterschied. Alos zwei verschiede Waagen nicht zweimal gewogen auf der selben Waage. Beide versichern mir aber das die Waage genau wiegt. :lol: